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am 28. April 2004
Es scheint zwei Sorten Musiker zu geben, die mit elektronischer Musik arbeiten: Die einen erfreuen sich an der Ästhetik und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, die ihnen das analoge und digitale Equipment bietet - für die anderen ist die Technologie nur ein Vehikel,um ihre Vision einer meist sehr atmosphärischen,organischen Klangwelt zu verwirklichen.Ohne Zweifel gehört Alexander Ericson zu der letztgenannten Kategorie:Zusammen mit Stefan Sääf rief der Schwede 1993 das Duo Northern Territories ins Leben,deren Debüt „Midnight Ambulance" auch hierzulande zu einem vor allem von der Kritik geliebten Achtungserfolg geriet.Mit dem zweiten,1997 veröffentlichten Album „Orange Moon",das vornehmlich durch
akustisch instrumentierte,sphärische Balladen bestach,die an die Spätphase von Talk Talk gemahnten,verabschiedeten sich die Northern Territories konsequent und unfreiwillig von der elektronisch infiltrierten Szene.Wesentlich rockiger geriet der Nachfolger „Satellite People".
Ohne Rücksicht auf kommerzielle Kompromisse(die,sollte es sie je gegeben haben, schon bei den Northern Territories nicht gegriffen haben)ist"Songs For Quiet Souls"zu einem introvertierten Werk voller spröder,winterlicher Schönheit geraten.Ähnlich wie Mark Hollis von Talk Talk hat Ericson das popmusikalische Handwerk nicht verleugnet,sondern geht mit ihm lediglich konsequenter um,ohne dabei experimentell oder spielerisch zu sein.Es ist das genaue Gegenteil:
"Songs For Quiet Souls" ist minimalistisch im unkonventionellen Sinne,reduziert auf das Wesentliche,um die vorhandenen Elemente und Emotionen noch heller scheinen zu lassen als zuvor: Es gibt wohl derzeit keine zerbrechlichere,dennoch emotional stärkere Stimme als die von Alexander Ericson,es gibt wohl niemanden, der ein derart pralles Füllhorn schmeichelnder,hymnischer, durchaus der Poptradition der 80er Jahre verhafteten Melodien so sensibel und atmosphärisch dicht in schwebende,auf den ersten Blick nur von einer vagen Struktur zusammengehaltenen Songs ergießen kann.
Zitat Ericson: "In erster Linie bin ich Songschreiber.Bei der Instrumentierung habe ich diesmal versucht,so sparsam wie möglich vorzugehen und nur ein paar Sounds für jeden Song zuzulassen.Die Musik soll atmen."
Und sie atmet aus jeder erdenklichen Pore: Songs wie "Vampires In Searchlights" "Blue Victoria" oder "Highway Winterstar" lassen zwar durchaus noch Parallelen zu den Northern Territories, vor allem zu ihrem 97er Meisterwerk "Orange Moon" zu, doch Ericson schafft es,die Intensität,die Dramaturgie und auch das Pathos noch zu steigern,ohne auch nur einen Moment in puren Schönklang oder Kitsch abzugleiten.
Aus sämtlichen Songs tönt der Mikrokosmos eines einsamen, verletzten Herzens,das Leidenschaft, Perfektion und Schönheit nur in Verbindung von Wort und Musik ausleben kann, doch diese Leidenschaft ist nie impulsiv,sondern schmerzhaft,die Schönheit versteckt,trotz der Tatsache,dass Ericson ein musikalischer Ästhet ersten Ranges ist.Schwer im Album Lieblingssongs oder Highlights festzumachen.Übergroß - und als einziger Track eher rockig und extrovertiert - ist "A World You'll Never Reach",eine zum Heulen schöne, sehnsuchtsvolle Hymne für alle vermeintlich stummen, dennoch tief fühlenden Seelen dieser Welt.
Wer hier seine Tränen noch verbergen mag, hat nichts begriffen und noch weniger gefühlt....
Obwohl ich ungern Vergleiche bemühe, hier sind sie nötig und gerechtfertigt:"Songs For Quiet Souls" steht in einer Reihe mit epochalen Werken wie "The Colour Of Spring" von Talk Talk, David Sylvian's "Secrets Of The Beehive" oder "Random Hold" von Martin Hall.
Gerechterweise müsste dieses Album mindestens 10 Sterne bekommen,denn wer es einmal gehört und in sein Herz geschlossen hat, wird nie mehr davon lassen können.
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am 16. Mai 2004
Wie sagt man so schön,was lange währt,wird gut. In diesm Fall hats wirklich lang gebraucht,was aber wohl eher an der Veröffentlichungsproblematik lag und nicht an der geschriebenen Musik. Gut ist sie geworden,was natürlich völlig untertrieben klingt. So schön wie Alex seine Musik klingt ja nun sehr, sehr wenig. Die eine Hälfte der grossartigen Northern Territories lädt uns nach über 5 Jahren seit der letzten Northern Territories"Satellite People" wieder in sein kleines Universum mit den so grossen Emotionen ein. Im Vergleich zur Hauptband ist hier alles wesentlich ruhiger,feingliedriger...noch persönlicher,eben Alex pur. Natürlich dominieren hier die auch schon für N.Territories typischen melancholisch,introvertierten Stimmungen. Alex Ambitionen,der klassischen Songwriter-Ebene seinen Beitrag zu liefern,wäre zu reduziert und vereinfachend formuliert. Dazu ist seine Musik viel zu abgehoben,sphärisch,ja irgendwie wavig im guten alten Sinne. Das kann man in keine Sparte pressen, damit würde man ihm nicht gerecht werden. Leider scheint genau das das Problem zu sein,Alex seine Songs einem breiterem Publikum näher zu bringen,was einem Fluch gleichkommt. Ist es doch niemandem mehr zu gönnen als Ihm. Aber das sagte man schon bei seiner Hauptband,die um so vieles genialer und intensiver als diese ganzen Möchtegern-Melancholic-Depri Bands agierte. Zur Musik auf „ Songs for... fallen einem natürlich sofort Attribute wie Winter,Herbst,allein sein,traurig sein,in sich selbst schauen,ja genau, wenn man die Stimme hört,die Texte mitliest, kommt man mal wieder nicht herum ums eigene reflektieren,die persönlichen Problemchen zu analysieren...vielleicht eine Träne wegzuwischen..geht mir halt so. Das ist keine Musik, die ich mal so nebenbei höre,das muss schon genau im richtigen Moment passieren. Songs wie der Opener"Vampires...",das so unendlich schöne"Subnation",der „Highway Winterstar",alles zum wegfliegen,hätten auch gut auf das „Orange Moon"Meisterwerk gepasst. Hier kommt Alex seiner Hauptband am nächsten. Besonderes Augenmerk gilt hier auch dem perfekt eingesetzten weiblichen Background-Gesang, der wirklich mit der Sphärik des Songs,Alex seiner Stimme und den schönen akustischen Gitarren harmoniert. Einfach himmlisch,ein Paar Songs mehr mit dieser Dynamik...ich will gar nicht darüber nachdenken. Das ist eine kleine Kritik,wenn das überhaupt hier hingehört. Es ist nur so,das gerade durch die rhythmische Intensivierung in diesen Songs ein Höchstgrad an Aufgewühltheit entsteht,das nicht mehr zu überbieten ist...hat halt was von diesen Überfliegern wie „flying Quietly" von der Orange Moon. Ja bleibt mir nur zu sagen,schöne Platte,symphatisches Video zur schönen Pop-Nummer und single"A World you'll never reach",und viel Glück für die Platte,Alex und hoffentlich bald was neues von den Northern Territories.
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am 23. April 2004
Reiner Zufall war es, der mir diese Neuerscheinung in die Hand spielte. "Lieder für stille Seelen" - was mag sich wohl dahinter verbergen? Neugierig, doch mit meiner Aufmerksamkeit noch woanders, legte ich die Scheibe in meinen Player. Ich musste kurz den Raum verlassen, doch die ersten Töne zogen mich wie magisch umgehend zurück zur Musikquelle. Akustische Instrumente, Synthesizer-Teppiche, zuweilen auch bizarre Geräusche, das Ganze garniert mit zerbrechlichen Gesängen, diese harmonische und doch alles andere als alltäglich klingende Mischung fesselte mich von der ersten bis zur letzten Minute. Wer um Himmels Willen ist dieser John Alexander Ericson? Warum habe ich noch nie etwas von ihm gehört? Nach einem Blick auf dessen Homepage, die auf dem Cover vermerkt ist, stellte sich heraus, dass Ericson Schwede ist, Berlin zu seiner Wahlheimat erklärt hat und dort auch dieses, sein erstes Soloalbum eingespielt hat. Soloalbum? Aha, er war - so erfahre ich weiter - in den 90ern Kopf der Band "The Northern Territories", die sich zu Beginn des neuen Jahrtausends entschied, eine Auszeit zu nehmen. Der Künstler, der sich selbst von Lou Reed, Jacques Brel oder auch den Nine Inch Nails beeinflusst sieht, schreibt weiter: "Ich beabsichtigte, ein spartanisches, ziemlich ruhiges Album zu machen ... mit möglichst wenig rhythmischen Elementen." Es ist ihm gelungen. Sicher eine der erwähnenswertesten Veröffentlichungen des Jahres. Anspieltipps fallen schwer, da fast alle Stücke - insbesondere die Single-Auskopplung "A World You'll Never Reach" - Ohrwurmcharakter haben.
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am 20. Mai 2004
Genial. Nur ein Wort fällt mir dazu ein. Genial. Weit ab vom kommerziellen Einheitsbrei der Chartsist diese Perle anzusiedeln. Setzt Euch ins Auto, rauf auf die Autobahn und dann lasst Euch tragen. Oder rein ins Bett, Kerze an und träumen. Herrlich. Ich wünsche, dass Alexander Ericson weltweit bekannt wird und die Menschen vereint.
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am 26. April 2004
Zwar nicht ganz so gut wie sein "Hauptprojekt" "The Northern Territories" aber dennoch spitze.

Wenn noch irgendwo zu bekommen unbedingt kaufen

"Northern Territories":

Midnight Ambulance
Orange Moon
Satelite People

allesamt echte Klassealben
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am 26. April 2004
Nachdem ich bereits im Winter 2001 das komplette Album als Promo-CDR gehört habe (und seitdem bestimmt hundert Mal) freue ich mich umso mehr, das dieses geniale Album endlich offiziell erscheint! Wer "The Northern Territories" liebt, wird auch dieses Album lieben !
Absoluter Kauftip !
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