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Three Faces of Eve [US Import]
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1957 spielte Joanne Woodward eine Rolle, vor der sich andere Stars 'drückten' (Jennifer Jones, June Allyson, Judy Garland); die Rolle einer Frau mit einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung (Multiple Personality Disorder/Dissociative Identiy Disorder) - keinesfalls zu verwechseln mit der Schizophrenie! Ihre darstellerische Leistung brachte ihr den Oscar als Beste Hauptdarstellerin ein [wie ironisch, dass sie ausgerechnet Liz Taylor Raintree-County-Darstellung aus dem Rennen schlug; während Woodward geheilt wird, 'descends Taylor into madness' ;)] und das zu Karrierebeginn. Während mir die Geschichte des Filmes -in Teilen- zu simpel aufbereitet wurde und wiederum zu weichgespült und melodramatisch war, überzeugt Woodward auf ganzer Linie. Sie liefert eine exzellente Darstellung einer wahrlich gestörten Frau ab. Sie brilliert in jeder der drei Persönlichkeiten.
Verblüffend finde ich einmal mehr Woodwards visuelle Wandlungsfähigkeit: Ein Jahr später drehte sie Der lange, heiße Sommer, und zeigt uns wiederum eine gänzlich andere Seite. Extrem sehenswerte Leistung!

Zur Geschichte: Eve White (Woodward) ist eine Bilderbuchehefrau. Ihre kleine Tochter Bonnie vergöttert sie. Ihr Zweck liegt im Hausfrauendasein begründet, in den frühen 50er Jahren in Georgia. Doch das Mäuschen hat ein großes Problem: Es hat Gedächtnislücken. Eves Ehemann Wayne (David Wayne) sucht Hilfe beim Therapeuten Dr. Luther (Burl Ives) - Orson Welles lehnte die Rolle ab! Es kristallisiert sich heraus, dass Eve White ein Alter Ego, Eve (!) Black hat (wie sinnig).
Als Eve ihre Tochter bedroht und Einkäufe tätigt, an die sich nicht erinnern kann, ist das Maß voll und Eve wird eingewiesen.
An dieser Stelle setzt auch schon meine Kritik an. Nach zwei Wochen entlässt man sie, von Therapie keine Spur, jedenfalls in der filmischen Umsetzung. Wofür gibt es Dr. Luther??!! Zu simpel m.E. (und ich spreche nur als sehr interessierter Laie, ich habe nicht Psychologie studiert) der Wechsel zwischen den Persönlichkeiten, à la Tischleich deck dich. Auf Luthers Verlangen der jeweils anderen switcht Eve wie ein ferngesteuerte Puppe, in Sekundenbruchteilen, für mein Empfinden reichlich merkwürdig, um.
Zwei Jahre später erhält Dr. Luther erneut Besuch von Eve - sie ist am Ende, weiß nicht mehr ein noch aus, ihr Mann ließ sich scheiden, die gemeinsame Tochter lebt bei ihren Eltern. Da kristallisiert sich eine dritte Persönlichkeit heraus. Während die eine ein graues, unsicheres und biederes Hausmäuschen ist, ist die andere ein männerverschlingender Vamp im sexy Outfit, schlagfertig uns selbstbewusst. Jane hingegen bildet den Ausgleich der beiden Extreme. Sie nimmt ihr Leben in die Hand und sagt den anderen beiden sozusagen den Kampf an.

UND - mehr wird nicht verraten - die Lösung des Rätels liegt tief in der Vergangenheit (auch hier melde ich leise Zweifel hinsichtlich der Plausibilität an, mir erschien die Auflösung ZU banal).

Die drei Gesichter Evas beruhen auf einer wahren Geschichte, wie uns der Erzähler - schon zu Beginn - klarmacht. Chris Costner Sizemore ist die Frau hinter der Geschichte. Allerdings ist die Realität etwas komplizierter. CS hatte mehr als 30 (!) Persönlichkeiten, die jeweils gleichzeitig in Dreiergruppen auftraten.
Sehr interessant fand ich die Erklärung von CS bzgl. ihrer Krankheit:
"Despite authorities' claims to the contrary, my former alters were not fragments of my birth personality. They were entities, whole in their own rights, who coexisted with my birth personality before I was born. They were not me, but they remain intrinsically related to what it means to be me." (Costner, Chris, A Mind of My Own)

Zur DVD: Meine Rezi bezieht sich auf einen Import mit RC 0 im NTSC-Format. Sehr gute Bildqualität und Ton und englische UT runden das Gesamtbild, das im Format 16:9 vorliegt, positiv ab.

Fazit: Sehenswerter Film mit interessanter Thematik (wobei z.B. The Snake Pit und Spellbound dramaturgisch eher überzeugen), leider hollywoodtypisch seicht aufbereitet. Vielleicht aber auch nur Kind seiner Zeit.
Allerdings ist Woodwards chamäleonhafte Darstellung so brillant, dass dramaturgische Schwächen daneben fast untergehen. Ein Film, der 1957 sicherlich mehr überzeugte als heutzutage.
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am 8. April 2013
Die DVD war nicht die deutsche Version, obendrein kann mann den Film nicht in der deutschsprachigen Region spielen. Bei Amazon.it ist dieser Film angeblich auf Deutsch erhaltbar. Stimmt das?

Veronika Harry
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