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5.0 von 5 Sternen ein neuer fan, 27. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Klavierrecital (Audio CD)
Rein zufällig sah ich im Fernsehen leider nur einen Teil (ca. 1/2 Std.) einer Dokumentation über P. Anderszewski und war beeindruckt von ihm als Mensch und als Pianist. Seine Art zu spielen sprach mich sofort an. Bei der Suche bei Amazon bin ich fündig geworden und habe mir 2 CDs (diese und die "Diabelli-Variationen von Beethoven) gekauft. Sein gefühlvoller Anschlag bei der Interpretation von Bach und Beethoven nimmt mich gefangen, man wird einfach mitgezogen. Er hat eine Art zu Spielen, die in die Tiefe geht, die keine oberflächliche Virtuosität duldet. Man gewinnt den Eindruck, dass Piotr Anderszewski eins ist, mit dem Musikstück, das er interpretiert - und das gefällt mir außerordentlich! Seit vielen Jahren kenne ich insbesondere die Werke von Bach und Beethoven und besitze viele Schallplatten und CDs mit den unterschiedlichsten Pianisten.

Ich kann nur sagen, diesen Pianisten kennengelernt zu haben, ist eine Bereicherung für mich. Seine Interpretationen faszinieren mich. Deshalb gebe ich 5 Sterne und kann nur raten, zu kaufen.
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5.0 von 5 Sternen anderszewskis bemerkenswertes debut, 16. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Klavierrecital (Audio CD)
das disc-debut des damals noch wenig bekannten pianisten
piotr anderszewski ist ein grosser wurf:
er spannt den grossen fugen-bogen von bach (engl.suite-prelude)
über beethoven (as-dur-sonate-adagio) zu werberns variationen
und bringt so einen teil musikgeschichte sensibel ausgehört
und pianistisch skrupulös veranschlagt,
zugleich dynamisch differenziert und passioniert zu gehör:
musikalische klang-raum-architekturen vom feinsten.
kein andrer der schon namhaften jüngeren pianisten realisiert
beethovens op.110 mit solcher tiefenschärfe und bach wie webern so klangsinnlich strukturiert.
sein späteres bezwingend-betörendes chopin-recital bestätigt nur
alle zuversicht auf diesen tiefsinnig 'erleuchteten' pianisten,
der - hoffentlich - nicht so 'auf die schnelle' vermarktbar ist -
ich wünsche es uns und ihm.
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5.0 von 5 Sternen ultimative neue Erkennnisräume - zum Sterben schön!, 21. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Klavierrecital (Audio CD)
Ja, "tiefsinnig, erleuchtet" sind die richtigen Attribute meines Vorredners für diesen Pianisten, auf den trotz einer gewissen Starschwemme die Pianistenwelt gewartet hat, ohne es zu wissen, dass etwas gefehlt hatte. Starallüren und darstellerisches Getue liegen ihm fern; seinen Interpretationen liegt das Ausloten aller großen Gefühle und Ideen zugrunde, die sich in wahrhaft großer Musik verbergen. Diese erkennt er überall instinktsicher, sei es Mozart, Beethoven, Schumann oder Webern - von Chopin gar nicht zu sprechen, den er mit seinen polnischen Wurzeln vielleicht besser als jeder andere versteht. Wer nur in der Arte-Sendung vom vergangenen Sonntag die eine Szene gesehen hat, in welcher er am Klavier sitzt und die Sarastro-Pamina-Szene anspielt, auch singt ("Zur Liebe will ich dich nicht zwingen, doch....") und damit auf Mozarts Größe hinweisen will, wird nie vergessen, mit welcher Innigkeit, Begeisterung und Intensität er sich da äußerte. Er kann einem sicher jede Musik und deren Gehalt nahe bringen und verständlich machen. Anderszewski erkennt die feinsten musikalischen Linien, spielt sie nie manieristisch aus, sondern verknüpft sie mit einem großen inneren Gefühl. Mit einer Anschlagstechnik, die gar keine Technik ist, sondern Gefühl, das bis in die Fingerspitzen und darüber hinaus geht, verbindet er die Äußerlichkeit der Noten mit dem geistigen Gehalt der Musik - wenn man den Begriff "transzendental" anwenden mag, dann bei ihm. - Ich mag ihn nicht mit Lang-Lang und anderen Bühnenstars vegleichen. Man hofft bei ihm vielleicht sogar, dass sein Publikum ein gewisser begrenzter Kreis bleibt: vielleicht, weil man sich wünscht, dass die gewisse Bescheidenheit, die ihm (noch?) eigen ist, bleibt? - Rätselhaft eigentlich. Am meisten neu und vielleicht am überraschendsten für mich: das Empfinden einer großen Dankbarkeit für das Eröffnen von wunderbaren, neuen, über bisher Gehörtes hinausgehenden Erkenntnisräume. Es wurde eben doch noch längst nicht alles gesagt, was z.B. in op.110 (Beethoven)steckt. Und so ultimativ und selbstverständlich richtig wie bei ihm hat diese Sonate für mich noch nie geklungen.
Großartig! Hinreißend! Zum Sterben schön!
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Klavierrecital
Klavierrecital von Piotr Anderszewski (Audio CD - 2004)
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