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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der kleine Troll ist wieder mal einen Schritt voraus!
Seit einer knappen Woche hab' ich jetzt fast jeden Tage eine "Medulla"-Promo laufen und ehrlich gesagt bin ich mir bis jetzt nicht sicher, ob hier ein Meisterwerk oder ein ganz gewagtes Experiment im CD Player rotiert. -Wahrscheinlich ist es beides! "Medulla" ist ein Wechselbad der Gefühle; hat Songs die sofort zünden, ja fast gefangen nehmen, und solche, die...
Veröffentlicht am 23. August 2004 von grisu-zu

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannender Ansatz, aber streckenweise unspannende Umsetzung
Was mir eigentlich an Medulla nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass es irgendwie als Album so inhomogen ist, nicht alle Potenziale des an sich doch abgefahrenen und spannenden Ansatzes ausnutzt und stellenweise doch einfach an Einfallsreichtum und Originalität vermissen lässt, weil einige Stücke zu simpel konstruiert und manche Melodien zu schwach...
Veröffentlicht am 4. Mai 2005 von derbone


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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der kleine Troll ist wieder mal einen Schritt voraus!, 23. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Medulla (Limited Edition) (Audio CD)
Seit einer knappen Woche hab' ich jetzt fast jeden Tage eine "Medulla"-Promo laufen und ehrlich gesagt bin ich mir bis jetzt nicht sicher, ob hier ein Meisterwerk oder ein ganz gewagtes Experiment im CD Player rotiert. -Wahrscheinlich ist es beides! "Medulla" ist ein Wechselbad der Gefühle; hat Songs die sofort zünden, ja fast gefangen nehmen, und solche, die sich vermutlich erst nach beständigem Hören "öffnen".
Zu den Spitzentracks dieser CD zählen sicherlich das wundervolle "Oceania", die beiden, von Chören getragenen Take's "Pleasure is all mine" und "Vokuro" (ganz auf isländisch) sowie das eingängige "Who is it". Was weiter, z.T. sehr positiv, hängen bleibt, sind "Mouths Craddle", "Desired Constellation", "Sonnets..." und "Triumph of a heart". -Auch das etwas kurze "Show me forgiveness" ist beachtenswert. (Was jetzt aber nicht heißen soll, dass der Rest nicht beachtenswert wäre!)
Zur etwas schwereren Kost gehört jedenfalls das isländische "Öll Birtan". Ein Take, bei dem ich jetzt nicht so recht weiß, ob es ein Lückenfüller, ein Scherz oder, auf seine Weise, einfach nur genial ist...!
Provozierend-absonderlich ist "Ancestors". Eine echte Extrem-Nummer und so ziemlich das schwierigste Stück auf diesem Album. Ich kann nicht sagen, wie lange es dauert bis man sich dieses Take "erhört" hat. Aber dass hab' ich bei vielen Beafheart- und Zappa-Take's auch schon gesagt. -Und auf einmal geht der Knopf dann doch auf! Auf jeden Fall fordert "Ancestors" den Hörer über Gebühr. Solch vokalistische Schlitterpartien sind ja seit den Sugarcubes Fräulein Gudmundsdottirs Bestreben, dem Hörer etwas Mitarbeit und guten Willen abzuverlangen. Eigentlich macht dies ihre Musik so sympathisch. -Und kommerziell war die Eisprinzessin ja ohnehin noch nie! Insgesamt ist "Medulla" auf jeden Fall eine empfehlenswerte Scheibe. Wer bei Björk neu einsteigt sollte aber zunächst zu "Vespertine" oder "Debut" greifen!
Bei der Bewertung von "Medulla" halte ich mich jetzt erstmal ein bisschen zurück, wobei der CD vier Sterne aber ganz sicher sind. Allein der Mut, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, verdient nochmal einen halben "Bonus-Stern". -Damit sind wir von fünf Sternchen gar nicht soweit entfernt!
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte nicht querhören!, 31. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Da machte sich ja selbst der geneigte Hörer so seine Gedanken, als er dann endlich das langersehnte neue Werk des wunderlichen isländischen Workaholics endlich in die Anlage schob und gespannt war auf das, was es jetzt auf die Ohren geben würde. In der Fachpresse wurde man ja ausreichend vorgewarnt, daß Björk hier nochmal eine Schippe drauflege, einen Schritt weiter ginge als sonst. Allzu schwierig und far out sei sie diesmal gelandet, mit ihren vokalakrobatischen Nicht-Songs.
Nun, sicherlich. Aber weiter als einst Radiohead mit dem Klassiker ‚Kid A' wagt sich Björk hier auch nicht raus - alles halb so wild also. Das wichtigste kann man gleich bei den ersten Momenten des Openers festhalten: Björk bleibt Björk. Unverkennbar natürlich die Stimme, der verkopfte Gesang jenseits des Taktes, die typische Intonation und das doch recht stark akzentuierte Englisch. Wobei sie sich diesmal auch an eine isländische Weise traut - lange her, daß wir Frau Gudmundsdottir in ihrer Muttersprache trällern hören durften.
Jedenfalls ist ‚Medúlla' ein Hammer von einem Album. Ein schwerer Brocken, zweifelsohne, aber die locker dahinpluckernden Eigentlich-Noch-Pop-Nummern sind spätestens seit ‚Post' ohnehin passé. Fast schon ein Konzeptalbum, liegt die Stimme, und was man so alles mit ihr machen kann, im Fokus. Und w a s man damit so alles machen kann, wird hier eindruckvoll gezeigt! Provokant könnte man sagen, daß das hier ‚Homogenic' nur mit Stimmen wäre, was natürlich maßlos übertreiben aber nicht so völlig unwahr wäre.
Wer braucht Geigen oder gar ein Orchester, wenn der ‚London Choir' in ‚Oceania' Tonleitern in atemberaubender Geschwindigkeit hoch- und runterkiekst und ansonsten der obligatorische Island-Chor das Musikerensemble mehr als gleichwertig ersetzt? Wer braucht einen Drum-Computer, wenn Roots-Mann Rahzel als menschliche Beatbox fungiert?
Neben den Stimmen ist hier die Stille das wichtigste Stilmittel. Das ist mal eine Platte, die man tatsächlich auf CD haben sollte. Diese sterile, rauschfreie Stille scheint nicht nur zwischen den Stücken zu bestehen, sondern in ihnen selber irgendwie parallel zu laufen. Das ist der zweite große Schnitt speziell im Vergleich zu ‚Vespertine' wo es ständig irgendwo knisterte und pluckerte.
Faszienierend bis zuletzt reiht sich Stück an Stück, und der willige Hörer wird von den stimmlich entfachten Wogen verschluckt, versinkt in diesem Stück großartiger, in neue und doch vertraute Bereiche vorstoßende Musik. Hier nicht die 45 Minuten am Stück zuzuhören, wäre bei nur wenigen Alben unverzeihlicher.
Highlights lassen sich dennoch ausmachen; das düstere ‚Where Is The Line' etwa, daß sich mit klasse Beats und dissonantem Grusel-Chor durch die Ohren in den Kopf bohrt. Oder die ziemlich fetzige Schlußnummer ‚Triumph Of A Heart' - eigentlich ein Club-Song, nur eben ohne Plastik-Beats aus dem Computer, quasi ‚handgemacht'. Schließlich als Höhepunkt ‚Who Is It', fast Pop, fast eingängig, fast ein Hit - wunderschön und doch meilenweit neben der Spur, wie der Rest der Platte. Doch wie gesagt, ‚Medúlla' sollte man sich besser am Stück geben, auch wenn's manchmal schwerfällt. Das spannendste Buch ist nicht auf jeder Seite ein Hammer - aber wer liest quer, wenn das Buch dermaßen gut ist?
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Medulla ist garnicht so schwierig..., 27. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Medulla, ein typisches Kritiker- und Die-Meinung-Spalt-Album...
Als erstes finde ich, dass es einfach ignorant ist, zu sagen dieses Album sei entweder unhörbar oder das genialste was es an Musik im Moment gibt. Beide mystifizieren das Album komplett, was garnicht nötig ist.
Die Lieder auf die sich diese Ansichten beziehen machen nämlich nur die knapp die Hälfte des Albums aus. Diese Songs sind tatsächlich sehr unzugänglich und ohne die klare Strukturen eines typischen Popsongs, teilweise auch eher Klangcollagen oder einfach experimental.
Unter diesen Songs befinden sich, wie ich finde, teilweise überflüssige und eher schwache Stücke, aber auch solche, die sich einem durchaus erschliessen können. Das zu diesem Bereich des Albums, auf den sich scheinbar alle Kritiken beziehen. Über diesen Bereich kann man tatsächlich streiten....Kunst oder Experiment, schön oder verfehlt....
Zum besseren Verständis speziell dieses Teils des Albums, aber auch dem Restlichen, dient eine (sinngemässe) Aussage von Björk: "Die auschliessliche Nutzung von Stimmen entspricht dem Zustand eines Menschen, der nichts anderes ansich hat als seinen Körper. Nichts lenkt vom Inneren ab und alles verweisst auf das Innerste, ursprünglichste..."
Der andere Teil hingegen ist typisch Björk, und das in wirklich guter Form. Melodisch, sanft, die tiefe Schönheit weckend und in gut verständlichen Songstrukturen.
Neu ist hier wesentlich der Minimalismus, der sich aus der (fast) auschliesslichen Nutzung von menschlichem Stimmmaterial ergibt.
Sakrale Chöre, weiche, tiefe Beatbox Drums, und gesampelte Stimmfetzen bilden den Rahmen für Björks Melodien wie z.b. in "The Pleasure is all Mine", das sogar eher eingängig ist.
"Vökuro" besteht nur aus dem isländischen Gesang von Björk und einem Hintergrundchor, und ist so schön, das man in Tränennähe kommen kann. Dies zeigt den Minimalismus des Albums am deutlichsten und beeindruckensten...
Alle anderen "melodischen" Songs spielen eigentlich in derselben, hochqualitativen Liga, an denen ich nicht viel auszusetzen finde.
Wenn jemand "Angst" vor der ungeheuren Komplexität und Anspruchsfülle des Albums hat, kann ich ihn also durchaus etwas beruhigen...70% der Songs verlangen einem nicht mehr Schmerztoleranz ab, als alle andere Björk Alben auch...und sind völlig gelungen.
Im Vergleich zu anderen Björk-Alben bildet es eine angenehme Eigenständigkeit, ist aber keineswegs unterlegen und ist deutlich besser als sein Vorgänger Vespertine, das eher etwas leer klang.
Achso, bevor ich es vergesse, es ist kein reines Vocal-Album...:-), es gibt durchaus auch ein Klavier und elektronische Beats bzw. Effekte...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Extravagant | Anstrengend | Antimusik | Kunst, 3. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Medulla (Limited Edition) (Audio CD)
Dieses Album ist wahrhaftig ein Juwel für jede Sammlung. Kaum ein Werk ist so extravagant wie dieses.
Heute ist es endlich mit der Post eingetroffen. Ich habe es zwei mal durchgehört. Ich denke, ich werde die SACD vorerst in die Vitrine stellen und dort wird sie erstmal eine Weile ruhen.
Denn ehrlich gesagt tut man sich extrem schwer, dieses Werk anzuhören. Es ist zwar genial, zweifelsohne, aber irgendwann verkrampft man immer mehr beim anhören und man spürt einen leichten Druck auf den Hinterkopf, hervorgerufen durch starke Verspannungen.
Man möchte die Stoptaste drücken, aber man macht es dann doch nicht, denn dafür sind die "Songs" zu interessant, zu detailvoll, zu gut.
Schafft man es doch, den Ton irgendwie abzustellen, spürt man ein imenses Gefühl der Entspannung. Ist man immer noch etwas angespannt, lässt man sich am besten Mark Ishaam's "And Miles He Goes Before He Sleeps" durch den Kopf gehen - und alles wird gut!
Obwohl Medulla als Kunstwerk natürlich die höchste Wertung verdient, entschied ich mich bewusst, nur 4 Sterne zu vergeben. Zu anstrengend ist die Musik, außerdem hätten Björks Gesangseinlagen bei vielen Stücken ruhig einen Tick dezenter ausfallen können.
Manchmal ist weniger oftmals mehr, erst recht wenn die Sounds/Instrumente so genial durch "echte" Stimmen umgesetzt/ersetzt wurden. Björks Einlagen sind bei diesem Album für meinen Geschmack zu aufdringlich und zu selbstverliebt zu kunstvoll zu avantgardistisch - fast schon Antimusik.
Von Björks Alben find ich am besten immer noch "Homogenic", "Debut" und "Post". Wenn ich dort ein wenig reinhöre, bin ich fast schon gewillt, Medulla noch weniger Sterne zu vergeben. Dafür find' ich aber die Idee mit den Stimmen und deren Umsetzung doch viel zu genial.
Ich hoffe trotzdem, dass Björk nicht noch völlig durchdreht bei der Suche nach immer mehr Avantgardismus und Extravaganz. Sie hat es nicht nötig. Sie war schon immer top!
Possibly maybe kriegt ja Björk in Zukunft wieder etwas Lust auf wärmere Melodien, in die man sich gerne einhüllt! Musik eben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wen überrascht's ???, 8. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Na klar, auch an dieser CD scheiden sich mal wieder die Geister, wie die Bandbreite der vergebenen Sternchen schon offenbart. Zugegeben: ich gehöre zur Björk-Fangemeinde. Und denen ist ja angeblich alles heilig, was die Gute raushaut. Aber nachdem ich - ohne die Platte zu kennen - die ersten Kritiken gelesen hatte, war ich schon skeptisch, ob ich auch diesem skurrilen Werk, das ja wohl nur aus menschlichen Lauten zusammengefrickelt wurde, was abgewinnen könnte. Um es vorwegzunehmen: ich konnte. Durch den Computer-Fleischwolf gedreht hört sich nämlich gar nicht mehr alles so "archaisch" an, wie man meint. Wer die tiefen Bässe liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen, überhaupt überzeugen einige Stücke wieder durch ihre ausgefeilten Beats. Chöre im Hintegrund kannten wir auch schon von den vorherigen Platten, und dass das alles nicht gerade öffentlich-rechtlich-kompatibel daherkommt, ist auch nicht neu. Mein absoluter Favorit ist das fast schon sakral wirkende, nur vom Chor begleitete "vökuro" (übrigens auf Isländisch gesungen) , ist allerdings nicht ganz typisch für das Album. "Where is the line" erinnert an die Industrial-Klänge von "Army of me" und der Refrain von "Who is it" könnte noch aus Sugarcubes-Zeiten stammen. Auch die meisten anderen Lieder gehen nach einigem Hören durchaus ins Ohr, z.B. "Mouth's Cradle", und dass es bei einem solchen Projekt mit 14 Lieder ein oder zwei Aussetzer gibt, ist wohl zu verschmerzen. Alles in allem Björk wie man sie kennt: immer überraschend, aber wieder mal gut.
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal ohne Instrumente, 18. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Medulla (Limited Edition) (Audio CD)
aber daher nicht weniger spannend ist "Medulla".
Björk hat sich diesmal viele begnadete Musiker an Board geholt, die entweder dämonische Gesangsparts übernehmen, "Throad-singing" ausüben oder die treibenden und teilweise explosiven Beats abliefern.
Nach dem funkelnden, jedoch sehr stillen "Vespertine", haben sich viele ein energisches, schnelleres Album erhofft, aber Medulla macht - bis auf wenige Aufnahmen - in eher stiller Vespertine-Manier weiter (obwohl gar kein Vergleich besteht).
Medulla ist dunkler, waghalsiger, spannender.
Die besten Lieder:
- das unglaublich verrückte und super gemachte "Where Is The Line". Einer der "schnelleren" Songs, aber nicht wirklich tanzbar. Dennoch - mein Favorit.
- natürlich "Triumph Of A Heart". Der einzig richtige Tanzsong des Albums. Schreit nach einer Single-und Videoveröffentlichung.
- "Mouths Cradle". Schwer zu beschreiben - sticht einfach sehr heraus, super produziert.
- "Oceania" - der Olympia Song. Musste mich etwas dran gewöhnen, aber jetzt find ich ihn große Klasse. Viel Gefühl - eine Ode an den Ozean (mit traumhaften Wal-ähnlichen Geräuschen des Chors)
- "Who Is It" - könnte von ihrem ersten Album "Debut" stammen. So eingängig sind wir Björk gar nicht mehr gewöhnt, daher eine echte Überraschung. Auch ein heisser Anwärter auf eine Singleveröffentlichung.
Folgende Lieder sind unter zwei Minuten lang, meist komplett a capella, ohne Refrain. Klingen eher wie Übergänge zu den "eigentlichen" Liedern (passen aber sehr gut ins Gesamtkunstwerk Medulla rein):
- Show Me Fortgiveness, Öll Birtan, Sonnets/Unrealities XI und Midvikudags.
Der einzig schreckliche Song ist ohne Zweifel Ancestors. Es wird kräftig "Throat-singing" von Tanya Taqaq abgeliefert....naja, wer's mag. Ich nicht.
Dennoch, alles in allem ist Medulla eine weitere Bereicherung in Björk's Diskographie.
Es sei noch gesagt, dass Medulla seine Zeit braucht, um sich richtig zu entfalten, so wie es schon bei Vespertine der Fall war.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannender Ansatz, aber streckenweise unspannende Umsetzung, 4. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Was mir eigentlich an Medulla nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass es irgendwie als Album so inhomogen ist, nicht alle Potenziale des an sich doch abgefahrenen und spannenden Ansatzes ausnutzt und stellenweise doch einfach an Einfallsreichtum und Originalität vermissen lässt, weil einige Stücke zu simpel konstruiert und manche Melodien zu schwach sind.. So geniale Stücke wie 'The Pleasure Is All Mine', 'Oceania', 'Mouth's Cradle'und das an Genialität nicht mehr zu überbietende 'Where Is The Line' werden kontrastiert mit etwas zu simpel und platt offensichtlich gestrickten Stücken wie 'Who Is It (was mir inzwischen in der Glöckchenversion doch ganz gut gefällt, es wächst und wächst in mir) und diesen total nackten, stellenweise doch recht unspannenden Akkapellageschichten (was nicht für alle zutrifft). Bei so Stücken wie "Desired Constellation" die wie Ausschussmaterial von 'Vespertine' klingen fragt man sich was hat sich die Gudmondstochter nur dabei gedacht? Oder warum nicht gleich den Ben Frost Remix, der sich auf der 'Triumph Of The Heart' -Single befindet und der es eindeutig rettet auf das Album nehmen wenn es denn unbedingt drauf sein soll?
Als ich die ersten Rezessionen hörte dachte ich, "wow das wird wohl sicher eine weißgott wie abgedrehte Platte", doch in Wirklichkeit wurden viele Potenziale nicht genutzt, das macht die Platte teilweise sogar konventionell banal. Wie gesagt, manchmal etwas mehr zündende Einfälle, etwas mehr 'Where is the line' und viel weniger "vokuro", dann hätt es besser gepasst. Man hat das Gefühl, irgendwie will man hier zu vielen Geschmäckern gerecht werden, immer wieder wenn sich die Platte traut loszulaufen um spannend zu werden folgt eine Extrembanalität um den Ausreisser wieder zurückzupfeiffen, damit es dann doch wieder ein bisschen mehr Mainstream wird. Durch dieses Wechselbad der Gefühle ist ein kongruentes künstlerisches Konzept bei der Platte nicht erkennbar, und dadurch ist sie dann fürs Mainstreampublikum eben doch zu anstrengend...(was ja per se ja ok wäre) Im Vergleich zu der meisten anderen faden Einheitsbrei-Musik die
so im Äther rumspukt, ist 'Medulla' jedoch defintiv als Meilenstein zu bezeichnen. Björk macht ihr Ding und das ist, bis auf die von mir so empfundenen Mängel an der Platte, gut so.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treibt das heiße Wasser in die Augen., 6. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Große Kunst von einer großen Frau mit enormem musikalischen Know-how. Gewagtes Konzept, aber einzigartig, definitiv nicht bieder und etwas völlig Anderes als alles bisher da gewesene. Sphärisch-düster und perfekt für den Herbst mit Buch, Tee und peitschendem Regen., ausgestattet mit allen musikalischen Freiheiten, die sich eine 'Angestellte' nehmen kann und darf. Man hört, dass Björk ihre Arbeit Spaß macht und freut sich auf viel mehr.
Definitiv kein Pop mehr, und Björk ist ihrer Zeit nicht um Jahre/Jahrzehnte voraus. Was Björk mit Medúlla abliefert, ist vielmehr eine Art neoklassischer Elektropunk mit der nervösen Klassik einer Adriana Hölzki und der stilsicheren neoklassischen Abgebrühtheit eines Ligeti. Dass E. E. Cummings neuerdings (oder auch schon auf vespertine?) Objekt ihrer kompositorischen Begierde ist, passt angesicht der ungeheuer komplizierten und beneidenswerten Sicherheit beim Arrangieren wie Topf auf Deckel. Achtenswerte Höchstleistungen aller teilnehmenden Künstler und eine bemerkenswert auf den Punkt genaue Komposition und Produktion einer Ausnahmekünstlerin von Weltrang.
Ein Wahnsinnsalbum, das Brücken baut. Vielleicht werden Björk-Hörer auf diese Weise Wege zu neuen musikalischen Ufern eröffnet, die manche bereits vor 40 Jahren gegangen sind. Eine großartige Platte einer begnadeten Künstlerin mit wirklich allen Freiheiten, die ihre Plattenfirma ihr lässt (ein Unikum in unserer Zeit!) in einer derzeit derartig unübersichtlichen, kurzlebigen und wirklich grottenschlechten Pop-Welt, dass es einem vor Rührung das heiße Wasser in die Augen treibt. Danke.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum ich Euch zum Kauf dieser CD raten würde:, 30. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Ich dachte, man sollte auch mal etwas persönliches schreiben. Ich bin keine Musikkritikerin und auch keine Kennerin der Szene. Kann also dieses Album nicht einordnen oder bewerten. Björk kenne ich aber jetzt seit ihrem Debut-Album. Ich habe mir eigentlich nie erklärt, warum ich immer wieder auf sie zurückkomme. Erst jetzt ist es mir bewusst geworden. Gestern war ein miserabler Tag und als es dunkel wurde, habe ich recht gefrustet auf dem Bett gelegen und das neue Album gehört. Plötzlich ging es mir gut. Ich kenne kaum eine Musikerin, die es schafft, mich als Hörerin immer wieder zu erreichen. Obwohl die CD immer wieder läuft, habe ich das Gefühl, die Songs das erste mal zu hören. Es ist ein Hörerlebnis und hat ein wunderbares Eigenleben. Höre ich Björk werde ich ausgelichener und es entsteht irgend etwas. Keine Ahnung was oder warum.
Wenn man sich darüber im Klaren wird, wie viel man erhält für den Preis eines einfachen Abendessen und das immer wieder aufs neue, dann fällt mir kein Grund ein, warum man dieses Album nicht besitzen möchte. Es ist gut!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesang und Technik, 7. September 2004
Von 
Schmid Matthias "madsmirre" (Baden Wüttemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Wieder werden wir einen schritt weiter entfernt,von dem was sonst Pop ist.Björk 2004 das ist noch abgehobener noch schräger noch Ideenreicher als all Ihre Platten zuvor,einige Stücke kommen nur mit der einzigartigen Stimme von Björk aus andere wiederum mit kühlen electronicbeats und den wunderbaren Chorgesängen wie schon auf Vespertine unterlegt.Ich muß zugeben das album ist zu beginn schwer verdaulich aber nach jedem hören kommt es einem näher und man kommt nicht mehr davon los-Also Björk ist einfach genial und man wird von Ihr nie entäuscht,denn sie ist eine Ausnahme Sängerin.Also unbedingt kaufen!!!!!
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Medúlla
Medúlla von Björk (Audio CD - 2004)
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