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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Kessel Buntes mit Maggiwürfel und Suppenkraut, 31. Oktober 2007
Gabriel van Helsing (Hugh Jackman) ist so eine Art Geheimagent des Vatikans. Nachdem er nebst vielen anderen Auswüchsen des Bösen auch Doktor Jekyll bzw. Mr. Hyde besiegt hat wird er vom Vatikan nunmehr beauftragt dem Grafen Dracula endgültig den Garaus zu machen. Der nämlich bastelt an Frankensteins Monster herum und versucht gleichzeitig massenhaft Nachkommen von sich selbst zu züchten, die dann logischerweise in Schwärmen die Welt überfallen werden. Van Helsing soll die alte Vampirjäger-Familie Valerious beschützen und Prinzessin Anna Valerious (Kate Beckinsale), die letzte ihres Clans, hilft ihm natürlich im Kampf gegen wirklich, wirklich abartige Monster, geliebte Werwölfe, hysterische Vampirgattinnen und den ziemlich nervtötenden Dracula himself. Allerdings ist dieser Kampf gar nicht so einfach und selbst der aufgeweckte van Helsing mit seinen unschlagbaren Waffen hat's in diesem Kampf nicht leicht und ein hoher Preis ist zu bezahlen. Soviel zur nicht gerade tiefschürfenden Handlung und nun zu Hugh:
Hugh Jackmann kann mir eigentlich in jeder Verkleidung und jeder Rolle begegnen, ich finde ihn immer klasse und so bin ich stets schon im Voraus entschlossen, seine Filme zu lieben. Dass er in diesem Film den namhaften Vampirjäger van Helsing mimt, ließ mir das Ganze nur noch verlockender erscheinen.
Also konnte ich beim Ansehen dieses Filmes unmöglich objektiv sein.
Und ich wollte es auch gar nicht. Schließlich kauft man sich so einen Film doch nicht um tiefbewegt den Abgründen der menschlichen Natur nachzuspüren sondern in der Hoffnung, dass man damit kurzweilig und vor allem unkompliziert unterhalten wird. Wenn man sich dann noch bewusst macht, dass Hollywood in den letzten Jahren immer häufiger auf komplexe Handlungsverläufe verzichtet hat und dafür lieber mit bombastischen und animierten Actionszenen aufwartete, dann hat man eigentlich die richtige Grundeinstellung um sich diesen Film ohne größere Frustrationen ansehen zu können.
Ich war also im Gegensatz zu der professionellen Kritikerwelt beim Ansehen des Filmes kein bisschen frustriert - allerdings auch kein bisschen fasziniert.
Hugh Jackmann ist wie immer sehr draufgängerisch und absolut männlich. Und mit krassen Waffen bis unter die Zähne bewaffnet spielt er einen klassischen Fantasy-Helden - ein Billy the Kid der Karpaten sozusagen. Kate Beckinsale ist sexy wie nie, wozu ihre äääääkstrem enganliegenden Kostüme natürlich einen großen Beitrag leisten ;-). Die Effekte sind atemberaubend, die Action nervenzerreißend, und das war's.
Denn die Ideen, so schräg und gruselig sie auch sein mögen, sind einfach nicht neu. Ja, man möchte meinen, das sei ein neues Eintopfrezept aus Hollywood:
Immer wenn dort die große Einfallslosigkeit ausbricht, schmeißt man kurzerhand alles was man schon mal hatte in einen Topf, rührt kräftig um und würzt es mit den üblichen Schockeffekten aus der untersten Schublade und ein paar Kampfszenen aus Großmutters chinesischem Kräutergärtlein. Dann einmal kräftig aufkochen lassen und wenn man Glück hat kommt ein passabler Eintopf dabei heraus. Im schlimmsten Fall aber hat man nichts weiter als eine aufgewärmte Suppe mit lauwarmen Innereien und zu viel Maggikraut.
Ähnliche Suppen hat Hollywood in letzter Zeit leider nur allzu oft gekocht. Unverdaulicher Mischmasch wie "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" oder "Brothers Grimm" liegen mir jetzt noch schwer im Magen und gemessen daran ist Van Helsing sogar eine Leckerei. Ja, von allen aufgewärmten Hollywood-Suppen ist Van Helsing mit Abstand die beste. Das ändert aber nichts daran, dass ich aufgewärmte Eintöpfe generell nicht mag und schon gar nicht wenn die Zutaten zusammengeklaut sind.
Außerdem war mir bis zum Ende nicht klar, ob ich nun einen tragikomischen Horrorthriller oder eine gruselig unwitzige Parodie gesehen habe. Vielleicht täte man in Hollywood besser daran, statt undefinierbare Eintöpfe zu kochen, sich mal kreative neue Rezepte auszudenken.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Actionreicher Auftritt diverser Monster!, 14. März 2005
Die Actionsequenzen überwiegen bei weitem die Gänsehaut verursachenden Gruselszenen. Van Helsing ist im Auftrag des Vatikan unterwegs, es liegt alleine an ihm und seinem technisch versierten Begleiter, Ordensbruder Karl, die Menschheit vor diversen Ausgeburten der Hölle zu bewahren. In der "Monsterparade" wirken mit - Mr. Hyde, Frankensteins Monster, Werwölfe, Vampire und deren Helfer die mich irgendwie an die Ewoks aus Star Wars erinnerten :-) Irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los - ich hätte es hier mit einem mittelalterlichen James Bond und dessen Erfindergenius "Mr.Q" zu schaffen - diesen Eindruck vermittelte zumindest der Rundgang durch Karls Werkstatt in den Kellergewölben des Vatikan. Die Handschrift von Regisseur Stephen Sommers ist unverkennbar! Wer "Die Mumie" und "Die Mumie kehrt zurück" gesehen hat, wird wissen welch Bombastisches Actionfeuerwerk, voller Spezialeffekte zu erwarten ist. Die Maskenbildner und Programmierer haben ganze Arbeit geleistet, Verwandlungen vom Normalbürger zum Werwolf oder Vampir sind so fließend gestaltet - ganz große Klasse! Kamerafahrten, Auswahl der Schauplätze, Beleuchtung, Leistung der Schauspieler - alles hätte mich bewogen 5 Punkte zu vergeben, wäre da nicht die Gänsehaut der alles überwuchernden Action zum Opfer gefallen und hätte die Musik besser weniger genervt und dafür mehr den Film "getragen"... aus diesen Gründen ein Stern Abzug.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5 Sterne für gutes Popcorn-Kino, 25. August 2006
Es zeugt für den einen oder anderen vielleicht von Tiefgang und Intellekt, wenn dieser eine oder andere den Film hier in seinen Grundfesten der fehlenden Logik und des nicht vorhandenen Tiefsinns auseinander nimmt und am Ende das Fazit: Unauthentisch/Unbewegend darunter setzt.
Dabei vergessen die meisten das dieser Film in der glorreichen Liga der flockig lockeren Popcorn-Unterhaltung zu Hause ist. Wohl gemerkt -->Popcorn-Unterhaltung<--.
Kameraführung, Schauspieler-Riege, Ausstattung, Effekte, Action-Cheographie, Atmosphäre und Dialogkonzept ist erstklassig.
Der Plot ist gelinde gesagt ein wirrer Spagetti-Haufen. Keinerlei Tiefsinn, keine Logik und nicht wirklich durchdacht.
Man muss nicht nachdenken, sondern sich einfach nur unterhalten lassen und dieser Film provoziert die gewünschte Wirkung. Von Nostalgie, über Blödelei hin zu locker luftigen Epik. Der Film nimmt sich mit den gewählten Stilmitteln selbst auf's Korn ohne dem Zuschauer zu suggerieren welch einen gequirlten Mist er hier eigentlich sieht.
Es ist ein Film über Vampire, Vampirjäger, Werwölfe, Igors, Frankenstein und sein Monster. Kein wohlgesittetes, aufwühlend kritisches bahnbrechendes Kino, sondern einfaches Popcorn-Kino der alten Schule aufgepeppt mit gutgelungenen Effekten und herrlich überzogenen Charakteren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Atmosphärischer Fantasie-Film, 31. Dezember 2009
Grundsätzlich ist ein Film nur ein Film. Man versuch innerhalb einer Zeit eine Geschichte zu erzählen und zu einem Ende zu bringen. Viele Scenen, besonders der Actionteil (in Van Helsing z.b. die Sache mit den Seilen) ist schlicht und einfach ein Zugeständnis an den Film.
Ich liebe den Film. Warum? Steht unten.
Der Film Van Helsing stellt das Thema Dracula anders dar, als in den vorhergehenden Dracula Verfilmungen. Ist er deswegen schlecht?
Zugegeben, die Farben und Helligkeit -Wahl ist zwar sehr atmosphärisch aber nicht besonders unheimlich- passt aber einfach ins Gesamtwerk.
Ich bin wahrscheinlich auch der einzige der Dracula (Richad Roxburghgut) gut findet. Besonders die Scene wo er sagt, er empfindet, keine Angst, Freude, er ist leer und wird ewig leben, war sehr gut gespielt (auch mit deu-Sycro), auch seine Art so zu spielen gehört zu diesem Film (ist ja auch kein Christopher Lee Dracula Film, mag ich ebenfalls).
Mir gefällt besonders der Aufbau des Films, er wirkt wie aus einem Guß.
Am Anfang wird in s/w Dracula, Frankenstein mit dem Monster, vorgestellt und in Verbindung miteinander gebracht, dann wird der Charakter Van Helsing vorgestellt und danach die Nebenstory mit dem Werwolf. Erst dann fängt der eigentliche Part eigentlich an. Auch das Ende finde ich ist gelungen, nah gut, ich hätte Anna Valerious vielleicht anders sterben lassen, das ging mir dann doch ein bisschen zu fix. Egal.
Unlogisch ist der Film keineswegs. Alle Charaktere haben ihre Aufgabe in der Geschichte, dies wird ja in den ruhigen Momenten erklärt. (an die Leute die, diese Momente für langweilig fanden).
Viele fragen sich, warum Dracula seine Kinder auf so umständliche weise zum Leben erwecken muss, wo es doch auf dem Maskenball ebenfalls Vampire gibt:
- Vampire leben ewig, das heißt aber nicht, dass sie fähig sind sich fortzupflanzen. Im Film wird ja gesagt, das die Kinder von Vampiren tot geboren werden.
Einige Fragen sich auch was die vielen Seile beim Schloss Dracula zu suchen haben.
Die Seile sind Stromleitungen zu die "Brutbeuteln" und zu Frankenstein Monster.
Das sind nur Beispiele, aber fast alles ist erklärt.
Alle Schauspieler machen ihre Sache gut und fügen sie nahtlos ins Geschehen ein.
Besonder Hugh Jackman ist wie für die Rolle des Van Helsing geschaffen, und übernimmt eindeutig das Kommando. Aber auch Kate Beckinsale ist mehr als nur schmuckes Beiwerk. Und Sidekicks wie der Ordensbruder Carl (David Wenham) runden die Sache ab.
Animationstechnisch ist der Film, auch im Bezug auf neuere Filme, auf der Höhe der Zeit. Im sehr guten Bonus material wird gezeigt, was animiert wird und was eben Natur (Gesichter der Bräute bei der Verwandlung, Teil des Schlosses, das Dorf usw.) ist. Im film selber tut man sich schwer, zu sehen was aus dem Computer stammt und was nicht. Ich rede nicht von die Wesen, wo wir alles wissen, dass sie nur vom Comp erzeugt werden können.
Aber auch bei Mr. Hyde wurde nahezu jede Falte im Gesicht animiert. Zum Vergleich, vergleicht sein Gesicht mit den AnimGesichter in Avatar, die durch modern ste MotionCapure Technik entstanden sind, aber denoch lebloser wirken.
Über die Figur des Mr. Hyde an sich, kann mann natürlich streiten, aber sie dient nur dazu Van Helsing zu beschreiben.
Auch beim Werwolf wurde jedes Haar animiert. Viel besser gehts nicht.
So das wars. Ich bin beileibe kein guter Kurzschreiber und Fehler können behalten werden.
Tschüss
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Was ist das für ein Dracula?, 8. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Ehrlich gesagt, erwartet man von Regisseur Stephen Sommers mehr. Als ich "Van Helsing" gesehen habe, war ich sehr enttäuscht. Allein der Darsteller von Graf Dracula ist ein Witz. Meiner Meinung nach, ist Dracula total falsch besetzt worden. Wo sind die alten, feinen Schauspieler, die den Grafen furchteinflösend und gleichzeitig charmant dargestellt haben? Überhaupt strotzt der Film "Van Helsing" nur so von Effekten, so dass die Gruselatmosphäre zerstört wird. Viel zu übertrieben und sinnlos hat man hier einfach irgendwelche Effekte reingehauen. Ich habe nichts gegen Special Effects, aber sie dürfen nicht übertrieben werden und sollten auch in den entsprechenden Filmen eingesetzt werden. Nicht einmal der Humor ist zum Lachen, einige Szenen sind teilweise richtig lächerlich. Und dann redet man dennoch von einem Gruselfilm? Es gibt nichts zum Fürchten und nichts zu lachen. Hier scheint der Regisseur nach dem Motto: "Die Effekte machen den Film" gehandelt zu haben.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gewichtiger HD-Titel, 19. Februar 2007
Natürlich ist "Die Mumie"-Regisseur Stephen Sommers diesmal nicht gerade der cineastische Meilenstein gelungen, der Witz und Charme, den Sommers einst mit den beiden "Mumie"-Filmen schuf, ist schwer einzuholen.
Und doch hat "Van Helsing" mehr zu bieten, als die Kritiken über ihn bisher äußerten. Der Film ist kein Oscar-Schwergewicht, hat aber durchaus seinen Anteil an der Tatsache, das HD-Filme immer mehr Menschen begeistern.
Da sicherlich viele Besucher den Inhalt nicht nur kennen, sondern eine detaillierte Screenplay-Interpretierung schon in anderen Rezensionen gesehen haben, beschränke ich mich hier auf die Unterschiede zwischen HD-DVD und Standard-DVD Version, denn diese sind in der Tat enorm:
Der Ton:
Nicht nur die kompositorische Seite ist abwechslungsreich: Die geschickt platzierten Soundeffekte passend zum aktuellen Filmgeschehen sind ebenso wirkungsvoll wie der voluminöse Soundtrack. Die Kanäle werden alle exakt angesprochen, lediglich der Bassanteil konnte etwas voller sein. Alles in allem aber spielt der Sound in der oberen Liga ohne Mühen mit und schafft noch etwas mehr Präsenz als der DVD-Ton!
Das Bild:
Stephen Sommers und sein Team haben sich zu meiner Überraschung dazu entschlossen, den Film nicht im Cinemascope-Format (2,4:1) sondern im Widescreen (1,7:1) zu präsentieren. Das heißt: Es gibt ein Fullscreen HD-Bild!! Der Transfer ist sauber, Bildrauschen und Bewegungsartefakte sind nur sehr selten auszumachen. Der berühmte "60 Hz-Ruckler" ist bei speziellen Kamerafahrten (z.B. im Gebirge) beim genauen Hinsehen auszumachen, aber stört den Gesamteindruck nicht wirklich. Die Farben sind kräftig, fallen aber im Vergleich zur HD-Referenz "King Kong" etwas ab. Dennoch sind sie präsent und lassen die Muskeln spielen. Der Kontrast geht für eine Widescreen-Portierung mehr als in Ordnung: Er ist gestochen scharf, vor allem bei wichtigen Nah-Kamera-Aktionen und bietet beeindruckende Tiefe bei Panorama-Aufnahmen. Besonders hier hatte die DVD-Version so ihre Probleme, welche nun vollständig beseitigt sind! Die VC1-Komprimierung leistet sich während des ganzen Filmes keine nennenswerten Schwächen, besonders wenn man bedenkt, das noch viel Platz auf der Disc für die Extras behalten wurde.
Die Extras:
Zwar liegen sämtlich Bonus-Materialien nur in Standard-Auflösung vor, doch im Gegensatz zur HD-Version von "King Kong" zeigen sich die Produzenten sehr spendabel: Unzähliche Extras wie Outtakes, Stories, Kommentartracks und Featurettes runden die HD-DVD ab. Es gibt leider kein HD-exklusives Material, dafür aber erfährt man noch ein paar Wissenwerte Infos. Das HD-DVD Menü ist schlicht gehalten, zweckmässig und Übersichtlich und läuft etwas runder als bei King Kong und Mission Impossible III, bettet sich aber vom Grunddesign bei Abruf gut in den laufenden Film ein.
Fazit: Sehr gute HD-DVD, die den Vergleich zu den Referenzen (King Kong, Batman Begins) nicht zu scheuen braucht.
Bild: 9/10 Ton 8.5/10
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Van Helsing, 3. Juli 2004
Dieser Film hat in mir teils sehr zwiespältige Reaktionen ausgelöst. Zunächst bin ich reingegangen, weil mir Stephen Sommers' bisherige Filme (Octalus, Mumie etc.) wirklich gut gefallen haben und ich auch Fan von gut gemachtem Trash-Kino oder B-Movies bin.Stephen Sommers ist einer der Regisseure, die großes Kind geblieben sind, was sicher den Reiz seiner Filme ausmacht. Man hat das Gefühl, dass er all die Phantasien nochmal ausleben und selbst gestalten will, die ihn als Kind so fasziniert haben. Diese Ader hat man ja schon bei Roland Emmerich oder in den früheren Spielberg-Filmen ausmachen können. Und um es deutlich zu sagen: das ist im Grunde genau mein Ding! Was ich dann letztlich zu sehen bekam enttäuschte mich dann doch in vielerlei Hinsicht. Ja, es war schon das versprochene Medley; die Kulissen, die Ausstattung überhaupt und auch Sommers Regiearbeit waren absolut hervorragend. Auch die Darsteller waren gut gewählt und haben zu ihren Rollen gepasst. Man könnte also meinen, alles war doch okay. Leider kommen wir nun zur größten Schwäche des Films: dem Drehbuch. Wie gesagt, ich hatte kein intellektuelles Anspruchskino erwartet, aber dennoch etwas mehr Charme. In „Die Mumie" hat Sommers gezeigt, dass er den Spagat zwischen Trash und charmanter Popcornunterhaltung hervorragend beherrscht - hier jedoch hat er gänzlich als Autor versagt. Es lässt sich schwer sagen, warum. Vielleicht war einfach zuviel des Guten von allem in dem Film - eben total überladen. Auf diese Weise hat vieles einfach so unfreiwillig komisch gewirkt, dass es teilweise schon körperlich schmerzhaft war. Nehmen wir mal die Darstellung des Dracula: Der war einfach durch sein affektiertes Benehmen eher als Lachnummer denn als Fürst der Finsternis erkennbar. Möglicherweise lag es nur an der deutschen Synchro, denn die Stimme und Redeweise des Schauspieler im Original klingen weit weniger schlimm. Davon abgesehen hat er aber auch durch Mimik und Gestik nicht überzeugt. Hugh Jackman als Van Helsing war echt gut gewählt, aber durch schlechte Drehbuchtexte konnte er mit seiner Darstellung auch nicht viel rausreißen. Auch diese unmögliche Liebesgeschichte war wirklich zum Heulen. In „Die Mumie" z.B. kommt die auch vor, aber durch tolle Dialoge der beiden Akteure entsteht dort wesentlich mehr Schwung und Pfeffer - und vor allem nimmt man es den beiden in diesem Film dadurch viel eher ab. Am Schluss von „Van Helsing" habe ich dann schon eine Wiederauferstehung von Anna erwartet, die zum Glück nicht kam. Dafür aber dann eine derartig dämliche Rührszene, bei der wirklich der komplette Kinosaal in Lachen ausbrach. Und was gibt es für einen besseren Beweis einer vollkommen verunglückten Dramatik? Das der Film eher enttäuschen würde, war schon ziemlich am Anfang klar, als Mr. Hyde in ähnlicher Version wie in „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" auftauchte. Gut, der Film hat von Zitaten aus anderen Filmen gelebt, aber eigentlich von denen der alten 30er & 40er Jahre Horrostreifen. Was hat da eine Figur (in dieser Art der Darstellung, denn Mr. Hyde ist ja schon eine alte Horrorfigur) aus einem Film zu suchen, der vor einem Jahr lief und schon bei Publikum und Kritik durchgefallen ist? Man könnte noch viel darüber erzählen, aber das soll als Eindruck reichen. Warum ich am Anfang sagte, der Film hätte zwiespältige Reaktionen ausgelöst, hat damit zu tun, dass ich den von mir anfangs positiv genannten Punkten durchaus etwas abgewinnen konnte. Die Liebe zum Detail und die Verspieltheit von Sommers sind schon wirklich beeindruckend. Leider hat er all diese Vorzüge hier durch ein bescheuertes Drehbuch verschenkt. Da ich aber die Mühe und Arbeit des Films gesamt betrachte und nicht unter den Teppich kehren will, habe ich drei Punkte gegeben.
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29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wirklich schlecht, 2. Januar 2007
Eigentlich versucht der Rezensent, abgewogen über Produkte zu berichten, Vor- und Nachteile in der Rezension aufzulisten und so zu einem Urteil zu kommen. Aber bei "Van Helsing" ist das kaum möglich, hier gibt es kaum etwas Positives zu berichten.
Fangen wir deshalb mit dem einzigen an, was hier als Gut aufgefallen ist: Kate Beckinsale in enger, schwarzer Lederhose und Unterbrustkorsage appelliert sehr erfolgreich an die niederen Instinkte des männlichen Publikums, besonders im Gehen von hinten. Auf der anderen Seite wechselt ihr Gesichtausdruck kaum während der ersten 90 Minuten des Films, sie schaut gleich bleibend böse drein, als ob sie sagen will: "Nein, mich küsst man erst am Ende des Films" und "Ja, ich bin zu hübsch für eine ernsthafte Nacktszene".
Schon die Handlung muss aber - vorsichtig - als wirr bezeichnet werden. Dracula plant mit Hilfe von Frankensteins Monster und ein bisschen Technologie, Vampirbräute gebärfähig zu bekommen, wobei niemand versteht, was er und seine Weiber von solch hässlichem Nachwuchs haben. Darauf reagiert der Vatikan (ja, wirklich) und schickt den schlagkräftigen, aber nicht gerade intellektuellen Van Helsing, um Dracula zu töten. Der begegnet dann einer einheimischen Vampirjägerin, die sich dann aber weigert, mit ihm zusammenzuarbeiten, weil sie einen Bruder hat, der Werwolf ist. Außerdem gibt es dann noch einen Mönch, der im Gegensatz zu Van Helsing lesen kann und ihn deswegen unterstützt, sich aber nicht wirklich an die Regeln seines Arbeitgebers hält. Und ja, Kate darf das Outfit einmal wechseln, aber erst am Ende des Films. Ach ja, und ich vergaß, Van Helsing muss noch Werwolf werden, um Dracula töten zu können. Das Ende ertrinkt dann in Kitsch.
Noch immer nicht genug? Es gibt da noch wirklich witzige Dialoge wie "Eigentlich will Dich Rom ja tot sehen, aber ich rette Dich jetzt einfach trotzdem". Und wo in einem Film normalerweise Monster auftauchen, kommen hier Computereffekte angeflogen, diese immer schön mit Vorwarnung, damit man sich nicht so sehr erschreckt.
So kann ich nur davor warnen seine Zeit oder sein Geld (jeder soll für sich entscheiden, was schlimmer ist) in diesen Film zu investieren. Jungs, ein Filmposter von Kate Beckinsale tut es auch - wobei ich dann eher das von Underworld empfehle. Männer, kauft Euren Freundinnen eine schöne Korsage. Mädchen, solltet Ihr auf ungewaschene Helden mit Hut stehen, bleibt bei Indiana Jones.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Guter Film!, 26. Oktober 2006
Ich finde die rezensionen meiner vorredner eher nicht zutreffend auf den film.
man ueberlege das Van Helsing der meilenstein fuer filme wie " Arsene Lupin" und " V wie Vendetta " war
Aus Van Helsing laesst sich vieles herausinterpretieren... er ist zwar simpel aufgebaut aber dennoch zaehlt er zu den film klassikern und bei fans des genres auch als " must have " der film gleicht der aufmache her ziemlich " der liga der aussergewoehnlichen gentleman " und der war wohl absolut kein reinfall.
ich empfehle vor dem kauf sich den film in einer videothek auszuleihen und sich eine meinung drueber zu bilden.
aber die dvd ist den kauf von 9.99¤ auf jeden fall wert
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine vertane Chance, 7. November 2004
Schade, schade... Als ich zum ersten Mal den Titel des Films hörte... "Van Helsing"... dachte ich mir: "Wow, ein schlaues Thema!" Man hätte so vieles daraus machen können! Alles, was das Gruselherz begehrt. Das einzige was als Chance genutzt wurde ist die Tatsache, alle großen Gruselcharaktere der Literatur- und Filmgeschichte mit einfließen zu lassen. Aber weder die Handlung, noch die Special Effects zeugen von übermäßigem Einfallsreichtum. Stattdessen wurde eine klägliche Geschichte zusammengestrickt, die einzig und allein den Zweck verfolgt alle Horrorklischees aneinander zu reihen. Computeranimationen, die sofort als entlarvt ins Auge springen, ein ausdrucksloser Dracula und eine korsettgeschnürte Heldin, die mit aller Gewalt sexy wirken soll, sind das i-Tüpfelchen der schlechten Umsetzung. Einzig und allein die hin und wieder sehr gelungenen Szenenbilder, die ansatzweise wirklich gruselige Stimmung hätten aufkommen lassen, sind für meinen Geschmack voll getroffen. Tja: schade, schade... Mit der heutigen Technik und mit etwas Einfallsreichtum hätte wirklich was draus werden können!
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