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157 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Final Fantasy Spiel!!!
Ich dachte mir mal ich schreibe ein paar Negative punkte zum Spiel und Positive punkte.

Positive Punkte:

+ Optik: Das RPG mit der wohl besten Grafik (Detailreichtum, Animationen, Wettereffekte etc.) auf der PS2. Und gewohnt gute FMV, auch die In-Game-Sequenzen sehen sehr gut aus.

+ Musik: Solide, tritt nicht so sehr in den Vordergrund,...
Veröffentlicht am 19. Februar 2007 von Daniel

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Final Fantasy-Format mehr ...
Ich bin Fan der FF-Reihe und besitze alle Teile ab dem 7. (ausgenommen nur den 11.) und muss sagen, das mit FF 12 ein weiterer Abstieg der Reihe zu benennen ist. Das liegt unter anderem an folgenden Punkten:

-Keine einleuchtende Story: Ich wusste zwischendurch nicht einmal warum ich tue was ich tue, irgendwie hat man das Gefühl das alles in diesem Spiel...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von Philipp Söchtig


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157 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Final Fantasy Spiel!!!, 19. Februar 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Ich dachte mir mal ich schreibe ein paar Negative punkte zum Spiel und Positive punkte.

Positive Punkte:

+ Optik: Das RPG mit der wohl besten Grafik (Detailreichtum, Animationen, Wettereffekte etc.) auf der PS2. Und gewohnt gute FMV, auch die In-Game-Sequenzen sehen sehr gut aus.

+ Musik: Solide, tritt nicht so sehr in den Vordergrund, geht aber auch nicht an die Nerven. Ein insgesamt eher durchschnittlicher Soundtrack von Sakimoto. Wer die OSTs von FFT oder VS mochte, wird aber dennoch begeistert sein - gerade in den Dungeons bekommt man VS-Feeling.

+ Sehr große Gebiete und Städte, die viel Bewegungsfreiheit und gute Weitsicht bieten. Dafür keine echte Oberwelt wie zuletzt bei FFIX oder aktuell DQVIII.

+ Kampfsystem: Intuitiv und schnell zu erlernen, schafft ein neues (FF-)Spielgefühl - FFXI-Kenner wird es bekannt vorkommen. Und endlich keine RE mehr.

+ Gambit-System: Auch schnell zu erlernen, aber ungeheuer komplex und ungeheuer komfortabel. Mit der richtigen Einstellung kämpfen, stehlen und zaubern die Figuren von alleine und man lehnt sich zurück.

+ License Board: Nicht mehr so innovativ, aber man hat mehr Freiheit als noch in FFX und man kann auch mehr Fehler machen.

+ Karten-System: Sich verlaufen gehört der Vergangenheit an, sogar das nächste Ziel ist immer angegeben.

+ Wetter-System: In einem Gebiet kann bspw. mal Trockenheit herrschen und mal Regenzeit. Dadurch tauchen bestimmte (rare) Monster auf, auch auf die Magie wirkt sich das Wetter aus.

+ Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll, etwa in der Kategorie der japanschen SNES-Teilen.

+ Viele Side Quests, wie das Mob-Hunt, ein Art Monster jagen und Belohnung abkassieren.

+ Mit wenigen Ausnahmen hervorragende Sprecher.

+ Speicherpunkte sind intelligent platziert.

+ Summons: Viele bekannte Kreaturen aus FFT oder (Boss-)Monster aus früheren FF-Teilen.

+ Zahlreiche Waffen und Rüstungen mit bekannten Namen, die die Stärke eine Charakters enorm mitentscheiden - hohe Levels zu haben ist nicht so wichtig.

+ Freundlich/Neutral gesinnte NPC, die einfach so die Gebiete durchwandern und einem z.B. mit Support-Zauber helfen.

+ Geld zu bekommen wird schwerer, man muss abgelegte Gegenstände von gefallenen Monster in Shops verkaufen. Da man quasi alles kaufen muss - Skills, Magie, Waffen etc. - wird das Geld immer knapp. Aber via Mob-Hunt, diverse Mini Quests und vorausschauendes Chara-Management/-Spezialisierung bekommt man eigentlich nie Geldprobleme. (Habe im gesamten Spiel wahrscheinlich nur vier oder fünf Waffen gekauft.)

Negative Punkte:

- Story: Fängt bombastisch an, nimmt mit der Zeit aber deutlich ab. Man muss im Klaren sein, dass es hier nur um die Geschichte von Dalmasca handelt, genauer um Ashe und ihre Suche nach Nethicite, die wichtigste Ressource von Ivalice. Der eigentliche Krieg bekommt man nur am Rande mit. Die Story ist letztendlich doch zu kurz und die Auflösung am Ende einwenig zu simple. Nichtsdestotrotz gibt es ein schönes und offenes Ende (für Romantikern und Romantikerinnen). Augenfällig: Elemente aus den Star Wars-Filmen – muss jetzt aber nicht negativ sein.

- Blasse Hauptfigur: Vaan - Rolle des Beobachters - steht ganz klar im Schatten von Ashe und Balflear.

- Die Summons sind in vielen Fällen in harten und langen Kämpfen (ab Klasse S aus der Mob-Liste) nicht wirklich zu gebrauchen. Deren abschließende Spezialattacken (wie in FFVII, FFVIII) lassen sich nicht abrechen.

- Das Reiten auf den Chocobos wird auf knapp drei Minuten beschränkt.

- lange Ladezeiten, teilweise sehr lange Ladezeiten, wenn man neue Orte betritt oder es zu Zwischensequenzen kommt.

- kein 16:9 Modus: Ärgerlich, da die unterschiedlichen Landschaften sehr schön gestaltet sind.

- Gelegentlich Kameraprobleme, wenn man sich in engen Räumen befindet. Dafür das erste (Offline-)FF in einer 3-D Welt, sprich frei lenkbare Kamera.

- Gelegentliches Ruckeln, wenn zu viele (große) Monstern auf dem Bildschirm auftauchen.

- Die Spielbalance leitet darunter, wenn man relativ früh viel LP - License Point für das License Board - sammelt und die richtigen Skills frei schaltet. Insbesondere die Mist-Knacks, also Limit-Breaks, stören die Spielbalance - habe bspw. ab 1/3 des Games nie mehr ernsthafte Probleme mit den Bossen gehabt.

- Das so genannte Trade-Shop, wo man die besten Ausrüstungen kaufen kann, ist nicht gerade übersichtlich. Man kauft einen Artikel anhand einer vagen Beschreibung und hofft dann etwas Gutes erworben zu haben. Letztendlich muss man den Spielstand öfters neu laden oder sich FAQs zu rate ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BESTES UND INNOVATIVSTES FINAL FANTASY FÜR DIE PS2, 31. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Um es vorweg zunehmen, ich bin Final Fantasy-Fan der ersten Stunde, deshalb könnte mir innerhalb der folgenden Rezension gelegentlich eine absolut objektive Sichtweise abhanden kommen.

Die meisten Innovationen der Vorgänger waren für mich (zumindest auf der PS2, man nehme nur X-2 "Kostümwechsel") gewöhnungsbedürftig. Die Storyline, war aber wie gewohnt, hervorragend. Die PS3 Nachfolger haben schon lange nicht mehr das Format und dürften, zumindest für mich, den Titel Final Fantasy garnicht mehr tragen. Seit aus Squaresoft (FF1-FFX), Square Enix (seit FFX-2) wurde, und Hironobu Sakaguchi "Mastermind der Final Fantasy Teile 1-12", und Nobou Uematsu "Sound-Musikdesigner", nach Teil 12 die Firma Square Enix verließen, geht es mit der Serie rapide bergab, mit Ausnahme dieses Titels, der noch erkennbar deren Handschrift trägt.

Die reelen Nachfolger sind, für mich, mit den Games Blue Dragon und Lost Odyssey, von der Entwicklerfirma Mistwalker, auf der X-BOX 360 zu finden. Mistwalker wurde von dem Final Fantasy und Dragon Quest Entwicklergenie Hironobu Sakaguchi, mithilfe von Microsoft, gegründet. Dort kann er jetzt im Gegensatz zu seinem ehemaligem Arbeitgeber Square Enix, eigene Spielkonzepte und Storyvorstellungen durchsetzen, ohne auf halbgare Kompromisse eingehen zu müssen, die eine gerade Linie im Gesamtkonzept eines Games vermissen lassen würden, wie es bei den PS3 Nachfolgern ganz klar der Fall ist.

Dieses Final Fantasy sticht durch einige Besonderheiten heraus, die ich als sehr positiv empfinde. Endlich keine schlauchartigen Level mehr, und die Feinde sind sichtbar (keine Zufallskämpfe in Arenen). Manche mögen das bemängeln, ich empfinde es als Bereicherung, da es ein strategischeres Vorgehen erlaubt. Im Gegensatz dazu, kann ich bei nicht erkennbaren Feinden allerdings auch argumentieren, das der Überraschungseffekt größer war. Umso weiter der letzte Speicherpunkt jedoch zurück lag, umso geringer war der Überraschungseffekt, desto größer aber der Ärger darüber, mit den falschen Ausrüstungsgegenständen und Items, dem stärkeren Gegner gegenüber zu stehen. Die Areale sind sehr groß, setzen aber Grenzen, so das es kein Open-Worldspiel ist.

Eine wunderbare Neuerung ist auch, das man seiner Truppe, jedem einzeln nach Prioritäten geordnet, Befehle wie Angriff, Zauber oder Heilung zuweisen kann, die dann wenn man die Truppe gut eingestellt hat, von alleine kämpft. Zum Beispiel der Befehl an eine Heilerin, jedem bei dem die Gesundheitsanzeige unter 30% sinkt automatisch zu heilen. So eröffnen sich vielfältige, strategische Möglichkeiten die Truppe von ganz alleine kämpfen zu lassen. Man kann natürlich, wenn man will, auch die Anweisungen direkt manuell eingeben, oder halbautomatisch kämpfen, indem man nur die sekundären Gruppenmitglieder von der KI beeinflußt kämpfen läßt.

Alles andere wurde zu Final Fantasy schon gesagt. Sehr gute, detailreiche Grafik, eine gute einsteigerfreundliche Bedienbarkeit, eine tolle Story, fantastischer Sound, Settings hervorragend, manchmal atemberaubende Endgegner und ein einfaches, aber sehr ansprechendes Scillsystem lassen einen manchmal vergessen, das dieses Spiel auf dem alten System der PS2 läuft.

Kritik an diesem Teil könnte man höchstens an der doch nicht ganz so fesselnden (im Vergleich zu den Vorgängern) Story üben, das machen allerdings die sehr ausgeprägten, vielschichtigen Charaktere wieder wet. Insbesondere wenn man zum Vergleich die auf der PS3 erschienen Teile 13, 13-2, 13 Lightning Returns heranzieht, die außer einer phantastischen Grafik, eigentlich nichts mehr mit den ursprünglichen Teilen von Final Fantasy gemein haben (hier fällt mit nur der Spruch ein "Viele Köche verderben den Brei"), vor allem seit FF ein Multiplattformtitel geworden ist.

Ich gebe zu, das dieses ein sehr subjektives Urteil von mir ist und ich entschuldige mich dafür, allerdings war die Enttäuschung über die drei PS3 Teile bei mir so groß, das ich mich doch entschlossen habe, das hier zu erwähnen. Welche Games ich als die inoffiziellen Nachfolger sehe, hatte ich ja oben schon erwähnt.

Man kann nur hoffen, das Square Enix zu den alten Tugenden der Squaresoft-Zeit zurückfindet, um in einem neuen Teil wieder den Grundstein für ein Fantasyepos zu legen, welches den Namen Final Fantasy dann auch wieder verdient hat. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Ich wäre schon glücklich damit, wenn die alten PS1 Teile, eine HD-Renaissance erleben würden. Wegen der Lizenzrechte wird dieses aber wohl eher ein Traum bleiben.

Aber es bleibt einem ja auf der PS3 noch die Tales of Reihe, sowie auch noch einige andere PS3-Exclusiv-Titel (Ni No Kuni sei auch erwähnt), die einem die Zeit zu einem vielleicht kommendem, namensverdienenden Final Fantasy Teil versüßen, der dann allerdings, wie die drei PS3 Titel, nicht mehr Playstation exclusiv sein wird.

Ansonsten ist dieser Teil, wie auch alle Teile davor, für jeden rundenbasierten Rollenspieler, sowie auch Konsolengamesammler, Pflichtkauf!

P.S.

Freue mich über jedes Feedback, und jeden der sich die Zeit genommen hat, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.

Bilder bzw. Screenshoots, zu dem hier von mir rezensierten Produkt, befinden sich bei den veröffentlichten Kundenbildern !

Ansonsten GOOD GAMING !!!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modern und edel! Ein Rollenspiel-Traum..., 25. Juni 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
am 23. februar war es soweit: für europäische ps2-konsoleros erscheint "final fantasy XII", knapp fünf jahre nach "final fantasy X" und nur ein halbes jahr nach dem us-release.

:: story:

"final fantasy XII" spielt in der selben welt wie der ps1-kracher "vagrant story", die sich ivalice nennt. dort tobt ein heftiger krieg zwischen den grossmächten archadis, im osten und rozarria, im westen. mittendrin liegt ein kleines, unschuldiges königreich namens dalmasca, dessen geografische lage von hoher strategischer wichtigkeit für das imperium archadis ist. man verleibt es sich ein, nicht ohne den thron-aspiranten, lord rasler, im kampf zu töten. dessen potenzielle gemahlin, prinzessin ashelia b'nargan dalmasca, stirbt offiziell ebenso bei dieser aktion. in wahrheit aber verschwindet sie im untergrund, nicht ohne die hoffnung, das schicksal später doch noch wenden zu können und rache an den mördern ihres gemahls und tausender unschuldiger dalmascaner zu nehmen. zwei jahre vergehen und schliesslich beginnt für euch die epische schlacht als...

:: charaktere:

...vaan. vann ist ein milchgesichtiger waisenjunge aus der königlichen stadt rabanastre, dessen eltern und bruder reks ebenso bei dem krieg getötet wurden. er verdient sich sein geld durch klauen und hat den traum einmal ein grosser luftpirat zu werden. ausserdem schwört er rache für den verlust seines bruders. als in rabanstre eine riesige party zu ehren der neuen eroberer stattfindet, entschliesst er sich in den palast einzubrechen, um schätze zu klauen, soviel er tragen kann.

seine freundin heisst penelo, eine sängerin und tänzerin, die sich gut in martial-arts-kampftechnik auskennt. sie ist sowas wie vaans gewissen und passt auf, dass er nicht zuviel mist baut.

als vaan seine "mission" im palast erledigt hat, trifft er auf der flucht zwei interessante gestalten, die sich ihm anschliessen und die ihn bist zum bitteren ende begleiten werden: den edlen luftpiraten balthier und seine freundin, fran, eine vieira-kriegerin. fran ist die älteste eurer gruppe, da vieira länger leben als menschen und zudem ist sie die mit den ausgeprägtesten sinnen.

wie ihr so durch die kanalisation flüchtet hüpft euch buchstäblich irgendwann ashe in die arme, die eigentliche hauptfigur des spiels. eure wege kreuzen sich nur, aber später gehört sie ständig zu eurem team.

fehlt nur noch basch: basch ist der auron von ff12, der im verdacht steht, den könig ermordet zu haben. die beziehung zu ihm gestaltet sich deshalb anfangs am schwierigsten, besonders wegen ashe, aber natürlich handelt es sich nur um ein missverständnis, das bald aufgeklärt wird.

im laufe eurer geschichte begegnen euch noch ein paar andere charaktere, die sich kurzfristig eurer party anschliessen. ihr könnt diese dann nicht pushen, sie helfen euch aber beim kämpfen, wollen aber im falle eines todes natürlich auch wieder von euch reanimiert werden. der charakter, der von diesen am treuesten zu euch hält und der wohl am wichtigsten ist, ist larsa, der kleine bruder von lord vayne solidor, der "böseste der bösen" und der machthungrigste. larsa ist sowas wie der mittelsmann, der andere ziele verfolgt als sein gieriger bruder vayne und die vision einer friedlichen welt hat.

:: gameplay:

"final fantasy XII" ist insofern eine kleine revolution der serie, da bei diesem titel komplett auf zufallskämpfe verzichtet wurde. hier liegt eine der absoluten stärken des spiels, da man manchmal den eindruck hat, man zocke eine mischung aus "vagrant story", "diablo" und natürlich "final fantasy". die gegner erscheinen auf eurer karte als rote punkte, wobei euch manchmal auch "friedliche" begegnen, die erst aggressiv werden, wenn man sie angreift. durch diese neuerung wird die ganze riesige welt zu einer einzigen kampf-arena!

eure charaktere entwickeln sich anhand eines speziellen lizenz-bretts, das ähnlich dem sphärobrett aus "ffX" ist. für erfolgreiche kämpfe erhaltet ihr lizenzpunkte, die ihr auf dem lizenzbrett verheizen könnt. das problem: nur, weil ihr eine lizenz besitzt, heisst das nicht, dass ihr entsprechende waffen oder zauber automatisch bekommt! ihr erhaltet quasi nur die "erlaubnis", diese zauber und waffen zu nutzen, erhalten müsst ihr die aber von shops oder monstern/gegnern! das kann manchmal ziemlich ärgerlich werden. ausserdem finde ich, dass das sphärobrett vielleicht einen tick zu kompliziert, aber wesentlich besser gestaltet war. die spezialisierung eurer charaktere ist ebenso durch dieses lizenzbrett fast überflüssig, da jeder charakter das selbe besitzt und die felder sich bei jedem gleichen, bis auf die, die spezielle techniken bereithalten. gerade am anfang solltet ihr euch aber hüten, für jede person die selben felder freizuschalten, denn es wird euch oft das genick brechen, wenn ihr keine "spezialisten" habt.

eine weitere neuerung, diesmal in bezug auf euer kampfsystem, sind die gambits. gambits sind automatisierte folgen von handlungen, die für jeden eurer party zur verfügung stehen, damit ihr nicht die ganze zeit wie ein verrückter auf den controller hacken müsst. am anfang machen die keinen sinn, höchstens in bezug auf eure charaktere, die ihr nicht selber steuern wollt, aber später werdet ihr daran gefallen finden, v.a., weil das kämpfen viel schneller und komfortabler vonstatten geht. und glaubt mir: ihr müsst viel kämpfen, verdammt viel. jeder eurer charaktere hat insgesamt 12 gambit-slots zur verfügung. was ihr beachten solltet: setzt alle heilungszauber an den anfang eurer gambit-liste, danach erst die kampfhandlungen, aber das bekommt ihr auch selber im laufe des spiels raus. gambits waren bereits oft der grund zu massiven kritiken an "ff12". ich persönlich habe bis 40h spielzeit nicht auf sie geachtet, war aber später froh, dass es sie gibt. euch wirds wahrscheinlich ähnlich ergehen, also trainiert das und nutzt sie, wo ihr könnt! ob es euch gefällt oder nicht: sie sind ein wesentliches element des games und wurden aus bestimmten gründen eingeführt!

die mysth-teks: mysth-teks sind die limit-breaks früherer "final fantasy"-games. das heisst: es sind spezielle techniken eurer kämpfer, die ihr auf dem lizenzbrett freischalten müsst. jeder kann maximal drei erlernen. wenn ihr sie anwendet, sinken eure mp auf 0, behaltet das im auge. ihr könnt die mysth-teks auch aneinanderketten, was euch aber wahrscheinlich nicht in dem ausmass gelingen wird, wie ihr euch das denkt. in meinen augen waren sie ganz klar eine der überflüssigsten sachen im game: sie bringen nur wirklich was, wenn ihr 10 oder mehr verketten könnt, sie verbrauchen ALLE mp, also wundert euch nicht, wenn ihr deswegen alle im kampf verreckt. "ff12" spielt sich besser, wenn ihr zaubert und kämpft, vergesst einfach die mysth-teks.

esper: esper sind mächtige überwesen, die ihr beschwören könnt, ähnlich den bestia anderer ff-games. ihr müsst gegen jede esper kämpfen und gewinnen, um sie besitzen zu können. die haupthandlung führt euch zu insgesamt 5 esper. es gibt aber noch viele mehr, an den unmöglichsten orten. esper sind prinzipiell ziemlich cool, aber ihr habt während ihrer erscheinungszeit nur den charakter zur hand, der sie beschworen hat, alle anderen verschwinden in der zeit. sie verbrauchen nicht ganz soviel mana wie die mysth-teks; sterbt ihr, verschwindet die esper, stirbt die esper, kommen eure gefährten zurück.

optionales:

neben der haupthandlung gibt es das thema der mob-jobs. mobs sind gefährliche monster, die sich an den übelsten orten ivalices aufhalten und die bezwungen werden wollen. ihr bekommt immer geld und heisse waren von den auftraggebern, wenn ihr sie besteht. da ihr durch ganz ivalice reisen müsst, um sie zu finden, könnt ihr, wenn ihr ernsthaft alle niederstrecken wollt, zwischen 15-35 stunden zusätzlich einplanen! nehmt euch den spielberater oder das internet zur hilfe, wenn ihr euch grossen frust bei der suche ersparen wollt.

:: grafik:

okay, was soll man dazu sagen!? ich weiss nicht genau, wie square das immer wieder schafft, aber gerade im rollenspiel-bereich werdet ihr nichts besseres visuelles finden. die ps2 ist mittlerweile in die jahre gekommen, bei "ff12" aber zeigt sie nochmal, was wirklich drin steckt in dieser kleinen schwarzen kiste. alles ist 3d, es gibt relativ wenig fmv-zwischensequenzen, aber wenn sie kommen, werdet ihr euren mund nicht mehr zu bekommen. grafik-fehler sind nicht bemerkbar, alles wirkt bis in kleinste detail austariert, hier steckt viel zeit und liebe drin.

die kamera: ihr habt mit dem rechten analog-stick praktisch die volle kontrolle über die kamera. nutzt sie! sie ist euer bester freund.

:: sound:

die pal-version des spiels verfügt über eine englische sprachausgabe. da es sich um ein edel-rollenspiel handelt und auch adlige darin vorkommen, wurde die sprache der figuren dementsprechend angepasst (z.b. durch britische sprach-nuancen). besonders fran und ihr wahnsinniger akzent stechen heraus, aber auch balthier kann überzeugen. vaans gelaber nervt mich öfters, er ist eben noch ein kind, aber auch nicht perfekt getroffen.

von nobuo uematsu, dem godfather alter final-fantasy-musik und sounds, stammt nur noch der titel-track. alles andere steuert hitoshi sakimoto bei, der auffallend viele samples eingebaut hat. die allerdings verfügen über eine wahnsinnige bandbreite an elementen, passen zu 100% perfekt zur umgebung und tragen enorm zur gesamt-stimmung bei. besonders die samples zur ogir-yensa-sandsee und dem salika-wald haben mir besonders gut gefallen, aber der soundtrack ist wie bei vielen japanischen rollenspielen definitiv mehr als nur einen blick wert.

:: kritik:

zuerst das negative: laufen, laufen, laufen und kämpfen, kämpfen, kämpfen. das macht "final fantasy XII" zu einem hardcore-titel. es gibt insgesamt zu wenig speicherpunkte, was aber bisher bei jedem "ff" der fall war. unter 1,5 bis 2h pro session kommt ihr nicht weg. also plant viel zeit ein. vaan ist für mich der bisher schlechteste protagonist einer final-fantasy-serie. da ihr aber wirklich jeden eurer sechs gefährten zur hauptfigur machen könnt, die eure truppe anführt, ist das nicht ganz so schlimm. bei der story ging mir das ewige problem mit den dummen nethiziten irgendwann gegen den strich. es hätte nicht das zentrale thema sein sollen. was auch fehlt sind die ausflüge in andere dimensionen oder parallel-welten, darauf wurde gänzlich verzichtet. das legt zwar den hauptschwerpunkt auf ivalice, was genug sehenswertes parat hält, aber besonders gegen ende habe ich die krassen wendungen vermisst.

ich bin jetzt durch und muss sagen: schade, dass es schon vorbei ist. es ist wirklich ein kracher geworden und hat mich über allein fünf wochen kontinuierlich zwei stunden pro tag bei der stange gehalten. es besteht enormes suchtpotenzial. es sieht einfach alles so wunderschön und herrlich aus, man möchte sich beinahe ein ticket kaufen und selbst nach ivalice reisen. square zeigt, wie man heute qualitativ hochwertige ausnahme-märchen erzählt. es ist beinahe alles zu phantastisch, um es glauben zu können. und ich hatte anfangs wirklich meine zweifel. wenn ihr euch bisher noch keine ps2 gekauft habt, hier habt ihr den wahren grund, wieso ihr das machen solltet. wirklich jeder sollte dieses spiel spielen, egal ob rollenspiel-fan oder nicht, gerade der quasi-revolutionäre charakter macht es zu einem ausnahme-titel, nicht nur in der ps2-welt.

wertung:

grafik: 9 von 10

sound: 9 von 10

gameplay: 9 von 10
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FF bleibt RPG-König, 26. April 2007
Von 
Daniel Klein (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Als Final Fantasy Fan seit Teil VII für die PSone, war FF12 ein Pflichtkauf für mich. So hatte ich es mir auch direkt am ersten Tag gekauft und von da an hat man mich nicht mehr von der Konsole losgekriegt. Am Wochenende oder wenn man sonst zuviel Zeit hat, kann es dann schonmal passieren, dass man 10 Stunden oder mehr, am Stück zockt.

Der erste Eindruck:

Es war etwas gewöhnungsbedürftig, als ich mich das erste mal in Rabanastre, der Heimatstadt des Spielhelden wiederfand. Diese etwas eckig anmutende Architektur kannte ich noch von irgendwoher und böse Erinnerungen wurden wach. Den gleichen Stil fand man nämlich damals beim Genrevertreter "Vagrant Story" noch für die PSone. Das lag nämlich daran, dass sich der selbe Leveldesigner für die Levelarchitektur von Final Fantasy 12 verantwortlich zeigt, wie damals für "Vagrant Story".

Befürchtungen, dieses "eckige Design" würde sich nun durchs ganze Spiel ziehen verflogen dann aber ziemlich schnell, als es zu den ersten Aussenmissionen ging. Ansonsten ist alles in gewohnter Final Fantasy Manier. Man kann mit den verschiedensten Leuten reden und so nützliche Hinweise über Goodies, Quests, versteckte Bereiche, o. Ä. herausfinden.

Story:

Die Story ist in jedem Final Fantasy Teil die Basis. Allein für diese braucht man bei FF12 gut 50 Stunden und mehr, ich denke unter 50 Stunden ist es zu schaffen, aber man spielt ein RPG ja nicht auf Zeit.

Der Hauptcharakter des Spiels ist Vaan, ein 17-jähriger Jungspund aus Rabanastre, der davon träumt ein Luftpirat zu sein und die ganze Welt von Ivalice zu bereisen. Zu Anfang ist man noch alleine mit Vaan unterwegs, aber schon bald wird er auf neue Gefährten treffen, so dass sich die Party immer mehr vervollständigt. Als ein Krieg zwischen dem Archadianischen Imperium und seinem alten Feind Rozzaria immer ausweichlicher scheint, machen sich die 6 Freunde auf und setzen alles daran, den Krieg zu verhindern.

Doch die Story ist nicht das Einzigste, was man spielen kann. Es gibt wieder mal Unmengen an Nebenaufgaben, sog. Sidequests, die erledigt werden wollen. Als da wären die Mob Hunts, das sind Monsterjagden, die von Bürgern aus ganz Ivalice in Auftrag gegeben und auf die eine Belohnung ausgesetzt wurde. Je weiter man mit diesen Mobs kommt, je mehr erfährt man auch über das Spiel, es ist ein Teil dieser Geschichte und eine kleine Story in sich. Neben den Mob Hunts, was wohl gut mehr als die Hälfte der Sidequests ausmachen dürfte, gibt es noch zahlreich andere Rätsel und Aufgaben. Einige davon sind wichtig, wenn man später an die wirklich starken Waffen und Ausrüstungen kommen will und davon gibt es einige.

Wenn man FF12 mit allen Nebenaufgaben, allen versteckten Bossen und allen Mob Hunts durchspielen will, kommt man locker auf über 120 Stunden und mehr.

Gameplay:

Das Gameplay ist, was die Steuerung und Einstellbarkeit anbelangt sehr ausgereift. In Städten und Bezirken ist man immer mit dem "maincharacter" Vaan unterwegs. Ausserhalb, also in den Kampf- und Erkundungsgebieten kann man immer 3 Charaktere für den Kampf auswählen und einen Gruppenführer, den man dann direkt steuert, während die anderen 2 folgen.

Die Aussenwelten gestalten sich diesmal erstmalig in echter Dynamik, da die Gegner nicht mehr, wie in früheren Teilen, per Zufall aus dem Nichts auftauchen und einen in einen neuen Kampfbildschirm "entführen", sondern sind direkt im Gebiet verteilt. Active-Dimension-Battle-System, nennt sich das Ganze. Man sieht so also überall seine Gegner und kann sie jederzeit mit Analyse durchleuchten, um zu sehen, welches Level sie haben und ob sich ein Angriff lohnt, oder ob man besser einen großen Bogen, um sie macht. Letzteres empfiehlt sich besonders, wenn der Gegner deutlich über dem eigenen Level ist. Falls man dann doch an so einen Gegner gerät und er einen anvisiert, gibt es immer noch die Möglichkeit zur Flucht per R2 Knopf und schon werden Waffen eingesteckt und man sich selbst die virtuelle Haut retten. Falls die 3 aktiven Gefährten trotzdem mal im Kampf gefallen sein sollten, bedeutet das noch nicht, dass jetzt der "Game Over" Bildschirm käme. Man kann immer noch die 3 inaktiven Charaktere ins Spiel holen und an der selben Stelle weitermachen. Erst, wenn auch die gefallen sind, heißt es "Game Over".

Man muss sich dabei im Kampfgeschehen keineswegs um alle 3 Charaktere selber kümmern. Wenn man Gambits eingestellt hat, agieren diese nämlich von alleine. Gambit, steht für die Funktionen oder Befehle, die der Charakter selbstständig ausführt, sobald man sie eingestellt hat. Im Laufe des Spiels erlernt man mehr und mehr dieser Gambits und kann sich so seine perfekten Kombinationen austüfteln. Besonders bei den schweren Gegnern und den Endbossen ist das sehr hilfreich, wenn nicht sogar unerlässlich.

Des weiteren gibt es das Lizenzbrett, dass einem ermöglicht Lizenzen für neue Waffen, Rüstungen, Abilyties, Magie, Techniken etc. zu erwerben.

Lizenzpunkte, also LP, gibt es nach jedem Kampf mit einem Monster, bei den meisten 1LP pro Gegner, bei den Bossen entsprechend mehr. Hat man dann genug LP für, zum Beispiel, einen Zauber gesammelt, kann man diesen freischalten. Man muss sich diesen allerdings noch kaufen, in einer der Magie shops in ganz Ivalice, um ihn auch benutzen zu können. Genauso ist es auch mit den Waffen, den Rüstungen und den Techniken. Um die benutzen zu können, heißt es Lizensieren und im shop kaufen.

Grafik/ Sound:

Die Grafik ist so ziemlich das Beste, was es auf der guten alten Playstation 2 zu sehen gibt. Die Framerate bleibt Konstant und Grafikfehler sucht man auch vergebens. Qualität, wie man es von Square Enix eigentlich auch gewohnt ist. Wenn man erst mal aus Rabanastre raus ist, merkt man wie abwechslungsreich und detailreich die grafische Umgebung ist. Die Architektur der Städte allein, ist sehr schön anzusehen und man hat wirllich das Gefühl, sich in einer riesigen, belebten Stadt zu befinden.

Soundtechnisch gibt es auch nichts zu bemängeln. Dolby Pro Logic II und THX und eine musikalische Untermalung der Kämpfe, die Laune macht.

Mein Fazit:

Ich habe jetzt eine Spielzeit von 110 Stunden, storytechnisch bin ich im letzten Level. Von da aus kann ich aber immernoch alle Nebenaufgaben erledigen, und wer Final Fantasy kennt, der weiß, dass man die wirklich guten Waffen, Magien, Rüstungen etc. erst in den Sidequests finden wird und diese zum Teil gut versteckt sind. Es ist daer durchaus keine schlechte Idee, sich ein Lösungsbuch zu kaufen. Es gibt zwar wenige Dinge, die man wirklich verpassen kann im Spiel und später nicht mehr nachholen kann, Stichwort: "Doxa-Lanze". Jedoch ist so ein LB in jedem Fall hilfreich. Abschließend noch ein kleiner Tipp von mir: Verkauft nicht das Item "Schlangenei", sonst kommt ihr später nicht mehr in einen versteckten Bereich und verpasst eine optionale "Esper".

Ansonsten kann ich euch das Spiel nur wärmstens empfehlen.

MfG
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 4. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
super
abenteuerlich
so stell ich mir ein Spiel vor
keine anstrengenden Kämpfe
keine anstrengenden Dialoge
Grafik genial
Idee genial
einzigartig
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen FF mit Innovationen, 31. Oktober 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Bevor ich konkret auf das Spiel eingehe, möchte ich kurz auf folgendes hinweisen:
Ich spiele FF-Games seit Teil VI und kann mich daher durchaus als FF-Fan und -Kenner bezeichnen. Viele Rezensenten (speziell solche, die nicht mehr als zwei Sterne gegeben haben) behaupten gerne, dass jemand, der FFXII mehr als vier Sterne gibt, kein echter Fan der Spielereihe sei bzw. niemals irgendein FF in der Hand gehalten habe.
Tja Leute, da bin ich wohl der lebende Gegenbeweis!

Grafik:
Final Fantasy XII ist in diesem Punkt über jeden Zweifel erhaben. Das Spiel sieht einfach klasse aus. Die Städte sprühen vor Lebendigkeit, es gibt Wetterwechsel und die einzelnen Gebiete, die die Städte umgeben, sind durchaus abwechslungsreich - wenngleich auch eine Tendenz zum wüsten- bzw. savannenartigen Stil zu erkennen ist.
Die Charaktere wirken harmonischer proportioniert und animiert, als noch im zehnten Teil.

Musik:
Leider zeichnet nicht mehr Nobuo Uematsu für den Soundtrack verantwortlich und das merkt man als FF-Kenner auch sofort. Nicht, dass der Soundtrack wirklich schlecht wäre, er bietet halt bloß nicht wirklich was Besonderes. Die Lieder sind unaufdringlich und von durchschnittlicher Qualität.

Kampfsystem:
Square Enix hat hier wirklich Mut bewiesen. Obwohl den Entwicklern klar sein musste, dass sie sich viele eingefleischte FF-Fans vergraulen, haben sie mit FFXII ein neues Kampfsystem ausprobiert. Meiner Ansicht nach eine sehr gute Idee.
Im Prinzip lassen sich auch in diesem Spiel noch Elemente des ATB-Systems erkennen, z.B. die Zeitbalken, die sich nach jeder Aktion erst wieder aufladen müssen. Im Gegensatz zu allen älteren Teilen (mit Ausnahme von FFXI, welches ich aber nie gespielt habe, da Online-RPG) hat das neue System jedoch den Anspruch, möglichst "Echtzeit" zu wirken und ist faktisch auch sehr viel actionorientierter.
Eine weitere Neuerung ist das Gambit-System - und hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich finde es sehr gut. Mit Gambits hat der Spieler die Möglichkeit, den Charakteren Verhaltensmuster während den Kämpfen zuzuweisen wie z.B. "Heile andere Charaktere, deren Energie weniger als 50% beträgt". Ein solches Gambit kann dann weiter spezifiziert werden, z.B. mit was geheilt werden soll. Aufgrund dieses Systems KANN der Spieler jeden einzelnen Charakter automatisch kämpfen lassen, MUSS es aber nicht. Um das Kämpfen nicht zu einer einzigen Schau zu deklassieren, kann man nämlich auch die Gambits ausschalten und somit die Kontrolle über einen der Charaktere übernehmen - oder auch alle kontrollieren, was aber nicht empfehlenswert ist.
Durch das actionorientierte Gameplay werden die Kämpfe dadurch nie langweilig, man muss schnell und intuitiv handeln. Die Kritik vieler Rezensenten, man könne sich in den Kämpfen ruhig zurücklehnen und sich langweilen, kann ich daher nicht wirklich nachvollziehen. Nur, weil eine Möglichkeit gegeben ist, muss ich sie ja nicht nutzen - vor allem, wenn sie mir gar nicht gefällt :)
Desweiteren gibt es auch keine Zufallskämpfe mehr. Jeder Gegner ist jederzeit sichtbar. Dabei unterscheiden sich die unterschiedlichen Kreaturen in friedlich, neutral und aggressiv.
Die Aeons bzw. Esper fallen leider etwas zurück. Im Grunde sind sie diesmal nur schmückendes Beiwerk und nicht wirklich relevant für das sieg- und glorreiche Beenden eines Kampfes.
Insgesamt bietet FFXII ein wirklich exzellentes Kampfystem. Es bringt konsequent frischen Wind in die etwas eingefahrene FF-Reihe und ist bis ins letzte Detail ausgereift. Jedoch ist der Einstieg etwas schwierig. Ich habe schon einige Spielstunden damit verbringen müssen, bis ich mit dem neuen System wirklich umgehen konnte. Von da an hat es aber mächtig Laune gemacht!

Charaktersystem:
Hier hat sich Square Enix immer wieder was Neues einfallen lassen, so auch hier. Mithilfe eines Fähigkeitenbretts müssen für Zauber, Aeons, spezifische Fähigkeiten, aber auch für das Benutzen von Rüstungen und Waffen Lizenzen freigeschaltet werden.
Obwohl jeder Charakter auf den ersten Blick das gleiche Lizenzbrett hat, so sind doch die verschiedenen Lizenzen ganz unterschiedlich platziert. So ist es bei dem einen Chara sinnvoller, erstmal Heil- und Supportzauber zu erlernen, während der andere mehr für den "Haudrauf"-Part des Kampfes geeignet ist. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto ähnlicher werden sich jedoch die Kämpfer und somit muss die Rollenverteilung vor allem über das Gambit-System vorgenommen werden.

Spielwelt:
Final Fantasy XII spielt auf der Welt Ivalice, bekannt aus Final Fantasy Tactics und Vagrant Story.
Die Welt ist wirklich riesig und wie unter Grafik bereits angesprochen, sehr abwechslungsreich. Trotzdem haben es die Programmierer geschafft, Unmengen von Details in das Spiel einzubauen.
Negativ fällt auf, dass lediglich Rabanastre wirklich GROSS ist. Alle anderen Städte bzw. Dörfer / Siedlungen fallen wesentlich kleiner aus, wirken jedoch nicht weniger lebendig. Auch sind auf der Weltkarte viele Gebiete eingezeichnet, die der Spieler leider nie zu Gesicht bekommt. Dennoch ist der Umfang einfach riesig und man kann Stunden mit der Erkundung zubringen.

Story:
Dieses zuweilen in RPGs sehr wichtige Element ist leider der größte Schwachpunkt von Final Fantasy XII.
Dabei sind die Ansätze wirklich ausgezeichnet. Statt sich auf die persönlichen Probleme des Hauptcharakters und dessen Gefährten und ihren Beziehungen zueinander zu konzentrieren, hat Square Enix für den zwölften Teil einen deutlich distanzierten und "globaleren" erzählerischen Standpunkt gewählt, denn: Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar bei der Politik. Es geht in der Story ausschließlich um die kriegerischen Konflikte der drei Königreiche von Ivalice und darum, wie die Protagonisten des Spiels ihre Rollen als "Zahnräder" in diesen Konflikten erfüllen.
Durch diese für die FF-Reihe bisher sehr untypische Erzählstruktur, ist es den Autoren nicht gelungen, ausgefeilte Charakterzeichnungen zu erstellen. Die meisten Charaktere, vor allem Vaan, wirken beliebig austauschbar.
Nichtsdestotrotz hätte die Story dennoch das Zeug dazu gehabt, wirklich spannend zu werden. Leider verschiebt sich das Verhältnis Story / Kämpfe etwa nach der Hälfte des Spiels deutlich. Die Geschichte wird immer unwichtiger, es geht später primär um das Bestreiten von Kämpfen.

Zusätzlicher Umfang:
Mini-Games sind in FFXII praktisch nicht mehr vorhanden, dafür gibt es Unmengen an Sidequests, die der Spieler erledigen kann. Allen voran ist hier das Mob-Jagen zu erwähnen, welches sehr umfangreich und zeitaufwendig ist. Mobs sind besonders starke Boss-Gegner, die optional besiegt werden können.

FAZIT:
Ich bewundere Square Enix für den Schritt, den sie mit FFXII gewagt haben. Das Spiel ist wirklich vollkommen anders als die früheren Teile, dabei aber nur unwesentlich schlechter.
Ich kann wirklich verstehen, wenn alteingesessene FF-Fans sich nicht mit dem aktuellen Teil der Reihe anfreunden können, aber ich finde:
Jedes Final Fantasy (vor allem die späteren Teile) ist ein absolut eigenständiges Spiel mit Änderungen und Neuerungen gewesen, im zwölften Teil wurde es jedoch am krassesten deutlich.
In FFVII hatten wir das Materia-System, um Magie wirken zu können.
In FFVIII wurden die Charaktereigenschaften primär durch das Koppeln mit G.F.'s und Zaubern verbessert - nur sekundär durch das eigentlich Aufleveln in Kämpfen.
In FFIX wiederum wurden Fertigkeiten und Zauber durch das Tragen von Ausrüstung und Waffen erlernt.

In FFXII ist eben praktisch alles neu. Entweder man kann sich dem gegenüber öffnen, oder man kann es eben nicht. Ich kann es.
Und wurde dafür zwar nicht mit dem besten, aber dennoch sehr guten Spiel für die gute, alte PS2 belohnt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Final Fantasy-Format mehr ..., 23. Januar 2008
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Ich bin Fan der FF-Reihe und besitze alle Teile ab dem 7. (ausgenommen nur den 11.) und muss sagen, das mit FF 12 ein weiterer Abstieg der Reihe zu benennen ist. Das liegt unter anderem an folgenden Punkten:

-Keine einleuchtende Story: Ich wusste zwischendurch nicht einmal warum ich tue was ich tue, irgendwie hat man das Gefühl das alles in diesem Spiel sinnlos ist, man kommt irgendwie nich weiter. Es ist immer das Gleiche: neues Gebiet durchlaufen, Geheimwaffe nummer XY finden, Sie sich klauen lassen oder herausfinden, dass Sie nutzlos ist und die nächste finden ...

-Charaktere: Sehen irgendwie alle gleich aus, keiner tanzt aus der Reihe (alle helle Haarfarben, Augenfarben nicht erkennbar), die Kleidung ist fast bei allen gleich (von der Farbgebung her). Außerdem besitzen die Charaktere kaum Tiefe, es scheint sich um "Massenprodukt-Helden" zu handeln, allesamt mit 08/15-Hintergrundgeschichten ohne gr0ße Überraschungen. Man erfährt quasi auch nur nebenbei, zu manchmal total unpassenden Zeitpunkten etwas über die Protagonisten.
Noch was: Der Hauptcharakter (Vaan) ist total überflüssig für die Geschichte, den er hat quasi die Rolle des trotteligen Mitläufers, der grundlos die Anderen begleitet weil er sonst keine Hobbys hat und immer wieder mit seinem Unwissen auffällt ... Liebesgeschichten à la FF sucht man in diesem Spiel übrigens auch umsonst!

-Kampfsystem: Naja, es geht ... recht öde, weil man eigentlich nie was machen muss (Helden kämpfen nach vorgegebenen Richtlinien, den "Gambits"), d.h. man läuft auf nen Gegner zu, und lässt ihn computergesteuert platt machen, greift ab und zu mal ein, kann sich aber ansonsten zurücklegen. Ausgenommen sind hiervon nur die Bosskämpfe. Der Vorteil is das bischen taktische Geschick was man beweisen kann, wenn man die Gambits festlegt und je nach Gebite anpasst.

-Aufbausystem: Recht gut, man kauft Lizenzen mit Lizenzpunkten (LP) die man durch Kämpfe erhällt (ähnlich den AP von FF 10) und darf dann seinen Helden was neues beibringen (Waffen, Techniken, Zauber oder Status-Power-Ups)

-Grafik: Hintergründe und Filmsequenzen überzeugen voll! Spitze der PS2 Grafik wurde wirklich ausgeschöpft. Allein die darstellung der Charaktere ist nicht gelungen, die von FF 10 ahen weit besser aus! Zum beispiel haben alle irgendwelche Flecken um die Augen und Vaan (der völlig sinnlose Hauptcharakter) hat auch noch welche auf dem Bauch (Bauchmuskeln???), was irgendwie seltsam aussieht ...

Musik: ist in Ordnung, gab schonmal bessere aber passt insgesamt ganz gut zum Spiel.

Schwierigkeitsgrad: Im Allgemeinen recht niedrig, ein bischen extra training hier und da macht die Charaktere über (fast) alle Gebitesmonster erhaben. Vorsichtt: In fast allen Gebieten gibt es ein zwei übermächtige Monster (zum Beispiel Stufe 40, wenn man erst auf 15 ist), die einen dann mal prompt killen und mann den ganzen Mist er letzten Stunde dank mangelnder Speichersteine nochmal machen darf. Irgendwann lernt man zwar die Viecher zu erkennen und zu umgehen, aber Anfangs ist das echt ätzend!

Fazit: Standard-Rollenspiel, weit unterhalb des FF-Niveaus, aber dennoch im ganzen spielenswert. Der Zeitaufwand liegt bei rund 40-50 Stunden, je nach Auflevel-arbeit, die Sidequests (mager!) dauern dann dank starkem aufleveln ein bischen länger (ca. nochmal 20 Stunden). Alles in allem ist das Speil nur Durchschnitt, zu einem niedrigen Preis würde ich es dennoch empfehlen.
Nur: erwartet bitte kein Final Fanatsy Spiel wenn ihr euch FF 12 holt!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neue Stärken und neue Schwächen, 28. Dezember 2007
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Der zwölfte Teil der bekannten Rollenspielserie Final Fantasy (FF) kommt mit einem neuartigen System daher. FF-Fanatiker müssen jedoch nicht befürchten, dass die Spielreihe generalüberholt wurde, denn es gibt noch immer viele altbekannte Dinge.
Chocobos, Mogrys, die Zauber etc. und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, erinnern sogleich an frühere Teile von FF.

Die größte Veränderung ist das Kampfsystem, welches nun in Echtzeit ausgeführt wird, sodass man mit seiner Party jederzeit frei herumlaufen kann. Ein besonders großen Unterschied zum altbekannten System stellt das noch nicht dar.
Allerdings kann der Spieler nun für jeden seiner drei Charaktere (zu denen gelegentlich ein Gastcharakter kommt), die gerade am Kampfgeschehen teilnehmen, so genannte Gambits individuell einstellen, welche die künstliche Intelligenz und die Handlungen bei bestimmten Ereignissen bestimmen.
Der Spieler steuert somit einen Gruppenführer, der jederzeit gewechselt werden kann und die beiden übrigen Charaktere agieren selbstständig. Die Charaktere, die nicht am Kampf teilnehmen, können jederzeit eingewechselt werden.

Die Spielwelt ist größer als je zuvor und durch das neue Kampfsystem macht es unheimlich viel Spaß, sie zu erkunden. Langzeitmotivation wird, wie schon aus vorherigen FF-Teilen bekannt, durch ein paar Minispiele geboten, optionale Gebiete und Nebenaufgaben. Dabei ist besonders die Jagd nach so genannten Mobs hervorzuheben, besonders starken Feinden, die man für verschiedene Auftraggeber erledigen soll.
Eine schöne Idee ist der Monsterkatalog, in dem man auch mehr über verschiedene Orte der Welt Ivalice und deren Kultur erfahren kann.

Von den heißgeliebten Bestia aus FF 8-10 muss man sich verabschieden. Diesmal können Esper gefunden, besiegt und beschworen werden, die jedoch allesamt nicht allzu einfallsreich geworden sind. Da beim Beschwören einer Esper der Beschwörer und Esper alleine kämpfen, sind diese Viecher das ganze Spiel über eher nutzlos, da keines von ihnen zwei Charaktere ersetzen kann.

Als Charakterentwicklungssystem gibt es nun das Lizenzbrett, auf dem im Kampf gewonnene Lizenzpunkte investiert werden können. So können Zauber, Waffen, Rüstungen, Accessoires, Techniken und optionale Fähigkeiten freigeschaltet werden.
Einerseits ist es unlogisch, dass Ausrüstung erst freigeschaltet werden muss, bevor sie angelegt werden kann und Zauber und Techniken nur in Läden gekauft werden können, andererseits wird so verhindert, dass man zu früh zu mächtig wird.
Problematischer ist dagegen der Umstand, dass die Lizenzbretter aller Charaktere identisch sind, was Individualitätverlust bedeutet, da am Ende jeder alles kann.

Die Party in FF 12 besteht diesmal aus sechs Personen.
Vaan und Penelo sind leider zwei Figuren, die sehr flach dargestellt sind. Man erfährt kaum etwas über sie und einen Bezug zur Handlung haben sie nicht.
Die übrigen Figuren werden zwar genauer charakterisiert, allerdings erreichen sie nicht die Tiefe der Figuren aus früheren Teilen.
Die "Bösen", denn die Figuren in FF 12 werden werden auf schlichte Art und Weise entweder Gut oder Böse zugeteilt, sind ebenfalls teilweise substanzlos dargestellt. Die Darstellung des Doktor Cid ist zum Ende hin einfach nur albern und der einzige Beweggrund des Oberbösewichtes ist das Streben nach absoluter Macht.
Ist die Geschichte der vorherigen FF-Teile mitunter gar philosophisch gewesen, so bleibt sie in Teil 12 vorhersehbar und uninteressant.

Insgesamt bietet die Erkundung der Spielwelt einen großen Spielspaß, allerdings wurde mit Charakteren und Geschichte an der falschen Stelle gespart.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Renovierung oder katastrophale Verschlimmbesserung?, 8. März 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Final Fantasy XII ist seit dem Erscheinen von The Legend of Zelda - The Wind Waker wohl das umstrittenste Spiel, das die Fans in zwei Lager spalten wird. Da Grafik, Sound und Präsentation Serientypisch wieder voll überzeugen können, will ich hier nur auf das erneuerte Kampfsystem eingehen und da die Geschmäcker verschieden sind, wird es schwer fallen objektive Kritik zu üben. Nach etwa 25 Stunden Spielzeit kann ich euch folgende Eindrücke vermitteln:

Allgemeines zum Kampfsystem:

Das Prinzip ist nach westlichem Vorbild angelehnt. Ihr klickt euren Gegner an und schaut zu wie ihr oder er besiegt wird. Dennoch habt ihr jederzeit die Möglichkeit einzugreifen und durch Drücken der X-Taste das Kampfmenü aufzurufen und selbst Befehle zu erteilen.

Gambitsystem:

Viele Fans kritisieren zum Beispiel das Gambitsystem, mit denen Ihr das Verhalten eurer Mitstreiter quasi programmieren könnt. Für mich jedoch erhält das Kampfsystem dadurch die dynamischste und taktischste Note, welches ein Final Fantasy jemals hatte.

Trefft ihr also zum Beispiel auf einen hitzeempfindlichen Gegner, sagt ihr einfach euren Mitstreiter er soll diesen Gegner automatisch mit Eis oder Wassermagie angreifen. Auch könnt ihr bestimmen, dass ein Magier eure Gruppenmitglieder heilen soll, wenn ihre Lebenspunkte unter 70, 60, 50 % (usw.) fallen. Viele bemängeln, dass anfangs wenig dieser Gambits vorhanden sind, anderseits wäre es viel zu einfach und unüberschaubar würde man den Spieler von anfang an alle Möglichkeiten bieten. So gibt das Spiel die Gelegenheit euch nach und nach an das System zu gewöhnen und unterschiedliche Tatiken auszuprobieren.

Lizenzbrett:

Für jeden getöteten Gegner erhaltet ihr meistens einen Lizenzpunkt mit denen Ihr auf dem Lizenzbrett Techniken, Fähigkeiten und Magien freischaltet. Wollt ihr Rüstungen kaufen und euch damit entsprechend ausrüsten, müsst ihr vorher erst die Lizenz dafür freischalten. Kleiner Tip für Einsteiger: Es nützt euch nichts, gleich am Anfang alle Magien, Waffen und Rüstungen durch ständiges Gegenerkloppen freizuschalten, da Ihr die stärkeren Ausrüstungsgegenstände erst später im Spiel bekommt. Konzentriert euch lieber auf die Optionslizenzen, die euch Bonuslebenspunkte, Gambitzeilen, Angriffs und Magiekraft bescheren.

Übrigens müsst ihr im Gegensatz zu Rüstungen und Co, Magien nur einmal kaufen, damit sie für eure Truppe nutzbar sind.

Die harten Kritiker des Lizenzbrettes argumentieren, dass durch die Freischaltung der Lizenzen die Charaktere zu austauschbar werden, da dann alle von Ihnen die selben Fähigkeiten draufhaben. Nur vergessen dabei die Meisten, dass die Rolle des Charakters vor allem durch die Ausrüstung von Waffen und Rüstungen (von denen es verschiedene Arten gibt, die entweder Magiestärke, Angriffsstärke, Magieabwehr oder die Höhe eurer Lebenspunkte beeinflussen) und der Begrenztheit der Gambitzeilen abhängt, von denen es maximal 12 gibt. Ihr werdet also in der Praxis nicht alle Fähigkeiten gleichzeitig nutzen, sondern macht eure Kameraden für gewisse Aufgaben wie heilen, schützen, helfen oder angreifen verantwortlich. Auf diese Weise werden eure Helden zu mächtigen Magiern, Kämpfern oder Beschützern.

Myth Techniken und Esper:

Im Laufe des Spieles schaltet ihr auf dem Lizenzbrett die Mythtechniken frei. Dies sind mächtige Attacken in beeindruckenden Sequenzen, die ihr miteinander kombinieren könnt und euren Gegnern so starken Schaden zufügt. Auch die Esper, die Beschwörungsmonster, sind wieder mit dabei. Einmal vom Helden aufgerufen, stehen sie diesem durch kraftvolle Attacken und Zusatzeffekte bei.

Fazit:

Wer mit Final Fantasy lediglich zufalls- und rundenbasierte Kämpfe verbindet, wird sich mit dem neuesten Teil schwer tun. Für all diejenigen, die sich grundlegene Neuerungen wünschen, einfach mal eine andere Art suchen im Final Fantasy Universum abzutauchen, werden ihre helle Freude damit haben. Das Gamedesign ist durchdacht und eröffnet neue Möglichkeiten. Ich persönlich konnte mich dem Suchtpotenzial der Kämpfe nicht entziehen, wollte immer mehr freischalten, meine Taktiken erweitern und optimieren. Das führt jedoch zu dem Problem, dass ich befürchte keine Kampfmotivation mehr zu haben, wenn sämtliche Felder des Lizenzbrettes und damit sämtliche Möglichkeiten offenliegen. Zwar wird meine Truppe dann durch Erfahrungspunkte trotzdem stärker aber der Spieler ist ja immer dazu geneigt mehr und mehr zu wollen. Dennoch wird es eine Weile dauern bis das der Fall ist und zahlreiche Nebenquests und Aufgaben halten bei der Stange. Leider besitzt die Geschichte nicht die Dramatik und den Wendungsreichtum, wie beispielsweise Teil VII oder VIII. Wer damit leben kann und sich darauf einlässt, erhält mit Final Fantasy XII eines der besten Rollenspiele für die PS 2.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der reine Vaansinn, 4. März 2007
Von 
Joerg Moser "dg90" (Lohkirchen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Im Vergleich zum Vorgänger FFX schwächelt FFXII im Bereich Charakterzeichnung und Story. Dazu ist aber zu sagen, dass FFX stellenweise superdick aufgetragen hat und mir am Ende sogar eine Träne lief. Tidus nur ein Traum - ich glaubte zu träumen. Dafür war FFX sehr linear und es gab keine Bewegungsfreiheit. FFXII verhält sich genau entgegengesetzt - die Charaktere gehen nicht knöcheltief im Emotionsmorast unter, sondern werden relativ schlicht beschrieben. Hier Vaan, der Held; dort Penelo, sein weiblicher Sidekick; Balthier als Fantasy-Han Solo; begleitet von Häschen Fran, welche 1000mal hübscher als Chewbacca ist. Nicht vergessen Prinzessin Ashe, Zwillingschwester von Yuna. Die Story nimmt sicher keiner großen Details an, dafür geht es aber auch schon recht früh und ungezwungen mit der Action los.

Und hier punktet FFXII mit einer Bewegungsfreiheit, bei der FFX die Segel streichen muss. Super. Toll. Sahne. So muss es sein!

Aber wie ist nun das neue Kampfsystem? FFX war ja genial, man konnte sich so viel Zeit lassen, wie man wollte, plante vorsichtig und taktisch. FFX-2 war ja schlicht eine Katastrophe, die Actionvariante des Kampfsystem gepaart mit unmöglichen Überblick und seltsamer überspitzer Hektik ließen mich mit Angst auf FFXII blicken. Andererseits hat man sich ja an KotoR orientiert und das System war klasse.

Mal so gesagt - das neue Kampfsystem ist deutlich taktischer, als man im ersten Blick annehmen würde und passt zur neuen Bewegungsfreiheit, denn alles wirkt nun aus einem Guss. Das FFX-System war losgetrennt vom restlichen Spiel, wirkte eigenständig und für sich. In FFXII machen eigentlich die Gambits die Taktik aus - man weist einem Charakter eine Bedingung zu "greife Gegner an, der Gruppenführer angreift" und verlinkt das mit einer "Aktion", zum Beispiel "Angriff". Nun kann ein Charakter mehrere Gambits haben. So wäre z.B. die zweite Bedingung, dass "ein Gefährte" automatisch geheilt wird, wenn er "unter 30% Gesundheit" fällt. Nun ist aber nun die Anordnung dieser Gambits auch wichtig - a) greift der Charakter nun an und heilt dann oder b) umgekehrt? Gar nicht so einfach, das will überlegt sein, ansonsten steht man ohne Trupper herum. Die Gambits sind also nicht für die primitive "Programmierung" der Charaktere gedacht, sondern man muss wirklich je nach Situation darauf schauen und ausprobieren. Das ist so einfach, wie genial.

Kampf in Echtzeit, Aktionsleiste lädt sich auf und Vaan (unser jugendlicher Held) schlägt zu. Nur Vaan? Nein, auch Fran&Co - das ist eine weitere taktische Besonderheit - der Spieler kann den Gruppenführer wechseln. Das war im ersten dicken Kampf gegen ein Feueroß mehr als sinnvoll. Der Spieler wechselt zu Fran, denn diese hat eine Fernwaffe und den Zauber "Vita". So verlief der Kampf problemlos, während ich zuvor als Vaan fast ins Gamepad gebissen hätte.

Und die Kämpfe sind fordernder als in FFX. Dort war alles schön angepasst, aber in FFXII wird man stärker gefordert.

Zur Handhabung kann ich nur sagen - einfach und angenehm, es wird alles sauber erklärt (gute Tutorials) und der Einstieg ist recht einfach. Das hilft auch Einsteigern weiter, Frustfaktor gibt es anfänglich kaum. Es ist wirklich schön, wie elegant die neue Beweglichkeit und das interessante Kampfsystem Hand in Hand gehen. Und noch schöner, weil die Komplexität in Ruhe erkundet werden kann.

Das gilt auch für das Lizenzbrett. Man "kauft" Lizenzen und kann dann z.B. eine Waffe nutzen - die man zwar schon hatte, aber nicht verwenden durfte/konnte. Erst die Lizenz ermöglicht mir das Führen einer Waffe, das Nutzen eines Zaubers oder Verwendung einer Rüstung. Das ist ziemlich interessant ausgeführt, im Gegensatz zum Sphärobrett (welches sehr linear war) entwickeln sich die Charaktere deutlich ausgeglichener. Das empfinde ich als positiv.

Mehr als gut ist die Optik. Wow. Das ist einfach wunderschön. Die Modelle, Animationen und Texturen sind qualitativ höherwertiger als in FFX, was man besonders bei der Mimik erkennt. Und die Performance stimmt (da war FFX Hardware-intensiver). Dazu wuselt es in den Städten und Ebenen, es ist eine Freude. Und noch besser - waren die FFX-NPCs recht klobig und einfach dargestellt, so punkten die FFXII-NPCs mit nicht weniger Details als unsere Helden. Wieder ein Pluspunkt für die Atmosphäre.

Was mit aber nicht schmeckt - das Drehen der Kamera stimmt für mich persönlich nicht, unter Einstellungen gibt es aber keine Option dafür (das ist schon seit 10 Jahren Standard). Und ich würde mir so gerne die Texturen und Figuren näher anschauen, aber eine simple Egosicht gibt es nicht. Das schmerzt, denn der Detailgrad der FFX-Welt ist famos. Nicht so famos ist hingegen das stellenweise deutliche Kantenflimmern, aber hier schwächelt die PS2-Hardware einfach.

Was soll ich sagen - FFXII ist ein Muss. Hochkarätig wie der Vorgänger, eine schöne Ergänzung im Final Fantasy-Universum. Was mich fasziniert ist die Fähigkeit der Entwickler so ein optisch und spielerisch gelungenes Game aus einer Hardware herausholen, die nicht Next-Gen ist, aber nach Next-Gen aussieht. Und das sage ich als X360-Besitzer.
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