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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätztes Werk!
Immer wieder wird "High and Mighty" als schlechteres Werk ihrer besten Phase gewertet. Völlig zu unrecht: "Weep In Silence","Misty Eyes", "Footprints In the Snow", "Confession" und "One Way or Another" gehören m.E. zu de absoluten Heep Klassikern.Sicher waren auf dem Album keine sogenannten "Hits" vorhanden, aber wer sich "H&M" oft und öfter zu Gemüte...
Am 5. Juni 2003 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schwächste Heep-Scheibe mit David Byron...
1976 veröffentlichten Uriah Heep ihr neuntes Studioalbum *High % Mighty*. Wie der Vorgänger wurde es in der Besetzung David Byron (vocals), Ken Hensley (keyboards), Mick Box (guitars), Lee Kerslake (drums) und John Wetton (bass) eingespielt. Es sollte zu einem Schicksalsalbum für Uriah Heep werden, denn es wurde die insgesamt zehnte Uriah-Heep-Scheibe und...
Veröffentlicht am 9. Januar 2012 von Markus Schmidl


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätztes Werk!, 5. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: High+Mighty (Audio CD)
Immer wieder wird "High and Mighty" als schlechteres Werk ihrer besten Phase gewertet. Völlig zu unrecht: "Weep In Silence","Misty Eyes", "Footprints In the Snow", "Confession" und "One Way or Another" gehören m.E. zu de absoluten Heep Klassikern.Sicher waren auf dem Album keine sogenannten "Hits" vorhanden, aber wer sich "H&M" oft und öfter zu Gemüte führt, wird feststellen, dass dieses Album sehr viel Tiefe und Reife beinhaltet.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der würdige Abschluss einer Ära, 21. Oktober 2004
Von 
Dirk Westerheide "dreamwest11" (Jávea (E), Schwerte (D)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Dieses ist das letzte Album von U.H. mit Leadsänger David Byron. Alle Titel stammen aus der Feder vom 'musikalischen Kopf' der Gruppe Ken Hensley. Die Band ist 'reif' geworden und es wurde kaum noch experimentiert. Irgendwie war da die Luft schon raus gewesen und für innovative, kreative Ideen war auf 'High and Mighty' kein Platz. Lieber drängte man, stets den Blick auf die Charts gerichtet, in Richtung Kommerzialität. Schade, denn einen Treffer konnte man trotzdem nicht landen.
Schwächstes Stück auf dem Album und meiner Meinung nach eines der schlechtesten Stücke von U.H. überhaupt ist gleich der Opener 'One Way or another'. Hierbei machte man außerdem den Fehler, Bassist John Wetton ans Mikrophon zu lassen. Da David nicht 'abkömmlich' war, hatte Wetton bei den Proben den Gesang übernommen und man beließ es der Eifachheit halber dabei. Was ich nicht verstehen kann ist, dass er normalerweise eine gute Stimme hat (wie er bei 'Asia', der Gruppe, zu der er nach seinem Ausstieg bei Heep wechselte, bewies). Hier klingt sie dünn und so, als wenn er Schwierigkeiten hätte, den Ton zu treffen; - alles in allem ist der Song wohl schwach und ausgerechnet ihn koppelte man als Single aus. Dementsprechend blieb die Single wie Blei in den Verkaufsregalen liegen.
Dafür ist der Rest umso besser: gleich mit dem zweiten Song 'Wheep in Silence' bewiesen U.H., was sie drauf haben. Eines der besten Heep Songs aller Zeiten!
'Misty Eyes' und 'Midnight' gefallen mir auch sehr gut.
In 'Can't keep a good band down' rechnete die Band mit der englischen Presse ab, die sie regelmäßig demontierte. Ein rockiges Stück mit eingängigem Refrain.
'Woman of the world', 'Footprints in the Snow' und 'Can't stop singing' gefallen nach mehrmaligem Hören; nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, man spürt deutlich, dass die Band in der Besetzung am Ende war.
Mit 'Confession' gelang noch ein mal eine wunderschöne Ballade, wie man es seit 'Rain' von Ken Hensley und U.H. gewohnt war.
Bonustrack 'Name of the Game' war B-Seite der bereits erwähnten ausgekoppelten Single und fügt sich somit nahtlos in das Albummaterial ein. Da ich seinerzeit 'High and Mighty' (der Titel entstammt übrigens einer Textzeile aus 'Can't keep a good band down') mindestens 100 Mal gehört habe, spiele ich heute sehr gerne diesen schönen Titel, dessen B-Seiten-Dasein eigentlich nicht gerechtfertigt war.
Die meisten anderen Bonustracks sind Alternativversionen der bereits auf dem regulären Album veröffentlichten Titel, auch wenn sie den 'Arbeitstitel' tragen.
Erwähnenswert ist die Demoversion von 'I close my Eyes'. Diesen Titel hat Ken Hensley (gerechtfertigterweise) in ausgereifter Version auf einer seiner späteren Soloalben veröffentlicht.
Im Nachhinein bewertet ist 'High and Mighty' nicht das stärkste, aber ein oft verkanntes und unterbewertetes Album von U.H., was dadurch verständlich erscheint, da man eine Serie von 1A-Albem schwer toppen kann. (Gemessen an den Bewertungen von Alben anderer Gruppen müßte ich eigentlich 5 Sterne geben, aber am Bewertungsmaßstab für U.H. leider nur 4.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwanengesang, 10. März 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Uriah Heep...
Was soll man dazu sagen ? Eine unterschätzte Band, wie ihr ebenfalls unterschätztes Album High & Mighty...

Sie gehörten zur 1. Liga der Rockgruppen in den frühen Siebzigern. Sie hatten durchaus Charisma und bildeten mit originellem Sound einen ernstzunehmenden musikalischen Kontrast zu Led Zeppelin oder Deep Purple. Obwohl all diese Bands heute noch gerne in einem Atemzug genannt werden, waren sie im Grunde vollkommen verschieden. Black Sabbath, die eine der ersten definitiven Metall-Bands überhaupt waren, kamen sie vielleicht noch am nächsten; zumindest in den Anfängen mit ihren ersten Alben.

Schillernd, majestätisch, pathetisch, metallisch, progressiv, romantisch, rockig, poppig, witzig, melodisch, hart... so kann man ihren Sound insgesamt umschreiben. Von purem aggressiven Hard-Rock und zu Herzen gehenden Balladen (The Park, Rain) über Glitter-Rock bis Rock n' Roll oder Jukebox-Pop war in ihrer Schaffensphase alles vertreten. Und weil sie so extreme kompositorische Vielfalt, ob nun bewusst oder zufällig, an den Tag legten und starke kreative Momente zeigten, waren sie damals entweder sehr beliebt, oder wurden gehasst.
Notenquetscher, die man nicht mögen kann, wenn man Musik mag ... (hat mal jemand so ähnlich gesagt).

High & Mighty ist Ihr letztes Werk mit dem grandiosen David Byron. Dieses Album lässt erahnen, dass der typische Heep-Sound, den ich so liebte, langsam aber sicher den "Bach runter ging". Damals schon war mir klar, dass es nie mehr ein zweites Salisbury oder Demons & Wizards geben wird. So eine Art Schwanengesang...

Nachdem dann John Lawton in die Band kam und mit ihm eine eher, von Ken Hensley forcierte, poppigere Phase eingeläutet wurde, kam zwar noch mal Erfolg, aber das waren nicht mehr Heep. Das Ende war nicht mehr fern und ich wähnte diese großartige Band, mit der ich groß geworden bin, schon bald endgültig in der Vergangenheit...

Schön, dass es sie trotzdem bis heute gibt. Ich bin nun mit ihnen quasi gemeinsam alt geworden. Fast schon unglaublich, nach diesen vielen Auf und Ab's. Und das auch noch (fast !) im typischen Heep-Sound. Ihr neuestes Werk ist jedenfalls im Gegensatz zu High & Mighty deutlich näher am längst verloren geglaubten Sound der alten Tage.

Dennoch: Es mangelt High Mighty nicht an der oben beschriebenen Vielseitigkeit und das Album hat mit One Way Or Another, dem erstklassigen Weep In Silence, Midnight oder Footprints In The Snow ein paar echte Perlen an Bord, so dass ich diesem Album fünf Sterne geben muss. Trotz schwacher Songs wie Woman Of The World oder I Can't Stop Singing hat High & Mighty für mich immer noch den Status eines Klassikers. Vielleicht liegt's auch daran, dass der großartige David noch dabei ist...
I don't know.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schwächste Heep-Scheibe mit David Byron..., 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
1976 veröffentlichten Uriah Heep ihr neuntes Studioalbum *High % Mighty*. Wie der Vorgänger wurde es in der Besetzung David Byron (vocals), Ken Hensley (keyboards), Mick Box (guitars), Lee Kerslake (drums) und John Wetton (bass) eingespielt. Es sollte zu einem Schicksalsalbum für Uriah Heep werden, denn es wurde die insgesamt zehnte Uriah-Heep-Scheibe und zugleich die letzte Scheibe mit David Byron als Sänger.

Die Probleme innerhalb der Band waren nicht mehr zu leugnen. Zum einem belasteten die Alkohol- und Drogenprobleme die Bandmitglieder, Auftritte mit einem augenscheinlich besoffenen David Byron sorgten für negative Schlagzeilen und der Führungsanspruch innerhalb der Band zwischen David Byron (auf der Bühne) und Ken Hensley (im Studio) sorgten für weitere Unruhen, die sich noch verstärkte als Byron gegen Hensley Wunsch eine Soloscheibe veröffentlichte.

Kreativ hatten die fünf Musiker diesem Zuwürfnis nichts entgegen zu setzen. *High & Mighty* geriet zur schwächsten Heep-Scheibe der Frühphase und konnten nicht an die Erfolge der Jahre 1972 bis 1974 anschließen. Mit *Misty Eyes* und *Footprints In the Snow* sind zwar durchaus gute Songs vorhanden, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß alle restlichen Nummer weit unter den Möglichkeiten der Band liegen und nicht einmal den Uriah-Heep-Durchschnitt erreichen.

Das Bonus-Material ist allerding eine Wucht. Es enthält jede Menge Songs, die man anstelle der Original-Tracks auf die Scheibe hätte packen sollen und bietet drei interessante edit- bzw. alternative Version.

FAZIT: eine Mischwertung: *High & Mighty* 2 Punkte - Bonusmaterial 4 Punkte...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Enttäuschte Fans, 13. März 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: High+Mighty (Audio CD)
Ist schon klar, dass die eingefleischten Uriah Heepisten enttäuscht waren von diesem Albumd, denn die die auf die harte Seite der Band standen, wurden hier genauso wenig bedient, wie die die auf die progigen Sachen abfuhren. Das ist in erster Linie ein Pop und Mainstream Rock Album, aber: kein schlechtes.

Ein wenig Rock gibt's aber doch: der opener und ,Woman Of The World' rocken recht ordentlich, zweiterer allerdings melodiemäßig halt schon sehr mainstreamig. Es war aber ein eindeutiges Zeichen sich weiterzuentwickeln, wahrscheinlich nicht unbedingt weil man wollte, sondern weil man musste. Punk und das aufkommende Disco Fieber sorgten dafür, dass 1976 Hard und Progrock schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden und den Weg in Richtung Pop zu gehen - also in Richtung charts - find' ich für so eine verdienstvolle Band nicht verwerflich, zumal die Kompositionen hier wieder weitaus besser sind, als beim Vorgänger Album. Wetton spielt einen hervorragenden Bass und auch Hensley streut in leicht verträglichen Dosen immer wieder noch Progelemente ein - ähnlich wie das auch Yes zu dieser Zeit machten (Going For The One ein jahr später bspw.).

Wie gesagt: ein gutes Album, aber verständlich, dass es für eingefl. UH Fans eine Enttäuschung war.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gar nicht so schlecht, 24. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Die "High And Mighty" erschien 1976 und war somit die letzte mit dem begnadeten Sänger David Byron. Diese Platte ist allerdings unter denkbar schlechtesten Bedingungen entstanden. Byron und Ken Hensley redeten schon seit längerer Zeit kein Wort mehr miteinander. Byron war wohl, wenn man den Berichten glauben kann, dauerbetrunken. 1975 bei einem Konzert in den U.S.A. stolperte er betrunken über den Mirkophonständer und anschließend beschimpfte er die Fans. Danach war die Stimmung in der Band ganz schlecht. Hensley, der Kokain nicht abgeneigt war, wollte Byron feuern. Das Management wirkte aber auf Hensley ein und Byron wurde noch nicht gefeuert. Dafür erhielt Hensley alle Vollmachten und hat die "High and Mighty" praktisch im Alleingang komponiert und sogar produziert. Somit ist sie die einzige Platte in den 70ern, die nicht von G. Bron produziert wurde. Zur Platte selber. Sie ist eher eine Solo-CD von Hensley geworden, als eine Heep-Scheibe und somit die bis dahin ungewöhnlichste in ihrer Karriere. Sie ist recht poppig geworden und typische trademarks von Heep kommen kaum vor. Die Platte floppte nach Erscheinen dann auch ziemlich, was auch daran lag, dass man nicht auf Tour ging und das lag wieder daran, dass jetzt doch David Byron gefeuert wurde. Byron meckerte wohl ständig über die neue Platte "das ist nicht Heep". Selber brachte er aber keine eigenen Ideen mit ins Studio. John Wetton, der Bass-player ging direkt mit.
Unterm Strich betrachtet ist "High and Mighty" aber eine ganz ordentliche Platte geworden. Mir gefallen songs wie "Weep in silence", "Misty eyes" und "Midnight" gut, andere wie `Woman of the world` und `Can`t stop singing` sind dafür Totalausfälle. Nun standen Heep ohne Sänger und Bassisten da und David Byron hat sich nach der Entlassung leider nicht gefangen. Er verstarb 1985 oder 86, nachdem seine neuen Bandprojekte oder Soloversuche scheiterten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen damals verwirrend ...., 17. August 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Dieses Album fand ich damals im Jahre 1976 ...........verwirrend.
Es war das erste und bisher einzigste Album, daß die Band selbst produzierte.

Damals fand ich High and Mighty eher durchschnittlich. Das ist heute anders.

H&M ist ein experimentelles Album, daß durchaus unverzichtbare Highlights hat. Dazu gehören schon mal die ersten 4 Titel, die damals die A-Seite der LP bildeten.
Von den 6 Songs der B- Seite könnte ich auf Can't stop singing und Make a little love spielend verzichten, vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß mit Name of the game ein Bonustitel vorhanden ist, von dem man nicht erahnt, warum er damals nicht auf das Album gelangte.
Überraschend für den Heep Fan war sicher, daß der erste Song auf dem Album ( One way or another ) nicht von David Byron, sondern von John Wetton (später Bassist und Sänger von Asia ) und Ken Hensley gesungen wurde. David Byron beweist sich dennoch gleich im Anschluß stimmlich hervorragend mit "Weep in silence ".

High and mighty ist nicht top, aber durchaus sehr gut.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das zwiespältige Ende einer Ära, 13. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: High+Mighty (Audio CD)
RETURN TO FANTASY, das erste Album mit dem neuen Bassisten John Wetton, hatte Uriah Heep 1975 in ihrem Heimatland England einen überraschenden Erfolg eingebracht, denn mit Platz 7 erreichte die Band zum ersten und einzigen Mal die Top Ten. Dass sich die Scheibe nur ganze sechs Wochen in den Charts halten konnte, wurde dabei geflissentlich übersehen. Das Land, in dem man sie wohl mit am meisten liebte, reagierte indes überraschend kühl: Platz 21 bedeutete die weitaus schwächste Platzierung in Deutschland seit ihren bescheidenen Anfängen mit VERY 'EAVY, VERY 'HUMBLE und SALISBURY. Und in den USA strandete die LP gar auf Position 90 der Hot 100 und hielt sich dort ganze 2 Wochen.

Kein Zweifel: Der Erfolg der Band war insgesamt eindeutig im Schwinden begriffen, und so wurde das Heep-Camp von einer gewissen Nervosität ergriffen, verbunden mit immer heftigeren, Alkohol bedingten Ausfällen ihres Leadsängers David Byron. Keine gute Kombination, um sich an ein neues Studioalbum zu machen, doch die Show musste schließlich weitergehen. Niemand kam auf die Idee, den Jungs einmal eine kreative Pause zu gewähren. Ihre 'Rache' bestand darin, dass die Band sich entschied, ihren Manager und langjährigen Produzenten Gerry Bron diesmal außen vor zu lassen. Sie produzierte sich also erstmals selbst.

Wir jugendlichen Fans ahnten von derartigen Dingen natürlich nichts. Als ich die frisch erworbene Langspielplatte HIGH AND MIGHTY zum ersten Mal auf den Plattenteller legte, ergriff mich alsbald eine große Verwirrung, denn nach einem typischen Heep-Intro erklang da auf einmal eine Stimme, die mir vollkommen unbekannt war. 'There's been some changes in my time / But this one's playing games with my mind' herrschte mich der Kerl an, und ich war erst einmal geplättet. Wer war DAS denn?? Nun, das war natürlich John Wetton, der zum ersten Mal wirklich ins Geschehen bei UH eingriff.

"One Way Or Another" hieß der Opener, den Wetton angeblich nur als Demo einsang, weil David Byron gerade nicht verfügbar war, doch später nahm man diese Version dann einfach auf die Platte. Warum? Man fragt es sich bis heute. Der Titel rockte jedenfalls wild dahin: ein stoisches Bassthema von Wetton, sehr simple Hammondklänge von Ken Hensley, dann ein Break, Hensley übernahm den Gesang, und Mick Box griff seelenvoll ins Geschehen ein, ehe das Hauptthema wieder aufgegriffen und der Titel mit hohen Chorgesängen zum himmlischen Finale getrieben wurde. Mit dem heutigen Abstand von vielen Jahren möchte ich die Nummer als eine der interessantesten in der Geschichte von Uriah Heep bezeichnen.

"Weep In Silence", geschrieben von Hensley/Wetton, aber - endlich - gesungen von Meister David Byron, war dann eine klassische, epische Hardrockballade aus dem Heep-Lehrbuch. Einfach fantastisch.

"Misty Eyes" verirrte sich dafür in den Untiefen des Pop, und ich mag es, auch wenn Mick Box zwischendrin mal kurz sein sensibles Können aufblitzen lässt, immer noch nicht besonders.

"Midnight" begann und endete mit einem großartigen Gitarren-Thema von Mick Box, während Wettons Bass wohlig vor sich hin brummelte. Was zwischendrin passierte, war zum Teil recht interessant, zumeist allerdings nicht der Rede wert oder nervte gar ein wenig. Insgesamt ein zwiespältiges Stück, das zudem, wie andere auch, unter der zwar kraftvollen, gleichwohl seltsam anämischen Produktion litt.

Seite 2 der LP begann mit dem, trotz Hensleys Hammond-Einsatz, fast als Popsong zu bezeichnenden "Can't Keep A Good Band Down". Und was sollte der Text, der sich gegen die ach so gemeine englische Musikpresse richtete? Kannten die Jungs nicht das alte britische Sprichwort 'Never complain, never explain' (Beschwere dich nie, erkläre dich nie)? Wo waren ihr Stolz und ihr Selbstwertgefühl geblieben?

"Woman Of The World" wurde in Deutschland als Single-A-Seite veröffentlicht und wäre ein oder zwei Jahre später mit John Lawton vielleicht sogar ein Hit geworden, doch noch war die Zeit für eine derartig eingängige Nummer nicht reif. Ich mag den Titel trotzdem irgendwie. 'A guilty pleasure', wie man im Englisch sprachigen Raum so schön zu sagen pflegt.

"Footprints In The Snow" hätte wohl gut auf ein Hensley-Soloalbum gepasst. Eine heimelige Ballade mit 'progressiven' Zwischentönen. Mick Box sorgte für einige Highlights, doch auch dieser Titel litt eindeutig unter der viel zu 'sauberen' Produktion. Insgesamt nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Das folgende "Can't Stop Singing" war einfach nur ein absolutes Nichts, und das rock 'n' rollige, irgendwie Heep-typisch schleppende "Make A Little Love" zog auch nicht gerade den Hering vom Teller. Ist 'belanglos' dafür ein zutreffender Begriff?

Die gesamte zweite Seite des Albums war bis dahin eine einzige Enttäuschung, warum sollte sich das also ausgerechnet mit dem letzten Song ändern? Doch es änderte sich tatsächlich!

"Confession" gehört zweifellos zu den allerschönsten Pianoballaden, die Ken Hensley jemals geschrieben hat. Hinzu kamen ganz zauberhafte Gesangsleistungen. Bis heute kann man mich Nachts um halb Vier wecken, und trotzdem werde ich jedes Wort auswendig mitsingen. Hier lebte auf einmal auch das Arrangement; es kam Luft und Leben herein. Einfach nur wundervoll. Leider dauert das aurale Vergnügen nur gute zwei Minuten.

Die beiden Bonusstücke der remasterten CD von 1997 waren bis dahin unveröffentlicht. Das simpel, aber wirkungsvoll rockende "Name Of The Game" hätte das Album in einer voll ausproduzierten Fassung sicherlich bereichert, während das dünne "Sundown" wohl zu Recht unberücksichtigt blieb. Besser als "Can't Stop Singing" war es aber immer noch allemal.

HIGH AND MIGHTY wurde zwar ausgerechnet auf dem höchsten Berg der schönen Schweiz, dem Matterhorn, der internationalen Presse vorgestellt, geriet aber trotzdem zum ersten richtigen Flop in der Geschichte von Uriah Heep. In den USA ging gar nichts, in England platzierte es sich genau eine Woche lang auf Platz 55, und selbst hierzulande reichte es nur zu dem absolut enttäuschenden Rang 48 (!).

Ein gewisser 'gn' rezensierte seinerzeit in der 'Hamburger Morgenpost' das Album mit der Überschrift 'Anti-Tip der Woche' wie folgt: 'Es war an einem schönen Juli-Morgen (etwa so wie jetzt), als Uriah Heep für ihre LP LOOK AT YOURSELF den Titel "July Morning" aufnahmen. Ein Stück, so heiß und innig wie dieser Sommer. Das war 1971. An einem Juli-Morgen des Jahres 1976 hörte ich mir ihre neueste LP an. Meine Ohren waren den ganzen Tag beleidigt. Oh Stumpfsinn ... Meine Empfehlung an UH: Geht dort hin, wo ausgediente Schwermetall-Rocker hingehören: Auf den Schrotthaufen ...'.

Das war sicherlich ebenso polemisch wie übertrieben kritisch, aber gänzlich Unrecht hatte der Mann dann auch nicht. HIGH AND MIGHTY ist trotz einiger guter Nummern insgesamt das inspirationsärmste Album der David-Byron-Ära, die unmittelbar nach Veröffentlichung der Platte unrühmlich zu Ende ging. Und John Wetton verließ die Band gleich nach ihm.

Was danach folgte, war neuer, überraschender, leider vorübergehender Erfolg. Doch das ist eine andere Geschichte.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3 Sterne + 1 Stern extra für "Confession", 9. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Dieses Album stellte in mehrfacher Hinsicht die Weichen für die Zukunft: das letzte Album mit Byron als Sänger, einige letzte Highlights und das trotz einer Band, die scheinbar aber nur noch Ausfüllungsgehilfe von Hensleys Ideen war (außer Bassist Wetton, der an 2 Titeln mitwirkte, zeichnet ausschließlich Hensley für die Kompositionen verantwortlich). Geradezu bezeichnend für mich ist der Umstand, dass gerade die Henley/Wetton-Songs neben Confession & Misty Eyes praktisch die besten Titel darstellen.

Unterm Strich betrachtet ist H&M vielleicht das beste Hensley-Solo-Album, aber bedauerlicherweise, hier muß ich Byron posthum Recht geben, kein UH-Album, zuviel Hensley, zu wenig Heep.

Ein schlechtes Album also? Nicht ganz, die vier besagten Titel, Weep in Silence, Misty Eyes, Footprints in the Snow und insbesondere Confession retten H&M. Die restlichen Titel sind aus meiner Sicht eher poppige Lückenfüller im Heep-Sound. Belanglos, nicht Fisch, nicht Fleisch.

Abschließend möchte ich noch auf den, meiner Meinung nach, absoluten Rausreißer dieser Scheibe eingehen, Confession! Dieser, nur etwas über 2 Min lange und ausschließlich mit Klavier gespielte Titel entschädigt für vieles auf diesem Album. Bezeichnenderweise ist Byron nur in den ersten 2 Strophen zu hören, den letzten Rest übernimmt die Band im Chor. Man mag spekulieren, ob das so gewollt oder ob das eine Notlösung war, das Resultat jedenfalls überzeugt!
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5.0 von 5 Sternen Schwanengesang, 22. April 2009
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Uriah Heep...
Was soll man dazu sagen ? Eine unterschätzte Band, wie ihr ebenfalls unterschätztes Album High & Mighty...

Sie gehörten zur 1. Liga der Rockgruppen in den frühen Siebzigern. Sie hatten durchaus Charisma und bildeten mit originellem Sound einen ernstzunehmenden musikalischen Kontrast zu Led Zeppelin oder Deep Purple. Obwohl all diese Bands heute noch gerne in einem Atemzug genannt werden, waren sie im Grunde vollkommen verschieden. Black Sabbath, die eine der ersten definitiven Metall-Bands überhaupt waren, kamen sie vielleicht noch am nächsten; zumindest in den Anfängen mit ihren ersten Alben.

Schillernd, majestätisch, pathetisch, metallisch, progressiv, romantisch, rockig, poppig, witzig, melodisch, hart... so kann man ihren Sound insgesamt umschreiben. Von purem aggressiven Hard-Rock und zu Herzen gehenden Balladen (The Park, Rain) über Glitter-Rock bis Rock n' Roll oder Jukebox-Pop war in ihrer Schaffensphase alles vertreten. Und weil sie so extreme kompositorische Vielfalt, ob nun bewusst oder zufällig, an den Tag legten und starke kreative Momente zeigten, waren sie damals entweder sehr beliebt, oder wurden gehasst.
Notenquetscher, die man nicht mögen kann, wenn man Musik mag ... (hat mal jemand so ähnlich gesagt).

High & Mighty ist Ihr letztes Werk mit dem grandiosen David Byron. Dieses Album lässt erahnen, dass der typische Heep-Sound, den ich so liebte, langsam aber sicher den "Bach runter ging". Damals schon war mir klar, dass es nie mehr ein zweites Salisbury oder Demons & Wizards geben wird. So eine Art Schwanengesang...

Nachdem dann John Lawton in die Band kam und mit ihm eine eher, von Ken Hensley forcierte, poppigere Phase eingeläutet wurde, kam zwar noch mal Erfolg, aber das waren nicht mehr Heep. Das Ende war nicht mehr fern und ich wähnte diese großartige Band, mit der ich groß geworden bin, schon bald endgültig in der Vergangenheit...

Schön, dass es sie trotzdem bis heute gibt. Ich bin nun mit ihnen quasi gemeinsam alt geworden. Fast schon unglaublich, nach diesen vielen Auf und Ab's. Und das auch noch (fast !) im typischen Heep-Sound. Ihr neuestes Werk ist jedenfalls im Gegensatz zu High & Mighty deutlich näher am längst verloren geglaubten Sound der alten Tage.

Dennoch: Es mangelt High Mighty nicht an der oben beschriebenen Vielseitigkeit und das Album hat mit One Way Or Another, dem erstklassigen Weep In Silence, Midnight oder Footprints In The Snow ein paar echte Perlen an Bord, so dass ich diesem Album fünf Sterne geben muss. Trotz schwacher Songs wie Woman Of The World oder I Can't Stop Singing hat High & Mighty für mich immer noch den Status eines Klassikers. Vielleicht liegt's auch daran, dass der großartige David noch dabei ist...
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High & Mighty von Uriah Heep (Audio CD - 2006)
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