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5.0 von 5 Sternen Oh Baby, 11. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Pure Mania (Audio CD)
Die Vibrators gründeten sich 1976 mit folgender Besetzung: Ian "Knox" Carnochran (voc, g), Pat Collier (b), John Ellis (g) und John "Eddie" Edwards (dr).
Für Punker waren sie eigentlich schon ziemlich alt, zumindest Ian Carnochan (Baujahr 1945), der sieben Jahre älter war als Joe Strummer und sogar elf Jahre älter als Johnny Rotten. Aber auch die anderen waren Mittzwanziger, recht selten für eine junge Band. Trotzdem waren sie Punker durch und durch, sei es in Attitüde, Kleidung, Musik oder Text. Die Songs waren, wie es sich gehört, kurz und griffig. Gegenüber den Sex Pistols waren sie wenig nihilistisch und gegenüber den Clash noch weniger politisch. Ihre Texte auf "Pure Mania" hatten zwar mit Teenage Frustration zu tun, aber das ging mehr in Richtung Beziehungskisten.

Anfangs wurden sie als die neuen Rolling Stones gefeiert, was mich schon immer skeptisch gemacht hat. "Pure Mania" habe ich mir dann doch gekauft und siehe da, ein Fünkchen Wahrheit ist schon dran. Bei manchen Songs lugen tatsächlich die Stones hervor wie bei "She's Bringing You Down", das sich etwa anhört wie frühe Aufnahmen der Stones bei 78 Umdrehungen.

Das Album beginnt mit "Into The Future (Sex Kick)", knallt voll in die Gehörgänge und macht sofort Appetit auf mehr. Nach dem knapp einminütigen "Yeah Yeah Yeah" kommt dann "Sweet Sweet Heart" und das klingt irgendwie anders. Da schauen doch glatt Velvet Underground vorbei, ebenfalls schneller gespielt und es fällt einem zum ersten Mal die Ähnlichkeit von Ian Carnochans Stimme zu Lou Reed auf. Bei späteren Alben und bei seinem anderen Projekt "Fallen Angels" wird das noch viel deutlicher.

"Keep It Clean" haut in dieselbe Kerbe. Man merkt schon, dass die Vibrators stilistisch etwas mehr drauf hatten. Dafür war zum großen Teil Ian Carnochan zuständig oder wie hier, ausnahmsweise John Ellis, der zwar nicht soviel komponierte, seine Ergebnisse waren aber immer sehr gelungen.

Überspringen wir mal kurz "Baby Baby" und sehen wir uns die anderen Songs an. Das ist alles Punk und das ist alles sehr abwechslungsreich. Es gibt kein Song, der den anderen irgendwie ähnlich wäre, außer dass der Fuß halt meistens auf dem Gaspedal steht. "No Heart", "Petrol", das schon erwähnte "She's Bringing You Down", "Stiff Little Fingers" (nach dem sich eine irische Punkcombo nannte) oder "I Need A Slave" sind da noch als Kostproben zu nennen.

Ja, und dann ist da natürlich noch "Baby Baby". Die Single kam ungefähr zur gleichen Zeit wie "God Save The Queen" von den Sex Pistols heraus und wurde ebenso ein Meisterwerk des frühen Punks und das, obwohl es ein sehr langsames Stück ist. Der Text ist simpel ("Baby Baby Baby Won't You Be My Girl"), die Melodie ist eingängig, dann kommt ein glasklares Solo und ein bravouröser Schluss. Es ist so einfach, dass es ein vierjähriges Kind schreiben könnte ("Besorgt mir ein vierjähriges Kind" - Groucho Marx), aber wie immer sind die ganz einfachen Dinge die schwersten. Campino will, dass das Lied auf seiner Beerdigung gespielt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Baby, 19. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Pure Mania (Audio CD)
Die Vibrators gründeten sich 1976 mit folgender Besetzung: Ian "Knox" Carnochran (voc, g), Pat Collier (b), John Ellis (g) und John "Eddie" Edwards (dr).
Für Punker waren sie eigentlich schon ziemlich alt, zumindest Ian Carnochan (Baujahr 1945), der sieben Jahre älter war als Joe Strummer und sogar elf Jahre älter als Johnny Rotten. Aber auch die anderen waren Mittzwanziger, recht selten für eine junge Band. Trotzdem waren sie Punker durch und durch, sei es in Attitüde, Kleidung, Musik oder Text. Die Songs waren, wie es sich gehört, kurz und griffig. Gegenüber den Sex Pistols waren sie wenig nihilistisch und gegenüber den Clash noch weniger politisch. Ihre Texte auf "Pure Mania" hatten zwar mit Teenage Frustration zu tun, aber das ging mehr in Richtung Beziehungskisten.

Anfangs wurden sie als die neuen Rolling Stones gefeiert, was mich schon immer skeptisch gemacht hat. "Pure Mania" habe ich mir dann doch gekauft und siehe da, ein Fünkchen Wahrheit ist schon dran. Bei manchen Songs lugen tatsächlich die Stones hervor wie bei '"She''s Bringing You Down"', das sich etwa anhört wie frühe Aufnahmen der Stones bei 78 Umdrehungen.

Das Album beginnt mit '"Into The Future (Sex Kick)"', knallt voll in die Gehörgänge und macht sofort Appetit auf mehr. Nach dem knapp einminütigen "Yeah Yeah Yeah" kommt dann "Sweet Sweet Heart" und das klingt irgendwie anders. Da schauen doch glatt Velvet Underground vorbei, ebenfalls schneller gespielt und es fällt einem zum ersten Mal die Ähnlichkeit von Ian Carnochans Stimme zu Lou Reed auf. Bei späteren Alben und bei seinem anderen Projekt "Fallen Angels" wird das noch viel deutlicher.

"Keep It Clean" haut in dieselbe Kerbe. Man merkt schon, dass die Vibrators stilistisch etwas mehr drauf hatten. Dafür war zum großen Teil Ian Carnochan zuständig oder wie hier, ausnahmsweise John Ellis, der zwar nicht soviel komponierte, seine Ergebnisse waren aber immer sehr gelungen.

Überspringen wir mal kurz '"Baby Baby"' und sehen wir uns die anderen Songs an. Das ist alles Punk und das ist alles sehr abwechslungsreich. Es gibt kein Song, der den anderen irgendwie ähnlich wäre, außer dass der Fuß halt meistens auf dem Gaspedal steht. '"No Heart'", "Petrol"', das schon erwähnte "She's Bringing You Down", "Stiff Little Fingers" (nach dem sich eine irische Punkcombo nannte) oder "I Need A Slave" sind da noch als Kostproben zu nennen.

Ja, und dann ist da natürlich noch '"Baby Baby'". Die Single kam ungefähr zur gleichen Zeit wie "God Save The Queen" von den Sex Pistols heraus und wurde ebenso ein Meisterwerk des frühen Punks und das, obwohl es ein sehr langsames Stück ist. Der Text ist simpel ('"Baby Baby Baby Won't You Be My Girl'"), die Melodie ist eingängig, dann kommt ein glasklares Solo und ein bravouröser Schluss. Es ist so einfach, dass es ein vierjähriges Kind schreiben könnte ('"Besorgt mir ein vierjähriges Kind"' Groucho Marx), aber wie immer sind die ganz einfachen Dinge die schwersten. Campino will, dass das Lied auf seiner Beerdigung gespielt wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ultimativer Punk-Klassiker, 12. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Pure Mania (Audio CD)
Nie waren sie so wertvoll wie heute! Unsägliche Poser mit Namen wie Green Day, Offspring (mittlerweile)und andere langweilen mit platten Attitüden aus dem Sid Vicious Gedächtnis Fundus. Also Kids...dies ist der richtige Stoff für einen wirklich geilen Punk Rock Schuß! Ein Meilenstein und zwar ein richtig Schwerer!!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genre-Klassiker, 24. August 2010
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Pure Mania (Audio CD)
Es gibt wenige Punk Bands bei denen der Bezug zum 60ies Garage Rock so deutlich hervortritt wie bei den Vibrators. Ihr Debut Album ,Pure Mania' erschien zur absoluten Hochzeit des british Punk und reiht sich nahtlos in Klassiker wie ,Never Mind The Bullocks' oder ,The Clash' ein.

Zwar setzten Sie sich thematisch eher mit Pubertätsproblemen auseinander, dies konnte sich aber manchmal auch in aggressiven sexuellen Wunschträumen manifestieren (,I Need A Slave Tonight') Auf jeden Fall hatten Sie ein Händchen für einfache aber eingängige Melodien und fetzige Riffs. Es seien hier vor allem ,London Girls', ,Yeah, Yeah, Yeah', ,Keep It Clean', ,She's Bringing You Down', das wütende ,Petrol' und das Velvet Underground infizierte ,Sweet, Sweet Heart' erwähnt. Vom Gas gehen Sie nur bei ,Baby Baby' runter, aber da hört man dann neben einer erneuten VU Referenz auch, dass Sie für Punk Musiker handwerklich fast überqualifiziert waren.

Wer auf rotzigen Punk steht, der wird mit ,Pure Mania' bestens bedient und die Platte wurde durchaus zurecht ein Klassiker des Genres.
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Pure Mania
Pure Mania von Vibrators (Audio CD - 2004)
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