Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos UHD TVs Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen1
3,0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:9,59 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. Dezember 2007
Wer eine X-Box besitzt, kann beziehungsweise konnte sich über die Anzahl regelmäßig erscheinender Ballerspiele wahrlich nicht beschweren. Damit einhergehend konnten allerdings einige Titel nicht übermäßig überzeugen und versanken kurz nach ihrem Erscheinen (hochverdient) schnell wieder in der Versenkung. Doch die Fangemeinde wurde offensichtlich nie satt und so mangelte es nie an Nachschub, die ein oder andere Perle war dann auch brav mit dabei. Im Fall von „Tron 2.0 – Killer App“ handelt es sich keineswegs um einen solchen Hit, allerdings auch bei weitem nicht um einen Reinfall. Aber – dies muss im vorliegenden Fall überaus deutlich gesagt werden – speziell dieser X-Box-Titel (keine Ahnung, ob eine Fassung für eine andere Konsole existiert) ist absolut Geschmackssache. Dabei beziehe ich mich in erster Linie auf das sehr eigenwillige Design, welches in Anlehnung an einen berühmten Kinostreifen anfangs der 80er ziemlich schräg ausfiel: neonfarben vor dunklem (spartanisch ausgestattetem) Hintergrund, Lichteffekte und Elektroblitze alle Nase lang und ein gewollt antiquiert und zugleich unterkühlt wirkendes Szenario sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Ehrlich gesagt auch nicht unbedingt mein Ding, doch das (allein) darf natürlich keinen Ausschlag im Hinblick auf das Gesamturteil geben.

Zur Erinnerung (wen es interessiert): in der berühmten Filmvorlage verschlug es einen engagierten Programmierer urplötzlich ins Innere eines PCs, in welchem unzählige Gefahren auf ihn lauerten, insbesondere musste die Herrschaft des unbarmherzigen Master-Control-Programms (initiiert von einem machtbesessenen PC-Freak) schnellstmöglich beendet werden. Von Kreativität zeugten hierbei die abstruse Story, die eigenwillige Darstellung der (eigentlich mikroskopisch kleinen) Einzelteile des Innenlebens des Computers und nicht zuletzt die (seinerzeit) aufsehenerregenden Spezialeffekte. Nicht erst seit heute haben sich jene Specials natürlich erheblich relativiert, versteht sich und dennoch: einen gewissen Charme kann man jenem Szenario nicht absprechen. Im Übrigen: in „Tron 2,0 – Killer App“ hat es uns ins Egoshooter-Genre verschlagen, bei dem es aber ungewohnt ruhig zugeht. Im Verhältnis zu den ansonsten vorherrschenden Ballerorgien, versteht sich. Ähnliches gilt hinsichtlich der Waffenauswahl, denn diese ist nicht außerordentlich groß: ein leuchtender Diskus ist die Primärwaffe (Stab mit Schockgarantie und Scharfschützengewehr gibt es auch noch), auf die sich unser Protagonist Jet verlässt und sie wie einen Bumerang durch die Gegend schleudert. Dafür erhalten wir immerhin eine beachtliche Story, die erst nach und nach Licht ins Dunkel bringt und die Verschwörungen allmählich aufdeckt. Unzählige Viren sind es, die uns zu schaffen machen und die es zu eliminieren gilt. Ob gutartige oder böse Virenprogramme, eines ist allen gleich: sie werden in Menschenform dargestellt, kommt es demnach zur Konfrontation schauen wir jenem bösartigen Virus genau ins Antlitz. Der Atmosphäre – wer sich auf das ungewohnte Ambiente einlässt – tut das jedenfalls keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, es kommt gut rüber.

Für etwas Abwechslung sollen offensichtlich ein paar Hüpfpassagen, Schalterrätsel und das Herunterladen wichtiger Datensätze sorgen: während die Jump-and-Run-Einlagen mitunter unangenehm knifflig werden können, entpuppen sich die Rätsel als leichte Kost. Ohnehin ist Anspruch nicht gerade Trumpf, um ehrlich zu sein, sonderlichen Tiefgang dürft Ihr nirgends erwarten. Der Schwierigkeitsgrad ist im Großen und Ganzen moderat und sollte langfristig – nach einer zugegebenermaßen etwas längeren Eingewöhnungsphase, schätze ich – nahezu jedem von uns Erfolgserlebnisse ermöglichen. Hauptverantwortlich dafür sind die Energiezapfsäulen, durch die wir uns wieder voll aufladen können, doch dazu gleich noch an anderer Stelle mehr, im Übrigen darf jederzeit zwischengespeichert werden. Steuerung und Kameraführung gehen in Ordnung, leisten aber auch nicht gerade weit Überdurchschnittliches und erst recht nichts Spektakuläres ab: wenig Vielfalt bzw. spielerischer Freiraum und keine allzu dynamischen Kameraschwenks sind an der Tagesordnung. Zu erwähnen ist, dass sich unsere Talente – vor allem Sprungkraft und Schleichfähigkeit – im Laufe des Abenteuers verbessern (sollen), des Weiteren gilt es, wichtige Boni in Sachen Kraft (Schadensstärke) und Verteidigung (Rüstungsverbesserung) zu ergattern. Dies sorgt neben der nicht uninteressanten Story für angenehme Motivation.

Ein enorm wichtiger Faktor stellt des Weiteren die Gewährleistung der Stromzufuhr dar. Während der Diskus keine Energie benötigt, sieht dies bei Scharfschützengewehr und Schockstab schon ganz anders aus. Mindestens genauso wichtig ist, den Energievorrat auf einem ansprechend hohen Niveau zu halten, um wichtige Daten oder auch Schlüssel überhaupt erst herunterladen zu können. Nicht selten sind diese zudem gut in ihren Behältnissen an entlegenen Winkeln versteckt oder erst durch beherzte Sprünge über Abgründe hinweg zu erreichen. Von großer Bedeutung sind daher die Zapfsäulen sowohl für die Lebensenergie als auch eben den Energievorrat, die leicht ausfindig gemacht werden, zumal die Areale, durch die wir streunen, nicht übermäßig groß und auch nicht verwinkelt sind. Im Vordergrund stehen jedenfalls die kämpferischen Auseinandersetzungen mit den feindlichen Programmen (uns freundlich gesinnte gibt es im Übrigen auch viele), so dass dem (wenig anspruchsvollen, wenn auch anfangs unterhaltsamen) Schleudern der Diskusscheibe eine übergeordnete Bedeutung zukommt. Erstaunlich viel Berücksichtigung fand der Multiplayerspaß: offline zu viert im Splitscreen-Modus, beim Verlinken von bis zu vier Konsolen bis zu sechzehn und online via X-Box-Live ebenso sechzehn Gleichgesinnte dürfen sich austoben bzw. gegenseitig zerbröseln. Das ist zweifellos ein bedeutsamer Pluspunkt, gerade in punkto Langlebigkeit dieses Titels, was hinsichtlich der Solokampagne mangels großem Spielumfang und Abwechslungsreichtum eher ein Schwachpunkt sein dürfte. Kurzum: eigenwilliges Ambiente, abgefahrene Story, ungewöhnliches Design aber vom Prozedere her doch eindeutig biedere Hausmannskost. Alles Andere wäre dreckig gelogen.

Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber, zumindest wenn man bereit ist, sich auf die doch etwas sehr seltsame Szenerie einzulassen. Mangels hochauflösender Texturen, atemberaubender Spezialeffekte, aufsehenerregender Charaktermodelle, geschmeidiger Animationen oder ähnlichem Schnickschnack – 16:9-Breitbildformat und 60-Hz-Modus sind nicht am Start – ist die Bezeichnung als „Durchschnittsoptik“ so gerade eben noch gerechtfertigt, wenn überhaupt. Manch einer mag sie als hässlich bezeichnen, doch ist diese eben sehr eng an die Filmvorlage angelehnt. Unverständlich sind allerdings die teils nervig langen Ladezeiten, denn die Hardware der X-Box-Konsole kann nicht wirklich durch die Grafik belastet werden. In punkto Soundkulisse sieht es da schon wesentlich freundlicher aus: ganz hervorragende ruhige, ja fast schon sphärische Klänge unterstreichen die Atmosphäre hervorragend, dies in Verbindung mit stimmigen Außengeräuschen und das auch noch in sauberem Dolby Digital ist eindeutig als große Stärke dieses ungewöhnlichen Ballerspiels zu bezeichnen. Speziell die Soundeffekte sind topp und stellen eigentlich schon das Highlight überhaupt dar. Ohne sie würde das abgefahrene Flair von „Tron 2,0 – Killer App“ nicht im Entferntesten so gut rüberkommen. Davon abgesehen bleibt aber sehr Vieles hier Geschmackssache, erst recht was die Präsentation angeht, gar keine Frage.

Wer den Kinostreifen aus den frühen 80ern nichts abgewinnen kann oder ihn überhaupt nicht kennt, wird aller Voraussicht nach Probleme haben, mit diesem Spiel warm werden zu können. Es sei denn, das grundsätzlich ein Hang zum mittlerweile oft und in vielerlei Hinsicht zitierten „Retro“ besteht. Wer sich von der kühlen Atmosphäre nicht abschrecken lässt und auch nach der ersten Spielstunde noch neugierig sein sollte, der wird auf seine Kosten kommen, alle Anderen sollten sich nicht weiter quälen. Weder Anspruch noch Abwechslung, großer Spielumfang oder Spezialeffekte sind hier Trumpf. Auf der „Haben-Seite“ stehen eine erstaunlich eng an die Filmvorlage angelehnte Darbietung, eine sehr gelungene Soundkulisse und eine interessante und vor allem nicht alltägliche Story. „Tron 2,0 – Killer App“ ist eindeutig etwas für den Liebhaber und ganz sicher nichts für die breite Masse. Vielleicht gerade deswegen mehr als nur einen flüchtigen Blick wert. Objektiv gesehen handelt es sich um eine sehr eigenwillige Egoballerei, die insgesamt nur eine 08/15-Endnote erhalten kann. Spielspaßwertung: 65%.

PLUS --> Erstaunlich nahe an Kinofilm angelehnt, gelungene Soundkulisse, hochinteressante Story, nicht alltäglich, Multiplayer

MINUS --> Design nicht für jeden etwas, kein großer Umfang, auf Dauer abwechslungsarm, ziemlich anspruchslos, ohne jeglichen grafischen Schnickschnack
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.

Gesponserte Links

  (Was ist das?)