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4.0 von 5 Sternen deutlich besser als andere filme!
die abwertenden meinungen vieler kommentatoren kann ich nicht teilen, vor allem beim vergleich mit anderen filmen. wer "the trench" (der schützengraben) oder "company k" (Kompanie k) gesehen hat, wird bei aller berechtigter kritik zugeben müssen, dass "the lost battalion" in einer anderen liga spielt. vor allem erzählt der film eine...
Vor 28 Tagen von michael veröffentlicht

versus
80 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Habe mehr erwartet
Nun gut, wir wissen daß ohne die massive US-amerikanische Waffen-und Materialhilfe der Erste Weltkrieg durchaus einen anderen Verlauf hätte nehmen können, aber daß ein einziges amerikanisches Bataillon kriegsentscheidend gewesen sein soll ist mir neu. Der Film ist nur peinlich: Vollkommen kampfunerfahrene US-Boys halten eine Stellung (welche...
Veröffentlicht am 1. März 2005 von Heiko Theobald


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80 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Habe mehr erwartet, 1. März 2005
Von 
Heiko Theobald (Rhaunen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Nun gut, wir wissen daß ohne die massive US-amerikanische Waffen-und Materialhilfe der Erste Weltkrieg durchaus einen anderen Verlauf hätte nehmen können, aber daß ein einziges amerikanisches Bataillon kriegsentscheidend gewesen sein soll ist mir neu. Der Film ist nur peinlich: Vollkommen kampfunerfahrene US-Boys halten eine Stellung (welche eigentlich ?)gegen tumbe deutsche Kampfmaschinen, die sich so gebärden als hätten sie nach vier Jahren Krieg noch den ersten Angriff zu führen. Der "all american sense" schweißt alle "tough guys" unterschiedlicher Nationen (Polen, Juden, Italiener, also alle die Grund haben in Zukunft etwas gegen die Deutschen zu haben) zu einer unwiderstehlichen Kampfgemeinschaft zusammen. Ergeben wird sich schon mal gar nicht, da unamerikanisch. Man kämpft auch noch mit einem handtellergroßen Granatsplitter im Rücken weiter als sei nichts gewesen, hat tagelang nichts zu trinken und zu essen, da die "dreckigen Hunnen" den Nachschub abgeschnitten haben, und wenn keine Munition mehr da ist haut man dem deutschen Flammenwerfersoldaten einfach eine in die Fresse was ganz einfach ist, da dieser eher so daherkommt als mache er einen Waldspaziergang und habe den Werfer nur versehentlich dabei. Plötzlich ist alles dann vorbei, der deutsche Offizier ( er schwärmt auch noch von den USA, da 7 Jahre dort gelebt !) guckt dumm in die Röhre, der Ami-General kommt urplötzlich mit seinem Cabriolet in den Wald getuckert, meint die Franzosen (natürlich)sind an allem schuld und verteilt schon mal im Geiste Orden. Der Major mit Herz für die Unterdrückten der Arbeiterklasse weigert sich im Auto mitzufahren, da er bei seinen Männern bleiben will. Sie rücken nach getaner Pflichterfüllung zu Fuß ab, aber mit geschlossenem Kragenknopf- versteht sich...
Oh weh, die Amis gewinnen schon wieder den Krieg. Den Film kann man sich getrost sparen.
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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublich schlecht, 27. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Die Handlung:
Die 77. Infanteriedivision wird zu einem Selbstmordeinsatz geschickt, erreicht ihr Ziel und hält die Stellung bis zum Schluss.

Dauer der ersten beiden Handlungspfeiler:
17 Minuten
Dauer des letzten Handlungspfeilers(Stellung halten):
1h11min, =Rest des Films.

Was bei alledem passiert:

bewusst BLUTIGE KAMPFSZENEN,

besonders BLASSE CHARAKTERDARSTELLUNG und

bodenlos BLÖDER PATHOS.

Und zwar Letzteres nicht einfach nur unangenehm oder nervig wie in vielen amerikanischen Filmen heut zu Tage, sondern wirklich derart plump und dumm, dass man sich sogar als Amerikaner schämen würde.
Meine Lieblingsszene: Der coole New Yorker sitzt, frisch vom Schlachtfeld weggefangen, einem deutschen "Top-Geheimoffizier" gegenüber, und behauptet als Finte, seine Kompanie hätte noch Vorräte für Monate. Obwohl der deutsche "Top-Geheimoffizier" eine Szene vorher das genaue Gegenteil festgestellt hatte, kauft er es ihm ab. Und garniert seine offensichtliche Dummheit mit "Toll! Ihr Amerikaner habt doch wirklich von allem immer mehr als genug!". Meint es im Film auch so.

Wem aber all so was nichts ausmacht, und wer sich gern nur einen historischen Kriegsfilm anschauen möchte, dem sei trotzdem ernsthaft abgeraten.
Denn die überwältigende Mehrheit des Films(!) passte gut in das Bilderbuch "Wie sich Klein-Erna den Krieg vorstellt". Warum? Na zum Beispiel deswegen: Im Krieg ist jeder Gewehrschuss auch ein tödlicher Treffer. Is ja logisch, sonst hätten Soldaten ja keine Gewehre. Sieht also wie aus? In vielen Szenen pirschen beispielsweise irgendwelche Soldaten durchs Geäst. Ein Schuss fällt, einer der Soldaten geht zu Boden. Die anderen verziehen schmerzlich das Gesicht, murmeln "nicht Jonny", und pirschen munter weiter. Nächster Schuss, "nicht Joe", nächster Schuss, "gerade Bill",...und so fort. Ungefähr so kann man sich auch viele Kampfszenen vorstellen.
Mag pingelig klingen, geht aber so richtig auf die Nerven. Wenn ich einen Film schaue, möchte ich nicht, dass der Film dümmer ist als ich. Denn das ist erstens schlecht und zweitens schwer.

Sollte man noch bemängeln, dass der Film bei all seinen ~200 Szenen aus der Sicht der deutschen Gegner ~5 Sprachsamples in deutsche Sprache aufweist, die ständig wiederholt werden? Und zwar in jeder Sprachfassung und in oft erfrischend wirrer Zusammenhangslosigkeit zur gerade gebotenen Szene?(Von deutschen Soldaten umzingelter Amerikaner steht allein mitten im Wald. Die Deutschen:"Runter vom LKW! Schneller!"). Sollte man noch erwähnen, dass viele Details nicht stimmig sind?(Nach 1930 entwickelte Waffen, z.T. falsche Uniformen, Namen des deutsche Generals/Nebendarstellers wechselt 3x im ganzen Film Panz/Prinz/Plotz) Oder reichen die paar unvermittelten Handlungssprünge, die einen unvorbereitet auf dem Sofa treffen, die Rückspultaste suchen lassen, und ein zart-kritisches "HÄ?" entlocken?

Nein, brauchts eigentlich alles nicht. So rate ich "Finger weg".
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eindimensional und klischeebehaftet, 23. Februar 2011
Von 
Ralf Raths "Raths" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Thema des Filmes bildet ein Gefecht, das tatsächlich in der ersten Oktoberwoche 1918 in Argonnen gefochten wurde. Im Rahmen einer drei Divisionen umfassenden Offensive führte Major Whittlesey das 308. Bataillon der 77. US-amerikanischen Infanteriedivision ins Gefecht, verlor jedoch durch seinen überaus raschen Einbruch in die deutschen Linien schnell die Fühlung zu den Flanken und somit jegliche Anlehnung. Auf den Befehl der Division, die ihm bewusst falsch suggerierte, die Flanken seien nicht zurückgeblieben, sondern im Gegenteil weit voraus, grub sich das Bataillon vor den deutschen Stellungen ein, um den Geländegewinn zu sichern und auf Entsatz zu warten. Fünf Tage wehrte das Bataillon dauernde Angriffe und Umfassungsversuche ab, ohne Nachschub oder Entsatz, aber unter schwersten Verlusten. Von über 500 Soldaten des Bataillons kehrten nach der Ablösung weniger als 200 aus eigener Kraft in zurück. Höchste Ehrungen und Beförderungen sollten als Trostpflaster dienen. Die agierenden Teilnehmer der Schlacht spielten sich in einer ersten Verfilmung 1919 zum überwältigenden Teil selbst - ein Vorzug, welcher der Version von 2004 leider nicht vergönnt war.

Filmisch steht das Werk in der Traditionslinie von "Saving Private Ryan" und den HBO-Produktionen "Band of Brothers" und "Sound of War". Eine bewusst verblichene Farbgebung, die unbewusst Historizität vermitteln soll, kombiniert mit einer oftmals direkt ins Geschehen springender, wackelnder Handkamera, erzeugt diese Handschrift. Allerdings erreicht der Regisseur Russell Mulcahy niemals die Virtuosität seiner Vorbilder und schon gar nicht die oftmals so bewunderte Intensität dieser Technik, so dass stets der Beigeschmack des stilistischen Plagiats bleibt. Dieser Eindruck wird untermauert durch die Tatsache, dass die Schauspieler, gleichwohl nicht völlig unbekannt, absolut mediokre Leistungen an den Tag legen ' ein Umstand, der auch bei einer Fernsehproduktion vermeidbar ist, wie "Band of Brothers" eindrucksvoll bewiesen hat. In der deutschen Variante wird diese Tatsache noch weiter verschärft, durch eine handwerklich desaströse Synchronisation, die dem Film den cineastischen Todesstoß versetzt, aber diesen Aspekt kann man in Zeiten der DVD bei Filmbewertungen getrost schwächer bewerten als noch zu Zeiten der VHS-Videos.

Die Ausstattung des Filmes ist nicht überwältigend, aber auch alles andere als billig. Der Löwenanteil des Filmes spielt ja ohnehin im Wald selbst und zeigt "nur" ein Infanteriegefecht, das ausstattungstechnisch ja naturgemäß recht genügsam ist. Aber auch in den Szenen, in denen andere Locations gezeigt werden, ist die materielle Ausstattung für eine Fernsehproduktion allemal mehr als gut. In der Darstellung bleiben die Themen "Verwundung, Körperlichkeit, Verstümmelung, Tod" seltsam unverbindlich. Zwar werden durchaus Leichen und Verstümmelungen gezeigt, doch stets nur so kurz, dass kein Eindruck entstehen kann - der Verdacht einer Alibifunktion drängt sich hier auf. Nur in den Nahkämpfen klingt dichte Atmosphäre an, und in wenigen Momenten wirken die Szenen wirklich bedrückend. Doch im Vergleich zu den Grabenkämpfen des immerhin 71 Jahre älteren "Im Westen nichts Neues" bleiben selbst diese Momente flach und schal. Ein Kunstgriff des Regisseurs ist es offenbar, immer wieder Szenen in den Film einzubauen, die bekannten Fotos oder Kunstwerken nachempfunden sind, und dem Betrachter so historische Verbindlichkeit des Ganzen suggerieren. Ebenso bedient er sich umgeniert im Fundus anderer berühmter Kriegsfilme - die Szene, in der der erste Angriff des Filmes vorbereitet ist, ist quasi eins zu eins aus Stanley Kubricks 'Wege zum Ruhm' adaptiert ' die Grenzen von Hommage und Plagiat verschwimmen hier zusehends.

Überhaupt ist "Lost Bataillon" geprägt und überladen mit Konstellationen, die dutzendfach aus den Klassikern der Kriegsfilme bekannt sind, und diese werden hier wie ein Rosenkranz abgearbeitet. Gleich zu Beginn wird das klassische Spannungsfeld zwischen menschlichem Truppenoffizier und gefühlskaltem Stabsoffizier etabliert. Diese macht dem unvermeidlichen Replacement-Humor Platz, als junge Soldaten ins Bataillon eingeführt werden. Nach dem die eigentliche Belagerungssituation hergestellt ist, die ja für sich schon das allerklassischste Motiv, nämlich die Gruppe in Gefahr darstellt, sind die Abfolgen noch schneller: Der "geführte" Soldat, der sich durch die verständnisvolle Hand des Offiziers geleitet im Gefecht selbst überwindet, findet sich da ebenso wie der sterbende Soldat, der den Offizier wiederum an seine Menschlichkeit erinnert. Bedeutungsschwangere Blicke auf gesammelte Hundemarken fehlen ebenso wenig wie die klassische Rettung in letzter Sekunde, das Bekämpfen eines Scharfschützen durch Selbstaufopferung oder das Duo von notorischen Spaßvögeln, welche die gesamte Gruppe motivieren.

Der Film leidet konsequenterweise auch an den üblichen Mängeln unorigineller Kriegsfilme: Bedeutsam gedachte Dialoge verkommen in diesem Setting beinahe zwangsläufig zu Küchenphilosophie, und der Versuch, dies durch Aktion zu kompensieren, endet in so oft beklagtem Supersoldatensyndrom. Die Charaktere des Films bleiben absolut farblos und machen keinerlei Entwicklungen durch. Die psychologischen Tiefen, die eine dermaßen extreme Situation schafft, und die auszuleuchten ein enormes Potential für den Film darstellt, werden komplett ignoriert. Am Ende bleibt ein Kriegsactionfilm übrig.

Zu den gewiefteren Konstellationen des Filmes zählt eine spannende Viererkonstellation der Verantwortung. Während sich auf der Ebene der Generale ein beinahe klinisches Duell der Geister abspielt, kämpfen die beiden Majore als Stellvertreter konkret gegeneinander, wobei die verschieden gearteten vertikalen Loyalitäten und horizontalen Faszinationen dem ganzen einen interessanten Aspekt geben. Allerdings fehlt ein Äquivalent auf der Ebene der Mannschaften völlig, da die einfachen deutschen Soldaten den gesamten Film über nicht zu agierenden Personen werden - sie bleiben Statisten des Gefechtsfeldes. Die beiden hohen deutschen Offiziere sind, gleichwohl sie uneingeschränkt als ehrenhafte, vernünftige Soldaten handeln, vermitteln aber unausgesetzt den Ruch der Wehrmachtsgenerale der amerikanischen Filme der 50er und 60er Jahre ' wenn der deutsche Major wegen einer Beteiligung am 20. Juli verhaftet worden wäre, es wäre gefühlsmäßig keine Überraschung gewesen.

Die historische Verortung der Handlung ist verbindlich - sie definiert sich über die dem Ersten Weltkrieg so unauslöschlich angedichtete Konstellation "Lions led by donkeys": Dabei stehen "Schlächter und Stümper im Generalstab" gegen "Aufrechte, menschliche Soldaten an der Front". Diese Konstellation bildet genau in "Wege zum Ruhm" die Bühne und Legitimation für das gesamte Schauspiel. Keine Rolle hingegen spielt Politik oder ethische Legitimation des amerikanischen Kriegseinsatzes, und das ist die große Stärke des Films: Zwar entspinnen sich Diskussionen über den Sinn des amerikanischen Einsatzes, aber es werden verschiedene Standpunkte und Motivationen deutlich, die eine Verklärung oder auch nur monokausale Legitimation vermeiden. Besonderen Rang nimmt daneben die integrierende Wirkung des Krieges ein. Das Bataillon besteht aus den verschiedensten Einwanderergruppen, die in New York präsent sind, aber die Belagerungssituation schweißt sie nicht nur zu einer "Band of Brothers" zusammen, sondern der Film legt deutlichen Wert darauf, dass auch eine nationale Identitätsstiftung stattfindet, ohne dabei jedoch in unkritisches Pathos zu verfallen. In diesem Punkt entfaltet die kleine Fernsehproduktion tatsächlich Kraft.

Wenn man sich der Berufskrankheit des Militärhistorikers hingibt, und den Film aus diesem Blickwinkel untersucht, rückt das Ende der Mängelliste in deutliche Ferne. Quasi die gesamte im Film gezeigte Kriegführung fängt nichts von dem spezifischen Charakter des Ersten Weltkrieges ein. Zwar wird zu Beginn des Filmes ein Angriff aus dem amerikanischen Stellungssystem gezeigt. Dieser jedoch findet völlig ohne Artillerievorbereitung statt, von deutschem Sperrfeuer ganz zu schweigen. Die Amerikaner überwinden das Niemandsland, brechen in die deutschen Gräben an einer Waldkante (sic!) ein und werfen die Besatzung heraus. In der nächsten Szene ist das Bataillon bereits tief in den Wald eingedrungen, ohne auf irgendwelche sekundären Verteidigungsstellungen getroffen zu sein, und rückt weiter vor. Hier wird ein Bild von einem Bewegungskrieg gezeichnet, der mit der spezifischen Kampfweise des statischen Grabenkampfes nichts zu tun hat. Im Verbund mit den oben beschriebenen filmischen Techniken kann der Zuschauer kaum erkennen, ob man sich 1918 in den Argonnen oder 1944 im Hürtgenwald befindet. Zwar ist hieran konkret nichts wirklich falsch, denn 1918 hatte der Krieg in begrenztem Maße wieder Bewegung gekannt, aber der vermittelte Eindruck der Kampfweise des Ersten Weltkriegs ist eben ein alles andere als repräsentativer. Das hätte man mittels einfacher filmischer Stilmittel besser lösen können.

In den Gefechten selbst wird eine chronische Krankheit amerikanischer Kriegsfilme erneut überdeutlich - man fragt sich zuweilen, wie die deutschen Soldaten überhaupt aus ihren Kasernen gekommen sind. Orientierungslos, deckungslos, in dichten Linien, taumeln die deutschen Infanteristen ein ums andere Mal auf die amerikanischen Linien zu, um entweder völlig unkoordiniert zu kämpfen oder ins Extrem des Salvenfeuers (1918!) zu verfallen. Von den über 300 gefallenen Amerikanern wird ca. ein Dutzend gezeigt, die Deutschen fallen en gros. Sogar die extra herbei gerufenen Stoßtruppen, die mit ihren Flammenwerfern aus dem Schatten der Bäume auftauchen wie leibhaftige Höllenengel, lassen sich so leicht niederkämpfen, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

Abgesehen von derlei taktischem Unsinn, finden sich im Film selber zuhauf schwerwiegende Fehler jenseits der nur dem Militariasammler auffallenden metaphorischen falschen Schnürsenkel. So haben z.B. die eingesetzten Schnellfeuergeschütze durchaus Rohrrücklaufvorrichtungen nur bewegt sich beim Schuss das Rohr keinen Millimeter - dafür entsteigen dem Lauf dicke, weiße Schwarzpulverwolken und die Granaten explodieren in korngelben Benzinexplosionen. Derlei Schnitzer sind nicht mehr nur das Refugium des kleingeistigen Fehlersuchers, dass sind veritable Goofs.

Die Sinnstiftung der Schlacht ist denn abschließend ähnlich gewagt. In einem Durchlauftext wird konstatiert, dass die Attacke des 308. Bataillons dazu "führte ['], daß die deutschen Verteidigungslinien zusammenbrachen. Fünf Wochen später war der Krieg vorüber."

Endlich haben wir monokausale Klarheit über des Kriegsende erlangt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirklich nicht zu empfehlen, 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Der Film ist wirklich nicht gut, unrealistisch und pathetisch, ohne Tiefgang und Aussage. Zum ersten Mal habe ich mir einen Kriegsfilm angeschaut, der nicht im Geringsten nachdenklich macht und einen auch überhaupt nicht ins Geschehen versetzt, weil man sofort spürt, dass alles ganz verkehrt dargestellt ist, und auch sonst nichts zur Identifikation reizt. Dadurch kann ich an der Handlung keinen Anteil nehmen. Die völlig konturlosen Deutschen wirken ohnehin wie Roboter, der deutsche Offizier wie eine schlechte (weil nicht besonders lustige) Karikatur, der Rest sind klassische amerikanische Soldatencharaktere, aber auch deutlich zu platt und schablonenhaft gezeichnet für meinen Geschmack. Nichts wirklich Persönlichen oder Anrührendes, alles irgendwie gekünstelt und fremd. Schade. Darüber hinaus ist die DVD-Version technisch entsetzlich schlecht gemacht und macht auch das Anschauen selbst noch nervig.

Habe mir den Film einmal angesehen und seitdem nie wieder, mittlerweile sind acht Jahre vergangen. Sei's drum. Wirklich nicht zu empfehlen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Also bitte,, 24. März 2008
Von 
S. Schilling (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
dieser Film ist weit davon entfernt, ein "Meisterwerk" zu sein!! Wahrliche Meisterwerke allerdings finden sich hier, unter den Kundenrezensionen zu diesem Machwerk. Danke! Der Film "The Lost Battalion - Zwischen allen Linien" dagegen ist einfach nur Schund - und zwar allererster Kajüte!!!

Meines Erachtens lässt sich die Aussage des Films auf folgende Punkte festlegen (nicht reduzieren):
1) Die Amis sind die besten Soldaten der Welt.
2) Süss und ehrenvoll ist es fürs Vater- oh, entschuldigung Ami-land zu sterben.
3) Geschichte / Zeitgeschichte ist irrelevant.

Ich weiss nicht so viel über den 1. WK - aber, dass 1918 deutsche Soldaten in LKWs an die Front gekarrt wurden??? NEIN!!! Selbst 1939 war die deutsche Armee nur zu 30% motorisiert. Die restlichen 70% sind gelatscht oder bestenfalls auf nem Pferde- Karren kutschiert worden.

Dieser Film ist ein schönes Beispiel für die Art Kriegs- Verherrlichung, die Ridley Scott im Audiokommentar zu seinem "Black Hawk Down" mit Recht weit von sich weist. Dieser Film ist gut geeignet die Art Kriegs- Begeisterung zu schüren, die in Bernhard Wicki's begnadeten Kriegsfilm "Die Brücke" eine ganze Schulklasse aufs Sinnloseste in einen grausamen (und gar nicht heldenhaften) Tod schickte.

Im Vergleich zu WK-1-Filmen wie "Im Westen Nichts Neues" und "Wege zum Ruhm" scheint "The Lost Battalion - Zwischen allen Linien" aus der Genrekiste "kriegstreiberische Propaganda" zu stammen; überbordend mit falschem Pathos und 3 Grundaussagen, die für meine Begriffe fern ab von Gut und Böse sind.

Hanebüchener Quatsch ganz einfach - und wer diesen Film zum "Meisterwerk" erhebt, dessen Kritikfähigkeit geht gegen Null!!Ein fürchterlicher Mist!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vergessen!!, 26. März 2008
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Ich kann mich den Urteilen der anderen nur anschließen. Der Film ist nicht der Rede wert und man braucht ihn auch nicht im geringsten gesehen zu haben. Tausend Klischees aus WK-2 Filmen treten hier nur im Kostüm des ersten Weltkriegs auf....Weder die Gefechte noch die allgemeine Aussage der Geschichte sind besonders hervorzuheben. Vielleicht höchstens ein Zeitfüller für Kriegsfilmliebhaber aber kein Meisterwerk und schon garnicht authentisch.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zweitklassiger, low-budget-Streifen, 6. August 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Enttäuschend! Trotz positiver Einstellung dem Film gegenüber war ich bereits nach 30 min von der Oberflächlichkeit gelangweilt.

Der Film brilliert durch die Wiederholung vieler Klischees, welche man schon in so manch anderen Kriegsfilmen gesehen hat. Schwache Charaktere und mäßige Schauspieler schafften es bis zum Ende nicht mich an Handlung noch an Personen zu fesseln. Dadurch kommt auch keine Spannung auf da es einem egal ist wie der Kampf ausgeht und wer dabei überlebt.

Wer auf formatfüllendes Abschlachten und realistische Stunts hofft, der hofft vergebens. Das haben andere Filme schon wesentlich besser dargestellt (James Ryan, Band of Brothers,...).

Kameraführung ist sehr einfach, die Filmmusik fast nicht vorhanden.

Pluspunkte gibt's für die authentischen Gerätschaften, Uniformen und sonstige Kleinigkeiten, welche zu sehen sind. Wenn man aber links und rechts der Gräben und Stellungen blickt, kann man das kleine Budget des Produzenten erahnen. Die andersartige Mentalität bei der Kampfführung anfang des 20.Jahrhunderts kommt zwar ein bisschen durch, die Versuche die Gedanken des einfachen Soldaten darzustellen scheitern aber vollkommen.

Kurz um: er ist's nicht wert!

Meine Empfehlung: LESEN! Wer sich für den ersten Weltkrieg in allen Details des Kampfes und des Überlebens (aus der Sicht des kleinen Mannes) interessiert verbringt seine Zeit besser mit dem Klassiker "Im Westen nichts Neues" von "Erich-Maria Remarque".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr Schade. Es war einmal ein guter Film, 6. März 2008
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Ich habe den Film vor etwa 10 Jahren schon gesehen, aber auf VHS. Die Fassung die ich dort sehen durfte, ist auf keinen Fall mit dem misst zu vergleichen was ich mir heute antuen musste.
Der ganze Film ist völlig kaputt geschnitten. Wichtige Dialoge fehlen komplett. Das fängt in dem Film schon bei der Einsatzbesprechung an und zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film.
Dem Film hätte ich damals ohne zu zögern 5 Sterne geben, aber da er so verunstaltet wurde und der ganze Tiefgang entfernt wurde bleiben leider nur noch 2 Sterne übrig.
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4.0 von 5 Sternen deutlich besser als andere filme!, 23. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
die abwertenden meinungen vieler kommentatoren kann ich nicht teilen, vor allem beim vergleich mit anderen filmen. wer "the trench" (der schützengraben) oder "company k" (Kompanie k) gesehen hat, wird bei aller berechtigter kritik zugeben müssen, dass "the lost battalion" in einer anderen liga spielt. vor allem erzählt der film eine wahre begebenheit und obwohl hier vieles typisch amerikanisch übertrieben wurde, halte ich ihn trotzdem für authentisch.
was einige kommentatoren angreifen, ist die tatsache, dass hier suggeriert wird, als habe dieses versprengte battalion den krieg an der westfront entschieden. tatsächlich waren die deutschen truppen im oktober 1917 an einzelnen frontabschnitten derartig geschwächt und abgekämpft, dass ein einziges feindliches battalion gereicht hätte, um durchzubrechen. man muss bedenken, dass die amerikaner hier frische, kriegsbegeisterte truppen in die schlacht werfen konnten, während im deutschen heer bereits die moralische zersetzung fortschreitete.
besonders gefällt mir im film die einschätzung des deutschen generalstabes über die kampfweise der amerikaner, wo es heißt, "die franzosen kämpfen geordnet, während die amerikaner einfach drauf los stürmen. sie tun nie, was sie sollen, nehmen keine rücksicht auf eigene verluste...". genau dieses planlose, irrationale handeln hat die deutschen truppen zusätzlich demoralisiert und dessen generalstäbe zur verzweiflung gebracht. während man auf den militärakadenien in deutschland, frankreich und england die strikte einhaltung von taktik und disziplin vermittelte, besaßen die amerikanischen truppen weder eine erkennbare taktik noch disziplin, so dass sie nicht nur für die deutschen, sondern auch für die eigenen verbündeten unberechenbar sein sollten; genau das zeigt der film auch sehr anschaulich.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn man den US Patriotismus nicht so ernst nimmt...., 26. Oktober 2004
Von 
berti2 "meggie" (Aalen, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Lost Battalion - Zwischen allen Linien (DVD)
Zur Zeit erfährt der Erste Weltkrieg zunehmendes Interesse als Urkatastrophe des 20sten Jahrhunderts. Hier dient er aber nur als Kulisse zur Darstellung US-Amerikanischer Heldentaten, obwohl er auf wahren Begebenheiten basieren soll.
Zum Inhalt: der Film spielt Ende des Krieges, im Oktober 1918 im Argonner Wald in Nordfrankreich. Die Amerikaner greifen mit 2 Divisionen, die Franzosen mit einer Division die deutschen Stellungen an. Die einzigen, die ihr Vormarschziel erreichen, ist ein amerikanisches Bataillon unter Major Whittlesey. Die an den Seiten vorgehenden Franzosen und restlichen Amerikaner bleiben im Feuer der Deutschen liegen und damit ist das vorgeprellte Bataillon isoliert. Stoisch und heldenhaft verteidigen die US-Boys, vorwiegend Juden, Iren und Italiener ihre Stellung, eine alte Mühle.Die Deutschen versuchen mit allen Mitteln, den Frontvorsprung zu bereinigen, was ihnen aufgrund der Heldenhaftigkeit der Underdogs aus New York natürlich unter kräftigen Verlusten misslingt.Letztendlich führt deren Ausharren zum amerikanischen Sieg auf ganzer Linie.
Ich kann mich den vorausgegangenen Rezensionen in dem teil anschließen, dass einfach zu viel US-Patriotismus mitspielt.
Die amerikanischen Truppen, die teilweise über keine Kampferfahrung besitzen, reüssieren über dt. Verbände, die seit geraumer Zeit im Einsatz stehen.
Außerdem fällt auf, dass im Laufe des Filmes bei den Nahkampfszenen fast immer die Boys gewinnen, was einfach unglaubhaft wirkt.
Der Film ist auf dem US-Markt entstanden, daher ist die einseitige Darstellung der amerikanischen Tapferkeit und die dt. Hinterhältigkeit, die einen wasser holenden Sanitäter erschießen, nachvollziehbar.
Die Kriegsszenen sind aufwendig nachgestellt, die Detailtreue bei der Ausstattung zu beachten. Der Film insgesamt dient aber mehr als Werbefilm für die US-Armee. Wer einen Antikriegsfilm erwartet, wird enttäuscht.Wer nach Kriegsaction sucht, wird hier gut bedient.
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The Lost Battalion - Zwischen allen Linien
The Lost Battalion - Zwischen allen Linien von Russell Mulcahy (DVD - 2004)
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