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5.0 von 5 Sternen HAMMERTEIL
Ich besitze Ensiferum's gleichnamiges Debut und ihr Zweitwerk "Iron" und halte beide für klasse Alben, woran Jari Mäenpää wohl nicht ganz "unschuldig" ist.
Deshalb war ich sehr gespannt, wie der Erstling seiner neuen Hauptband "Wintersun" abschneidet, sitzt doch mit Rotten Sound-Drummer Kai Hahto ein echtes "Tier" hinter der...
Veröffentlicht am 10. November 2005 von mschillhuber

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierige Sache wenn man mit Time einsteigt
Ich bin direkt mit "Time I" in Wintersun eingestiegen, und nach Time I ist dieses Album zwar etwas verspielter, aber spürbar weniger kreativ.

Da fehlt noch ein bisschen der Feinschliff, hört sich alles sehr einheitlich und vor allem teilweise etwas planlos an.

An manchen stellen spürt man regelrecht wie nach einer Denkblockade...
Vor 9 Monaten von Vamp898 veröffentlicht


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HAMMERTEIL, 10. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Ich besitze Ensiferum's gleichnamiges Debut und ihr Zweitwerk "Iron" und halte beide für klasse Alben, woran Jari Mäenpää wohl nicht ganz "unschuldig" ist.
Deshalb war ich sehr gespannt, wie der Erstling seiner neuen Hauptband "Wintersun" abschneidet, sitzt doch mit Rotten Sound-Drummer Kai Hahto ein echtes "Tier" hinter der Schießbude.
Also nix wie in den nächsten Plattenladen, den Silberling erstehn und dann nix wie zurück nach Hause und in die Anlage damit.
Dann erste Ernüchterung: von Ensiferum's Folk Metal ist nicht mehr viel übrig geblieben, da hatte ich mir falsche Hoffnungen gemacht.
Dann aber der erste Jubel: Wintersun bieten hochkarätigen Melodic Death/Black Metal mit teilweise epischen Passagen und vielen schnell gespielten Stellen!
Schon der Opener "Beyond The Dark Sun" geht richtig in die vollen und überzeugt auf Anhieb durch schnelle knüppel-Einlagen, melodischer Gitarrenführung und einem Gesang, welcher wie die Faust aufs Auge passt.
Auch der zweite Song, "Winter Madness", bietet "Gitarrengewichse" auf allerhöchstem Niveau und lässt einen staunend wegen dieser Klasse zurück; ehrlich, solche Hammertracks findet man so schnell bei keiner anderen Band!
Hinzu kommt auch noch, dass die Platte überraschend abwechslungsreich ist, da es mit "Death And The Healing" auch mal langsamer, dafür unglaublich episch und wunderschön wird, oder mit "Sadness And Hate" ein Meisterepos von einer Spielzeit von gut 10 Minuten geschaffen wurde.
Es ist schlicht unglaublich, wie Jari Mäenpää ein solch berauschendes Werk praktisch alleine einspielen konnte, ich hatte oft den Eindruck, dass das von mindestens vier hochbegabten Leuten ausgeführt worden wäre.
Fazit: "Wintersun" ist ein Werk, welche eine Schönheit, eine Ausdruckskraft besitzt, die zu ausgeprägt ist, als dass man sie in schlichte Worte fassen könnte.
Deswegen jetzt ganz einfach: PFLICHTKAUF!!
Anspieltipps: Einen Song dieses regelrechten Referenzwerkes hervorzuheben käme Gotteslästerung (nicht der christliche...;-)) gleich!!
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das nenn ich mal "newcomer" :), 13. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Kaum wahrnehmbar illuminiert die Wintersonne die tannenreiche Waldlandschaft inmitten eines finnischen Gebirges, welches in der zweiten Jahreshälfte stets von trister, endlos erscheindender Dunkelheit befallen ist. Die unsäglichen Schneemassen bedecken nicht nur den nährbaren Boden, sondern begraben auch in angenehmeren Zeiten herrschende Tugenden - Sämtliche Mutmacher, wie Hoffnung und Zuversicht sind augenscheinlich mitsamt den üblichen Naturalien den abgrundtiefen Temperaturen zum Opfer gefallen. Auch der schmerzverzerrte Gesichtsausdruck des alten Greises, der sich mit letzter Kraft seinen Weg durch das strapaziöse Szenario gebahnt hat, ist mittlerweile sichtbar erstarrt und der indisponierte Wanderer scheint der klirrenden Kälte der Umgebung nicht mehr gewachsen zu sein: Mutlos hinterlässt er die letzten kräftezehrenden Fußspuren, bevor er mit endgültiger Todessehnsucht über dem eisigen Boden zusammenbricht und sich den rohen Naturgewalten seiner schneeweißen Ruhestätte geschlagen gibt...
Diese oder minimal abweichende Eindrücke ruft das Artwork der ersten WINTERSUN-Scheibe hervor und es ist an dieser Stelle wohl nicht zu weit hergeholt, dass der alte Mann eventuell den Märtyrer für die erfolgsversprechendste Erstveröffentlichung der letzten Monate - vielleicht sogar für das Debüt des Jahres darstellt und die Schneelandschaft die düstere musikalische Ausrichtung des Tonträgers perfekt charakterisiert, auch wenn mir bei den momentan eher sommerlichen Temperaturen nicht gerade das Blut in den Adern zu gefrieren scheint. Die Band um den Ex-ENSIFERUM Sänger Jari Mäenpäa und den ROTTEN SOUND-Drummer Kai Hahto ist ein Emporkömmling mit bemerkenswerter Geschichte, so gaben sich die Verantwortlichen von Nuclear Blast bereits mit einer drei Tracks umfassenden aber scheibar sehr aussagekräftigen Eigenproduktion zufrieden, um WINTERSUN mit einem fetten Plattenvertrag zu entlohnen. Hatte Mäenpäa anfangs nur ein Nebenprojekt geplant, so kündigte er Anfang des Jahres seinen Sängerposten bei ENSIFERUM, um sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren zu können. Und das hat sich auch gelohnt: Mit dem selbstbetitelten Debütalbum hat der Multiinstrumentalist quasi im Alleingang (Mäenpäa verantwortet sich auf "Wintersun" für sämtliche Instrumentierungen, das exzellente Drumming einmal ausgenommen) ein wunderschönes Stück Melodic Death geschaffen, das an Abwechslungsreichtum wohl kaum zu überbieten ist. Ähnlich wie bei seinem ehemaligen Arbeitgeber paaren sich hier zahllose Black/Death Metal-Einflüsse mit den gewohnten Folk-Anleihen ála MOONSORROW - Mäenpäa schafft allerdings noch den Kunstgriff, weitere Elemente in das Soundgefüge zu inkludieren, ohne dabei jedoch den Faden zu verlieren. Unter anderem finden sich auf "Wintersun" brachiale DISSECTION-Klänge ("Winter Madness"), typische CHILDREN OF BODOM-Frickeleien ("Beyond The Black Sun") und sogar Anbiederungen an den traditionellen Metal der Marke HAMMERFALL - oder stehe ich etwa mit der Meinung alleine da, dass der Refrain von "Death And The Healing" ein wenig an deren Kult-Ballade "Glory To The Brave" erinnert?
Wurde er bei ENSIFERUM meist aus dem Songwritingprozess ausgeschlossen, so kann der allgemeinhin vollkommen unterschätzte Musikus nun endlich sein künstlerisches Potenzial auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen. Neben den wie erwähnt sehr umfangreichen Songstrukturen ist Jari Mäenpäa natürlich weiterhin ein bärenstarker Sänger, was durch die selbstkomponierten Gesangslinien noch einmal wesentlich deutlicher zur Geltung kommt. Mit eleganter Leichtigkeit wechselt der Gesang zwischen den gewohnten Melo-Death Kratzvocals und glasklar trällendem Gesang, der sich stets fernab der Eunuchen-Tonlage befindet. Hinzu kommt das virtuose Drumming von Kai Hahto, der auch einen hörbaren Einfluss auf das Liedgut hatte - der Härtegrad von ROTTEN SOUND wird selbstverständlich nie ganz erreicht, dennoch scheppert der Ausnahmemusiker zum Teil in bester Grindcore-Manier ganz schön drauf los um sich anschließend wieder etwas zu beruhigen und den zahllosen Melodien den nötigen Raum zu geben. Eben diese ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album und schmücken dabei besonders die Aushängeschilder "Sleeping Stars" und "Death And The Healing", doch auch die schnelleren Stücke "Beyond The Dark Sun" und "Battle Against Time" lassen die wunderschönen Gitarrenläufe stets nicht vermissen und wissen dabei immer sehr zu gefallen. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass sich diese Songs allesamt in der ersten Hälfte der Tracklist befinden, während die letzten Stücke des Longplayers zwar auch gut, aber alles andere als überragend ausgefallen sind. Da kann auch die überdimensionale Länge dieser Tracks - die letzten drei Lieder sprengen allesamt die 7 Minuten-Grenze - nichts mehr retten, vielmehr wirken die Songs dadurch eher künstlich in die Länge gezogen, da sie musikalisch an und für sich auch nicht mehr zu bieten haben als die eher kürzeren Tracks des Albums.
Trotz des leicht verunglückten Abschlusses ist "Wintersun" zweifelsohne ein empfehlenswertes Debütalbum zweier großartiger Instrumentalisten geworden und ich bin mir eigentlich sicher, dass dies der Startschuss einer ziemlich erfolgsversprechenden Karriere sein wird. Da der Sound sehr weitschweifig ausgefallen ist, werden sich wohl nicht nur Metalheads, die Jari Mäenpäa schon zu ENSIFERUM-Zeiten heilig gesprochen hatten, sondern auch Anhänger aus verschiedenen Stilrichtungen - sowohl NIGHTWISH- als auch AT THE GATES-Jünger werden auf dem Longplayer nämlich durchaus vertraute Elemente wiederfinden - für das Album begeistern können.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wesentlich mehr als "nur" Melodic Death!, 7. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Was Jari Mäenpää hier abliefert ist einfach nur noch genial! Nicht zuletzt, weil er alle Instrumente, außer den Drums, selbst eingespielt hat. Man sollte meinen, dass bei einigen Instrumenten so Schwächen zu verzeichnen sind, doch dem ist einfach nicht so!
Wie kann man Wintersun am besten beschreiben? Doublebass-getriebene Melodic Death Symphonien, die von göttlichen Keyboard-Teppichen unterlegt und mit sehr vielen Gitarren-Soli der Marke Nocturnal Rites garniert sind. Es gibt auch einige "Viking Choir"-Parts, die perfekt in Szene gesetzt sind. Wintersun bedienen sich zahlreichen Elementen - insgesamt kann man dieses Album ein umwerfendes Erlebnis nennen. Symphonisch, atmosphärisch, mal schnell, mal sehr emotional, für jeden was und immer wieder voller Überraschungen.
Selbst wenn man Death Metal nicht soooo sehr mag, sollte man einmal reinhören - ich kenne sehr viele Sonata Arctica- und Blind Guardian-Fans, die das Album gleichermaßen LIEBEN!
Den Song "Beyond The Dark Sun", der als Auskopplung sogar als Video umgesetzt wurde, finde ich nicht -ganz- so representativ für das Album, da der Song erstens (wie schon in den anderen Rezensionen erwähnt) kurz ist und zweitens lange nicht alle Elemente beinhaltet. Er stellt gerade einmal den Gesamt-"Flow", die Schnelligkeit und die "Grundlagen" von Wintersun dar.
Es ist halt sehr schwierig zu beschreiben. Hört euch einfach einmal den Song "Winter Madness" komplett an und ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ich sage, dass das Album einfach nur aufregend ist!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kalt, majestätisch, dunkel - wunderschön, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Wie soll man das in Worte fassen?

Als ich die CD abspielte kühlte sich das Zimmer auf gefühlte -20 °C und ein eisiger Sturm, bestehend aus virtuosen Gitarrenriffs, treibenden Schlagzeugblasts und der vielseitigen Stimme von Järi schlug mir entgegen.

~Zu den Songs~
Der Schnelle Opener fegt erstmal jeden Zweifel an diesem Album hinweg und legt die Grundsteine für das gesammte Werk. Mit Wintermadness gehts dann auch schon richtig zur Sache: Eingängige Melodien weichen einem genialen Solo, während der Text schon fast phylosophisch anmutet. Sleeping Stars stellt einen der melodischsten Songs auf der ganzen Scheibe dar und erhält sich trotzdem die raue Atmosphäre einer klaren Winternacht. Mi ungeahnter Geschwindigkeit driftet man dann auch schon in Battle Against Time einer Hetzjagd von Zeit und Mensch entgegen. Natürlich darf auch hier das Gitarrensolo nicht außer Acht gelassen werden. Ein wunderbar episches Stück erwartet einen in Death and the Healing: einprägsam, getragen sowie durchweg klar gesungen und wiedermal mit einem abnormalen Gitarrensolo versehen was eigenartiger weise zu 100% da rein passt. Es folgt mein persönlischer Favorit: Starchild. In diesem Stück wird eine in 5 Parts unterteilte Geschichte erzählt, welche sich in einem grandiosen Finale entläd. Der "dunkelste" und "kälteste" Song ist wohl Beatiful Death. Lyrisch wie musikalisch gehts hier um den Tod ... hart, böse, hoffnungslos.
Mit Sadness and Hate wird das Ganze (irgendwie endgültig) abgeschlossen. Unvergesslich.

~Artworks~
Das Cover von Kristian Wahlin wirkt unscheinbar und bietet doch bei genauerer Betrachtung so manche Tiefe. Die Songtexte sind innerhalb des Booklets in Eiskristalle und Sternenhimmel gebettet. Insgesammt passen Artwork und Musik wie zwei Zahnräder.

~Fazit~
Persönlich: Mein Lieblingsalbum!
Öffentlich: ... leg ich Fans von Blackmetal, Deathmetal, Melodicmetal und Paganmetal diese Scheibe ans Herz - es ist für jeden was dabei!
Anhänger von Ensiferum sollten sich dieses Spektakel sowieso nicht entgehen lassen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lichtblick im Melodic Death-Einheitsbrei, 25. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Was der ehemalige Ensiferum-Fronter Jari Mäenpää auf dieser CD zusammenkomponierte ist ein wahres Meisterwerk geworden. Er spielte alle Instrumente bis auf die Drums selbst ein, dieser Part wurde von Kai Hahto übernommen. Auch dieser ist ein Meister seines Faches, ein Virtuose sondergleichen. Als er auf einer Drummerveranstaltung auftrat, verbannte er kurz die vermeintliche "Elite" in Fachkreisen auf ihre Plätze - nicht ohne Grund, wie sich im Laufe dieses Prachtstückes herausstellt.
Wintersun zelebrieren zwar Melodic Death, allerdings nicht der klassischen Art, wie es ihn ohnehin schon zu oft gibt. Die exakte Einordnung der Band fällt schwer, fließen doch auch Black Metal-Elemente und von der atmosphärischen Seite her gothicartige Einschübe in die komplexen Klanggewebe ein. Die Sounds der Marke Wintersun sind maßgeblich geprägt von einer enormen hymnischen Komponente. Diese wird zum einen durch den unglaublich variablen Sänger erreicht, auf der anderen Seite jedoch auch durch vielschichtige Arrangements, wie man sie sonst eher von Nightwish oder gar Power Metal-Bands wie z.B. Sonata Arctica gewohnt ist. Die Stimme von Jari ist eine Klasse für sich, sie schwankt irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, pendelt zwischen tiefen Growls, Shouts und cleanen Vocals, die sich verstärkt in Backgroundchören und natürlich den orchestralen Refrains entfalten. An der Stelle, wo sich Herr Mäenpää bei Ensiferum verdingt gemacht hat ist nun verständlicher Weise eine tiefe Wunde entstanden, die vom neuen Sänger nicht wirklich kuriert werden kann.
Zu den Songs:
Der Opener "Beyond the Dark Sun" gehört zum Besten, was ich bisher im Bereich Metal erleben durfte. Er ist auf der einen Seite wahnsinnig hymnisch, scheinbar kompakt und pointiert, erscheint jedoch erst bei genauerem Hinhören in seiner gesamten Tiefe und Komplexität. Trotz seiner geringen Länge kann ich ihn immer wieder hören und werde jedes Mal von der Wucht des Titels erschlagen. (10/10)
"Winter Madness" ist nicht ganz so eingängig wie der Opener. Die vermeintliche Sperrigkeit beim ersten Hören wird jedoch durch den hochmelodischen Refrain revidiert. Dieser ist - ähnlich wie der Rest des Albums - von folkloristischen Momenten durchsetzt, was ihm besonders im Langzeittest Vorteile einbringt. Der Song ist ein nahezu perfektes Wechselspiel aus Doublebass-Attacken und geruhsamen Gitarrenläufen des Meisters himself. (9,5/10)
"Sleeping Stars" ist eher im schleppenden Bereich anzusiedeln. Er grenzt sich dadurch von den Vorgängertracks ab und entwickelt sein einzigartiges Charme. Während der Beginn des Titels rein instrumental ist, schwenkt er gegen Mitte urplötzlich um, Jari bindet seine Growls ein und das Konstrukt entwickelt sich zur Hymne. Genial! (9/10)
Dem schließt sich "Battle Against Time" an. Für mich ist das der einzige Titel des Albums, der mich nicht vollständig zu überzeugen weiß. Er ist als Bindeglied zwischen "Sleeping Stars" und "Death and the Healing" irgendwie zu austauschbar. Natürlich ist auch dieser Titel weit davon entfernt, wirklich schlecht zu sein, aber Jari verwendet die Hookline für meinen Geschmack doch ein wenig zu oft. Der Gesang des Meisters kann jedoch den Absturz des Titels ins Mittelmaß gekonnt verhindern. (7/10)
In "Death and the Healing" machen sich ganz andere Töne breit. Während die vorigen Titel noch durchsetzt waren von äußerst schnellen Passagen, lebt dieser Track von der Slowspeed-Atmosphäre. Jari singt häufig in cleanen Vocals, die Melodielinie, die den kompletten Titel durchzieht, setzt sich sofort im Kopf des Hörers fest. Insgesamt vielleicht einen Tick zu lang, ansonsten aber hervorragend umgesetzt. (9/10)
"Starchild" gehört definitiv zu den besten der auf dem Album enthaltenen Titeln. Er ist der längste auf dem Album enthaltene Track und gliedert sich in 4 storytechnische Abschnitte. Mit jedem beginnenden neuen Abschnitt geht auch eine neue Melodielinie einher, jede davon unverkennbar. Trotzdem gehen die Bestandteile dermaßen perfekt ineinander über, dass man die Übergänge ohne Mitlesen der Lyrics im Booklet gar nicht bemerken würde. Ein progressives Meisterwerk besonderer Klasse! (10/10)
"Beautiful Death" unterscheidet sich auf mir nicht erklärliche Weise in der Melodieführung von den restlichen Tracks. Irgendwie ist der vordere Gitarrenlauf diesmal etwas tiefer angelegt als zuvor. Das Laut-Leise-Schema ist zwar auch schon aus den anderen Titeln bekannt, wird jedoch hier noch eine Ecke atmosphärischer umgesetzt. (9,5/10)
"Sadness and Hate", der Bonustrack der ersten limitierten Auflage, überzeugt noch einmal durch die vereinten positiven Merkmale der anderen Titel. Hymnischer Refrain, grundsolides Wechselspiel der Geschwindigkeit, variabler Gesang. Für sich genommen wäre er sicher ein Juwel, im Kontext des Albums geht er jedoch etwas unter, da er nicht wirklich außergewöhnlich ist. (8/10)
Alles in allem ein grandioses Album zweier absoluter Virtuosen.
Ach so: Lasst euch bloß nicht von dem dämlichen Cover abschrecken, das wird der Musik in keinster Weise gerecht :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark, stärker, WINTERSUN!, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Es gibt nicht viele Alben, die ich ohne lange zu überlegen als eines ohne Schwachstelle titulieren würde. Eines von eben diesen Werken hat der Finne Jari Mäenpää im Jahre 2004 auf den Markt gefeuert. Unmittelbar nach seinem Ausstieg aus der ebenfalls aus Finnland stammenden Metal-Band "Ensiferum" startete dieser seine Solo-Karriere als "Wintersun".
Das gleichnamige Debutalbum orientiert sich schon sehr stark am Stil seiner Ex-Truppe und fällt wohl am ehesten in das Genre Melodic Death Metal mit Folklore Einflüssen.

Von einem Debutalbum erwartet man im Regelfall keine perfekt arrangierten Instrumente, kein ausgereiftes Songwriting und hier und da mal das ein oder andere Manko oder technische Fehler. Mit derartigen Dingen braucht man Jari nicht zu konfrontieren denn sowas existiert auf "Wintersun" schlichtweg nicht.
Es lässt sich nicht verbergen, dass der Gute schon massiv Erfahrung im Metal-Business sammeln konnte. Und das Erlernte setzt er genial ein.
Bereits der Opener und mit abstand kürzeste Song "Beyond the dark Sun" gibt die Marschroute deutlich vor. Straighte Riffs, aggressive Vocals, die auf keinen Fall künstlich hasserfüllt klingen, und peitschende Drums.
Eine Steigerung bekommt der Hörer im zweiten Geniestreich geboten. "Winter Madness" ist wesentlich wütender und brachialer als sein Vorläufer. Der Chorus setzt dem Lied die Krone auf. Was dort für eine Spannung aufgebaut und aufrecht erhalten wird ist eine Sensation.
Einen Tempowechsel bringt "Sleeping Stars" mit sich. Ein Tritt auf die Bremse kommt nach einer derartigen Hochgeschwindigkeitsnummer immer gut an. Der Song wirkt melancholisch und wehmütig ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken und einschläfernd zu wirken.
"Battle against Time" drückt wieder ordentlich auf das rechte Pedal und macht da weiter wo "Winter Madness" aufhörte. Jari leistet auf dem Stück richtig gute Gesangsarbeit denn seine Vocals bewegen sich im ersten Drittel nahe an der Perfektion. Der Wechsel zwischen Strophe und Chorus ist verdammt gut arrangiert.
Direkt anknüpfen kann der Fünfer namens "Death and the Healing". Die Geschwindigkeit wurde etwas gedrosselt und der Hymnenfaktor nach oben geschraubt. Dieser Song lädt, vor allem im Refrain, zum mitgröhlen ein. Auch textlich hat der Song Tiefgang und regt zum Nachdenken an. Aber das sollte nach dem Hören der Scheibe erledigt werden. Denn es geht hammerhart weiter im Programm.
"Starchild" hält der Finne jetzt für uns bereit. Mein Favorit! Ein unglaublich komplexer Titel mit vielen Facetten und zahlreichen Rythmuswechseln. Allein die Stimmlage von Jari variiert auf dem Track so stark, wie andere Künstler es auf ganzen Alben nicht schaffen. Und auch instrumental wird alles geboten.
Anschließend schicken uns die Nordlichter auf einen Trip in die Death Metal Sparte. "Beautiful Death" entführt uns auf den Todesstreifen. Sägende Gitarren und brutale Screams. Geile Nummer!
Die längste Nummer zum Schluss. "Sadness and Hate" setzt den epischen Schlusspunkt. Hier werden nochmal die letzten 7 Titel kombiniert und auf den Hörer abgefeuert. Dieser Song wird trotz 10 Minuten Spielzeit niemals langweilig.

Dieses Album gehört in absolut jede gut sortierte Metal-Sammlung. Was "Wintersun" uns hier servieren ist einfach weltklasse. Jeder Song eine Granate nahezu ohne Schwächen. Wenn die Band dieses Niveau halten kann, haben wir noch viel Freude an den Finnen. Hut ab, Jari!

Stay hard - Stay heavy
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammerteil!, 26. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Mit sicherheit eine der besten Veröffentlichung des vergangenen Jahres!

Da freut man sich richtig, dass Jari bei Ensiferum ausgestiegen ist;)

Wer melodic Black/Death metal mag wird nicht entäuscht sein!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn, 21. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Ich habe das Video "Beyond the Dark Sun" gesehen und dachte mir sofort: "Alter Schwede was für ein geiles Lied".
Nach einiger Zeit entschloss ich mich dann das Album zu kaufen und es hat sich gelohnt. Was Jari Mäenpää und Kai Hahto da abliefern ist für mich echte Musik. Harte Gitarrenriffs und ein verdammt schneller Doublebass zeigen sich dort in Perfektion die seinesgleichen sucht.
Man wird mit "Beyond the dark Sun" gut in das Album eingeleitet. Es ist zwar sehr kurz (nur 2:38 Min.) aber dafür zeigt es schon mal perfekt wie das Album aufgebaut ist. Mit "Winter Madness" bekommt man dann die volle Ladung Death Metal in die Ohren um es dann in "Sleeping Stars" wieder etwas langsamer angehen zu lassen. "Battle against Time" haut dann wieder richtig rein. In "Death and the Healing" wird unter anderen mit einem Chor gearbeitet wozu dieses Lied (zumindestens für mich) zu einem Highlight auf der CD wird. Mit "Starchild" wird dann eine Geschichte in ein Lied verwandelt was sehr gelungen ist. In "Beautiful Death" wird dann noch mal die volle Ladung Death Metal
ausgepackt und angewandt. Mit dem letzten Lied "Sadness and Hate" wird das Album perfekt abgeschlossen (und das bei 10:16 Min.).
Jeder der Metal liebt wird dieses Album lieben. UNBEDINGT KAUFEN.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Melodic-Death !, 11. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Wintersun sind garantiert die Newcomer des Jahres im Genré Death Metal. Aber eigentlich auch keine Newcomer Band, denn Wintersun ist ein neues Projekt von dem ehemaligen Ensiferum Sänger und Gitarristen Jari Mäenpää. Dieses erstklassige Debut ist einfach zum verlieben, harte Riffs und Gegrunze wird mit Melodie perfektioniert, ich denke "große" Bands wie Dismember und Cannibal Corpse könnten sich hiervon einmal eine Scheibe abschneiden. Vom musikalischen her erinnert Wintersun sehr an die Kultband Dissection, gerade bei Songs wie "Winter Madness" und "Beyond The Dark Sun" lässt sich die Ähnlichkeit sofort erkennen. Trotz Ähnlichkeiten mit Dissection klingt dieses Album dennoch ideenreich. Ich denke wer Dissection oder Ensiferum gut findet sollte sich diese Scheibe einmal holen, es lohnt sich auf jeden Fall.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich, 29. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wintersun (Audio CD)
Auch über fünf Jahre nach Veröffentlichung ist dieses Album noch regelmäßig auf meinem Plattenteller zu finden. Dieses Album ist nach wie vor ein Meisterwerk, das bis heute Seinesgleichen sucht. Jegliche Beschreibung des Inhalts, der einzelnen Lieder würde der Genialität nicht gerecht werden, mit der sie erstellt wurden. Ich kann allen nur raten, ihr die ihr auf melodiösen, schnellen, opulenten, symphonischen, bombast Death Metal steht - holt euch diese Scheibe, sonst fehlt euch etwas wesentliches in eurem Leben.
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Wintersun
Wintersun von Wintersun (Audio CD - 2004)
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