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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Inszenierung
Dies sind möglicherweise zuminderst in visueller Hinsicht, die besten Meistersinger, die käuflich zu erwerben sind; auf jeden Fall ist dies eine großartig gelungene, werkgetreue, naturalistische Inszenierung mit einem
überragenden James Morris als Debütant in der Rolle des Hans Sachs; und; ebenfalls erstmals den Beckmesser singend, mit...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2009 von Polter, Rainer

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts für mich, leider
Ich habe mich von den verschiedenen Versionen für diese entschieden aufgrund der Inszenierung von Otto Schenk, für mich in vielerlei Hinsicht ein Kriterium, doch leider ist die technisch auf unterstem Niveau (bild und ton) Aufnahme so störend, dass ich mich nicht davon befreit ernsthaft zu den inszenatorischen, gesanglichen und musikalischen Aspekten...
Vor 3 Monaten von robi veröffentlicht


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Inszenierung, 29. Oktober 2009
Von 
Polter, Rainer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Dies sind möglicherweise zuminderst in visueller Hinsicht, die besten Meistersinger, die käuflich zu erwerben sind; auf jeden Fall ist dies eine großartig gelungene, werkgetreue, naturalistische Inszenierung mit einem
überragenden James Morris als Debütant in der Rolle des Hans Sachs; und; ebenfalls erstmals den Beckmesser singend, mit einem kongenialen Thomas Allen als Widerpart.
Morris benötigte nach eigener Aussage 5 Jahre, um den "Sachs" zu lernen - ab und zu hat er noch leichte Schwierigkeiten mit der Akzentuierung der deutschen Sprache; Allen (Beckmesser) und der ebenfalls wunderbare Matthew Polenzani (David) sind ihm in dieser Hinsicht leicht überlegen.
Ben Heppner überzeugt als ein äußerst lyrischer Stolzing; ordentlich auch Karita Mattila (Eva) und Jill Grove (Lene) und natürlich die Sänger/Meister, allen voran René Pape (Pogner). Der Altersunterschied zwischen David und Lene ist durch diese großartigen Besetzungen sehr gut realisiert und Polenzani überzeugt
uns anrührend bezüglich der Aufrichtigkeit seiner Gefühle - Beckmessers Rücken erfährt dies noch expliziter...

Auch Meister Levine leistet einmal überzeugende Arbeit am Dirigierstab ohne allzusehr seiner üblichen Tendenz zur Verlangsamung zu frönen.

Ein Loblied auf Regisseur Otto Schenk, einem humanistischen Meister für Wagners humanistische Volksoper; nämliches gilt für Günther Schneider-Siemmsens naturalistisches, niemals dem Kitsch verfallendes, in allen Facetten gelungenes Bühnenbild. Über die seit Jahrzehnten geniale Kameraführung von Brian Large braucht man weiter nichts anzumerken...

Auch uns würde es gut zu Gesicht stehen, wenn irgendeine Art von Sachs uns von der Wahnvorstellung erlöste, das ganze Gewicht der politischen Welt oder ihren aktuellen sozialen Status Quo in die Inszenierungen von Opern oder
Theaterstücken zu legen und wir dazu ermuntert werden, die Stücke wieder wenigstens AUCH und AB UND AN in einigen großen Häusern Deutschlands so aufgeführt zu erleben, wie ihre Komponisten und Dichter sie sich erdachten, ohne das sie von den Regie-, Bühnen-. Masken- und Kostümbildner"meistern" entstellt werden oder wir uns gar für unser Recht auf Naturalismus und Authentizität weiter schämen oder rechtfertigen müssten - so weit gekommen ist es schon.
Merker-Intendanten bräuchte es, die da den Schuldigen empfindlich auf die Finger klopften. "Unstimmige Kostüm`", "Falsch` Bühnengewirk" und "Verfremdet Tun" sollte es da zum Abschied für so manchen "Meister" heißen...
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schöner Otto Schenk!, 3. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Diese Inszenierung der MET gehört sicher zu den optisch am besten gelungenen. Wie es für Otto Schenk typisch und an der MET üblich ist, gibt es wunderbare Kulissen, besonders im 2. Akt die Straße in Nürnberg mit den mittelalterlichen Häusern wirkt ungemein authentisch.
Entstanden ist eine spannende Inszenierung mit viel Situationskomik. Die Sänger gefallen mir mit kleinen Abstrichen sehr gut und sie wurden passend für die jeweilige Rolle ausgesucht.
James Morris ist optisch ein Hans Sachs, wie man sich ihn vorstellt. Er ist ein Sachs, welcher gütig und liebevoll ist, aber auch nicht davor zurückschreckt, Beckmesser einen Denkzettel zu verpassen und seinen Lehrbuben mittels eines Trittes in den Allerwertesten ins Haus zu befördern. Seine Darstellung des Sachs ist die beste, welche ich bisher sah. Dieser Sachs lebt, liebt und leidet glaubhaft und im Schlußbild, nach seiner Ansprache, sieht es fast so aus, als würden ihm tatsächlich Tränen in die Augen steigen. Mit seinem Spiel hat Morris absolut überzeugt.
Karita Mattila ist eine übermütige Eva und bewältigt diese Partie sehr mädchenhaft. Sie ist wirklich ein Backfisch, welcher anfägt zu zappeln, wenn der geliebte Mann in Sichtweite gerät. Und sie ist eine anschmiegsame Tochter, welche sich in der Schlußszene so glücklich in die Arme ihres Vaters schmiegt, dass man es ihr wirklich abnimmt.
Ben Heppner ist optisch absolut kein Stolzing, singt ihn aber ausgezeichnet. Und er kann auch sehr überzeugend in Wut geraten.
Hervorragend in Gesang und Darstellung ist Thomas Allen als Beckmesser, welcher mit verkniffenem Gesicht über die Bühne wieselt. Und sein Meisterstück ist sein Werbelied im 3. Akt, wo er, schon auf der Bühne stehend, noch immer den Text memoriert. Allerdings hatte er im 2. Akt offenbar Schwierigkeiten mit dem Text, denn er hat die Textzeile "... hier steht die allerlieblichste Jungfrau..." ausgelassen und dafür zweimal "... auf die ich all mein Hoffnung bau..." gesungen. Aber er hat es gut überspielt und diesen Fehler kann man bei seiner sonstigen Leistung gut verzeihen.
Besonders gut gefällt mir René Pape als Veit Pogner. Seine wunderbare weiche Baßstimme kommt mit Wagner bestens zurecht und er spielt einen vornehmen, gelassenen Pogner, welcher im 2. Akt gar nicht mehr sicher ist, ob Beckmesser wirklich der richtige Mann für seine Tochter ist. Und Pape stellt die Liebe zu seiner Tochter wunderbar dar. Mit kleinen liebevollen Gesten zeigt er, wie groß die Liebe zu seinem Kind ist. Und deutlich zeigt er im 3. Akt seine Erleichterung, als Stolzing der Sieger ist und seine Tochter sozusagen gewinnt.
Der David von Matthew Polenzani ist ein Lehrbub, wie man sich in vorstellt, welcher auch eine derbe Handschrift hat, was Beckmesser sehr zu spüren bekommt. Und Jill Grove ist eine manchmal sehr jugendlich wirkende Jungfer Lene.
In der Nebenrolle des Kunz Vogelsang ist Eric Cutler zu erleben, welcher mir sehr gut gefällt.
Besonders gelungen finde ich den 2. Akt. Hier spürt man, dass die Darsteller mit viel Spaß an die Produktion gegangen sind. Man sieht es Morris bereits bei seinem "Jerum! Jerum" an, dass er diese Rolle genießt. Die diebische Freude, die Hans Sachs beim "Merken" der Fehler von Beckmessers Ständchen empfindet und sie diesem auch noch deutlich zeigt, wird von James Morris wunderbar dargestellt. Der Sachs ist ja eine Mordsrolle, eigentlich steht der Sänger drei Akte lang ständig auf der Bühne, aber Morris bringt sie mit Spaß und ohne ein Zeichen von Anstrengung. Er ist zeitweise ein regelrecht abgeklärter Sachs, da kann man sich kaum vorstellen, dass er z.B. als Wotan toben, wüten und die Walküren in Angst und Schrecken versetzen kann. Aber auch als Sachs hat er seinen Wutausbruch, als er Eva die Leviten liest, weil sie ihm den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass er um sie werben solle. Er hat viel Temperament, und das kann er hervorragend einsetzen.
Und Thomas Allens Beckmesser zieht sämtliche emotionale Register - es ist einfach ein Genuss, ihm zuzusehen, wie er versucht, Hans Sachs förmlich aus dem Weg zu räumen, indem er versucht, dessen Schusterutensilien ins Haus zu bringen. Toll gemacht,wie er zwischen "lieblichem Lächeln" zur angeblichen Eva und wütendem Schnauben zum Sachs hin- und herschwankt, dabei immer bemüht, Eva durch das Anspielen der Laute am Fenster zu halten.
Und Ben Heppners Stolzing lechtst förmlich nach Blut - er ist wegen der Singschul so in Rage, dass er sogar Hans Sachs killen möchte. Er spielt sehr gut und es ist einfach nur nett, wie er und die Mattila als Eva unter dem Fliederbusch auf der Bank sitzen und den "Zweikampf" der beiden Meister mit ihren Kommentaren verfolgen.
Der Höhepunkt dieses wunderbar inszenieren Aktes ist dann die "Prügelszene", in welcher sich mit Genuss auf der Bühne gebalgt wird. Da gibt es sogar einen Ansatz zum Kanibalismus, als einer der Handwerker einen anderen in den Knöchel beißt. Herrlich, mit welcher Geschwindigkeit die Bühne leer ist, als das Horn des Nachtwächters ertönt. Der wird gespielt vom jungen John Relaya und ist ein großer stattlicher Nachtwächter, der professionell die Zeit ruft und ins Horn bläst.
Es ist ein absoluter Spaß, dem zuzusehen und ich habe sehr oft geschmunzelt, so humorvoll wurde hier Wagner inszeniert. In der ganzen Oper sind es so viele kleine, liebevolle Details, welche den ganzen Humor dieser Oper zeigen. Der junge Richard Wagner hat selbst einmal in Nürnberg erlebt, wie wegen eines Ständchens in der Nacht eine handfeste Auseinandersetzung ausbrach. Dieses Erlebnis war so eindringlich, dass er es nie vergessen und schließlich in seinen Meistersingern verarbeitet hat. Die Inszenierung ist deutlich besser und überzeugender gelungen, als die gleiche Produktion an der Wiener Staatsoper.
Es ist hervorzuheben, dass alle Darsteller ein deutliches Deutsch singen, so dass man sich wirklich die Untertitel sparen kann.
Das Orchester unter James Levin spielt sehr gut und der Chor ist hervorragend, besonders die Lehrbuben sind absolut in ihrem Element.
Die DVD ist gut ausgestattet, es gibt ein nettes Booklet, Ton und Bild sind hervorragend.
Alles in allem eine absolute Kaufempfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Tradition verhaftet- meisterlich inszeniert-sängerisch exzellent, 4. Mai 2012
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Die Inszenierung von Otto Schenk ist in ihrer naturalistisch traditionalistischen Art, so etwas wie der optische Wunschtraum der Traditionalisten. Handwerklich ist das hervorragend anschaulich inszeniert, personendramatisch überzeugend umgesetzt, singschauspielerisch auf ganzer Ebene exzellent besetzt. Diese Art der Inszenierung findet bei Verfechtern des "Regietheaters" wenig Beifall. Ich, als relativierender Befürworter dieser Konzeptionen, die aber alle sehr unterschiedlich ausfallen und zu unterschiedlichen Wertungen führen, kann dieser traditionellen
Inszenierung meinen Respekt nicht versagen.

Hervorragend der Sachs gesungen von James Morris, er gestaltet singschauspielerisch überzeugend, insbesondere der Wahnmonolog ist vorzüglich umgesetzt. Ebenso überzeugend Rene Pape als Pogner und Thomas Allen als Beckmesser. Ben Heppner singt einen lyrisch sehr schlanken Stolzing, Matthew Polenzani ist ein wunderbar intonierender David und Karita Mattila gestaltet die Eva lyrisch beseelt. Das gesamte Ensemble singt auf sehr hohem Niveau.

Das Dirigat von James Levine ist exzellent, tendenziell poetisch ohne gestelztes Pathos.

Insgesamt die Traumaufführung für Traditionalisten.

Anmerkungen:
Keine meiner Anmerkungen beansprucht widerspruchslose Allgemeingültigkeit, richtet sich in ihren Wertungen gegen Personen, sondern versucht nur geistige Strömungen zu hinterfragen und einzuordnen.

Richard Wagner schreibt zu seinem Werk: Zitat in Mitteilung an meine Freunde 1851: Zitat: " Ich faßte Hans Sachs als die letzte Erscheinung des küntlerisch produktiven Volksgeistes auf und stellte ihn mit dieser Geltung der meisterlichen Spießbürgergesellschaft entgegen, deren durchaus drolligen tabulatur-poetischem Pedantismus ich in der Figur des Merker seinen ganz persönlichen Ausdruck gab."

Am 16.3.1873 schreibt er zur Figur des Beckmesser:
Zitat:" Mit der ehrwürdigen Pedanterie, dacht ich mir den Deutschen in seinem wahren Wesen, in seinem besten Licht. Soweit bringt er es in seinem Leben, alles übrige, zumal die Elegance, ist bei ihm affektiert und sonst hat er noch das höchste Pathos."

Ist es deshalb nicht eine Ironie der Geschichte, daß sich ausgerechnet die nationalistischen Kräfte arisch-germanischer Tumbheit zu Sachwaltern dieses Werkes machten. Es zum Popanz deutschtümelnder Seele machten, umfunktionierten.
Ist es nicht eine Ironie der Geschichte, daß sich aus dem bürgerlichen Lager kommende Schwarmgeister nationalistisch antisemitischer Prägung dieses Werk als Ausdruck wahrer deutscher Kunst wählten.
Wagner hielt den Spiegel vor, und die Wahrnehmungsverweigerung nationalistischer Prägung stilisierte das Werk in einem antihumanen Gestus zur Krone deutscher Dichtung. Faktenverweigerung, Realitätsferne und schwarmgeistig, unreflektierte Wahrnehmung waren immer die Merkmale jener Gruppen, die in einer Art emotionalem Fundamtentalismus, ihre eigenen Wunschvorstellungen in das Werk Wagners projizierten und es damit hinsichtlich Wagners Werkintentionen umfunktionierten.
Es wurde mit affektbehaftetem Pathos in echt spießbürgerlicher Wahrnehmungsinfantilität auf die Bühne gestellt, zelebriert und nationalistisch politisch interpetiert. Welch eine Distanz zu Wagners Werkintentionen.
Diese stören aber Schwarmgeister nicht, denn sie möchten keinen Einbruch in ihre heile Welt zulassen.

Das historische Nürnberg war von Patrizierfamilien beherrscht. Somit ist dieses Nürnberg Wagners, ein imaginärer Ort des geistig produktiven Austausches in demokratisch humaner Interaktion.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach großartig !!!, 18. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Es war mir eine große Freude, solch tolle Inszenierung zu sehen ! Die Untertitel sind super (wenn man sie denn sehen will) gut lesbar / verfolgbar, Sänger und Bühnenbild so, wie man es sich vorstellen mag - es spielt eben dort, wo es die Handlung verlangt: im Mittelalter ! Noch ein Versandtipp: da die DVD weniger als 20 Euro kostete, waren keine Zoll-Gebühren angefallen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz Meistersinger von Levine, 28. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Es war im Jahre 2001. Die Ganze Wagner Landschaft war vom Regietheater besetzt. Die ganzen Nein In new York gibt es ein haus, das sich wagt, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Die beiden Häuptlinge Otto Schenk und james levine machen das ,was in Deutschland undenkbar ist. eine konservative mit viel Liebe zum Detail gestaltete Wiedergabe von Richard Wagners wohl ausgereiftester und raffiniertester Oper. Die Meistersinger. Dieses Werk ist ein vollendetes Lustspiel mit viel Situationskomik , die Otto Schenk kongenial inzeniert. Die Orchestrierung des Werkes ist meiner Meinung nach Wagners vielleicht stärkste.Für James Levine, dem meiner Meinung nach besten Wagner Interpreten ein ideales Werk das Können seines MET Ensembles unter Beweis zu stellen. In der wesentlichen Hauptrolle des Hans Sachs ist der berühmte Schüler von Hans Hotter, dem Wotan im Solti Ring, James Morris zu hören und zusehen. Morris ist der beste Sachs, den es je gegeben hatte.Mit traumwandlerischer Sicherheit bewältigt er die nach dem Jago (Höhen, die viele Tenöre nicht schaffen) wohl schwierigste Baritonpartie der Opernliteratur. Er singt sehr wortverstänlich. Nur ganz selten hört man einen leichten amerikanischen Akzent. Thomas Allen, der große englische lyrische Bariton ist ein idealer Beckmesser, der selbst dem guten Herrman Prey in der Stein/Wolfgang Wagner Inzneierung überlegen ist. Karita Matilla ist eine durchaus dramatische durchtriebene Eva. Heppner ist Kollo überlegen, der für mich eine unbekannte Sprache singt.Ich weis, dass sehen viele anders. Aber Kollo ist kein Sänger,der für seine Wortverständlichkeit bekannt ist. Um es auf den Punkt zu bringen, er versucht seine mangelnde Textverständlichkeit durch ein mehr an Lautsärke zu kompensieren. Auch der David überzeugt. Das MET Orchester spielt schön. Levine wählt und das ist meiner Meinung nach für Wagner unverzichtbar die deutsche Sitzordnung der Streicher 1. Geigen neben den Celli 2. Geigen den 1. gegenüber. So kann der Wagnerische Mischklang perfekt realisiert werden David Chan führt sie als Konzertmeister sehr sicher und stringent durch die Partitur. Die Holz und Blechbläser spielen wuchtig aber differenziert. Der Soloflötist ist für mich der Stern der guten Bläsergruppe des MET Orchesters. Levine preferiert langsame Tempi. Sein Dirigat ist lyrisch, nicht so klebrig wie das von Jochum oder so deutschtümelnd künstlich wie das von Thielemann. Zur Regie ist zu sagen, Schenk hat sich noch selbst überboten. Seine Regie ist mitmenschlich, komisch und trotzdem nie plakativ. Das Bühnenbild ist liebevoll gestaltet. Wunderschön wird das mittelalterliche Nürnberg nachempfunden, keine einzige moderne Einlagewird verwendet. Es spielt im Spätmittelalter und das ist so wie der Komponist es gewollt hat. Dankbar nehemen die Zuschauer mit Beifallsorkanen Schenks und Levine Meisertsinger entgegen.Eine weitere gute Aufnahme ist die neuere Solti Version mit dem CSO,die zügiger und vielleicht ein Stück fetziger geraten ist.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Fassung von allen, 14. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Gern möchte ich mich meiner Vorrednerin aus Jena anschließen.
Ich habe bereits zahlreiche Meistersinger-Aufführungen(so-
wohl live(hier empfehle ich die Oper am Rhein in Düsseldorf)
als auch auf DVD) erleben dürfen.
Diese MET-Aufführung erscheint mir allerdings als die wohl
optimalste derzeit erhältliche DVD-Fassung auf dem Markt.
Glaubte ich mit der Wiener Fassung von Otto Schenk zumindest
betreffs Finale auf der Festwiese bereits visuell das Non-
plusultra zu besitzen - in Wien geht der Hintergrund des 2. Akt
im Dunkel unter - so wurde ich mit dieser DVD sehr schnell eines
viel Besseren belehrt. Durchgehend beeindruckende Bühnenbilder,
die vor allem auch die mittelalterliche Stimmung dokumentieren,
das Auge stets voll zu befriedigen vermögen. Bemerkenswert z. B.
auch eine stets flatternde Fahne auf der Festwiese.
Vor allem besticht in dieser gezeigten Aufführung die Natürlich-
keit aller Darsteller. Nichts wirkt hier steif und gekünstelt,
teilweise geht es gar fast schon ein wenig lustspielhaft zu.
Eines garantiert dieser DVD-Kauf: Eine Enttäuschung ist zu
100 % ausgeschlossen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterstück der Meistersinger, 17. Juli 2013
Von 
E. Weigl (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Ich war sehr überrascht, wie mir die Charaktere der Meistersinger im Laufe der Oper ans Herz gewachsen sind. Besonders natürlich Hans Sachs, aber auch alle anderen. Eine tolle Inszenierung und tolle Stimmen!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts für mich, leider, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Ich habe mich von den verschiedenen Versionen für diese entschieden aufgrund der Inszenierung von Otto Schenk, für mich in vielerlei Hinsicht ein Kriterium, doch leider ist die technisch auf unterstem Niveau (bild und ton) Aufnahme so störend, dass ich mich nicht davon befreit ernsthaft zu den inszenatorischen, gesanglichen und musikalischen Aspekten äussern kann.
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6 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gepflegte Langeweile, 10. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Nun, wer's unproblematisch und harmlos mag und auf gepflegte Langeweile steht, ist mit dieser Produktion sicher gut bedient. Wagner gerecht wird sie allerdings kaum, verwahrte er sich doch schon bei der Uraufführung in München 1868 dagegen, dass man ihm ein realistisches oder gar kitschiges Nürnberg auf die Bühne bringe. Überhaupt stellt sich hier wieder einmal die Frage, warum ausgerechnet etwas so hochartifizielles wie eine Oper realistisch oder naturalistische inszeniert werden soll.

Musikalisch kommt mir die Aufführung insgesamt ein wenig zu behäbig daher. Maestro Levine, den man bei den jeweiligen Vorspielen beobachten darf, vermittelt eher den Eindruck, er wolle sich einen gemütlichen Nachmittag bzw. Abend machen und nicht unbedingt spannendes Musiktheater. Die Sängerriege ist allerdings durchaus hervorragend, wenn ich auch Herrn Morris' Stimme nicht mag, aber das ist natürlich Geschmackssache.
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Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
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