Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen299
3,4 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:10,41 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1-10 von 41 Rezensionen werden angezeigt(3 Sterne). Alle Rezensionen anzeigen
am 7. Januar 2005
Vorweg: Daß hier mal jemand versucht hat, die Geschichte um König Arthur und seine Ritter in historisch korrekter Weise zu erzählen, ist eigentlich eine gute Idee.
Arthur soll laut Geschichtsforschern eine historische Figur gewesen sein, die tatsächlich gegen die Sachsen kämpfte.
Aber: Dies geschah in einer Zeit, in der die römische Armee Britannien längst verlassen hatte. Im Film tragen die Legionäre immer noch die Ausrüstung der Kaiserzeit, die in Wahrheit bereits seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr in Gebrauch war, ich spreche insbesondere von den Rüstungen und Helmen.
Dann strotzt der Film von Logikfehlern. Arthur greift vor der letzten Schlacht mit seinen paar Leuten eine sächsische Vorhut von Speerträgern an und reibt sie auf - und verliert keinen Mann, sehr interessant (ja, er wurde von Bogenschützen unterstützt, dennoch wäre in der Realität Reiterei bei einem solchen Frontalangriff sehr schnell erledigt worden).
Die Sachsen landen natürlich NÖRDLICH des Hadrianswalls, anstatt einfach SÜDLICH an Land zu gehen und damit nicht vor verschlossenen Toren zu stehen. Die zu rettenden Römer haben natürlich mitten im Gebiet der piktischen Horden ihr Haus gebaut, das dann ja auch von sage und schreibe sieben oder acht Wachen verteidigt wird, ebenfalls interessant. Der bereits in einer vorherigen Rezension angesprochene Pfeil, der einen Spitzel mitten im undurchsichtigen Geäst eines Baums trifft, nicht zu vergessen.
Was ich als gut ansehe, ist die Sache mit der Abstammung Arthurs: Er stammt im Film dem Reitervolk der Sarmaten ab, das nördlich des Schwarzen Meers seine Heimat hatte. Dieses Volk verfügte über schwer gepanzerte Reiter, von denen einige Tausend von den Römern zwangsrekrutiert und nach Britannien verschifft worden sein sollen. Von diesen Reitern könnte die Sage um die Ritter der Tafelrunde kommen, da derartige Kavallerie in der Form sicher einmalig im damaligen Britannien war.
Der Kampf auf dem Eis ist gut gemacht, auch ist die Atmosphäre des Films trotz genannter Fehler ziemlich düster und wie ich finde, gut getroffen (man nannte es ja auch die Dunkle Zeit). Dennoch schlittert der Film bei mir nur sehr knapp an der 2-Sterne-Marke vorbei.
22 Kommentare|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. August 2004
KING ARTHUR
In einem Blockbuster- lastigen Sommer wie diesem, blickt der erfahrene Popcornfilm Fan mit einer gewissen Erwartungshaltung auf das aktuelle Projekt aus dem Hause Bruckheimer. Der wohlverdiente Erfolg des Kassenschlagers
" Piraten der Karibik" trug dementsprechend nicht unbedingt dazu bei, diese Erwartungen zu schmälern. Die Prämisse auf der Produzent Jerry Bruckheimer und sein Regisseur Antoine Fuqua ihre Herangehensweise an ein altes Thema aufbauten, hat in der Tat alle Bestandteile für einen Sommerhit: Die Geschichte von König Artus, Merlin, der schönen Guinevere, dem tapferen Lancelot und den Rittern der Tafelrunde, befreit von den Zwängen des Mythos. Die zeitlosen Themen von Liebe, Leidenschaft, Krieg und Verrat attraktiv verpackt und durch junge Darsteller mit einer hübschen Schleife versehen.
Problematisch wird es nur, wenn die " historischen" Fakten, auf die der Film seine Version der Artus Sage stützt an den Haaren herbeigezogener wirken, als die Legende selbst. Die vorgebliche historische Aufarbeitung der Geschichte von Arthur und seinem treuen Gefolge wirkt teilweise schmerzlich konstruiert, so dass der Zuschauer sich nach kurzer Zeit schon wünscht, Fuqua hätte sich damit zufrieden gegeben, die Sage zu verfilmen.
Die Handlung ist schnell erzählt: Als Kommandeur einer Gruppe sarmantischer Ritter, die nach 15 Jahren im Lehnsdienst für Rom, kurz vor ihrer Entlassung und Rückkehr in die Heimat stehen, muss Arthur (Clive Owen) mit seinen Männern zu einer letzten, gefährlichen Mission aufbrechen. Es gilt, den Lieblingsneffen des Papstes samt Familie vor den herannahenden Sachsen, angeführt von Til Schweiger und Stellan Skarsgard als streitbares Vater- Sohn Gespann, zu retten. Im Zuge der Evakuierungsaktion befreit Arthur auch britannische Rebellen aus dem Folterkeller seines römischen Landsmannes, unter ihnen Guinevere (Keira Knightley). Die schöne Rebellin hinterfragt Arthurs Loyalität zu Rom und führt ihm den Verlust all jener Ideale vor Augen, die das Imperium für ihn repräsentiert. Enttäuscht und desillusioniert von Roms Gleichgültigkeit dem Land gegenüber, das es jahrelang militärisch unterdrückt und ausgebeutet hat, und der Absicht seiner Vorgesetzten Britannien schutzlos zurückzulassen, stellt Arthur sich schließlich den Sachsen, entgegen.
Tatsache ist, der Film selbst ist nicht wirklich schlecht, doch er ist auch nicht wirklich gut. Mit seiner Idee, guten Darstellern und Jerry Bruckheimers Scheckbuch im Rücken, hätte man eigentlich erwarten können, dass der Regisseur, der Denzel Washington zu einem Oscar verholfen hat, etwas mehr auf die Beine stellt. Die Einführung der Bande bunt zusammengewürfelter Jungdarsteller, die Artus treue Ritterbande geben, ist durchaus vielversprechend. Ray Winstone ist als lauter, aufbrausender Bors überaus amüsant, Joel Edgerton spielt einen warmherzig anziehenden Gawain und Mads Mikkelsens raubtierhafter Tristan birgt eine erstaunliche Melancholie und Düsternis. Doch leider gibt der Film seinen Charakteren nicht genug Raum und Zeit sich zu entwickeln. Keira Knightley schwankt als spätere Königin der Briten zwar wunderbar zwischen Verletzlichkeit und Stärke, doch leider vermag Hauptdarsteller Clive Owen dem legendären Arthur nur in wenigen Momenten wahres Leben einzuhauchen. Im Kontrast dazu wirkt Stellan Skarsgard mit seiner Rolle als Sachsenführer Cedrik ebenso unterfordert, wie Lancelot Darsteller Ioan Gruffudd, der als Horatio Hornblower so sehr begeistern konnte.
Darüber hinaus hat der Film scheinbar mit starken Kontinuitätsproblemen zu kämpfen. Hin und wieder kann der Zuschauer sich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige für die Handlung prägnante Szenen auf dem Boden des Schneideraums gelandet sind. Es scheint fast so, als hätte Fuqua sich nicht ganz entscheiden können, welche Aspekte der Sage er ignorieren wollte und welche nicht, was dem ganzen Film eine unbestreitbare Unausgewogenheit verleiht. Beweis genug ist dafür das halbherzig konstruierte Liebesdreieck zwischen Arthur, Guinevere und Lancelot; sehnsüchtige Blicke allein, mögen sie auch noch so intensiv und bedeutungsschwanger sein, machen noch keine Liebesgeschichte. So fällt es dem Zuschauer am Ende auch ein wenig schwer zu verstehen, warum Lancelot sein Leben riskiert, um Guinevere im Schlachtgetümmel zu Hilfe zu eilen.
Vielleicht ist Jerry Bruckheimers gesteigertes Arbeitspensum, das der Erfolg von Fernsehserien wie CSI, CSI Miami, Cold Case und Without a Trace mit sich bringt, der Grund dafür, dass der Meister der leichten, teuren Unterhaltung sich bei diesem Film ein wenig verkalkuliert hat. Alles in allem ist KING ARTHUR kein schlechter Film und bestimmt auch kein Flop, doch stimmt es ein wenig ärgerlich, dass es Bruckheimer und Fuqua nicht gelungen ist, das Potential dieser Idee und das unbestreitbare Talent ihrer Darsteller voll auszuschöpfen.
ES BLEIBT ZU HOFFEN; DASS SICH AUF DER DVD WENIGSTENS EIN DIRECTORS-CUT BEFINDET!
0Kommentar|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. September 2006
Ganz objektiv betrachtet ist King Arthur ein Schwertkampf-Film mit wenig historischem Anspruch. Dennoch, für einen Mittelalter-Film ist er durchaus gut gelungen! Obwohl die Rahmenhandlung mit der Arthus-Legende doch etwas unglücklich gewählt worden ist. Die Story allein hätte auch überzeugt, obwohl da einige logische Fehler drin sind, aber das ist bei solchen Filmen sowieso an der Tagesordnung (siehe Gladiator). Nicht mal eine sehr überzeugende Keira Knightley kann den Film vor Mittelmäßigkeit bewahren, obwohl sie als kämpfende Amazone doch etwas fehl am Platz wirkt... Und dann noch in diesem eigenartiken Kostüm, wo ihr alles weggeklemmt wird, und sie etwas nach Presswurst aussieht. Naja immerhin noch besser als ein Xena-Double.

Zur DVD: Die Kinofassung ist in Ordung, der Sound ist spitze, Bild auch. Vor dem Film findet sich auf der DVD eine Lobpreisung an Jerry Bruckheimer bei der einem fast das Würgen kommt. Da merkt man erst welche furchtbaren Filme Bruckheimer so verbrochen hat (es waren aber auch gute dabei).

Die Extras sind für eine Kinofassung-DVD durchaus ausreichend. Mit dem Making Of, das sehr gut war, Einem Fotoalbum von Bruckheimer (Das hingegen lächerlich war) und einem alternativen Ende (gut, dass sie DAS nicht genommen haben... grausam) kann die DVD für so einen Preis doch einiges bieten.

Fazit: Gesamt eine 3, da die "Für die Freiheit!" Attitüde nach Braveheart und Gladiator schon etwas abgenutzt ist, und eigentlich keine neuen Ideen in den Film eingebracht wurden. Diesmal sind halt die Sachsen die "Bösen".
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2004
Schade, schade...es hätte ein wirklich großer Film ohne nerviges Liebesgeschmachte werden können. Die Voraussetzungen waren gegeben: der erfoglreichste Produzent Hollywoods (Jerry Bruckheimer), ein Regisseur mit viel Potential (Antoine Fuqua), eine Musikkomponist der für Qualität steht (Hans Zimmer) und ein äußerst talentierter europäischer Cast (Ioan Gruffudd, Clive Owen, Mads Madsen etc.). Dazu eine altbekannte Story, die in neuem Licht erscheinen sollte. Was will man als geneigter Kinogänger mehr? Leider ist das Ergebnis nicht so, wie man es erwartet hatte. Grund: um ein breiteres Publikum anzusprechen, wurde der Film drastisch gekürzt, so dass er ab 12 freigegeben werden kann. Darunter leidet die Story mächtig! Logikfehler und Dialoge, die einfach zu simpel und wenig beeindruckend sind. So viel Potential verschwendet...wer soll das verstehen? Die Idee, die Artus-Sage mal unromantisch und dafür hart und "realitätsnah" zu verfilmen ist an sich hervorragend und war schon längst überfällig . Aber doch nicht so stark zurechtgeschnitten! Das heißt jetzt nicht, dass der Film eine absolute Niete und das Kinoticket oder den DVD-Preis nicht wert ist, aber man merkt in zahlreichen Szenen zu deutlich, dass etwas fehlt. So schafft mein kein Epos! Sicher hat "King Arthur" gute Seiten, z. B. ist die Schlacht auf dem Eis sehr beeindruckend und diejenigen, die auf Schwertkämpfe stehen, werden begeistert sein. Der Soundtrack ist stark und die Schauspieler machen das beste aus ihren Rollen (auch wenn einige definitiv unterfodert zu sein scheinen). Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack und die Hoffnung, dass - wie von Produzent und Regisseur versprochen - die Uncut-Version auf DVD erscheinen wird. DANN kann man "King Arthur" sicherlich RICHTIG geniessen. In der Kinoversion sei der Film denjenigen empfohlen, die "Braveheart" oder "Die sieben Samurai" mögen. Mit ein paar Abzügen kommt "King Arthur" diesen beiden Werken noch am nächsten.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. November 2010
Der Film wäre vermutlich besser beim Publikum angekommen, wenn man nicht versucht hätte, sich mit dem "König Artus"-Thema zu schmücken.
Sicher, König Artus ist mehr oder weniger eine Sagengeschichte, diese wurde mit diesem Film aber komplett neu interpretiert. Das allein muss aber noch nichts Schlechtes bedeuten.
Also vergesst am bestem alles, was ihr bisher in diese Richtung gelesen oder gesehen habt, ansonsten werden ihr bereits von der ersten Minute an enttäuscht sein.
König Artus ist hier kein König, sondern treuer Gefolgsmann Roms, es gibt auch kein Camelot. Die Ritter der Tafelrunde sind hier eher eine zusammengewürfelte Einheit gut ausgebildeter Ritter, dessen Anführer Artus oder hier Artorius ist.
Man findet einige die Figuren der Sage wieder, wie Artus selbst, Lanzelot, Merlin oder Guinevere, aber eben in sehr ungewohnter Form.
Den Film trotz allem aber gutes Popcorn-Kino zu nennen, kann ich so nicht unterschreiben.
Ich mag Clive Owen, in Sin City oder im total überzogenen Shoot Em Up :) fand ich ihn echt cool.
In King Arthur aber war er aber für mich so deplaziert, wie man überhaupt nur sein kann. Ich kann ihn mir einfach eher in einem verschlissenen schwarzen Mantel vorstellen, als in einer Rüstung.
Die Dialoge sind meist "dümmlicher" Natur. Der gesamte Film läßt Tiefgang an allen Ecken und Enden vermissen.
Ich konnte mir einen Schmunzler nicht verkneifen, als die bösen Sachsen mit lautem Trommeln durch die Gegend ziehen, der Sachen-Anführer dann verwundert meint - Sie wussten, dass wir kommen... :)
Lanzelot schaut immer finster drein und scheint ein ständiger Skeptiker zu sein. Er macht grundsätzlich keine schlechte Figur (Ioan Gruffudd - Mr. Fantastic aus Fantastic Four), aber vielleicht hätte man ihn nicht unbedingt Lanzelot nennen sollen.
Die Sachsen sind zwar zahlreich, aber unbeholfen und lassen sich von einer handvoll Rittern ständig ausmaneuvrieren und abschlachten. Irgendwie sind sie immer nur 2te. Arturs Rittereinheit ist dagegen schon fast comicartig unbesiegbar (bis den Endkampf) und treffen einfach alles.
Til Schweiger wirkt als Sohn des Sachsen-Anführers ebenso hölzern, wie deplaziert. Vermutlich hat die Rolle auch nicht mehr hergegeben.
Ich will dem Film nicht eine gewisse Unterhaltung absprechen, ganz schlecht ist er sicherlich nicht. Es gibt halt aus meiner Sicht einfach sehr viel Schatten und wenig Licht.
Zum "Licht" zähle ich:
+ Die Bildqualität der Blu-ray, diese ist wirklich mehr als überdurchschnittlich. Tlw. zwar etwas "Bildkorn", aber die Schärfe ist sehr gut.
+ Auch die Tonqualität der deutschen Tonspur ist gut!
+ Man bekommt zwar, wie gesagt, wenig Tiefgang, aber dafür ganz gute Aktion geboten.
+ Die "Ritter der Tafelrunde" hat man eigentlich gut hinbekommen - ein "cooler Haufen" :) nur Clive Owen passt nicht so richtig. Der Römerhelm scheint ihm ein bisschen zu gross zu sein (das meine ich jetzt wirklich so, nicht hintergründig :) ).
+ Hat mich auch gefreut, Ray Stevenson in der Ritterrunde wiederzusehen (Titus Pullo aus der Serie Rom)
+ Keira Knightley ist zwar ganz nett als Guinevere anzusehen, aber so 100%ig nimmt man ihr die toughe Kämpferin auch nicht ab, als wie ein Gummiball zwischen den behäbigen Sachsen herumspringt und sich einen nach dem anderen vornimmt.
+ Der Anführer der Sachsen "hatte etwas", dieser kam ziemlich gut rüber.

Mit King Arthur haben wir hier technisch gesehen eine sehr gute Blu-ray. Dass wir hier eine komplett neue Interpretation des König Artus Thema haben, hat mich am allerwenigsten gestört. Am meisten krankt es an der zu seichten Umsetzung und Story und an den tlw. unpassenden Schauspielern.
2 Sterne für den Film, 3 für die Blu-ray.
Oh, und irgendwie musste ich beim Endkampf ein bisschen an Avatar denken :) Ihr wisst sicher, was ich meine.

Sonstige Hinweise:
Auf dem Cover der Blu-ray ist zwar eh Director's Cut zu lesen, aber da es, im Gegensatz zur DVD, auf Blu-ray nur den DC gibt, wird diese oft nur als "King Arthur", ohne dem DC-Zusatz, angeboten.
Aber keine Sorge, die Blu-ray ist der ungeschnittene Director's Cut mit FKS 16.
Das Cover hier auf Amazon ist übrigens anders, als bei meiner Blu-ray, vermutlich eine alte "Version".
11 Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2005
Obwohl Drehbuchautor David Franzoni und der wissenschaftliche Berater John Matthews nicht müde werden zu behaupten, dass der Film erstmals den wirklichen Arthur zeige, so gründet die Geschichte lediglich auf einer Hypothese. Historisch belegt ist die Existenz eines Lucius Artorius Castus, der als römischer Offizier eine samartische Lanzenreitereinheit in Britannien kommandierte. Sie war im heutigen Ribchester stationiert und bekämpfte von hier aus die einfallenden Pikten. Nach dem Sieg 185 wurde er zum "dux" befördert. Manche seiner Kampagnen weisen erstaunliche Parallelen auf zu den in der "Historia Brittonum" (um 800) dem "dux bellorum" Arthur zugeschriebenen Siegen. Allerdings wurde der Grabstein des Artorius in Dalmatien gefunden und nicht in Britannien. Außerdem führt uns der Film in die Zeit des 5. Jahrhunderts. Es ist eine reine Vermutung, dass auch noch in dieser späten Zeit die samartischen Reiter in Britannien stationiert waren und abermals einen Kommandanten namens Artorius oder Arthurius hatten, der dann in der Schlacht von Camboglanna (Castlesteads) am Hadrianswall gefallen wäre. Von größerem Gewicht ist das, was Beda um 730 n. Chr. in der "Historia Ecclesiastica" I,16,16 mitteilt: um das Jahr 475 ruft der britische König Vortigern (ein Usurpator) Angeln und Sachsen zur Hilfe, um die Feinde im Norden zu bekämpfen. Die Namen der Anführer sind Hengest und Horsa. Bald kamen größere Abteilungen der Sachsen herüber. Nachdem sie sich vermehrt hatten und mit den Pikten (!)ein Bündnis eingegangen waren, wandten sie sich gegen die alten Bundesgenossen und führten einen Raub- und Vernichtungsfeldzug vor allem gegen die Städte. Unter dem "dux" Ambrosius Aurelianus (aus einem römischen Geschlecht) sammelten sich die übrig gebliebenen Briten und errangen am Berge Badon einen wichtigen Sieg. Etwa hundert Jahre nach Beda wird in den Annalen dieser Ambrosius plötzlich "Arthur" genannt, ein mögliches Indiz dafür, dass die Chronisten die beiden Gestalten verwechselten und vermischten. Erst in der tendenziösen und unzuverlässigen "Historia Regum Britanniae" (1136 n. Chr.) versucht Geoffrey of Monmouth das Dilemma aufzulösen und macht aus Ambrosius den Onkel von Arthur. Leider muss jedoch gesagt werden, dass der Film ebenso tendenziös und unzuverlässig ist wie die hochmittelalterliche Arthurlegende. Mag die Samarten-Hypothese durchaus diskussionswürdig sein, so stimmt der brutale Umgang mit anderen Quellen ärgerlich. Zwar ist es richtig, dass auch weiter nördlich der Verteidigungslinie des Hadrianswalls im schottischen Tiefland südlich des Forth römische Vorposten (und britische Kleinkönigreiche) verblieben. Auch kam der heilige Germanus als Bischof von Auxerre wirklich nach Britannien, aber nicht im Auftrag Roms, sondern um die pelagianische Lehre zu bekämpfen. Das Instrumentarium der heiligen römischen Inquisition und ihre Foltermethoden gab es zu dieser Zeit jedoch noch nicht! Hier hat der Drehbuchautor aus seiner antichristlichen Voreingenommenheit etwas zurechtgemacht. Seine germanophoben Vorurteile haben außerdem die Sachsen zu einer Horde rassistischer Berserker stilisiert. Dabei ist durch den Zeitzeugen Gildas in der Schrift "De Excidio et Conquestu" Britanniae (ca. 540 n.Chr.!) zweifelsfrei belegt, dass die Briten unter Vortigern (bei ihm Gurthirigern genannt) die Sachsen selbst als Verbündete einluden, um bald darauf von diesen wie von "Wölfen im Schafspelz" überrannt zu werden. Diese großartige und wahre Pointe der Geschichte ist leider der "untold true story" geopfert worden. So kreiiert der angeblich entmythisierte "King Arthur" neue Mythen: die Pikten werden zu Verbündeten, obwohl sie Gegner waren; die keltische Boudicca hat im 5. Jahrhundert plötzlich eine Dublette in Gestalt der Amazone Guinivere usw. Immerhin hat John Matthews inzwischen dieses zugegeben: "Hätten wir die Geschichte im 2. Jahrhundert spielen lassen, dann hätten wir nur die Pikten als Feinde gehabt. Also haben wir eine zeitliche Verschiebung vorgenommen und unseren Arthur Castus zu einem Nachfahren des ursprünglichen Lucius Artorius gemacht."
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2010
Kurzer Überblick der historischen Fehlhaftigkeit in diesem Film:

1. In dem Film wird Artus als Lucius Artorius Castus interpretiert, den es auch wirklich gab. Allerdings lebte der im 2. Jahrhundert n.Chr. Der Film spielt aber um 450 n.Chr. Artus ist im Film übrigens der Sohn eines keltischen Piktin, was unlogisch ist, da die Pikten ein Volk aus Schottland sind und sich gegen den römischen Einfluss in der Provinz Britannien gestellt haben. Artus hätte schon längst Exekutiert werden müssen. Die Einzige Legende, oder vielmehr Erzählung, die auf die Zeit des Filmes zutrifft ist die von dem Heerführer Riothamus, der angeblich dem römischen Kaiser Anthemius im Kampf gegen die Westgoten zur Hilfe kam...

2. Im Jahre 450 n.Chr wütete in Britannien kein Römer mehr. Denn die wurde schon alle gegen Anfang des 5. Jahrhunderts n.Chr abgezogen. Zwar wurde das Reich Britannien noch 180 Jahre später von Kaisern als Zugehörigkeit des Reiches angesehen, aber hier hausten nur noch die Sachsen, Angeln, Jüten und noch einige Stämme aus dem Norden.

3. Im Film erweckt es den Anschein, dass die Sachsen ( nur die Sachsen ) von Norden ( nur ) kommen und gen Hadrians-Wall und über ihn hinaus marschieren. Die Sachsen allerdings, setzten im Süden Britanniens mit ihren Schiffen an und marschierten gen Zentral-Britannien. An der südlichen Östküste Britanniens, waren die Angeln gelandet und marschierten auch landeinwärts. Von Norden gaben noch die letzten keltischen Stämme den letzten Stoß. Etwas später schloßen sich die Angeln und die Sachsen zu den Angelsachsen zusammen...

Film: Die Story ist wie schon gesagt Historisch mit Fehlern beschmückt. Wenn wir mal den geschichtlichen Hintergrund beiseite schieben, ist der Film gut anzugucken. Schauspieler gut, Bild gut, Effekte gut... Für meinen Anspruch guter Film... Aber nach dem einem klar wird, dass Arturs mit seinen Männern für die Freiheit kämpft bis zum Tod, schaue ich skeptisch auf die DVD-Hüllen von Gladiator und Braveheart!!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2004
Liest man die vielen Kritiken fällt sofort auf: der Film scheint etwas zu haben. Das hat er tatsächlich. Es ist die alte Sage um König Arthus und seine Tafelrunde. Viele lasen die Sage im zarten Alter aus altbekannter Quelle: Die Deutschen Heldensagen oder ähnlich. Und was schmiegt sich nicht alles an diese Geschichte. Die Christianisierung Europas, das entstehen des Ritterstandes, die Verehrung heiliger Schwerter aus Stahl, christliche Heilslehre mit dem Symbol des Heiligen Grals, Ehre und Ethos über Fleisch und Lust, Tragik in der Person Lanzelots und des Königs in Beziehung zur Königin, der große Zauberer Merlin, der weiseste und mächtigste Weißmagier aller Zeiten,... das alles fällt mir spontan vor dem Film ein.
Gespannt war ich nach dem Trailer. Arthus als Römischer Offizier, die Ritter der Tafelrunde als Söldner, das schien spannend zu werden.
Und spannend ist dieser Film! Allein die Szene auf dem Eis, packend!
Schöne Bilder, die an große Vorbilder mahnen, Schlachten mit echten Menschen im echten Tempo des Fußvolkes. Tod auf beiden Seiten. Auch Helden sterben. Das hat mir gut gefallen. Die Entmystifizierung einer Legende könnte so beginnen. Merlin ein Häuptling der Pikten, Guinivere seine realpolitische Thronfolgeoption, Arthus als desillusionierter Elitesoldat nach 16 Jahren ohne Heimat, die Ritter sind mehr Ridder (Reiter) als Salonlöwen der Minne. Aber es funktionierte nicht. Wir wollen den Römer akzeptieren, aber es ist die einzige Sage Britanniens (von den Strumfhosen mal abgesehen) und sie ist reich an Mystik, voller Anspielung an den Kampf der Religionen, Glaube gegen Magie, Helden, Heilige.
Der Film schafft die Wende nicht. Arthus als Verteidiger der Menschenrechte? Ein Römer? In Britannien im Kampf gegen Pikten und Sachsen mit der Carta der Menschenrechte? Bitte nicht. Und die Musik war manchmal zu dick. Ehrlich.
Und zerschnitten und gestutzt kamen einige Szenen daher. Schade.
Er wird nicht in meiner DVD-Sammlung stehen, aber zum Verschenken reichts.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2005
Wie
bei allem - Musik, Film und Mode etc., gibt es verschiedene Gechmäcker. Das ist auch gut so. Am King Arthur von Jerry Bruckheimer hat mir gut gefallen, daß der Film im Gegensatz zu anderen 'Interpretationen' früherer Zeit (z. B. Excalibur) fast ohne übertriebene Magie (für Historienfans: Das gabs doch auch nicht wirklich!) und Fantasyelemente auskommt. Ja er ist geradezu nüchtern erzählt und unterhält auch ohne schwülstige Liebesgeschichten den
Zuschauer. Sicherlich hat der Film nicht soviel Tiefgang und die Klasse z. B. des 'Gladiators', er ist aber unterhaltsam und Fans
antiker Schlachten kommen auf ihre Kosten. Die Filmmusik von Hans Zimmer ist auf jeden Fall genial - deshalb allein lohnt sich der Film schon! Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind solide - mit Ausnahme der absoluten Fehlbesetzung Til Schweigers als sächsischen Häuptlingssohn. Schuster bleib bei deinen Leisten...
Im übrigen basiert King Arthur lediglich auf einer Legende/Sage, und das allein gibt den Machern des Films jede Handlungsfreiheit hinsichtlich der Darstellung, Zeitperiode usw. Wer den Film also nicht zu verbissen und mit riesigen Ansprüchen sieht kann das tun, wofür er letztlich gemacht wurde: Sich gut unterhalten lassen.
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2005
Ich war sehr gespannt: alternative Artus-Story, Bruckheimer-Produktion (Geld), vom Regisseur von Training-Day und Tränen der Sonne. Die Optik war auch Klasse. Tolles Szenario, tolle Kostüme. Die Akteure: voll in Ordnung.
Aber die Ausarbeitung der Story: bestenfalls wirr und unrund, eine lieblose Aneinanderreihung klischeehafter Happenings.
Hätte ein 5-Sterne Film werden können, wenn die Regie nicht versagt hätte.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,00 €
8,69 €