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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimtip, 16. Februar 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Kink Kontroversy (Audio CD)
Die Kinks haben schon 1966 ein "Naked"-Album produziert. Sehr schlicht (und ein bisschen philosophisch) kommt dieses Album. Ohne jegliches aufgesetztes Arrangement mit minimaler Besetzung spielen sie hier einfache (aber nicht simple !) Lieder. Die erste Komposition von Dave ist hier auch zu finden. Die einzige Schwäche der Original-LP - die kurze Laufzeit - wurde auf dieser Ausgabe durch sinnvoll ausgewählte Bonustracks ausgeglichen.
Ein so berührend schlichtes Album haben die Kinks nie mehr produziert.

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PS.: Mittlerweile gibt es die Kinks-Alben aus der Zeit bei PYE bis inkl. "Arthur" in hervorragenden 2-CD-Ausgaben mit allen Singles / EPs, unveröffentlichten Tracks und Alternativ-Versionen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Kinks auf einem guten Weg endlich zu richtigen Kinks zu werden, 15. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Kink Kontroversy (Audio CD)
"The Kink Kontroversy", das dritte Studioalbum der Kinks aus dem Jahr 1965, erreicht für alle Kinks-Fans in zweierlei Hinsicht einen gewissen Interessantheitsgrad. Zum einen ist es das erste Kinks-Album, das ausschließlich Kompositionen der Davies Brüder enthält, zum anderen lohnt hier auch vor allem das Albumcover einen näheren Blick. Damit ist eigentlich schon das Wichtigste über dieses Album gesagt, denn "The Kink Kontroversy" enthält in seiner Gesamtheit noch nicht die Art von Musik, mit der man die Kinks heute am ehesten assoziiert. Somit würde ich es all denjenigen, die noch nicht mit der Musik der Kinks vertraut sind, auch nicht unbedingt als Einstiegswerk empfehlen. Zumindest kann man in Bezug auf das Albumcover festhalten, dass die Kinks hier noch in ihrer ursprünglichen Bandformation zu hören sind (von links nach rechts): Ray Davies (Gesang, Rhythmusgitarre), Dave Davies (Gesang, Leadgitarre), Pete Quaife (Bassgitarre) und Mick Avory (Drums & Percussions). Tja, und wenn man sich jetzt auch noch mit Gitarrenmodellen auskennen würde, könnte man sagen was für ein Modell Dave Davies - hier im stylischen roten Rollkragenpulli - auf dem großen Coverfoto bei sich auf dem Schoss hat.

Der provokative Albumtitel "The Kink Kontroversy" soll eine Anspielung auf den schlechten Ruf der Kinks sein, deren Konzerte oftmals zu Massenschlägereien führten, weswegen damals z.B. in den USA ein Konzertverbot über sie verhängt wurde. Während Kinks-Produzent Shel Talmy für das Debutalbum "Kinks" (1964) noch einen Song beigesteuert hatte und somit auch für das Image der Band verantwortlich war und das zweite Studioalbum "Kinda Kinks" (1965) noch aus mehreren Coverversionen bestand, finden sich neben dem "Milk Cow Blues", einer neu arrangierten Coverversion eines Hits des amerikanischen Bluesmusikers Sleepy John Estes, erstmalig und ausschließlich selbstgeschriebene Songs der Davies Brüder auf dem Album. Besonders auffällig ist dabei an diesem frühen Kinks-Album, dass die meisten Liedtexte aus Introversionen bestehen, was sich schon an den Songtiteln erkennen lässt. Für die Kinks, so wie man sie kennt und schätzt, ist dies doch eigentlich eher unüblich. Die ironischen Schilderungen gesellschaftlicher Verhältnisse, die die Musik der Kinks in ihren späteren Werken auszeichnen und das Markenzeichen von Songwriter Ray Davies wurden, finden sich auf "The Kink Kontroversy" noch nicht so deutlich wieder, kristallisieren sich allerdings schon im "Dedicated Follower of Fashion" heraus, damals eine erfolgreiche Hit-Single, die bezeichnenderweise nicht auf dem Originalalbum enthalten war, aber hier als Bonus-Track mitveröffentlicht wurde. Der "Dedicated Follower of Fashion" über einen jungen Mann der zum Sklaven der neuesten Modetrends geworden ist, kennzeichnet hingegen wieder die Übergangsphase zwischen "The Kink Kontroversy" und dem ein Jahr später erschienenen "Face to Face" und hätte von seiner Thematik um den Dandy-Lifestyle und die Carnaby Street eigentlich dort viel eher seinen Platz als Bonustitel verdient. Trotzdem gibt es auf diesem Album einige erwähnenswerte Lieder, z.B. "The World Keeps Going Round", das thematisch die desillusionierte Erkenntnis eines jungen Mannes behandelt, dass die Welt sich nicht nur um ihn dreht und sich auch weiterdrehen wird wenn er selbst nicht mehr da ist. Ein existenzieller Gedanke, den jeder junge Mensch früher oder später vermutlich einmal hat. An dieser Stelle muss man anmerken, dass die beiden Brüder Ray und Dave Davies zur Zeit der Albumaufnahmen gerade mal 21 bzw. 18 Jahre alt waren, also noch ziemlich jung. "I'm On an Island" mutet wie eine geistige Gegenreaktion zum Ausspruch "Kein Mensch ist eine Insel" des englischen Philosophen John Donne an und in "It's Too Late", meinem Favorit von diesem Album, geht es darum, dass es oftmals die unausgesprochenen Worte sind die am meisten wehtun und das Ende einer Beziehung bedeuten. Für "It's Too Late" haben die Kinks den Keyboardspieler Nicky Hopkins engagiert, der nicht zur offiziellen Bandformation zählte, aber immer dann zum Kink wurde wenn Ray und Dave Davies mal ein paar jazzige Pianoklänge für ihre Songs benötigten. Diese beiden Lieder zeigen auch sehr schön die Parallelen zwischen persönlichem Heranreifen und kreativem Schaffen, auf der einen Seite das trotzig-pubertäre "I'm On an Island" und auf der anderen Seite das selbstbewusst-erwachsene "It's Too Late". Über depressive Verstimmungen und Gefühlsschwankungen geht es anscheinend in "Where Have All the Good Times Gone", was ich aus heutiger Sicht bemerkenswert finde, weil dieses Thema in der damaligen Zeit meinem Kenntnisstand nach nicht so unverblümt in der populären Musik behandelt wurde. Andere Lieder wie die zwei Liebesballaden "Ring the Bells" und "When I See That Girl of Mine" sind für die Kinks in all ihrer Harmlosigkeit sehr untypisch und wirken eher wie verträumte Liebeslieder von den Beach Boys, erinnern an deren Lieder wie z.B. "Surfer Girl". Eine Liedzeile wie "When I see that girl of mine, it makes me wanna sigh" ist für eine Band wie die Kinks einfach zu bedeutungslos. Eine kleine Überraschung ist "I Am Free", der erste eigene musikalische Beitrag von Dave Davies. Zwar war es Ray Davies, der die meisten Lieder für die Kinks schrieb und sang, aber sein jüngerer Bruder Dave steuerte seit diesem Album zu den meisten Kinks-Alben auch einen Song bei. "I Am Free" ähnelt in Melodie und rhythmischer Strukturierung schon späteren Musikstücken der Band, so dass man behaupten möchte, Dave Davies habe einen nicht unerheblichen Einfluss auf die spätere musikalische Entwicklung der Kinks gehabt, obwohl eigentlich sein älterer Bruder Ray Davies der kreative Kopf der Band war.

Noch klingen die Kinks ein bisschen wie eine Retortenband, die auf der Erfolgswelle anderer namhafter Bands jener Zeit mitschwimmt und noch nicht gänzlich zu ihrem eigenen Stil gefunden hat. In der Tat hört sich die Gesangsstimme von Ray Davies in vielen Liedern von "The Kink Kontroversy" an wie die von Mick Jagger, Brian Wilson von den Beach Boys und manchmal auch wie die von John Lennon bei seinen rockigeren Liedern. Das Album bietet relativ schnörkellosen Rock und Blues und erreicht heute vor allem einen gewissen Interessantheitsgrad, weil es das allererste Album der Kinks ist, das ausschließlich Kompositionen der beiden Davies Brüder enthält.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MILK COW Blues, 6. Oktober 2012
Von 
Dieter Döring "Dieter Döring Oldie Sammler 6... (Wankendorf Schleswig Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Kink Kontroversy (Audio CD)
Hallo amazon.de

Diese CD der Kinks sollte in keiner Oldie - Sammlung fehlen. So bekommt man einen Eindruck von den Kinks,ein Sound,der uns nie loslässt ! Die Kinks sind eine Kultband und ihre Texte waren ein Teil

einer ganzen Generation.
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The Kink Kontroversy
The Kink Kontroversy von The Kinks (Audio CD - 2006)
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