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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kongenial!, 4. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pigs of the Roman Empire (Audio CD)
Dieser Release ist weder mit einem der Melvins, noch mit einem von Lustmord zu vergleichen. Das absolute Maß der Kreativität wird hier ausgeschöpft und die verschiedenen klanglichen Bilder der beiden methodisch volkommen unterschiedlichen verfahrenden Künstler ergänzen sich perfekt. Während es die Melvins auf bewährt raue Weise krachen lassen (obwohl ihr Beitrag auf diesem Album kaum mit irgendeiner anderen Veröffentlichung verglichen werden kann), agiert Lustmord im Hintergrund. Oberflächlich monoton erscheinend, setzt sich die Musik Lustmords aus unzähligen subtilen, filigranen Klangflächen und Geräuschkulissen kunstvoll zusammen. Vor allem bei der langen elektronischen Einleitung des 23 Minuten langen Stückes "Pigs of the roman empire" kommt dieses Phänomen zur Geltung. Hier könnte man von einer eigenständigen Komposition sprechen: Extrem kunstvoll verarbeitet, nicht das kleinste Mosaikteil (wie es bei vielen Musikern dieses Genres, die oft serialistisch verfahren, vorkommt) ist zufällig. Der ganze erste Teil des Stückes klingt sanft und hat eine hohe emotionale Wirkung auf den Zuhörer. Doch mit dem Einsetzen der Melvins mit dem ersten desillusionierenden Riff, der lediglich aus fünf unterschiedlichen Tönen besteht und sich immer wiederholt, wird die Harmonie dieses Stückes abrupt verworfen. Natürlich trägt dieser extreme Kontrast zur Genialität des Wekes bei. Es folgt ein fast schon Dance-artiges Schlagzeugsolo und danach ein noch destruktieverer Riff, der sich noch länger wiederholt und kein Ende zu nehmen scheint. Das Stück schließt, so wie es begonnen hat, mit einer rein elektronischen, lustmord'schen Passage, in der einzelne (analoge oder synthetische, keine Ahnung) Stimmen zu einem scheinbar! chaotischem Chorgeflecht verarbeitet werden.Lustmords Musik ist zeitlos. Sie scheint in Raum und Zeit zu schweben, der Rhytmus, falls man überhaupt davon sprechen kann, spielt keine Rolle, zumal er vom Zuhörer gar nicht wahrgenommen werden kann, da die Musik aus viel zu vielen Details besteht um eine rythmische Struktur zu erkennen. Lustmord spielt also mit dem Unvermögen des Hörers und erfreut sich seiner Ohnmacht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hart heißt nicht unbeding schnell, 16. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Pigs of the Roman Empire (Audio CD)
Was für eine Mischung, die Langsam-Metaller Melvins, die, obwohl aus Seattle stammend, bei Grunge-Berichten gerne vergessen werden, und der Inustrial-Clown Brian Lustmord. Beide hört man heraus, letztlich werden aber Melvins-Fans eher auf ihre Kosten kommen.
Dieses Album wurde nahezu zeitgleich mit der Kollaboration mit Jello Biafra veröffentlicht, was für die Melvins ziemlich typisch ist, denn entweder herrscht Funkstille oder Albumschwemme. Eine kleine Talsohle, eine kreative, haben sie offenbar endlich und endgültig durchschritten. Vom Sound her unterscheidet sich diese signifikant von der Parallelplatte, von der Qualität her gottlob nicht. Was von den Melvins kommt, ist doomender, malmender Metal mit eindeutigen Merkmalen des apokalyptischen Trios, durchsetzt von seltsamen Fiepgeräuschen und rhythmuslosen Elektropassagen des Herren Lustmord.
Was man von dem halten soll, ist etwas schwierig zu sagen. Er stammt aus dem Umfeld von SPK und Current 93, hat also mit Leuten wie Graeme Revell, David Tibet, Steven Stapelton und auch Chris & Cosey zusammengearbeitet. Vom Neo Folk ist auf dem vorliegenden Album aber keine Rede, von seltsamen Geräuschen aber schon. Die stören nicht, sondern ergänzen die sowieso schon sehr dunkle Atmosphäre der Melvins. So düster kann Rock sein.
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