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TOP 1000 REZENSENTam 10. Februar 2012
... You're Nothing!"

(Vorsicht, starke Spoiler!)

Einen sogenannten Lawman, der seine Gefühlskälte und seinen Sadismus hinter der Maske rechtschaffener Härte verbirgt, sieht man nicht gar so oft im Western wie die andere Spielart des korrumpierten Gesetzeshüters, den verbitterten Zyniker, der für gewöhnlich im Solde eines Viehbarons steht. In Michael Winners Western "Lawman" aus dem Jahre 1971 treffen wir sie beide an, wobei der scheinbar seine Pflicht über alles stellende Besessene, Jared Maddox, von Burt Lancaster und der desillusionierte Strohmann, Cotton Ryan, von Robert Ryan gespielt wird. Jedoch entspinnt sich der Konflikt nicht so sehr zwischen diesen beiden Extremen irregeleiteter Gesetzeshüter, sondern zwischen Maddox und beinahe der gesamten Einwohnerstadt der Stadt Sabbath, in die er einreitet.

Und das kommt so: Als der Rancher Vincent Bronson (Lee J. Cobb) mit einigen seiner Männer das Ende eines Viehtriebs in der Stadt Bannock feiert, artet dies in ein Saufgelage, in Randale und wildes In-die-Luft-Schießen aus. Am Ende jedoch bleibt ein alter Mann tot auf dem Gehweg liegen. Es ist dieser alte Mann, der Bronson und seine Männer bis in ihre Heimatstadt Sabbath verfolgt - und zwar in Gestalt des Bannock Marshals Maddox, der festentschlossen ist, jeden der bei dem Vorfall anwesenden Männer, deren Namen er auf einer Liste hat, mit nach Bannock zu nehmen und dort von einem Gericht verurteilen zu lassen. Sollten sie sich ihrer Verhaftung widersetzen, dann - so Maddox - werde er sie töten. Daß er keine leeren Worte redet, wird schon bei seinem Einritt in die Stadt klar, denn über dem Rücken eines Packpferdes hängt der Leichnam eines der von ihm gesuchten Männer. Sein hartes Vorgehen macht Maddox schon bald zur persona non grata in Sabbath, zumal die Stadt dem Geld des Ranchers Bronson sehr viel verdankt. Nicht nur die Bürger Sabbaths rüsten sich am Ende gegen Maddox, sondern auch der in die Enge getriebene Bronson, und ein blutiger Showdown ist unausweichlich.

Wie auch der im darauffolgenden Jahr entstandene Western "Chato's Land", ist "Lawman" einer der Filme, in denen Regisseur Michael Winner zu ungeahnter Höchstform aufläuft. In "Lawman" stehen die herkömmlichen Gewißheiten des Westerns auf dem Kopf - beinahe nach dem Motto "fair is foul and foul is fair", wobei "fair" hier in seiner geläufigeren Bedeutung zu verstehen ist -, und selbst Roger Ebert scheint hiervon so verwirrt gewesen zu sein, daß er dem Film alles in allem Unrecht tat. Zunächst einmal ist festzuhalten, daß die Kamera den Mord an dem alten Mann in Bannock niemals zeigt - und das, obgleich Winner alles andere als zimperlich bei der Inszenierung tödlich getroffener Menschen vorgeht. Wir sehen die Cowboys aus der Stadt reiten, und dann schwenkt die Kamera auf den am Boden liegenden Toten. Welcher der zahlreichen später vom Marshal Gesuchten den tödlichen Schuß abgefeuert hat, ob dies aus Vorsatz oder aus Fahrlässigkeit geschah, bleibt offen; es ist nicht einmal sicher, daß Bronson und seine Männer überhaupt etwas mit dem Tod des alten Mannes zu tun haben. Dies herauszufinden wäre allerdings Sache des Gerichts, und dafür müßten die Männer verhaftet und dem Richter vorgeführt werden.

Das Problem indes ist, daß die Männer auf Maddox' Liste entweder kleinere Farmer sind, die es sich nicht erlauben können, für die Zeit eines Prozesses von daheim entfernt zu sein, oder aber in der Gewohnheit leben, daß nur das Gesetz Bronsons gelte. Maddox gewährt den einen wie den anderen keine Gnade, denn für ihn gelten nur die "Regeln", an die er sich rigide hält und hinter denen er sich auch vor seiner eigenen menschlichen Leere verschanzt - wenn er beispielsweise darauf beharrt, daß er niemals als erster den Colt ziehe. Betrachtet man indes die Unbarmherzigkeit, mit der er zu Werke geht, so ist man geneigt, die Frage, wer als erster zieht, als reine Spitzfindigkeit abzutun. Einen Moment lang scheint es am Ende allerdings so, als würde der Titelheld seinem Leben doch noch eine neue Richtung geben wollen - die dazugehörige Frau fährt ja schon mit Sack und Pack in die Stadt ein -, doch durch einen tragischen Zwischenfall kommt es dann gleichwohl zum großen Töten, und Maddox - getrieben von Eifersucht? - bricht dann die einzige goldene, vergoldete, Regel, durch deren Einhaltung er vor sich selbst den Anschein der Rechtschaffenheit hat bewahren können: Er schießt dem Ehemann seiner früheren Geliebten in den Rücken. Danach reitet er kalt und teilnahmslos an der verzweifelten Witwe vorbei, wobei die Kameraperspektive auf eine Szene aus der Mitte des Filmes anspielt, in der Maddox ebenso ungerührt an seinem toten Pferd, an dem sich schon die Geier und Schakale gütlich taten, vorbeiritt. Er hat sein Schicksal als fühlloses Monster endgültig besiegelt. Seltsam nur, daß Roger Ebert sich am Ende die Frage stellte, ob die negative Zeichnung Maddox' vom Regisseur beabsichtigt war oder nicht, und moniert, man hätte doch noch mehr oder aber noch weniger über diesen Lawman erfahren müssen, um diesen Western wirklich goutieren zu können. Ich finde, wir wissen genug, und viel mehr gibt es da wohl nicht zu wissen.

Neben dieser Kritik an einer fühllosen, abstrakten Exekutive, die kaum noch den Menschen, sondern vielmehr nur noch einem bloßen Machttrieb dient, nimmt Winner vor allem in dem Viehbaron Bronson eine Umwertung aller Werte des Westerns vor. Während wir Ryans Marshal schon oft begegnet sind, ist die tragische Figur Bronsons ein besonderes Glanzstück dieses wirklich schwer verdaulichen Filmes. Es stimmt zwar, daß Bronson eine Art willkürliches Gesetz in Sabbath verkörpert und daß seine Macht - da geht er ganz mit der Zeit - sich auf seinem Geld aufbaut, mit dem er sich Gesetzeshüter, Richter und Anhänger kaufen kann. Und doch ist ein Großteil seiner Dialogstellen von der Melancholie der Einsicht getragen. So sagt er beispielsweise Dinge wie "Fine people, the Comanches. Don't ever listen to anyone who talks down an Indian" (freilich aus der Rückschau dessen, der den Indianern ihr Land abgekämpft hat), "The dead don't have much" oder "It took guns to get the land, guns to keep it, guns to make things grow. The guns that pride called out - and each time we buried the cost." All dies sind Sätze, die ihn als unendlich menschlicher ausweisen als Marshal Maddox, dessen Name ja fast wie "mad dog" klingt, und doch ist es wohl eher der Rancher, dem nach den Gesetzen des Genres die Rolle des Schurken zukommt. Allein in diesem Western ist kaum etwas so wie wir es kennen, und so dürfte es kein Wunder sein, wenn wir am Ende ziemlich nachdenklich zurückbleiben. Und natürlich voller Zorn.

Alles in allem ist "Lawman" ein wirklich hervorragender, spannender und facettenreicher Film, der in gewisser Weise die zynische Stimmung italienischer Western aufnimmt, dabei aber durchaus einen deutlichen moralischen Standpunkt vertritt. Drehbuchschreiber Gerald Wilson, der auch für das Script von "Chato's Land" verantwortlich war, gelingt es, nicht nur eine packende Geschichte zu erzählen, sondern diese auch mit komplexen Charakteren zu bevölkern, in denen sich gute wie auch böse Eigenschaften wiederfinden lassen. Ein besonderes Schmankerl ist es darüber hinaus, so großartige Schauspieler wie Burt Lancaster, Robert Ryan und Lee J. Cobb in einem Film vereint zu sehen, zumal auch Robert Duvall eine Nebenrolle spielt.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2013
" Ich werde diese Leute entweder festnehmen oder umlegen !" Mit diesen Worten macht Jered Maddox (Burt Lancaster)Marshal Cotton Ryan (Robert Ryan) unmißverstänlich klar, daß er sein Vorhaben, nämlich den oder die Mörder eines älteren Mannes zur Rechenschaft zu ziehen, wahr machen wird. Burt Lancaster spielt den unerbittlichen, aber gerechten Gesetzeshüter, mit seiner ganzen Westernerfahrung aus seinen früheren Westernfilmen. Nicht wie "Joe Erin" in "Vera Cruz", mit seinem breiten ansteckenden Lachen und seiner Unbekümmertheit, nein eher wie seine Darstellung als "Wyatt Earp" in "Zwei rechnen ab"! Ruhig, hart, ernsthaft, aber genau so gerecht und bestimmt wird er (fast) alle Täter zur Strecke bringen. Einen einzigen, den Jüngsten und Unschuldigen "Crowe" verschont er, nachdem er ihn vorher warnt: "Du bist ein Cowboy - ich bin ein Lawman - weißt du was ein Lawman tut Crowe? Er tötet Menschen! Wenn wir die Revolver ziehen, ist das der einzige Unterschied"! Dies ist nicht die einzige grandiose Szene von Burt Lancaster. Er dominiert und fesselt den Zuschauer dieses hervorragenden Westerns von Anfang bis zum Schluß, in guter Gesellschaft von starken Mitspielern wie Lee J.Cobb, Robert Ryan, Joseph Wiseman, Robert Duvall und Sheree North.
Bild- und Tonqualität der DVD sind sehr gut und machen Appetit auf eine möglichst bald erscheinende "Bluray".
Im Fernsehen (ARD) wurde der Film zuletzt ja bereits in HD Qualität mit sehr gutem Bild gezeigt, allerdings in geschnittener Fassung (im Gegensatz zur DVD) die uns dann hoffentlich bei einer Bluray Veröffentlichung erspart bleibt.
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am 12. Mai 2016
Klasse Drehbuch, was heute aktueller denn je ist - und in der Jetztzeit des Kinos erst wieder so drückend durch "Batman - The Dark Knight" aufgegriffen wurde.
Hier verschwimmt also zusehends die Linie zwischen Gut und Böse, wird zum schmalen Grat. Und so stellt sich die Frage: wie "Böse" darf das "Gute" sein, um das "Schlechte" auszumerzen! Und welche Beweggründe erwecken das "Böse", was da so leise aus der bürgerlichen Mitte empor keimt, aus vermeintlich guten Vorsetzten plötzlich erwächst (AfD lässt grüßen) ?

Natürlich, kannte man 1970/71, gerade durch die Italo-Western, diese Herangehensweise und neue Erzähldichtung etlicher Western, doch selten wie hier, mit einer so politischen Haltung und rigorosen Zerstörung jener amerikanischer Werte.
Evtl. könnte man die letzten Ford-Western dieser Kategorie des "Lawman" chronologisch vorsetzen. Die letzten Western Fords aber ( wie z.B. "Der Mann, der Liberty Valance erschoß") bergen eine gewisse Melancholie, aus der vermeintlich guten Vergangenen des amerikanischen Traumes heraus. Dies wiederum fehlt aber gänzlich in "Lawman".

Ebenfalls positiv, die mehr als eine Handvoll exzellenter Schauspieler, neben den damals drei Größen Lancaster, Ryan, Cobb (viele davon am Anfang Ihrer Karriere, die später in Serien und wie etwa Robert Duvall, auf der großen Leinwand zu Stars wurden/sind).
Diese prima gemixte Darstellerriege, in Verbindung mit den geradlinigen, guten Dialoge (die man so geradlinig von Budd Boettichers Western kennt), sind selbst in der deutschen Fassung klar in ihrer politische Statement erkennbar; zu den beginnenden 70er Jahren und ihrem Umbrüchen. Beispieldialog: "... von meinem Standpunkt ausgesehen richtig." - "Dann solltest Du mal den Standpunkt wechseln." Dies ist nur einer von vielen knackigen Dialogen.

Mager dagegen und großer Kritikpunkt ist -für mich- die Kameraarbeit !
Hier hätte ich mir eine klare amerikanische Hollywoodarbeit gewünscht.
Zu sehr ist Sie an den "billigen" Italo-Western" angelegt. Das Stilmittel des Heranzoomen z.B. ist neben ein paar anderen Kamerafauxpas (billige Ausleuchtung), das große Manko an "Lawman".
Mir gefällt die technische Seite des Films einfach nicht. Erinnert an billiges Hongkong-Eastern-Kino, indem das Zoomen die Kosten niedrig hält. Dadurch Schnitte spart, diese wiederum Drehzeit verkürzen, denn immer wieder neue Kameraperspektiven suchen, Equipment aufbauen usw. ist teuer. Selbst die Location ist eher mau zu nennen, sowie die Ausstattung auch an alte TV-Western erinnert, als an epische Breitwandwestern der Güteklasse 1A.

Positiv bleibt aber: Die Psychologie einzelner Personen ist wie an den großen 50er US-Western (psychologische Western; Anthony Mann u.a. Westernspezialisten) angelegt, die dann wiederum, in der Verbindung des einzelnen Protagonisten zur sich auflösenden Wild-West-Gesellschaft mutiert, also in eine zivile Bürgergesellschaft. So entsteht eine Art "soziologischer Western"; in dem die Grenzen zwischen Freiheit, dem individuellen US-Sinn auf Gerechtigkeit und andererseits der Einhaltung gesellschaftlicher Strukturen, mit deren Lobbyismus, Seilschaften und Absprachen, krass aufeinander stoßen.
So bleibt dann auch die Rolle Lancasters ein Reptil der Vergangenheit, ein Alptraum geboren aus einem Freiheitstraum, indem ein "Lawman", hinter der Frontier, individuell agieren, handeln musste. Hier jedoch, holt ihn der Fortschritt, der Lauf der Zeit ein. Auch abseits einer Stadt ohne Bahnanbindung, ohne Industrie schrumpft die Weite des Wilden Westens auf Westentaschenformat. Der "Lawman" wirkt demnach anachronistisch. Er bleibt ein Überbleibsel seiner selbst. Ein Auslaufmodell, dessen Werte edel, aber in einer komplexen Gesellschaft zu eindimensional agiert, fest rennt, scheitern muss. Sein deontologisches Handeln stößt sich an den Kanten des -kapitalistischen- Utilitarismus; den der Ranger und die von ihm profitierenden Bürger in ein beschauliches stillschweigendes Abkommen eingingen.
Ähnliches kannte man ja auch schon vom Jahre zuvor abgedrehten Lancaster-Ryan-Western "Die gefürchteten Vier", der ebenfalls mit Gut und Böse hantiert und es im Laufe der Spielfilmdauer verkehrt. Dieser ist auch der handwerklich solidere Film (da hatte man noch finanzielles Vertrauen in das Genre Western), möchte die beiden Streifen vergleichen. Wiederum aber zu "Lawman", prangert der 1966 entstanden Western (noch) nicht das Bürgertum an, sondern zielt auf das amerikanische Establishment.

Der Schluss in "Lawman" ist dann auch, für einen klassischen (US-)Western, eher untypisch. Burl Ivers z.B., in "Weites Land", lässt Peck mit männlicher Sprachlosigkeit, nach dessen Sohnes Tod, verbittert ziehen. Hier reagiert Cobb, auf den Tod seines Filmsohnes, als ansonsten hartgesottener Westerner, konsequent, zerstörerisch, desillusioniert. Solch markige Sichtweise, auf dem amerikanischen Mythos schlechthin, also den Western, konnte wohl so nur von einem Regisseurs umgesetzt werden, der ein Ausstehender des amerikanischen Way of Life war/ist. Und so verwundert es nicht, dass für diese amerikanische Pferdeoper der Brite Michael Winner die Regie inne hatte (der danach noch weitere anklagende Filme zum American Dream machte; wie z.B. "Ein Mann sieht rot").

Fazit: Das Manko meiner Kritik, also der reinen kinematografischen Handwerkskunst, des Abbilden des Filmbildes, zieht den ansonsten sehr guten Western enorm runter und der deshalb zurecht nicht das Prädikat "Edelwestern" verdient.
Schade !
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am 3. Januar 2009
LAWMAN ist aus meiner Sicht ein außergewöhnlicher Western. Burt Lancaster durchstreift als pflichtbewusster Gesetzeshüter Maddox eine karge Landschaft samt trostloses Städtchen auf der Suche nach Cowboys die an dem Tod eines Unschuldigen beteiligt sind. Doch es war eher ein Unfall als ein Mord. Gnadenlos verfolgt er sie und kommt damit in Konflikt mit dem dortigen mächtigen Rancher (Lee J. Cobb). Auch der Sheriff des Ortes (Robert Ryan) und die Bewohner sind nicht gerade hilfsbereit und möchten Maddox loswerden. Bei einem der Täter findet er seine ehemalige Geliebte.

Die Grundthematik ist sicher nicht neu doch hier ist offensichtlich dass der Mann der streng nach Gesetz handelt nicht unbedingt ein Guter" ist. Burt Lancaster spielt überzeugend einen eiskalten Killer vom braven Gesetzeshüter ist keine Spur. Die Zeit der klinisch sauberen Western und simplen S/W Malereien sind vorbei. Die gute Besetzung als auch das stimmungsvolle eher trostlose Bild des Wilden Westen zeichnet diesen Film aus. Auch Robert Duvall hat hier einen Auftritt. Regisseur Michael Winner (u.a. Ein Mann sieht Rot) kann sich auf seine routinierten Schauspieler verlassen.. Es gibt noch ein Alternatives Ende, leider hat es dies als Bonus nicht auf die DVD geschafft.

Die DVD ist nicht so toll aber Bild (Widescreen)/Ton sind noch ordentlich um den Film genießen zu können. Specials gibt's halt keine. Trotzdem Westernfans sollten hier zugreifen. Die UK Import DVD ist identisch mit der deutschen Fassung.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Oktober 2010
Kritikerpapst Roger Ebert bezeichnete den Briten Michael Winner als eher mittelmässigen Regisseur, der allerdings durch einen konsequenten Stil auffällt. Mit letzterem hat er sicherlich Recht und inzwischen urteilt man vielleicht über sein Können als Filmemacher etwas besser, denn immerhin gehen einige überragende Genreklassiker der 70er Jahre auf sein Konto: Kalter Hauch, Ein Mann sieht rot, Chatos Land...allesamt veredelt durch die Präsenz vom großartigen Charles Bronson.
Aber auch Burt Lancaster gehörte zu Winners bevorzugten Darstellern. Mit Burt Lancaster drehte er "Scorpio, der Killer" und den 71er Spätwestern "Lawman".
Der reiche Rancher Vincent Bronson (Lee J. Cobb) hat gemeinsam mit seinen treu ergebenen Cowboys einen Viehtransport aus dem aufstrebenden Städtchen Sabbath über den Kiowa gebracht. Auf dem Rückweg kommen sie in der Kleinstadt Bannock vorbei, einige seiner Männer betrinken sich sinnlos im Saloon und schießen im Rausch wild um sich, verursachen einen Häuserbrand und töten dabei - eher aus Versehen - einen alten Mann. Wochen danach reitet Marshall Jered Maddox mit der Leiche eines der gesuchten Männern und Haftbefehlen für die Männer Vernon Adams (Robert Duvall), Jack Dekker (Ralph Waite), Harvey Stenbaugh (Albert Salmi) und Hurd Price (J.D. Cannon) nach Sabbath.
Die Bürger der Stadt sind vom Rancher Bronson alle abhängig, er ist der Geldgeber und Patriarch der Stadt.
Selbst Sheriff Cotton Ryan (Robert Ryan) sitzt nur deshalb auf diesem Posten, weil Bronson es so will.
Sein ein und alles ist sein Sohn Jason (John Beck) und Ziehsohn Harvey Stenbaugh, der auch per Haftbefehl gesucht wird.
Bronson will mit dem "Lawman" Maddox verhandeln, er bereut die Tat seiner Männer und hofft, dass das Prinzip "Geben-Nehmen" auch bei Maddox zieht. Doch der Gesetzeshüter ist ein knallharter Prinzipienvertreter und in keiner Weise käuflich. Er zieht seine Mission ohne Gnade durch, auch seine ehemalige Geliebte Laura (Sheree North) kann seine harte Gangart dem Gesetz alles unterzuordnen nicht verändern. Sie ist inzwischen mit einem der gesuchten Männer verheiratet. Die Situation droht zu eskalieren: Bronsons Männer wollen mit der Pistole regeln, die Bürger von Sabbath möchten den furchteinflössenden Gesetzeshüter ebenfalls - egal wie - loswerden. Es gibt erste Tote...
Michael Winner inszenierte seinen "Lawman" als eine Art Mischung aus klassischer Machart und des Italowesterns.
Dabei ist ihm ein sehr spannender Genrebeitrag gelungen, der vor allem durch die drei glänzend aufspielden Stars Lancaster, Ryan und Cobb auffällt. Dabei wird das im Genre gängige und beliebte Gut und Böse Schema gehörig auf den Kopf gestellt. Der Film zeigt vielmehr gezeichnete Männer, die ihre besten Jahre schon erlebt haben und die durch die Pionierzeit geprägt wurden.
Maddox erscheint zuerst als geradliniger, gesetzestreuer Marshall, der persönliche Bedürfnisse unter das Gesetz stellt. Im Laufe der Handlung wird aus dieser vermeintlichen Tugend eine üble Besessenheit bis der Showdown sogar ein noch weitaus erschreckenderes Gesicht unter der Maske offenbart.
Sein Berufskollege Cotton Ryan ist ein heruntergekommener Mann, den seine eigenen Korruptheit anwidert, sie jedoch nicht aufgeben kann, weil sie Vorteile bringt. Erst nach und nach erinnert er sich an seinen ehemals aufrechten Charakter und handelt ein bisschen danach.
Bronson ist der typische Patriarch, ein Mann der das weite Land nur gewinnen konnte, indem er gegen Indianer und viele andere Feinde siegreich war. Ein Mann, der die ganze Stadt beherrscht, aber im Grunde seines Herzens ein Menschenfreund ist. In einer schönen Sequenz steht er nachts unter dem Sternenhimmel vor seinem Land und erinnert sich an früher und schwärmt seinem Gegenüber, dem unbesonnenen Cowboy Choctaw Lee (William Watson), vom großartigen Volk der Komantschen. Er solle nie glauben, dass die Indianer hinterhältig und böse waren.
"Lawman" ist durch dieses besondere Augenmerk auf den Charakter der Männer ein klasse Western und eine klare Empfehlung.
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am 25. Juli 2004
Ich bin eigentlich kein Fan von Burt Lancaster. Aber der Film "Lawman" bildet eine Ausnahme. Für die Rolle des Sheriffs, der seinen Auftrag über alle Widerstände hinweg durchführt, ist Burt Lancaster wie geschaffen. Auch der Blick in die Seele des Lawman, der eigentlich nur nach außen so hart ist, ist sehr gelungen. Ich freue mich, dass es den Film auf DVD gibt.
Ich kann ihn nur empfehlen.
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am 15. Oktober 2015
Für mich einer der besten Western. Dieser Film zeigt uns das es wichtig war in einem jungen Land
mutige Männer zu haben die,obwohl selbst dabei wegen der Härte in Gewissenskonflikte kamen,Recht
und Gesetz durchzusetzen und dafür wenig Beifall zu ernten.
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am 5. November 2011
verfolgt Burt Lancaster alias Jered Maddox seinen Auftrag, das Gesetz zu vertreten - das verleiht ihm Integrität, aber leider keine Beliebtheit, zumindest nicht in der Stadt, deren wichtigsten Bürger er zu einer Gerichtsverhandlung bringen muss. Die Grundkonstellation von Klassikern wie "Rio Bravo" wird hier dahingehend variiert, dass der sture Gesetzesvertreter - wie nötig auch immer - zeitweilig zum Unsympathischsten auf der Leinwand wird, der Zeitgeist (1970/71) lässt grüßen. Da das Ganze bei durch die Bank guten Darstellern und nachvollziehbarem Verhalten der Charaktere konsequent durchdekliniert wird, kommt eine runde Sache dabei herum - was den Film angeht.

Was die DVD-Umsetzung angeht, bräuchte man allerdings mehr sture "Gerichtsvollzieher" vom Typ Maddox. Mich nervt langsam extrem, dass sowohl Amazon-Produktseite als auch (vor allem!!) das DVD-Cover werben mit 16:9 bzw. 1,78:1 und dem schönen Zusatz Widescreen, der Film dann aber im banalsten 4:3 vorliegt, vom MGM-Löwen mit abgeschnittener Banderolenspitze bis zum Schluss mit "he End" [sic].

Das scheint sich in letzter Zeit zum System zu mausern - wer sich die drei James-Garner-Western "Duel at Diablo/Support your local sheriff/Support your local gunfighter" (ebenfalls aus der MGM/UA-Veröffentlichungsschmiede) mal vornimmt, findet da auch angepriesenen Widescreen und tatsächliches Pan&Scan für (altes) Fernsehbild.

Liebe Herausgeber: Spätestens wenn solche Fehlinformationen auf dem Cover einer DVD stehen, das wohl als Info-Quelle bezüglich des Inhalts authentisch zu sein hat, ist so etwas "GE-LO-GEN". Um es deutlicher zu sagen: Wenn das mit verkaufsfördernden Absichten geschieht, ist es sogar Betrug.

Für die Amazon-Redakteure wäre zu wünschen, das diese tatsächlich in den rezensierten Film auch mal reingucken und die technischen Daten nicht nur vom Klappentext abschreiben. Wenn auf der Produktseite "Widescreen" steht, dann erwarte ich auch das Original-Kinoformat. Oder rezensiert nicht.

Der Film kriegt 4, in dieser DVD-Umsetzung aber nur 2 Sterne.
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am 20. August 2008
LAWMAN ist aus meiner Sicht ein außergewöhnlicher Western. Burt Lancaster durchstreift als pflichtbewusster Gesetzeshüter Maddox eine karge Landschaft samt trostloses Städtchen auf der Suche nach Cowboys die an dem Tod eines Unschuldigen beteiligt sind. Doch es war eher ein Unfall als ein Mord. Gnadenlos verfolgt er sie und kommt damit in Konflikt mit dem dortigen mächtigen Rancher (Lee J. Cobb). Auch der Sheriff des Ortes (Robert Ryan) und die Bewohner sind nicht gerade hilfsbereit und möchten Maddox loswerden. Bei einem der Täter findet er seine ehemalige Geliebte.

Die Grundthematik ist sicher nicht neu doch hier ist offensichtlich dass der Mann der streng nach Gesetz handelt nicht unbedingt ein Guter" ist. Burt Lancaster spielt überzeugend einen eiskalten Killer vom braven Gesetzeshüter ist keine Spur. Die Zeit der klinisch sauberen Western und simplen S/W Malereien sind vorbei. Die gute Besetzung als auch das stimmungsvolle eher trostlose Bild des Wilden Westen zeichnet diesen Film aus. Auch Robert Duvall hat hier einen Auftritt. Regisseur Michael Winner (u.a. Ein Mann sieht Rot) kann sich auf seine routinierten Schauspieler verlassen.. Es gibt noch ein Alternatives Ende, leider hat es dies als Bonus nicht auf die DVD geschafft.

Die DVD ist nicht so toll aber Bild (Widescreen)/Ton sind noch ordentlich um den Film genießen zu können. Specials gibt's halt keine. Trotzdem Westernfans sollten hier zugreifen.
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am 15. Oktober 2014
Kurz gesagt: Das ist einfach nur ein richtig guter Western mit allem drum und dran. Tolle Aufnahmen, sehr gute Qualität und richtig gute alte Western Art.
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