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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Maßstäbe
Ich kann mich meinem Vorrezensenten nur anschließen - hier wird tatsächlich die große Kunst des Solo-Klavier-Konzert von Keith Jarrett (auf andere Art u. Weise) fortgesetzt. Meines Wissens gibt es keinen anderen Pianisten, der in dieser Liga mitspielen kann.
Mehldau geht allerdings einen anderen Weg als Jarrett: Wo letzterer meist (zumindest auf CD)...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2004 von Ulli E.

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7 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen als Solist zu dünn
Brad Mehldau ist ein hervorragender Begleiter. Er hat bei Josh Redman, Roy Hargrove und zuletzt bei Darek Oles("Like A Dream") Hervorragendes geleistet. Um allein einen Konzertabend auszufüllen, fehlt ihm jedoch die Gestaltungsmacht, die Tiefe und der unerschöpfliche Einfallsreichtum, den man etwa vom Meister dieses Genres, von Keith Jarrett, gewohnt...
Veröffentlicht am 28. Januar 2005 von hotswimming


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Maßstäbe, 21. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
Ich kann mich meinem Vorrezensenten nur anschließen - hier wird tatsächlich die große Kunst des Solo-Klavier-Konzert von Keith Jarrett (auf andere Art u. Weise) fortgesetzt. Meines Wissens gibt es keinen anderen Pianisten, der in dieser Liga mitspielen kann.
Mehldau geht allerdings einen anderen Weg als Jarrett: Wo letzterer meist (zumindest auf CD) ein Konzert in ein oder zwei große Teile gliedert (Eigenkompositionen) u. als Zugabe oft einen kürzeren Standard spielt, mischt Mehldau hier (bis auf ein Stück) Fremdkompositionen aus den Bereichen Pop u. Jazz. Zum Kernstück des Konzert wird "Paranoid Android" - in knapp 20 Minuten nähert er sich dem Thema (von Radiohead) u. entfernt sich wieder. Auch das eröffnende "Things behind the Sun" (von Nick Drake) stammt aus einem für Jazz-Musiker eher fremden Genre. Doch ist Mehldau überhaupt Jazz-Pianist...
Bei den frühen Mehldau-Aufnahmen hatte ich oft den Eindruck, er strotzt nur so vor Virtuosität und Spielfreude, neigt aber auch zur "Geschwätzigkeit" - den Melodieläufen konnte man kaum folgen u. der Rhythmus war oft diffus. Doch seit der Trio-CD "Different Places" ist Mehldaus Musiksprache vereinfacht, er improvisiert sparsamen u. wirkungsvoller, Texturen u. Klangfarben kommen besser zur Geltung. Auf dieser CD setzt sich dieser Trend fort. Er spielt häufig geradezu lakonisch, behält die Themen oft original bei u. entwickelt daraus organisch Neues.
Die Aufnahmequalität ist umwerfend gut - endlich eine Live-Aufnahme, die den Namen verdient! Der Flügels klingt wirklich nach Konzertsaal u. das Publikum ist zu spüren (sehr wenig Störungen allerdings).
Den Wechsel des Pianisten zum Label Nonsuch läutet Mehldau fulminant mit einer neuen Referenz-Aufnahme im Bereich Solo Klavier ein! Noch ein Tip: Im US-Store von Apple können weitere Tracks des Konzert runtergeladen werden (u.a. "50 Ways to Leave Your Lover"). Dies ist allerdings aus Deutschland nicht möglich...
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 15. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
Die Erwartungen sind natürlich groß, wenn Brad Mehldau, der wohl einer der prägendsten Pianisten der letzten Jahre war, ein Soloalbum vorlegt. War sein erstes, "elegiac cycle", eines der schönsten Soloalben überhaupt, sehr persönlich, introvertiert, klassisch geprägt, so präsentiert sich sein Solospiel hier gänzlich verwandelt. Bis auf ein kleines Intro spielt er ausschließlich Fremdkompositionen, und wenn man vermuten würde, dass er diese auseinandernehmen und neu zusammenbauen würde, so liegt man falsch. Mehldau nimmt sich diese Stücke und spinnt komplexe Linien darum, verwandelt Begleitungen in insistierende Tonrepititionen und baut oft Klanggebilde auf, dass es fast schwerfällt zu glauben, ein einziger Pianist improvisiere sie. So bei "Paranoid Android", das über fast zwanzig Minuten hin einen großen Spannungsbogen schlägt, fesselt, kocht, fast resignierend erscheint und dann doch wieder vor Kraft strotzt. Mehldau spielt dieses ursprüngliche Popstück mit der Sprache des Jazz, großartig, man vergisst fast den Ursprung und glaubt, diese Stück habe schon immer so klingen müssen, und nicht anders. "MonkŽs Dream" wird von ihm zu einer Tour de force gemacht, mit viel Einfallsreichtum und Witz gespielt, "From this moment on" zu einer treibenden Uptempoimprovisation, man wundert sich doch immer wieder, was aus vermeintlich totgenudelten Standards und bekannten, oft gespielten Stücken werden kann, wenn man einen Könner daran lässt. So auch bei "How long has this been going on?", das ganz schlicht, mit simpler Stridebegleitung daherkommt, aber mit sehr viel Liebe improvisiert ist. Und da schleicht sich am Ende doch tatsächlich ein Kinderlied ein...

Mehldau hatte wohl nicht einmal das Ziel, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Er hat vermutlich einfach versucht, aus den Stücken, die ihm am Herzen liegen, das beste für einen Soloauftritt zu machen. Und dabei ist er über sich hinausgewachsen. Selten gingen technische Fertigkeiten und kreative Ausführung eine Musik so eng Hand in Hand.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gipfel pianistischer Interpretationskunst, 17. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
Der Ort ist sorgsam ausgewählt. Die Stadt, in der Keith Jarrett 1996 eingerahmt von seinen kongenialen Begleitern eines der denkwürdigsten Triokonzerte der Jazzgeschichte aufnahm, ist Schauplatz einer Soloperformance, die zu noch höheren Weihen Anlass geben könnte. Brad Mehldau, zeitgenössisch das Maß aller Dinge am Jazzpiano, könnte sich mit seinem Album „Live in Tokyo" im musikalisch eher zarten Alter von 33 Jahren ein Denkmal der besonderen Art gesetzt haben. Erstmals scheint es einem dem Jazz nahe stehenden Pianisten gelungen zu sein, Standards aus Pop, Rock und dem quasi unvermeidlichen American Songbook derartig atomisiert und in eine neue - nennen wir sie die „mehldauische" - Sprache übersetzt zu haben, ohne die Themen in ihren Grundfesten zu erschüttern. Es ist schon unglaublich wie begreifbar und zugänglich Mehldau Nick Drakes „Things behind the sun" zelebriert; wie er von einem Intro ausgehend einen harmonisch fließenden Übergang zu Gershwins „Someone to watch over me" herzaubert. Wer sich jedoch auf eine ruhende, grundharmonische Performance ohne Ecken und Kanten eingestellt hat, wird mit den nächsten Tracks dieser Illusion beraubt. Zunächst mag es so wirken, als ob Mehldaus eigenwillige Porter- und Monk-Interpretationen durch den improvisatorischen Fleischwolf gedreht und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt werden. Doch spätestens bei „Monks dream", das mit einem genialen Break aus der Improvisation in das Songthema mündet, wird deutlich, dass hier ein neuer Gipfel der pianistischen Interpretationskunst erreicht worden ist. Die Grenzen zwischen Jazz, E-Musik und Pop und Rock verschwinden unter den Händen des sensiblen New Yorkers und finden ihren musikalischen Höhepunkt in der fast 20minütigen Darbietung des Radiohead-Klassikers „Paranoid android". Der Mann, der sein Trio in sphärische Höhen zu treiben im Stande ist, wächst - losgelöst von den Möglichkeiten seiner Mitstreiter - als Solist über sich hinaus. Nach Elegiac cycle ist mit Live in Tokyo nun das Werk entstanden, mit dem Brad Mehldau seinen Platz in Augenhöhe zu Monk, Jarrett und Evans manifestiert hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Extended Version, 1. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo [2cd] (Audio CD)
Ich habe schon eine 5-Sterne Rezension zur "Kurzversion" des Tokyo-Konzerts verfasst (siehe dort). Nun habe ich aus Japan die Doppel-CD bestellt, die sieben weitere Stücke enthält. Diese konnten bisher nur auf dem US-iTunes-Store runtergeladen werden - was allerdings aus Deutschland nicht möglich ist...
Um es auf den Punkt zu bringen - wer die Tokyo-CD liebt, wird um die Anschaffung dieser "Extended Version" nicht herumkommen. Alleine "50 ways to leave your lover" mit der dazugehörigen Einleitung wären es schon wert. Dazu kommen noch einige Mehldau-Kompositionen, die den vor allem lyrisch-melancholischen Stücken aus der "Kurz-CD" einen herben Kontrapunkt bieten. So ist das Gesamtwerk noch schlüssiger u. facettenreicher. Höhepunkt ist und bleibt allerdings das schon bekannte "Paranoid Android".
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knüpft da an, wo Jarrett aufhört(e), 3. Oktober 2004
Von 
Stefan Just "stefan_just" (Mühltal, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
Mit diesem Album führt Brad Mehldau die fabelhafte Tradition der Solo-Konzerte weiter, die bisher Keith Jarrett allein auf weiter Flur inne hatte. Dieser Fluss, diese Improvistionskraft, dieses Sich-Stellen dem Ausklingen eines Tones, dieses Erforschen der Zwischenräume, habe ich lange vermisst. Keith Jarrett konnte leider durch seine Krankheit keines dieser Solo-Wagnisse mehr eingehen. Diese Lücke und mehr füllt Brad Mehldau mit dieser Aufnahme, die zeigt, dass er nicht nur ein Berserker im Aneinander-Häufen von (tadellosen) Aufnahmen ist und eine Spürnase für das Auffinden kongenialer Spielpartner besitzt, sondern auch im Solospiel ein Publkikum von den Sitzen holen kann.
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5.0 von 5 Sternen schnell geliefert, prima qualitat, 7. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
BraD Mehldau is a one of a kind. interpretation of Paranoyd Android (Radiohead) is just phenomenal
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7 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen als Solist zu dünn, 28. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Live in Tokyo (Audio CD)
Brad Mehldau ist ein hervorragender Begleiter. Er hat bei Josh Redman, Roy Hargrove und zuletzt bei Darek Oles("Like A Dream") Hervorragendes geleistet. Um allein einen Konzertabend auszufüllen, fehlt ihm jedoch die Gestaltungsmacht, die Tiefe und der unerschöpfliche Einfallsreichtum, den man etwa vom Meister dieses Genres, von Keith Jarrett, gewohnt ist.
Mag sein, dass ich von Letzterem zu sehr verwöhnt worden bin. Wohlweislich verzichtet Mehldau in Ermangelung schöpferischer Potenz auf Eigenkompositionen; allein, dieser Mangel schlägt sich auch in der Ausgestaltung der Standards und tunes (u.a. Nick Drake und Gershwin) nieder, über die er improvisiert. Im Bestreben, die ausgetretenen Pfade stringenten grooves und klarer Linien zu verlassen, verhaspelt er sich und stolpert z.T. ungelenk arhythmisch durch die für ihn ungewohnten Freiräume.
Mehldau, bleib bei deinem Leisten! Als Teil der base section von Trompetern und Saxophonisten gereichst du jedem Album zur Zierde.
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Live in Tokyo
Live in Tokyo von Brad Mehldau (Audio CD - 2004)
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