summersale2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Dyson DC52 gratis Zubehör Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Kundenrezensionen

3
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 18. April 2006
Auch wenn Karajan den Tristan 1972 mit einer teilweise hervorragenden Besetzung (u. a. Jon Vickers als einem der besten Tristane aller Zeiten sowie Ludwig, Berry, Ridderbusch, Schreier) im Studio aufgenommen hat, ziehe ich diesen Live-Mitschnitt von den Bayreuther Festspielen 1952 vor, halte ihn für spannender, inspirierter und insgesamt bedeutender:

Das liegt zunächst an Karajan selbst, der hier nicht nur um einiges schneller (wenn auch objektiv immer noch recht getragen) dirigiert, sondern vor allem noch mit viel mehr Temperament und Spannung, mit der er offenbar auch die Sänger zu einer enorm intensiven Aufführung inspiriert hat.

Dies gilt vor allem für Martha Mödls Isolde, auch wenn ihre Stimme etwas gewöhnungsbedürftig ist, weil sie nicht leicht anspringt, sondern insbesondere oberhalb der Mittellage immer mit einem gewissen Druck zum Klingen gebracht werden muss. Hohe Töne werden grundsätzlich von unten hochgezogen, was teilweise etwas enervierend wirkt. Die ursprüngliche Altistin Mödl war klug und ehrlich genug, zu erkennen und zuzugeben, dass ihre Gesangstechnik verbesserungswürdig war, und beklagte, dass sie nie die Zeit dazu fand.

Was sie für mich trotzdem zu einer der ganz großen Isolden macht, ist ihre Intensität und Ausdruckstiefe: Das liegt nicht nur daran, dass Mödl so deutlich artikuliert, dass man bei ihr - für eine Live-Aufnahme sensationell - jedes Wort versteht. Vor allem versteht sie selbst den Text und nutzt auch ihr großes Gespür für Stimmfarben, um ihn umzusetzen. Nie sucht sie einfach den schönen Klang, sondern immer den richtigen Ausdruck. Ihr Zorn, ihre Verachtung im ersten, ihr exaltierter Jubel im zweiten Akt reißen einen unweigerlich mit. Wenn der Begriff der 'Singschauspielerin' im positiven Sinne je auf eine Sängerin zugetroffen hat, dann auf sie.

Ramon Vinays Tristan erreicht nicht ganz Mödls Niveau: Rein vom Volumen kann er mithalten, seine Stimme klingt bis zur Mittellage mächtig, baritonal, bronzen, darüber wird sie etwas heiser. Hauptkritikpunkt bei Vinay ist sein Akzent, seine geringe Beziehung zum Text. Man hat - gerade neben Mödl - das Gefühl, dass er nicht wirklich immer versteht, was er da singt. Trotzdem ist er ein insgesamt überzeugender Tristan, vollbringt gerade im dritten Akt eine große Energieleistung.

Auch die übrigen Sänger werden von Hauptdarstellern und Dirigent zu großen darstellerischen Leistungen mitgerissen, wenn auch teilweise etwas zu Lasten der musikalischen Sorgfalt:

Ira Malaniuk ist eine warmherzige, sympathische, stimmlich im ersten Akt allerdings überforderte und in der Höhe scharfe Brangäne. Hans Hotter hat schon präziser, fokussierter gesungen, ist aber ein sehr liebenswerter, fürsorglicher Kurwenal. Der sonst so würdige Ludwig Weber singt hier einen heftig-verbitterten König Marke, nicht den üblichen resignierten guten Onkel - eine ganz große Leistung. Besonders überzeugend sind auch Hermann Uhdes düster-charismatischer Melot und Gerhard Ungers wirklich junger Seemann.

Zuletzt noch einige Anmerkungen zur Aufnahmetechnik: Dank der besonderen Bayreuther Akustik (Holzstühle, Deckel über dem Orchester) klingt dieser Live-Mitschnitt nicht viel schlechter als viele damalige Studioaufnahmen und ist zu diesem Preis allemal eine Empfehlung.

Es gibt diese Aufnahme allerdings auch in einer von der Firma Orfeo in Zusammenarbeit mit den Bayreuther Festspielen technisch überarbeiteten Fassung, die - auf der richtigen Anlage - klingt, als sei sie mindestens 20 Jahre neuer. Dafür ist sie dann auch um einiges teurer, auch im Verhältnis zu anderen Spitzenaufnahmen des Tristan (Furtwängler, Böhm, Kleiber).
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
... wenn man an eine außergewöhnliche Aufnahme des Tristan denkt? Der Mitschnitt der ersten Nachkriegsproduktion aus Bayreuth dieses Wagner-Opus ist in der Besetzung mindestens ebenbürtig dem berühmtgewordenen Mitschnitt unter Böhm mit Windgassen und Nilsson; in den Hauptpartien und der musikalischen Lesart durch Karajan sogar m. E. noch überlegen.
Martha Mödl ist eine Naturgewalt in Darstellungssuggestion und Ausdruckskraft; das transportiert auch der Mitschnitt auf das eindringlichste. Mit ihrem mezzogrundierten Sopran auch stimmlich eine wirkliche Alternative zur klangtönenden Nilsson. Der Mödl zur Seite steht mit Ramon Vinay ein ebenfalls ungewöhnlich dunkel timbrierter Tristan, beide zusammen harmonieren in schönster Weise miteinander.
Und was waren das damals für phantastische Zeiten in Bayreuth, sind doch die anderen Partien bis in die kleinste Rolle ebenfalls auf so hervorragendem Niveau besetzt; seien es Hans Brangäne bis hin zum sensationellen Hermann Uhde in der kleinen Partie des Melot. Das spricht alles für allerhöchstes Niveau und wird heute schmerzlichst vermisst!
Viele Leute erkennen das Dirigat und die musikalische Leistung Karajans bei diesem Tristan als das Beste an, was er im Wagnerbereich aufnehmen konnte; dieser Meinung schließe ich mich sehr gerne und mit Überzeugung an.
Um noch einmal auf Böhm zurückzukommen; ich bin froh, beide Aufnahmen zu besitzen und wählen zu können. Wenn mir nach Klangrausch ist, bin ich gerne bei Böhm, will ich aber das Musikdrama hören, greife ich eben zu Karajan.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 1. März 2013
diese aufnahme wurde eine der lieblingsinzenierungen meiner tochter...bayreuth ist halt bayreuth..immer wieder gut und wunderschön....wir sind sehr glücklich,dass wir bei ihnen diese etwas älteren aufnahemn finden
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
The Originals - Wagner (Tristan und Isolde)
The Originals - Wagner (Tristan und Isolde) von Wolfgang Windgassen (Audio CD - 1998)

Tristan und Isolde
Tristan und Isolde von Lauritz Melchior (Audio CD - 2012)

Tristan und Isolde (Ga)
Tristan und Isolde (Ga) von Mödl (Audio CD - 2003)