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3,8 von 5 Sternen
Sempre Libera
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40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. September 2004
Wenn man einmal den Werberummel und die unsinnigen "Callas-Vergleiche" beiseite lässt, erweist sich Anna Netrebko auch so als Sängerin mit beachtlichen stimmlichen Qualitäten. Dieses Recital ist besser zusammengestellt als das erste und bringt ihre Stärken eindrucksvoll zur Geltung. Mich überzeugt die Sängerin vor allem in langsamen, elegisch gefärbten Stücken wie den Wahnsinnsszenen aus "I Puritani" oder "Lucia di Lammermoor", weniger in "La Traviata". Der eigentliche Höhepunkt aber ist das "Ave Maria" aus Verdis "Otello", das sie sehr anrührend gestaltet. Bisweilen hat man den Eindruck, dass sie nicht ganz in ihren Rollen aufgeht. So singt sie die Arie der Lauretta aus "Gianni Schicchi" zwar makellos, aber man glaubt hier eine Diva zu hören, nicht ein junges Mädchen, das seinen Vater um den Finger wickelt. Auf einer Recital-Platte ist dies aber vertretbar.
Die Orchesterbegleitung ist erstklassig und trägt zum hervorragenden Gesamteindruck bei.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2005
Je größer der Erfolg umso heftiger die Kritik. Dieses fast schon Naturgesetz gilt nicht nur für die Pop-Musik sondern auch für die Klassik, sofern es überhaupt mal ein Klassik-Künstler schafft in die entsprechenden Sphären des Erfolgs vorzudringen. Netrebko hat es geschafft und muß, wie etwa Bartoli und Mutter vor ihr, mit harscher und nicht immer gerade konstruktiver Kritik leben. Über die Aufmachung dieser CD kann man sich sicherlich streiten. Andererseits solange man nicht eine bewußt altbackene Aufmachung einer CD als Garant für qualitativ hochwertigen Inhalt wertet sollte man auch nicht den Umkehrschluß ziehen.
Abbado und das Mahler Chamber Orchestera sind ohnedies über jeden Zweifel erhaben. Das Orchester klingt durchweg hervorragend, unglaublich farbenreich und gleichzeitig sehr durchsichtig, und so dramatisch wie es bei einer Pasticcio-Aufnahme eben möglich ist.
Frau Netrebko mag nicht die neue Callas sein als die sie gerne apostrophiert wird...ob das nun positiv oder negativ ist gehört in den Bereich des Geschmacksurteils. Ihr Sopran ist cremiger, düsterer, gluturaler noch als der von Fleming. Vor allem in den tieferen Lagen voller Ausdruckskraft und Farbenreichtum. In der Höhe fehlt es dabei mitunter an Strahlkraft aber es ist gerade dieser fahle, angedunkelte Matt-Glanz der Netrebkos Stimme so einzigartig macht.
Der Repertoire-Wahl dieser CD mit Szenen anstelle der üblichen Arien-Auswahl gebührt ebenfalls Respekt. Alles in allem...und man möchte fast sagen "trotz des Erfolges"...ein hervorragendes Album einer brillianten Sängerin.
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56 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2004
Nun hat die aufregende Anna Netrebko also ihr zweites Arien-Recital vorgelegt. Unter dem programmatischen Titel "Sempre libera!" sind Szenen aus La traviata, La sonnambula, I Puritani, Lucia di Lammermoor, Otello und Gianni Scicchi versammelt. Die Auswahl der Stücke ist damit homogener als in Netrebkos Debut-Recital. Die Stimme der Netrebko ist sicherlich ein gutes Instrument: Ein dunkel getönter, leichter Sopran. Die Sängerin ist zu interessanten Färbungen fähig, vor allem in langsamer Musik (z.B. in "Ah! non credea mirati"). Ihr elegisches Timbre passt gut zu Bellini und Donizetti.
Im "Sempre libera" allerdings klingt sie unsicher, die hohe Lage neigt dazu, schrill zu werden und die Koloraturen sind zum Teil unsauber. Nicht anders steht der Fall in "Ah! non giunge" und "Vien diletto". Frau Netrebko kann zudem nicht über große Atemreserven verfügen weshalb v.a. hohe Töne frühzeitig ausbleichen und mit einem kleinen Schock im Zwerchfell enden. Ihre Koloratur klingt nicht leicht und dynamisch, sondern unsicher und tastend. Für Traviata scheint mir ihre Stimme auch ein bißchen klein; Vergleiche drängen sich auf, und man muß nicht weit zurückblicken, um zu sehen, welch großer Konkurrenz sich Netrebko aussetzt: Renée Fleming mag als Traviata viele Eigenheiten und stimmliche "Macken" haben. Aber sie hat wenigstens die stimmlichen Möglichkeiten für die Rolle. Symptomatisch auch, dass Fleming trotz stupender Höhe das Hohe Es am Ende nicht singt, wärend Netrebko sich dieser Tour de force aussetzt und dabei im Vergleich nicht überzeugend wirkt, weil die Ausführung die Aufführung nicht rechtfertigt.
Besser finde ich Netrebko in Lucia. Eine Überraschung ist die Szene der Desdemona: Mit viel Gefühl für die Stimmung der Rolle und schönen Färbungen singt Netrebko das Lied von der Weide. Nicht nur die klimaktische Phrase auf "Ah, Emilia addio" deutet aber an, dass ihre Stimme zu (noch?) zu klein wäre, um Desdemona auf der Bühne zu verkörpern. Auch hier fehlt z.T. der lange Atem und bisweilen die tiefste Lage. Wiederrum sehr schön mit leuchtenden Piano-Tönen ist Laurettas "O mio babbino caro".
Fazit: ein durchwachsenes Recital. Ärgerlich, dass Netrebko unter ihren Möglichkeiten bleibt, weil sie zu Rollen gezwungen wird, die sie vorerst noch nicht singen sollte (z.B. Traviata). Die Stimme ist noch relativ klein und lyrisch, deshalb muß sie in der Hohen Lage nicht selten forcieren, um Volumen zu erzeugen. Gerade für die Bellini-Rollen bräuchte sie noch mehr Vorarbeit. Mag sein, dass gewisse technische Schwächen und Eigenarten der Stimme auf der Bühne zurücktreten. Auf die Dauer schaden sie aber der Stimme. Mir scheint, als könne Netrebko nie die Möglichkeiten ihrer Stimme entfalten, weil sie zu wenig Zeit für ihr Recital Projekt hatte. Eine Kritik also nicht nur, vielleicht sogar weniger an der Sängerin, sondern an den Bedingungen, denen sie sich aussetzen muß.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2004
Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich diese Cd nun ganz toll, oder doch nur mittelmäßig finden sollte. Es gibt auf dieser Platte durchaus sehr gelungene Stücke, in denen die Netrebko alle Vorzüge ihrer Stimme präsentieren kann. Auf der anderen Seite allerdings scheint es, als wäre ihre Stimme für einige der großen dramatischen Koloraturpartien ein wenig zu schwach und auch einige Unsicherheiten werden deutlich.
La Traviata:
Ihre Violetta ist zwar nicht weltbewegend, aber dennoch durchaus hörenswert. Die halsbrecherischen Koloraturen meistert sie mit Bravour und auch der musikalischc Grundcharakter der Arie kommt deutlich zum Vorschein. Sie singt von purer Freude und das vermag Violettas Lebensgefühl durch ihren Gesang glaubhaft auszudrücken. Das im Beiheft so gerühmte hohe es ist allerdings Geschmackssache. Für meinen Geschmack ist es ziemlich kurz und glanzlos.
La Sonnambula:
Eine herrliche Aufnahme, wahrscheinlich die Beste auf dieser Cd. Die elegischen Passagen im "Ah! non credea" werden sehr anrührend und herzzerreißend dargeboten. Die Stimme ist fähig wundervolle Pianotöne zu erzeugen, welche wahrlich unter die Haut gehen. Die Cabaletta ist wunderbar. Hier brliiert die Netrebko mit glänzenden hohen Noten und lupenreinen Koloraturläufen. Ihre Stimme ist für Bellini wie gemacht!
I Puritani:
Ebenso, wie die Sonnambula sehr schön gesungen. Besonders die Cabaletta ist prunkvoll verziert und alle Schwierigkeiten werden sicher ausgeführt. Das "O rendetemi la speme" ist für meinen Geschmack etwas fade, besonders wenn man Netrebkos Interpretation mit der von Maria Callas vergleicht. An sonsten aber sehr schön!
Lucia di Lammermoor
Hierbei handelt es sich um meine Lieblingsoper. Die Wahnsinnsarie habe ich schon von hunderten verschiedenen Interpretinnen gehört und ich muss leider sagen, dass Netrebkos Version nicht unbedingt zu den Glanzlichtern zählt. Zum Einen finde ich, dass man lieber die Flöte als die Glasharfe hätte einsetzen sollen, da diese an manchen Stellen unangenehm klirrend und hart klingt. Netrebkos Gesang ist zwar virtuos, aber keinesfalls einzigartig. Sie ist nicht in der Lage den Charakter vollständig zu erfassen, sofern man das bei nur einer einzelnen Arie beurteilen kann. Sie Spitzentöne klingen etwas schrill und gehen so schnee, wie sie gekomen sind. Schade!!!
Otello und Gianni Shicchi
Diese Aufnahme ist herrlich. Netrebko singt wunderbar das Lied von der Weide und das "Ave Maria" ist ebenfalls sehr eindrucksvoll. Netrebko ist durchaus in der Lage auch die Partien einmal zu singen. Was besonders erstaunlich ist, ist das sie diese Partie niemals zuvor auf der Bühne gesungen hat, aber dennoch in der lage ist ein derart beeindruckendes und vollkommenes Portrait der Figur zu erstellen. Auch das "O mio babbino caro" ist sehr gut geworden. Netrebko singt es sehr zart und weich. Ihre Interpretation erinnert ein wenig an die von Maria Callas.
Das Orchester und der Chor sind sehr gut. Claudio Abbado dirigiert sehr mitreißend und ganz im Sinne des Belcanto. Wer nun denken sollte, man braucht diese Cd nicht zu kaufen, der irrt. Ich würde sagen, dass dieses Recital ihr erstes bei weitem übertrifft. Netrebkos Stimme mag zwar nicht für jede Rolle geschaffen sein, aber sie ist dennoch sehr hörenswert und vermag in bestimmten Momenten zu verzaubern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich würde mich zwar nicht als Opernkennerin bezeichnen, sondern nur als Opernliebhaberin, aber soviel Musikverständnis besitze ich durchaus, um sagen zu können, das Anna Netrebko eine außergewöhnlich tolle Sängerin mit einer Wahnsinnsstimme ist. Mir hat sie bisher jedenfalls immer sehr gut gefallen !!!
Die hier vorliegende SACD "Sempre Libera" ist jedenfalls ein echter Hörgenuß u. eine schöne Auswahl an Stücken.
Meine Lieblinglieder auf dem hier vorliegenden Album sind "Sempre Libera" u. "Oh mio babbino caro", wenn Anna Netrebko vorallendingen letzteres Stück singt, dann tut sie das mit einem solchen Schmelz in der Stimme, der einem die Tränen in die Augen treibt, einfach herzzerreißend, auch wenn das jetzt kitschig klingt, aber es ist wirklich so !!! Und dafür liebe ich sie !!! Bravo, Bravissimo !!!
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Oktober 2005
"Sempre libera" ist das zweite Solo-Recital des neuen Stars am Opernhimmel Anna Netrebko.
Wenn man den Rummel um ihre Person und die zum Teil lästigen Vergleiche mit Maria Callas außer acht, ist sie eine ausgezeichnete Sopranistin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die sie gemeinsam mit Rolando Villazon und Thomas Hampson bei der Aufführung von Verdis „La Traviata" bei den Salzburger Festspielen eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Die Zusammenstellung ihres zweiten Recitals bringt ihre Stärken mehr als der Vorgänger zum Vorschein. Besonders überzeugend ist Anna Netrebko in den langsamen, elegisch gefärbten Stücken aus „I Puritani" und „Lucia di Lammermoor". Die Werke aus „La Traviata" singt sie ausgezeichnet und meistert die halsbrecherischen Koloraturen mit Bravour - zum träumen! Aber die Ausschnitte aus Bellinis „La Sonnambula" sind die herausragenden Stücke auf dieser CD. Hier brilliert die Netrebko mit glänzenden hohen Noten und prächtigen und lupenreinen Koloraturen. Die Cabaletta ist wunderbar. „O mio babbino caro" aus Puccinis „Gianni Schicchi" ist sehr gut geworden, weich und zart gesungen. Die drei Stücke aus Verdis „Othello" sind wunderbar geworden. Ein Highlight der CD ist eindeutig die „Ave Maria" Interpretation von Netrebko - ausgezeichnet!
Begleitet wird Anna Netrebko vom Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado. Er leitet das Orchester im Sinne des Belcanto und dirigiert sehr ergreifend.
Wer sich einen Eindruck von Netrebkos Stimme und ihrem derzeitigem Leistungsvermögen machen möchte, sollte sich diese CD zulegen. Wenn sie weiter hart an sich arbeitet, könnte sie wirklich einmal in die Fußstapfen von Maria Callas und Joan Sutherland treten. Die Anlagen hat sie auf jeden Fall!
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50 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2004
Nachdem ich von dem ersten Recital Anna Netrebkos sehr enttäuscht war, wollte ich ihr und mir eine zweite Chance geben und habe versucht, die vorliegende Zusammenstellung möglichst vorurteilsfrei zu hören. Die Probleme von Netrebko beginnen allerdings bereits bei der Auswahl des Repertoires. Der Schluss des ersten Aktes aus La traviata ("Sempre libera") fordert einen dramatischen Koloratursopran, der den Akt mit einem fulminanten (aber nicht notierten) hohen Es abschließen kann. Maria Callas konnte dies ein paar Jahre lang. Netrebkos Stimme ist bei aller Klangschönheit in der Mittellage aber zu lyrisch, ihre Technik zu unvollständig, um die Koloraturen und Spitzentöne mühelos zu bewältigen. Ähnlich sieht es bei den Arien aus Sonnambula, Puritani und Lucia di Lammermoor aus: In den lyrischen Passagen gelingen ihr einige gute Momente, aber sobald sie ein Koloraturfeuerwerk abbrennen müsste, werden ihre stimmlichen Grenzen hörbar: Man höre sich nur einmal Joan Sutherland oder Edita Gruberova an, um zu erkennen, was Anna Netrebko an stimmlicher Potenz fehlt. Und wer die Wahnsinnsszene der Elvira aus Puritani auf der Debut-Platte von Maria Callas (1949) oder auf deren Gesamtaufnahme der Oper (1953) gehört hat, wird Netrebkos Versuche nur noch als armselig ansehen. Nun bedeutet Belcanto ja nicht nur Virtuosität. Diese Musik ist auf Dauer nur dann erträglich, wenn die Koloraturen als Ausdrucksmusik gesungen werden, wenn Phrasierungen und Klangfarben die darzustellende Figur zum Leben erwecken. Als Maria Callas die Lucia 1953 einspielte, fand sie die Klangfarben, um den virtuosen Gesang zu reinem Ausdruck der Melancholie, der Verzweiflung, der Trauer werden zu lassen. Ein Spitzenton kann so zum Jubelruf oder zum Schmerzensschrei, eine fallende chromatische Skala zum Ausdruck einer gequälten Seele werden. Auch von Caballe gibt es solche Aufnahmen. Netrebko scheitert trotz Bemühens an diesen Maßstäben. Sie täuscht hier Ausdruck nur vor, weil bei ihr Gesangstechnik und Phrasierung so defizitär sind, dass sie in tiefere Dimensionen des Belcanto nicht vordringen kann. Anders sollte dies in lyrischen Sopranpartien aussehen. Die Szene der Desdemona aus dem letzten Otello-Akt liegt ihr besser, hier erreicht sie ihr eigentliches Fach und bringt eine solide Leistung. Trotzdem stelle ich die Frage, ob sie damit die großen Rollenvertreterinnen wirklich übertrifft!?! Ich empfehle jedem, diese Szene mit Margaret Price (unter Sir Solti) zu hören. Price verfügt über das berückende Timbre und v.a. die enormen Atemreserven, die die Desdemona-Sängerin braucht, und die Anna Netrebko in diesem Maße nicht zur Verfügung stehen.
Fazit: Die CD ist verzichtbar, weil es in jeder Rolle bereits eine oder mehrere Aufnahmen gibt, die meilenweit über Netrebkos Einspielung liegen. Wer Caballe, Sutherland, M. Price, Tebaldi, Callas und all die anderen Größen in ihren jeweils besten Rollen gehört hat, kann auf Netrebko getrost verzichten.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Da schon viele hier Anna Netrebko kommentiert haben, möchte ich einen anderen interessanten Aspekt dieser CD hervorheben und zwar, wie sie die diversen Phasen der italienischen Oper des 19ten Jahrhunderts zeigt. Von den typischen Belcanto Opern von Bellini und Donizetti über die mittlere Phase von Verdi (La Traviata) bis zum Ende des Jahrhunderts mit Verdis Otello und Puccini, bekommt man mit dieser CD einen guten Überblick, wie sich die Gattung entwickelt hat. Die gewählten Arien zeigen sehr gut, wie sich sowohl der Gesangstil wie auch die Orchesterbegleitung gewandelt haben. Wenn man sich für so etwas interessiert, ist diese CD zu empfehlen. Positiv ist auch, daß zu den einzelnen Arien die Handlungsabschnitte erklärt werden. Die Pop-Aufmachung ist wirklich lächerlich - deshalb nur vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2009
Egal ob auf Youtube oder irgendwo versteckt im Internet. Ist man auf der Suche nach Donizetti's "Lucia di Lammermoor" wir man schwer eine Interpretation mit der selten verwendeten "Glass Harmonica" finden. Dieses Instrument verzaubert den Zuhörer mit einem feinen, unübertroffenen, überirdischen Klang. Das Stück ist auch aus dem Film "Das fünfte Element" bekannt. Auch die übrigen Aufnahmen auf der CD überzeugen durch die auf der ganzen Welt bekannten Anna Netrebko. Ein "Must have" für jeden Opernfan.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. September 2008
Ich bin keine ausgesprochene Opernliebhaberin, aber an Anna Netrebko kommt man einfach nicht vorbei. Ausschnitte aus Verdis "La Traviata" und "Otello", Bellinis "La sonnambula" (= Schlafwandlerin) und "I puritani", Donizettis "Lucia di Lammermoor; als Zuckerl gibt es "O mio babbino caro" von Puccini, das ich einfach nur wunderbar finde und immer wieder anhören kann.

Die Netrebko singt Frauen, die in ihrem Leben hin und her gerissen sind zwischen Liebe, sexueller Freiheit und Entsagung. Die "Violetta" in La Traviata, eine an Schwindsucht erkrankte Kurtisane, die an der Liebe zweifelt; die "Amina" aus "La sonnambula", die die schlechte Angwohnheit hat, nachts in fremde Schlafzimmer zu schleichen; die "Elvira" aus "I puritani", die wahnsinnig geworden ist. Auch "Lucia di Lammermoor" ist wahnsinnig geworden - vor Kummer und "Desdemona" aus "Otello" ist von düsteren Vorahnungen erfüllt, weil sie von Otello öffentlich bloßgestellt wurde - sie will nur noch sterben.

Die Wahnsinnszene "Ardon gli incensi" von Lucia (Anspiel-Nr. 11) geht einem sehr nahe. Nur mit der Glasharmonika begleitet singt die Netrebko die Koloraturen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Diese höchste Anforderungen an die menschliche Stimme, meistert sie absolut glaubwürdig und singt das Stück wunderschön. Aber auch das sehr, sehr traurige "Piangea cantando nell'erma landa" (Anspiel-Nr. 14) der Desdemona in "Otello" ist ihr äußerst gelungen. Sie gefällt mir überhaupt in der Höhe besser als in den tieferen Lagen.

Das Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Clausio Abbado lässt nichts zu Wünschen übrig. Netrebko hat gesagt, dass sie sich bei diesem Orchester und Abbado so sicher fühlte, dass sie sich auch der großen Herausforderungen der Desdemona stellte.

Nicht nur für Netrebko-Fans ein Genuss!
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