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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow - ich bin beeindruckt!
Jetzt habe ich THX 1138 auch gesehen und bin geradezu verwundert darüber, dass dieser Film schon 1971 (!) von George Lucas (unter Mitarbeit von Fracis Ford Coppola) gedreht wurde. Wobei neuere Filme wie Zum Beispiel "Die Insel" das Thema im Vergleich nur ansatzweise streifen, so stellt THX 1138 eigendlich eine der wenigen gelungenen Dystopien dar. Selbige zeichnen...
Am 14. März 2006 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen ok
Für ein Erstlingswerk ist der Film sehr gut. Der Hauptdarsteller überzeugt in der dystopischen Umwelt. Leider ist der Film recht langatmig.
Vor 2 Monaten von Felix J. Ogris veröffentlicht


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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow - ich bin beeindruckt!, 14. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Jetzt habe ich THX 1138 auch gesehen und bin geradezu verwundert darüber, dass dieser Film schon 1971 (!) von George Lucas (unter Mitarbeit von Fracis Ford Coppola) gedreht wurde. Wobei neuere Filme wie Zum Beispiel "Die Insel" das Thema im Vergleich nur ansatzweise streifen, so stellt THX 1138 eigendlich eine der wenigen gelungenen Dystopien dar. Selbige zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Gesellschaft (im gegensatz zur Utopie) zum Schlechteren verändert hat und meist ein allmächtiger Staat mit Hilfe modernster, den Mensch erdrückender Technik das Leben seiner gleichgeschaltenen Bürger, welche jegliche Individualität verloren haben, bestimmt. Solche Zusatände finden sich auch bei THX 1138 und THX 1138 ist dabei nicht nur der Name des Films , sondern auch gleichzeitig der Name des "Hauptdarstellers". Dieser lebt in einer Gesellschaft, in der das Leben der Menschen sich ausschliesslich unterhalb der Erdoberfläche abspielt. In sterilen, farblosen Räumen müssen die Menschen - welche bis auf die Kleidung gleichgeschaltet wurden - ihre ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen und so produktiv wie möglich zu sein. Abweichendes verhalten wird sofort bestraft und als auch THX 1138 Regelverstöße begeht, versucht er vor dem Staatsapperat zu fliehen. Der Film schafft es dabei gekonnt durch Settings, welche grösstenteils von gewaltigen Fabrik-Komplexen und eintönigen, geradezu strahlend weissen Wohnräumen dominiert werden, ein beklemmendes, ja geradezu erdrückendes Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen. Zwischenmenschliche Beziehungen und Individualität wurden durch Produktivität und "Genormtheit" ersetzt. Die Protagonisten wirken wie Ameisen in einem Ameisenstaat, welchen als Sinn des Lebens aufgedrängt wurde, ihre Arbeit zu verrichten udn den Staat voran zu bringen. Technik nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein, jeder Mensch ist eigendlich eher eine Marionette derselbigen. Ein sehr schöner Film, welcher einen etwas stutzig werden lässt, wenn es um Themen wie Video-Überwachung, riesige Fabriken, an denen Arbeiter am Fliessband stehen, und generell unsere Abhängigkeit von der Technik geht.Wer gute Literatur zu diesem Thema sucht, dem kann ich "Schöne neue Welt" von Aldeaus Huxley, "1984" von George Orwell, "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury oder "Wir" von Jewgenij Samjatin empfehlen.
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102 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich THX 2238 4EB...., 14. August 2004
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
THX 1138 ist eigentlich ein Remake, basierend auf dem Studienwerk eines bis dahin unbekannten Studenten der University of Southern California.
Dessen Werk trug den Titel THX 2238 4EB und wurde 1969 - dem Jahr der Mondlandung - als Studienarbeit gedreht.
Nach dem Studium beschloss der Jungfilmer, den Stoff mit einem bescheidenen Budget von 700.000 Dollar für die große Leinwand zu adaptieren.
Francis Ford Coppola war von dem Stoff beeindruckt und wählte ihn aus für die erste Produktion seiner American Zoetrope Filmgesellschaft.
Der Film wurde von der Kritik gelobt, fand jedoch kein großes Publikum. Zu hart war die Kritik, zu erdrückend und hoffnungslos die Zukunftsvision.
Im 25. Jahrhundert sind die Menschen gezwungen, sich unter der Erdoberfläche aufzuhalten, welche unbewohnbar ist. Um die Menschheit beherrschbar zu machen, werden die Bewohner unter ständigem Drogeneinsatz gehalten. Zu der Unterdrückung gehört auch die rigide Einschränkung der Sexualität, um gegenseitige Gefühle und Gruppenbildung zu unterbinden.
Schließlich durchbricht ein Mensch diese künstliche Lethargie, verweigert die Drogenrationen. THX1138 (Robert Duvall) verliebt sich und auch seine Freundin LUH3417 (Maggie McOmie) revoltiert.
George Lucas erster Film schöpft aus etlichen Vorlagen, neben Logans's Run (Flucht in das 23. Jahrhundert) und 1984 von George Orwell sind es vor allem die ebenfalls geklonten und mit Drogen dauermedikamentierten Personen Aldous Huxleys (Schöne neue Welt).
Vielleicht ist THX 1138 so etwa wie die gelungene späte cineastische Umsetzung dessen Ideen, insbesondere was die Formung durch Drogen und Konditionierung betrifft
Eine rigide Sexualpolitik als Instrument der Unterdrückung und Kontrolle ist in totalitären religiösen Gesellschaften schon sind seit Jahrhunderten üblich (oft sogar als zweites Gesetz gleich nach dem Treuschwur an den jeweiligen Führer).
Von 1984 hat der Film die strikte direkte und brutale Kontrolle, von der Zeitmaschine die unterirdisch lebenden Geschöpfe (Morlocks).
Ohne eines dieser Werke zu kopieren erschafft Lucas ein beklemmendes Werk ohne das Happy End üblicher Filmproduktionen.
THX 1138 ist sicher ein gelungener Film, jedoch
kaum geeignet ist er als nette Filmunterhaltung für den Feierabend.
Wer allerdings THX 1138 als den besten Film von Lucas anpreist, wertet Unterhaltung ab zugunsten von Gesellschaftskritik.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Frühwerk von George Lucas, 14. Januar 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Irgendwann in der Zukunft leben die Menschen in einer streng überachten unterirdischen Anlage, Emotionen und Geschlechtstrieb werden durch Medikamente unterdrückt. Eines Tages verzichten THX 1138 (Robert Duvall) und seine Mitbewohnerin LUH 3412 (Maggie McOmie) auf die Medikamente und zeugen ein Kind...

THX 1138 basiert auf einem Kurzfilm, den George Lucas während seiner Zeit als Student gedreht hat und gilt bei manchen Filmexperten sogar als das wirkliche Sci-Fi Meisterwerk von George Lucas. Ursprünglich wenig erfolgreich gewann der Film im Laufe der Jahre seine Fangemeinde. Einflüsse auf Filme wie "Gattaca", "Equilibrium" oder "Die Insel" sind deutlich zu erkennen. "THX 1138" zeigt ein steril sauberes, aber dennoch atmosphärisch düsteres Überwachsungsszenario. Wer stilistisch einen Film wie "Star Wars" erwartet, wird enttäuscht. Lucas setzte damals auf ruhige Bilder und sparsame Sets und Kostüme. Erst gegen Ende des Film gibt es einige rasant gefilmte und tontechnisch beeindruckende Szenen. Auch die Story rund um den Überwachungsstaat, verabreichte Drogen und unterdrückte sexuelle Empfindungen zeigt einen Film ganz anderer Art. "THX 1138" ist ein intelligenter und leider oft unterschätzter Film, der zu den besten des Genres gehört und neue Produktionen wie "Die Insel" weit hinter sich läßt.

Ein besonderes Lob verdient auch das Bonusmaterial. Die Dokumentationen werfen nicht nur einen Blick auf das Schaffen von George Lucas und die Entstehung des Films, sondern auch auf die Zustände in der damaligen Filmindustrie. Eine Doppel-DVD, die man haben sollte.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Werk eines Genies, 13. Januar 2006
Von Ein Kunde
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Als ich den Film neulich das erste mal (bereits in der Director's Cut-Fassung) sah, wurde mir bewußt, wie "primitiv" und oberflächlich die späteren Werke George Lucas' waren, darunter auch Star Wars - obwohl ich selbst ein großer Fan dieser Filme bin und sie im Genre nicht mal die oberflächlichsten Filme sind.
Der Film hatte auf mich eine ähnliche Wirkung wie 2001: A Space Odyssey, und auch wenn einige Szenen offensichtlich überarbeitet wurden, wird die Zeitlosigkeit des Gesamtwerks und besonders der Optik des Films in jeder einzelnen Szene offensichtlich. Noch nie war eine beinahe weiß eingefärbte Welt derart grausam und unwirklich.
Leider kenne ich die Ur-Version des Films genauso wenig wie die alte Synchronisation, aber nachdem man ihn einmal auf deutsch gesehen hat, sollte man meiner Meinung nach sowieso immer die englische Originalversion bevorzugen.
Der Film ist ein unglaublich unterschätzter Meilenstein des Science Fiction Genres, der in den letzten Jahren wieder aufgegriffen wurde.
Filme wie Matrix oder The Island wirken jedoch im direkten Vergleich primitiv und kopiert, wenn man das "Original", THX 1138, gesehen hat.
Ehrlich gesagt würde ich mir wieder mehr Filme dieses Kalibers für die Zukunft wünschen und weniger Popcorn-Kino. Vielleicht widmet sich George Lucas ja jetzt, wo er Star Wars abgeschlossen hat, bald wieder seiner künstlerischen Ader.
Es ist kaum zu glauben, dass dieser Film in einer anderen Bewertung als nicht-Science Fiction bezeichnet wird. Filme wie Spiderman, so sehr ich sie auch mag, haben einfach nicht die Klasse des THX 1138, und sind erst recht kein Science Fiction, sondern wohl eher Fantasy-Action. Und sogar Action gibt es in THX 1138 nicht wenig, nur scheinen manche sich nicht auf den Film einlassen zu wollen.
Ich hätte niemals gedacht, dass dies ausgerechnet über THX geschrieben wurde.
Insgesamt sollte jeder Film-Liebhaber dieses Meisterwerk auf DVD besitzen, zumal die DVD qualitativ für einen 35 Jahre alten 800,000 Dollar-Film wirklich absolut überragend ist.
Wer Spiderman als Science Fiction sieht, und vermutlich mit anderen Meisterwerken wie 2001 nichts anzufangen weiß, sollte beim Popcorn-Kino bleiben. Für mich besteht der Widerspruch jedoch darin, dass sogar Fans von The Island die Qualitäten von THX zu schätzen wissen.
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35 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunst und Kommunikation versus Kommerzkino, 9. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Vorab,

wer diesen wirklich grandiosen Film mit kommerziellen Produktionen wie "Matrix" vergleicht, und dabei auf Mängel der ästhetischen Gestaltungsmittel wie Schnitt, Sound und Bild verweist, disqualifiziert sich selbst als Filmkenner. Den vermeintlichen Cineasten der Mtv-Generation ist es höchstwahrscheinlich in ihrer subjektiven Überschätzung entgangen, sich den ursprünglichen Sinn des Kunst- und Kommunikationsmittels Film vor Augen zu führen. Es geht nicht darum, eine möglichst lange Zeitspanne durch schnelle Schnitte oder sinnraubenden Sound so kurzweilig wie möglich zu machen. Filmemacher, ob nun Regisseure oder Produzenten, verfolgen (verfolgten!) das Ziel, durch Ästhethik und Script eine Botschaft an das Publikum zu übermitteln. Heutzutage ist das Kinopublikum leider schon im vornhinein infiltriert, dank Filmemachern wie Wes Craven oder McQ, der ja bekanntermaßen aus der Musikvideoszene stammt. Sich wirklich die Zeit zu nehmen, einen Film auf sich wirken zu lassen, scheint deshalb vielen als Zeitverschwendung. Schade, denn "THX 1138" ist neben "2001: Odyssee im Weltraum" der wohl interessanteste und vielschichtigste Film der vergangenen hundert Jahre.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine schizophrene Rezension, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Der Film ist ein Medium, das aufgrund seiner Beschaffenheit alles zeigen kann. Ganz im Gegensatz zum Text, sieht der Zuschauer ein Bild, das ihm gleich schon alles verrät, alles mitteilt, jeden Hintergrund offen legt und jede Erklärung immer auch mitliefert. Wir, die wir gewohnt sind, Filme zu sehen, sind es gleichermaßen auch gewohnt, alles geliefert zu bekommen, jeden Sinn in Häppchen präsentiert und mit Humor und Action garniert zu wissen. Der Film als Medium hat dazu seinen Beitrag geleistet, weil er eben aufgrund seiner Medialität perfekt dazu geeignet ist, uns mit eben jenen Häppchen zu beliefern. So funktioniert der Film.

Die »Cineasten« hier behaupten übrigens das Gegenteil und proklamieren den Film als Medium mit ursprünglich künstlerischer Ausrichtung. Das stimmt keineswegs. Der Film hat als Jahrmarktattraktion begonnen und diesen Einschlag eben wegen Mainstream-Filmen nie verloren. Zum Glück, ich meine, wer sieht sich denn den ganzen Tag Kunstfilme an?

Aus der Film-Perspektive gesprochen ist »THX 1138« ein schlechter Film, da gibt es, denke ich, keinen Zweifel. Er entzieht sich der Logik, der Hintergründe, weitestgehend sogar dem Plot. Alles scheint sinnfrei, ohne Belang. Die Welt, die uns präsentiert wird, ist langweilig; sie dreht sich im Kreis und will sich jedes Mal, wenn man als geneigter Zuschauer glaubt, einen Strohhalm des Sinns gefunden zu haben, wieder entziehen und eine neue, seltsame Szene vorspielen. Und das Schlimmste: Alles endet an der Oberfläche. Wo Orwells »1984« tief in die Psychologie seiner Figuren eindringt, wo Matrix uns mit in die Tiefe des Kaninchenbaus nimmt, da scheitern wir bei »THX 1138« schon bei den glatt rasierten Kahlköpfen, bei den bizarren Zahlenspielen und bei Wachmännern, die gegen Wände laufen. Wir kommen nicht rein in dieser Welt - und ganz ehrlich, der Film will doch auch gar nicht, dass wir hineinkommen.

Und Achtung, jetzt kommt doch wieder das Kunstgeschwafel. »THX 1138« ist ein - meiner Meinung nach - großartiger Film, weil er von uns verlangt, unsere Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Er löst sich aus dem Mainstream-Film heraus und durchbricht das, was Filme eigentlich qua ihrer Beschaffenheit tun sollten. Er erklärt nicht alles und verweigert oftmals die Erklärung sogar ganz mutwillig. Und das ist doch schon mal eine Leistung. Man muss es auch erst einmal schaffen, einen Film zu drehen, den wir gleichzeitig sehen und doch wieder nicht sehen können. Lucas muss das Bild des Films bis zum Äußersten entstellen, damit er den Film an seiner eigenen Funktion hindern kann - und schafft dies in »THX 1138« ganz bewundernswert. Dadurch wird mir erst klar, wie ich Filme schaue, warum ich Filme schaue und was ich daran so mag, weil »THX 1138« sich dem so gekonnt verwehrt.

Und dann diese Optik. Ja, ja, die Effekte sind altbacken, alles ist steril, sieht gleich aus, etc. Und doch ist da etwas, das mich so sehr reizt. Diese geschwungenen Gänge, die weißen Figuren vor den weißen Hintergründen. Die Art, wie die Kamera positioniert ist, wie THX im ersten Drittel des Films immer mit den Wegen dieser seltsamen Welt geht, um dann ab dem zweiten Drittel genau gegen diese Wege zu laufen. Das alles sagt mir, dass ich es hier mit einem interessanten, wenn auch fordernden Film zu tun habe, der mir auch ganz bewusst nicht das gibt, was ich haben will. Man muss also schon einen Hang zum Masochismus mitbringen, wenn man »THX 1138« sehen will - und damit meine ich nicht die Art von Masochismus, die einem in Horrorfilmen abverlangt wird (das ist Voyeurismus). Es ist vielmehr ein »Sich-Selbst-Quälen«, eine mit Belanglosigkeiten und Oberflächen gespickte Langeweile, die bei mir immer in Faszination umschlägt, weil es so verdammt simpel gemacht ist. Denn: THX hatte nie ein großes Budget. Die Bauten sind keine Studiobauten, sondern reale Gebäude, die so (oder ähnlich) aussehen. Der Film aber ist so anders, sieht so anders aus und auch das ist eine nicht zu unterschätzende Leistung. Er nimmt die Realität, beugt diese in der Kamera und gaukelt uns vor, dass das alles total komisch und seltsam ist, was da passiert.

Freilich: Wer hier gute Abendunterhaltung sucht, ist fehl am Platz. Ich habe diesen Film sicher schon viele Male gesehen, aber nie bei Popcorn, mit Freunden oder an einem Samstagabend. Davon würde ich sicher abraten. Ich habe ihn immer allein gesehen, manchmal auch in Etappen. Dann sehe ich mir diese Bilder an, die mich abstoßen und zugleich auch wieder einnehmen. Dann sehe ich die Belanglosigkeit kapitalistischer Gesellschaftssysteme und erlebe einen Film, der mich in meiner tiefsten Befürchtung anspricht, doch nur ein Amazon-Kunde zu sein, der dem Kapitalismus frönt und nur ein Teil der Masse sein will. Dann konsumiere ich also, um mein Konsumverhalten zu reflektieren. Und das ist meiner Meinung nach der größte Verdienst dieses Filmes: Die Kreisläufigkeit, die haarsträubende Unlogik der filmischen Welt direkt bei mir Zuhause spürbar zu machen. Und genauso schizophren, wie es ist, eine Kundenrezension über einen kapitalismuskritischen Film bei einem Online-Kaufhaus zu schreiben, genauso schizophren ist diese Rezension, die einen schlechten Film mit fünf Sternen bewertet.

Man muss kein »Cineast« sein, um diesen Film zu mögen. Dieser Film ist auch nicht kultig. Er macht keinen Spaß und will auch nicht gefallen. Und ich glaube, dass er mit zunehmenden Alter auch nicht unbedingt besser wird. Aber das ist sein größter Verdienst: Einfach nur eine Oberfläche zu sein, auf der ich mich spiegeln kann. Zeitlos und anders.

»Alternate ... Plastic«.

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P.S: Ich finde es unfassbar, wie die negativen Kritiken hier in den Kommentaren runtergemacht werden. Ich meine: Hallo? Dass der Film den Leuten nicht gefällt, zeigt nur, dass er eine Reaktion hervorgerufen hat. Das ist seine Aufgabe als Kunst! Er muss nicht gefallen, sondern er muss bewegen - auch zum Negativen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aller Anfang..., 3. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Ich habe schon ein wenig Zeit gebraucht, um mit dem Inhalt dieses Filmes wieder warm zu werden. Es sind "ein paar" Jahre ins Land gegangen, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Allerdings muss ich immer wieder staunen, wie einfallsreich und zugleich vorausschauend George Lucas damals bei seinem Erstling vorgegangen ist. Denn auch wenn ich ein Star Wars-Fan bin, so muss ich gestehen, dass THX 1138 inzwischen wieder eine ungeheure Faszination auf mich ausübt. Die Optik, die obwohl in Farbe, wirkt "paradoxerweise" monochrom erdrückend und unpersönlich. Nichts scheint an der dargestellten Welt organisch zu sein. Alles wird nur sparsam, aber dafür umso wirkungsvoller eingesetzt - seien es die Gesichter der Protagonisten oder die Sprache etc.
Wie gesagt: man muss sich darauf einlassen (mir ist es anfangs ja schwer gefallen), aber dann wirkt dieses Zelluloid umso mehr. 4 Sterne
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gespenstisch gut, 8. Mai 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Ich kann mich den Vorrezensenten nur anschliessen. Das ist wahrer Science-Fiction. Spannung ohne grosse Effektheischerei, kein Weltraumgetöse mit Explosionen, das zufällig in der Zukunft spielt und somit fälschlicherweise als SF bezeichnet wird. Nicht umsonst bedeutet "Science" auf deutsch nunmal Wissenschaft. Und damit beschäftigt sich GL in diesem Film erstklassig. Mit fiktiver Wissenschaft. Zwar beherrscht Lucas auch das andere Genre hervorragend (Star Wars), aber er beweist mit THX, dass er auch ohne grosse special effects einen erstklassigen Film machen kann.

Bestwertung!!!
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24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film, 1. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Wie im Titel angedeutet, ist dieser Film einer meiner Lieblingsfilme. Wunderbar minimalistisch ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren.
Perfekt gespielt in einer wunderbaren Kulisse.
George Lucas zeigt mit diesem Film, welch ein Visionär er einmal war. Über den Inhalt will mich ich gar nicht erst auslassen, da gibt es hunderte andere, die dies besser können.
Die DVD-Version ist klasse gelungen. Sehr gutes Bild und perfekter Ton reichen sich quasi die Hand und laden ein zu einem rundum gelungenen Home-Cinema-Abend. Nur die Chips werden nicht mitgeliefert.
Hinzu kommt die Bonus-DVD mit jeder Menge Material, wie man es von so alten Filmen eigentlich nicht gewohnt ist. Normalerweise bekommt man ja lediglich den Kino-Trailer zu sehen. Da können sich die DVD-Vermarkter (die lediglich einen Trailer als Bonus draufpacken) mal eine dicke Scheibe abschneiden.
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5.0 von 5 Sternen THX 1138, 5. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
ein guter Sience Fiction Film der ganz anderen Art mit dem George Lucas zwar nicht das große Geld verdienen konnte
aber einen Beitrag zu einem immer aktuellen Thema geliefert hatt.
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THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition]
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