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am 7. September 2008
Vaclav Neumanns Einspielungen der Symphonien 5, 6, 7 und 9 Gustav Mahlers mit dem Gewandhausorchester Leipzig gehören meines Erachtens zu den weitgehend unbekannten und doch herausragenden Beiträgen der Mahler-Diskographie.
Was bereits für die Fünfte galt (siehe meine dortige Rezension), gilt auch über weite Strecken für die hier vorliegende Einspielung der Siebten, die seit jeher das Stiefkind unter Mahlers Symphonien war. Bereits der glasklar vorgetragene Beginn des Werkes, der allzuoft in einen Brei ausartet, läßt einen aufhorchen. Das Tenorhorn-Solo und die punktierten Rhythmen werden präzise dargeboten und treiben die immer schneller werdende Musik unerbittlich auf den marschartigen Hauptteil zu. Der speziell wegen seines ausgiebigen Gebrauchs des Kontrapunkts in den Blechbläsern gefürchtete Kopfsatz gerät hier höchst transparent und überzeugend, denn selbst von Natur aus leisere Instrumente sind so hervorragend in das Gefüge Neumanns eingebettet, daß sie jederzeit wahrgenommen werden können und nicht von den Blechbläsern kaschiert werden. Speziell die letzten zwei, drei Minuten des Kopfsatzes sind einfach phänomenal geraten und suchen ihresgleichen, denn wie der Schluß auf den E-Dur-Höhepunkt drängt, ist unter Neumann einfach superb in Szene gesetzt.
Die beiden Nachtmusiken entfalten eine fast schon kammermusikalische Intimität; der Kontrast ist allerdings von Neumann sehr bewußt gewählt und erzielt seine Wirkung auch ohne großes Pathos, das diesen Sätzen so oft zum Verhängnis wird. Auch das Scherzo ist mit seinen grimmigen Rhythmen und bizarren Harmonien ganz vorzüglich geraten. Diese geisterhafte Parodie auf den Wiener Walzer ist noch selten so bissig und doch makellos vorgetragen worden.
Das Finale schließlich ist die pure Freude. Der untrügliche Instinkt Neumanns für gewisse Effekte, die aber nie aufgesetzt wirken, ist maßgeblich verantwortlich für eine stets vorwärts drängende und zwingende Logik. Die ungebrochene Spielfreude und Sicherheit der Leipziger ist wahrlich beeindruckend und läßt praktisch keine Wünsche offen.
Die makellose Klangqualität schließlich setzt dieser zügigen und relativ schmucklosen Interpretation die Krone auf. Die oftmals grellen Kontraste in der Registrierung und Harmonik Mahlers kommen so voll zur Geltung und machen aus dieser Darbietung eine der spannendsten, die ich kenne und die sich auf keinen Fall hinter Abbado oder Bernstein verstecken muß. Übrigens spielte auch Kurt Masur die Siebte einige Jahre später mit demselben Orchester ähnlich überzeugend ein.
Angesichts der geringen Investition kann die Empfehlung meinerseits daher nur lauten: unbedingt zugreifen!!!
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