wintersale15_finalsale Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Einfach-Machen-Lassen Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

  • Patto
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CDÄndern
Preis:45,00 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. April 2010
Diese Platte ist vielleicht die beste unbekannte LP der frühsiebziger Jahre. Patto entstand in der Nachfolge der Gruppe TIMEBOX und bestand aus Mike Patto, Ollie Halsall, Clive Griffiths und John Halsey. Herausragend aus einem unglaublich guten Gruppensound, war Ollie Halsall an Gitarre, Keyboards und Vibraphon (! ), ein leider unter tragischen Umständen verstorbener Virtuose, der mühelos in einer Liga mit z.B. Allan Holdsworth spielen konnte.
Ungewöhnlich auch die Arragements der einzelnen Songs; von Blues-Rockig bis Free-Jazzig ist alles vorhanden, zusammengehalten von Halsalls Gitarre und Pattos markantem Gesang.
Die Platte ist zum Zeitpunkt des Erscheinens ( 1970 ) untergegangen, damals waren härtere Sounds erfolgreicher ( Purple, Sabath, Zeppelin). Nichtsdestotrotz lohnt sich es sich, dieses Meisterwerk für sich zu entdecken, auch heute klingt es zeitlos und kraftvoll.

Übrigens, auch die zweite Patto LP HOLD YOUR FIRE ist absolut hörenswert und steht Pattos Debutalbum in nichts nach.
22 Kommentare3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2015
Manches bedarf einer längeren Reifezeit, um für den, den es etwas angeht, erst zu taugen: Rotwein, Frauen - manche sagen das gelte selbst für Männer, Käse, Surströmming....doch nur für das Wenigste müssen das gleich 45 Jahre sein - sagen wir Rotwein und....Patto. 1970 auf dem Swirled Vertigo Label erschienen, wurde die LP eingerahmt von lauter zeitgleich erscheinenden seltsamen Vertigo Bluesrock-Aufnahmen: dem Doom-Blues der Sabbaths und Uriahs, dem Jazz-Blues des sich neu orientierenden Herrn Mann, dem Zappa-Blues von Lucy, dem Ich-weiß-nicht-was-für-ein-Blues-das-sein-soll der Mayblitze....All Blues. Doch nun, bei Patto, Blues-Metren der Rhythm-Section bestehend aus John Halsey, Drums, und Clive Griffith, Bass, die völlig gleichberechtigt neben E-Gitarre und Vibraphon, beides Olly Halsall, einen, wie man lange meinte, Cream-typischen Trio-Power-Blues-Rock-Sound kreieren.....
....falsch, ich glaube nichts hat die Jungs - selbstverständlich gehört diese Reibeisen-, Zersägstimme Mike Patto's, als Erweiterung zum Quartett, ebenso dazu - dazu motiviert, wie die Herren BBC zu klingen. Nein, die interessiert etwas ganz anderes, etwas an dem zugegebenermaßen auch der Herr B beteiligt ist, das aber doch in ein paar tausend Kilometer Entfernung stattfindet und nur in wenigen, nicht sehr erfolgreichen Fällen eine Resonanz in Great Britain findet. Doch, es gibt sie die Epigonen: Jack Bruce versucht sich an Things We Like, Jon Hiseman gründete Tempest - und Halsall und Patto eben Patto. Doch was ist der gemeinsame Bezug, der Fixpunkt, der Urknall aus dem sich alles ableitet? Das ist gar nicht so einfach - einfach deshalb weil keine Direktübertragung stattfindet, nichts eins zu eins übertragen wird. Stattdessen ist es weit mehr eine Frage der spielenden, sich entäußernden Freiheit einer Fusion aus allem, was 1970 interessant ist: Jazz, Blues und Heavy Metal - nicht Progressive. Die Trendsetter im Geiste heißen Tony Williams' Lifetime, haben auf Miles Davis Bitches Brew Aufnahme mitgespielt und sind der Meinung, dass man dieses Konzept noch sehr viel weiter in den Rockraum hineintreiben kann....ohne den Jazz- und Blues-Bezug auch nur im geringsten aufzugeben. Mit Ermergency! und Turn It Over treiben Williams, Young, McLaughlin und eben auch Bruce dieses Konzept so weit in musikalische Grenzbereiche, dass es sich in seinen Strukturen aufzulösen beginnt, zeitweise in einem Donnern aus Drums, Orgel, E-Gitarre, Monster-Bass und hauchender Stimme mehr einem physischen Zustand als einem Musikkonzept entspricht...

....so auch Patto - nicht ganz so drastisch, nicht ganz so sehr unter Aufgabe jeder Form. Das Bluesschema wirde ziemlich konsequent bebehalten - selbst wenn es schwierig wird noch eine eindeutige Metrenzahl Song für Song festzustellen. Die Gitarre spielt Aneinanderreihungen von Splittern statt Harmonien oder gar Melodien. Die Instrumentalstimmen stehen eher in Konkurrenz zueinander, agieren gleichrangig, nebeneinander und miteinander, eher eine durchgedrehte, dabei hochkomplexe Blues-Impovisation, als ein Gewebe, auf dem sich der Blues der Stimme Patto's entwickeln kann. Kommt das Vibraphone hinzu, ersetzt die Gitarre, verändert sich dieses Konzept nicht - alles bleibt lose und frei...und dennoch beisammen. "Es" spielt den Blues - auch wenn er in unseren Gehörgängen - so wie in meinen - 45 Jahre lang unangenehm empfunden wird, widerspenstig, rau, unharmonisch. Früher nannte man das "progressiv"....oder auch schräg.

Die Original-LP ist 1970 eine klangtechnischer offenbarungseid, ganz im Gegenstz zu anderen ähnlichen Aufnahmen des selben Jahres, wie z.B. Taste's On The Boards. Doch genau diese Muffigkeit gehört, von Muff Winwood produziert, wohl auch zum Gesamtkonzept der ersten Patto-Aufnahme, lehnt sich eben auch in diesem Punkt an Lifetime an - nichts soll hier schön klingen. Wie kompetent das Repertoire-Remaster ausfällt....dazu kann ich nichts beitragen, da mir selbst einzig das japanische Re-Master aus dem Folgejahr (2005) zur Verfügung steht. Allerdings sollte üblicherweise auch eine Repertoire-Bearbeitung hervorragend sein
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

20,49 €