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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ayreon - Universal Migrator Pt 1+2, 28. Mai 2007
Von 
Tobias Homann (Kronshagen, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2/Spec.ed. (Audio CD)
Ich werde die Meinung meines Vorrezensenten ein kleines bisschen umdrehen: Mir gefällt der zweite Teil des Doppelalbums besser als der erste; das macht aber nichts, denn es läuft wieder auf fünf Sterne hinaus! Ich muss zwar sagen, dass mir "Into the Electric Castle" und "The Human Equation" von Ayreon (A.A. Lucassen) besser gefallen haben, aber das tut dieser Scheibe keinen Abstrich.

The Dream Sequencer ist ein ziemlich ruhiges Album. Es hat mit Metal nicht ganz so viel zu tun, die Songs sind lang und langsam. Die Atmosphäre, die erzeugt wird, ist beeindruckend: Die Handlung beginnt mit dem letzten lebenden Menschen und die Lieder sindmelancholisch, trostlos, kühl. Es wird immer weiter zurück in der Zeit gereist (bis 50.000 vor Christus) und die Lieder werden wärmer, gefühlvoller... insgesamt wirklich schön, aber es fehlt etwas Schmackes.

Das gibt es dann mit Flight of the Migrator. Die Songs sind härter, schneller und bombastischer. Und wenn man sich die großartigen "Dawn of a Million Souls" und "Into The Black Hole" betrachtet, erkennt man, wie majestätisch Arjen Lucassen seine Schaffung des Universums angelegt hat!

Für Freunde des Metal bedingt geeignet, für Freunde des ProgRock Pflicht, ebenso wie für echte Ayreonauten!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das gewisse Etwas fehlt, 2. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2 (Audio CD)
Wie bereits im Titel dieser Rezension steht, es fehlt das gewisse Etwas, das dieses sehr gute Album zu einem, wie von Arjen Lucassen gewohnt, exzellenten Album machen würde. Wäre das Album nicht von Ayreon, hätte ich wahrscheinlich 5 Sterne gegeben, aber im Vergleich zu den anderen, erfüllt es eben nicht die nötige Genialität. Das liegt zum größten Teil wahrscheinlich daran, dass das Album auf zwei Teile, "The Dream Sequenzer" und "Flight of the Migrator", aufgeteilt wurde, der erste Teil durchgehend Rock/ProgRock, der zweite nur Metal/Heavy Metal. Das war ein Fehler (gibt auch Lucassen im Booklet dieser Sonderausgabe zu), denn Ayreon definiert sich nun mal über eine gut dosierte Mischung aus beidem. Der zweite, kleinere, Minuspunkt ist, dass in dem Album kaum noch oper- oder musicalähnliche Elemente vorhanden ist, d.h. nicht mehr mehrere Sänger für viele Rollen, die sich gesangliche Schlagabtausche in den Songs liefern, sondern EIN Sänger für EIN Lied. Das findet jedoch durchaus seine Rechtfertigung im Konzept, zu dem ich später komme. Ich könnte zu jedem Ayreon-Lied die Sänger und ihre Rolle auswendig nennen; bei diesem Album nicht, es fehlt einfach die Identifikation.
Nichtsdestotrotz sind die Sänger ebenso wie die Musik doch sehr gut. Arjen setzt vor allem im ersten Teil verstärkt auf Synthesizer, was aber nicht unbedingt stört. Wieder überzeugen die Lieder mit Komplexität und Vielfältigkeit, Progressive halt. Die Gast musiker sind exzellent, vor allem die E-Gitarre auf Teil 2 von Romeo (Symphony X). Und wer sich darauf einlässt, Ayreon mal etwas anders zu erleben, sollte dieses Album auf jeden Fall kaufen!!!
Zur Story:
"Universal Migrator" ist das vierte Ayreon-Album und das dritte nach "The Final Experiment" und "Into the Electric Castle" das eine fortlaufende Story hat.
Die Geschichte spielt 1-2 Jahrzehnte nach dem großen Krieg von 2084, bei dem die Erde komplett zerstört wurde und alle Bewohner starben. Alle? Nein, eine kleine Gruppe von Menschen ist während dem Krieg zum Mars geflüchtet. Doch nun sind die Vorräte aufgebraucht und alle verhungert, außer einem jungen Mann, der auf dem Mars geboren wurde, also die Erde nie gesehen hat. Er ist "the last man alive". Auch mit ihm geht es zu Ende und so setzt er sich in den Dream Sequenzer, eine Maschine, mit der Menschen von ihren vorherigen Leben (Inkarnationen, wie im Buddhismus) träumen. Im ersten Album steht jedes Lied für ein Leben, z.B. ist (war) der namenlose Marsianer Frans B. Cocq (Der Holländer auf dem Bildnis "Die Nachtwache" von Rembrandt), Queen Elisabeth I., Ayreon persönlich und sogar der erste Mensch, der aufrecht geht. Hier endet das erste Album.
Im zweiten Album geht er im Sequenzer noch weiter zurück, bis zum Urknall. Er erlebt die Geburt der allerersten Seele, dem Universal Migrator, und folgt ihm auf seinem Weg durchs Universum, in der Hoffung, dass er so die Erde erreicht. Auf dem Weg dorthin begegnet er auch noch den Forever, die in den anderen Alben eine sehr große Rolle spielen.

Meine Top 5:
My House on Mars - melancholisch und traurig
The Shooting Company of Captain Frans B. Coqc - Lucassen selbst singt über das Gemälde Rembrandts
Carried by the Wind - progressiv
And the Druids Turned to Stone - schöne Ballade über die Erbauung Stonhenges
Chaos - E-Gitarre typisch Michael Romeo, sehr gut
Dawn of A Million Souls - episches Metal-Stück
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen volle Breitseite, Sphärensounds, Pink Floyd, Heavy Metal, 5. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2/Spec.ed. (Audio CD)
Schritte, Windgeräusche. Eine computerverfremdete Stimme: "Dream sequencer system Online."Tastentöne. Eine spacige, angenehme Frauenstimme: " Good morning colonist. You have selected the Universal Migrator program. Please lie down in the energy tank and place the electrodes on your temples. Think of your designation number..." Tastentöne "... and drink the fluid from the vessel at the left terminal." Schluck. Die computerverfremdete Stimme: " Program loaded, commencing U.M. preincarnation protocol." Die jetzt schön verträumt wirkende Frauenstimme: "Now focus on the music..." Ausblendung... "...as I take you back to your childhood...and beyond." Ausblendung Stimme, Einblednung Musik. Synthesizer-Gewabere. Und der Science Fiction-Fan ist begeistert! Schon bald kommt eine floydige Gitarre...Ach, ist das schön...Und noch mehr Synthies...Ein klasse Intro, gefolgt vom mysteriösen "My House On Mars". Der bleibende Science Fiction Sound sorgt für die richtige Stimmung, Ein düsterer Titel mit verfremdetem, männlichem Gesang. Hier ist Tiamat-Sänger Johan Edlund am Werk. Weibliche Vocals sind im Hintergrund zu hören. Ab Minute drei wird es dann richtig bombastisch, die Moogs werden symphonisch-majestätisch, ehe eine bluesige E-Gitarre über Synthieflächen herrscht. Zum Ende wird das Stück richtig erhebend. Klasse Titel, ist ca. 7-8 Minuten lang.

Episch geht es weiter mit "2084". Die Zukunftsreise geht weiter. Diesmal mit Akusikgitarre über Synthesizern und mit weiblichen, kaum verfremdeten Vocals von Lana Lane. Auch wieder 7-8 Minuten lang. Der nächste Track - "One Small Step" - elektronische Drums, Synthiegewabere, elektronische Fanfaren. Ein langes instrumentales Intro mit riesigem Stimmungsaufbau. Auch hier darf wieder eine Akustikgitarre ran. Gesungen wird das Stück von einem Herrn Edward Reekers. Und das mit sehr viel Emotion. Im Hintergrund ist wieder die in Prog-Kreisen berühmte Lana Lane zu hören. Auch der Text ist für jeden SciFi-Fan sehr
ergreifend. Neil Armstrong wird hier zitiert. "One Small Step" ist mein Lieblingsstück dieser Scheibe. Und ja, wieder etwa 8 Minuten lang. Toll auch das Gitarrensolo am Ende, das nicht mal hätte sein müssen, um den Song perfekt zu machen. Sogar einige Synthiesoli dürfen am Ende nicht fehlen...

Im 5.Track wird dann etwas Bombast herausgenommen. Trotzdem bleibt das Niveau hoch und die Stimmung erhalten. Und, wie lang ist der Titel? Genau, 7-8 Minuten lang. "Dragon On The Sea" ist dann wieder bombastischer und dennoch nicht überladen. Der Sound ist weiterhin perfekt. Toll die Akustikgitarren über den Synthies. Wieder singt Lana Lane in einem tollen Stück. Diverse Synthie-Solos dürfen natürlich auch hier nicht fehlen. Und was bleibt nahezu gleich im Vergleich zum Vorgängerstück? Natürlich! Die Songlänge.

"Temple Of The Cat" ist dann endlich mal nicht 7-8 Minuten lang. Klingt mit Flöte und wiederum weiblichen Vocals - diesmal von einer gewissen Jacqueline Govaert - viel liebevoller und sogar poppiger als der Rest. Und trotzdem wird die Stimmung nicht kaputt gemacht. Zudem sind noch etliche Streicher enthalten.

"Carried By The Wind" nimmt die vorher vorherrschende spacig-bombastisch-epische Stimmung wieder auf. Sänger ist diesmal Bandleader Arjen Lucassen persönlich. Das Ganze Konzept sowie der Sound erinnern mich stark an Jeff Waynes "War Of The Worlds". Beziehungsweise als hätten sich eine Prog-Bands vom Stil her wie Pink Floyd und das Alan Parsons Project getroffen, um ein spaciges Konzeptalbum aufzunehmen.

Mit dem nächsten Stück kehrt dann etwas Ruhe ein, ehe in "The First Man On Earth" Ex-Spock's Beard Sänger Neal Morse am Mikro zu hören ist. Es ist die einzige Gesangsstimme, die hier meiner Meinung nach nicht passt. Das Ganze klingt auch irgendwie musikalische schon nach typischem Spock's Beard- oder Transatlantic-Retro-Prog, und ist wieder 7-8 Minuten lang...

Orgelakkorde und eine sanft gespielte Akustikgitarre leiten das letzte Stück ein. Dann setzt die E-Gitarre ein, die sich irgendwann zum Solo durchsetzt, bei dem sich gegen Ende dann doch wieder Synthies statt der Orgel in den Hintergrund gedrängt haben. Dann der Fade-Out, und die CD geht mit dieser irgendwie traurigen Reprise von "The Dream Sequencer" zu Ende.

Bis hierher eine Spitzenleistung. Und mindestens ein Stück, nämlich "One Small Step" hat die volle Punktzahl verdient!

Die 1.CD wirkt spaciger und ist häufig mit verfremdeten Stimmen durchsetzt ist. Sie kommt floydiger(Das Wort sollte man patentieren!) daher und enthält mehr Moogs/Synthesizer. Die 2.CD ist dagegen Metal-lastiger und enthält mehr Hammond Orgel. Die Metallastigkeit kommt zwar auch in der Musik zum Vorschein, ist aber vor allem beim Gesang zu bemerken. Sänger von Prog-Metal-Größen wie Symphony X und Threshold sind ebenso dabei wie Power-Metal-Kandidaten wie Timo Kotipelto von Stratovarius und Andi Deris von Helloween. Was sich noch unterscheidet, ist, dass auf der zweiten CD einige Stücke befinden, die in mehrere Parts aufgeteilt sind. Die ist bei der ersten Scheibe nicht der Fall.

Während CD1(The Dream Sequencer) spacig und ruhig begann, wird der Hörer bei CD2(Flight Of The Migrator) zu Anfang regelrecht von einer Wucht an Streichern und Gitarren erschlagen. Schnelle Drums und ganz flinke E-Gitarre sorgen für Heavy Metal Feeling. Synthies sind zwar immer noch enthalten, agieren aber eher im Hintergrund.

'Dawn Of A Million Souls' wird mit Hammond Orgel und Heavy Gitarren-Riffs eingeleitet. Ein bombastisches Stück. 'Journey On The Waves Of Time' beginnt mit klassischem Orchester, um wieder in einer Metal-Orgie auszuarten. Ralf Scheepers von Primal Fear sorgt für die richtige, passende Metal-Stimme. Klasse wie er im Duett mit sich selbst singt. Synthie-Fanfaren erzeugen eine gehörige Portion Dramatik. 'To The Quasar' wird dann wieder ruhiger mit Akustikgitarren und eher zurückhaltendem Gesang. Denkste! Im zweiten Part des Stücks wird über Synthie-Teppichen und Hammond Orgel vollends auf E-Gitarren gebrettert.

Das mit 10:25 Minuten längste Stück 'Into The Black Hole' ist eher im epischeren, langsameren Metal anzusiedeln. Der Hörer darf sich also auch mal ausruhen. Zwar sind auch die anderen Tracks episch, aber dieser hier ist es alleine schob durch die Länge epischer als die anderen Songs.

'Through The Wormhole' beginnt wieder mit richtig geilen Synthesizern, dessen Melodien und Rhythmen von Gitarren nachgeahmt werden. Hier ist Rhapsody-Sänger Fabio Lione am Mikro zu hören. 'Out Of The White Hole', aha, eine Suite in einer Suite, rauscht dann unbemerkt an mir vorbei. Schade. Auch das folgende 'To The Solar System' reißt nicht wirklich vom Hocker. Da ist den Leuten wohl die Luft ausgegangen.

Erst das Ende 'The New Migrator' versöhnt den Hörer wieder. Auch Metal-lastig. Im zweiten Part wird wieder auf Synthesizern soliert. Ein würdiger Abschluss eines klasse Konzeptalbums.

Fazit: CD 1 versorgt den SciFi-Begeisterten Spacerock- und Floyd-Fan, CD2 versorgt den SciFi-Begeisterten Metal-Fan. Beide Silberlinge sind auf ihre Art und Weise gut. Ich persönlich mag die 1.CD lieber. Es könnte anderen Leuten aber selbstverständlich andersrum gehen.

Wertung: 13/15 Punkten (CD1 13,5; CD2 11,5)
Anspieltipps: The Dream Sequencer, My House On Mars, One Small Step, Chaos
Vergleichbar mit: Jeff Wayne ' War Of The Worlds, Pink Floyd, Alan Parsons Project, Symphony X, Eloy
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik wie für mich gemacht, 10. Oktober 2014
Von 
O. Kemmler (Wermelskirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2 (Audio CD)
Warum nur hat es so lange gedauert, bis mich jemand auf Ayreon aufmerksam gemacht hat? Was für eine Wohltat, mal wieder solch aufwändige Rockmusik zu hören. Aber wie außer durch Freunde soll man davon erfahren? Radio und Fernsehen scheiden hier leider völlig aus.

Es fällt auf, dass dieses Doppelalbum - anders als die anderen von Ayreon - in zwei deutlich getrennte Hälften auseinanderfällt, eine ausgesprochen psychedelische und eine rockige. Zuerst fand ich das etwas schade, aber irgendwann fiel mir auf, dass die psychedelische diejenige ist, die ich mir von allen Ayreon-Scheiben am häufigsten anhöre. Vielleicht, weil sie mich am meisten darüber hinwegtröstet, dass es Bands wie Pink Floyd oder Eloy nicht mehr gibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige erste Hälfte, etwas schwächerer zweiter Teil, 16. September 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2 (Audio CD)
Meckern auf hohem Niveau. Zugegeben, Universal Migrator ist ein tolles Werk, das in seiner Gesamtheit eine tolle Atmosphäre und stellenweise Gänsehaut zu erzeugen vermag. Trotzdem muss man sagen, dass der zweite, etwas härtere Teil abfällt. Das wäre prinzipiell kein großes Problem, stünde nicht der erste Teil direkt daneben. Bei der Entscheidung zum Hören einer der CDs fällt die Wahl dann doch öfter auf den ersten Teil, der die beschriebenen Themen musikalisch deutlich besser zu fassen vermag.
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5.0 von 5 Sternen Was soll ich sagen.... Ayreon halt..., 3. August 2014
Von 
Sandjaeger (Altötting, Süd-Ost-Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer Fan von gut gemachten Rock-Opern ist, wird hier auf jeden Fall fündig. Arjen Lucassen der mit dem Ayreon-Zyklos ein Meisterwerk schuf, ist für mich einer der besten Künstler überhaupt, was Konzept-Alben betrifft. Hier irgendwelche Höhepunkte herauszupicken wäre vermessen und ich belasse es mit einer ehrvollen Verneigung vor dem Godfather der Rock-Opern!
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5.0 von 5 Sternen After the Final Experiment, 28. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2 (Audio CD)
Ayreons und Merlins Warnungen, nachzuhören auf "The Final Experiment", haben nicht geholfen. Die Menschheit hat sich und die Erde in einem finalen Krieg von 2084 selbst zerstört. Auf dem Mars überleben noch einige Kolonisten, aber auch nicht lange. Schließlich ist nur einer übrig, der sich in Symbiose mit dem Programm "Dream Sequencer" auf eine Reise in die Vergangenheit der Menscheit begibt: die düstere Gegenwart auf dem Mars nach dem alles vernichtenden Krieg, der Krieg von 2084 selber, die Mondlandung von 1969, die Enstehung von Rembrandts "Nachtwache" aus der Sicht eines Beteiligten, der Kampf von Königin Elisabeth I gegen die spanische Armada, der Jaguar-Kult der Azteken, die Entstehung von Stonehenge, schließlich der erste Mensch überhaupt.
Davon handelt Album Nr.1, das "The Final Experiment" in nichts nachsteht. Grandiose Melodien, ein funkelnder Keyboard-Teppich nach dem anderen, verwoben mit Gitarren-Soli-was will das Prog-Herz noch mehr? Meine persönlichen Highlights: "My House on Mars", "One Small Step", "And the Druids Turn to Stone" (grandiose Vocals von Damian Wilson) und, last not least, "The First Man on Earth" , eigentlich eine Widmung an die Beatles-ich jedenfalls kann diese Meldodie nicht hören, ohne sofort an "The Fool on the Hill" zu denken. Gut gemacht, Neal Morse!
Album Nr. 2 entführt den Kolonisten zum Urknall und damit zur Geburtsstunde des "Universal Migrator", einer Art kosmischem Bewußtsein, das zur Enstehung von Leben im Universum beiträgt. Davon handeln das grandiose Instrumental-Intro "Chaos " und das bombastische "Dawn of a Million Souls", hervorragend interpretiert von Russell Allen (Symphony X). "Journey Through the Waves of Time" (Vocals: Ralf Scheepers) und "To The Quasar" (Vocals: Andi Deris) können die Qualität des Vorgängers nicht ganz mithalten, bestechen aber durch gelungene Orchestration. "Into the Black Hole" ist durch seine düstere Ausstrahlung eine kleine Symphonie in sich. Iron Maiden-Shouter Bruce Dickinson präsentiert sich hier in Top-Form-dieser Sound-Koloss verlangt nach mehrmaligem Hören. Dagegen kann "Through the Wormhole" nicht ankommen, "Out of the White Hole" (Vocals: Timo Kotipelto) überwindet dieses Tief jedoch gekonnt. "To The Solar System" bewegt sich in ruhigeren Wassern, bevor bei "The New Migrator" der Bombast-Faktor nochmal hochgeschraubt wird. Ian Parry begrüßt die Entstehung eines neuen "Universal Migrator", geboren aus der Seele des inzwischen verstorbenen Mars-Kolonisten.
Während Album Nr. 1 sich für Freunde des melodischen Prog-Rock empfiehlt, regiert auf Album Nr. 2 eindeutig der progressiv angehauchte Metal. Beide Alben können natürlich auch separat zu Gemüte geführt werden, zusammen ergeben sie ein einzigartiges Meisterwerk, das mit nicht weniger als 5 Punkten ausgezeichnet werden kann. Kaufen und genießen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Universal Migrator, oder die universelle Reise durch einen galaktischen Klangkosmos, 3. November 2011
Von 
Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2 (Audio CD)
Science-Fiction-Filme haben mich eigentlich nie wirklich interessiert, vielleicht auch deshalb nicht, weil ich mir als Kind einfach nicht vorstellen konnte, dass es noch eine entsetzlichere Kreatur geben kann als der Mensch. So konnte ich mit diesen außerirdischen Wesen und schrecklichen Fantasiemonstern, die irgendwo von einer anderen Galaxie kamen, und die Erde oder die Menschheit bedrohten, nie wirklich etwas anfangen. Unter uns gesagt, wenn ich Monster sehen möchte, die unsere Erde bedrohen, dann muss ich eigentlich nur kurz den Fernseher anschalten, Nachrichten schauen, oder einen Blick in die Tageszeitung werfen. Und wenn ich hinterhältigen und charakterlich unaufrichtigen Kreaturen begegnen möchte, dann muss ich wiederum nur kurz für zehn Minuten bei mir um die Eckelaufen oder einkaufen gehen, dann treffe ich bestimmt zwanzig Stück davon, deren Anblick sofort mein allgemeines Wohlbefinden in Magenschmerzen verwandeln.

Anders bei der Musik. Hier konnte es mir eigentlich niemals fantasievoll genug sein, denn mit dieser Art von Musik konnte ich mich schon immer sofort beim Erklingen der ersten Töne auf einen anderen Planeten beamen; auf einen Planeten, auf dem ich mich persönlich wohler und geborgener fühlte, als auf der Erde, weil er mich im Gegensatz zu "Mord und Todschlag, Terror und Angst, Lüge und Verrat, Neid und Missgunst, Macht und Widersache" mit wunderschönen, reinen und zauberhaften Klängen verwöhnte. Die beiden Ayreon-Werke - Universal Migrator I und II - die seit einiger Zeit in einer Special Edition zusammen veröffentlicht wurden, stehen dieser Sehnsucht in Nichts nach. Was das Melodiegenie Arjen Lucassen hier wieder für galaktische Soundkosmen aus den Keyboards zaubert ist absolut großartig, und Balsam für meine oftmals so gebeutelte Seele. Auch die lange Liste der Gastmusiker und Sänger kann sich mehr als sehen lassen. Mit von der Partie sind dieses Mal neben den Schlagzeuger Ed Warby und Rob Snijders, Erik Norlander, Clive Nolan (Arena / Pendragon), Gary Wehrkamp (Shadow Gallery), sowie die exzelenten Sänger Damian Wilson (Thershold), Neal Morse (ex Spock's Beard), Timo Kotipelto (Stratovarious) und Bruce Dickinson (Iron Maiden) u.v.m.

Die Reise im Universal Migartor ist eine zweigeteilte Fahrt. Auf dem ersten Teil geht überwiegend ruhig und träumerisch zu, was auch der Titel - The Dream Sequencer - schon vermuten lässt. Das floydige Gitarrenintro mit seinen anschließend tiefen Keyboardteppichen tut sein übriges, um sofort meine Augen schließen zu lassen, und auf dem Planeten "Wunderschöne Musik" anzukommen. Zu den einzelnen Songs gibt es eigentlich nur zu sagen, dass sie allesamt großartig sind, was auch an den hervorragenden Gesangsleistungen der Sänger liegt. Im zweiten Teil geht es dann wesentlich härter zur Sache. Hier wackelt hin und wieder die Bude ganz heftig, wobei die Reise durchweg melodisch und kosmisch bleibt. Auf seiner Fahrt durch die Sternengalaxie wird der Universal Migartor auch in ein stimmgewaltiges Schwarzes Loch hineingezogen, das von keinem anderen fabriziert wird, als von Bruce Dickinson. Selten habe ich diesen großartigen Sänger über eine so lange Zeit seine Stimme derart kraftvoll halten gehört, wie bei diesem Lied. Wer also so wie ich, sowohl die ruhige als auch die härtere Welt der Musik zu schätzen weiß, und wer gerne soundorientierte Musik hört, der kann mit diesem Doppelalbum überhaupt nichts falsch machen.
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8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hammer!!!, 28. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Universal Migrator 1+2/Spec.ed. (Audio CD)
Der Universal Migrator: The Dream sequenzer war mein zweites Ayreon Album nach Into the Electric Castle, und bin von diesem Album unheimlich angetan. Selten hat mich eine CD so gefesselt. Für die CD 1 würde ich sogar glatt 6 Punkte vergeben. Leider muß ich beim Flight of the migrator ein wenig Abstriche machen, da mir die Songs etwas zu heavy sind. Hier vergebe ich drei Punkte, und komme somit auf insegesamt 4 Punkte. Meinb absoluter Lieblingstrack ist auf CD 1 The first man on earth, gesungen von den genialen Neal Morse (Ex-Spock's Beard) Auch die restlichen Gastsänger brauchen sich nicht zu verstecken.
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