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Kundenrezensionen

20
4,1 von 5 Sternen
Firefly
Format: Audio CDÄndern
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Nach dem für Außenstehende dann doch etwas überraschenden Rausschmiss von Leadsänger David Byron und dem unmittelbar darauf folgenden Abschied des immerhin über zwei Alben durchhaltenden Bassisten, des ruhelosen Zugvogels John Wetton, schien die Zukunft von Uriah Heep an einem sehr dünnen seidenen Faden zu hängen. Doch manchmal kommt es im Leben halt anders, als man vermuten würde.

In John Lawton, der seine Fähigkeiten als Hardrock-Shouter bei der Hamburger Band Lucifers Friend sowie als Teilzeit-Leadsänger bei dem bis heute einmaligen multinationalen Popchor Les Humphries Singers unter Beweis gestellt hatte, fanden Ken Hensley, Mick Box und Lee Kerslake einen mehr als respektablen Byron-Nachfolger, und der neue Bassist Trevor Bolder hatte sich als Mitglied von David Bowies legendären Spiders From Mars eine ziemlich beeindruckende Rock'n'Roll-Reputation erarbeitet.

FIREFLY wurde Ende 1976 in London unter der bewährten Regie von Gerry Bron aufgenommen und im Februar 1977 veröffentlicht. Das Cover-Gemälde stammte von einem gewissen Martin White und erinnerte von ferne an die grandiosen Arbeiten Roger Deans für die Heep-LPs DEMONS AND WIZARDS und THE MAGICIAN'S BIRTHDAY von 1972.

Das Album begann mit düsteren Synthesizersounds von Ken Hensley, bevor Lee Kerslakes Schlagzeug einsetzte und dann John Lawton zum ersten Mal seine Stimme erhob. "The Hanging Tree" erwies sich als idealer Opener, der alles enthielt, was Uriah Heep jemals ausgemacht hat: Dramatik, eine große Melodie und ein zum Himmel strebendes vokales Finale, dass mir bis heute Tränen der Rührung in die Augen treibt.

Dass Gitarrist Mick Box damals in absoluter Hochform war, bewies er schon im ersten Song, und das setzte sich in den ersten, sehr romantischen dreißig Sekunden von "Been Away Too Long" fort, unterstützt von Ken Hensleys schwebenden Keyboards. Wie in einigen anderen Titeln dieser Scheibe klang John Lawton hier teilweise ein wenig zu schrill und aufgeregt. Die Bedeutung, jetzt in einer der großen Bands der Welt zu sein, war ihm immer mal wieder anzumerken. Doch wen konnte das ernsthaft überraschen?

Mit "Who Needs Me" folgte dann ein simpler Rock'n'Roll-Kracher, wie ihn Heep ziemlich oft zur Entspannung gebracht haben. Lee Kerslake schrieb diese Nummer, in der er von seiner eigentlich überflüssigen Rolle in seiner Beziehung zu berichten schien: 'You've taken me for granted / 'cause you know I'm a lover just like you / And I'll do anything you want me to / Who needs me?'.

Mit der herrlichen Semiballade "Wise Man" zeigte Ken Hensley wieder einmal, wozu er als Songwriter und Texter fähig war. In seinen schon damals teilweise geradezu philosophischen Lyrics ging es jedenfalls niemals darum, wie man am besten das nächste Groupie flachlegen konnte. Im Booklet amüsiert Hensley mit der Anekdote, dass Heep-Manager Gerry Bron damals glaubte, "Wise Man" sei über ihn geschrieben worden.

Lawton überreizte erneut gelegentlich sein Organ, zeigte aber mit dem traumhaften Finale, wozu er vokalistisch fähig war (und ist). Und Trevor Bolder erzählte mit seinem Bassspiel eine ganz eigene Geschichte. Großartig.

Ganz einfach strukturierte Hardrocksongs wie "Do You Know" hatten früher Mick Box und David Byron 'rausgehauen, doch zeichnete hierfür diesmal Ken Hensley verantwortlich. Solche Titel lockern ein Album auf, und mehr ist dazu auch nicht zu sagen.

Das schleppende "Rollin' On" ist mit knapp sechseinhalb Minuten das längste Stück auf FIREFLY. Ein vergessener Klassiker mit elektronischen Klängen von Hensley und einem langen Solo von Mick Box, das spätestens nach gut einer Minute nur noch zu Tränen rührt. So etwas hatte er wohl seit DEMONS AND WIZARDS nicht mehr eingespielt. Und Lawton? Der schien hier ganz er selbst zu sein.

Ebenso wie in dem dann folgenden "Sympathy", das zu Recht als Single ausgekoppelt wurde, sich aber leider nur eine Woche auf Platz 37 der deutschen Charts platzieren konnte. Nie zuvor und nie danach hat Mick Box mit seinem unglaublich sensiblen Spiel einen Heep-Song derartig von Anfang bis Ende dominiert. Und wie schon erwähnt: Lawton ist hier einfach großartig. 'Dreams are the posession of the simple man'. Wie wahr!

Auf der Terrasse eines Hauses in New Jersey beobachtete Ken Hensley eines Abends viele, irgendwie unheimlich in der Dunkelheit leuchtende Glühwürmchen, lief unter diesem Eindruck ins Haus und schrieb die ersten Worte für das epische Titelstück "Firefly" nieder.

Dies ist nochmals Uriah Heep, wie man die Band stets geliebt hat: eine gewisse Komplexität, viel Gefühl, große Ballade, trotzdem den Hardrock nie völlig aus den Augen verlierend. Leider endet der Song viel zu plötzlich mit einem sehr kurzen Fadeout. Das hätte man auch anders hinkriegen können. Trotzdem ist dies ein mehr als würdiges Finale eines großen Albums.

Die vier Bonustracks der remasterten CD-Ausgabe von 1997 sind recht willkommene Zugaben, aber weit davon entfernt, essenziell zu sein.

Viel mehr zählt die Tatsache, dass diese CD-Ausgabe insgesamt einfach großartig geraten ist. Die seinerzeit zwar warm und angenehm, aber leider etwas mulmig klingende Vinyl-LP konnte man getrost ins Regal stellen, denn das mehr als gelungene Remastering ließ das Werk endlich richtig aufblühen und klanglich voll zur Geltung kommen.

FIREFLY ist mit Abstand das beste Heep-Album der leider viel zu kurzen Lawton-Ära, denn der dank des Singlehits "Free Me" sehr erfolgreiche Nachfolger INNOCENT VICTIM geriet mir viel zu poppig, und FALLEN ANGEL von 1979 war mit Ausnahme des wunderschönen "Come Back To Me" eine einzige kreative Enttäuschung.

Ich habe das Album vom ersten Augenblick an geliebt, und diese Liebe hat sich im Laufe der mittlerweile 36 (!) Jahre nach ihrem Erscheinen nur noch verstärkt. Nach den oben erwähnten beiden Klassikern von 1972 ist es wohl tatsächlich meine am häufigsten gehörte Scheibe von Uriah Heep. Sie erreichte immerhin Platz 17 in Deutschland und hielt sich 18 Wochen in den Charts. In England und den USA konnte sie sich hingegen leider überhaupt nicht platzieren. Trotzdem ging die neue Heep-Besetzung auch dort erfolgreich mit dem Album auf Tournee.

Fazit: FIREFLY ist viel mehr als nur ein Glühwürmchen in der langen Geschichte von Uriah Heep.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2006
Die "Firefly" ist die erste Platte mit John Lawton als Sänger und Trevor Bolder am Bass. Aufgenommen wurde sie Ende `76 und erschien dann Anfang `77. Trotz der 2 Neuen, klingt sie Heep-typischer als der Vorgänger "High and Mighty", welche eigendlich eher eine Solo-Scheibe von Ken Hensley ist (siehe meine Rezension zu High and mighty). Ken Hensley hatte offensichtlich erkannt, dass die Heep-Fans auch Heep haben wollen/hören möchten. Lawton hatte allerdings einen schweren Stand bei den Fans, da er ständig mit dem übermächtigen David Byron verglichen wurde. Ich finde jedoch, er macht seine Sache hier sehr gut. Als song writer konnte er sich noch nicht eintragen, da er erst ganz kurz vor den Aufnahmen zu der Gruppe stieß. Das Gleiche gilt für Trevor Bolder. Die "Firefly" ist sehr melodisch ausgefallen, man findet immer wieder den Heep-typischen mehrstimmigen Gesang. Mir gefallen besonders gut folgende songs: Hanging tree, Been away too long, Rollin`on und Sympathy. Auch der Titelsong, gesungen von Ken, kann gefallen.

Die Bonussongs sind hier von der Qualität eher durchwachsen. Vielleicht hätte die Platte ein wenig härter ausfallen können. Insgesamt hat sich die Gruppe 4 Sterne redlich verdient und ganz sicher haben sie eine große Krise, nach dem Ausstieg von Byron und Wetton, bewältigt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Januar 2012
1977 erschien das Album No. 1 nach der Trennung von Original-Sänger David Byron. Als Nachfolger hatte die Band den ehemaligen Les-Humphries-Singers-Vokalisten John Lawton engagiert. Die Personalie am Bass hatte sich ebenfalls verändert. John Wetton hatte die Truppe verlassen und war durch Trevor Bolder ersetzt worden.

Lawton erwies sich als erstklassige Wahl. Wer mit Uriah Heep bereits abgeschlossen hatte wurde eines besseren belehrt. Lawton und Bolder hatte zwar noch keinen Anteil am Songwriting, aber dennoch gelang ihnen ein Einstand nach Maß. Hauptsongwriter Hensley fand nach dem Ausrutscher *High & Mighty* wieder zurück in die Spur.

Das Album ist zwar eine gehörige Spur eingängiger ausgefallen als alle Vorgänger zusammen, klingt aber wesentlich heeptypischer als oben erwähntes *High & Mighty* oder *Return To Fantasy*. Die kräftige Stimme von John Lawton fügte sich sehr gut ein und es entsanden einige hochkarätige Songs. Als Anspieltipps möchte ich an dieser Stelle *The Hanging Tree*, *Who Needs Me*, *Rollin' On* und *Firefly* nennen. Es gibt insgesamt eine sehr ordentliche Mischung als Rock, Hardrock, Rock'N'Roll und allen möglichen sonstigen Stilrichtungen und ein sehr starkes Artwork. Bonustracks ohne Wertung.

FAZIT: gelungener Einstand von Lawton und Bolder - starke 1977er Uriah-Heep-Scheibe...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2012
1977 erschien das Album No. 1 nach der Trennung von Original-Sänger David Byron. Als Nachfolger hatte die Band den ehemaligen Les-Humphries-Singers-Vokalisten John Lawton engagiert. Die Personalie am Bass hatte sich ebenfalls verändert. John Wetton hatte die Truppe verlassen und war durch Trevor Bolder ersetzt worden.

Lawton erwies sich als erstklassige Wahl. Wer mit Uriah Heep bereits abgeschlossen hatte wurde eines besseren belehrt. Lawton und Bolder hatte zwar noch keinen Anteil am Songwriting, aber dennoch gelang ihnen ein Einstand nach Maß. Hauptsongwriter Hensley fand nach dem Ausrutscher *High & Mighty* wieder zurück in die Spur.

Das Album ist zwar eine gehörige Spur eingängiger ausgefallen als alle Vorgänger zusammen, klingt aber wesentlich Heeptypischer als oben erwähntes *High & Mighty* oder *Return To Fantasy*. Die kräftige Stimme von John Lawton fügte sich sehr gut ein und es entstanden einige hochkarätige Songs. Als Anspieltipps möchte ich an dieser Stelle *The Hanging Tree*, *Who Needs Me*, *Rollin' On* und *Firefly* nennen. Es gibt insgesamt eine sehr ordentliche Mischung als Rock, Hardrock, Rock'N'Roll und allen möglichen sonstigen Stilrichtungen und ein sehr starkes Artwork.

FAZIT: gelungener Einstand von Lawton und Bolder - starke 1977er Uriah-Heep-Scheibe...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2002
Meiner Meinung nach eine der interessantesten Uriah Heep-Scheiben, nicht unbedingt typisch, aber abwechslungsreich und mit einigen zeitlos tollen Nummern. Mein Favorit: der Opener "The Hanging Tree" -das wäre wirklich ein Song für einen Western, Uriah Heep haben es genial verstanden, einem einen reitenden Cowboy musikalisch vor Augen und zu Ohren zu führen. Der Bass wummert sogar wie Hufgetrappel. Klasse-Stück, das die Atmosphäre eines Gejagten widerspiegelt. Eine wunderschöne Gitarre ist auch auf "Sympathy" zu hören. Ansonsten hervorzuheben wären der verträumte Titelsong, das langsame "Rollin' On", "Been Away Too Long", das sich schön steigert und das schnelle "Who Needs Me". John Lawton, der heutzutage noch ab und an mit Ken Hensley tourt, verpaßte den Songs mit seinem enormen Organ die richtige Ausdrucksstärke.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2014
"Firefly" war das erste Album nach dem Ende der David Byron-Ära-und eines der gelungensten Alben der Band, obwohl es lange im Schatten anderer Uriah Heep-Produktionen stand.
Schon der Opener "The Hanging Tree" sprüht vor Dramatik und präsentiert John Lawton als routinierten Frontmann, der David Byron in nichts nachsteht. "Been Away Too Long" hält diesen Spannunsgbogen, der sich durch "Who Needs Me" (ein Song von Drummer Lee Kerslake) in pures Rock'n Roll-Feeling auflöst. "Wise Man" gehört zusammen mit "July Morning" und "The Easy Road" zu den Top 3-Balladen von Uriah Heep und ist eine der schönsten Rock Balladen überhaupt. MIt "Do You Know" und "Rollin On" (ein Song über das Tourleben der Band) kommt das Rock-Feeling zurück, bevor mit dem relaxten "Sympathy" sich die Band von ihrer nachdenklichen Seite zeigt-der Song wäre ohne Lawtons Vocals nur die Hälfte wert gewesen.
Der Schlußtrack-und Titeltrack des Albums ist ein progressiv angehauchtes Meisterwerk aus balladesken Momenten und rockig-funkigen Episoden-meisterhaft!
Einige Worte noch zu den Bonus-Tracks: "Crime of Passion" wäre durchaus Album-kompatibel gewesen und "A Far Better Way" ist ein schmächlich vernachlässigtes Meisterwerk-man beachte nur die Achterbahn von Lawtons Vocals! "I Always Knew" ist ebenfalls ein vielversprechender Ansatz, der leider nicht zu Ende gedacht wurde und "Dance Dance Dance" ist eine unterhaltsame Rock/Funk-Nummer. Besagte Bonustracks schafften es wegen der damals (1976) normierten Albumlänge nicht auf "Firefly". Desweiteren findet der geneigte Hörer noch eine Demo-Version von "Do You Know", eine beachtliche Live-Version von "Who Needs Me", wo insbesondere Mick Box durch fulminante Gitarensoli glänzt, und eine TV-Version von "Wise Man", einer der erfolgreichsten Songs von Uriah Heep.
Nach 78 Minuten, die Spaß von A-Z machten, vergebe ich fünf Punkte und empfehle "Firefly" allen Melodic Rock-Fans! Nicht zögern, zugreifen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2014
Uriah Heep veröffentlichten mit "Firefly" im Februar 1977 bereits ihr 11. Studioalbum. In Anbetracht dessen, dass die Band nur 7 Jahre zuvor ihr erstes Album "Very Eavy...Very Umble" ablieferte, lässt vermuten das es sich bei der Band um "Workaholics" handelte.

Nachdem man sich 1976 von der goldenen Stimme eines "David Byron" trennte, dessen Alkoholproblem immer größer wurde und hiermit dazu beigetragen hatte das Auftritte immer peinlicher wurden, suchte man daher einen neuen Sänger. Namen wie "Ian Hunter" und "Paul Rodgers" waren im Gespräch, ein "David Coverdale" (Whitesnake, Deep Purple) soll sogar vorgesungen haben, wurde aber nicht genommen wegen ähnlicher Trinkeskapaden eines "David Byron".
Schließlich entschied man sich für den Stimmgewaltigen "John Lawton" (Lucifer's Friend).
Das Handtuch hatte ebenfalls Bassist "John Wetton" (später "Asia") geworfen und wurde durch "Trevor Bolder" ersetzt. Das neue Line - Up (Mick Box, Ken Hensley, Lee Kerslake, Trevor Bolder, John Lawton) stand also.

Eine neue "Heep Ära" hatte somit begonnen, und die Aufnahmen zu "Firefly" konnten im Oktober 1976 beginnen.

Die Komposotionen stammen überwiegend wieder aus der Feder von "Ken Hensley" (Keyboards, Organ, Vocals). "Firefly" und die 8 regulären Tracks des Albums sind ein Beweis welch hohe kompositorische Qualität in einem "Ken Hensley" steckte.
Den schweren Orgel - Sound der vorangegangenen Alben wird man auf "Firefly" nicht mehr zu hören bekommen. So erklingt das Album eher in einem neuen "Heep - Sound" das man eher als Pop/ Rock beschreiben kann. Eine Wiedererkennbarkeit von "Uriah Heep" ist dennoch durch die bekannten "Vocalharmonien" auf einigen Tracks gegeben.

"The Hanging Tree" klingt bisweilen sphärisch und erzeugt Gänsehaut. Ein sehr, sehr guter Einstieg in das Album das Phasenweise sogar an den Keyboard und Gitarrensound von "Pink Floyd" erinnert. Ein Highlight dieses Werkes !!!

Der Rocker "Been Away Too Long" überzeugt voll und ganz. "John Lawton" scheint hier alles zu geben. Der Mittelteil in dem "Mick Box" Gitarre und "Ken Hensleys" Keyboard - Sound fusionieren ist umwerfend, ganz zu schweigen von der Arbeit an den Drums eines "Lee Kerslake".

Der geradlinige Rocker "Who Needs Me" stammt aus der Feder von "Lee Kerslake" und kann ebenfalls beeindrucken.

Die Pop/ Rock Ballade "Wise Man" überzeugt wiederum durch die Stimmgewalt eines "John Lawton". Sehr, sehr schöner Song !!!

"Do You Know" ist wieder ein geradliniger Rocker, auflockernd und frei von jeglichen Zwängen. Spielfreude pur !!!

Das etwas dahinrollende und schleichende "Rollin On" ist das absolute Highlight von "Firefly". Ebenfalls ein sehr schöner Mittelteil von "Mick Box" Gitarre und "Ken Hensleys" Keyboards, angereichert mir schönen Vocalharmonien. Auch hier besticht "John Lawton" mit seinem gesanglichen können.

"Sympathy" erzeugt wieder Gänsehaut. Schöner kann Musik nicht sein !!! Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

Mit dem Poetisch - Hymnischen Titelsong "Firefly" findet das reguläre Album einen würdigen Abschluss. Die hohe kompositorische Qualität eines "Ken Hensley" wird man in diesem Song finden.
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"Firefly" ist ein gelungenes Werk dieses Line - Up's. Insgesamt wurden in dieser Besetzung 3 Alben aufgenommen (1976 - 1979 "Firefly" , "Innocent Victim" , Fallen Angel").

"Uriah Heep" konnten mit "Firefly" einen tiefen Absturz verhindern. Dennoch bleibt "Firefly" nur ein Glühwürmchen am Rock - Himmel. Großen internationalen, weltweiten Erfolg hatte die Band damit nicht mehr. In Deutschland kam das Album allerdings recht gut an. "Uriah Heep" dürften damals damit auch recht viele alte Fans gänzlich verloren haben.

Mit "John Lawton" hatten sie einen würdigen Nachfolger für "David Byron" gefunden. "John Lawton" war für die neuen Songs der richtige, die alten Songs lagen ihm aber nicht so ganz, und die "Magie" eines "David Byron" erreichte er bei Live - Konzerten mit seinen Interpretationen nicht.
Denkt man an "Uriah Heep", denkt man unweigerlich sofort auch an "David Byron". Den Geist und Schatten eines "David Byron" konnte die Band auch bis heute nicht los werden. Vieleicht ist das aber auch das Vermächtnis eines "David Byron". Der Geist schwebte über jeder neuen Veröffentlichung und bei jedem Konzert !!!

Das "CD - Remaster" ist sehr gut gelungen und empfehlenswert. Die Bonustracks bestehen aus Single B-Seiten, Demos etc.. Das Booklet hält genügend Informationen bereit um einen Einblick in die Entstehung des Albums zu bekommen. Empfehlenswert auch eine Original Vinyl LP von 1977.

Ich darf "Firefly" jedem empfehlen der melodischen Pop/ Rock mag. In Anbetracht dessen ist "Firefly" ganz einfach ein Wunderschönes Album, dass ich auch heute gelegentlich mal ganz gerne höre !!! Und mit jedem einlegen und hören der CD beschleicht mich das mulmige Gefühl: "David" hört mit !!!

Ich würde 5 - Sterne vergeben für die "Heep - Lawton Ära", im Rückblick und Vergleich auf die Werke mit "David Byron" (zumindest bis 1973) 4 - Sterne.
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DR Peak RMS Filename
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DR12 -1.25 dB -14.50 dB 01.The Hanging Tree.mp3
DR10 -0.89 dB -13.76 dB 02.Been Away Too Long.mp3
DR10 -0.91 dB -12.90 dB 03.Who Needs Me.mp3
DR11 -0.85 dB -14.48 dB 04.Wise Man.mp3
DR09 -1.28 dB -12.21 dB 05.Do You Know.mp3
DR12 -1.10 dB -15.87 dB 06.Rollin' On.mp3
DR10 -0.48 dB -12.83 dB 07.Sympathy.mp3
DR11 -1.26 dB -16.86 dB 08.Firefly.mp3
DR11 -1.59 dB -14.91 dB 09.Crime Of Passion [Single B-Side].mp3
DR13 -0.00 dB -16.79 dB 10.A Far Better Way [Demo Mix].mp3
DR11 -over dB -14.83 dB 11.I Always Knew [Bonus].mp3
DR11 -0.00 dB -13.54 dB 12.Dance Dance Dance [Bonus].mp3
DR13 -0.02 dB -16.25 dB 13.Been Away Too Long [Alternative Version].mp3
DR13 -0.02 dB -15.04 dB 14.Do You Know [Demo Mix].mp3
DR11 -0.01 dB -13.27 dB 15.Who Needs Me [Alternative Live Version].mp3
DR12 -1.09 dB -16.02 dB 16.Wise Man [T.V. Backing Track].mp3
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Number of files: 16
Official DR value: DR11

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am 20. August 2008
Mein Cousin hatte damals im Jahr 1977 einen tragbaren Cassettenrecorder. Er hatte eine Aufnahme von "Been away too long" vom Radio aufgenommen, bevor das Album Firefly auf den Markt kam. Dies war mein erster Eindruck von Firefly. Auch wenn Byron nicht mehr der Sänger der Band war, konnte ich mich gleich mit der neuen Situation anfreunden. Dieser Song zählt noch heute zu meinen Lieblingssongs dieser Band, aber Firefly hat weit mehr zu bieten. z.B. Wise man . Diese Ballade zeigt wunderbar den stimmgewaltigen John Lawton. Sympathy war eine hervorragende Singleauskopplung und zeigt die Fähigkeiten von Trevor Bolder. Rollin' on ist mit seinem Zwischenteil und Gitarrenpart ein typischer Hensley - Song.
Firefly , gesungen von Ken Hensley (erst im letzten Part des Songs übernimmt John Lawton )ist fast schon sowas wie ein kleines Opus, das aus mehreren teilen besteht. Auch die restlichen Songs ergänzen das Album perfekt. Alles in allem ein rundes Heep - Album, daß nicht nur vom Cover her an Demons and Wizards erinnert. Firefly ist ein damals völlig unterbewertetes Album, daß vielleicht ein klein wenig mehr Feinschliff auf der Produktionsseite verdient gehabt hätte. Vielleicht ist es aber auch genau das, was die Atmosphäre des Albums ausmacht.
Es ist eigentlich jeder Song auf den Punkt gebracht und das ganze Album aus einem Guß. Es zählt neben Salisbury, Demons and Wizards und Sweet Freedom zu meinen Lieblings Heep - Alben der 70er Jahre. Unverzichtbar für jeden Fan !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2009
Die "Firefly" ist die erste Platte mit John Lawton als Sänger und Trevor Bolder am Bass. Aufgenommen wurde sie Ende `76 und erschien dann Anfang `77. Trotz der 2 Neuen, klingt sie Heep-typischer als der Vorgänger "High and Mighty", welche eigendlich eher eine Solo-Scheibe von Ken Hensley ist (siehe meine Rezension zu High and mighty). Ken Hensley hatte offensichtlich erkannt, dass die Heep-Fans auch Heep haben wollen/hören möchten. Lawton hatte allerdings einen schweren Stand bei den Fans, da er ständig mit dem übermächtigen David Byron verglichen wurde. Ich finde jedoch, er macht seine Sache hier sehr gut. Als song writer konnte er sich noch nicht eintragen, da er erst ganz kurz vor den Aufnahmen zu der Gruppe stieß. Das Gleiche gilt für Trevor Bolder. Die "Firefly" ist sehr melodisch ausgefallen, man findet immer wieder den Heep-typischen mehrstimmigen Gesang. Mir gefallen besonders gut folgende songs: Hanging tree, Been away too long, Rollin`on und Sympathy. Auch der Titelsong, gesungen von Ken, kann gefallen.
Die Bonussongs sind hier von der Qualität eher durchwachsen. Vielleicht hätte die Platte ein wenig härter ausfallen können. Insgesamt hat sich die Gruppe 4 Sterne redlich verdient und ganz sicher haben sie eine große Krise, nach dem Ausstieg von Byron und Wetton, bewältigt.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Oktober 2004
Ich muss zugeben, dass ich, wie viele andere Heep-Fans der damaligen Zeit 1977, mit dem Wechsel des Frontmans von David Byron zugunsten John Lawton nicht besonders begeistert war. Heute weiß ich, dass das ein nötiger und unumgänglicher Schritt für die Gruppe war. Die Differenzen, die innerhalb der Band herrschten, hatten sich musikalisch ausgewirkt (das Vorgängeralbum 'High and Mighty' war von Ken Hensley quasi fast im Alleingang zusammengestrickt worden) und es steckten einfach keine Power und keine kreativen Ideen mehr drin.
Heute, fast 30 Jahre nach dem Erscheinen von 'Firefly' klingt dieses Album versöhnlich und gehört nahtlos in die U.H. History. Lawton hatte nie den Anspruch erhoben, Nachfolger von Byron zu sein und in seine Fußstapfen zu treten. Mit seiner charakteristischen rauhen Stimme drückt er dem Heep Sound seinen eigenen Stempel auf.
Los geht es mit 'The Hanging Tree', typischer späterer Heep Sound, bekommt man nicht mehr aus dem Ohr.
'Been away too long' gehört für mich zu den schwächeren Stücken auf dem Album. 'Who needs me' rockt ordentlich los, ist aber allenfalls auch nur durchschnittlich.
Dafür gehört 'Wise Man' zu den schönsten Balladen, die aus der Feder von Uriah Heep / Ken Hensley stammen. Allein hierfür lohnt sich schon die Anschaffung des Albums; - wunderschön.
'Do you know', 'Rollin' on'; - der eine mag's, der andere weniger.
'Sympathy' war die Singleauskopplung aus dem Album, die es meines Wissens nach aber nur in Deutschland bis in die Charts schaffte. Gehört auch nicht unbedingt zu Heeps stärksten Stücken.
Den Höhepunkt des Albums stellt der Titelsong 'Firefly' dar, bei dem Ken Hensley den Leadgesang übernahm. Tempiwechsel, eine schöne, eingängige Melodie und toll arragiert: hier spielen U.H. ihre Stärken voll und ganz aus.
'Crime of Passion' war B-Seite von der Single 'Sympathy' und da gehört dieses Stück auch hin. Für die anderen Bonustracks gilt das, was ich (bis auf wenige Ausnahmen) zu den Bonüssen der Neuauflagen geschrieben habe: Proberaumsound und / oder schlechtere Versionen der regulären Tracks. Sie sind nur etwas für diejenigen, die wirklich alles haben müssen.
Lustig ist, dass sich U.H. mit 'Dance, Dance, Dance' am Discosound a la Chaka Khan o.ä. versucht haben (misslungen).
Fazit: 'Firefly' gehört zu U.H., wie alle anderen Alben auch. Es ist ein Stück Zeitgeschichte für diejenigen, die dabei waren. Ich denke, dass sich wegen der herausragenden Stücke auch für alle anderen die Anschaffung lohnt. Andere mögen ein paar andere Highlights als ich entdecken, schließlich ist alles Geschmackssache. Mir fällt dabei ein Freund aus damaliger Zeit ein, der fuhr voll auf 'Rollin' on' ab; ein Stück, mit dem ich weniger anfangen konnte. In jedem Fall: Anhören!
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