Kundenrezensionen


29 Rezensionen
5 Sterne:
 (22)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So brillant wie böse
Tom Waits hat eine neue Platte veröffentlicht, und er hat konsequent Ballast abgeworfen - unter anderem sein Klavier. Natürlich ist das Geheule groß unter all denen, die sich Tom Waits immer als den schrullig-freundlichen Onkel mit der rauchigen Stimme gewünscht haben, der am Klavier schöne traurige Lieder singt. Doch Tom Waits ist schon seit...
Veröffentlicht am 9. November 2004 von Rainer Lingmann

versus
10 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen alles versucht!
Ich gebe es zu, ich habe es schon öfter probiert mit Tom Waits. Obwohl ich einen sehr breiten Musikgeschmack habe und eigentlich sehr tolerant bin, hat er es auch mit diesem Album wieder nicht geschafft. Ich schaue und höre Künstlern gerne mal bei Experimenten zu, wenn dabei aber nur Käse rauskommt, sage ich das auch!
Ich teile die Meinung der...
Veröffentlicht am 10. Juli 2005 von Tysan


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So brillant wie böse, 9. November 2004
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Tom Waits hat eine neue Platte veröffentlicht, und er hat konsequent Ballast abgeworfen - unter anderem sein Klavier. Natürlich ist das Geheule groß unter all denen, die sich Tom Waits immer als den schrullig-freundlichen Onkel mit der rauchigen Stimme gewünscht haben, der am Klavier schöne traurige Lieder singt. Doch Tom Waits ist schon seit "Swordfishtrombones" nicht mehr dieser Onkel, seit über 20 Jahren also.
Tom Waits macht Musik, die so brillant wie böse ist. Real Gone ist der vorerst letzte, gnadenlos konsequente und künstlerisch seit zehn Jahren anspruchsvollste Schritt auf Waits' Reise mit dem Blues ins 21. Jahrhundert.
Bei den meisten Stücken von Real Gone erschreckt die Musik regelgerecht: Sie ist zerrissen und doch dicht, verzerrt und doch klangvoll, rhythmisch und doch stolpernd. Sie ist beseelt und zutiefst verlassen. Auf Real Gone wird Geräusch zu Musik - und Musik zu Geräusch. Von allen Waits-Platten ist Real Gone darum am ehesten mit "Bone Machine" vergleichbar. Besonders der Gesang ist ähnlich verzerrt aufgenommen - als wenn noch nötig wäre.
Das Beeindruckendste an Real Gone ist aber, dass Waits über all der Wut und dem Krach keineswegs das Komponieren vergessen hat. "Dead and Lovely" oder "Hoist That Rag" gehören zu Waits besten Kompositionen. Und mit Stücken wie "Green Grass" oder "Day After Tomorrow" gibt es eigentlich sogar Futter für die Schunkler unter den Waits-Fans. Nur eben ohne Klavier.
Tom Waits ist einer der besten und integersten Musiker, die man heute hören kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für "chartgeschädigte" Ohren., 17. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Waits' besticht in diesem Album wiedermal durch seinen unverkennbar individuellen Stil und erschlägt einen fast mit seiner gewaltigen Stimme.

Von seinen Jazz-Wurzeln ist auf diesem Album nichts mehr zu hören... anstelle treten hier diverse Schlaginstrumente und Gitarren und jede Menge schräge Töne.

Für mich der absolute Top-Song: Hoist that Rag

Fazit: Für Waits Fans sein Muss, für Leute die Chartmusik gewohnt sind werden von seiner Stimme wie von ein Dampfhammer getroffen und werden schreiend aus dem Zimmer laufen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 16. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Seit Jahren habe ich nichts gehört, was so auf dem Punkt, so absolut eigenständig wäre wie "real gone". Ein manieristisch dreckig, virtuos inszeniertes Kabinettstück. Süffisant, schwelgerisch. Humor, der an Selbst-Demontage grenzt. Tom Waits brüllt sich wahrhaftig die Seele aus dem Leib -wildes Tier- und zwinkert dir im selben Moment zu. Großartig, liebenswürdig(!) und gerade deshalb ein unwahrscheinlich glaubwürdiges, souveränes, ein schönes Album. Das glaubwürdigste von Tom Waits überhaupt. Soviel Freude am Klang, am verbogenen Rhythmus, soviel Selbstironie -ein Genuß.
Den ernsthaften Kritiker muß dieses Album naturgemäß zur Verzweiflung bringen: Tom Waits führt die Figur Tom Waits ad absurdum und läßt den Zuhörer daran teilhaben.
Freilich kommt auch der ernsthafte Tom-Waits-Liebhaber auf seine Kosten. Aber da schleicht sich doch plötzlich bei "how's it gonna end" ganz am Schluß ein völlig unerwarteter, lieblicher Chor ein und nimmt dem ganzen wieder seinen vermeintlichen Ernst. Das wahrhaft virtuos zwanghaft gesungene "metropolitain glide" beginnt mit are-you-ready?-Geraune, das das Lied weiterhin begleitet, in Eintracht mit Human-Beatbox-Gefauche (überhaupt ein laufend und gekonnt eingesetztes Instrument). Die Stereo-Anlage klingt kaputt, nie hat eine Stereo-Anlage seit Erfindung der CD so wunderbar kaputt geklungen -natürlich blanker Manierismus! Aber auf "real gone" ist -wie gesagt- die reine Freude am Sound so erfrischend präsent wie kaum je zuvor. Zeitweise klingt die Musik wie Beastie Boys, vor allem im ersten Lied "top of the hill", dessen allererster Takt mich schon zum Kauf überzeugt hat. Nur eine Sekunde dieses Albums ist es wert, es zu kaufen.
Wie gern würde ich ihm das selbst sagen. Nie war ich einem Musiker so dankbar.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grautsch Musik, 12. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Wer wissen will, ob ihm die Musik gefällt, aber weder Tom Waits noch Captain Beefhart kennt, der kann sich vielleicht mit der Sesamstraße behelfen. Als meine 6-jährige Tochter ins Zimmer kam und die Musik hörte (es lief gerade 'shake it'), sagte sie nur: "Oh, schöne Musik, die würde bestimmt Oskar aus der Mülltonne gefallen".
So viel zum Thema dreckige Musik. Ich denke, treffender kann man die Scheibe nicht kommentieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar ver-rückt, 25. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Ehrlich geschrieben, ich war skeptisch VOR dem ersten Hören von "real gone" Zu ungehobelt und ideenlos sollte sie sein, Musikkritiken waren eher Verrisse (z.B. im "Rolling stone"), Nach mehrmaligem hören gehe ich davon aus, dass es mehrere Versionen der CD geben muss! Die von mir gehörte ist ein ausgesprochen gutes Stück Musik, waits-würdig, eben.
Das wichtigste: Bei allem knarzig-kauzigem ist es eine CD aus einem Guß. Gleichbleibend hohes Niveau, ineinander stimmig. Das bedeutet aber auch, dass kein Song extrem herausragt. Es gibt kein "Swordfishtrombone", kein "Innocent when you dream" und kein "Heartattack and vine" auf der CD. Natürlich gibt es einige Songs die mir besser gefallen als andere. Meine Favoriten: "sins of the father" (ist nur etwas zu lang) "dead and lovely" und "green grase". Weniger gut gefällt mir das rezitative "circus".
Ich habe festgestellt, dass Waits Platten bei mir über die Jahre eine unterschiedliche Wertung erfahren. Deshalb bei aller Vorsicht: "Real Gone" sortiert sich sehr weit oben ein, in meiner persönlichen Waits-Hitparade. Wobei "Rain dogs"und Swordfishtrombones" meine Favoriten bleiben. Im Vergleich zu den letzten 3 CD's schneidet "Real Gone" dagegen für mich am besten ab. "Mule Variations" fand ich zwar sehr gut, es ist mir jedoch zu uneinheitlich und zerrissen, (wobei "Chocolat jesus" einer meiner Lieblingssongs ist), "blood money" ist zu langweilig und "Alice" sehr interessant, aber für mich nicht der große Wurf für den es viele halten.
"Real Gone" dagegen ist für mich die geniale Verknüpfung der typischen Tom Waits Balladen mit seinem wilden, fast animalischen Sound zu dem Waits immer ver-rückter werdende Stimme ihren guten Anteil hat. Es ist sicher keine einfache Platte. Gerade deswegen ist sie so gut.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waits No 19: Lass es regnen über den Sünden des Vaters - aber geh nicht in die Scheune, 16. März 2011
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Wahnsinn! Grandios! Wer hätte das gedacht! 2004 gelingt Tom mit "Real Gone" nichst weniger als ein Wunder. Jetzt kann ich es ja sagen: am allerbesten fand ich ihn immer in Begleitung von Gitarren. Selbst der Klavier-Balladen-Tom der 1970er konnte mich nie so in Begeisterung versetzen, wie es zuletzt dem Gitarren-Tom von "Bone Machine" 1992 gelang, bevor er für das restliche Jahrzehnt Varieté-Musik fürs Theater machte. Mit "Mule Variations" hatte er 1999 bereits eine Abkehr angedeutet. Fünf Jahre später ist sie vollzogen. "Real Gone" ist in meinen Augen das Beste, was Tom seit den frühen 1990er gemacht hat. Ein Gitarren-Album!

An dieser Stelle muss der Name von Marc Ribot fallen, der hier in so gut wie jedem Stück die Seiten von E-Gitarren und Banjos auf vielfältigste Art und Weise zupft. Mal vibrierend, wie in "Make it rain", mal scheppernd wie in "Trampled Rose" oder dramatisch reduziert in "Hows it gonna end". Selbst ein reinrassiges Bluesrock-Solo findet sich in "Make it rain".

Eine weitere Erwähnung muss die Percussion-Arbeit auf "Real Gone" finden, die diesmal in Brain einem der weltweit Besten der Zunft übertragen ist und selbst im Rahmen von Toms langjährigem Schaffen in diesem Bereich absolut bemerkenswert ist. Verstärkung erhält Tom in der Rhytmus-Abteilung ausserdem durch seinen Sohn Casey, der immer wieder das Schlagzeug übernimmt und auf "Top of the hill" und "Metropolitan Glide" den Vater erstmalig mit Turntables begleitet.

Schließlich ist Tom selbst zu nennen. Was er auf "Real Gone" mit seiner Stimme macht, ist unglaublich. Zwischen Human-Beat-Box und Rap auf der einen, sowie sanft-gebrochenem Altmänner-Gesang und klagendem Blues-Geheul auf der anderen Seite ist alles dabei. Ein Ereignis.

Jedes der 16 Stücke ist ein Erlebnis, eine Entdeckungsreise ins Ungewisse, eine brachiale Erfahrung. Trauer, Wut, Verzweiflung, Zorn, Angst, Liebe - alles was die menschliche Emotionslandschaft an extremen Gefühlen zu bieten hat ist hier vertreten. Es fällt mir schwer, einzelnes heraus zu heben. Aber "Hoist that rag" sei hier genannt, "Sins of the father", das sehr minimalistische und doch so unglaublich Gänsehaut-erzeugende "How's it gonna end", das sanft-verklingende "Green Grass", das stampfende "Make it rain" und "Day after tomorrow", Toms erstes Anti-Kriegslied in einem Bush-Amerika im weltweiten Antiterrorkrieg.

Ich hatte mich im Stillen damit abgefunden, dass der Tom von "Bone Machine" Lebewohl gesagt hat. Aber hier ist er wieder. Reifer, mehr in sich ruhend - aber dafür mit einer Urgewalt als wären all die achtzehn Platten zuvor nur ein Warmlaufen für diesen Moment gewesen. Tom hat die Jahrtausend-Schwelle genommen als wäre sie nichts. Wie viele der alten Helden können das ernsthaft von sich behaupten?

---------------------------------------------------------

Dies ist der neunzehnte Teil meines Annäherungsversuches an den Waitsschen Kanon. Zum Vorgänger gelangen Sie hier: "Blood Money". Weiter geht es bei "Orphans - Brawlers, Bawlers & Bastards".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ekstase beim Meisterwerk, 18. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Noch nie hat sich eine CD so lange ununterbrochen in meinem Player befunden! Immer wieder entdeckt man Neues - für mich ist es sein absolutes Meisterwerk, eine Zusammenstellung der besten Songs, die er immer weggelassen hat, um sie hier bei REAL GONE zusammenzubringen. Es fällt mir schwer, meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen, aber ich kann mir einfach keine bessere Musik vorstellen als „Sins of the father", „Hoist that rag", „Make it rain", „How's it gonna end", „Don't go into the barn", „Green grass", „Day after tomorrow", „Trampled rose", „Shake it" und und und...Und beim Bonus Track sehe/höre ich mich selbst, wie ich beim Genießen von Tom Waits unübertrefflichem Album in Ekstase gerate. Unbeschreibliche Klasse und Genialität!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein alter ratternder Güterzug, 16. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Auf diesem Album verwandelt sich Tom Waits in einen alten ratternden Güterzug, der sich seinen Weg durch die Gluthitze der amerikanischen Südstaaten bahnt. Er scheppert und kracht sich durch 16 Songs, die es auf beachtliche 72 Minuten Gesamtspielzeit bringen.
Musikalisch besinnt sich Tom Waits mehr denn je auf den "echten" Blues der schwarzen Plantagenarbeiter, der im Gegensatz zum Blues des Pop aus echtem Leiden und echter Hoffnung entstand, während der Blues der Popkultur dies eher zur Schau trägt.
Trotz des tontechnischen Firlefanz ist dieses Album also vor allem eines: authentisch!
Für mich splittet sich die Platte in drei Kategorien von Titeln: extrem rhythmische, aber melodiöse (genial: hoist, shake, barn), extrem rhythmische, aber penetrante (hill, metro) sowie typische Waits-Balladen (sins,cnd).
Auch die penetranten, anstrengenden Titel tragen zum Charakter dieser CD bei.
Für so viele unzeitgemäße Ecken und Kanten kann es nur 5 Sterne geben!! Noch dazu sucht dieser kräftige, erdige Klang (meines Wissens nach) in der Popgeschichte seines Gleichen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen really back again, 5. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Endlich mal wieder eine Scheibe, die an die besten Zeiten (Rain dogs, Swordfishtrombone) rankommt. Man hatte schon das Gefühl Waits hätte vor lauter Berühmtsein das Experimentieren verlernt. Unbehauen, schräg - einfach gut.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tom Waits in Bestform, 5. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Gleich eins vorne weg: "Real Gone" wird kein Album sein, mit dem Tom Waits neue Fans gewinnen wird. -Und auch mit dieser Rezension wird vermutlich kein neuer Fan gewonnen. Letztendlich kann uns das, und Tom Waits schon zweimal, ziemlich wurscht sein! Sollen die Normalverbraucher hören was sie wollen. Ein richtig dreckiges Leben kennen die genauso wenig wie einen dreckigen Blues oder so 'nen richtig dreckigen...(na lassen wir das)! Was sollen die also mit dieser einzigartigen Message anfangen?
Seit der Captain (Beefheart) nur noch malt, und dass ist ja nun schon eine Weile her, brachte keiner mehr Musik und Text so auf einen Punkt wie Mr. Waits. Was am besten ist: Mit "Real Gone" zäumt Waits den Gaul auch musikalisch von hinten auf und besinnt sich auf Wurzeln von denen man als Hörer zwar ahnte, sie aber nie so zur Schau gestellt bekam. Basis ist nach wie vor jener chaotisch-schmutzige Blues, den man von Waits kennt. Als Zutaten werden nun allerhand instrumentale und vor allem auch menschliche Effekte/Laute hinzugefügt. Musik, die auf dem Hackklotz geklopft und durch den Wolf gedreht wird und dann so klingt, als würde sie unter einem Sattel mürbe geritten. Nur das Fleisch ist zäh. Es wird nie mürbe!!!
Irgendwie nähert sich Waits damit, ohne seine Eigenständigkeit zu verlieren, Beefhearts "Trout Mask Replika" an. Diesem ganz großen, ungemein wichtigen, aber auch "schweren" Album von Capt. Beefheart, das heute noch seinesgleichen sucht. Wer Tom Waits pur liebt, wird mit "Real Gone" seine wahre Freude finden. Rauh, hart, wild, dreckig und obszön.
-Jedes 'der Takes ist, ohne Ausnahme (kein Durchhänger!), ein Gewinn. Schmunzelnd kann man in Waits also nicht nur den legitimen Nachfolger eines Capt. Beefheart sehen, sondern auch den Nachfolger eines Charles Bukowski (in dessen wildesten Jahren). Waits lebt. -Und er lebt seine Musik. -Und es kümmert die Eiche nicht, wenn eine Sau sich an ihr reibt...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Real Gone
Real Gone von Tom Waits (Audio CD - 2004)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen