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am 15. März 2007
Das allgemein als anerkannt schwereres zweite Album schulterten die Vibrators meisterhaft. Im Gegenteil, sie wurden sogar noch melodischer und abwechslungsreicher. Zwar nicht so abwechslungsreich wie The Clash bei "London Calling", aber innerhalb der gesteckten Grenzen des frühen Punks dürfte dies die abwechslungsreichste Platte seiner Zeit sein.

Los geht's mit "Pure Mania", bei dem anfangs ein Brummen zu hören ist, dann Stille, dann eine Explosion. War das jetzt ein abgestürztes Flugzeug oder eine Bombe?. Egal, jetzt brettern die Vibrators erst richtig in den Song, der von einer reichlich abgedrehten Familie handelt: "You' re The Psychotic Daughter Of A Psychotic Mother". Am Schluss sind noch einmal Fetzen von Songs der Erstlingsplatte, die ja ebenfalls "Pure Mania" hieß, zu hören. Es ist der perfekte Einstieg in eine Punkplatte.

Gegenüber dem Erstling sind die Vibrators deutlich politischer und sozialkritischer geworden, was man besonders bei dem geradezu hasserfüllten "Destroy" hören kann., aber auch bei "Wake Up", "War Zone" oder dem abschließenden "Troops Of Tomorrow", das gefährlich leise beginnt und sich dann langsam steigert, zwar nicht an Schnelligkeit, aber an Lautstärke. Der bedrohliche musikalische Unterton, der den Song die ganze Zeit durchzieht, findet auch in seinem Text Niederschlag: "We Need A New Solution, We Want It Quick". Seltsamerweise erkannte man die Qualität des Songs erst richtig bei der Version der Exploited, eine weitaus radikalere Band.

Zwischendrin findet man immer wieder musikalische Überraschungen wie die straffen, fast schon disziplinierten "Automatic Lover" oder "Flying Duck Theory", bei dem man am Anfang hören kann, wie jemand im Radio einen Sender sucht. Das Wort "Berlin" ist deutlich zu hören. Die Vibrators nahmen die Platte in Berlin auf und vielleicht ist das ein Grund, warum "V2" textlich so düster ist. David Bowie war bei "Heroes" ja auch von der Faszination der Stadt inspiriert.

Genauso dürfte das bei "Nazi Baby" gewesen sein, bei dem sie allerdings nur im Titel mit der deutschen Vergangenheit spielten. Der Text selbst ist eher ein Liebeslied. Etwas merkwürdig ist das schon, zumal die Vibrators sich nach eigener Aussage in Berlin wohlgefühlt haben. Anyway, "Nazi Baby" ist der Hammer der Platte. Schon der Eingangsriff haut einen vom Hocker, dann kommt ein höllisches Gitarrensolo, das vielleicht härteste des frühen britischen Punks, und zum Schluss wird man tatsächlich mit Geigen entlassen.

Was bleibt noch? "Fall In Love" ist klar der Versuch, so was wie "Baby Baby" zu wiederholen, kommt an dieses Monster aber selbstverständlich nicht heran, obwohl der Song nicht schlecht ist. Und dann gibt es noch das winzige "Sulphate", ein fast witziger Song mit Himmelschören.

Mit "V2" haben sich die Vibrators selbst übertroffen. Obwohl es sie immer noch gibt und sie noch eine Menge guter Platten machten (allerdings auch zwei, drei üble), waren sie nie mehr so gut.

"V2" ist ein Meilenstein des frühen britischen Punks und landete immerhin auf Platz 33 der Charts, für eine Punkplatte sehr beachtlich.

Auf dieser Version gibt es noch zwei Bonusstücke, bei denen mindestens "Judy Says" dem hohen Standard der Platte standhält.
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