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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat die Welt noch "alle Tassen im Schrank"
Ich gehörte auch zu denen, die im vergangenen Jahr die Sonderausgabe der neunen "Marbles" bestellt haben und bin positiv überrascht und begeistert. Seit Tagen läuft bei mir nur diese Doppel-CD. Und mit jedem Hördurchgang verankern sich die harmonischen und sensiblen Songstrukturen tiefer in meinen Gehörgängen. Wie typisch für Marillion...
Veröffentlicht am 23. April 2004 von Joerg Rommel

versus
12 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Enttäuschung ist nicht GANZ so groß...
Um es gleich vorweg zunehmen: Ich bin Fan der ersten Phase dieser Band (1982-1988) und bin der absolut unumstößlichen Überzeugung, dass es kein späteres Album, ich wiederhole - KEIN SPÄTERES ALBUM dieser Band gibt, das an die Klasse der ersten Werke auch nur heranreicht.
Das einzige nennenswerte "Nach-Fisch-Werk" wäre "Brave" (1994)...
Am 24. Januar 2006 veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat die Welt noch "alle Tassen im Schrank", 23. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich gehörte auch zu denen, die im vergangenen Jahr die Sonderausgabe der neunen "Marbles" bestellt haben und bin positiv überrascht und begeistert. Seit Tagen läuft bei mir nur diese Doppel-CD. Und mit jedem Hördurchgang verankern sich die harmonischen und sensiblen Songstrukturen tiefer in meinen Gehörgängen. Wie typisch für Marillion erschließen sich die komplexen Songs mit der Zeit immer intensiver. Schon der Opener "Invisible ..", entstanden zur Zeit des Beginns des Irak-Krieges, gegen den Marillion war und ist, bringt textlich die Stimmung zum Ausdruck, in der heutigen Welt nicht verstanden zu werden und ist ein herausragendes Beispiel für moderne Rockmusik. Ein hervorragendes Interview ist in der aktuellen Ausgabe von Eclipsed. h sagt darin, dass man den Eindruck hat, dass die heutige Welt ihre Murmeln verloren hat (zu Deutsch nicht mehr alle Tassen im Schrank).
Für alle Freunde qualitativ hochwertiger Rockmusik eine absolute Kaufempfehlung! Wir sehen uns auf der Tour!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke:-), 12. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich kenne Marillion seit 1983 und habe die Geschichte dieser Band mit all ihren Hochs und Tiefs nun über 20 Jahre begleitet. Mit Marbles ist dieser Ausnahmeband wirklich IHR Meisterwerk gelungen. Fantastisch, dass es in dieser Zeit Bands gibt, die solch' wundervolle Kompositionen schreiben können. Es ist moderner Sound welcher allerdings an Tiefe kaum zu überbieten ist, gepaart mit den Perlen (oder sollte man besser sagen Murmeln)die Marillion ausmachen. Niemand könnte es besser beschreiben als das bekannte Musikmagazin "ECLIPSED": DAS BESTGEHÜTETE GEHEIMNIS DER ROCKMUSIK SCHLÄGT ZURÜCK!
Meine Empfehlung: Diese CD muss man unbedingt haben -- Danke:-)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert, 15. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Die Band Marillion ist seit dem Einstieg des "neuen" Sängers Steve Hogarth bekannt für eine sehr von Höhen und Tiefen durchzogene Diskographie, aber wenn ihnen etwas gelingt, dann richtig. Und so verhält es sich auch mit dem 2004 erschienenen Album Marbles. Wichtig ist zu wissen, dass von diesem zwei Versionen existieren, eine Einzel-CD und eine Doppel-CD, die insbesondere das Stück Ocean Cloud enthält (s.u.). Letztere war lange Zeit nur über den Marillion-Shop erhältlich, mittlerweile gibt es sie auch im Einzelhandel.

"Invisible Man" ist als Opener nicht die beste Wahl, denn handelt sich um ein Stück, das Zeit braucht, um zu zünden und so etwas ist für den Einstieg in ein Album keine gute Wahl, obwohl das Stück insgesamt sehr gelungen ist. Aber hartgesottene Progger sehen das sicher ganz anders ;). Die Platte wird von einem schwermütigen Grundtonus durchzogen, zwischenzeitlich erklingt die für den NeoProg typische Floyd-Gitarre (auf Invisible Man beispielsweise im Bereich der 10. - 11. min), Keyboardflächen gibt es auch, auf Tempo- und Melodienwechsel freue man sich. Doch fügen sich die Passagen zu einem harmonischen Gesamtbild. Am leichtesten zu hören sind die Stücke "Fantastic Place", "Don't Hurt Yourself" und "You're Gone", sie bleiben schon nach dem ersten Hördurchgang aufgrund ihrer prägnanten Refrains hängen. Aber die Höhepunkte bilden jeweils die Abschlusssongs beider CDs, "Ocean Cloud" und "Neverland". "Ocean Cloud" ist nur auf der Doppel-CD zu hören, weshalb die Einzel-CD getrost geschreddert werden kann. Dieses Stück muss als Peak der Hogarth-Ära Marillions bezeichnet werden. Schönheit und Bombast vermengen sich zu einem gnadenlos unwiderstehlichen Klanggemälde, schwebend und gewaltig, einer der besten Longtracks, die je geschrieben wurden, weiß der Himmel, was dazu geführt hat, dass Marillion sich auf so unglaubliche Weise selbst übertreffen konnten.

Zusammenfassende Beurteilung

Neben "Brave" bildet "Marbles" den absoluten Höhepunkt der Hogarth-Ära bei Marillion. Wer bislang nur die Einzel-CD besitzt, sollte diese umgehend schreddern und sich die Doppel-CD zulegen, allein schon, um seine Gehörgänge mit dem unvergleichlichen "Ocean Cloud" zu verwöhnen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist nicht wahr, 4. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Und endlich paßt mal wieder alles zusammen. Ein Marillion-Album zum wegschmelzen. Eine Scheibe, nach der man sich eigentlich nur noch auflösen kann, weil das der Höhepunkt sein muß. Und wir wußten alle daß sie das können. Schon 1987 in Hannover bescherten sie mir mein bis heute drittschönstes Konzerterlebnis. Auch "Seasons End" und "Brave" waren nah dran.
Aber dann immer wieder diese Grottenalben die meilenweit unter den Möglichkeiten der Band lagen. "Radiation" z.B. tat richtig weh. Natürlich gab es auf jedem neuen Album gute Ansätze und starke Songs, natürlich war jede Tour ein Happening, weil die Jungs einfach begnadete Musiker sind. Aber es war eigentlich immer klar, daß da einfach viel mehr möglich war.
"Marbles" ist der Beweis dafür. Das Ding ist derart konstant auf höchstem Niveau, daß man es kaum aushält. Wer sich zuvor noch nicht an vollständiger Reizüberflutung verabschiedet hat, müßte spätestens bei der überirdischen Schlußnummer "Neverland" ohnmächtig werden. Und ich denke daß einzig die Herbst-VÖ von Porcupine Tree noch verhindern kann, daß Marillion das Album des Jahres 2004 abgeliefert hat.
Ach, und noch was: Erzählt es Allen, damit "Marbles" wenigstens mal für eine Woche in der Top Ten landet.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Musikgeschichte, 10. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Genau...als Meilenstein muß man diese CD einfach bezeichnen. Ich habe das Glück, von Anfang an die Doppel-CD in Händen halten zu dürfen. Allein "Ocean Cloud" wäre mir der Preis der Einzel-CD noch einmal wert gewesen. Nach "Anoraknophobia" dachte ich eigentlich, daß keine Steigerung mehr möglich sei. Aber wie immer im Leben: man wird so oft eines Besseren belehrt. Und das ist gut so. Als ebenso großer Pink Floyd Fan war mein erster Gedanke: Wenn die Jungs es nach 10jähriger Abstinenz noch fertig bringen würden, einen Nachfolger von "Devision Bell" zu komponieren, er hätte viele "Marbles"-Züge. "Marbles" ist ein so großartiges, gelungenes Werk, in sich stimmig und so was von ausgefeilt, daß einem Hören und Sehen vergeht. Die Gitarrensoli hauen einem im "3D-Sound" um die Ohren, daß man kaum noch weiß, woher die Musik kommt. Ich höre diese (und sonst keine) CD seit Anfang Mai rauf und runter und bekomme bei jedem Hören immer wieder Gänsehaut. So genial, daß es fast weh tut. Eine Cd zum wegträumen, vor Freude losheulen, Trost suchen, Balance finden, Energie laden und abheben. Habe die Jungs am 23. Mai in Köln in vollem Saal erlebt. Live! Live! Live! ...und so genial.
Buy "Marbles" and "move to the other side"! Schreit's in die ganze Welt. Die Jungs haben's verdient. Wenn die nicht, dann keiner!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den "Test of Time" mehr als bestanden! Genial und Grandios!, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Vorweg muss erwähnt werden, dass die hier abgebildete CD nur die "Einfach CD" ist. Die, zwingend zu empfehlende Doppel-CD muss bei Racket, bzw. Marillion bestellt werden. Das ist auch gut so, denn so heimsen die Jungs auch den Lohn für diese grandiose Arbeit gänzlich ein.
Diese späte Rezension erfolgt deshalb, weil Marbles nun schon seinen 5. Geburtstag feierte und man vor allem feststellen muss, dass es ein zeitloses Meisterwerk, ein wahres Kunstwerk in seiner Machart und Beschaffenheit ist. Obwohl das ledigliche Konzept einer autobiographischen Selbstreflexion Hogarths gleicht, stehen sämtliche Songs für sich alleine und bilden doch, dass harmonischste, in sich völlig stimmige Gesamtkonzept, dass je ein Marillion-Album hatte. Daher auch ist der Kauf der Einzel-CD nicht wirklich erquicklich.
Häufig wurde hier geschrieben, "Marillion stehen für Veränderung". Das ist völlig richtig und Marbles steht ganz besonders dafür. Mehr noch ist dieses Album ein Quantensprung in der Entwicklung des Marillion Sounds und in Sachen innovativer Songkonzepte ohne dabei die eigenen Trademarks, die eigene Geschichte und (ganz wichtig!) den Progrock nicht zu vergessen. Prog ist es nicht, weil es einen bestimmten Prog Sound hat oder ellenlange Songs besitzt, sondern weil es innovativ und bahnbrechend ist. Kein Marillion-Album der nunmehr letzten 10 Jahre verkörpert dies so sehr wie Marbles.
Inzwischen dürfte jeder die Songs einige Male gehört haben und wissen, dass es zeitweise dauert, bis man Zugang zu ihnen, wie auch zu dem gesamten Album hat. Kein Wunder bei einer Spielzeit von über 100 Minuten, mit 15 Songs von unterschiedlicher Dauer von 2-18 Minuten. Diejenigen die glauben, hier hätte man es mit einem ruhigen, langweiligen Album zu tun, sind nie eines besseren belehrt worden. So sehr man sich dagegen wehren kann, dass nicht alles großartig sein soll, muss jedoch konstatiert werden, dass auf Marbles irgendwie alles einen Sinn macht. Das Laute, das Leise, das Verrückte, das Schräge, das Fröhliche, das Schwermütige. So kommt es, dass mir inzwischen auch die "schwierigen", marillionuntypischen Stücke wie "The Damage" oder "Drilling Holes" oder "Angelina". Die Band spielt mit einer Routine und Erfahrung, setzt ihre Möglichkeiten so optimal ein, wie es eigentlich nur eine Band schaffen kann, die seit 25 Jahren kontinuierlich im Geschäft ist - und sich und ihren Anhängern nichts mehr zu beweisen hat. So frei ist diese Musik. Das spürt man in Form diese gewaltigen Ideenfeuerwerk welches die Jungs hier regelrecht abfackeln und in Form von diesen unglaublich emotionalen "Achterbahnfahrten", denen sämtliche Gefühlswindungen des menschlichen Daseins enthalten sind. Sie jagen einem haufenweise Schauer über den Rücken und wenn man sich darauf einläßt, kann man auch weinen. Philosophie und Poesie wird hier in 15 grandiose Songs verpackt von denen jeder einzelne es verdient intensiv gehört zu werden. Und wer (wie ich) auch trotz mehrfachfacher Konzertbesuche erst heute realisiert, was er dort eigentlich für eine grandiose Liveperformance dieses Albums geboten bekommen hat, sollte sich "Marbles on the road" gleich mitbestellen. Ich kenne wirklich nicht viele solche Superlative, aber für Marbles muss definitiv einer verwendet werden. Dieses Album ist definitiv in meinen All-Time Top-Ten - und dort wird es auch bleiben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstbewußt, 16. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Mit "Marbles" legen die fünf Marillos selbstbewußt ein grandioses Werk vor.
Vorsicht: Das Grandiose an diesem Album erschließt sich nicht beim ersten Hören. Jedoch entwickeln die Stücke nach mehreren Durchläufen eine Intensität, die im aktuellen Musikbusiness ihresgleichen sucht. Das Album, "Kondensat eines Doppelalbums", rankt sich mit mehr oder weniger Bezug um Sänger Hogarths Kindheitserlebnis, die Konsequenzen des mißbräuchlichen Murmelspielens betreffend.
Eröffnet wird das Album durch das dreizehnminütige "Invisible Man", das jeder Kategorisierung trotzt. Progressive "Tradition" wird mit modernstem Sound gekreuzt. Hogarths Vision des verrückt werdenden unsichtbaren Mannes wird überzeugend vorgetragen. Wer dieses Stück auf der aktuellen Tour live erlebt hat, wird tief beeindruckt sein.
Abgeschlossen wird das Album vom zwölfminütigen "Neverland", das man als das klassische Marillion-Stück bezeichnen kann: Zerbrechliche Stimme, knackiger Baß, druckvolle Drums, flächige Keyboards ... und die Rothery-Gitarre.
Zwischen diesen beiden Stücken befinden sich zum einen die 4 Teile von Marbles, die den roten Faden des Albums bilden und zum anderen zwei Balladen, zwei potentielle Hitsingles und wie auf jedem der letzten 5 Alben von M. ein verrücktes Stück.
Die zwei Balladen: Angelina und Fantastic Place - wirken zunächst trivial; doch wehe, wer sie mehrfach hört, den werden sie nicht wieder los lassen.
Die beiden "Hits": You're gone - ein wenig zu sehr auf Hit getrimmt und zu modern, doch zu wenig eingängig, um wirklich ein Hit zu werden; Don't Hurt Yourself - ein meisterlicher Wurf, natürlich und eingängig vom ersten Hören an.
Das "verrückte" Stück: Drilling Holes - Unbeschreiblich, dieser dichte Sound.
DIESES ALBUM IST ZU GUT UM IGNORIERT ZU WERDEN!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen - Geniessen - Träumen - Schweben, 15. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Wenn man seit ca. 25 Jahren Fan guter Rockmusik ist, in meinem Fall seit dem zarten Alter von 11 Jahren, sammeln sich in dieser Zeit natürlich etliche gute, sehr gute, hervorragende und ein paar "Überalben" an. Von einem dieser absoluten Meisterwerke möchte ich hier berichten. Von einem Album, genauer gesagt einer Doppel-CD, die mich von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert. Wie an der Überschrift zu erkennen, handelt es sich um die neue Marillion CD "Marbles".
Vermutlich wird der eine oder andere, den Namen Marillion schon gehört haben. Ja, in den Achtzigern hatten sie einen recht großen Hit namens Kayleigh. Nach vier Alben verliess der Sänger "Fish" die Band, und man machte mit Steve Hogarth als neuem Frontmann weiter. Damals war es ein Schock für viele Fans, denn Fish galt für viele als das Gesicht und Aushängeschild der Band. Aus heutiger Sicht kann man über den Split nur froh sein, denn Steve Hogarth verfügt über ein weitaus umfangreicheres Organ, als sein Vorgänger jemals zu bieten hatte. (Nein, ich bin kein "Fish-Gegner", und liebe die alten Marillion Scheiben, und besitze etliche Soloalben von Fish). Fakt ist allerdings, dass sich H (Steve Hogarth) in einer ganz anderen Liga befindet.
Kommen wir zum neuen Album. Meine Erwartungen waren riesig, denn "Anoraknophobia" das Vorgängerwerk, ist für mich das bisher beste Album des neuen Jahrtausends. Oder soll ich sagen "war"? Ich weiss es noch nicht. Diese Frage wird die Zeit beantworten, aber mit Marbles schicken Marillion sich an, alles bisher dagewesene zu übertreffen.
Die "Deluxe Campaign Edition 128-page book", kommt optisch so beeindruckend daher, wie es der Name erhoffen lässt. Eine sehr schöne Aufmachung, man findet viele schöne Bilder, natürlich die Texte und die Namen sämtlicher Vorbesteller, die vor dem 31.12.2003 geordert hatten.
Kommen wir zum Kern der Sache. Auf den beiden CDs befinden sich insgesamt 15 Tracks. Vier als Marbles I-IV betitelt. Diese sind Überleitungen, in denen H über seine Kindheit reflektiert. Sie fügen das Album noch intensiver zusammen.
CD1 beginnt mit dem über 13 Minuten langen Song "The invisible Man". Ein absolut intensives Hörerlebnis, der Song gewinnt im weiteren Verlauf mehr und mehr an Dramatik, wird dann ruhiger um sich erneut zu steigern. Eine beeindruckender Anfang. Dann folgt "Marbles I" welches uns zu "Genie" führt. Ein sehr eingängiger Song, geht schnell ins Ohr und will nicht wieder hinaus. "Fantastic Place" kommt dann wieder ruhig und getragen, mit "The only unforgivable Thing" nimmt einen gleich zu Beginn mit auf eine Reise durch intensivste Gefühle, einfach Wahnsinn. Dann folgt das kurze "Marbles II", um den Hörer anschliessend auf die knapp 18 Minuten andauerne Traumreise "Ocean Cloud" mitzunehmen. Ich dachte immer noch besser als "Out of this world", vom 1995er Album "Afraid of sunlight" kann ein Song nicht sein, aber hier übertreffen sich Marillion erneut selbst. Dieser Song lässt mich völlig sprachlos zurück, ich sass gestern Nacht in meinem Sessel, Kopfhörer auf, der Halbmond schien durch das Fenster. Pure Magie, Gänsehaut, die Welt drumherum vergessen.
CD2 mit zitternden Händen eingelegt, noch immer zutiefst beeindruckt, von dem was mich da gerade ereilt hatte. "Marbles III" als kurzes Vorspiel, mit "The Damage" geht es rockig weiter, "Don't hurt yourself" ist dann wieder ein Ohrwurm, der sicherlich eine gute Single abgeben würde. Dies ist jedoch "You're gone" vorbehalten, einem tollen Song der modern klingt, ohne sich irgendwelchen Trends anzubiedern. Mit "Angelina" wird es dann wieder besinnlich, ein sehr intensives Hörerlebnis. "Drilling holes" rockt. Aber es ist anders, irgendwie unbeschreiblich und... grandios! Mit "Marbles IV" wird dann das letzte Kapitel eines gigantischen Albums eingeläutet. Der 12 Minutensong "Neverland", mit intensivem Gesang, wünderschönem Gitarrensolo und allem was der Marillionfan sich wünscht.
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen, mit jedem Hördurchlauf gewinnt dieses Album hinzu, es wird immer grösser und intensiver. Es ist unglaublich, H wird immer besser, er steigert sich von Album zu Album. Steve Rothery lässt einige wundervolle Gitarrensoli erklingen, Pete Trewavas spielt selbstbewusster denn je auf, der Baß ist wie selbstverständlich immer da, wird aber nie störend oder aufdringlich. Mark Kelly liefert wunderschöne Keyboardsounds ab, und über die Qualität von Drummer Ian Mosley brauche ich nichts mehr zu schreiben, eine Wohltat im Gegensatz zu einigen "Kloppern" die man teilweise ertragen muss.
Also liebe Leser, gönnt Euch diese phantastische CD.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, aber nicht zum nebenbei hören ..., 8. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich gebe es zu. Auch ich war einer der Leute, die dieses Album "vorfinanziert" haben. Doch hätte ich das nicht getan, wie so viele andere auch, so wäre der Welt (musikalisch) wohl etwas entgangen.
Das erste Stück "The Invisible Man" war, wie ich zugeben muss, ein Schock. "Mein Gott, was habe ich da denn bezahlt?!?!?"
Doch wie so oft bei Marillion, muss man die CD "entdecken". Einmal hören reicht da nicht, nebenbei hören auch nicht. Wer auf der Suche nach einer leicht zu erschliessenden Scheibe ist, ist hier sicherlich an der falschen Adresse. Sie ist abwechslungsreich, musikalisch genial und passt in keine Schublade, sei sie auch mit Prog beschriftet. Und warum sollte man sie auch in eine Schublade packen oder, noch schlimmer, an den frühen Werken dieser Band messen. Warum denn und vor allen Dingen wozu? Sowohl als "Stand alone" Scheibe, als auch in der Bandhistorie ist dieses Werk genial.
Einen Anspieltipp? Gebe ich nicht, denn wie gesagt, man muss diese Scheibe selbst entdecken und sich aktiv mit ihr auseinandersetzen. Vergleichbar mit dem Besuch in einem fremden Land .... jeder (gehörte) Schritt birgt eine neue Entdeckung.
Und jeder dieser Schritte sorgt bei mir auch noch nach dem x-ten Mal hören dafür, das ich Gänsehaut bekomme und neue Sachen entdecke. Wie heißt es so schön, "discover a lost art - play Marbles" und dieses sollte man hier ernst nehmen!
Allerdings empfehle ich JEDEM die Doppel-CD, denn dort sind noch einige sehr gute "Murmeln" versteckt, die es auf der "normalen" Scheibe nicht gibt. Und wenn die Band die nächste Scheibe wieder so vorfinanziert haben will? Ich bin dabei!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die zweite Chance, 28. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Zugegeben, nach dem ersten Hördurchlauf konnte mich lediglich „The invisible man" fesseln. Der Rest plätscherte mehr oder weniger belanglos an mir vorbei. Doch zwei Ereignisse haben es ermöglicht, dass ich dem Album eine zweite Chance eingeräumt habe. Ein Konzert der Marbles-Tour und der Erwerb der 2-CD.
Nun entfaltet sich die verborgene Schönheit dieses Werkes bei jedem Durchlauf von neuem. Neben dem aufregenden Opener „The invisible man" sind es die weiteren Epen „Neverland" (mit Anleihen an Pink Floyd) und das nur auf der 2-CD befindliche „Ocean cloud", das schöne Gesangsmelodien mit „rockenden" Abschnitten und atmosphärischer Stimmung verbindet. Doch auch eingängigere Titel, wie „The only unforgetable thing" (2-CD) oder „You're gone" (Singleauskopplung) bieten die notwendige Verschnaufpause zu den anspruchsvolleren Teilen des Albums.
Hinzu kommt, dass die beiden Steves mit ihren Instrumente (Stimme und Gitarre) atemberaubende Kostproben ihrer Fähigkeiten bieten, und diese von der restlichen Band gekonnt umrahmt wird, die klasse Produktion tut ihr übriges dazu.

Warum dann doch „nur" vier (besser viereinhalb) Sterne. Bei über 90 Minuten Spielzeit lassen sich doch ein paar schwächere Stücke herausfiltern. Das etwas zu süßliche „Angelina" und der Marbles-Vierteiler, der jedes Mal, ohne großen Eindruck zu hinterlassen, an mir „vorbeimurmelt".

Trotzdem kann ich „Marbles" in einem Atemzug mit den großen Werken „Brave", Afraid of Sunlight" oder auch „Season's End" nennen.
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Marbles
Marbles von Marillion (Audio CD - 2004)
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