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4,3 von 5 Sternen
Mein Leben ohne mich
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69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2011
Es fällt mir schwer, einen Film negativ zu bewerten, der so viele VorrezensentInnen zutiefst berührt und begeistert hat. Ich bin vorbereitet auf wütende Kommentare; auf den Vorwurf ein gefühlloser Besserwisser zu sein.

Die zweifellos unsentimentale Bearbeitung des existenziellen Todesmotivs, die Filmpreise und das viele Lob haben große Erwartungen geweckt. Doch dann erging es mir mit der kanadisch- spanischen Produktion aus dem Jahre 2003 ähnlich wie der Mitrezensentin summernights. Ich fand den Film konstruiert, simpel, naiv und unglaubwürdig. Der Aufbau des Drehbuchs hat bei mir seine Wirkung verfehlt. Ergriffenheit und Tränen haben sich in Grenzen gehalten, obwohl einige gelungene poetische Szenen nachdenklich stimmen. (Wie würde ich selber reagieren, wenn mich völlig unvorbereitet die Nachricht trifft, dass ich nur mehr zwei Monate zu leben habe?)

Es gibt ein paar Regeln, die man beim Verfassen eines kunstvollen und packenden Drehbuchs nicht außer Acht lassen sollte, um auch in der zweiten Hälfte einer Erzählung Erstaunen und Faszination zu evozieren. Dazu gehört: Einige der zuvor aufgebauten Erwartungen des Zuschauers wieder zu verstören; und der Handlung überraschende Wendungen in neue Richtungen zu geben.

Isabel Coixet hingegen wickelt den Plot genau so linear und vorhersehbar ab, wie man es schon zu Anfang erahnt. Die krebskranke Ann führt schlicht ihre To-do-Liste aus, - genau nach Plan. Außer ein paar Attacken von Übelkeit kommt ihr dabei nichts und niemand in die Quere. Keine Unterleibsblutung, kein Kreislaufkollaps führt zur Aufnahme in die Notambulanz des nächsten Krankenhauses. (Es hätte dem Film gut getan, wenn sich die Autorin medizinisch etwas kundiger gemacht hätte.) Keine depressive Krise, kein Anfall von Verzweiflung. Und keine der fünf Vertrauenspersonen schöpft einen ernsthaften Verdacht, dass die Diagnose Anämie vielleicht vorgetäuscht sein könnte. Niemand besteht darauf, Ann zum Arzt zu begleiten, oder selbst einen medizinischen Befund einzusehen. Glaubhaft?

Trotz Mehrfachbelastung mit zwei kleinen Kindern, Berufstätigkeit und einer Tumorerkrankung im terminalen Stadium, gelingt es der Protagonistin problemlos, sofort einen netten Lover zu finden. Und natürlich kann sie die Treffen so geschickt organisieren, dass die Affäre von ihrem Ehemann unentdeckt bleibt. Es ist zwar die erste Außenbeziehung in ihrem Leben, doch es bringt ihre Gefühle nicht in Verwirrung, zwei Männer zu lieben. Glaubhaft?

Klar, es ist ein Spielfilm und keine Dokumentation, doch bei einem ernsten und tragischen Film, der naturalistisch angelegt ist (und nicht skurril oder parodistisch wie etwa "Das Beste kommt zum Schluss") hätte ich mir differenzierte Charaktere erwartet, mit menschlichen Widersprüchen, Schwächen und Fehlern. Statt dessen haben wir es mit eindimensionalen, schablonenhaften Figuren zu tun. Unsympathische Züge werden alle auf die Mutter polarisiert. Erwartungsgemäß erweist sich der Vater im Gefängnis als sanft und liebenswürdig. Sein größter Wunsch es ist, den Enkelkindern ein Paar selbstgemachte Schuhe zu schicken.

Regiefehler und sachliche Fehler kommen in fast jedem Film vor, und stören mich normalerweise nicht. Die zahlreichen Unachtsamkeiten und die mangelnde Sorgfalt in den Details haben hier jedoch meine Toleranzgrenze überschritten. Beispiel: Die sogenannten Siamesischen Zwillinge sind immer eineiig mit identischem Genom. Es kann daher nicht sein, dass das eine Kind ein Bub und das andere ein Mädchen ist.

Zum Abschluss die Meinung von S. Calhoun, - zur Frage, ob die Mutter ihren beiden Töchtern wirklich einen Liebesdienst erwiesen hat: I felt sorry for her two daughters who were never able to say goodbye. I would rather know the truth then be left in the dark and never given the opportunity to bring closure.
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112 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieser Film ist atemberaubend! Wunderschön und zugleich tieftraurig. Erzählt wird die Geschichte von Ann. Sie ist Mitte zwanzig, hat zwei kleine Kinder, und lebt mit ihrem Mann in einem Trailer-Park, einer Wohnwagensiedlung. Sie steht nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens, ihr Mann ist arbeitslos,ihre Mutter ist eine echte Furie und sie bringt die Familie mit einem nächtlichen Putzjob in der Uni durch. Eines Tages bricht sie zusammen. Im Krankenhaus erfährt sie nach langwierigen Untersuchungen das sie Krebs im Endstadium hat, und das sie maximal noch 3 Monate leben wird.
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Hier kommt jetzt die imaginäre Linie die diesen Film von allen anderen dramatischen und tragischen Filmen die es bisher gab trennt, denn Ann versinkt nicht in Apathie, sie fasst einen Entschluss: sie erzählt niemandem von ihrer Krankheit, selbst ihrem Mann nicht. Sie setzt sich in ein drive-in und schreibt eine Liste mit Dingen die sie noch erledigen, und vor allem erleben will vor ihrem Tod.
Zum beispiel für Ihre Töchter Kassetten mit Glückwünschen zu den Geburtstagen für die nächsten Jahre besprechen, ein Picknick-Ausflug mit der Familie an den Strand,eine neue Frau für Ihren Mann Dan finden(und somit auch eine neue Mutter für Ihre Töchter) und sich verlieben, die Liebe mit einem anderen Mann kennenlernen. Ann ist eine ,auch wenn es ein abgenutztes Wort ist, starke Frau, sie zieht ihren Plan durch, und am Ende des Filmes hat sie all das geschafft.
Vielleicht ist das auch der Grund warum der Film einen nicht todtraurig zurücklässt, sondern vielmehr mit einem leisen Lächeln im Gesicht, weil Ann selber das beste aus der ihr verbliebenen zeit gemacht hat.
Dieser Film ist so wunderschön, und verdient es von möglichst vielen Menschen gesehen zu werden, weil er uns unser Leben mit anderen Augen sehen lässt, und das ist meiner Meinung nach das beste was Kino bewirken kann!!!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2006
Der Film der spanischen Regisseurin Isabel Coixet widmet sich dem düsteren Thema Tod. Er erzählt die Geschichte von Ann, die erfährt, dass sie nur noch wenige Monate zu Leben hat. Sie bemüht sich, das bisschen Leben, das ihr noch bleibt, in Freiheit auszukosten; sie verschweigt es ihren Angehörigen, ihren Kindern und ihrem Mann. Statt dessen verfasst sie eine Liste mit denjenigen Dingen, die sie noch erleben möchte.

Sarah Polley spielt die Rolle der krebskranken Ann überzeugend. Wer am Ende des Film Tränen in den Augen hat, der hat sie wegen dieser anmutigen kleinen Lady, deren Welt leider nicht zulässt, den Luxus des Lebens noch so richtig auszukosten. Und so streift sie durch die Einkaufspassagen, betrachtet sich den Glanz der ganzen Konsumgüter, der, wie sie erkennt, nur deshalb da ist, um die Menschen von der nüchternen kalten Realität abzulenken - nämlich, dass wir alle einmal sterben. Was ihr bleibt sind allein sinnliche Erfahrungen; das Einatmen von Momenten, wie in Büchern, die sie nie gelesen hat.

Ein Punkt auf ihrer Liste ist, eine Affäre zu beginnen. Diese Beziehung hat einen sehr zarten Charme, da von Anfang an klar ist, dass dieses zarte Pflänzchen Liebe bald eingehen wird.

Darüber hinaus sollte festgehalten werden, dass der Film erfreulicherweise weitgehend von Kitsch befreit ist. Die Darsteller überzeugen, neben Sarah Polley vor allem Debbie Harry (die meisten kennen sie als Sängerin der Gruppe "Blondie") als Anns Mutter.

Und schließlich gelingt es Coixet, sehr schöne, poetische Bilder einzufangen. Es sind Phasen, in denen der Film innehält und die um Ann vorüberrauschende Welt aufzeigt.

Ein Stern muss allerdings abgezogen werden, denn trotz der Vielzahl an Momenten, die unter die Haut gehen, wirken wesentliche Elemente der Handlung - von der Affäre bis hin zur Nachbarin, die ebenfalls Ann heißt und die noch eine wichtige Rolle spielen wird - leider arg konstruiert. Konstruiert deswegen, weil diese Begegnungen arg zufällig sind. Coixets doppelter Boden, um den Film nicht zum düsteren Todesdrama zu machen, hätte besser entwickelt sein müssen.

Fazit: Der Film funktioniert - das werden alle bestätigen können, die spätestens mit Einsetzen des Abspanns das Taschentuch in der Hand halten. Aber auch die nicht derart sensiblen Gemüter dürfen sich über einen Film mit künstlerischem Anspruch freuen, der einige kleinere Filmpreise eingeheimst hat. Doch leider wusste die Regisseurin selbst nicht genau, wohin sie eigentlich will. Ihr Kompromiss, das Drama noch relativ hell zu gestalten, geht leider zu Lasten der gesamten Geschichte. Das ist schade, denn das Thema als solches, sowie dessen technische Umsetzung samt den darstellerischen Leistungen wissen zu überzeugen.
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Diagnose: Krebs, bösartig und bestenfalls noch ein paar Monate Lebenszeit. Der Arzt - eingebunden in eine sterile Krankenhauswelt und selber von ihr scheinbar abgestumpft - ist mit einem mal menschlich und lebensnah. Das läßt den Zuschauer aufwachen und einen Film ohne die üblichgen Klisches erwarten.
Ann, von der Diagnose völlig (und verständlicher Weise) aus der Bahn geworfen, ist Mutter zweier Kinder und eine Träumerin, die noch so viel erleben wollte. Und so beginnt der Film. In der kurzen Spanne eines Lebens entwickelt sich eine Komik nach der anderen. Szene um Sene sind angefüllt mit Leben zwischen dem Alltäglichen, warum nur steht am Ende der Tod? Doch die Konsequens, mit der der Film gedreht ist läßt ein anderes Ende nicht zu und so verläßt man das kurze Leben von Ann und geht in das alltägliche eigene Leben zurück - und vielleicht nimmt man etwas von ihren Ansichten mit in die eigene Wirklichkeit. Zu wünschen ist es.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2009
Als der Arzt Ann eröffnet, sie habe Gebärmutterkrebs und nur noch einige Monate zu leben, nimmt die Hausfrau, zweifache Mutter und Trailer-Bewohnerin die Nachricht mit unnatürlicher Ruhe entgegen und teilt das tödliche Geheimnis mit nieman­dem. Sie erstellt stattdessen eine Liste mit Wünschen, die sie sich noch erfüllen will: Sie nimmt Geburtstagsgrüße bis zum 18. Geburtstag ihrer Kinder auf, besucht ihren Vater im Gefängnis, sucht nach einer Nachfolgerin für ihren Mann und erfährt zum ersten Mal echte Liebe.
Ein Thema, mit dem man schnell in die Betroffenheitsfalle tappen kann, wird in diesem cineastischen Meisterwerk von Regisseurin Isabel Coixet überragend umgesetzt. Sarah Polley in der Hauptrolle der zweifachen Mutter und Liebhaberin spielt umwerfend, aber auch die beiden Kinder und (in einer Nebenrolle) ihr Arzt überzeugen. Die intensive Mutter-Tochter-Bindung, die die Mutter selbst nie erfahren hat, wirkt zu jeder Minute glaubhaft. Das Besondere: Dies ist kein Film, in dem der Zuschauer ununterbrochen zur Taschentuchkiste (höchstens ab und zu mal;-( greifen muss, eigentlich im Gegenteil: er macht einem (Betroffenen?) Mut durch die Kraft, die Ann in ihren letzten Tagen der Krankheit erfährt. Jedern Tag, jeder Moment ist kostbar (auch ohne lebensbedrohliche Krankheiten): diese Botschaft bringt der Film so unverbraucht und überzeugend rüber, dass er einem in traurig-schöner Erinnerung bleibt.
Absolute Empfehlung!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2006
Die Protagonistin Ann lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern, arm aber glücklich in einem Trailerpark. Gleich in ihrer Nachbarschaft wohnt ihre etwas nervige Mutter. Mit siebzehn bekam sie ihr erstes Kind und mit neunzehn ihr zweites.
Bei der nächtlichen Arbeit als Putzfrau wird ihr übel und sie lässt sich im Krankenhaus untersuchen. Nach mehreren gründlichen Überprüfungen steht es fest. Sie hat Krebs und dieser ist bereits zu weit fortgeschritten.
Hier beginnt Anns zweites kurzes Leben. Sie entscheidet sich für eine Art Doppelleben. Ihrer Familie ist sie weiterhin eine gute Mutter und Frau. Aber einen Teil ihrer Zeit trennt sie ab für sich selbst. Diese Trennung ist allgegenwärtig, sie die sterben wird, und die anderen mit ihren geborgten Leben.
Eine Prioritätenliste verschafft ihr Überblick, was sie alles noch erledigen möchte. Kontakt zu ihrem Vater herstellen, Geburtskassetten für die Kinder bis zum 18. Lebensjahr und sich noch einmal verlieben. Alles dies gelingt Ann ohne Eile, mit unsäglicher Ruhe. Ein Landvermesser erzählt ihr von fernen Orten, die sie niemals betreten wird. Aber sie kommt dafür an imaginäre Orte, die sie als weiterhin gesunde Frau vielleicht nie erreicht hätte.
Der Film lässt die Krankheit außen vor. Sie dient lediglich als Wendepunkt, für den Wechsel in Anns Leben. Was dann geschieht, wirkt altklug. Wie kann eine junge Frau solche „weisen" Entscheidungen treffen? Sie kann, weil sie verstanden hat was passieren wird.
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2005
Ein Film der zu Herzen geht. Ann ist Anfang Zwanzig als sie erfährt, dass sie nur noch ein paar Monate zu leben hat. Sie trifft darauf die Entscheidung, all das nachzuholen was sie in ihrem eher tristen Leben bisher versäumt hat.Wohnt sie doch in einem kargen Wohnwagenpark mit zwei kleinen Kindern von ihrem allerersten Freund und späteren Mann. Sie behält die Diagnose für sich und verwirklicht ihre Pläne, plant sogar schon für die Zeit nach ihrem Tod vor. Manche Leute könnten dieses Verhalten als egoistisch bezeichnen, betrügt sie doch ihren Mann obwohl sie zwei kleine Kinder hat. Man sollte dabei allerdings bedenken ob die Wahrheit in diesem Fall wirklich etwas verbessern würde. Ann entscheidet sich dafür ihren Kindern die schmerzlichen Monate und den Anblick der kranken Mutter zu ersparen, versinkt dabei jedoch nie in Selbstmitleid.
Mein Leben ohne mich ist ein Film, der einen mit der Realität konfrontiert und dabei nie unnötig in Sentimentalitäten versinkt. Es ist vielmehr die ehrliche Geschichte einer jungen Frau, die sich entscheidet auch mal für sich zu leben bevor sie stirbt, unabhängig von ihren alltäglichen Verpflichtungen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 2011
...löst dieser ruhige und oberflächlich unspektakuläre kleine Film aus - so gefühlvoll und doch lakonisch erzählt trifft er einen ins Mark, löst zum Nachdenken über das eigene Leben und Sterben an, erfreut wegen der wunderbaren Musikauswahl und den glaubwürdigen Darstellern. Am besten gefällt mir, wie liebevoll alle Figuren gestaltet sind und damit eine positive Identifikation zulassen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2008
Mit Superlativen soll man ja bekanntlich sparsam zu Werke gehen. Trotzdem muß ich es an dieser Stelle schreiben: "Mein Leben ohne mich" ist einer der Besten Filme überhaupt.
Dabei lief er mal wieder nur unter ferner liefen, ohne besondere Ankündigung, so dass nur der Zufall zu ihm führte. Aber nicht zum ersten Mal erlebe ich, wie genau diese Filme sich als besondere Perlen entpuppen.
Ich selbst habe wirklich nicht nah am Wasser gebaut oder bin ein besonderer Freund von Sozialdramen. Auch habe ich kein Fable für herzzerreißende Schmonzetten. Aber dieser Film hat mir nicht nur das Wasser in die Augen getrieben, mich lachen und schmunzeln lassen, sondern ging richtig tief. Immer wieder habe ich mir den Film angesehen, so dass mir immer neue Bausteine auffielen.

- erstklassige Dialoge
- schöne aber doch natürlich wirkende Darsteller
- langsame Schnitte, ruhiger Aufbau
- wirklich keine Peinlichkeiten, keine Plattheiten
- ein geschickter Soundtrack, der bei mehrmaligen sehen immer mehr Feinheiten offenbart

Wenn die alten Griechen das Theater als reinigendes Ritual bezeichneten, dann ist hier eine der ganz seltenen Übertragung auf den Film gelungen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2007
Ein toller Film, der über Ann erzählt. Sie erkrankt und hat nur noch 2-3 Monate zu leben. Doch der Film erzählt nicht über ihr Ableben, sondern über die Zeit, die ihr noch bleibt und was sie noch alles machen bzw. erledigen möchte.

Eine brilliante Darstellung von Sarah Polley (Ann), aber auch Scott Speedman (ihr Ehemann), Debbie Harry (ihre Mam) und Mark Ruffalo (ihr Liebhaber).

Dieser Film ist absolut nicht kitschig, schon weil er den Tod fast ausgegrenzt hat. Nicht gezeigt hat, sondern man hat nur über ihn gesprochen. Bewundert habe ich Anns Kraft, all die Dinge zu tun, die sie sich zuerst auf einer Liste aufschrieb, denn es blieb ihr ja nicht mehr viel Zeit. Und dann dass sie sich äusserlich immer stark zeigte, für ihre Familie da war. Die von allem nichts ahnte.

Ehrlich fand ich auch die Begegnung zwischen Ann und ihrem Arzt, der ihr ehrlich gestand, dass er Probleme damit hat, Sterbenden in die Augen zu sehen und ihnen zu sagen, dass sie nicht mehr lange leben.

Ich fand die Liste, die sie sich gemacht sehr gut und auch wichtig, bis auf den Punkt, mit anderen Männer zu schlafen und sich zu verlieben, da sie ja ihren Mann liebte. Aber das ist wohl Ansichtsache.

Wer schwer krank ist und die Kraft dafür hat, der sollte sich auf alle Fälle auch so eine Liste machen. Ich würde es tun.

Der Schluss war absolut perfekt für diesen Film, denn wie gesagt, er zeigt den Tod nicht. Er zeigte Szenen nach ihrem Tod, so wie sich Ann alles nach ihrem Tod vorstellte.

Dieser Film ist ein absolutes Muss, er ist nicht kitschig, und man muss auch nicht unbedingt heulen. Schaut ihn euch an.
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