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100 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnlich sorgfältige Literaturverfilmung
Schon das Buch ist sehr optisch geschrieben. Die literarische Vorlage entwickelt die Geschichte über lange Seiten aus dem Anblick eines sublim-provozierend angezogenen Mädchens auf einer Fähre über einen Fluss in Indochina. Ein Kleid, goldene Schuhe, ein auffälliger Hut. Und auch der Film lässt sich zu Beginn viel Zeit, die hinreißend...
Veröffentlicht am 13. April 2007 von Niclas Grabowski

versus
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen BD Version nicht wesentlich besser als DVD
... dieser Film hat mich vor Jahren mal zufällig in der ARD beim Zappen erwischt und ich bin hängen geblieben.
Was faszinierte mich an dem Film? Soweit ich mich erinnere, gibt es kaum Musikuntermalung und von der Erotik her ist dieser Film auch heute sicherlich etwas "altbacken" Trotzdem erotisiert er und die Art des Films macht einfach den Unterschied...
Veröffentlicht am 20. September 2011 von peterlustiger


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100 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnlich sorgfältige Literaturverfilmung, 13. April 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Schon das Buch ist sehr optisch geschrieben. Die literarische Vorlage entwickelt die Geschichte über lange Seiten aus dem Anblick eines sublim-provozierend angezogenen Mädchens auf einer Fähre über einen Fluss in Indochina. Ein Kleid, goldene Schuhe, ein auffälliger Hut. Und auch der Film lässt sich zu Beginn viel Zeit, die hinreißend süße Jane March genau in dieser Kleidung zu zeigen. Und man kann spüren, warum der reiche Mann nicht anders kann, als diese Kindfrau in sein Auto einzuladen. Und gleichzeitig nimmt man dem Mädchen aus schlechter Familie auch die Neugier und Abenteuerlust ab, dann tatsächlich in das Auto einzusteigen.

Die Beziehung, die sich dann entwickelt geht eigentlich gar nicht, so würden wir heute sagen. Sie ist weiß, er ist Chinese. Sie ist arm, er ist reich. Sie will Sex, er will Liebe. Sie ist zu jung, und er muss eine andere heiraten. Und ständig liegt ein Gefühl von Sünde in der Luft, von Illegitimität und Prostitution. Und doch scheint mit jedem Besuch im eigens gemieteten Apartment die Leidenschaft und vielleicht auch die Liebe größer zu werden. Aber kann aus einer solchen Beziehung etwas werden, wenn sich die eigentlich vorhandenen Konflikte und Spannungen nicht lösen lassen? Der Zuschauer ahnt schnell, dass all das nicht gut ausgehen kann. Aber vielleicht ist gegenseitige Hingabe gerade in einer ausweglosen Situation am schönsten.

Auch der Hintergrund dieser Geschichte ist sorgfältig dargestellt. Das ganze soll in Indochina vor dem zweiten Weltkrieg spielen. Man sieht den Verfall des französischen Kolonialreiches verkörpert in einer zunehmend verarmenden Familie, die aus dem Heimatland gekommen ist, um sich in der Fremde niederzulassen. Die aber feststellen muss, dass sich das Leben in die falsche Richtung entwickelt. Die äußeren Bedingungen, das Klima, die wirtschaftliche Lage, alles sorgt für die Desintegration der Beziehungen. Auch hier ahnt man schnell, dass es so nicht weitergehen kann, weder mit der Familie, noch mit den französischen Kolonien. Aber immerhin bekommen wir umwerfend schöne Bilder des Verfalls aus den Tropen zu sehen. Begleitet werden diese von Texten aus dem Buch von Duras, die im Original übrigens von Jeanne Moreau gesprochen werden, die wir in jungen Jahren in "Jules et Jim" kennen und lieben gelernt haben. Während sonst ein Off-Kommentar einen Film ruinieren kann, ist er hier großartig eingesetzt, zumal hier der Film noch eine weitere Ebene bekommt. Es spricht eine alte Frau, die sich hier an die Dramen ihrer Jugend erinnert. Man spürt - ja, jetzt wird es kitschig - Sehnsucht nach einer verlorenen Zeit in der Stimme.

Vielleicht ist der Film aber durch noch eine weitere Besonderheit berühmt geworden. Die Sexszenen sind nicht explizit, keinesfalls Hardcore, aber dafür wirken sie echt. Es ist der einzige Film, den ich kenne, in dem auch im Bett großartige Schauspielerleistungen gezeigt werden, und in dem der Sex zwischen den Darstellern mit den eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet korrespondiert. Gab es vielleicht wirklich sehr viel erotische Spannung zwischen den Hauptdarstellern? Vielleicht. Andererseits geht das Gerücht um, dass hier insgesamt fünf Bodydoubles für Jane March verwendet worden wären (wenn es mir auch schwer fällt, dafür die Szenen zu identifizieren). So oder so, die Wirklichkeitsnähe der Liebesszenen sorgte schon für einen kleinen Skandal, da Jane March gerade erst achtzehn war, als der Film gedreht wurde. Und das legte die Schauspielerin dann auch für den Rest ihrer kurzen Karriere auf das Erotikfach fest, aus dem sie dann nicht mehr entkommen ist. Schade eigentlich.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und die Liebe währet ewiglich., 5. Dezember 2006
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Die fünfzehnjährige Protagonistin lebt mit Ihrer Mutter und zwei Brüdern in der Nähe von Saigon. Es sind die zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und Indochina ist französische Kolonie. Aber der Familie geht es finanziell schlecht. Nach dem Tod ihres Mannes, hat die Frau das Familienvermögen heruntergewirtschaftet und ein Sohn sucht häufig die Opiumhöhlen auf.

Auf dem Weg ins Internat, auf einer Fähre, spricht ein dreißigjähriger Chinese die junge Französin an. Er ist gebildet, hat in Europa studiert und damit die entsprechenden Umgangsformen. Auch mit seinem Vermögen versteht er dezent zu beeindrucken. Das Mädchen auf dem Weg zur Frau, möchte das Abenteuer. Sie besucht das Stadthaus des Mannes regelmäßig und die Sache wird publik. Ein familiäres Essen in einem Restaurant mit dem Chinesen zeigt weit entfernt man voneinander ist. Das europäische Denken stellt sich über das des Chinesen. Und jener an Bildung und Kapital nicht zurückstehend, sieht sich ebenfalls überlegen, ohne es aber zeigen zu müssen.

Die äußeren Sachzwänge führen dazu, das die Familie mit Tochter nach Frankreich zurückkehrt. Auch der Chinese lebt nicht frei von Zwängen. Seiner Familie gehorchend muss er ein wohlhabendes chinesisches Mädchen heiraten. Das ihr Sex große Liebe war, wusste er schon länger, aber die kleine Französin bemerkt dies erst beim Abschied.

Indochina, bzw. jetzt Vietnam ist ein Land mit einer ganz persönlichen Stimmungslage. Gute Filme verstehen es diese zum Zuschauer herüber zu bringen. Dies ist ein solcher Film. Die Geschichte wird leise erzählt. Was auf den ersten Blick als moralisch verwerflich gelten mag, ist bei näherer Betrachtung die große Liebe zweier Menschen in einem ihnen fremden Land. Eine gelungene Romanverfilmung.
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58 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach himmlisch!!!!!!!!, 26. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Zum Inhalt : Es geht um ein 15 jähriges Mädchen (Jane March) in Saigon der 20er Jahre. Die Schulferien neigen sich dem Ende und so kehrt sie aus ihrem Dorf in Indochina nach Saigon zurück um dort ein Gymnasium zu besuchen. Auf einer Fähre über den Mekong begegnet sie einen wohlhabenden Chinesen (Tony Leung)der ihr anbietet mit ihm zu fahren. Trotz des großen Altersunterschiedes entwickelt sich eine erotische Beziehung zwischen ihnen. Doch nun muss sich das Mädchen entscheiden zwischen ihm und den sozialen Schranken die auch durch die Familie getragen werden...
Einer der sinnlichsten Filme die ich kenne. Selten wurde ein Tabuthema so erotisch umgesetzt. Filmisch wertvoll also kaufen!!!
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Liebesgeschichte, 23. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Der film spielt in indochina (ungefähr heutiges vietnam) der 20er jahre des 20. jahrhunderts. Damals war indochina eine französische kolonie. Jane March spielt eine 15-jährige französin, die gemeinsam mit ihrem bruder und ihrer mutter in sehr bescheidenen verhältnisen in indochina leben. Das mädchen hat es nicht leicht, ihre familie gibt ihr keine rechte orientierung, was sie mit ihrem leben machen soll. Da lernt sie auf der mekong-fähre einen 30-jährigen chinesen kennen. Sofort verlieben sie sich ineinander. Die liebe ist eigentlich gesellschaftlich unmöglich. Die chinesische minderheit ist meist wohlhabend, ihr liebhaber stammt sogar aus einer sehr reichen familie. Aber private beziehungen oder gar heirat gibt es nur innerhalb der chinesischen volksgruppe.
Doch die beiden liebenden stürzen sich einfach in die beziehung hinein, komme, was wolle. Wenn sie sich lieben sind einfach alle konventionen außer kraft gesetzt, es ist als ob die zeit angehalten würde...
5* für die schauspieler
5* für die liebe und erotik
5* für die märchenhafte stimmung und die schönheit des films.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen BD Version nicht wesentlich besser als DVD, 20. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber [Blu-ray] (Blu-ray)
... dieser Film hat mich vor Jahren mal zufällig in der ARD beim Zappen erwischt und ich bin hängen geblieben.
Was faszinierte mich an dem Film? Soweit ich mich erinnere, gibt es kaum Musikuntermalung und von der Erotik her ist dieser Film auch heute sicherlich etwas "altbacken" Trotzdem erotisiert er und die Art des Films macht einfach den Unterschied. Jane March gibt einfach eine wirklich gute Figur in diesem Film ab und faszinierend ist für mich nach wie vor die Erzählerin, die mal in der ersten und mal in der dritten Person erzählt ...

Ich habe den Film damals auf VHS im Original nachgekauft, dann habe ich ihn aus Frankreich auf DVD importiert (L'Amant, ohne deutschen Ton) und auch sonst überall im europäischen Ausland nach einer Sprachfassung mit deutsch gesucht. Leider ohne Erfolg.
Dann kam glücklicherweise die deutsche DVD Version auf den Markt, die ich dann sofort mein Eigen nennen musste.

Gestern habe ich dann in dem Laden mit dem Planeten und dem Ring drum rum den Liebhaber auf Blu-Ray gefunden. Voller Erwartung auf eine gute Bildqualität in meinen "Warenkorb" gelegt.

Die Ernüchterung kam zuhause dann relativ schnell. Das Bild gegenüber der DVD ist nicht so scharf, wie ich es theoretisch erwartet hätte. Teilweise recht grobkörnig, in dunklen Szenen mit einem unglaublich hohem Rauschanteil. Eine Verbesserung gegenüber der DVD also? Teilweise sicherlich, aber weit weit hinter meinen Erwartungen zurück.

Extras sind identisch mit der DVD Version, auch die Auflösung des Bildes. Was über BD Live noch zu erfahren ist, kann ich nicht sagen.

Aus dem Ton wurde von DD 2.0 = DTS HD 2.0 ... aber auf den Ton kommt es bei diesem Film sicherlich nicht an.

Wer also schon die DVD hat und und den Film nicht 'abgöttisch' liebt, der kann m.E. bei der DVD bleiben.
Die BD Version hätte wirklich besser sein können.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mitten ins Herz, 5. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

Dieser Film strahlt so viel knisternde, prickelnde Erotik aus, dass es fast weh tut. Der Film geht auf jeden Fall mitten ins Herz und niemand der ihn gesehen hat, wird ihn so schnell wieder vergessen.

Eine unvergleichlich romantisch-tragische Liebesgeschichte!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und mit Chopin kamen die Tränen., 1. September 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
" Der Liebhaber " ist eine Literaturverfilmung der gleichnamige Romans von Marguerite Duras . Regie führt Frankreichs Kultfilmer Jean- Jaques Annaud.
Da ich Duras Buch nicht gelesen habe, kann ich keine Vergleiche zwischen Roman und Film anstellen und beziehe mich in meiner Rezension ausschließlich auf den Film.
Die Handlung spielt in Vietnam in den 20er Jahren, wie man der Kleidung der Französinnen und den wenigen Autos, die man auf der Leinwand sieht, entnehmen kann.
Vietnam war zu diesem Zeitpunkt französische Kolonie.
In der Eingangssequenz der Films sieht man ein junges, weißes Mädchen( Jane Marche), das auf einem Schiff auf dem Mekong reist. Es ist sehr zart, auffallend hübsch, hat hellwache Augen und zählt noch keine 16 Jahre. Das Mädchen steht an der Reling. Es trägt über seinen zu Zöpfen geflochtenen Haaren einen Männerhut. Aufgrund seines Schmollmundes wirkt es trotz seiner Kindhaftigkeit sehr sinnlich. Mit seinem wollweißen Leinenkleid und den strassbesetzte Schuhen mit relativ hohen Absätzen verkörpert es optisch eine Lolita- ähnliche Kindfrau.
Das Mädchen ist auf dem Weg zum Gymnasium nach Saigon. In dieser Stadt wohnt es in einem streng bewachten Mädchenpensionat.
Seine französische Mutter und seine beiden Brüder leben auf dem Land, wo seine Mutter als Lehrerin tätig ist. Die Familie ist beinahe mittellos, weil man seine Mutter um ihr Geld betrogen hat und die Einkünfte, die sie als Lehrerin verdient bei dem ältesten Sohn verschwinden, der opiumsüchtig ist. Das Mädchen leidet unter dieser Familie. Es verachtet seine Mutter wegen ihrer Nachgiebigkeit dem ältesten Sohn gegenüber, den das Mädchen hasst. Es wünscht sich ein anderes, ein weniger hoffnungsloses Leben und möchte später Schriftstellerin werden, keinesfalls aber Mathematiklehrerin wie seine Mutter.
Auf dem Schiff begegnet ihm ein sehr gepflegt aussehender, junger Chinese( Tony Leung La-fei). Er trägt einen weißen Anzug, sehr gute Schuhe und ist offensichtlich der Besitzer der Limousine mit Chauffeur, aus der er aussteigt, um sich mit dem hübschen Mädchen zu unterhalten.
Der Chinese ist 32 Jahre alt, Junggeselle, kommt gerade aus Paris und ist auf dem Weg zu seinem Vater, einem reichen Kaufmann aus China. Obschon die Chinesen in Vietnam als Kaufleute das Monopol haben, werden sie von den französischen Kolonialherren als Menschen 2. Klasse betrachtet und eigentlich dürfte das, was in der Folge zwischen den beiden Personen geschieht, sich gar nicht ereignen, weil es den gesellschaftlichen Gepflogenheiten völlig widerspricht.
Der Chinese lädt das Mädchen dazu ein sich in seiner Limousine zu Schule fahren zu lassen. Während der Fahrt dorthin unterhalten sich die beiden und berühren sich beinahe zufällig an den Händen.
Das Mädchen ist von dem jungen Mann und möglicherweise auch von dessen Reichtum sehr angetan, fährt wenige Tage nach seiner ersten Begegnung mit ihm in eine seiner Wohnungen. Der Chinese erklärt ihm, dass sein Vater ihm diese Wohnung als Liebesnest eingerichtet habe, damit er sich hier mit seinen Geliebten treffen könne. Es sei üblich dass junge, reiche Chinesen mehrere Geliebte haben. Das Mädchen fordert den Chinesen auf mit ihm genau das zu tun, was er ansonsten mit seinen Geliebten mache.
Der junge Mann zögert, weil er befürchtet sich zu verlieben, woraufhin die Initiative von dem Mädchen aus geht. Der Chinese defloriert schließlich mit viel Einfühlungsvermögen das zarte Geschöpf. In dieser Nacht schlafen die beiden noch vielmals miteinander bei, weil ihre beiden Körper nacheinander verlangen, das gegenseitige, unbändige Begehren seinen Anfang nimmt.
Die Beischlafszenen sind ganz unglaublich ästhetisch und dabei sehr erotisch dargestellt, ohne eine Spur pornographisch zu wirken.
Die Erzählerin im Hintergrund, die die Gedanken des jungen Mädchens in der Retrospektive verbalisiert, spricht immer wieder von der zarten Haut des Chinesen und von den feinen Facetten seines körperlichen Seins, die wohl eher die weibliche Seite an ihm verkörpern. Ganz offenbar fühlt sich das Mädchen genau davon angezogen, ganz offensichtlich ist diese Zartheit der Grund, weshalb diese blutjunge Zarte sich dem wesentlich älteren Mann bereitwillig öffnet. Er ist ihr aufgrund seiner Zartheit vertraut.
Zwischen den beiden entwickelt sich während der dann folgenden Begegnungen, innerhalb derer sie immer wieder ihrer Lust frönen, eine tiefe Freundschaft. Sie berichtet ihm von dem Elend in ihrer Familie. Er erzählt ihr, dass er eine reiche Chinesin heiraten wird. Auch sagt er ihr, dass er sie niemals heiraten könne, weil sie keine Jungfrau mehr sei.
Dennoch bittet er seinen Vater um Erlaubnis das junge Mädchen anstelle der reichen Chinesin zu ehelichen, weil er das weiße Mädchen grenzenlos liebt. Der Vater akzeptiert diese Verbindung nicht, ihn berührt die tiefe Liebe seines Sohnes nicht.
Der Sohn unterwirft sich schließlich dem Willen seines Vaters, weil er von ihm materiell völlig abhängig ist.
Er erzählt dem Mädchen später von diesem Gespräch. Es entgegnet lapidar, dass die Entscheidung seines Vaters sinnvoll sei, denn es liebe ihn nicht und hätte sich früher oder später ohnehin von ihm getrennt. Die junge Französin kennt das Gefühl der Liebe nicht. Sie ist ohne Liebe aufgewachsen. Sie weiß das was zwischen ihr und dem Chinesen geschehen ist nicht zu deuten.
Als sie wenig danach erneut an der Reling eines Schiffes, das sie diesmal nach Frankreich bringen soll steht, nimmt sie die Klänge von Chopin wahr. Sie lauscht der Musik und jetzt beginnt sich ihr Herz zu weiten. Nun weint sie unsäglich , weil ihr bewusst wird, was dieser Mann ihr wirklich bedeutet....

Der mit Abstand beste Liebesfilm, den ich in meinem Leben gesehen habe.
Die beiden Hauptdarsteller spielen ihre Rollen überzeugend. Die Dialoge sind ausgefeilt und regen zum Nachdenken an. Die filmische Leistung ist hervorragend, insbesondere, was die Darstellung der Beischlafsszenen anbelangt. Toll gemacht.

Die Bild- und Tonqualität sind bestens.

Empfehlenswert!
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderschöner Film, aber wenig sinnvolle Extras!, 18. Oktober 2005
Von 
Michael Schaefer "chilterngreen" (Laudenbach a. d. B.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Selten wurde erwachende Erotik so stimmig und so natürlich ins Kino gebracht. Schön, dass es ihn nun auch auf DVD gibt. Noch schöner, dass sich darauf ein "Making of" befindet, welches sich beispielsweise nicht auf den vorherigen Import-DVDs befand. Dass sich Tobis jedoch nicht einmal die Mühe gemacht hat, für das "Making of" eine deutsche Untertitelung anzubieten, ist ein Armutszeugnis. Ich verstehe Englisch ganz gut, aber eben kein Französisch, weshalb große Teile dieses hochinteressanten (jedenfalls dort, wo ich es verstand), fast einstündigen Berichts für mich sinnlos war. Ein Interview, komplett in Französisch geführt, macht für mich wenig Sinn. Merkwürdig, dass andere Teile mit englischer Synchonisierung hinterlegt waren, aber eben nicht alle.
Fazit: Wunderschöner Film: 5 Sterne, vom deutschen DVD-Vertrieb lieblos daraufgepacktes Extra: 2 Sterne Abzug.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An excellent disc, 6. Januar 2012
Von 
John Chandler (Melbourne, Australia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber [Blu-ray] (Blu-ray)
The main film is English friendly with English and German dialogue and subtitles that are clear. This disc is better in every way than the DVD. It also has a very interesting 52 minute doco mostly in French accented English, but with some French and even a little Vietnamese, unfortunately it is without subtitles which is a pity as they are listed in the credits to the doco but do not appear. The disc is also all region but the doco is in PAL SD and may not be viewable in older NTSC units. The Lover is not available in other markets on Blu-ray so this is a real find and very good value.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr traurig, sehr erotisch, sehr schön, 12. März 2009
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Liebhaber (DVD)
Wenn ich mich dafür entscheiden müsste, den erotischsten Film zu benennen, den ich je gesehen habe, "Der Liebhaber" würde auf jeden Fall auf den vorderen Plätzen landen, wenn nicht ohnehin auf dem ersten, und das, obwohl der Hauptdarsteller überhaupt nicht mein Typ ist. Doch diese wunderbar reizvolle, traurige und tragische Geschichte - er sucht Liebe, sie Sex -, der Altersunterschied, die sozialen Barrieren, der latente bis offene Rassismus, die exotische Umgebung, die herrlichen Bilder und dann auch noch die sehr erotischen Bettszenen, die ich in normalen Film selten so authentisch und gelungen zu sehen bekam, all das kann einen schon sehr in den Bann ziehen. Und die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache ohnehin sehr gut. Ich kann den Film jedenfalls immer wieder sehen, so gut gefällt er mir. Eine klare Kaufempfehlung.
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Der Liebhaber
Der Liebhaber von Jean-Jacques Annaud (DVD - 2004)
EUR 10,99
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