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82 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende einer "kleinen" Serie, der Beginn einer Legende
Mit viel Mühe kämpfte sich Star Trek 1968 in die dritte Season: bereits zum zweiten Mal waren es die loyalen Fans selbst, die mit einer noch gewaltigeren Briefaktion als vor der zweiten Season NBC überzeugten, die Verlust eintreibende Serie fortzusetzen. Bei der gewaltigsten Fanreaktion auf eine TV-Serie aller Zeiten, begleitet von Demonstrationen hunderter...
Veröffentlicht am 9. September 2004 von Boris Theobald

versus
43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Qualität, irritierende Reihenfolge der Episoden
Lange habe ich auf die klassische Star Trek auf DVD gewartet. Die Bildqualität der Folgen ist sehr gut und für Sprachlernfans wie mich sind erfreulicherweise außer Deutsch und Englisch noch weitere Tonspuren dabei (z.B. Spanisch, Französisch, Italienisch) und auch die Untertitel dazu. Die Box ist schön stabil und originell gemacht.

Das...

Veröffentlicht am 3. September 2004 von Adele


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82 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende einer "kleinen" Serie, der Beginn einer Legende, 9. September 2004
Von 
Boris Theobald "www.RockTimes.de" (St. Wendel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs) (DVD)
Mit viel Mühe kämpfte sich Star Trek 1968 in die dritte Season: bereits zum zweiten Mal waren es die loyalen Fans selbst, die mit einer noch gewaltigeren Briefaktion als vor der zweiten Season NBC überzeugten, die Verlust eintreibende Serie fortzusetzen. Bei der gewaltigsten Fanreaktion auf eine TV-Serie aller Zeiten, begleitet von Demonstrationen hunderter von Studenten vor den NBC-Studios, musste NBC zwei zusätzliche Kräfte einstellen, nur um der Fanpost Herr zu werden.

Der aufkommenden Euphorie - Star Trek- Schöpfer Gene Roddenberry selbst wollte sich sogar erstmals seit Beginn der Serie wieder stärker um sein 'Kind' kümmern und wieder selbst produzieren - folgte bald die große Ernüchterung: Der schlechte Sendeplatz, seit Season 2 freitags um 18.30 Uhr, wurde noch schlechter: freitags um 22.00. Jeder wusste, dass die Serie, die ihr Zielpublikum damit kaum noch erreichen konnte (von Episode 1 bis 79 sanken die Zuschauerzahlen dann auch um über 50 %) , endgültig auf der Abschussliste stand. Statt eines verstärkten Engagements zog sich Roddenberry als "ausführender Produzent" noch mehr zurück.

Season 3 erreichte unterm Strich nicht mehr ganz die Qualität der ersten beiden Staffeln, die von vielen Höhen und manchen Tiefen geprägt waren, sondern schleppte sich über weite Strecken im Mittelmaß durch. Ein Grund hierfür war, dass der 'auslaufenden' Serie nochmals bei steigenden Schauspielerbezügen und weniger inklusiven Leistungen das Budget gekürzt wurde (von 193 500 $ in der 1. über 187 500 $ in der 2. auf 178 500 $ in der 3. Staffel). Man musste noch stärker auf "Location"- Drehs verzichten, Drehbücher vereinfachen, weniger Sets einsetzen... Noch schwerwiegender war aber der Substanzverlust hinter den Kulissen. Schon seitdem Drehbuchgenie Gene Coon während Season 2 ausstieg hatte man Probleme mit kreativen Skripts. Vor Season 3 kündigte Herbert Solow, der von Beginn an für Produktion, Qualität und Verkauf der Serie zuständig war, wegen des kommerziellen Drucks und der daraus erwachsenen Querelen mit einem neuen Management. Das Herz war weg, und die Seele folgte: nach zwei Dritteln der dritten Season ging ausgepowert und demotiviert durch den stetigen Qualitätsverlust der Serie auch Co-Produzent Bob Justman, der die komplette Serie de facto als Produzent pflegte, aber nie offiziell als solcher ausgezeichnet und gewürdigt wurde. Seit Beginn von Season 3 bekam er den sehr fähigen Fred Freiberger als Produzenten vorgesetzt, der aber, unerfahren mit Science Fiction, nicht das notwendige Gespür und Herzblut für die Star Trek- Philosophie mitbrachte und das wankende Schiff Star Trek schließlich ins Trockendock führte.

Ein Glücksfall für Season 3 war jedoch, dass Gene Coon, der mit seiner Kreativität für viele der besten Episoden und Konzepte in Season 1 und 2 verantwortlich war (er erfand u.a. die Klingonen), vor seinem Abschied zugesichert hatte, noch ein paar Drehbücher abzuliefern. Unter dem Pseudonym Lee Cronin schrieb er z.B. SPECTRE OF THE GUN, das in einer unwirklichen Westernkulisse spielt. Einfache Hausfronten ohne Seiten machten die Budget-Not zur Tugend, indem sie sogar die gewollt surrealistische Atmosphäre verstärkten. Zusätzlich war es die erste Episode, die Chekov in den Vordergrund rückte. Und gerade in dieser Hinsicht, der tiefer gehenden Behandlung von Charakteren, zeigte die 3. Season einige Stärken. Das außergewöhnliche ALL OUR YESTERDAYS z.B. haben sich die Bewohner eines Planeten kurz vor ihrer Auslöschung durch eine Supernova durch ein Portal in verschiedene Epochen ihrer Vergangenheit befördert. Nachdem Kirk durch das Tor springt, wollen Spock und McCoy helfen, landen anders als ihr Captain aber in der Eiszeit, wo Spock selbst von früheren Evolutionsstufen seines Volkes erfasst wird und starken Emotionen verfällt. Auch für McCoy gibt es eine starke Episode mit FOR THE WORLD IS HOLLOW AND I HAVE TOUCHED THE SKY. Davon überzeugt, unheilbar krank zu sein, verliebt er sich auf einem Asteroiden, der sich als gewaltiges Generationenschiff entpuppt, in eine Frau und ist in Versuchung, nicht zur Enterprise zurückzukehren. Eine weiter starke Folge, und wieder auf einer Idee von "Lee Cronin" beruhend, ist LET THAT BE YOUR LAST BATTLEFIELD. Bereits früh in der Tradition, ganz irdische und menschliche Probleme symbolisch auszudrücken, zeigt Star Trek hier die Unsinnigkeit rassistischen Hasses: Zwei Welten haben sich gegenseitig ausgelöscht, nur, weil die einen auf der linken und die anderen auf der rechten Seite ihres Gesichts schwarz bzw. weiß sind - wiederum also stark und symbolträchtig ausgedrückt durch einfachste, budgetfreundliche Mittel. Rassismus wird auch in PLATO'S STEPCHILDREN, einer der berühmtesten Episoden der Serie, zum abseits der eigentlichen Handlung vieldiskutierten Thema. Die Episode brach mit dem ersten TV-Kuss zwischen einem weißen Mann und einer farbigen Frau ein Tabu, obwohl die Intimität zwischen Kirk und Uhura unter Zwang von Telekinese stattfand. In einigen Südstaaten der USA wurde die Episode nicht ausgestrahlt. Trotz einiger Lichtblicke, darunter auch das spannende THE THOLIAN WEB, wo Kirk auf der driftenden Defiant in eine fremde Dimension gerissen zu werden droht, während die Enterprise von den geheimnisvollen Tholianern bedroht wird, oder THE MARK OF GIDEON mit dem interessanten 'Problem' einer überbevölkerten Gesellschaft, in der keine Krankheiten existieren, erinnert man sich bei Season 3 auch an Ausfälle wie der flachen und nervigen Folge AND THE CHILDREN SHALL LEAD, SPOCK'S BRAIN, das mit der legendären Gehirnmopserei eine unterirdisch schlechte Science Fiction- und erst recht Star Trek- Episode darstellt oder THE WAY TO EDEN mit Weltraum-Hippies auf der Suche nach dem Paradies (zudem später Inspiration für den schwächsten Trek-Film "Star Trek V - The Final Fontier").

Natürlich ist Season 3 natürlich ebenso Kult wie alle 79 Episoden. Und was zunächst für viele Unbeteiligte als überfälliges Ende einer erfolglosen Serie erschien, war lediglich die Geburt eines Phänomens. Star Trek wurde zum Selbstläufer, als die billig verkauften Episoden Anfang der 70er von immer mehr regionalen TV-Stationen zielgruppengerecht täglich am frühen Abend immer und immer wieder ausgestrahlt wurden, von Mal zu Mal erfolgreicher. Der rasante Wachstum der Fangemeinde zeigte sich im Januar 1972 bei der ersten Star Trek-Convention, als statt wie erwartet einiger hundert über 3000 Fans herbeiströmten - und das war erst ein ganz kleiner Anfang.
Die Desilu-Studios, in denen Star Trek geboren wurde, wurden für 17 Millionen Dollar verkauft. Allein bis 1994 hatte Paramount durch die Vermarktung des einstigen Schnäppchens mitsamt Büchern, Fanartikeln, Kinofilmen und Nachfolgeserien schätzungsweise mehr als 1,4 Milliarden mit Star Trek verdient.
Übrigens: Ironischerweise sechs Wochen, nachdem TURNABOUT INTRUDER ausgestrahlt wurde, die letzte Episode von Star Trek, das in seinen Beginnen von Kritikern seinerzeit als unendlich unrealistisch abgetan wurde, landeten die ersten Menschen auf dem Mond...

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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen TV macht Geschichte, 18. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs) (DVD)
Die Folgen sind auf den DVDs angeordnet nach der "original air date sequence"; im folgenden jedoch nach der "production sequence". Produktionsnr./Jahr folgen in Klammern jeweils nach der Titelangabe.

DVD 2,2: Wildwest im Weltraum [Spectre of the Gun] (56 - 1968)
Auf dem Planeten Melkot werden Kirk, Spock, McCoy, Scotty und Chekov in einen surrealen Wilden Westen versetzt. Anstelle ihrer Phaser tragen sie Revolver und können keinen Kontakt mit der Enterprise aufnehmen. Sie befinden im Jahre 1881 in der Stadt Tombstone und müssen die Rolle der Clantons übernehmen, die bei einer Schießerei am O.K. Corral von den Gebrüdern Earp (Ron Soble, Rex Holman, Charles Maxwell) und Doc Holliday (Sam Gilman) getötet worden sind.

DVD 4,1: Brautschiff Enterprise [Elaan of Troyius] (57 - 1968)
Die verfeindeten Planeten Elas und Troyius wollen ihren Frieden mit einer Hochzeit besiegeln. Während die Enterprise die schöne Elasianerin Elaan (France Nuyen) zum Nachbarplaneten bringt, soll Lord Petri (Jay Robinson) die launische Herrscherin mit den Sitten auf Troyius vertraut machen. Als er scheitert, bemüht sich Kirk um den weiteren Unterricht. Dabei kommt er zufällig mit den Tränen der Braut in Berührung, die unweigerlich jeden Mann in Liebe entflammen lassen. Ausgerechnet in diesem Moment nähert sich ein klingonischer Schlachtkreuzer und fordert die Übergabe der Enterprise. - Drehbuchautor John Meredyth Lucas hielt sich weitgehend an Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung".

DVD 1,3: Der Obelisk [The Paradise Syndrome] (58 - 1968)
Bei einer Expedition auf dem idyllischen Planeten Amerind verliert Kirk sein Gedächtnis. Von den einheimischen Ureinwohnern wird er als Gott "Kirok" verehrt. Dabei sind ihm vor allem die Priesterin Miramanee (Sabrina Scharf) und Stammeshäuptling Goro (Richard Hale) zugetan, während der Medizinmann Salish (Rudy Solari) vor Eifersucht tobt. Als es für Kirk gefährlich wird, kann die Enterprise nicht helfen, da sie vordringlich damit beschäftigt ist, einen Asteroiden zu stoppen, der auf den Planeten zurast. - In dieser Folge werden die "Preserver" erwähnt, die vor Zeiten verschiedene Kulturen von der Erde auf andere Planeten ausgesetzt haben, um ihnen die Gelegenheit zu geben, sich ungestört weiterentwickeln zu können.

DVD 1,2: Die unsichtbare Falle [The Enterprise Incident] (59 - 1968)
Kirk scheint den Verstand verloren zu haben! Er steuert die Enterprise mitten in die Neutrale Zone, bis sie von romulanischen Kriegsschiffen eingekesselt ist. Subcommander Tal (Jack Donner) gibt Kirk eine Stunde, sich zu ergeben, doch die romulanische Kommandantin (Joanne Linville) ist nicht an der Zerstörung der Enterprise interessiert. - In "The Enterprise Incident", Höhepunkt der dritten Staffel, ist das erste Mal von einer romulanisch-klingonischen Allianz die Rede.

DVD 1,4: Kurs auf Markus 12 [And the Children Shall Lead] (60 - 1968)
Alle Mitglieder der archäologischen Exedition auf dem Planeten Triacus findet man tot - bis auf die Kinder. Während sich Kirk und Spock die Aufzeichnungen durchsehen, kümmert sich Schwester Chapel (Majel Barrett) um die Weltraumwaisen. Sie wirken merkwürdig unbeschwert, stehen aber unter dem Bann eines Wesens namens Gorgan (Melvin Belli), der die Enterprise zur Eroberung der Kolonie Marcos XII einsetzen will. Um das Schiff zu kontrollieren, treibt der "Freundliche Engel" die Erwachsenen in den Wahnsinn.

DVD 1,1: Spocks Gehirn [Spock's Brain] (61 - 1968)
Ein fremdes Raumschiff nähert sich der Enterprise. Urplötzlich materialisiert sich eine unbekannte Frau auf der Brücke und lähmt die Crew. Als alle wieder erwachen, ist Kara (Marj Dusay) mit Spocks Gehirn verschwunden. In 24 Stunden wird sein Körper sterben. Kirk folgt der Spur des feindlichen Schiffes und erreicht den 6. Planeten im System Sigma Draconis. Auf der Oberfläche leben die primitiven Morg (u.a. James Daris), aber unter der Erde existiert die hochentwickelte Zivilisation der Eymorg, die durch einen Zentralcomputer gesteuert wird. "Spocks Gehirn" wurde dringend als Ersatzteil benötigt. - Von allen Folgen ist diese die schlechteste: die Geschichte ist unglaubwürdig, das Drehbuch geschlunzt, die Effekte billig.

DVD 2,1: Die fremde Materie [Is there in Truth No Beauty?] (62 - 1968)
Die Enterprise soll Kollos, den Botschafter der Medusen, in seine Heimat zurückbringen. Dr. Miranda Jones (Diana Muldaur) begleitet das Wesen und hält telepathischen Kontakt mit ihm. Da Medusen so schrecklich aussehen, dass jeder Mensch bei ihrem Anblick wahnsinnig wird, hat Lawrence Marvick (David Frankham), der Konstrukteur der Enterprise, eine besondere Schutzbrille entwickelt. - "Is There in Truth no Beauty" präsentiert das wichtigste Symbol im Star Trek-Universum: "Infinite Diversity in Infinite Combinations" (IDIC).

DVD 3,4: Der Plan der Vianer [The Empath] (63 - 1968)
Kirk, Spock und McCoy werden von den Vianern Lal (Alan Bergman) und Thann (William Sage) gekidnappt und als Versuchskaninchen missbraucht. Zusammen mit der taubstummen, aber hoch empathischen "Gem" (Kathryn Hays), die Verletzungen anderer übernehmen und dann auflösen kann, werden sie immer grausameren Experimenten ausgesetzt. Gleichzeitig stehen die Planeten im System Minara vor der Auslöschung, da sich auf dem Zentralgestirn eine Nova ankündigt. - "The Empath" ist eine der umstrittensten Folgen und wurde z. B. im britischen Fernsehen nicht gesendet!

DVD 3,1: Das Spinnenetz [The Tholian Web] (64 - 1968)
Kirk ist beim Beamen auf das Schwesterschiff Defiant in einer instabilen Region des Alls verschwunden. McCoy sucht verzweifelt nach einem Gegenmittel, um die Crew-Mitglieder zu retten, die aufgrund der instabilen Raumstrukturen schwere Anfälle bekommen. Und Spock muss sich mit den beiden tholianischen Raumschiffen beschäftigen, die gleichzeitig ein Netz aus Energiestrahlen um die Enterprise weben. - Wegen der hervorragenden Trickeffekte gewann "The Tholian Web" einen Emmy Award.

DVD 2,4: Der verirrte Planet [For the World Is Hollow, And I Have Touched the Sky] (65 - 1968)
McCoy hat eine unheilbare Blutkrankheit. Er muss in einem Jahr sterben. Auf einem Asteroiden, der von Gängen und Höhlen durchzogen ist, lernt er die Hohepriesterin Natira (Kate Woodville) kennen und lieben. Er bleibt bei ihr und erfährt, dass es sich bei ihren Leuten um die Nachkommen der Fabrini handelt, deren Heimatstern vor einigen tausend Jahren zur Nova wurde und seine Planeten vernichtete. Um einen Teil ihres Volks zu retten, bauten die Fabrini aus dem Asteroiden das computergesteuerte Emigrationsschiff Yonada.

DVD 2,3: Das Gleichgewicht der Kräfte [The Day of the Dove] (66 - 1968)
Nach einem Halt auf dem Planeten Beta XII-A hat sich auf der Enterprise ein Energiewesen eingenistet, das sich von feindseligen Emotionen nährt. Als eine klingonische Mannschaft an Bord kommt, beginnt ein heftiger Kampf. Chekov überfällt die Klingonin Mara (Susan Howard), um sich für den Tod seines Bruders Piotr zu rächen. Doch dem klingonischen Captain Kang (Michael Ansara) gelingt es, den Maschinenraum in seine Gewalt zu bringen. - Autor Ferome Bixby gelang eine Folge mit einem intelligenten Ende, bei der man auch viel über die Klingonen erfährt.

DVD 3,2: Platons Stiefkinder [Plato's Stepchildren] (67 - 1968)
Die Humanoiden auf Platonius hatten vor Jahrhunderten das antike Griechenland besucht und tief beeindruckt ihre eigene Kultur auf den Ideen Platos aufgebaut. Doch da niemand mehr altert, sind König Parmen (Liam Sullivan) und seine Frau Philana (Barbara Babcock) launisch und sadistisch geworden. Mit Hilfe ihrer telekinetischen Kräfte demütigen und quälen sie ihre Gäste von der Enterprise. - Berühmtheit erlangte die kontroverse Folge durch die Kuss-Szene zwischen Uhura und Kirk - das erste Mal in der Fernsehgeschichte, dass ein weißer und ein farbiger Mensch sich küssten!

DVD 3,3: Was summt denn da? [Wink of an Eye] (68 - 1968)
Vulkanische Eruptionen haben das Wasser auf Scalos vergiftet, so dass der Metabolismus des Körpers extrem beschleunigt wurde. Die wenigen Bewohner leben so schnell, dass sie nicht mehr gesehen werden können und ihre Stimmen nur als insektenartiges Summen erscheinen. Als sie unbemerkt an Bord der Enterprise gelangen, versucht Deela (Kathie Browne), die Königin von Scalos, Kirk mit Hilfe des Wassers auf ihre Zeitebene zu "beschleunigen".

DVD 5,1: Gefährliche Planetengirls [That Which Survives] (69 - 1969)
Bei der Errichtung einer Raumstation haben die Kalandaner versehentlich einen tödlichen Virus produziert, und Losira (Lee Meriwether), die letzte Überlebende, hat den Computer programmiert, mit Hilfe von Hologrammen die Station gegen Invasoren zu verteidigen. Während Kirk mit McCoy, Sulu und dem Geologen D'Amato (Arthur Batanides) das Phänomen untersucht, wird die Enterprise durch einen gigantischen Transporter fast 1000 Lichtjahre weit in den Raum geschleudert.

DVD 4,3: Bele jagt Lokai [Let That Be Your Last Battlefield] (70 - 1969)
Bele (Frank Gorshin), der eine weiße und eine schwarze Gesichtshälfte hat, jagt hinter Lokai (Lou Antonio) her, dessen Gesicht gerade andersherum gefärbt ist. Beide stammen von dem Planeten Cheron. Bele erklärt Kirk, dass Lokai ein entflohener Verbrecher sei, aber der Kapitän der Enterprise ist nicht bereit, den Geflohenen auszuliefern, denn nach dessen Angaben haben Beles Leute seit 50.000 Jahren sein Volk unterdrückt und ausgebeutet. - Ein warnende Stellungnahme gegen die damals eskalierenden Rassenunruhen!

DVD 4,2: Wen die Götter zerstören [Whom Gods Destroy] (71 - 1969)
Kirk und Spock besuchen die Irrenanstalt auf Elba II, um ein neues Medikament auszuliefern. Anstaltsleiter Dr. Cory (Keye Luke) führt sie zu einem der Helden der Raumflotte, Garth von Izar (Steve Ihnat). Er wurde nach einem Unfall schwer verletzt. Die Antosianer konnten ihn retten, doch erlangte er durch die Behandlung auch die besondere Fähigkeit zur Metamorphose. Seitdem fühlt er sich zum Herrscher des Universums berufen. - In der deutschen Fassung behält Garth, auch als er Kirks Gestalt annimmt, seine ursprüngliche Stimme.

DVD 4,4: Fast unsterblich [The Mark of Gideon] (72 - 1969)
Nach langen Verhandlungen erlaubt der hohe Rat von Gideon der Föderation endlich eine direkte Kontaktaufnahme. Also lässt sich Kirk von Spock direkt zum Ratsvorsitzenden Hodin (David Hurst) beamen. Doch irgend etwas stimmt nicht. Kirk materialisiert auf einer menschenleeren Enterprise. Als er das Schiff absucht, findet er nur die naive Odona (Sharon Acker). Sie erklärt ihm, dass auf ihrem Planeten jeder Quadratmeter Boden mit Menschen bevölkert sei.

DVD 5,2: Strahlen greifen an [The Lights of Zetar] (73 - 1969)
Die letzten Zetarier haben ihren Planeten in körperloser Form verlassen und durchqueren nun das Universum auf der Suche nach einem neuen Körper. Bei dem Anflug auf den Biblotheksplaneten Memory Alpha erscheinen sie der Enterprise als ein Sturm glitzernder Lichter. Dann verschmelzen sie mit Lieutenant Mira Romaine (Jan Shutan), der zweiten großen Liebe in Scottys Leben.

DVD 6,1: Die Wolkenstadt [The Cloud-Minders] (74 - 1969)
Die Oberschicht von Ardana lebt in einer wunderschönen Stadt in den Lüften, während die geknechteten "Troglodyten" unter der Erde für sie schuften. Als die Enterprise entrifft, um das in den Höhlen abgebaute Zienite an Bord zu holen, kommt es zu einem Zwischenfall: die Unterprivilegierten lassen das Mineral verschwinden, um ihre Forderungen gegen die Regierung durchzusetzen. Als Kirk und Spock in "Stratos City" vom Administrator Plasus (Jeff Corey) und seiner Tochter Droxine (Diana Ewing) empfangen werden, kann aber ihre Anführerin Vanna (Charlene Polite) überwältigt werden. - David Gerrolds "The Cloudminders" erinnert an den Science Fiction-Klassiker "Metropolis".

DVD 5,4: Die Reise nach Eden [The Way to Eden] (75 - 1969)
Dr. Sevrin (Skip Homeier) und seine Anhänger steuern Eden an, dessen Koordinaten im romulanischen Gebiet liegen. Der Planet fernab der hochzivilisierten, technisierten Welt soll das reinste Paradies für Aussteiger sein. Unterwegs veranstalten Sevrin, sein Stellvertreter Adam (Charles Napier), Tongo Rad von Catulla (Victor Brandt) und die drei sie begleitenden Mädchen (Mary Linda Rapelye, Phyllis Douglas, Deborah Downey) Jam Sessions und Sit-ins. - Endlich tauchen die Hippies der Flowerpower-Zeit auch auf der Enterprise auf!

DVD 5,3: Planet der Unsterblichen [Requiem for Methuselah] (76 - 1969)
Auf der Enterprise ist das rigelianische Fieber ausgebrochen. Das einzige Gegenmittel heißt Ryetalyn. Im Omega-System, wo es auf Holberg 917-G vermutet wird, stößt der Landetrupp auf den Roboter M-4 und einen Mann, der sich Flint (James Daly) nennt. Wie sich herausstellt, ist er ein Unsterblicher, der bereits unter vielen Namen Geschichte geschrieben hat: im Jahre 3034 v. Chr. wurde er in Mesopotamien als Akharin geboren; seither lebte er auf der Erde als Methusalem, Alexander, Lazarus, Merlin, da Vinci und Brahms. Als er die Menschen mit all ihren Schlechtigkeiten nicht länger ertragen konnte, verließ er die Erde. Um nicht ganz allein zu sein, hat er die mysteriöse, hochintelligente Rayna Kapec (Louise Sorel) in seine Obhut genommen. Doch erscheint sie nicht nur ihm als perfekte Partnerin. - Jerome Bixbys Drehbuch mag von Schillers "Menschenfeind" inspiriert worden sein; die Grundidee wurde später vom "Highlander" aufgegriffen.

DVD 6,2: Seit es Menschen gibt [The Savage Curtain] (77 - 1969)
Die Excalbianer wollen die Philosophie von "Gut" und "Böse" verstehen lernen und lassen deshalb "gute" und "böse" Wesen miteinander kämpfen. Yarnek (Janos Prohaska), der wie eine aus Stein geschlagene Kreatur aussieht, verbündet Kirk und Spock mit Präsident Abraham Lincoln (Lee Bergere) sowie dem ehrenwerten Surak (Barry Atwater), dem Begründer der vulkanischen Philosophie. Als Gegenspieler hat er die schlimmsten Übeltäter der Galaxis ausgesucht. Es sind Kahless (Robert Herron), der erste Klingonenführer, Dschingis Khan (Nathan Jung), Colonel Green (Phillip Pine), der im 21. Jahrhundert einen Völkermord auf der Erde befahl, und die skrupellose Wissenschaftlerin Zora (Carol D.Dement), die auf dem Planeten Tiburon grausame Experimente mit unterdrückten Völkern durchführte. Es gilt das Recht des Stärkeren! (Diese Folge enthält einen Textkommentar.)

DVD 6,3: Portal in die Vergangenheit [All Our Yesterdays] (78 - 1969)
Da die Sonne des Planeten Sarpeidon explodieren wird, sind alle Bewohner durch ein Zeitportal in diverse Vergangenheiten geflohen. Versehentlich gehen auch Kirk, Pille und Spock durch das Portal und gelangen in verschiedene Epochen der Geschichte. Während sich Kirk im sarpeidonischen Mittelalter wiederfindet, drohen seine beiden Freunde in der Eiszeit des Planeten zu erfrieren. Doch die junge Zarabeth (Mariette Hartley), die einst in die kalte Epoche verbannt worden war, kann sie retten. - Das Drehbuch zu der sehr populären Folge von Jean Lisette Aroeste enthält eine faszinierende Grundidee.

DVD 6,4: Gefährlicher Tausch [Turnabout Intruder] (79 - 1969)
Von einem archäologischen Team auf dem Planeten Camus II leben nur noch Expeditionsarzt Dr. Coleman (Harry Landers) und die Leiterin Dr. Janice Lester (Sandra Smith). Ihr gesundheitlicher Zustand erscheint kritisch, doch kann sie ein Gerät aktivieren, mit dessen Hilfe sie einen Körpertausch mit Kirk vollzieht, der früher einmal ihr Jugendfreund gewesen war. Während Kirk in ihrem kranken Leib gefangen ist, übernimmt sie - in seinem Körper - das Kommando über die Enterprise und setzt Kurs auf die Benecia-Kolonie. - "Turnabout Intruder" wurde erst im Juni 1969, also drei Monate nach der vorangegangenen Episode "All Our Yesterdays", ausgestrahlt. Schon damals wollte NBC "Star Trek" aus dem Programm nehmen und sendete daher die letzte Folge gar nicht mehr. Als dann aber im Juni noch ein Sendeplatz frei war, wurde "Turnabout Intruder" in die Lücke gesetzt. (Die Folge enthält auch einen Textkommentar.)

Auf Disc 7:
DVD 7,1: Der Käfig [The Cage] (00 - 1964 und 99 - 1986 {sw-Fassung})
Die Enterprise, die bei ihrer letzten Mission auf Rigel VII einige Besatzungsmitglieder verlor, kehrt zur nächsten Raumbasis zurück. Captain Christopher Pike (Jeffrey Hunter) hadert noch mit sich selbst, als ihn ein Notruf von der S.S. Columbia erreicht, die vor 18 Jahren auf den Planeten Talos IV abstürzte. Am Ziel angekommen finden Pike, Nummer Eins (Majel Barrett) und Schiffsarzt Boyce (John Hoyt) tatsächlich ein Camp mit Überlebenden. Sie sind in bemerkenswert guter Verfassung. Unter ihnen befindet sich auch Vina (Susan Oliver), die beim Absturz noch ein kleines Kind war. Die junge Frau möchte Captain Pike etwas zeigen und führt ihn von dem Lager fort zu einem Felsen. Dort verschwindet sie plötzlich, wie auch das ganze Lager der Überlebenden, und aus einem verborgenen Fahrstuhl kommen zwei Talosianer heraus, betäuben Captain Pike und verschwinden mit ihm. Spocks Rettungsversuche kommen zu spät. Pike kommt in einem Glaskäfig zu sich und stellt fest, dass er sich in einer Art intergalaktischem Zoo befindet. In den Käfigen in seiner Nachbarschaft sind fremde Wesen aus der ganzen Galaxis eingesperrt. - Da "The Cage" bei NBC als Pilotfilm durchfiel, wurde der Film zunächst auch nicht im Fernsehen gesendet. Jahre später erschien eine Videofassung, bevor 1988 im US-Fernsehen und 1993 bei SAT 1 endlich eine restaurierte Fassung gezeigt wurde.

Specials auf DVD 7:

- Prolog von Gene Roddenberry zu "The Cage" 6:17
- Epilog von Gene Roddenberry zu "The Cage" 1:11
- Wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist ... [To Boldly Go... - Season Three] 22:26
- Leben jenseits von Star Trek [Life Beyond Trek: Walter Koenig] 10:49
- Aus dem Logbuch des Chefingenieurs [Chief Engineer's Log] 6:01
- Die Erinnerungen von Mr.Sulu [Memoir From Mr. Sulu] 8:32
- Der Einfluss von Star Trek [Star Trek's Impact] 8:53
- Sammel-Trek [Collectible Trek] 14:26
- Der Traum eines Star Trek-Sammlers wird wahr [A Star Trek Collector's Dream Come True] 6:55
- Star Trek The Next Generation DVD Trailer 1:10
- Star Trek Deep Space Nine DVD Preview 4:49
- Star Trek Voyager DVD Trailer 2:20
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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vollständig, aber verbesserungswürdig, 7. November 2004
Manche Klassiker der 50er und 60er Jahre sind inzwischen liebevoll restauriert worden, die Farben wurden aufgefrischt, störende Bildpunkte entfernt. Diese als "renewed" teils noch einmal in die Kinos gebrachten Filme wirken wie gestern erst gedreht. Leider hat man sich bei diesem Fernsehklassiker (der ja auf Filmmaterial gedreht wurde) nicht die gleiche Mühe gemacht. Das Bild wirkt zwar farbstark und kontrastreich, aber es gibt viele störende Artefakte. Ein Punktabzug ist auch dadurch gerechtfertigt, dass die Folgen zwar endlich komplett vorliegen, aber bisher in Deutschland noch nicht veröffentlichte Szenen recht lieblos nachsynchronisiert wurden.

Die Folgen sind auf den DVDs angeordnet nach der "original air date sequence"; im folgenden jedoch nach der "production sequence". Produktionsnr./Jahr folgen in Klammern jeweils nach der Titelangabe.

DVD 1,3: Die Spitze des Eisbergs [Where No Man Has Gone Before](02 - 1966)
Das Budget für "The Cage" wurde weit überschritten, und NBC lehnte den Film schließlich ab, da er als zu anspruchsvoll für das amerikanische Fernsehpublikum galt. Immerhin genehmigte die Gesellschaft einen zweiten Pilotfilm, denn sie erkannte doch, welches Potential in der Serie steckte. Allerdings sollte der zweite Pilotfilm actionreicher und nicht so tiefsinnig sein. Der Weg für "Where No Man Has Gone Before" war geebnet. Regie führte James Goldstone. Die Musik schrieb Alexander Courage. Das Drehbuch besorgte Samuel A. Peeples: Jenseits der Grenzen des bekannten Weltraums gerät die Enterprise unter den Einfluss eines Energiefeldes. Als das Schiff das Feld wieder verläßt, verfügt der junge Offizier Gary Mitchell (Gary Lockwood) über gewaltige Fähigkeiten. Er fühlt sich als Gott.(Diese Folge enthält einen Textkommentar.)

DVD 3,2: Pokerspiele [The Corbomite Maneuver] (03 - 1966)
"The Corbomite Maneuver" ist die erste der regulären Star Trek-Folgen: Die Enterprise sieht sich im All plötzlich einem mächtigen Raumschiff gegenüber, dessen furchterregend aussehender Alien-Kapitän die Besatzung zur Kapitulation auffordert. Doch Kirk hat noch ein As im Ärmel. Er erklärt dem Commander der "Fesarius", dass das an Bord befindliche Corbomite explodieren und beide Schiffe vernichten würde, sollte Balok (Clint Howard) die Enterprise angreifen. - Das großartige Drehbuch schrieb Jerry Sohl.

DVD 2,2: Die Frauen des Mr. Mudd [Mudd's Women] (04 - 1966)
Der Schwindler Harcourt Fenton Mudd (Roger C.Carmel) kommt in Begleitung von drei umwerfend attraktiven Frauen an Bord, die dem männlichen Teil der Besatzung den Kopf verdrehen. Erst allmählich enthüllt sich das traurige Geheimnis ihrer Schönheit.

DVD 2,1: Kirk:2=? [The Enemy Within] (05 - 1966)
Eine Fehlfunktion des Transporters spaltet Kirk in zwei Personen: eine weichherzig zaudernde und eine von barbarischer Wildheit. Als Spock später das Phänomen enträtselt und psychologisch analysiert, stellt er fest, dass die eine Hälfte ohne die andere nicht existieren kann. - In dieser Folge verwendet der Vulkanier erstmals den legendären "Spock-Griff".

DVD 1,1: Das Letzte seiner Art [The Man Trap] (06 - 1966)
Kirk, McCoy und Darnell (Michael Zaslow) beamen auf den Planeten M 113, um die jährliche Routineuntersuchung an Professor Crater (Alfred Ryder) und seiner Frau Nancy (Jeanne Bal) vorzunehmen. Die Craters leben hier seit fünf Jahren und machen archäologische Ausgrabungen. Nancy ist eine alte Jugendfreundin von McCoy. In Wirklichkeit gaukelt ihm ein gestaltwandelndes Alien, das sie tötete, ihr Aussehen vor. - "The Man Trap" ist die erste Star Trek-Episode, die - am 8.9.1966 - öffentlich ausgestrahlt wurde. Der Produktionsstab inklusive der Schauspieler war über diese Wahl nicht glücklich, weil sie sie für die schlechteste bis dahin produzierte Folge hielten. Doch der Sender setzte sich durch, weil publikumswirksam ein echtes "Weltraummonster" auftauchte.

DVD 1,4: Implosion in der Spirale [The Naked Time] (07 - 1966)
Der Planet Psi 2000 wird bald auseinanderbrechen. Die Enterprise soll die Wissenschaftler, die auf dem eisigen Planeten stationiert sind, abholen und anschließend den Zerfall des Planeten beobachten. Spock und Lt. Joe Tormolen (Stewart Moss) beamen in die Station auf der Planetenoberfläche. Das Innere der Station ist mit einer Eisschicht überzogen, und alle sechs Besatzungsmitglieder sind tot. Anscheinend haben sie sich selbst umgebracht, und einer von ihnen öffnete die Schleuse nach außen. Spock und Tormolen kehren auf die Enterprise zurück, unwissend, dass Tormolen einen Virus auf die Enterprise eingeschleppt hat. Kurz darauf werden auch Sulu und der Navigator Lt. Riley (Bruce Hyde) mit dem Virus infiziert: hemmungslos leben sie ihre Emotionen aus.

DVD 1,2: Der Fall Charlie [Charlie X] (08 - 1966)
Vor 14 Jahren stürzte ein Raumschiff auf dem Planeten Thasus ab. Nur der damals dreijährige Charles Evans (Robert Walker jr.) überlebte. Das Raumschiff Antares las ihn dort auf und hat ein Rendezvous mit der Enterprise, die Charlie zur Kolonie Alpha V bringen soll. Captain Ramart (Charles J.Stewart) und sein erster Offizier begleiten den 17jährigen auf die Enterprise. Sie loben den Jungen in höchsten Tönen, haben es aber eilig, auf die Antares zurückzukehren. Bald wird klar, dass Charlie mit immensen PSI-Kräften begabt ist.

DVD 4,2: Spock unter Verdacht [Balance of Terror] (09 - 1966)
Einer der Erd-Außenposten, die entlang der neutralen Zone eingerichtet sind, wird von einem romulanischen Commander (Mark Lenard) angegriffen, der über einen "Warbird" mit genialer Tarnvorrichtung verfügt. Die Enterprise nimmt Kurs auf den Außenposten, während Spock die Besatzung über die Romulaner informiert. Vor 100 Jahren war die Föderation in einen heftigen Krieg mit den Romulanern verwickelt. Der Friede, der seitdem zwischen beiden Mächten besteht, ist recht unsicher. Keine Seite hat je die andere zu Gesicht bekommen. Was keiner weiß: Die Romulaner sind mit den Vulkaniern verwandt. Zu einer Zeit, als Vulkan noch in seiner barbarischen Periode war, haben sie den Planeten verlassen. - Nach einer Umfrage unter amerikanischen Fans ist "Balance of Terror" die drittbeste Folge.

DVD 2,3: Der alte Traum [What Are Little Girls Made Of?] (10 - 1966)
Die Enterprise nähert sich dem Planeten Exo III, auf dem sich der seit langem vermisste Dr. Roger Korby (Michael Strong), der Verlobte von Christine Chapel (Majel Barrett), zuletzt aufgehalten hat. Sie und der Captain beamen auf den vereisten Planeten. Dort treffen sie auf Dr. Brown (Harry Basch), Korbys Assistenten, und den riesigen Ruk (Ted Cassidy). Während der Koloss von den Ureinwohnern des Planeten geschaffen und mit der Fähigkeit ausgestattet wurde, die Stimme jeder Person zu imitieren, ist Brown in Wirklichkeit ein perfektes Androiden-Ebenbild aus Korbys Labor.

DVD 3,1: Der Zentral-Nervensystem-Manipulator [Dagger of the Mind] (11 - 1966)
Die Enterprise befindet sich im Orbit um Tantalus V, um Fracht auszutauschen. Auf diesem Planeten leitet Dr. Tristan Adams (James Gregory) eine fortschrittliche Strafkolonie, deren Zweck es ist, die Inhaftierten wieder zu rehabilitieren. Der Austausch der Güter verläuft nicht ganz problemlos, denn in einer der Kisten, die an Bord gebracht werden, hat sich Simon van Gelder (Morgan Woodward) versteckt. Er schlägt einen Techniker nieder und zieht sich dessen Overall an. Inzwischen erhält die Enterprise, die bereits wieder den Orbit von Tantalus V verlassen hat, eine Nachricht von der Kolonie, dass einer der Inhaftierten verschwunden sei.

DVD 2,4: Miri, ein Kleinling [Miri] (12 - 1966)
Die Enterprise empfängt einen Notruf von einem Planeten, der sehr stark der Erde gleicht. Auf dem gesamten Planeten leben nur noch die Kinder. Vor 300 Jahren machten Wissenschaftler Experimente zur Verlängerung der Lebensspanne. Sie schufen ein Virus, das das Altern verlangsamen sollte. Das Experiment funktionierte. Die Kinder altern pro Jahrhundert nur um rund einen Monat. Doch kommen sie in die Pubertät, wird das Virus aktiv, und sie erkranken an einer lepraähnlichen Krankheit, an der sie sterben. Die Kinder - angeführt von Miri (Kim Darby) - haben auch eine eigene Sprache entwickelt. Sie selbst nennen sich die "Onlies" (in der deutschen Fassung "Kleinlinge"), die Erwachsenen "Grups" ("Wachsenen"), was von "grown ups" kommt. - Adrian Spies' Drehbuch erinnert an das Märchen von Peter Pan.

DVD 4,1: Kodos der Henker [The Conscience of the King] (13 - 1966)
Vor 20 Jahren brach auf der Kolonie Tarsus IV eine Hungersnot aus. Gouverneur Kodos verhängte das Kriegsrecht und ließ angesichts der knappen Nahrungsvorräte die Hälfte der Kolonisten umbringen, um so der anderen das Überleben zu ermöglichen. Als früher als erwartet Nachschub eintraf, hatten bereits Tausende ihr Leben verloren. Viele nehmen an, dass Kodos bei den anschließenden Unruhen umkam, doch auf dem Planeten Q ist man davon überzeugt, dass der Massenmörder noch lebt und sich hinter der Identität des Schauspielers Anton Karidian (Arnold Moss) verbirgt, der mit seiner Tochter Lenore (Barbara Anderson) gerade eine Vorstellung gibt. - Der Titel "The Conscience of the King" ist ein Zitat aus Hamlet: "I know my course. The spirit that I have seen may be a devil... I'll have grounds more relative than this. The play's the thing wherein I'll catch the conscience of the king." (Diese Folge enthält einen Textkommentar.)

DVD 4,4: Notlandung auf Galileo 7 [The Galileo Seven] (14 - 1967)
Bei der Untersuchung des Quasars Murasaki 312 wird die Raumfähre Galileo aus ihrem Kurs geschleudert. Nach der Notlandung auf dem Planeten Taurus II übernimmt Spock das Kommando. Es stellt sich heraus, dass der Planet von riesigen affenartigen Eingeborenen bewohnt ist, die rücksichtslos die Crew attackieren. Angesichts dieses Gegners kommt Spock mit seiner logischen Handlungsweise nicht weiter; seine Fehlentscheidungen kosten zwei Männern das Leben.

DVD 5,4: Kirk unter Anklage [Court Martial] (15 - 1967)
Während eines Ionensturms hat sich Lt. Commander Benjamin Finney (Richard Webb) im Ionenschirm aufgehalten, um dort Messungen vorzunehmen. Bei Alarmstufe Rot hatte Kirk keine andere Wahl, als den Schirm abzuwerfen, um das Schiff zu retten, auch wenn Finney dabei umkam. Nun ist die Enterprise zu Reparaturen im Orbit um Raumbasis 11. Kirk wartet im Büro von Commodore Stone (Percy Rodriguez) auf Spock mit dem Logbuch und gibt den Vorfall zu Protokoll. Plötzlich kommt Finneys Tochter Jamie (Alice Rawlings) ins Büro gestürmt und beschuldigt Kirk, ihren Vater umgebracht zu haben. Inzwischen hat Stone sich den Logbuchauszug angesehen und festgestellt, dass Kirk nicht bei Alarmstufe Rot, sondern schon bei Gelb den Ionenschirm abgeworfen hat. Die Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Meineid scheint unausweichlich.

DVD 3,3-4: Talos IV - Tabu, Teil I & II [The Menagerie, Part I & II] (16 - 1967)
Obwohl "The Cage" bei NBC als Pilotfilm durchgefallen war, wollte Gene Roddenberry das bereits gedrehte Material dennoch verwenden. Als reguläre Folge konnte es nicht gesendet werden, da die Unterschiede zu den anderen Episoden zu groß waren. Daher schrieb Gene "The Menagerie", den einzigen Zweiteiler der Serie. In dieser Folge werden die Ereignisse aus "The Cage" im Rückblick präsentiert und als "vor 13 Jahren geschehen" deklariert. Die Rahmenhandlung baut auf "The Cage" auf: Spock versucht erfolglos Captain Pike erneut nach Talos IV zu transportieren und muss sich vor Gericht behaupten. So können alle Veränderungen durch die bis dahin verstrichene Zeit erklärt werden. Jeffrey Hunter stand für "The Menagerie" nicht mehr zur Verfügung, daher wurde Captain Pike nun von Sean Kenney dargestellt. - "The Menagerie" wurde 1966 mit dem "HUGO Award" (wie auch 1967 die Story von "The City on the Edge of Forever") ausgezeichnet. (Die Doppelfolge enthält einen Textkommentar.)

DVD 4,3: Landurlaub [Shore Leave] (17 - 1967)
Die Enterprise ist im Orbit um einen noch nicht kartographierten Planeten in der Omikron Delta-Region. McCoy und Sulu leiten einen Landetrupp und stellen fest, dass der Ort für einen Landurlaub bestens geeignet ist. Auf diesem Planeten werden nämlich die Gedanken wahr! So trifft Kirk, gerade als er an ihn denkt, seinen alten Klassenkameraden Finnegan (Bruce Mars) wieder. - Drehbuchautor Theodor Sturgeon ließ sich von "Alice im Wunderland" inspirieren.

DVD 5,1: Tödliche Spiele auf Gothos [The Squire of Gothos] (18 - 1967)
Kirk und seine Mannen bekommen es mit Trelane (William Campbell) zu tun - einem mächtigen Außerirdischen, der sich die Zeit mit exzentrischen Spielen vertreibt. Er besitzt große Macht, kann Materie in Energie und zurück in Materie verwandeln und dabei ihre Form ändern. So baute er sich den Planeten Gothos. - Die Figur des "Q" in "The Next Generation" ist eine Weiterentwicklung der Hauptperson dieser Episode. Sie ist nebenbei die einzige, in der ein deutsches Besatzungsmitglied, Lt. Karl Jaeger (Richard Carlyle), mitspielt. Trelane spricht sogar einige Worte Deutsch, als er ihn kennenlernt: "Eins - zwei - drei - vier - gehn' wir mit dem Schießgewehr!"

DVD 5,2: Ganz neue Dimensionen [Arena] (19 - 1967)
Auf Cestus III kommt es zu einem Schlagabtausch zwischen der Enterprise und dem Schlachtschiff einer feindlichen Spezies. Die Metronen (u.a. Carole Shelyne), die das Sonnensystem kontrollieren, sind jedoch nicht bereit, die Gewalttätigkeiten weiter zu dulden. Sie wollen den Konflikt auf eigene Weise lösen. Sie erschaffen einen Asteroiden, auf dem Kirk und der gegnerische Commander stellvertretend die Entscheidung austragen sollen. Kirk bekommt es mit einem echsenähnlichen Gorn zu tun - zwar langsam, aber unglaublich widerstandsfähig. Jetzt ist seine ganze Kreativität gefragt!

DVD 7,3: Auf Messers Schneide [The Alternative Factor] (20 - 1967)
Die Enterprise begegnet auf einem bisher unbekannten Planeten dem Raumfahrer Lazarus (Robert Brown), der immer wieder gegen einen äußerlich gleichen Gegner im interdimensionalen Raum kämpfen muss. Beide Lazarusse stammen aus verschiedenen Universen; das eine besteht aus Materie, das andere aus Antimaterie. Der Verbindungspunkt ist der der "Limbo", ein Korridor zwischen den Parallelwelten, der durch ein Zeitschiff erreicht werden kann. - "The Alternative Factor" wird von Kritikern als schlechteste Folge der 1. Staffel angesehen. Der wissenschaftliche Hintergrund der Episode ist genauso schwach wie die verworrene Handlung: Der große Knall hätte schon erfolgen müssen, als einer der beiden Lazarusse zum ersten Mal in das andere Universum gelangte; selbst dann wären nicht beide Universen vernichtet worden, sondern nur Lazarus und die entsprechende Menge Materie aus dem anderen Universum.

DVD 5,3: Morgen ist Gestern [Tomorrow Is Yesterday] (21 - 1967)
Techniker Webb (Richard Merrifield) von der 48. Airbase Group entdeckt auf dem Radarschirm ein unbekanntes Flugobjekt, das plötzlich über den Omaha-Werken aufgetaucht ist. Man schickt ein Flugzeug los, um sich das UFO anzusehen. Es entpuppt sich als die Enterprise. Sie war auf dem Weg zur Raumbasis 9, als sie in das Gravitationsfeld eines erloschenen Sterns geriet. Die einzige Möglichkeit freizukommen war, mit allen Antriebsreserven durchzustarten. Die Enterprise konnte so zwar entkommen, wurde aber in die Vergangenheit geschleudert, zurück in die Erdatmosphäre. Lt. Uhura empfängt eine Funkmeldung, die vom ersten bemannten Mondflug des Jahres 1968 berichtet - die Zeit, in der sich die Enterprise jetzt befindet. Dann bekommt sie einen neuen Funkkontakt. Es ist das Kampfflugzeug, das sie verfolgt. Aus dem Gespräch des Piloten mit der Bodenstation ergibt sich, dass er das UFO zur Landung zwingen soll, was Kirk alarmiert: er lässt Capt. John Christopher (Roger Perry) an Bord beamen. - "Tomorrow is Yesterday" war die erste in Deutschland ausgestrahlte "Enterprise"-Folge - im ZDF am 27.5.1972.

DVD 6,1: Landru und die Ewigkeit [The Return of the Archons] (22 - 1967)
Vor 50 Jahren verschwand das Raumschiff Archon im Orbit um Beta III. Kirk geht der Sache nach und beamt mit Spock, McCoy, dem Soziologen Lindstrom und zwei Wachen auf den Planeten, wo die Bevölkerung in phlegmatischer Ruhe lebt - bis ihr "Gott" Landru (Charles Macauley) bestimmt, dass Mord, Raub und Gewalt ausbrechen sollen. Kirk und seine Leute finden heraus, dass Beta III vor 6000 Jahren eine hochtechnologische Zivilisation war, die sich aber ständig bekriegte. Aus diesem Grund unterzog "Landru" alle Bewohner einer Gehirnwäsche, und seitdem sind alle glücklich und willenlos. Als die Besatzung der Archon landete und für Unruhe sorgte, wurden alle entweder von "Landru" absorbiert oder getötet. Es gibt einige wenige Leute, die gegen das Absorbieren immun sind. Zu ihnen gehört Reger (Harry Townes), der eine kleine Untergrundorganisation leitet.

DVD 6,3: Krieg der Computer [A Taste of Armageddon] (23 - 1967)
Botschafter Robert Fox (Gene Lyons) befiehlt Kirk, Eminiar VII anzufliegen. Allerdings befindet sich Eminiar VII seit 500 Jahren im Krieg mit Vendikar, dem dritten Planeten des Systems. Zwar kämpfen nur die Computer gegeneinander - aber jede Seite muss ihre fiktiv errechneten Verluste tatsächlich töten. - Keine andere Folge beschäftigt sich mit dem Thema "Krieg" so intensiv wie "A Taste of Armageddon" (Story: Robert Hammer). Indem Kirk die Computer zerstört, beendet er den scheinbar "sauberen" Krieg und zwingt die Eminianer, entweder einen echten Krieg mit allen Schrecken, Grauen und Verwüstungen zu führen, oder die Initiative - sprich "Frieden" - zu ergreifen. Leider wurde "Krieg der Computer" im Deutschen nur mangelhaft synchronisiert.

DVD 6,2: Der schlafende Tiger [Space Seed] (24 - 1967)
Die Enterprise empfängt Signale im uralten Morse-Code und entdeckt bald deren Quelle - die "Botany Bay", ein Raumschiff der DY100-Klasse, das 1996 von der Erde gestartet wurde. Die Ankunft der Leute von der Enterprise aktiviert einen Mechanismus, der den Kommandanten der "Botany Bay" aufwachen lässt. Der Fremde stellt sich als "Khan Noonian Singh" vor. Inzwischen hat Spock einiges über die "Botany Bay" herausgefunden: 1992 löste eine Gruppe von genetisch herangezüchteten Übermenschen die "eugenischen Kriege" aus. Als die Supermenschen schließlich geschlagen wurden, flüchteten sie mit der "Botany Bay" in den Weltraum. Freilich halten sie sich auch jetzt - nach ihrem Erwachen - für vollkommen und sehen in den anderen Menschen niedere Wesen. Immer noch ist Khan (Ricardo Montalban) davon überzeugt, dass er die Welt regieren müsse. - Fortgesetzt wurde "Space Seed" in den 80er Jahren im Kino mit "The Wrath of Khan". 15 Jahre nach "Space Seed" beeindruckte Montalban erneut in der Rolle des Khan, der alles auf eine Karte setzt, um sich an Kirk zu rächen.

DVD 6,4: Falsche Paradiese [This Side of Paradise] (25 - 1967)
Auf Omicron Ceti III lebt man in Glück und Frieden, denn geheimnisvolle Sporen schenken allen Besuchern überschäumende Lebensfreude. Sie lagern sich im Gehirn ein und besänftigen die Gemüter; gleichzeitig sorgen sie dafür, dass ihre Gastkörper nicht erkranken. Als auch Spock von den Sporen befallen wird, verliebt er sich in eine der Kolonisten des Planeten, Leila Kalomi (Jill Ireland), die er vor sechs Jahren kennengelernt hatte. Als sich die Sporen auch auf der Enterprise verteilen, meutert die Besatzung. Sie will sich auf Omicron Ceti niederlassen, da sie das wirkliche Paradies gefunden zu haben glaubt. Selbst Kirk scheint gefährdet, dessen Credo bis dahin immer lautete, dass der Mensch sich weiterentwickeln müsse und nicht stagnieren dürfe.

DVD 7,1: Horta rettet ihre Kinder [The Devil in the Dark] (26 - 1967)
Auf dem Planeten Janus VI befindet sich eine Bergbaustation. Doch die Arbeiter in den Tunneln fallen reihenweise der "Mordlust" eines Monsters zum Opfer. Aus diesem Grund ruft Chefingenieur Vanderberg (Ken Lynch) die Enterprise um Hilfe. Kirk und Spock stellen der Kreatur nach und müssen entdecken, dass Horta (Janos Prohaska) nur ihren Nachwuchs schützt. - Drehbuchautor Gene L.Coon ließ sich durch die wissenschaftliche These inspirieren, dass anstelle von Kohlenstoff auch Silizium zur Grundlage für Leben werden könnte.

DVD 7,2: Kampf um Organia [Errand of Mercy] (27 - 1967)
Die Friedensverhandlungen zwischen der Föderation und den Klingonen sind gescheitert, und es droht Krieg. Die Enterprise nimmt Kurs auf Organia, um zu verhindern, dass die Klingonen den Planeten annektieren. Spock und Kirk werden freundlich von Ayelborne (Jon Abbott), dem Vorsitzenden des Ältestenrats, begrüßt. Kirk berichtet von der geplanten Invasion, aber die wehrlos wirkenden Organier lehnen jede Hilfe ab. Inzwischen trifft die Streitmacht der Klingonen ein, angeführt von Kor (John Colicos). Als sich eine Föderationsflotte nähert, scheint eine Raumschlacht unvermeidbar. Doch unmittelbar vor dem drohenden Schlagabtausch werden die Waffen und Ausrüstungen aller Kampfparteien unerträglich heiß. Die Organier machen klar, dass es keinen Krieg geben wird. Dann zeigen sie Menschen wie Klingonen ihre wahre Natur. - "Errand of Mercy" präsentiert erstmals die Klingonen als die Erzrivalen der Menschen, doch diese kommen nicht besser weg!

DVD 7,4: Griff in die Geschichte [The City on the Edge of Forever] (28 - 1967)
Auf einem unbekannten Planeten entdeckt die Enterprise den "Guardian of Forever", den Wächter der Ewigkeit. Im Inneren eines Rings läuft wie in einem Film die ganze Geschichte der Erde ab. Durch das Zeitportal gelangen Kirk, Spock und McCoy in das Amerika der 30er Jahre, wo Kirk sich in die junge Sozialarbeiterin Edith Keeler (Joan Collins) verliebt. Doch aus der Geschichte weiß er, dass sie sterben muss. - "The City on the Edge of Forever" von Harlan Ellison ist nicht nur die Lieblingsfolge der Fans, sondern gewann auch 1968 den internationalen "HUGO Science Fiction-Award".

DVD 8,1: Spock außer Kontrolle [Operation: Annihilate!] (29 - 1967)
Die Enterprise verfolgt die Spur eines Massenwahnsinns, der im Laufe der Jahrtausende mehrere Zivilisationen ausgelöscht hat. Nach Spocks Berechnungen müsste Deneva das nächste Opfer sein. Dort lebt auch Kirks Bruder Sam (William Shatner) mit seiner Familie. Doch fledermausartige Aliens, die zwar separat existieren, aber alle Teile eines Organismus sind, sind bereits über die Kolonie hergefallen. Samuel Kirk ist tot, seine Frau Aurelan (Joan Swift) stirbt in Agonie. Kirks Neffe Peter (Craig Hundley) bleibt verwaist zurück. Die Phaserstrahlen des Landetrupps zeigen keine Wirkung. Spock wird von einem der Wesen angegriffen, das sich an seinen Rücken heftet und von da aus in sein Nervensystem eindringt. - Die Hauptstadt von Deneva existiert wirklich. Die Außenaufnahmen fanden unter freiem Himmel bei der T.R.W. Corporation in Kalifornien statt.

Specials auf DVD 8:
- Die Geburt einer zeitlosen Legende [The Birth of a Timeless Legacy] 24:00
- Leben jenseits von Star Trek: William Shatner [Life Beyond Trek: William Shatner] 10:12
- Wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist... [To Boldly Go... - Season One] 18:45
- Reflektionen über Spock [Reflections on Spock] 11:58
- Klatsch & Tratsch: Romanzen im 23. Jahrhundert [Kiss & Tell: Romance in the 23rd Century] 8:19
- Trekker Connections 3:41
- Star Trek The Next Generation DVD Trailer 1:10
- Star Trek Deep Space Nine DVD Preview 4:49
- Star Trek Voyager DVD Trailer 2:20
- Sci-Fi Visionäre [Sci-fi Visionaries] 16:25
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende war nur der Anfang!, 8. Juni 2004
Von 
Michael Schwab - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs) (DVD)
Für viele Fans der Original-StarTrek-Serie war die 3.Staffel die schwächste der drei Seasons. Der Grund dafür hatte einen Namen: Fred Freiberger, der in dieser Staffel als Produzent zur Serie stieß. In der Tat sollte der gleiche Fred Freiberger einige Jahre später auch die 2.Staffel der Serie "Space: 1999" (dt: "Mondbasis Alpha") völlig an die Wand fahren. Doch in der 3.Star Trek-Season wirkt sich sein Zugang dann doch nicht so dramatisch aus, wie von manchem Fan behauptet.

Mit "Spocks Gehirn" weißt diese Staffel ausserdem die schlechteste Episode der ganzen Serie auf, doch sollte nicht vergessen werden, dass diese Episode bewußt als Selbstpersiflage gedacht war und deshalb nicht zu ernst genommen werden sollte.

Positiv ist festzustellen, dass die Effekte der Serie deutlich besser werden. Die Außenaufnahmen des Schiffes werden detailierter auch wenn sie freilich noch nicht das hohe Niveau der Kinofilme oder späterer Serien erreichen. Thematisch bietet die Staffel im Verhältnis zu den ersten beiden Staffeln mehr vom selben und ist insgesamt nicht mehr so kreativ wie die vorausgehenden Seasons.

Dennoch gibt es einige herausragende Episoden, u.a. die geniale Rassismus-Kritik "Bele jagt Lokai" und die sehr unterhaltsame witzige Episode "Brautschiff Enterprise". Von herausragender, bizarrer Sinnlichkeit, wie nur die Originalserie es zu verkörpern verstand, sind Episode "Die fremde Materie", "Der Plan der Vianer" und "Die unsichtbare Falle". In "Die Reise nach Eden" gibt es eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Hippie-Bewegung und "Das Gleichgewicht der Kräfte" ist eine der besten Klingonen-Episoden der Originalserie.

Leider gibt es auch einige eher schwache Episoden, wie z.B. "Platos Stiefkinder" (die allerdings immerhin den ersten TV-Kuss zwischen einer Schwarzen und einem Weißen in den USA enthielt!), "Gefährliche Planetengirls", "Seit es Menschen gibt" oder "Gefährlicher Tausch", die aber dennoch voller bizarr-außerweltlicher Momente sind, wie sie nur das Original bislang zu bieten hat. Trotz einiger Schwächen kann ich auch dieser Star Trek-Staffel noch problemlos 5 Sterne geben. Denn ohne diese Schwächen bekäme sie sogar 6 oder 7 Sterne...

Wenn die Originalserie nach nur 79 Episoden zu Ende ging, so war dies doch nur der Anfang der Geschichte. Denn 9 Jahre später sollten Kirk und seine Crew zu neuen, großen Abenteuern auf der Kinoleinwand aufbrechen. Und 18 Jahre später wird mit der "Next Generation" eine neue Crew die TV-Abenteuer fortsetzen...

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81 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geburtsstunde eines Universums, 28. Mai 2004
Von 
Michael Schwab - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hierbei handelt es sich um die erste Staffel der Serie "Star Trek", die in Deutschland unter dem Namen "Raumschiff Enterprise" lief und auch als "The Original Series" oder einfach nur "Classic" bekannt ist. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Serie "Star Trek - Enterprise", der 5. Star Trek-Serie, die momentan produziert und ausgestrahlt wird. Soviel vorweg.

Zur 1.Staffel der klassischen Serie: es handelt sich um die ersten 29 Episoden der Serie (der allererste Pilotfilm "The Cage" fehlt). Statt der sinnvolleren Produktionsreihenfolge wurde die Reihenfolge der US-Erstausstrahlung gewählt. Dies ist schade, da so die eigentliche Pilotfolge erst an 3.Stelle kommt, was man an den Uniformen und Sets deutlich erkennen kann.

Doch dieses Detail tut der genialen Serie keinen Abbruch und es ist schön, dass der Kult-Klassiker aus den 60er Jahren nun endlich auch bei uns auf DVD erhältlich sein wird. Da die Serie auf Film gedreht wurde und nicht nur auf Video-Master zurückgegriffen wurde, ist zu erwarten, dass die Bildqualität sogar noch besser als bei den neueren Trek-Serien ausfallen wird. Die Episoden wurden aufwendig restauriert, was von großer Bedeutung ist, da in der deutschen TV-Fassung oft bis zu 5 Minuten Filmmaterial fehlten.

Die 1.Staffel führt nicht nur die Charaktere der Serie ein, allen voran das kultige Triumvirat rund um Kirk, Spock und Pille McCoy, sondern reisst bereits die meisten SciFi Themen an, die in kommenden Staffeln der Serie und den Ablegerserien noch von Bedeutung sein werden. Zeitreisen, Androiden, Weltraumkrankheiten, Transporterunfälle, durchgedrehte Computer und Shuttlecrashs gehören zum Inventar dieser Staffel, die das Star Trek - Universum wie keine andere Trek-Season geprägt hat. Auch die berühmten Klingonen und Romulaner geben bereits ihr Stelldichein, wenn gleich sie freilich noch ein wenig anders aussehen.

Die Effekte in dieser Season sind selbst für die Verhältnisse der Originalserie noch eher bescheiden, Besserung bringen hier erst die Seasons 2 und 3. Auch sind viele Details einfach noch nicht durchdacht und klar definiert. So sehen wir Torpedo-Effekte wenn mit Phasern geschossen wird oder es können Crewmitglieder bei einem Transporterschaden nicht mit dem Shuttle abgeholt werden, weil die Idee von Shuttles erst einige Folgen später erdacht wurde. Doch all dies sind verständliche Kinderkrankheiten, die dem Zuschauvergnügen keinen Abbruch tun. Dies sind die ersten Schritte in einem neuen Universum und voll großem Respekt blicke ich auf diese Pionierleistung zurück, die einst Gene Roddenberry und sein Team vollbracht haben.

Für viele Trekker ist die Classic-Serie noch immer die einzig wahre Star Trek - Serie. Für andere ist sie der kultige Einstieg in ein noch größeres, genialeres Ganzes. Auch wenn ich die letztere Position bevorzuge, so kann ich mir Star Trek ohne die Originalserie einfach nicht vorstellen. Für alle Trekkies ist die Serie ein absolutes Muß, doch auch wer noch Neueinsteiger ist sollte sich das Original nicht entgehen lassen und sich von (aus heutiger Sicht freilich) eher diletantischen Spezialeffekten nicht abschrecken lassen. Denn eines ist sicher: egal, welchen Kurs das Star Trek - Franchise in den kommenden Jahren nehmen wird: die Originalserie wird immer unschlagbarer Science Fiction - Kult bleiben.

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur TV-Kult, 1. September 2004
Ich habe mir bereits die ersten zwölf Folgen sowie alle Special Features zu Gemüte geführt, und muß feststellen, das es viel Licht gibt, aber leider auch etwas Schatten.

Als erstes stößt negativ auf, das die Folgen der Ausstrahlung nach sortiert sind, nicht der Produktion nach. Immerhin sind die Folgen durchnummeriert, so kann man sich die Reihenfolge selber zusammensuchen, muß dafür aber mehrmals die DVD wechseln.

Als zweites stößt der Ton negativ auf. Die deutsche Tonspur mit der teilweise doch sehr freien Übersetzung ist zwar im Original-Mono, die englische Tonspur wurde hingegen auf DD5.1 aufgeblasen. Leider gab das Originalmaterial dafür nicht genug her, wodurch die englische Tonspur recht blechern und künstlich vor sich hin quakt, zumindest auf meinem Stereo-System.

Als drittes sind die wenigen Extras zu nennen. Es gibt ein 15 Minuten dauerndes Feature über die Entstehung der ersten Serie, in der Beteiligte ebenso Wissenwertes wie Kurioses zum Besten geben, ein zehn Minütiges Feature über die Pferdeleidenschaft von Bill Shatner, in weiteren zehn Minuten kann sich Leonard Nimoy über sein alter Ego Spock auslassen, und in noch mal zehn Minuten werden Romanzen an Bord der Enterprise abgehandelt.

Auf der Haben-Seite steht zunächst mal ein gestochen scharfes, farbechtes Bild, das weitaus besser aussieht als die etwas verwaschenen ersten Staffeln von TNG. Für jede Folge gibt es eine Kapitelanwahl, wobei der Vorspann leider kein eigenes Kapitel darstellt. Für vier Folgen gibt es einen Audiokommentar von Michael und Denise Okuda, seit etlichen Jahren technische Berater der Star Trek Macher.

Ferner sind, und das war mir persönlich sehr wichtig, alle Folgen wie auch die Box selber im US-Original gehalten. Daher heißt im Vorspann der einzelnen Folgen die Serie nicht Raumschiff Enterprise, sondern Star Trek.

Dann ist da die Lauflänge - mindesten 46 Minuten pro Folge! Alles zusammen etwa 1407 Minuten (Packungsangabe)!!!

Was steht noch auf der Haben Seite? Natürlich, die Serie selbst! Aus heutiger Sicht völlig veraltet, mit Darstellern, die Patrick Stewarts kleiner Finger der linken Hand an die Wand spielt. Die Spezialeffekte sind billig, die Kulissen lachhaft, die Kostüme grottig (oder, um eine Freundin zu zitieren - sexistisch). Was Star Trek zum Kult macht, sind allerdings die Drehbücher der einzelnen Folgen. Der leider nur in der Doppelfolge "Talos IV - Tabu" enthaltenen Pilotfilm mit Jeffrey Hunter wurde nicht umsonst vom Studio als zu anspruchsvoll abgelehnt. Die Drehbuchautoren haben sich immer Gedanken gemacht über Probleme ihrer Zeit, oder solche, die neue Erfindungen mit sich bringen können. Dieser Anspruch der gehobenen Unterhaltung, in Verbindung mit dem Zusammenwirken der Hauptcharaktere (und auch der Schauspieler, zwischen denen die Chemie stimmte), machen den Kult von Star Trek aus, und nicht etwa die "trashigen" Elemente.

Die Serie ist nicht nur interessant für TV-Historiker oder Trekker, sondern auch für solche, die auf gehobene TV-Unterhaltung stehen, und dabei über kleine Mängel hinwegsehen können.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin absolut zufrieden, 21. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Es wurde hier ja schon viel über diese Box geschrieben, deshalb beschränke ich mich aufs Nötigste:

Die BILDQUALITÄT ist in Folge der digitalen Überarbeitung durch Paramount deutlich besser als bei den im Fernsehen ausgestrahlten Folgen. Die gelegentlich auftretenden schwarzen Punkte stören mich eigentlich kaum, zumal bei den Fernsehrfolgen diese noch viel häufiger auftreten.

Der TON ist in Ordnung. Diejenigen, die die deutsche Mono-Tonspur kritisieren, verkennen die Tatsache, dass es nun einmal so vor 35 Jahren aufgenommen wurde. Andernfalls müsste alles neu synchronisiert werden, was für "echte" Fans wohl inakzeptabel wäre. Da nehme ich dann doch lieber in Kauf, dass einige WENIGE Szenen mit anderen Sprechern nachsynchronisiert wurden (manche Rezensenten übertreiben aber maßlos, indem sie suggerieren, es wären viel öfters bzw. ständig Szenen nachsynchronisiert worden).

Die BOX an sich ist originell, verglichen zu anderen DVD-Boxen. Probleme beim Ablegen der DVDs habe ich keine (ganz im Gegensatz zur Star Trek DVD Movies Collection)

An BONUSMATERIAL sind einige Interviews auf DVD 8 enthalten. Ist zwar nicht schlecht, wobei mir hier ein "Behind the szenes" noch fehlt. Vielleicht enthalten ja Staffel 2 oder 3 derartiges Material. Übrigens: Jeder Box liegt ein "Spacemiles"-Gutschein bei, d.h. wenn man mindestens Staffel 1 und 2 kauft, kann man diese Gutscheine einschicken und erhält dafür eine Extra Bonus-DVD. Wobei man hier kritisch anmerken muss, dass derartige "Spacemiles"-Bonus-DVDs bei vergangenen Stra-Trek-Boxen (z.B. TNG) nicht besonders ergiebig waren.

Fazit: Habe den Kauf keinesfalls bereut und werde mir trotz des hohen Preises auch Staffel 2 und 3 zulegen. So sind unterhaltsame Star-Trek-Abende garantiert.

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62 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geburtsstunde einer neuen Qualität der Science Fiction, 14. Juli 2004
Von 
Boris Theobald "www.RockTimes.de" (St. Wendel) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Am 8. September 1966 begann mit der Erstausstrahlung der allerersten Star Trek- Episode "The Man Trap" eine neue Zeitrechnung für Science Fiction. Fernsehzuschauer erwarteten Action, Weltraumschlachten und martialische Monster vom Mars, dabei möglichst wenig Anspruch und Niveau. Der erste Film, in dem Leonard Nimoy alias Spock zuvor schon einmal einen Außerirdischen gespielt hatte, hieß bezeichnenderweise "Zombies from the Stratosphere"(1952). Dass die Ideen des Star Trek Visionärs Gene Roddenberry (1921 in Texas geboren) ohne Schlachten und feindselige Invasoren mit niederen Beweggründen auskommen konnten, bedeutete beinahe das Aus, bevor es richtig losging. Der erste Pilotfilm "The Cage" wurde 1964 von NBC als zu intellektuell und kompliziert abgelehnt; "Where No One Has Gone Before" wurde gedreht (ausgestrahlt als Folge Nummer drei, aber u.a. aufgrund anderer Uniformen deutlich erkennbar). Roddenberrys Idee von einem neuen Pioniergeist in der Zukunft und dem Weltall als einer neuen 'letzten' Grenze - in Anlehnung an das Pionierwesen aus den Gründerzeiten der USA - war eine der friedlichen Erforschung des Alls. Und selbst die Gegner von Kirk & Co. waren keine triebgesteuerten Bestien, sondern den Menschen vielfach gleichwertig oder handelten sogar aus erkennbarem Antrieb heraus. Beispiele sind der romulanische Commander in "Balance of Terror", gespielt von Mark Lenard (verkörperte später auch Spocks Vater Sarek), oder auch insbesondere der genetisch aufgewertete Khan, verkörpert durch Ricardo Montalban. Dessen Rolle war so stark, dass sie sogar für den Kinofilm "Star Trek II - The Wrath of Khan" wieder ins Leben gerufen wurde - ein großer Beweis für den Kultstatus und die Unsterblichkeit der Serie. Auch der allererste Klingone Kor - gespielt von John Colicos in "Errand of Mercy" - kehrte in gleicher Rolle als gealterter Krieger in Star Trek - Deep Space Nine 1998 in der Folge "Once More Unto the Breach" zurück.
Diese Episoden tauchen in Season 1 auf, ebenso wie etliche Konzepte neuer Gefahren und Lösungen, die spätere Trek- Ableger wie The Next Generation, Deep Space Nine und Voyager nicht neu erfinden, sondern lediglich in einer sprichwörtlich neuen "Generation" neu aufleben lassen und durch moderne Technik ausbauen, die Schwerpunkte verlagern oder gar einfach nur noch kopieren konnten. Sei es eine Verwandlung in ein übermächtiges Wesen (Where No One Has Gone Before), Kontrollverlust durch zu viel Macht (Charlie X), ein fremdartiges Virus (The Naked Time), ein Doppelgänger (The Enemy Within), Gedankenmanipulation (Dagger of the Mind), ein großer Bluff in auswegloser Situation (The Corbomie Maneuver), Shuttlemissionen zu fremden Planeten (The Galileo Seven), Machtübernahme durch Computer (The Return of the Archons) oder Gedanken, die plötzlich wahr werden, wie in der amüsanten Episode "Shore Leave", in der Dr. McCoy plötzlich der große weiße Hase aus Alice im Wunderland über den Weg hoppelt. Zu den besten Episoden der ersten Staffel zählen die erste große Zeitreise-Episode "Tomorrow is Yesterday" und das legendäre "The City on the Edge of Forever" mit der jungen Joan Collins als Gaststar, die sich auf der Erde des 20. Jahrhunderts, wohin es McCoy, Spock und Kirk abermals verschlägt, kämpferisch für die Belange sozial Schwacher einsetzt - ein Signal für die gesamte Philosophie Star Treks.

Obgleich der unmittelbare Erfolg 1966 ausblieb und sich das Star Trek- Universum erst über Jahre und Jahrzehnte ausbreitete, haben die Abenteuer des Raumschiff Enterprise heute einen Kultstatuts, wie es ihn kein zweites Mal gibt. Roddenberrys zeichnete aber nicht bloß eine Zukunft der Menschheit. Mit der "United Federation of Planets" war auch eine neue Vision der Menschlichkeit geboren - eine Wunsch nach friedlicher Koexistenz und Gleichberechtigung, über der die berühmte "Prime Directive" schwebt, sich nicht in die Belange anderer Kulturen einzumischen - Details, um die sich Science Fiction zuvor niemals scherte. Zum einen bestand die Brückenbesatzung nicht nur aus dem draufgängerischen Captain Kirk, sondern auch aus einem Japaner, Sulu, und einer - sogar dunkelhäutigen - Frau, Uhura. Mit der seinerzeit gewagten Figur des Vulkaniers Spock (die spitzen Ohren wirkten angeblich 'diabolisch') war sogar ein Außerirdischer in der obersten Riege des Schiffs. Das Triumvirat aus Kirk (William Shatner, 1931 in Montreal geboren), dem stets zur Moral mahnenden Dr. McCoy alias "Bones" bzw. "Pille" (1920-1999) und Spock (Leonard Nimoy, 1931 in Boston geboren), rational denkend und logisch analysierend, ist nicht zu übertreffen. Hinzu kommt natürlich der Schiffsingenieur Montgomery "Scotty" Scott. Der 1920 in Vancouver (nein, nicht in Schottland...) geborene James Doohan hatte beim Vorsprechen für die noch nicht näher bezeichnete Rolle übrigens seinen Text mit verschiedenen Akzenten vorgetragen; die schottische Variante war am Überzeugendsten.

Die Veröffentlichung der kompletten ersten Season auf DVD hat für die deutschen Fans nicht nur den Vorteil, alle Episoden ungekürzt genießen zu können, nachdem insbesondere ZDF und auch noch SAT.1 um Minuten gekürzte TV-Versionen ausstrahlten. Darüber hinaus ist das durchaus kostspielige Paket aufgrund des umfangreichen Bonusmaterial wieder einmal sein Geld wert. In einer Dokumentation über die Anfänge der Serie gibt es Originalstimmen der Schauspieler und Produzenten sowie neue Interviews mit Shatner, Nimoy und Aufnahmeleiter Bob Justman. William Shatner gibt Einblicke in sein Leben außerhalb von Star Trek und lädt auf seine Ranch ein. Leonard Nimoy reflektiert über sein alter ego Spock. Während vier der Episoden ist ein Kommentar von Michael und Denise Okuda abrufbar, von allen 29 Folgen sind die Originaltrailer enthalten.

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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Qualität, irritierende Reihenfolge der Episoden, 3. September 2004
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Lange habe ich auf die klassische Star Trek auf DVD gewartet. Die Bildqualität der Folgen ist sehr gut und für Sprachlernfans wie mich sind erfreulicherweise außer Deutsch und Englisch noch weitere Tonspuren dabei (z.B. Spanisch, Französisch, Italienisch) und auch die Untertitel dazu. Die Box ist schön stabil und originell gemacht.

Das Bonusmaterial: Im Vergleich mit dem Bonus-Material der anderen Star Trek Serien auf DVD ist das Bonus-Material hier eher dürftig, aber teilweise nicht unterinteressant.

In den neuen Interviews wird kaum etwas Neues gesagt - aber das ist nach den vielen Jahren an Interviews, Büchern und FedCon-Materialien auch kaum zu erwarten. Peinlich finde ich Shatner, der mit leicht glasigen Augen mühsam seine Sätze zusammenbastelt und aufgedunsen wie ein alternder Alkoholiker wirkt. Erfreulicherweise ist Gene Roddenberry in einigen Interviews zu sehen und z.B. auch Dorothy C. Fontana, die einige meiner Lieblingsfolgen geschrieben hat (und auch sonst eine spannende Schriftstellerin ist), aber leider werden keine Interviews mit DeForest Kelly gezeigt, worauf ich sehr gehofft hatte. Das wäre ein schönes Memorial für ihn gewesen. Hoffentlich gibt es etwas in der Art in der nächsten DVD-Box.

Bei einigen Folgen sind Kommentare von Mike und Denise Okuda einblendbar und die sind wirklich interessant, allerdings ist es etwas anstrengend, mitzulesen, während die Folge ihren normalen Gang geht. Sehr bedauerlich finde ich, dass bis auf Okudas gelegentliche Untertitel nichts weiter zu den Trickaufnahmen und Kulissen erzählt wird. Es wäre doch wirklich spannend gewesen, mehr davon zu erfahren, wie mit den damals begrenzten Möglichkeiten die Effekte erzielt worden sind.

Richtig ärgerlich finde ich aber die Reihenfolge der Episoden auf den DVDs. Mag ja sein, dass sie in den USA ursprünglich so ausgestrahlt wurden, aber wer wie ich Interesse hat an der fortschreitenden Entwicklung der Charaktere, Sets und Themen, wird ziemlich enttäuscht sein, dass die Folgen nicht in der Produktionsreihenfolge (wie z.B. in den VHS-Ausgaben) gezeigt werden. So ist auf der DVD die erste Folge eine mit den "neuen" Uniformen und Dr. McCoy an Bord, die dritte Folge ist dann mit den alten Uniformen und dem alten Doktor von "Der Käfig" - dieser alte Pilotfilm selbst ist übrigens nicht dabei. Die als dritte Folge produzierte Episode kommt erst an 10. Stelle auf der 3. DVD. Leider sind die Produktionsnummern im Beiheft nicht aufgeführt, so dass es eine ziemliche Sucherei wird, wenn man sich die Episoden chronologisch anschauen will.

Fazit: Für die vermissten Teile im Bonusmaterial und die ärgerlich unlogische Reihenfolge sowie den Mangel an Mitdenken beim Beiheft zwei Punkte Abzug. Ansonsten: prima, dass es die Klassik-Serie endlich auf wirklich guter DVD-Qualität gibt!

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich !!!, 6. September 2004
Als ich 1984 durch eine Wiederholung von 'Raumschiff Enterprise' zum Fan wurde, gab es weder TNG noch Voyager und somit stellt die Classic-Serie für mich immer noch etwas ganz Besonderes dar. Ich habe die Episoden seit mindestens 10 Jahren nicht mehr angesehen und entdecke sie gerade - dank der DVD-Box - noch einmal neu.

Man muss sich immer vor Augen halten, dass 'Star Trek' im Jahre 1966 gedreht wurde und es damals wenig Vergleichbares im US-Fernsehen gab. Science Fiction wurde durch die Enterprise endlich salonfähig. Die Spezialeffekte waren für die damalige Zeit bahnbrechend und die beteiligten Effektemacher kann man wahrlich als Pioniere bezeichnen. Die Stories haben die Jahrzehnte überraschend gut überdauert und können den Zuschauer noch immmer an den Bildschirm fesseln. 'Star Trek' ist zu einem wichtigen Bestandteil der nordamerikanischen Kultur geworden.

Nun zur Box: Durch die ungewöhnliche Verpackung sind die DVDs recht gut geschützt, lose Disks dürften eher die Ausnahme sein. Der Packung liegt ein Heftchen mit einer Episodenübersicht auf Deutsch bei. Die DVD-Menüs sind raffiniert animiert und bequem zu bedienen. Ich vermisse lediglich die Play-All Option.

Der erste Pilotfilm 'The Cage' befindet sich leider nicht in der Box, was der Vollständigkeit halber angebracht gewesen wäre. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Entscheidung Paramounts durchaus Sinn macht, denn 1. ist das Filmmaterial von 'The Cage' größtenteils in 'The Menagerie 1+2' enthalten und 2. würde 'The Cage' zuviel von der Handlung von 'The Menagerie' vorwegnehmen, bzw. der Handlung am Ende leicht widersprechen.

Über die Reihenfolge der Episoden läßt sich zu Recht streiten. Die Nummer neben jeder Episode bezieht sich auf die Produktionsreihenfolge. Nr. 01 fehlt natürlich, denn das wäre ja 'The Cage' gewesen. Die Reihenfolge auf den Disks entspricht jedoch der Reihenfolge der US-Erstaustrahlung. Mir persönlich wäre die Produktionsreihenfolge lieber gewesen. Ein Glück, dass jede Episode in sich abgeschlossen ist und dass die Reihenfolge keine so große Rolle spielt wie bei 'Babylon 5'.

Die Bildqualität ist, wenn man das Alter des Filmmaterials bedenkt, sehr gut. Hier und da gibt es noch ein paar kleine Bildfehler, die hätte man eigentlich noch ausbessern können - aber ich will mal nicht pingelig sein...Die deutsche Synchro ist leider etwas zotig ausgefallen, dank DVD-Technologie kann man zum Glück den englischen Original-Ton anwählen. Die von deutschen Fernsehsendern herausgeschnittenen Szenen wurden - soweit ich das anhand meiner Kaufkassetten aus den USA nachprüfen konnte - wieder eingefügt. Des weiteren enthält die DVD-Box die französische, italienische und spanische Synchronisation der Serie.

Wer die Anekdoten der Schauspieler nicht kennt, dem werden die Specials gefallen. Die Specials haben mich zwar nicht wirklich vom Hocker gehauen, aber es war schon toll, dass alte Interviews mit Gene Roddenberry drin waren und dass einige der Drehbuchautoren zu Wort kamen. In den ersten beiden Specials-Menüs sind übrigens drei 'Red Shirt Logs' versteckt. Schmerzlich vermisst habe ich allerdings die Blooper-Filme.

Alles in allem darf diese Box in keiner DVD-Sammlung fehlen!

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Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs)
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