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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kopflastige Musik mit sehr dichter Atmosphäre
Da ist sie nun, die neue Kanteplatte. 4 Jahre lang hat es gedauert bis die Band, die auf "Zweilicht" "auf dem Weg zur Musik" war, bei der Musik angekommen ist.
Musikalisch ist die Platte für mich eher wenig überraschend, weil ich die letzte Kante CD "Zweilicht" kenne und "Zombi" ihr ähnelt. Das soll aber nicht...
Veröffentlicht am 17. August 2004 von Ôkami

versus
5 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gewollt - und nicht gekonnt
Was bei der ersten CD noch erstaunlich gut funktionierte - sperrige deutsche Texte und eine ausgefallene Orchestrierung - geht bei Zombi nicht mehr auf. Zu spröde und gewollt sind die Texte, oft mit hölzernen Stilblüten. Vielleicht liegt es auch an der glatten Produktion: man merkt, hier konnte eine Band im Studio einmal so richtig vom Leder ziehen. In der...
Veröffentlicht am 5. November 2004 von Ralf Frank


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kopflastige Musik mit sehr dichter Atmosphäre, 17. August 2004
Von 
Ôkami (Neustadt an der Weinstraße) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Limited Edition) (Audio CD)
Da ist sie nun, die neue Kanteplatte. 4 Jahre lang hat es gedauert bis die Band, die auf "Zweilicht" "auf dem Weg zur Musik" war, bei der Musik angekommen ist.
Musikalisch ist die Platte für mich eher wenig überraschend, weil ich die letzte Kante CD "Zweilicht" kenne und "Zombi" ihr ähnelt. Das soll aber nicht heißen, dass "Zombi" einfallslos arrangiert wurde. Man kann auf der Platte viele Musikstile entdecken: Ein klassischer Midtemporocksong wie "Zombi", Instrumentals wie "Baron Samedi", das einige Jazzeinflüsse aufweist, und "New Babylon", das die Platte eher disharmonisch ausklingen lässt, findet man neben sehr lyrischen Liedern wie "Schwaches Gift", "Im Inneren der Stadt" und dem sehr ergreifenden "Wenn man im Atmen innehält" auf dem dritten Kantealbum. Der erste Track "Moon, Stars and Planes" erinnert mich aufgrund der hypnotischen Gitarrenläufe etwas an Yo La Tengo. Es werden wie auf "Zweilicht" viele rock-untypische Instrumente wie Saxophone, Posaunen und Klarinette eingesetzt. Häufig findet man auch elektronische Klangelemente wie Synthesizer in den Songs, die aber das warme Klangbild nicht stören. Insgesamt kann man sagen, das Kante sehr vielschichtige und komplexe Musik macht, die aufgrund der manchmal eingestreuten Dissonanz und der Mixtur von sehr vielen Musikrichtungen etwas Zeit braucht, um sich im Ohr festzusetzen.
Peter Thiessen singt wie gewohnt etwas schräg, aber ich finde nicht, dass sein Gesang nervig ist. Ich denke auch, dass seine Stimme besser als auf "Zweilicht" klingt. Peters Texte sind wieder einmal sehr metaphorisch, aber diesmal noch düsterer als auf der Vorgängerplatte. Durch die gesamte Platte zieht sich das Motto "Zombi": Gemeint sind die Entfremdungsgefühle, die ein Mensch bei dem genaueren Blick auf seine Umwelt, der häufig die Wärme und Menschlichkeit fehlt, empfindet. Perspektivlosigkeit und Traurigkeit werden vor allem im Song "Ich kann die Hand vor meinen Augen nicht mehr sehen dargestellt: "Ich kann keinen Schritt mehr weiter gehen /Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen/Mir scheinen alle Möglichkeiten tote Alternativen/ich seh in Nichts noch eine Perspektive". Der Mangel an Menschlichkeit und die Tristesse in der modernen, seelenlosen, rein von Profitgier geprägten "Zombistadt" kommt zum Beispiel in "Wo die Flüsse singen" zum Ausdruck: "Da wo die Flüsse singen/ Da wo das Grau an Blau verliert/Wo Flugzeuge im Nebel kreisen/Im Blutgeruch der Schlachterei/ Da wo die Kinos Filme zeigen/Da wo die Wege sich verzweigen/In den Kreisen einer Schattenwirtschaft/Wo die Gerüchte zirkulieren/wo Schuldenberge Plätze tauschen" Mir gefallen die Texte sehr gut und ich mag es, wenn ich über einen Text etwas länger nachdenken muss, um ihn in meiner eigenen Weise zu interpretieren.
Wem "Zweilicht" gefallen hat, der dürfte auch an Zombi gefallen finden. Die unheimlich dichte und düstere Atmosphäre zieht sich durch die gesamte Platte. "Zombi" ist alles andere als gute Laune Musik und auch die verschlüsselten Texte und die eigenwillige Rhythmik sorgen dafür, dass "Zombi" keine Platte ist, die man als Hintergrundgedudel hören kann. Wer sich aber auf die Platte einlässt wird auf keinen Fall enttäuscht werden, denn auf dieser Platte lässt sich einiges entdecken - sowohl in textlicher als auch in musikalischer Hinsicht.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Gefühl, wenn man im Atem innehält, 31. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Kaum eine Platte hat mich so berührt heuer, wie Kantes "Zombi". Das Album, hat mich von Anfang an mit der Single "Zombi" interessiert, die sich mittlerweile zu einem stattlichen Hit entwickelt hat, und auch die stellenweise Platthiet der früheren Kante-Sachen inklusive dem allseits gelobten "Die Summer der einzelnen Teile"-Hits überwand. Aber der Vergleich muss gar nicht her, "Zombi" ist für sich ein grandioses Stück deutscher Popmusik. Sie mag nach Blumfeld klingen, nach Tomte, nach dem ganzen Hamburger Topf, aber "Zombi" steht aus diesem Szenario ganz eindeutig als eigenständiges Werk hervor, dass einen Zauber der Traurigkeit, und der Emotion entwickelt, wie ich ihn seit langem nicht mehr erfassen konnte. Was dieser Zauber ist, lässt sich nicht genau erkl#ren, die Bläser geben z.B. einen sehr angenehm berauschenden Touch auf die Songs, die eher lang sind, sich entwickeln, Landschaften malen, und Momente in die Ewigkeit ziehen. Wie auch die Lyrics es schaffen, in Kleinigkeiten wunderbare Welten zu offenbaren, was z.B. im meiner Ansicht nach schönsten Song "Wenn man man im Atem innehält" am besten vollbracht wird, wo das Berühren eines Blickes während ds Aufschlagens eines Lakens auf 5 Minuten derartig intensiv gemalt und ausgedehnt wird, dass ich mich frage, warum ich sooft derartige Momente des Alltags schlichtweg übersehe.
Vielleicht ist das auch die Moral des ALbums, wieviel wir übersehen in der Eile, im Eifer. Ganz abgesehen von der interessanten Idee der "Zombis", der "reichlich schlechten Scherze", dieses Generationenentwurfs(?), die der Titeltrack eröffnet hat. Auch eines der interessantesten "Wir" des Jahres.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album des Jahres, 8. November 2004
Von 
Bodo Elsel "autorhythm" (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Seit Jahren habe ich kein Album mehr so oft gehört, wie dieses Jahr die KANTE CD 'Zombi'. In den ersten 4 Wochen musste ich CD 2-3 Mal am Tag hören - sie macht meiner Meinung nach absolut süchtig. Obwohl auch schon 'Zweilicht' ein tolles Album war, hatte ich damals etwas Zeit gebraucht, um richtig reinzukommen. Bei 'Zombi' dagegen war ich von Anfang an fasziniert. Die Musik auf 'Zombi' hat eine unglaublich wunderschöne und dichte Atmosphäre, die Texte find absolut fantastisch. Die Musik mit irgendwas zu vergleichen, fällt mir schwer und daher lasse ich es einfach. Mein Tipp: Hört Euch die CD unbedingt mal an - am besten in Ruhe oder kauft sie gleich blind - es lohnt sich wirklich. PS: Gestern war ich übrigens auf dem KANTE Konzert und auch live ist die Band absolut empfehlenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kopflastige Musik mit sehr dichter Atmosphäre, 22. Dezember 2004
Von 
Ôkami (Neustadt an der Weinstraße) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Da ist sie nun, die neue Kanteplatte. 4 Jahre lang hat es gedauert bis die Band, die auf "Zweilicht" "auf dem Weg zur Musik" war, bei der Musik angekommen ist.
Musikalisch ist die Platte für mich eher wenig überraschend, weil ich die letzte Kante CD "Zweilicht" kenne und "Zombi" ihr ähnelt. Das soll aber nicht heißen, dass "Zombi" einfallslos arrangiert wurde. Man kann auf der Platte viele Musikstile entdecken: Ein klassischer Midtemporocksong wie "Zombi", Instrumentals wie "Baron Samedi", das einige Jazzeinflüsse aufweist, und "New Babylon", das die Platte eher disharmonisch ausklingen lässt, findet man neben sehr lyrischen Liedern wie "Schwaches Gift", "Im Inneren der Stadt" und dem sehr ergreifenden "Wenn man im Atmen innehält" auf dem dritten Kantealbum. Der erste Track "Moon, Stars and Planes" erinnert mich aufgrund der hypnotischen Gitarrenläufe etwas an Yo La Tengo. Es werden wie auf "Zweilicht" viele rock-untypische Instrumente wie Saxophone, Posaunen und Klarinette eingesetzt. Häufig findet man auch elektronische Klangelemente wie Synthesizer in den Songs, die aber das warme Klangbild nicht stören. Insgesamt kann man sagen, das Kante sehr vielschichtige und komplexe Musik macht, die aufgrund der manchmal eingestreuten Dissonanz und der Mixtur von sehr vielen Musikrichtungen etwas Zeit braucht, um sich im Ohr festzusetzen.
Peter Thiessen singt wie gewohnt etwas schräg, aber ich finde nicht, dass sein Gesang nervig ist. Ich denke auch, dass seine Stimme besser als auf "Zweilicht" klingt. Peters Texte sind wieder einmal sehr metaphorisch, aber diesmal noch düsterer als auf der Vorgängerplatte. Durch die gesamte Platte zieht sich das Motto "Zombi": Gemeint sind die Entfremdungsgefühle, die ein Mensch bei dem genaueren Blick auf seine Umwelt, der häufig die Wärme und Menschlichkeit fehlt, empfindet. Perspektivlosigkeit und Traurigkeit werden vor allem im Song "Ich kann die Hand vor meinen Augen nicht mehr sehen dargestellt: "Ich kann keinen Schritt mehr weiter gehen /Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen/Mir scheinen alle Möglichkeiten tote Alternativen/ich seh in Nichts noch eine Perspektive". Der Mangel an Menschlichkeit und die Tristesse in der modernen, seelenlosen, rein von Profitgier geprägten "Zombistadt" kommt zum Beispiel in "Wo die Flüsse singen" zum Ausdruck: "Da wo die Flüsse singen/ Da wo das Grau an Blau verliert/Wo Flugzeuge im Nebel kreisen/Im Blutgeruch der Schlachterei/ Da wo die Kinos Filme zeigen/Da wo die Wege sich verzweigen/In den Kreisen einer Schattenwirtschaft/Wo die Gerüchte zirkulieren/wo Schuldenberge Plätze tauschen" Mir gefallen die Texte sehr gut und ich mag es, wenn ich über einen Text etwas länger nachdenken muss, um ihn in meiner eigenen Weise zu interpretieren.
Wem "Zweilicht" gefallen hat, der dürfte auch an Zombi gefallen finden. Die unheimlich dichte und düstere Atmosphäre zieht sich durch die gesamte Platte. "Zombi" ist alles andere als gute Laune Musik und auch die verschlüsselten Texte und die eigenwillige Rhythmik sorgen dafür, dass "Zombi" keine Platte ist, die man als Hintergrundgedudel hören kann. Wer sich aber auf die Platte einlässt wird auf keinen Fall enttäuscht werden, denn auf dieser Platte lässt sich einiges entdecken - sowohl in textlicher als auch in musikalischer Hinsicht.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 24. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Ich hatte vorher noch nie etwas von Kante gehört und mir die Platte aufgrund der Kritik im Musikexpress, der sie als Platte des Monats gekürt hatte, gekauft. Was für ein Glück.

Wiedermal so eine Platte, bei der einem das Herz aufgeht. Seit nunmehr fast 2 Jahren läuft diese Platte immer wieder auf meiner Anlage und ich werde ihr nicht überdrüssig. Ersteunlich ist, das sie mir zu den verschiedensten Momenten und Jahreszeiten gefällt. "Zombie" wirkt im Sommer wie im Winter, bei Depressionen wie bei Freude.

"Zombie" ist ein echter Meilenstein unter den deutschen Tonträgern und muß unbedingt gekauft und gehört werden. Ich kann diese Platte uneingeschränkt empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartige Komposition, 31. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Einfach nur toll!
Mit dieser Platte haben Kante wieder gezeigt, dass Deutscher Postrock, oder wie man Solches bezeichnen soll, noch nicht verloren ist. Wer "Zweilicht" mochte, wird auch "Zombi" lieben! Voraussetzung ist, dass man sich die Zeit und Geduld nimmt, die CD in einem Stück und am besten nicht nur einmal anzuhören. Beim ersten Anhören war auch ich ein wenig verwirrt, da die Songs doch alles andere als gewohnt klingen. Doch nach Einsicht, dass "Zombi" eben keine Fortsetzung von "Zweilicht" ist, habe ich die CD jetzt auch nach wochenlang täglichem Hören noch nicht über! Bleibt mir die Hoffnung, dass nicht nur die Kritiker das Album und die Homepage (Super!!!) loben, sondern auch das breite Publikum Gefallen findet. Doch dies scheint, zumindest dem Publikumsandrang auf den Konzereten zu urteilen, (noch) nicht der Fall...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kühn, 15. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Ja, ein kühnes Unterfangen, diese Platte; muß man auch 6 Jahre nach ihrem Erscheinen noch sagen. Es braucht schon eine Menge Erfahrung, Vision und Selbstbewußtsein, um so etwas hinzukriegen und nicht glorios dran zu scheitern. "Zombi" ist die Steigerung von "Zweilicht" und seine Perfektionierung. Größer geht es nicht. KANTE verwenden in ihren Selbstdarstellungen den Begriff "Postrock", also darf ich das auch, und darüber bin ich ganz froh, sonst müßte ich im Dunkeln stochern auf der Suche nach Musikrichtungen, die ich nicht kenne, die aber in KANTEs Musik auf diesem Album eingegangen sind. Belassen wir's vorerst mal bei: eben Postrock, Indiepop/-rock, Jazz und (vor allem im letzten Track "New Babylon") für mich uninformierten Menschen nicht näher bestimmbare Musik aus fernen Ländern. So wie sich KANTE in ihren Songtiteln und Credits international geben, so klingt auch dieses Album. Es spannt einen atmosphärisch-inhaltlichen Bezugsrahmen, unter den die ganze Welt paßt und nicht nur ein Land, eine Szene, eine Reihe putzig beschriebener Befindlichkeiten, eine fiktive/reale Figur oder anderes Zeug, worüber man so Musik machen kann. Der lyrische, oberflächlich betrachtet altmodische Sprachuktus bildet einen mir höchst willkommenen Gegensatz zu Kumpelsprech-Lyrics von Gruppen wie z.B. SILBERMOND, die Texte beschwören in atmosphärischer Hinsicht die Magie eines intensiv gefühlten JETZT oder noch besser JEDEN MOMENT, meist in Kombination mit einem WIR ("Zombi", "Ich kann die Hand vor meinen Augen nicht mehr sehen", "Wenn man im Atmen innehält"), aber die ganze Platte ist überzeitlich und steht, wie man so schön sagt, für sich allein. In musikalischer Hinsicht beeindruckt die Reichhaltigkeit in den Arrangements (klassische Rockband-Besetzung + Holz- und Blechbläser, Keyboards, Percussions...), der eine transparente, wunderbar großräumliche Produktion jederzeit gewachsen ist. Es gibt ein paar wirklich ungewöhnliche harmonische Verläufe und durch die Bank lange, elegische Einheiten, aber nie entsteht das schale Gefühl von Unfokussiertheit oder Selbstzweck. Ich verbeuge mich vor KANTE und wundere mich, warum ich das ignoriert habe, als es erschien.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nacht an allen Tagen !, 29. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Limited Edition) (Audio CD)
'Zombie' beginnt und endet mit Instrumentals, die von in Ihrem pop-jazzzigem Arrangement die Brücke zum gelungenen Vorgänger 'Zweilicht' schlagen. Dazwischen liegen 45 Minuten, die einen atemlos lassen: glasklare Songstrukturen, und - neu - eine eigene und fremde Rhytmik, die in Verbindung mit den dunklen Lyrics einen Moll-Anstrich gibt. Vorbei sind die Zeiten vom spassig anmutenden 'Life on the Electric Avenue', denn Kante wollen die Nacht an allen Tagen ('Ich kann die Hand ...') ! Erinnert in der Umsetzung an 80er Größen wie A Certain Ratio oder an die Deutsche-Legende F.S.K., bleiben aber immer Kante mit Ihrer Fähigkeit herausragende Songs zu schreiben. Definitiv ein Meilenstein der deutschen Populärmusik.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Musikalisches Geistergewaber mit Zombis garniert ..., 4. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
"Zombi" heißt es also, das dritte Album von Kante. Es ist ein programmtischer Zombi, der wie ein Leitmotiv durch das Album geistert - und das ist schon mal eine ganze Menge - konsequent und vor allem brilliant umgesetzt.
Wo "Zweilicht" ein irrlichterndes Konzeptalbum war, pompös und wuchtig, mit dem perfiden Charme latenten Größenwahns und leider auch einer Menge geklauter Klangmotivik; so ist "Zombi" stringenter und homogener. Der Opener "Moon, Stars and Planes" erinnert entfernt an einen Zombi aus Air und Tortoise, das folgende "Schwaches Gift" ist ein textlicher und musikalischer Neun-Minuten Alptraum - und eines der besten Stücke des Albums.
Da gibt es wunderbare und schräge Rocknummern ("Zombi", "Warmer Abend"), eigenartige Popsongs ("Im Innern der Stadt" mit einem lustigen Kraftwerk-artigen Städtenamenrefrain) und in die musikalische Landschaft passende Klangexperimente, wie das sagenhafte "Baron Samedi" und das wirklich ergreifende "Ich kann die Hand vor meinen Augen ...".
Vier Punkte allerdings nur für die Texte. Das ist zwar schon runder, als auf den Vorgängeralben, und rutscht auch nicht mehr in die unfreiwillige Komik ab - aber das ist ein partieller Schwachpunkt dieser schon jetzt großen deutschen Band.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überalbum!, 14. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Zombi (Audio CD)
Musik, einfach nur pure fantastische Musik.
Kante stehen dafür zwar schwere aber auch atemberaubende Hörkost zu machen. So ist auch ihr drittes Album übersät mit Hochkarätern der Musikgeschichte und nun spielen sie endgültig in ihrer eigenen Liga. Denn was die Jungs zur Zeit musikalisch, spätestens seit "Zweilicht", fabrizieren ist sagenhaft und dieses Album, dass zum Thema die Vergänglichkeit ("Zombi"), das Leid ("Schwaches Gift"), den Schmerz ("Ich kann die Hand vor meinen Augen nicht mehr sehen"), die Ungewissheit ("Im Innern der Stadt") und dennoch auch die Hoffnung ("Wo die Flüsse singen") hat, ist einfach ein Pflichtkauf.
Nicht umsonst von Kritikern bejubelt, ist diese Platte ein Monument und hat momentan auch zurecht einen Stammplatz in meinem DVD-Player.
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