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  • Martha
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Kundenrezensionen

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am 20. April 2012
Ein ebenso schrecklicher wie großartiger Film. Sicherlich: die Hintergrundästhetik der 60er wirkt in den ersten Einstellungen befremdlich und heute vielleicht weiter entfernt als einige Hollywoodstreifen aus den 40ern und 50ern. Wunderbar aber, wie dieses Setting die Enge der Moralvorstellungen rahmt, durch die hier die Tragödie ihren Lauf nimmt. Und auch nachdem ich den Film jetzt einige Male gesehen habe, bin ich immer wieder begeistert von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller. Der junge Karlheinz Böhm brilliert hier in denkbar scharfem Kontrast zum süßen Sissi-Kaiser-Image als hinterhältig böser Biedermann. Und Margit Carstensen spielt so wunderbar glaubwürdig das Opfer, die Frau, die zunächst naiv infantil sich aus dem autoritären Elternhaus in die Ehe flüchtet und die nie mehr als eine vage Ahnung davon bekommt, dass ihr Gatte sie nach allen Regeln der psychologischen Kunst zu Grunde richtet.

Wunderbar nicht nur als ruhiger aber harter Blick auf die Abgründe des Justemilieu der frühen 60er, sondern immer wieder sehenswert vor allem auch als Studie über die kleinen hässlichen Formen der Gewalt in Ehe und Haus, die sich schwer benennen lassen und gerade darum das arglose Opfer hilflos in der Angst versinken lassen. Eine Radikalisierung des "Effi Briest"-Themas (die "Angst aus Kalkül") und in einiger Hinsicht ein filmisches Pendant zu Bachmanns "Das Buch Franza". Wenig Tempo und wenig Action, aber viel Regie-Sinn für die Entfaltung eines psychologisch raffinierten Verbrechens, das vor aller Augen seinen Lauf nimmt und für das es keine Gesetze gibt.
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am 27. Mai 2006
Martha ist eine Person, die nach dem Tod ihres dominaten Vaters, eine Ehe mit einen Mann eingeht, der das charakterliche Ebenbild

ihres Vaters verkörpert. Er ,,erzieht'' sie nach seinen Vorstellungen, kündigt hinter ihrem Rücken ihre Anstellung in der Bücherei und tötet ihre Katze. Aus Liebe läßt sich Martha alles gefallen, ihre Abhängigkeit wird größer und als sie aus ihrem Gefängnis ausbrechen will, ist es schon zu spät. Durch einen Unfall landet sie im Rollstuhl und ist ihrem Mann nun bis zum Lebensende ausgeliefert.

Gut gespieltes Drama und auch noch nach gut 20 Jahren noch am Puls der Zeit. Ein Film, der in jede DVD-Sammlung gehört.
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am 11. Juni 2012
Brecht sagte ja schon, man kann einen Menschen vernichten ohne dass er/sie selber dies merkt oder die Umgebung. Fassbinders Hauptthema neben dem Thema Ausgrenzung sind Abhängingkeits- bzw. Machtverhältnisse. Dieser Film aus den jungen 70ern zeigt eindrücklich wie man einen Menschen vernichten kann ohne jemals dafür bestraft zu werden. Übrigens war es bis zum Jahr 1975 noch möglich dass ein Ehemann das Arbeitsverhältnis seiner Ehefrau kündigen konnte, ohne deren Zustimmung. Dieser Film zeigt eindrücklich wie man einen Menschen in den Wahnsinn treiben und auch noch zum physischen Krüppel machen kann. Und niemand bemerkt es, weil man ja so einem feinen attraktiven Mann solch eine Tat niemals zutrauen würde. Als Helmut Salomon Martha das erstemal in seinem Leben in Rom mit ihrem Vater sieht hat er sofort bemerkt dass diese Frau als Opfer für seinen Sadismus prädistiniert ist. In Rom hat Martha ihren künftigen Ehemann nicht bemerkt, allerdings trifft sie ihn später auf einer Hochzeit, zu der sie eingeladen war, nach dem Italienaufenthalt wieder. Martha hatte sofort das Gefühl dass dies eine Schicksalsbegegnung ist. Nachdem sie ihn geheiratet hatte war sie dem unglaublichen Psychoterror dieses Sadisten ausgeliefert und sie hat es nicht geschafft sich zu befreien. Alles hat er ihr genommen, den Willen, ihre Arbeit, ihre Katze hat er getötet, jeglich Freiheit und zum Schluss hat er sie sogar ihrer Gesundheit beraubt und sie zum Krüppel gemacht, so dass sie für alle Zeiten von ihm abhängig war. Dieser Film ist keine leichte Kost, aber ein typischer Fassbinder-Film mit seinen großartigen Stammdarstellern. Wenn man diesen Film einmal gesehen hat vergißt man ihn nie wieder. Wie das so ist bei den Filmen des Genies Fassbinder.
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am 7. Mai 2009
Ein ebenso schrecklicher wie großartiger Film. Sicherlich: die Hintergrundästhetik der 60er wirkt in den ersten Einstellungen befremdlich und heute vielleicht weiter entfernt als einige Hollywoodstreifen aus den 40ern und 50ern. Wunderbar aber, wie dieses Setting die Enge der Moralvorstellungen rahmt, durch die hier die Tragödie ihren Lauf nimmt. Und auch nachdem ich den Film jetzt einige Male gesehen habe, bin ich immer wieder begeistert von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller. Der junge Karlheinz Böhm brilliert hier in denkbar scharfem Kontrast zum süßen Sissi-Kaiser-Image als hinterhältig böser Biedermann. Und Margit Carstensen spielt so wunderbar glaubwürdig das Opfer, die Frau, die zunächst naiv infantil sich aus dem autoritären Elternhaus in die Ehe flüchtet und die nie mehr als eine vage Ahnung davon bekommt, dass ihr Gatte sie nach allen Regeln der psychologischen Kunst zu Grunde richtet.

Wunderbar nicht nur als ruhiger aber harter Blick auf die Abgründe des Justemilieu der frühen 60er, sondern immer wieder sehenswert vor allem auch als Studie über die kleinen hässlichen Formen der Gewalt in Ehe und Haus, die sich schwer benennen lassen und gerade darum das arglose Opfer hilflos in der Angst versinken lassen. Eine Radikalisierung des "Effi Briest"-Themas (die "Angst aus Kalkül") und in einiger Hinsicht ein filmisches Pendant zu Bachmanns "Das Buch Franza". Wenig Tempo und wenig Action, aber viel Regie-Sinn für die Entfaltung eines psychologisch raffinierten Verbrechens, das vor aller Augen seinen Lauf nimmt und für das es keine Gesetze gibt.
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am 24. Oktober 2006
Fassbinder liebt die Menschen, er ist ein mutiger, aufrichtiger auch schonungsloser Ankläger von dem alltäglichen Betrug durch Andere und durch uns Selbst. Die Würde des Menschen, der Feminismus im besseren Sinn und der Tod sind sein Thema. Er ist im nicht- abgeschmackten Sinne gesellschaftskritisch, er ist ein hellsichtiger Zeitzeuge und psychologisch ein feiner Menschenkenner. Nicht Alles was ich sah ( Ca. 10 Filme ) ist genial aber Martha, Angst vor der Angst , Frau Küsters fährt zum Himmel sind Tips. Ich urteile nicht als Cineast oder Kenner von Kameraeinstellungen ( obwohl teilweise genial ) sondern als Mensch der berührt wurde von den Botschaften dieser Filme.
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am 3. Oktober 2012
Eine zunächst abhängige Frau versucht, sich aus der zerstörerischen Ehe mit einem Sadisten zu befreien und scheitert letztendlich, wird wieder abhängig.
Regisseur Fassbinder kann hier auf ein großartiges künstlerisches Kollektiv zurückgreifen:
Ausstatter Kurt Raab (mit Nebenrolle) und Kameramann M. Ballhaus, der hier durch seine 360 Grad Kamerafahrt Filmgeschichte schreibt, sorgen für großartige Atmosphäre und raffinierte Kameraeinstellungen. Auch die vielen Spiegel fallen auf. Die beiden Hauptakteure spielen einfach glänzend. Die Drehorte sind Rom, Konstanz, Kreuzlingen und Insel Mainau.Als Konstanzer freue ich mich darüber, dass die Fassbinder-Familie auch mal in meinem Heimatkreis agierte.
Doch hauptsächlich will dieser Film zum Denken anregen. Befreit Euch aus frustrierenden Beziehungen, löst Euch aus zerstörerischer Abhängigkeit, solange es noch möglich ist!
Der Film ist zeitlos und für mich ein kleines Meisterwerk,welches durch die Ensembleleistung besticht. Eigentlich 6 Sterne!
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am 15. Januar 2016
gibt es mehrere Filme mit dem gleichen Titel. Dieser war leider nicht der, den ich primär gesucht hatte. Und dennoch - höchst interessant:

Im Grund geht es um das Verhältnis eines höchst dominanten Mannes zu einer ebenso submassiven Frau. Für das Produktionsjahr 1973 ein ungeheuer fortschrittlicher und mutiger Film damals... der letztlich... erst 1997 öffentlich aufgeführt werden durfte... zu dieser scheinheiligen Pseudomoral sag ich jetzt mal nichts... dafür kann der Film nichts...

Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es auch eine deutlich aktuellere Version davon gibt... bisher konnte ich diese leider nicht finden und bin für jeden konkreten Hinweis dankbar.
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am 29. Juli 2013
So viel schon über den Film gehört - jetzt das erste Mal gesehen! Ein tolles Kammerspiel zwischen Margit Carstensen und Karlheinz Böhm. Kamera von Michael Ballhaus, mehr muss man nicht sagen. Sehr sehenswert.
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am 5. August 2013
Kann man einen Film schlecht finden obwohl er ein guter Film ist ?

Ich wollte den Film sehen, weil ich Kalle Böhm (wie in "Peeping Tom") nochmals in einer dunklen Rolle sehen wollte und weil ich noch nie einen Fassbinder-Film gesehen hatte.

Alle Schauspieler sind klasse. Die Kameraführung ebenso. Die Musik und Szenerie auch.

Und trotzdem gefällt mir der Film nicht. Ich kann es nicht genau beschreiben warum...
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am 28. März 2012
Zentralgestirn suchend fällt Fassbinder über die deutsche Botschaft her. Idee verliebt und scharf an Würze taumelt ein Gedanke durch diesen Film. ->
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