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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirkt wie ein Schlag in die Magengrube!
"Menschenfeind" ist ein Film der dem Zuschauer zeigen will was in einem Menschen vorgeht der keine Hoffnung mehr hat und sein ganzes Leben lang nur Enttäuschungen und Demütigungen ertragen musste, bishin zum totalen Kollapps und dem Verlust zur Realität, wenn Menschen nur noch blanken menschenverachtenden alles verzehrenden Hass verspüren.
Der...
Veröffentlicht am 12. Juni 2008 von Sunrise

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naaa Ja!
Zum Film möchte ich an dieser Stelle nicht wirklich viel sagen. Ich mag ihn sehr, andere anscheinend nicht. So ist das nun mal.
Man kann noch erwähnen das er keinesfalls für Kinder geeignet ist(nicht nur wegen der Gewalt).

Habe also die DVD gekauft um den Film in guter Qualität zu Hause zu haben, wurde aber fast ein bisschen...
Veröffentlicht am 26. April 2012 von daz


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirkt wie ein Schlag in die Magengrube!, 12. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
"Menschenfeind" ist ein Film der dem Zuschauer zeigen will was in einem Menschen vorgeht der keine Hoffnung mehr hat und sein ganzes Leben lang nur Enttäuschungen und Demütigungen ertragen musste, bishin zum totalen Kollapps und dem Verlust zur Realität, wenn Menschen nur noch blanken menschenverachtenden alles verzehrenden Hass verspüren.
Der ganze Film spielt sich im Kopf und den Gedanken des 50 jährigen Hauptdarstellers ab. Der Film wirkt farblich sehr blass. Auch die Umgebung in der der Hauptdarsteller in Paris "vegetiert" wirkt leer, einsam, trostlos, verlassen und hasserfüllt. Dies alles spiegelt die Psychische Verfassung des Hauptdarstellers wieder.
"Menschenfeind" ist ein sehr brutales Sozialdrama das nicht jedermans Sache sein wird. Wie auch schon in anderen Rezensionen erwähnt wurde sollte hier kein Hollywood-Thriller mit jede Menge Action erwartet werden.
Die Dialoge in "Menschenfeind" sind Knüppelhart, die Gewaltdarstellungen teilweise echt heftig und Menschenverachtend. Auch denke ich, sollte darauf hingewiesen werden, das der Film Pornographische Szenen enthält auf die zusätzlich zu den anderen Aspekten geachtet werden sollte ob und wer sich den Film anschauen will!
Definitiv nichts für Jugendliche! Für alle anderen die "Menschenfeind" interessiert und sich ein wenig über den Film informiert haben, ist es ein MUST HAVE! Geheimtipp !
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Leben geht so schnell vorbei und das für nichts..", 28. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Drei Filme , die Gaspar Noe bisher inszenierte.
Dreimal, daß er uns mit zitternden Beinen im Kinosessel zurückläßt, uns jegliches Gefühl von Hoffnung, von Bestimmung, von Glück ,auf das wir im Leben zu hoffen wagten in den Boden tritt.
Gott ist tot, der Mensch alleine in einem kranken Kosmos aus Einsamkeit, sinnlosesten Gewaltexzessen, und fürchterlicher belangloser Tristesse.
Nur die Qual, das letztendliche Dahinvegetieren in einem endlos leeren, verzerrten Existieren, das ist es ,was das einzelne Individuum erwartet.
Gaspar Noes Filme sind so schmerzhaft, so schreiend destruktiv, daß man sie manchmal nur ein einziges Mal ertragen kann.
Zu unfassbar konsequent, zu radikal nihilistisch und grausam sind seine Bilderstürme.
Und einfach in ihrer kompromisslosen Drastik unvergleichliche, wichtige Meisterwerke.
Gott sei Dank gibt es solche Filme.
Ehrlichkeit spürt man in jedem Bild.
Es sind Gaspar Noes eigene Ängste vor der entsetzlichen Banalität von Gewalt, vor der Sinnlosigkeit des Daseins, der traurigen eintönigen Einsamkeit, der Angst vor Verlust, dem Tod der Liebe , der Furcht vor Enttäuschung, die er uns hier in so erschütternder Weise für immer in die Sinneszellen brennt.
So sind auch seine ultrabrutalen Szenen niemals konsumierbar wie in heutigen zahllosen Computerspielen und Filmen.
Gaspar Noe gibt der körperlichen und psychischen Zerstörung von Menschen die Entsetzlichkeit zurück, die sie wirklich hat.
Hässlich, tierisch, ekelhaft, langwierig ,schockierend überflüssig und sinnlos.
Der Tod und das töten ein Prozeß, so unfassbar quälend, schmerzvoll.
Noe geiselt damit alle Medienformen, in denen Gewalt "goutierbar" gezeigt wird.
Es ist Zeit für so ein Statement
Ein Geraderücken der Gewichtung von wirklicher Grausamkeit, die so wichtig ist, gerade heutzutage in denen gleichgültig tausende Figuren achselzuckend in Spielen oder Filmen eliminiert werden.
Gewalt ist abstossend, stumpf und übelkeiterregend, die Ursünde des Menschen und jeden kann es treffen.
Dies vermittelt uns Gaspar Noe in schonunglos intimer Selbstentblößung.
Sein Meisterwerk "Irreversible" gilt demnach als der Film, in dem so viele Kinozuschauer wie nie zuvor in der Historie die Filmsäle verließen.
"Menschenfeind" ist ebenfalls das Fanal einer kaputten Seele.
Ein authentisch bis zur Selbstaufgabe verkrüppelter Charakter, der unvergesslich von Philippe Nahon dargestellt wird.
Eine leere, wandelnde Hülle ist dieser grobschlächtige schwitzende Mann. Keine Zärtlichkeit, keine Empathie, keinen Sinn mehr im Leben.
Fressen, kopulieren, verdauen, verrecken. Auf diese unglaublich schreckliche, existenzielle Lebensphilosophie hat er sein Dahinvegetieren zusammengefasst.
Und doch ist es die grosse Meisterschaft von Regisseur Noe und dem phantastischen Hauptdarsteller, daß wir doch Sympathie mit ihm empfinden, empfinden müssen.
Denn zwischen schockartigen Szenenüberblendungen ist er über 90 Minuten unsere einzige Bezugsperson.
Keine Chance läßt uns der Regisseur zu abstrahieren, eine andere Position als die seine, unglaublich Destruktive einzunehmen.
Sein lautes Denken, seine Sicht der Wirklichkeit wird uns hypnotisch begleiten.
Für 90 Minuten sind seine Augen unsere Augen, mit denen wir dieser kalten, lebensfeindlichen Welt begegnen, die Demütigung und Einsamkeit spüren und an ihr verzweifeln.
Verzweifeln und mehr und mehr auch zum gefährlichen Tier mutieren.
Zum Amokläufer, der wie ein waidwundes Wild um sich beisst, um sich schießt um letztendlich die Welt zu bestrafen und mit in den Untergang zu ziehen.
Letztendlich folgt hier Noe in seiner Inszenierungskraft einem frühen Scorsese in "Taxi Driver".
Beide Filme sind in ihrer furchtbaren Prägnanz sich in die Sichtweise und das Wirklichkeitserleben von Gewalttätern einzufinden beispiellos erschreckend und von unvergesslicher Wucht.
Weiter entfernt jedoch als vom amerikanischen Erzählkino, das in "Taxi Driver "noch vorherrscht kann Noes "Menschenfeind" gar nicht mehr sein.
Eine fortlaufende Handlung wird nicht erzählt, vielmehr ist es ein einziger Höllentrip in das Denken, in die Selbstzerfleischung, in die Destruktion, die wir erleben.
Das Gesicht, die Augen, die brodelnd wahnsinnigen Gedankenfetzen, sie sind die manifestierte Hölle.
Reflektionen, tiefe schreckliche Wirklichkeiten, Assoziationen entwickelt Gaspar Noe die nicht zu beschreiben sind, sondern die tief nachempfunden werden müssen. Im Unterbewusstsein manipuliert uns Noe auf genialste Weise.
Wir sind der Mörder, der Vergewaltiger, wir selbst sind der Gescheiterte, der Verlierer, der immer wieder gedemütigt wird, der niemals Anerkennung erlebte, derjenige dem tatsächlich keine andere Wahl in diesem entsetzlichen Hamster-Rad, genannt Wirklichkeit bleibt, als den Finger am Abzug zu betätigen.
Was sind die Ursachen von menschenverachtender Gewalt, was geht in dem Kopf eines Amokläufers vor?
Gasper Noes inszeniert hier nicht auf abgehoben pseudointellektuelle Weise eines Dozenten.
Schonunglos entlarvend seine ehrliche unverstellte Herangehensweise.
Sie lässt uns die Banalität des zwanghaften Strudels in die Grausamkeit erleben.
Aus Hilflosigkeit erwächst Hass, formen sich Klischees, Feindbilder.
Schuld sind die Homosexuellen, die Ausländer, die Weiber. Die aggressiven Tiraden ,die uns unablässig in der Off-Stimme begleiten, werden zu unserer eigenen Stimme im Kopf.
"Jetzt gibt er mir keinen Job, aber wenn ich wiederkomme und ihm meine Knarre an den Kopf drücke, dann wird er sehen wer die Macht hat"- hier offenbart sich die Konsequenz von Gewaltmechanismen.
Ohnmachtsgefühle, keine Bestätigung, Anerkennung,-als Gegenpol die Allmachtsphantasie durch Waffen. Die Möglichkeit nur einmal wenigstens bedeutsam zu werden.
"Menschenfeind" ist ein so wichtiger Film, gerade auch in der heutigen hektischen Ellenbogengesellschaft, die nachhaltig Depressionen, Psychosen unter gleichzeitig ständigem Konkurrenzkampf produziert in der die alltäglich uns umgebenden menschlichen Zeitbomben oft nie bemerkt werden.
"Das Leben ist ein Stück Dreck, und jedem dem ich es erspare, kann sich freuen"-
Wie manipulativ letztendlich Noe arbeitet, läßt sich an dem genialen Ende erkennen, das noch einmal allen Erwartungen zuwider läuft.
Es soll hier nicht verraten werden, aber hier hat er unsere Sicht der Welt schon so auf den Kopf gestellt, daß wir Erleichterung verspüren, obwohl eigentlich Entsetzen über den angedeuteten Sadismus herrschen sollte.
"Menschenfeind" hebt unser Weltbild aus den Angeln, Gott sei Dank nur für heilsame, schockierende 90 Minuten, die wie ein reinigender Faustschlag ins Gesicht wirken.
Noe ist ein Regiseeur ,der mit eigenen Ängsten, seinen Zweifeln über die furchtbare Unberechenbarkeit und Willkür des Lebens selbst hadert.
Er hat Wege gefunden seine ehrliche Trauer, sein Geschocktsein über menschliches Leben auch in schockierende, authentische Bilder zu verwandeln, die vor Schmerz und Traurigkeit noch lange in der Seele weiterschreien.
Ein Klagelied über den Homo Sapiens, eine resignative Suche nach einem Gott, den es lange nicht mehr gibt.
Ein Monument an Film über menschliche Monster, in ihrer scheinbaren Gefühllosigkeit so verwundet, traurig und um Zärtlichkeit und Sinnhaftigkeit bettelnd.
Ganz grosses bestürzend, aufwühlendes Kino.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 11. November 2006
Von 
ChinoM (Freiburg/Elbe Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
"Menschenfeind" ist eines der Filme, die den Zuschauer mit einem flauen Gefühl im Magen zurücklassen. Der Titel klingt reißerisch ist aber, bezogen auf das Weltverständnis des Hauptprotagonisten, absolut passend. Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt: Bei Menschenfeind geht es nicht ums Morden. Vielmehr ist dieser Film eine Charakterstudie eines Menschen, der ums tägliche Überleben kämpft. Und genau dieser Umstand macht "Menschenfeind" zu einem brillianten, aber ebenso gefährlichen Film: Wir haben es hier mit keinem abwegigen Szenario zu tun, sondern mit einer Thematik die aktuell ist und mit der jeder von uns schon einmal irgendwie in Kontakt gekommen ist (z.B. Arbeitslosigkeit). Noe behandelt diese Thematiken schonungslos, nimmt kein Blatt vor den Mund und liefert z.T. fragwürdige Statements ab (und rechtfertigungen für bestimmte Taten).

"Menschenfeind" ist ein erstklassiger Film, denn er unterhält nicht nur sondern er bewegt. Solche Filme sind (leider) selten geworden, darum ist meine Empfehlung: Kaufen, ansehen, nachdenken.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Menschenfeind - Empfehlung aus Frankreich !, 9. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
"Menschenfeind" ist ein intelligentes Schockdrama aus Frankreich. Der Film erzählt die Geschichte eines namenlosen Pferdefleischer, einer im Stich gelassenen Randexistenz. Seine Welt ist nicht mehr lebenswert, nur schlecht, und bietet keine Zukunft mehr. Die Atmosphäre ist deprimierend und verstörend. Auch das Bild spiegelt die Stimmungslage des Fleischers wieder. Es wirkt farblos und die Straßen durch die der Mann zieht sind grau und leer. Aufgrund der gelungenen Inszenierung wird man hier förmlich hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gewalt, Einsamkeit und Armut. Die meisten Dialoge spielen sich im Kopf des Fleischers ab, die wütenden und abgrund tiefen Gedanken des Mannes werden einem in Form eines Voice-Over-Erzählers übermittelt. "Menschenfeind" ist ein Film, der zum nachdenken anregt und mit seinen wenigen Szenen den Zuschauer schockiert und lange nachwirkt. Seinen Anteil daran haben auch die Gewaltszenen, auch wenn der Film nicht Unmengen davon bietet. Wenn es aber so weit ist, wird es schmerzhaft.

"Menschenfeind" kommt so gut wie ohne musikalische Untermalung aus. Dafür gibt es immer wieder kurze, harte Schläge auf der Tonspur.

Erwähnenswert ist natürlich auch die Leistung des Phillipe Nahon (spielt auch den Killer bei "High Tension") der die Rolle des namenlosen Fleischers perfekt verkörpert.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich selbst einmal auf diesen Trip in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele einzulassen.

9 von 10
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie leidensfähig bin ich?, 19. März 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Diese Frage sollte man sich ernsthaft stellen, bevor man sich Menschenfeind ansieht. Das ist kein Film für einen netten, romantischen Popcornabend zu zweit. Geradezu genußvoll und handwerklich exzellent offenbart werden Abgründe: blanker Hass, dahinvegetieren, maßlose Gewalt, Ungerechtigkeit, Nacktheit, Inzest, Mord usw usw. Das alles in dazu passender, vollkommen trostloser, städtischer Umgebung. Typisch gutes Kino Kontrovers eben. Für Kinder vollkommen ungeeignet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brilliant., 18. April 2010
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
ein arbeitsloser metzger wird aus der haft entlassen und beginnt in lille ein neues leben.
seine schwangere frau und ihre mutter bei der sie leben hasst er und einen job findet er auch nicht.
als eine tages die lage eskaliert schlägt er die frau die daraufhin wohl ihr baby verliert.
mit ein paar franc und einer pistole macht sich der metzger auf den weg nach paris wo er beschliesst seine tochter zu sehen die in einem heim lebt.
die katastrophe nimmt ihren lauf.

die darsteller machen ihre sache allesamt hervorragend. gerade philippe nahon agiert nahezu perfekt.
die dialoge/monologe sind absolut brilliant und verstörend. die bilder die die metzger mit worten malt sind meisterwerke und einblicke in die seele eines gestörten menschen.
die story ist düster, mitreissend und teils recht explizit inziniert.

menschenfeind (seul contre tous) ist definitiv kein einfacher film.
fast schon sträubt man sich anhand der desilusionierenden bilder und wortflut weiter zu schauen aber die fazination überwiegt dann doch.
wie schon in Irreversibel (irreversible) schafft es regisseur gaspar noé eine abschreckende atmosphäre aufzubauen die den zuschauer geradezu verschlingt.
schade das noé nicht mehr solcher filme dreht. ich freue mich jedenfalls auf sein nächstes werk " enter the void (soudain le vide)" und hoffe das es ähnlich gut gelungen sein wird.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überaus schwere Kost, 12. März 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Überaus schwere Kost beschert uns Gaspar Noe mit diesem Film. Wer Popcornkino oder Hollywoodfilme bevorzugt, sollte sich den Film getrost sparen, denn in dem Film geht es um ein absolut menschenfeindliches Weltverständniss des Hauptdarstellers und wie er ums Überleben kämpft. Einen großteil des Films nimmt dabei dessen sehr krasser innerer Monolog ein:

"Du wirst allein geboren, du lebst allen, du stirbst allein. Allein, immer allein. Und selbst wenn du fickst, bist du allein. Allein mit deinem Fleisch, allein mit deinem Leben".

Vermutlich ists gut, dass der Film keine Jugendfreigabe hat, aber wer auf mindfucking Filme jenseits allem Mainstream steht, dem sei der Film wärmstens zu empfehlen.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitterböse Geschichte über den Fall eines Menschen, 6. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Menschenfeind erzählt die Geschichte des absoluten Verlierers. Schon die Einleitung des Filmes dokumentiert auf Basis kurzer Fotoschnipsel die Entwicklung des Metzgers. Man bekommt auf eine besondere Art und Weise den Gedanken vermittelt, "Ja es musste ja so kommen". Das besondere an dem Film sind die ständigen Monologe die in fast jeder Situation in Gewalt ausufern, doch nie "bricht" diese ans Tageslicht. Sehr skuril ist auch die Beziehung zu seiner Tochter, derart verworene Gedanken machen dem Zuschauer an vielen Stellen Angst.

Fazit: Sehr sehenswerter und dramturgisch durchdachter Film. Ein Muß !!!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gradlinige schnörkellose Leere, 20. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Gaspar Noe's "Menschenfeind" erzählt die Geschichte eines Menschen, der nur

weiterleben will, trotz aller Widerstände, einfach nur Leben bis zu seinem

Tod, nichts mehr. Noe arbeitet mit beeindruckenden filmischen Mitteln, die

der Geschichte einen Sog verleihen, dem man nicht entkommt. Die Geschichte wird durch harte Violin und Schuss Kurzsequencen vorangepeitscht, der ständige innere Monolog des glänzend spielenden Philipp Nahon reizt einen

manchmal zum Lachen, obwohl da nichts zum Lachen ist. Eintönige Städtebilder

von Lille und Pariser Vororten, die nur aus Strassen, Tunnels, Mauern, Fabriken und traurigen, miesen Zimmern und Wohnungen, Kneipen bestehen, deuten alle auf eine Leere im Leben hin, der man nicht entgehen kann.

Diese Tragödie ist zutiefst menschlich und zeigt eine Realität, die leider

zu oft besteht Ein glänzender Film, der schonungslos offen von einer waidwund geschossenen Welt erzählt, der man nur durch das Schwarz des Todes

entfliehen kann.
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5.0 von 5 Sternen !ACHTUNG! EXTREM VERSTÖREND!!!, 17. März 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Menschenfeind (DVD)
Zunächst einmal muss ich alle warnen, die hinter diesem Film einen ganz gewöhnlichen Schocker o.ä. vermuten. Er wird beiweitem nicht jedem gefallen und ist mal ganz weit weg von dem, was man so als normaler TV-Zuschauer kennt. Extrem derbe, unglaublich realistisch und unbarmherzig grausam wird die Geschichte eines wahrhaft kaputten Menschen erzählt, der sich immer weiter in seinen Hass auf sich und die gesamte Menschheit hineinsteigert. Er kennt so etwas wie Freude oder Liebe schon lange nicht mehr, und das lässt er einen auch sehr deutlich spüren, indem er seine Theorien über die Menschheit, über das Leben erzählt, während der Film seinen Lauf nimmt. Ich muss offen zugeben, dass ich noch nie zuvor etwas so zutiefst demoralisierendes und niederschmetterndes gesehen habe; etwas, das so nachdenklich und traurig macht und zugleich so verstört, dass man danach noch lange wach und total aufgekratzt auf dem Sofa sitzt, eine Zigarette nach der anderen raucht, und über diesen widerlichen Mistkerl... diese bedauernswerte Gestalt... diesen Geisteskranken... diesen armen Versager nachdenkt, der sein Leben so was von verk**** hat.

Hut ab, Gaspar Noe, und vielen Dank für dieses Meisterwerk von einem abgründigen Film, der mich sicher so schnell nicht loslassen wird.
An dieser Stelle aber noch einmal der ausdrückliche Hinweis, dass dieser Film sicher nicht jedem gefällt. Wer auf Action, Thriller oder Monster steht, der sollte sich besser nach einem anderen Film umsehen. Wer ernsthaft auf der Suche nach einem extraordinären Filmerlebnis mit exorbitanter Handlung und krankmachenden Bildern ist... der u.a. in stummen Bildern die Symbolik herauszufiltern vermag, der ist hier richtig, dem wird dieses französische Juwel gefallen.
Vollkommen zurecht ist der Film im übrigen erst ab 18 Jahren freigegeben. Einige Sequenzen werden sich jedoch auch eingefleischten, hartgesottenen Genrekennern tief ins Gehirn setzen und sie malträtieren. Jeder (ab 18+) sollte selbst entscheiden, ob er bereit ist, sich diesen Film wirklich anzuschauen.

Fazit: Ein sehr gelungener, sehr verstörender und rechtmäßig im Programm der “Kino Kontrovers“-Reihe erschienener Streifen, der absolute Hochachtung verdient. Für Menschen mit starken Nerven und einigermaßen guter Fähigkeit, sich psychischen Belastungen auszusetzen, absolut lohnenswert. Für “Tatort“- oder “Saw“-Fans vermutlich eher ungeeignet.

Von meiner Seite aus gibt es 5 wohlverdiente Sterne, für eine großartige Regieleistung, klasse Schauspieler, sowie für die interessante Story-Idee!!!!!
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Menschenfeind
Menschenfeind von Gaspar Noé (DVD - 2004)
EUR 17,94
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