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49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich
Das Erstlingswerk von Sofia Coppola, der Tochter des berühmten Francis Ford Coppola ist ein ruhiger Film. Keine schnellen Schnitte, keine treibenden Beats.
Vielmehr ein Film, der die Geschichte, die er zu erzählen hat langsam, aber stetig aufbaut, dies untermalt von dem einmalig atmosphärischen Soundtrack von Air.
Vier Schwestern wachsen in einem...
Veröffentlicht am 28. September 2002 von Rastamandita

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant, aber nicht ganz befriedigende Auflösung
Ein interessanter Film, dessen Erklärungsversuche mich aber nicht befriedigen konnte. Ich habe noch zu viele Fragen, die nicht beantwortet wurden.
Veröffentlicht am 15. Dezember 2011 von Martina31


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49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich, 28. September 2002
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
Das Erstlingswerk von Sofia Coppola, der Tochter des berühmten Francis Ford Coppola ist ein ruhiger Film. Keine schnellen Schnitte, keine treibenden Beats.
Vielmehr ein Film, der die Geschichte, die er zu erzählen hat langsam, aber stetig aufbaut, dies untermalt von dem einmalig atmosphärischen Soundtrack von Air.
Vier Schwestern wachsen in einem Erzkonservativen Elternhaus auf, überbehütet und eingesperrt durch die strengen Regeln der Eltern.
Was bei "normalen" Kindern zu den in der Pubertät üblichen Streitigkeiten mit den Eltern führt, mündet hier in einer Tragödie griechischen Vorbildes, dem gemeinschaftlichen Suizid der Mädchen.
Auch wenn der Zuschauer, der die Inhaltsangabe gelesen hat, weiss, dass dies passieren wird, trifft ihn eben dieser Moment vollkommen unvorbereitet und mit voller Wucht.
Einer der seltenen Filme, während deren Abspann ich wie erschlagen vor dem Fernseher sitze und zu verstehen versuche...
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zerstörung der Unschuld, 6. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
"Cecilia war die Erste, die ging." Mit diesem ersten Satz wird schon zu Beginn des Films unmissverständlich klar gemacht, dass besagte Cecilia nicht die Einzige der 5 Lisbon-Töchter bleiben wird, die im Suizid den einzigen Ausweg aus der schleichenden Selbstzerstörung dieser amerikanischen Vorstadtfamilie sieht. Fünf Töchter kollidieren in ihren adoleszenten Träumen mit der erstickenden Welt der konservativen Idylle ihrer Eltern, die versuchen die Unschuld ihre Töchter durch Isolation von der Außenwelt zu bewahren. Sofia Coppola fokussiert ihren Blick bei diesem bemerkenswerten Regiedebüt auf die sehr detaillierte Beschreibung des Zerstörungsprozesses. Sie hält sich im Wesentlichen an die Romanvorlage von Jeffrey Eugenides: Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer verklärten Sichtweise, die 25 Jahre später erfolgt. Die Schilderung der Ereignisse um die Lisbon-Töchter erfolgt durch die nostalgischen Augen der Jungen aus der Nachbarschaft, die Haus an Haus mit den hübschen Mädchen leben, den Fortgang des familiären Verfallsprozesses beobachten und quasi die Kamera für den Zuschauer auf die Geschehnisse richten. Wie auch im Buch projizieren die Jungen viel Subjektives in die geheimnisvolle Gedankenwelt dieser unnahbaren, verschlossenen Mädchen hinein, deren wahrhaftiger Inhalt sich sowohl den männlichen Hauptfiguren als auch dem Betrachter nie vollständig erschließen wird. Sozusagen Weiblichkeit als nicht erklärbares Mysterium für die oft sehr beschränkte maskuline Auffassungsgabe. Mit diesem dramaturgischen Trick der Sichtweise wird auf faszinierende Art und Weise und mit einem Distanz bewahrenden Blick der Mythos um die Mädchen herausgeschält. Aus dem Cast hervorzuheben ist sicher Kirsten Dunst, die die zerbrechliche, unnahbare Schönheit der Lisbon-Töchter sehr gut vermittelt. Aufwertender Gimmick des Films sind einige kleine Nebenrollen, die völlig unerwartet besetzt sind. So begegnet man einem Danny DeVito als ernsten Psychologen oder Scott Glenn als Priester.

Die teils sehr beklemmenden Szenen des Films werden von einem großartigen Soundtrack untermalt, für den die französische Gruppe Air verantwortlich ist, die in den 90ern mit "Moon Safari" einen zeitlosen Electro-Klassiker ablieferten. Ähnlich wie in einem Musikvideo werden einzelne Bildsequenzen wie etwa von der schwelgerischen Gedankenwelt der Mädchen, der Traurigkeit des Daseins und dem unausweichlichen Hindriften auf den Suizid sehr atmosphärisch mit ambienten Klängen von der Musik beschrieben. Sofia Coppola scheint ein gutes Gespür für die Auswahl ihrer Soundtracks zu haben. Später unterlegte sie ihr Kostümdrama "Marie Antoinette" ebenfalls sehr stimmig mit Musik u.a. von Aphex Twin und The Cure.

Als Bonusmaterial sind auf der DVD ein Making Of, sowie Kinotrailer, Fotogalerie, Soundtrack Highlights und das Musikvideo Playground Love von Air zu finden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zerbrechliche Teenagerzeit..., 10. November 2010
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
Ein US-Südstaatenkaff Mitte der 70er Jahre:
Die Strassen sind herausgeputzt, die Wiesen vor den Häusern sind perfekt, wie auf einem Golfplatz. Ulmen umgeben die Straßen, alles sieht porentief rein und paradiesisch aus.
Dort in dieser erzchristlichen Umgebung wohnen in der Nachbarschaft die Lisbons. Der Mathelehrer der Schule Ronald Lisbon (James Woods) und seine erzkatholische Frau (Kathleen Turner) mit ihren 5 blonden und hübschen heranwachsenden Töchtern Cecila - 13 Jahre (Hanna Hall), Lux - 14 Jahre (Kirsten Dunst), Mary - 15 Jahre (A.J. Cook), Bonnie - 16 Jahre (Chelse Swain) und Therese - 17 Jahre (Leslie Hayman).
Die Erziehung bei den Lisbons ist sehr streng und konservativ, aber sie bezeichnen den Umgang untereinander als liebevoll und tatsächlich strahlt die Familie eine gewisse Harmonie aus.
Die gleichaltrigen Jungs aus der Nachbarschaft interessieren sich natürlich für die fünf Lisbon-Teenager und sie erzählen diese Geschichte, die von Sofia Coppola 1999 nach dem gleichnamigen Roman von Jeffrey Eugenides verfilmt wurde.
Gravierende Probleme scheint auf jeden Fall die 13 Jährige Cecilia zu haben, die sich in der Badewanne die Pulsadern aufschnitt und in letzter Sekunde gerettet werden konnte. Der Psychiater Dr. Horniker (Danny de Vito) bekommt in den Sitzungen nicht viel von Cecilia zu hören, er tut aber intuitiv das Richtige, indem er den Eltern empfielt, dass das Mädchen soziale Kontakte - vor allem auch mit dem männlichen Geschlecht - suchen soll und die Eltern sowas fördern müssten.
Gesagt, getan: Es findet bei den Lisbons die erste und einzige Party für die Mädchen statt, die Nachbarjungs werden eingeladen und da es die erste Party in dieser Art ist, läuft alles etwas zähflüssig, schüchtern und bemüht ab. Als gerade etwas Stimmung aufkommt, geschieht allerdings etwas Entsetzliches.
Cecilia springt aus dem Fenster und wird von dem gusseiseren Gartenzaun aufgespießt. Der Freitot des Mädchens beschäftigt die ganze Stadt, sogar im Fernsehen wird davon berichtet. Für die geschockten Eltern Grund genug, die Erziehung noch strenger zu halten. Als sich Trip Fontaine (Josh Hartnett), der Traumboy der Schule in Lux verliebt, möchte er mit ihr ausgehen. Doch so einfach ist es nicht eine Erlaubnis von den Lisbons zu bekommen...
Das Regiedebut von Sofia Coppola beginnt mit einem Satz des Erzählers, der sofort klar macht, dass sich alle 5 Lisbon Mädchens suizidiert haben. Der Film beschäftigt sich mit der Frage, wie so etwas zustande kommen konnte, gibt aber letztendlich keine Antwort vor, sondern lässt den Zuschauer beobachten und eigene Schlüsse ziehen, aber auch Geheimnisse entdecken.
Der Todesweg der Mädchen wird in sehr weichen, fragilen Bildern gezeigt, das grausame Mysterium hinter der schönen Fassade bleibt versteckt und lässt sich nur erahnen.
Dabei ist der hochtalentierten Regisseurin eine atmosphärisch perfekte Mischung aus Mystery-Thriller (hier erinnert er ein bisschen an "Picknick am Valentinstag"), Drama und Teeniefilm gelungen. Die Insenierung ist sehr sensibel und setzt auf Melancholie und sanfte Elegie. Dabei steht der Anspruch auf religiöse Erziehung im krassen Widerstreit mit der Gefühlswelt eines Teenagers.
Nachdem mir Sofia Coppolas Erstling schon beim ersten Mal sehr gut gefief, hat es mich jetzt bei der Wiederholung ganz gepackt und der Film hat mich auf den zweiten Blick total begeistert. Für mich definitiv einer der besten 10 Filme der 90er Jahre.
Der Film ist leider trotz Kultstatus immer noch so etwas wie ein Geheimtipp...
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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einmalig, 21. Oktober 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
In dem Film „The Virgin Suicides" geht es um 5 bildhübsche Schwestern, die in einem sehr religiösen Elternhaus aufwachsen und von ihren Eltern übermäßig stark behütet werden, was fast schon in einen Wahn mündet. Cecilia (13 Jahre), Lux (14), Bonnie (15), Mary (16) und Therese (17) haben daher kaum sozialen Kontakt bzw. ein funktionierendes soziales Umfeld. Als vor diesem Hintergrund die junge Cecilia zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen (beim zweiten Mal schafft sie es), verengt sich die Situation der 4 verbliebenen Mädchen weiter. Als die 14-jährige Lux nach einem Schulfest erst am nächsten Morgen nach Hause kommt, trifft die Mutter eine sehr verhängnisvolle Entscheidung. Sie kapselt die Mädchen total von ihrer Außenwelt ab und lässt sie nicht mehr aus dem Haus raus. Vor diesem Hintergrund begehen alle 4 letztendlich gemeinschaftlich Selbstmord.
Der Film „The Virgin Suicides" von Regiedebütantin Sofia Coppola (Tochter von Francis Ford Coppola, der eine Produzentenrolle bei dem Film einnimmt) ist sicherlich nichts für einen gemütlichen Fernsehabend in der Familie oder mit Freunden. Damit wäre dem Film Unrecht getan, ihn nur als bloße „Unterhaltung" zu sehen. Man sollte ihn sich in jedem Fall alleine ansehen und sich total auf seine Handlung konzentrieren. Meiner Meinung nach steckt sehr viel mehr in „The Virgin Suicides" als zunächst angenommen. Die Geschichte wird simpel erzählt, ohne große Szenenwechsel oder besondere Special Effects. Die Handlung wird wunderbar aufgebaut und daher verkommt der Film nie zu einem langatmigen Streifen. Vielmehr kann man nicht anders, als darüber nachzudenken, warum die Mädchen sich das Leben nahmen. Man kann auf diese Frage sehr viele Antworten finden, man wird sich jedoch mit keiner davon zufrieden geben können. Auch wird das wahre Ausmaß des Films erst in der entscheidenden Szene klar, die zudem unerwartet und hart kommt und auch mit der Bilderführung extrem untermalt wird.
Aufgrund der Thematik des Films und der bewusst gewählten psychischen Härte (eben nicht ein Teenie- oder Liebesfilm, sondern eher ein Psychodrama) empfehle ich den Film niemandem, der das Erwachsenenalter noch nicht erreicht hat und erst recht niemandem, der sich noch in der Pubertät befindet (FSK 12 halte ich für falsch, FSK 16/18 müsste mindestens her). Die Gefahr ist, dass man sich den Mädchen verbunden fühlt oder sie sogar als „Helden" oder „Gleichgesinnte" ansieht, was in diesem Lebensabschnitt bei dem Film nicht sinnvoll ist und nach hinten losgehen kann.
Abschließend zu sagen, ein rundum gelungenes Meisterwerk wurde 1999 geboren, leider wurde es nicht verstanden, den Filmstart angemessen vorzubereiten (die besten Schauspieler waren ja in Mengen vorhanden) und so blieb der große Erfolg aus. Auch ist er in Videotheken sehr selten zu finden, total unverständlich, ich hab ihn noch nirgends gesehen, weder auf Video noch auf DVD und ohne meinen besonderen Bezug zu Kirsten Dunst wäre ich auch nicht auf „The Virgin Suicides" gekommen. Aber ein für Erwachsene harter Film, der sich ihre Jugend wieder in Erinnerung ruft, und über den man einfach nachdenken muss und die ein oder andere schlaflose Nacht verbringt. Auf jeden Fall ansehen!!!!!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Literaturverfilmung mit perfekter Balance aus Anspruch und Geradlinigkeit, 5. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
Sofia Coppolas Film-Adaption von Jeffrey Eugenides' erschütternder und doch mit einer reichlichen Portion Humor und melancholisch-verklärender 70er-Jahre-Nostalgie gespickter Geschichte von den fünf katholischen Teeanger-Schwestern, die sich vor dem Hintergrund des prüden und mit der Zeit immer rigideren Regimes ihrer dominanten Mutter innerhalb eines Jahres das Leben nehmen, ist eine rundum gelungene Literaturverfilmung - und zwar weil (oder obwohl, je nach persönlicher Präferenz) sie sich vor allem darin übt, das oben beschriebene atmosphärische Mischverhältnis der Romanvorlage eins zu eins zu übernehmen. Auch Coppolas Film ist zugleich Tragödie und Komödie, beißende Gesellschaftskritik und verklärende 70er-Romantik, und die ungewöhnliche Perspektive der Original-Geschichte, die aus der Sicht eines Kollektivs aus männlichen Schulkameraden der Lisbon-Schwestern erzählt wird, findet sich ebenso in der Anlage des Filmes wieder. Der Erzähler, einer der Jungs, dessen Stimme sich harmonisch in den Gang des Films einfügt, rezitiert Eugenides' zentrale nachdenkliche Passagen teilweise wörtlich - und dabei zum Glück immer gut getimed und um kein Wort zu viel.
Passagenweise wagt der Streifen es sogar, das besagte Mischverhältnis höchst unterschiedlicher Stimmungslagen zugunsten eines sehr direkten szenischen Humors abzuändern, in dem er die in der Romanvorlage dezent angelegte Lächerlichkeit bestimmter Charaktere gnadenlos überzeichnet. Danny Devito als kauziger Psychologe, dessen Rat an die Eltern nach dem ersten Selbstmordversuch der jüngsten Tochter Cecilia zwar etwas plump anmutet, sich vor dem Hintergrund der elterlichen Ignoranz und der darauffolgenden Ereignisse allerdings als in seiner Schlichtheit unheimlich treffend erweist, sorgt ebenso für Lacher wie die Darstellung des Mafiosi-Sohns zu Beginn des Films und die Einführung des Mädchenschwarms Trip Fontaine (von Josh Hartnett als geradezu androgyner Dauercannabiskonsument genial verballhornt).
Was sich der Film hingegen - klugerweise - nicht zumutet, ist die Übernahme der zeitlichen Brüche aus Eugenides' Roman. Hier wird strikt chronologisch erzählt, was dem Streifen eine angenehme Geradlinigkeit verleiht. Hier stehen die Charaktere und ihre persönlichen Schicksale im Vordergrund: Die Jungs, in ihrer total verliebten Verklärung der Mädchen zu ätherischen Göttinnen und ihrer daraus hervorgehenden rührenden Hilfsbereitschaft gegenüber den eingesperrten Sirenen, die sie zwar schon um Hilfe rufen, aber ihre Antworten nicht hören (können oder wollen?) - sie repräsentieren eine Generation hinterfragender, romantischer, aber doch hilfloser Glücksuchender, die der Ignoranz der Elterngeneration letztlich nichts entgegenzusetzen haben. Die Lisbon-Mädchen hingegen umgibt aufgrund der Perspektivierung der Geschichte immer ein Schleier des Geheimnisvoll-Schönen. Ob die Jungs sich in Traumsequenzen die zauberhafte Lux (die zauberhafe Kirsten Dunst) als strahlende gute Fee zurechtbiegen, oder ob sie sich als Akt heimlicher Rebellion auf dem Hausdach von x-beliebigen Männern vögeln lässt - sie ist und bleibt das Epi-Zentrum, die zentrale Präsenz des Films. Dass ihre Schwestern dagegen etwas austauschbar angelegt sind, ist wohl in 90 Minuten Film nicht zu vermeiden.
Letztlich bleibt festzuhalten, dass es Sofia Coppola und ihren Zuarbeitern gelungen ist, Eugenides' tollen Roman in einen Film umzuwandeln, dem ein seltenes Kunststück gelingt: einerseits durch die Verschmelzung so verschiedener Stimmungs- und Inhaltsaspekte wie melancholischer Vergangenheitsverklärung, beißender impliziter Gesellschaftskritik, skurrilem Humor und der Darstellung tiefer Erschütterung zum Nachdenk und Mitfühlen anzuregen, ohne dabei je kitschig oder überdreht zu wirken; andererseits jedoch eine gewisse Grundfarbe der Leichtigkeit und Schlichtheit zu bewahren, die den Film kurzweilig und sehr zugänglich erscheinen lässt. Ein Streifen, der für verschiedene cineastische Geschmäcker viel bietet, zumindest, soweit man sich für Menschen und ihre Geschichten begeistern kann.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gefühlvoller Film mit Tiefgang, 18. September 2006
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
Mit dem Film "Die Selbstmordschwestern" (original Titel: "The Virgin Suicides") gelang Sophia Coppola 1999 der Durchbruch ihrer Karriere als Drehbuchautorin. Coppola orientierte sich eng an dem gleichnamigen Bestseller von Jeffrey Eugenides, schuf aber gleichzeitig ihre eigene sensible Geschichte, um das Schicksal der 5 Lisbon Mädchen, was letztendlich diesen Film auszeichnet.

Die Geschichte spielt in den 70er Jahren in einem kleinen amerikanischen Vorort:
hier wachsen die 5 Lisbon Mädchen, alle zwischen 12-17 Jahren, wohlbehütet und streng konservativ erzogen auf. Die Eltern schirmen ihre Kinder von der Außenwelt ab, um sie vor jeglichen Gefahren der Pubertät zu schützen. Dabei merken sie nicht, wie sich die Mädchen mehr und mehr von ihnen entfernen und in ihrer eigenen Welt leben...

Der Film wird aus der Sicht der Nachbarjungen erzählt, oft mit einem voice-over eines erwachsenen Erzählers, der sich rückblickend daran erinnert, wie er die Mädchen und deren Eltern erlebt hat.

Insgesamt ist der Film sehr sensibel und ruhig erzählt, wer also einen dramatischen und spannenden Film, um das Schicksal dieser Mädchen erwartet, sollte die Finger hier von lassen! Coppola zeichnet ein authentisches Porträt dieser Mädchen nach und zeigt auf, wie das gesellschaftliche Umfeld der Mädchen vor ihrem Selbstmord war, dazu gehören auch die ersten Kontakte mit Jungen.

Ich gebe dem Film 5 Sterne, da er einfühlsam erzählt ist und die schauspielerischen Leistungen hervorragend sind (ins Besondere Kirsten Dunst). An manchen Stellen hätte er ein wenig spannungsreicher erzählt werden können, insgesamt jedoch ein überzeugender, gefühlvoller Film.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film, den man so schnell nicht vergisst, 3. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
Schade, dass dieser Film so unbekannt ist.
Ein leiser Film. Ein Film der berührt, der zum Nachdenken anregt, den man erstmal verarbeiten muss.
Von allen Darstellern großartig gespielt, besonders hervorzuheben das subtile Spiel von Kirsten Dunst als Lux,
aber auch Kathleen Turner und James Woods und natürlich die kleine Hanna Hall als Cecilia überzeugen absolut.
Großartig auch der von Air beigesteuerte Soundtrack.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standart Edition + Hörbuch DVD = Special Edition, 23. Juli 2007
Eins vorweg, der Film ist ein großartiges Erstlingswerk von Sofia Coppola.

Zu dieser Edition muss man jedoch sagen, dass es sich hierbei lediglich um die normale Standart Edition handelt, der man die Hörbuch DVD "Die Selbstmord-Schwestern" von Jeffrey Eugenides beigepackt hat. Diese lässt sich logischerweise lediglich auf einem DVD Player abspielen, was somit den Nutzwert etwas verringert.

Die Features sind alle die selben. Wer also auf das Hörbuch verzichten kann, kauft sich die Standard Edition.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr besonders - beklemmend, subtil, ruhig, nachdenklich und verwirrend, 11. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
"The Virgin Suicides" ist mal wieder ein Film der anderen Art. Er besticht durch eine unheimlich gute Story, welche sich um 5 Schwestern dreht, die von ihren extrem konservativen ELtern eingeengt werden und sich so zu tickenden Zeitbomben entwickeln. Der Film erzählt in einer unheimlich subtilen und beklemmenden Art und Weise die stetige Entwicklung der Mädchen bis zum katastrophalen Ende.
Hier ebi möchte ich besonders die schauspielerische Leistung der Jungschauspieler loben, die die AThmosphäre der Geschichte perfekt umsetzen.

Ich glaube jedoch, dass dieser Film nicht jedem gefallen wird. Dafür ist er viel zu nachdenklich und weicht zu sehr vom filmischen Mainstreamprodukt ab. Daher rate ich jedem, der sehr spezielle Filme nicht mag, vom Kauf ab. Alle anderen - zugreifen - ihr werdet in den Bann der Geschichte gefangen sein und euch kaum der beklemmenden Spannung entziehen können.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super, aber anstrengend, 6. August 2002
Rezension bezieht sich auf: The Virgin Suicides (DVD)
The Virgin Suicides ist definitiv kein Film für den gemütlichn Fernsehabend, dazu ist er zu anspruchsvoll. Zu verworren die Story um die 5 blonden Schwestern der Familie Lisbon, die sich der Reihe nach alle selbst umbringen. Die nicht sehr gut versteckte Gesellschaftskritik an zu konservativer Erziehung ist nicht zu übersehen, trotzdem fällt es manchmal schwer, logische Zusammenhänge zwischen den Szenen herzustellen. Doch durch den stimmungsvollen Soundtrack (das Video Playground Love von Air bei den Extras ist sehr zu empfehlen), die glänzenden Schauspielerleistungen (Kirsten Dunst, Josh Harnett etc.) verkommt der Film nie zu Teenie-Schrott, sondern ist durchgehend ein ernst zu nehmendes Drama. Leider blieb der große Erfolg verwährt, der DVD-Release sollte aber durchaus genutzt werden. Neben oben genanntem Video gibt es noch ein umfangreiches Making-of, eine Bildergalerie und ein Soundtracktest.
Das als Extra ein Foto von Kirsten Dunst beiliegt, sei für die Fans zustzlich erwähnt :)
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The Virgin Suicides
The Virgin Suicides von Sofia Coppola (DVD - 2007)
EUR 6,99
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