Kundenrezensionen


4 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Violinspiel der Extraklasse, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Living Stereo: Violin Concerto (Audio CD)
Jascha Heifetz (1901-1987) hat Beethovens Violinkonzert zweimal auf Platte gebannt, einmal 1940 mit Toscanini und dann, 1955 (in Stereo), mit Charles Munch und dem vorzüglichen Boston Symphony Orchestra.
Diese letztere Aufnahme wird nun hier in SACD-Qualität neu vorgelegt. Nicht nur klanglich ist sie der alten Produktion deutlich vorzuziehen, auch das Spiel des Weltklasse-Geigers hat an Reife und Schönheit noch erheblich hinzugewonnen. Bei aller Wertschätzung von Aufnahmen wie Oistrach/Cluytens (EMI) oder Schneiderhan/Jochum (DGG) gehört diese hier zum eisernen Bestand einer jeden guten Sammlung. Alle Romantizismen sind völlig ausgemerzt, ganz klassisch und hochvirtuos packt Heifetz das Werk an, und die lebhaften Tempi wirken keineswegs überhetzt, sie geben eine ganz neue und aufregende Sicht auf das Werk frei. Eine Darstellung, die die Virtuosität ganz eindeutig in den Vordergrund stellt, ohne den geistigen Inhalt im geringsten zu vernachlässigen. Als Kadenzen verwendet der berühmte Geiger im ersten Satz die von Joseph Joachim und im Finalsatz die von Leopold Auer, mit hinzugefügten eigenen Elementen. Hätte Heifetz nur diese eine Aufnahme gemacht, sein Nachruhm wäre für alle Zeiten gesichert.
Das beigegebene Mendelssohn-Konzert ist ebenfalls erste Wahl, interpretatorisch ähnlich angelegt und damit eine wertvolle Alternative zu Aufnahmen von Oistrach, Menuhin oder Grumiaux. Es wurde 1959 aufgezeichnet und erklingt ebenfalls in hervorragender Stereo-Qualität. Diese glanzvolle CD ist ein wahres Schmuckstück jeder anspruchsvollen Klassik-Sammlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absoluter Hörgenuß, 21. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Einspielung zweier wohlbekannter Werke will mir einfach nicht langweilig werden. Der Unterschied dazwischen, ob ein Interpret ein Werk „spielen kann“ oder „vollkommen beherrscht“, findet hier ein eindrucksvolles Beispiel – man hat ständig den Eindruck, Heifetz würde mit Komposition und Orchester machen, was immer er will, fühlte er sich nicht an den Notentext gebunden. Von seinem ersten Einsatz an ist er der Souverän, den das Orchester dankbar und musikalisch perfekt begleitet, sich dabei seinem Spiel jedoch absolut unterordnet. Technisch wurde die alte Aufnahme zwar sehr gut aufgemöbelt, aber einige Abstriche in technischer Hinsicht muß man in Kauf nehmen – die von der künstlerischen Wucht aber mehr als aufgewogen werden, daher keinen Stern Abzug. Wärmste Kaufempfehlung von mir.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beethoven Mendelssohn Heifetz Munch BSO RCA SACD, 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Living Stereo: Violin Concerto (Audio CD)
Ich bin kein Musiker und kein Musikwissenschaftler, sondern einfach ein grosser Liebhaber von Musik, insbesondere (aber nicht nur) von der Musik, die heute allgemein als 'Klassik' bezeichnet wird. Ich höre die Musik über eine Anlage, die im Kern aus einem Paar Martin Logan Summit X Lautsprecher (elektrostatisches Prinzip) und Komponenten aus dem Hause Electrocompaniet besteht.

Hier der Rezensionsversuch eines musikalischen Dilettanten:

Diese beiden Violinkonzerte werden oft auf einer Disc gekoppelt, was durchaus sinnvoll ist, denn es war Felix Mendelssohn, der 1844 zusammen mit dem blutjungen Joseph Joachim (dem 'Jahrhundertgeiger des 19.Jh.) das Violinkonzert op. 61 von Beethoven, welches nach der Uraufführung schnell in Vergessenheit geriet, wieder spielte und dieses Werk damit nachhaltig zurück auf den Konzertplan brachte. Sämtliche Geiger von Rang haben diese beiden Konzerte eingespielt. Das Angebot ist in der Regel von hoher Qualität, aber schlicht nicht mehr überschaubar.

Die vorliegenden Einspielungen aus den Jahren 1955 und 1959 wurden im DSD Verfahren aufgefrischt. Das Remastering ist sehr gut geglückt. Die SACD bietet, sofern ein DSD fähiges Abspielgerät eingesetzt wird, noch mehr Klarheit und ein noch offeneres Klangbild als die bereits sehr gelungene CD mit 44khz/16bit. Es ist erstaunlich, wie es damals den Tonmeistern von RCA gelungen ist, das musikalische Erreignis so lebhaft und stimmungsreich auf's Band zu bringen. Living Stereo....

Jascha Heifetz - wird von vielen als 'Jahrhundertgeiger' bezeichnet. Mag sein, dass er im deutschsprachigen Raum nicht die Bekanntheit und nicht die Verehrung geniesst, wie in der angelsächsischen Welt. Als Jude weigerte er sich nach 1933 in Deutschland Konzerte zu geben. Sein nuancenreiches, präzises Spiel, sein unvergleichlicher intensiver 'Ton' und seine schier unbegrenzte Virtuosität sind legendär geblieben, selbst wenn seine Spielweise in der Schule des 19. Jahrhundert wurzelt. Sein reichhaltiger Nachlass besteht aus zahlreichen, hervorragenden Einspielungen, insbesondere für das Label RCA, und bietet jedem Musikliebhaber die Möglichkeit, die Interpretationen dieses beinahe überbegabten Musikers für sich zu entdecken.

Charles Münch - war vor seiner Dirigententätigkeit selber ein Geiger und arbeitete am Beginn seiner Laufbahn als Konzertmeister beim Gewandhaus Orchester. In Paris startete er seine Karriere als Dirigent, die ihn schliesslich in die Vereinigten Staaten führte, wo er nach dem 2. Weltkrieg Chef des Boston Symphony Orchestras wurde. Er wurde vorallem bekannt und geschätzt als Interpret französischer Orchesterwerke. Die Aufnahme von von Debussys 'La Mer' mit dem BSO unter seiner Leitung gilt bis heute als Referenz. Bei der Einspielung dieser beiden Violinkonzerte wird schnell klar, dass er auch jenseits des französischen Répertoires ein grosser Meister seines Fachs war.

Violinkonzert in e-moll op.64 Mendelssohn

Das Werk - Im Gegensatz zu Beethovens op. 61, hatte das Violinkonzert in e-moll von Anfang an, beim Publikum wie bei Musikern, grossen Erfolg. Seine Poplularität ist bis heute ungebrochen und leicht zu erklären. Die eingängige Melodik und die Geschlossenheit der dreisätzigen Komposition erleichtern dem Zuhörer den Zugang zu diesem Werk. Es zählt zweifelsfrei zu den Schönsten dieser Gattung.

Mendelssohn / Heifetz / Münch:

Die Sätze sind mit 'Allegro molto appassionato', 'Adagio' und 'Allegretto non troppo - Allegro molto vivace' überschrieben. Diese Bezeichnungen sind zwar keine präzisen Tempovorgaben, deuten aber darauf hin, dass die Ecksätze nicht (wie heute oft der Fall) zu langsam gespielt werden sollten. Jascha Heifetz und Maestro Münch setzen bei diesem Werk durchwegs auf hohe Tempi. Im Kopfsatz und im zweiten Teil des Finalsatzes tun sie diesbezüglich stellenweise zuviel des Guten. Bisweilen wirken die Tempi forciert scheinen den natürlichen Fluss der Musik unter Druck zu setzen. Heifetz' extrem nuancenreiches, temperamentvolles und völlig unangestrengtes Spiel ist aber omnipräsent und absolut einnehmend. Das überaus virtuose BSO unter Charles Münch ist der perfekter Partner und führt uns die überragendenden Qualitäten und extreme Musizierfreudigkeit der grossen amerikanischen Orchester deutlich zu Ohren.

Aufnahmequalität - Das op. 64 von Mendelssohn wurde vier Jahre nach dem op. 61 aufgenommen und das, ist im positiven Sinne, hörbar. Zwar bringt die tonale Balace eine leichte Überbetonung der oberen Lagen mit sich und es gibt Stellen wo die Holzbläser im Verhältnis zum Soloinstrument zusehr in den Vordergrund rücken, aber als Ganzes klingt diese Aufnahme frischer und lebendiger als manche digitale Produktion jüngeren Datums.

Violinkonzert in D-Dur op. 61 Beethoven

Das Werk - Das Violinkonzert op. 61 wurde 1806 uraufgeführt. Franz Clement, einer der grossen Virtuosen jener Zeit, musste den Solopart prima vista ab Blatt spielen, weil die Beethoven mit der Niederschrift des Soloparts nicht rechtzeitig fertig wurde. Einer der damaligen Musikkritiker meinte...daß der Zusammenhang oft ganz zerrissen scheine, und daß die unendlichen Wiederholungen einiger gemeinen Stellen leicht ermüden könnten... Beethoven überarbeitete die Partitur und einige Zeit später erschien eine eher lieblos gemachte Klavierfassung (op. 61a), die dem Werk nicht gerecht wird, und man ist nicht sicher, ob sie Beethoven selber oder ein Schüler von ihm angefertigt hat. Danach blieb es still und dieses Werk. Erst 1844 wurde es unter Mendelssohn und mit dem jungen Joachim in London wieder 'zum Leben' erweckt. Es ist zweifelsfrei eines der schönsten Konzerte dieser Gattung (und eines meiner Liebligswerke Beethovens).

Beethoven / Heifetz / Münch

Was Jascha Heifetz und Charles Münch in den Nachkriegsjahren aus diesem Werk machten, setzt für mich Massstäbe. Ich habe sie alle, die Einspielungen von Kreisler/Barbirolli, Neveu/Rosbaud, Menuhin/Furtwängler,Schneiderhahn/Jochum, Grumiaux/Wallberg über Oistrach/Ehrling, Perlman/Giulini, Mutter/Karajan bis Kremer/Harnoncourt, Mullova/Gardiner - alles vom Feinsten. Aber keine dieser Aufnahmen erreicht mich wie diese. Die fast unglaublichen Frische und Direktheit mit der hier musiziert wird, stellt alles andere etwas in den Schatten. Niemals könnte bei dieser Interpretation einer behaupten, der Zusammenhang wäre 'zerrissen' oder die Wiederholungen einiger 'gemeinen Stellen' würden leicht ermüden. Ann-Sophie Mutter bemerkte mal jüngst in einem Interview, dass es keine leichte Aufgabe sei, dem aus einer schier endlosen Aneinanderreihung von Triolen bestehenden Solopart Musik abzuringen(sinngemäss 9. Heifetz scheint das deutlich entspannter zu sehen: Zügige Tempi, wunderbar flüssiges Spiel, klassisch, frei von aufgesetztem Pathos, extrem virtuos, aber ohne Effekthascherei, wunderbar fein in den lyrischen Passagen, aber frei von jeder Süsslichkeit und falscher Sentimentalität - die Musik scheint förmlich den Optimismus jener glücklichen Phase, im sonst so sorgenreichen Leben des Komponisten, zu atmen. Ganz besonders im Larghetto, mit seiner Stimmung, sie uns an einen lauen, frühsommerlichen Abend erinnern kann. Wie bereits erwähnt - es gibt beinahe unzählige Einspielungen dieses Konzerts und viele sind hervorragend gemacht - aber keine kann mich so tief in die Musik hineinziehen wie diese hier mit Jascha Heifetz und dem BSO unter der Leitung von Charles Münch.

Aufnahmequalität - Das fast sechzig Jahre alte Material wurde aufwendig restauriert und die gebotene Wiedergabequalitöt ist überraschend gut, wirkt aber insgesamt etwas weniger frisch als beim op. 64 von Mendelssohn. Solist Heifetz steht ziemlich gut proportioniert neben dem Dirigenten, obschon das Mikrofon sehr nahe bei ihm platziert wurde. Der nuancenreiche und innige 'Heifetzklang' des Soloinstruments wird sehr gut hörbar. Das Klangbild des Orchesters wirkt recht homogen aber, vorallem bei gewissen Passagen im Larghetto, etwas abgedunkelt und nicht ganz so leuchtend wie beim Mendelssohnkonzert. Aber die Aufnahme lässt uns trotzden sehr viel von der musikalischen Präsenz und der musikantischen Lebendigkeit dieser Einspielung hören und spüren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beethoven-Mendelssohn-Violin-Concertos, 4. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben uns die entsprechende DVD schon sehr oft angehört. Die Interpretation von Jascha Heifetz unterscheidet sich stark von den Interpretationen, die wir von anderen Musikern kennen und schätzen. Es ist für uns eine große Bereicherung. G. Kley
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Living Stereo: Violin Concerto
Living Stereo: Violin Concerto von Jascha Heifetz (Audio CD - 2004)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen