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Kundenrezensionen

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am 6. Januar 2012
Ende 1972 stand die mittlerweile fünfte Studioscheibe von Uriah Heep in den Läden. Sie trug den Titel *The Magicians Birthday* und setzte den Weg vom Vorgängeralbum *Demons & Wizards* konsequent fort. Es war schon erstaunlich. Uriah Heep hatten in der kurzen Zeit von nur 3 Jahren fünf Studioalben auf dem Weg gebracht, dieses Arbeitspensum wurde in jenen Tagen bei den bedeutenden Rockbands nur noch von den Amerikanern *Grand Funk Railroad* getoppt, vor allem in dieser Qualität.

So ist auch *Magicians Birthday* keinen Deut schlechter als der Oberhammer von Vorgänger, sondern auf dem selben hohen Niveau angesiedelt und diesem im jeden Fall ebenbürtig. Und wie auf jeden Heep-Album ist auch dieser spezielle Hit vertreten, der auch heute noch in Konzerte gepackt wird. Auf dem Vorgänger waren es *The Wizard* und *Easy Livin* hier ist er *Sweet Lorraine*, der genau wie der erstklassige Song *Spider Woman* als Single ausgekoppelt wurde, allerdings wenig Beachtung in den Charts fand.

Ich hatte immer das Gefühl das gerade diese LP in Heep-Fankreisen eher etwas stiefmütterlich behandelt wurde, konnte aber keinen richtigen Grund dafür erkennen. *Sunrise* ist ein verdammt starker Opener, genauso wie *Blind* Eye* oder *Echoes In The Dark* und das geniale *The Magicians Birthday*, das meines erachtens sogar noch einen Tick stärker ist als der Song *The Spell* von Vorgängeralbum. Wie gesagt, Musik auf sehr hohem, verdammt hohem Niveau die kein Wünschen offen läßt, höchstens die Frage aufdrängt, woher Hauptsongwriter Ken Hensley in jenen Tagen nur diese Ideen hernahm.

Als einziger Ärgernis sehe ich das lieblose Bonusmaterial. Bonusmaterial sollte eigentlich eine geniale und klassische Hard-Rock-Scheibe aufwerten und nicht nur dazu da sein um überfüllt Archive zu leeren. Diese Scheibe hätte diesbezüglich sicherlich besseres verdient gehabt.

FAZIT: Klassiker auf der nach oben hin offenen Uriah-Heep-Skala...
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am 29. Juni 2000
Ende 1972 waren Kaufhof und Montanus nach Erscheinen der heiß erwarteten LP in der Musikabteilung mit mehreren Hundert Covers des Werkes bepflastert, um darauf hinzuweisen, daß es endlich da ist.
Es war wirklich schwierig, für "Demons and Wizards" (eine der besten Platten der Sechziger und Siebziger) einen würdigen Nachfolger zu finden, so weit reichte der kreative Schatten des kommerziell ungemein erfolgreichen Werkes mit seiner wundervollen Covergestaltung von Roger Dean. "Magicians Birthday" war nicht schlecht, es gab viele Vorbestellungen. Das Werk zeigt wieder, daß Uriah Heep eigentlich keine Hardrock-Gruppe wie Black Sabbath war.
"Blindeye", "Rain", "Sunrise", "Echoes in the Dark" sind wundervolle Balladen und gehören zu der Gruppe besten Kompositionen. "Spider Woman" war eine superschnelle Heavy-Nummer, die allerdings etwas den beginnenden langsamen Verlust der farbenträchtigen Magie der Gruppe spiegelte, ähnlich "Sweet Lorrain", etwas effekthascherisch. Das Titelstück "Magicians Birthday" ist der typische lange Song, der bisher jede LP der Gruppe abschloß. Nicht schlecht (besonders die vielschichtigen Vocals), aber die farbenschillernde Psychedelia von "The Spell" oder würdevolle Melancholie "Salisbury" (meiner Meinung die beste - unterbewertete -Synthese von Klassik und Pop der Siebziger) spürte man hier nicht mehr. Auch die Innencover-Fotos sind hier effekthascheriger als die unaufdringlichen Fotos auf "Demons and Wizards".
An Uriah Heep kann man das Ende einer Epoche emotional nachempfinden. 1973 änderte sich vieles: Die Wirtschaft bekam eine Krise, die Sechsziger waren offiziell mit der Ölkrise zu Ende, die Jugendzeitschriften wurden in Bild und Schrift oberflächlicher, die Kommerzialisierung von Sexualität sorgte für eine unsensiblere Wahrnehmung seiner Umwelt, etc. Und Uriah Heep kamen aus der Mode. Genug abgeschweift.
Im ganzen gesehen ist die CD aber anschaffenswert, alleine wegen den wunderbaren Balladen und der Außencovergestaltung von Roger Dean in Rot und Blau. Von Uriah Heep gehören in die Sammlung "Look At Yourself", "Salisbury" (!), "Demons and Wizards" und als letzte diese. Was Uriah Heep damals für den deutschen Musikgeschmack der jugendlichen und Heranwachsenden bedeutete, kann man heute schwer mit seinem Gefühl nachvollziehen. Ich freute mich kürzlich, als ein 18-jähriges Mädchen mit langen blonden Haaren "Salisbury" als ihre absolute Lieblingsplatte bezeichnete.
1970 bis 72 haben Uriah Heep der Jugend eine schöne eindringliche - softe wie bleischwere - Keyboard-Musik geschenkt, danach - hätten sie sich aufgelöst und etwas anderes gemacht - sie wären dennoch unvergessen. Sie trafen den Nerv des deutschen Musikempfindens, das das Zarte, Klassische wie auch das Schwere, Dramatische und Laute liebt. Herbert Hisel
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am 1. März 2003
1973/75, als ich 14, 15 Jahre alt war, lief dieses Album, abwechselnd mit der ähnlich konzipierten LP "Demons and Wizards" auf meinem Dual-Plattenteller rauf und runter. An seiner unschreiblichen Magie hat sich bis heute nichts geändert, so dass ich auch heute noch die (Remastered)-CD einlege und immer noch neue Nuancen in den Stücken entdecke. Der Sound ist so speziell, dass er auch von Uriah Heep selbst live nur schwer reproduzierbar ist, aber er ist immer noch zeitgemäß, was diesem Album einen echten und zeitlosen Klassikerstatus verleiht. Das so ungefähr zur gleichen Zeit herausgebrachte Livealbum ("January 1973"), das einiges des "Magician"-Materials enthält, ist auch gut, aber eben anders.
Besonders hervorzuheben sind die Kompositionen, die größtenteils der Feder des Keyboarders Ken Hensley entstammen, dem musikalischen Kopf der Gruppe, die (abwechselnd mit demselben) von dem einmaligen Leadsänger der Gruppe, David Byron interpretiert werden. Seine Stimme macht dieses Album unverwechselbar und weder die Band, noch die ganze Rockmusikszene hat nach ihm noch mal einen so herausragen Sänger erlebt. Die Soundkulisse wird geprägt durch das abwechslungsreiche Gitarrespiel von Mick Box, das kein Manko aufweist, den teilweise sogar etwas jazzig angehauchten, virtuosen Bassläufen von Gary Thain und einigen Soundeffekten. Die Drums von Lee Kerslake runden das Album ab.
Wie der Titel "The Magician's Birthday" schon erahnen lässt, handelt es sich hier um den Vorläufer zahlreicher Fantasy-Rock-Gruppen, die auch heutzutage (noch oder wieder) sehr aktuell sind und die ihre Wurzeln hier heraus gezogen haben. Die mystischen Songtexte über Legenden (Tales), der Kampf des Guten gegen das Böse, Zauberer, Feen und Elfen, an die man unwillkürlich denken muß. Niemals wurde diese Thematik besser interpretiert. Der Grundstein zu einer eigenen Musikrichtung wurde gelegt. Oft kopiert und nie erreicht...
Es gibt kein einzelnes Stück besonders hervorzuheben; angefangen von dem Opener "Sunrise" bis zu dem, sich aus mehreren Einzelkomponenten zusammensetzenden Titelstück, sind alle für sich individuell einzigartig. Nach einigem Hören prägt sich jedes einzelne Stück ohnwurmmäßig ein, so dass man es nie mehr loswird!
Obwohl es sich nicht um ein geschlossenes Konzeptalbum handelt, ist das Album "rund". Jedes Stück ist da, wo es hingehört. Es gibt keinen "Lückenfüller"; jeder Song steht für sich und hat seinen eigenen Charakter.
"Sunrise" habe ich schon erwähnt; - ein ruhig beginnender Titel, der in einem wunderschönen Chorus endet (wenn die Sonne dann aufgegangen ist), "Spider Woman", ein für die damalige Zeit typischer Heep-Knaller, der auch als Single ausgekoppelt wurde und mit dem man wohl an den Hitparaden Erfolg von "Easy Livin'" aus dem Vorgängeralbum "Demons & Wizards" anknüpfen wollte, danach "Blind Eye" mit einer prägnanten Gitarrenmelodie und "Echoes in the Dark": kein Kommentar, einfach hören! "Rain" fand schon auf Hensleys Soloalbum "Proud Words on a dusty Shelf" Verwendung, ist hier, mit Byrons Stimme aber meiner Meinung nach noch ausdrucksvoller. "Sweet Lorraine", zur Auflockerung ein Partykracher ("...let the party carry on..."), der dann von einer der schönsten Balladen von Uriah Heep "Tales" getragen abgelöst wird. Zum darauffolgenden Titel "The Magician's Birthday" gibt es ebenfalls nicht viel zu sagen, denn die vermittelte Stimmung ist mit Worten kaum zu beschreiben. Kopfhörer aufsetzen und sich entführen lassen!
Ergänzt wurde diese Auflage durch das Instrumentalstück "Silver White Man", wobei es sich dabei nicht um ein wirkliches Instrumentalstück handelt, sondern um eine frühe Probe einer Songidee, die schließlich, mit Stimme versehen, auf Byrons Soloalbum "Take no Prisoners" Verwendung fand.
"Crystal Ball" ist eine B-Seite und hat mit dem Album als solches auch nicht viel zu tun. Eine nett gemeinte Ergänzung, ein guter Song, aber eine andere Facette der damaligen Heeps.
Fazit: ein MUSS für alle, die sich auch nur annähernt für gut gemachten Fantasy-Rock begeistern können, nicht zuletzt auch, um etwas über die Ursprünge dieser Musikrichtung kennenzulernen, die zahllose Gruppen geprägt hat. Zeitlos und aktuell, damals wie heute. Ein Klassiker eben.
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Habe lange Zeit die Ursprünge von Uriah Heep irgendwie ausgespart und kann nur die bekannten Stücke, wie Easy Livin`, Lady in Black und Sweet Lorraine...das diese Zurückhaltung ein Fehler war, hat sich jetzt gezeigt, als ich Demons&Wizard sowie The Magician`s Birthday plus Salisbury auf einen Schlag gekauft habe. O.K. Salisbury ist nicht unbedingt was für meinen Geschmack, bis auf wenige Tracks; aber die anderen beiden habe ich am Wochenende rauf und runter gedudelt! Ich habe auch einige Scheiben aus den letzten 10 Jahren etwa, und somit hat sich der Uriah-Heep-Kreis jetzt für mich sehr schön geschlossen...echt klasse! Vielleicht auch gut, wenn man nicht gleich alles kennt und noch Überraschungen erleben darf, auch wenn sie schon einige Jahrzehntchen vor der Nase schlummern. Meine momentanen Favoriten der für mich "neuen" Tracks auf den beiden Salisbury-Nachfolgern: Rainbow Demon, All my life, Spider Woman und The Magician`s Birthday...
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am 25. Dezember 2001
Diese CD ist einfach genial! Viele richtig Rockige Stücke wie "Sunrise", "Spider Woman", "Blind Eye" und "Sweet Lorraine", aber auch Wunderschöne Balladen ("Rain") machen diese CD zu einem wunderschönen Gesamtwerk. Ich bin wirklich traurig dass ich diese Band in ihrer Blütezeit nie live erleben konnte. Bin leider etwas jung dafür... Naja, zum Kauf dieser CD kann ich jedoch jedem nur raten! Wunderschöner Fantasy-Rock!!!
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HALL OF FAMEam 11. Juni 2005
1972 gehörte Uriah Heep zu den bekanntesten Gruppen, sie wurden von der Tagespresse im Feuillton als ernsthafte Musiker besprochen. Das Folge-Album nach ihrem Meisterwerk "Demons and Wizards wurde sehnsüchtig erwartet, Montanus und Kaufhof brachten zur Promotion endlich dutzende blau-rote Plattencover an den Wänden ihrer Musikabteilung an ...
Der Zeitmangel, viele Konzerte, wenig gebuchte Studiowochen liesen "Magicians Birthday" etwas schwächer als den Vorgänger erscheinen. Aber nur etwas, da man "Demons and Wizards" nun schwer überbieten konnte. Im großen und ganzen war es gelungen und keinesfalls eine Enttäuschung. Ursprünglich war eine Dopel-LP geplant, die zweite Platte sollte eine einzig lange Collage sein, die die Geschichte mit dem Kampf von den beiden Dämonen erzählt. Schade, evtl. hätte die Band dadurch ein noch anspruchsvolleres Image bekommen, wie Jethro Tull mit dem ihrem extrem erfolgreichen 50-Minuten Epos "Thick as a Brick", dem einzigen Werk der kurzen sog. "Progressiv-Ära", daß die No. 1 der LP Charts erreichte ...
- Die Band bestach nach wie vor mit ruhigen Songs, die hier mit Gary Thains fetten melodiösen Basslinien gut daherkamen. Echoes in Dark (David Byrons geschmeidiger Gesang), Blind Eye, Rain (Klavierbegleitung), Tales und Sunrise. Eine Menge Balladen aus Ken Hensleys Feder.
- Auf der Geburgtstagsfeier gab es leider keine Single im Format von The Wizard oder Lady in Black. Die Kompositionen waren gut, noch nicht ausgereift. Spider Woman ist ein besserer Album Track, mit einem typisch schnellen Gitarrenohrwurmriff von Mick Box. Doch als Single nicht die beste Wahl. Vielleicht wäre eine ausgereiftere Version "Rain" ein Hit geworden. Uriah Heep war vielen Radiohörern eher ein Begriff für ruhige und etwas traurige Lieder durch "Lady in Black" geworden.
- Neu der Gebrauch von Moog / Synthesizer (sparsam auf Blind Eye und Echoes). Mit "Sweet Lorraine" klingt das erste Mal ein Heep Song effekthascherig und kitschig, was eine düstere Vorahnung auf kommende Alben wie "Sweet Freedom" wirft.
- Das Titelstück sollte ursprünglich länger sein. Hat seine guten Momente, z.B. David Byrons Gesang am Schluß, das Gitarrenriff, Box Solo im Mittelteil. Als traditionell lange Collage am Ende einer Uriah Heep LP fiel der Geburtstagstrack um einiges hinter Salisbury, July Morning und Paradise/Spell zurück. Auch das Cover hat mit Blau und Rot eher unharmonische Farben, ebenfalls die Fotographien von Konzerten in der Innen-Klappseite des Covers waren weniger gelungen als die unaufdringlichen und dunklen Studioporträts der Musiker in der "Demons and Wizards" Klapphülle, die mit dunkelblau und silber eine hervorragende Farbgebung hatte.
- Die Boni sind nicht schlecht, besonders "Silver White Man" ist ein Byron/Box-Heavytrack (klasse Riff), erschienen auch auf David Byrons Debüt mit Rough Diamond "Take no Prisoners"."Proud Words on a dusty Shelf" war das Aushängeschild auf Ken Hensleys erstem Solowerk 1973. Der Song hätte damals gut auf die LP gepaßt, doch Songwriter sagten "Hände weg von meiner Komposition". Das andere Bonusmaterial besteht aus Alternativ-Versionen bereits bekannter Songs (kein großer Unterschied) und Material von Gary Thain, leider in schlechter Aufnahmequalität.
- "The Magicians Birthday" war ihr letztes bedeutendes Album mit David Byron in der musikalischen ersten Liga. Das Booklet bringt ein Paar News zu 1972, doch nicht übermäßig. Mein persönliches Kaufmotiv waren die 5 Balladen und "Silver White Man".
Seltsam ist, daß einige Bandmitglieder sich um diese Zeit durchgesetzt hatten, ihr Corporate Identity und die Konzerte immer mehr in den Hard-Rockbereich zu setzen, der damals noch von Deep Purple dominiert war. Andererseits besteht die Stärke dieses Albums wieder mal in den zahlreichen ruhigeren Songs.
Exkurs: Wenn sich Ken Hensley damals nach dem Erfolg des progressiven und klassisch angehauchten "Salisbury" mit seinem Konzept durchgesetzt hätte. Die Band weiter in diese experimentelle Richtung (ähnlich Genesis oder Fairport Convention) weitergehen zu lassen ...
Vielleicht wäre das aus heutiger Vogelperspektive die bessere Entscheidung gewesen. Die Jungs konnten damals auch nicht ahnen, daß der kreative Zenith des Heavy-Rock bereits nach zwei Jahren überschritten war, und keine innovativen Meisterwerke wie "Deep Purple in Rock" mehr erscheinen würden. Auch der Publikumsgeschmack änderte sich um 1973 langsam, neue (eher gitarrenorientierte) Heavy-Bands wie BTO oder Suzy Quatro waren nur noch bis spätestens 1975 in den Single und LP-Charts. Anschließend wandte sich ein Teil der Jugend der tanzbareren Musik mit Streicher- und Bläserorientierten Discoproduktionen zu. Und zum Teil erreichten (als Kontrast zur Realität ) sehr komplexe, artifizelle Werke von Yes, Pink Floyd, Mike Oldfield oder Genesis hohe Auflagen. Und der Heavy-Metal fing Mitte der Siebziger an, um seiner selbst willen immer extremere Musik zu machen. Er entwickelte sich uniform mit Judas Priest, Ufo, Ac Dc oder Iron Maiden zu einer Sparte und klang vergleichsweise nüchtern und spannungsarm, tätowierte Sänger begrüßten ihre Fans ab dato mit "hey Motherfuckers" auf Konzerten ...
... Für Uriah Heep interessierte sich keine dieser drei Gruppen mehr besonders.
11 Kommentar|30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2001
Mit "Sunrise" das sowohl Dave Byron's (R.I.P.) starke Stimme zunächst à capella bringt und dann in einen fast bombastischen Sound übergeht, haben Heep einen ihrer besten Songs geschrieben. Das gilt noch immer nach fast 30 Jahren auf der Bühne. In manche Stücke, wie den langen Titelsong "The Magician's Birthday" sollte man in Ruhe reinhören und geniessen. Dann kommen sie noch besser rüber.
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am 22. Juni 2011
"Alles Gute zum fünften Album innerhalb von nur zwei Jahren". Die Musiker von Uriah Heep, bzw. generell die Musikgruppen, die sich Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger formierten, hatten einen unglaublichen Drang sich kreativ zu verwirklichen. So sprudelten sehr viele Gruppen - und natürlich auch Uriah Heep - geradezu vor neuen Ideen, und wollten die Musikwelt mit neuen und ungewöhnlichen Klängen und Kompositionen verändern um nicht zu sagen revolutionieren. So kam es in dieser Zeit mitunter vor, dass eine Band sofort, oder sogar noch während der Tour ins Studio ging, an neuen Sounds und Songstrukturen herumtüftelte, oder neue Instrumente ausprobierte.

So eine kreative und quantitative Produktivität wie damals, kennt man heute nur noch von ganz wenigen Musikern (Steven Wilson, Neal Morse, Roine Stolt, und Mike Portnoy). Aufgrund der damaligen Technik mutierte das schnelle Produzieren der Alben für die einzelnen Musiker auch sehr häufig zum absoluten Dauerstress.
So zeigte sich vor allem Ken Hensley nicht ganz so zufrieden mit diesem Output, denn er war der Überzeugung, dass man - The Magician's Birthday - noch viel besser hätte machen können, wenn man mehr Zeit gehabt hätte, und nicht so unter Druck gestanden wäre. Obwohl Ken hier vielleicht gerade bezüglich des Titeltracks sogar Recht hat - mit dem extremen "Gitarrengefrickel" im Mittelteil habe auch ich sehr große Schwierigkeiten - gefällt mir dieses Album unglaublich gut.

Uriah Heep machen das, was sie am besten können, zeitlose, für die damalige Zeit neue, und progressiv angehauchte aber jederzeit melodiöse Rockmusik zu schreiben. Bei - The Magician's Birthday - geht also im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne für jeden Rockfan auf, auch wenn es zwischendurch ein bisschen auf höchstem Niveau regnet (Rain).

Auf der remasterten Version gibt es wieder unglaublich viel Bonusmaterial, darunter die drei sehr hörenswerten "Out-Takes" - Crystal Ball, Silver White Man und Proud Words.
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HALL OF FAMEam 18. Januar 2004
1972 gehörte Uriah Heep (nach ihrem Meisterwerk "Demons and Wizards") zu den bekanntesten Gruppen, wurden von der Tagespresse als ernsthafte Musiker besprochen. Das Album sehnsüchtig erwartet, Montanus und Kaufhof brachten zur Promotion dutzende blau-rote Cover an den Wänden ihrer Musikabteilung an. Der Zeitmangel, viele Konzerte, wenig gebuchte Studiowochen liesen "Magicians Birthday" etwas schwächer als den Vorgänger erscheinen. Etwas.
- Die Band bestach nach wie vor mit ruhigen Songs, die hier mit Gary Thains fetten melodiösen Basslinien gut daherkamen. Echoes in Dark (David Byrons ausdrucksvoller Gesang ist bis heute unterbewertet), Blind Eye, Rain (Klavierbegleitung), Tales und Sunrise. Eine Menge Balladen aus Ken Hensleys Feder.
- Auf der Geburgtstagsfeier gab es leider keine Single im Format von The Wizard oder Lady in Black. Die Kompositionen waren gut, noch nicht ausgereift. Spider Woman ist ein besserer Album Track, mit einem typisch schnellen Gitarrenohrwurmriff von Mick Box. Doch als Single nicht die beste Wahl. Vielleicht wäre eine ausgereiftere Version von "Proud Words" oder Rain ein Hit geworden.
- Neu der Gebrauch von Moog / Synthesizer (sparsam auf Blind Eye, Echoes). Mit "Sweet Lorraine" klingt das erste Mal ein Heep Song effekthascherig und kitschig, was eine düstere Vorahnung auf kommende Alben wie "Sweet Freedom" wirft.
- Das Titelstück sollte ursprünglich über eine Plattenseite gehen. Hat seine guten Momente, z.B. David Byrons Gesang am Schluß, das Gitarrenriff, Box Solo im Mittelteil. Als traditionell lange Collage am Ende einer Uriah Heep LP stand der Geburtstagstrack um einiges hinter Salisbury, July Morning und Paradise/Spell. Ursprünglich war eine Doppel-LP mit einer langen Suite und weiteren Kompositionen geplant. Schade. Auch das Cover hat mit Blau und Rot eher dissonante Farben, auch die Fotographien waren (neben dem Design in Blau/Silber) auf Demons and Wizards gelungener.
- Die Boni sind nicht schlecht, besonders "Silver White Man" ist ein Byron/Box-Heavytrack (klasse Riff), erschienen auch auf David Byrons Debüt mit Rough Diamond "Take no Prisoners"."Proud Words on a dusty Shelf" war das Aushängeschild auf Ken Hensleys erstem Solowerk 1973. Der Song hätte damals gut auf die LP gepaßt, doch Songwriter sagtew "Hände weg von meiner Komposition". Das andere Bonusmaterial besteht aus Alternativ-Versionen bereits bekannter Songs (kein großer Unterschied) und Material von Gary Thain, leider in schlechter Aufnahmequalität.
- "The Magicians Birthday" war ihr letztes bedeutendes Album mit David Byron in der musikalischen ersten Liga. Das Booklet bringt ein Paar News zu 1972, doch nicht übermäßig. Mein persönliches Kaufmotiv waren die 5 Balladen und "Silver White Man".
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TOP 500 REZENSENTam 6. März 2009
,Demons & Wizards' und ,Magician's Birthday' werden gern und oft in einem Atemzug genannt, und was die Qualität dieser Alben anspricht ist das auch verständlich - beide sind über jeden Zweifel erhaben; Unterschiede kann man aber doch orten: erstens wird hier das über die Vorgänger Alben kontinuierlich aufgebaute theatralische, pathetische Element ein wenig geringer und zweitens klingen hier schon die ersten Pop und songwriter Einflüsse an. Zweitere sind ganz stark zu hören bei dem nur von Klavier und Vibraphon begleiteten, wunderschönen Hensley Song ,Rain'. Zählt kompositorisch sicherlich zu den besten Balladen von UH. Poppig und funky wird's in dem AOR Rocker ,Sweet Lorraine' der - ebenso wie der herrliche Bluesrocker ,Spider Woman' ohne Hensley Beteiligung komponiert wurde. Beide songs zeigen, daß UH durchaus auch ohne Hensley Klasse songs schreiben konnten. 'Spider Woman' hat dann auch wieder diese herrliche Slide Gitarre als tragendes Element. Hensleys große Beiträge - das bluesig stampfende ,Sunrise', das schon ein bißchen Deep Purples ,Mistreated' vorwegnimmt, ,Blind Eye' das zwar etwas schneller ist, aber rhythmisch durchaus an ,Lady In Black' erinnert, ,Echoes In The Dark', das voll für den ansonsten eher geringen Pathos Anteil entschädigt und natürlich das epische Titelstück - sind aber nach wie vor 1A. Ein Album das Spaß macht. Es ist zwar nicht so homogen wie ,Demons', dafür aber abwechslungsreicher und ein wenig ,leichter' zu hören. Voll verdiente 5 Sterne ohne wenn und aber.
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