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5.0 von 5 Sternen Diana Krall unplugged
"The girl in the other room" ist Diana Kralls "Unplugged" oder "Stripped"-Album. Nach den zuletzt doch arg zuckersüßen, von Streichern und großem Orchester umschmeichelten Alben findet die schöne Kanadierin nun augenscheinlich zurück zu den Wurzeln. Die Besetzung ist mit Gitarre, Bass, Hammondorgel, Schlagzeug und ihr selbst am Klavier geradezu...
Veröffentlicht am 26. April 2004 von T-Elch

versus
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3.0 von 5 Sternen The Girl in the Room
Schöne, eingängige Musik. Sehr ruhig, ohne Höhepunkte. The Look of Love gefiel mir besser, weil es intensiver und ausdrucksstärker war.
Vor 23 Monaten von Beate Forsbach veröffentlicht


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diana Krall unplugged, 26. April 2004
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
"The girl in the other room" ist Diana Kralls "Unplugged" oder "Stripped"-Album. Nach den zuletzt doch arg zuckersüßen, von Streichern und großem Orchester umschmeichelten Alben findet die schöne Kanadierin nun augenscheinlich zurück zu den Wurzeln. Die Besetzung ist mit Gitarre, Bass, Hammondorgel, Schlagzeug und ihr selbst am Klavier geradezu minimalistisch, die Songs zum ersten Mal größtenteils von ihr selbst bzw. zusammen mit Ehemann Elvis Costello geschrieben. Und genau da liegt die Stärke dieses wunderbaren Albums: die neuen Songs sind voll Poesie und treffen genau auf den Punkt. Zwischen Text und Musik steht nicht mehr ein ganzes Orchester, sondern sie sind viel unmittelbarer als früher, viel persönlicher. Der Einfluss des genialen Songwriters Costello ist spürbar und doch sind es hundertprozentig Diana Kralls Songs und natürlich sind es auch immer noch Jazz-Songs, die da aus den Boxen perlen, aber es ist ein Jazz, der zurück zu seinen Wurzeln gefunden hat, zum Unmittelbaren. "The girl in the other room", das ist auch die andere Diana Krall, die nun ungeschminkt und bar jeder Hochglanzveredelung am Piano ihre Lieder singt. Nicht umsonst spiegelt sich das auch in Songtiteln wie "I've changed my address" oder "Abandoned Masquerades" wider.
Eine ganz große Leistung des Ehepaares Krall und MacManus, wie Elvis Costello ja eigentlich heißt und dem auch unter diesem Namen witzigerweise auf der Hülle gedankt wird. Sich auf der Höhe des Erfolges noch einmal neu zu definieren und das auch noch in dieser überzeugenden Weise - das gelingt nicht jedem.
Meine persönlichen Anspieltipps: "Narrow daylights", "Almost Blue" und "Departure Bay".
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diana Krall - vertraut und ganz wunderbar neu, 27. November 2004
Von 
Andreas Wittenburg (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Auf dieser CD ist zu hören, was ich Diana Krall immer gewünscht habe. Der Einfluss Ihres Ehemanns Elvis Costello öffnet ihr offenbar neue Horizonte. Wo sie sich früher zum Teil in arg glatte und mainstreamige Arrangements ergeben hat, findet man hier eine Bandbreite vor, die wirklich grandios ist. Ihre Stimme steht natürlich immer noch im Zentrum der Songs, umspielt von Ihrem spröden Klavierspiel.
Dazu eine Produktion, die deutlich karger und puristischer daherkommt und sich auch Ecken und Kanten traut. Die Instrumentierung verläßt dabei manchmal die gewohnten Jazzpfade - aufregend.
Das Material ist exzellent und vielseitig. Vom coolen Tanzbodenschleicher "Stop this world", über der atmosphärische Titelsong mit seinem ausgefeilten Spannungsbogen, bis zum leisen "Departure bay" Natürlich gibt es schleichige Jazz-Balladen, aber der handfester Blues "Love me like a man" überrascht den unbedarften Fan. "Black crow" bestätigt wieder einmal, dass Diana Krall eine exzellente Joni Mitchell-Interpretin ist.
Eine wunderschöne CD, die einen großen Schritt einer großen Künstlerin zeigt - eine Künstlerin, die mit eigenem Material nochmals wächst ... ein Wahnsinnsalbum ohne Durchhänger
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln, 16. April 2004
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
"The girl in the other room" ist Diana Kralls "Unplugged" oder "Stripped"-Album. Nach den zuletzt doch arg zuckersüßen, von Streichern und großem Orchester umschmeichelten Alben findet die schöne Kanadierin nun augenscheinlich zurück zu den Wurzeln. Die Besetzung ist mit Gitarre, Bass, Hammondorgel, Schlagzeug und ihr selbst am Klavier geradezu minimalistisch, die Songs zum ersten Mal größtenteils von ihr selbst bzw. zusammen mit Ehemann Elvis Costello geschrieben. Und genau da liegt die Stärke dieses wunderbaren Albums: die neuen Songs sind voll Poesie und treffen genau auf den Punkt. Zwischen Text und Musik steht nicht mehr ein ganzes Orchester, sondern sie sind viel unmittelbarer als früher, viel persönlicher. Der Einfluss des genialen Songwriters Costello ist spürbar und doch sind es hundertprozentig Diana Kralls Songs und natürlich sind es auch immer noch Jazz-Songs, die da aus den Boxen perlen, aber es ist ein Jazz, der zurück zu seinen Wurzeln gefunden hat, zum Unmittelbaren. "The girl in the other room", das ist auch die andere Diana Krall, die nun ungeschminkt und bar jeder Hochglanzveredelung am Piano ihre Lieder singt. Nicht umsonst spiegelt sich das auch in Songtiteln wie "I've changed my address" oder "Abandoned Masquerades" wider.
Eine ganz große Leistung des Ehepaares Krall und MacManus, wie Elvis Costello ja eigentlich heißt und dem auch unter diesem Namen witzigerweise auf der Hülle gedankt wird. Sich auf der Höhe des Erfolges noch einmal neu zu definieren und das auch noch in dieser überzeugenden Weise - das gelingt nicht jedem.
Anspieltipps: "Narrow daylights", "Almost Blue" und "Departure Bay".
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schnörkellos, 25. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Das ist wohl der treffendste Ausdruck für dieses Werk. Wer Diana Krall bisher für ihre Jazz Standards-Covers mochte, wird hier herausgefordert! Ich selbst hatte bisher nur eine CD (When I look in your eyes) von ihr. Ich fand das ausreichend. Sollten allerdings mehr Alben DIESER Art folgen ... ich möchte sie ALLE haben! Diana Krall scheint mir hier durch ihre Musik als Person greifbar zu werden. Sie konfrontiert den Hörer mit ihrer Gefühlstiefe und gibt gleichzeitig zu verstehen, dass sie unabhängiger geworden ist. Die Musik ist nicht mehr so gefällig. Sehr angenehm auch die sparsame Instrumentierung (kein Orchester mehr). Zugegebenermaßen sind die Covers "Stop This World", "Temptation", "Love Me Like a Man" die Songs, die einem zuerst ins Ohr gehen. Sie wecken das Interesse des flüchtigen Zuhörers. Doch die Eigenkompositionen laden zu einer näheren Beschäftigung ein. Nur zu diesen Liedern sind auch die Texte abgedruckt ... Und sie sind ALLE die Beschäftigung wert! "Narrow Daylight": ein Lied, das an einen regnerischen Tag erinnert, an dem man seinen melancholischen Gedanken nachhängt - man steht auf der Schwelle von gestern zu morgen ... ; "Abandoned Masquerade": ein traurig-stimmendes Lied, das einen noch tiefer sinken lässt; "I'm Coming Through": Hoffnung! man wird neu geboren, ein vorsichtig beschwingtes Lied, das einen neuen Weg aufzeigt. ... ich werde mich jetzt beherrschen und nicht JEDES Lied kommentieren. Reinhören und Hinhören lohnt sich!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut erlesen, 26. Februar 2005
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Normalerweise bin ich ja eher im Rock-Musik Bereich zuhause, aber als ein Freund mir dieses
Album ausgeliehen hat, war mir schnell klar, dass auch Jazz meinem Geschmack sehr wohl entsprechen kann.
Solch eine wunderschöne Musik gepaart mit dieser vollen, ausdrucksstarken Stimme, die sowohl leicht
rauchig, aber dennoch total klar klingt hatte ich bisher selten gehört.
Hinzu kommt, dass der Klang dieser SACD der beste ist (sowohl 2CH, als auch Multi-CH) den ich je
gehört habe -- unglaublich detailliert, perfekt gemischt und die Kanalverteilung bei der
Multikanal-Spur sucht seinesgleichen !
Die Songs sind mal sehr ruhig (z.B. "Abandoned Masquerade"), mal sehr verspielt, wie das bei Jazz
oft ja so üblich ist (z.B. "Love me like a man"; besonders tolle Soli !) und auch wunderschöne
melodische Songs kann man hier genießen (z.B. mein Favorit "Narrow Daylight", "Departure Bay").
Generell ist natürlich das von Diana Krall gespielte Piano (und ihr Gesang natürlich !) im Vordergrund,
wobei dessen Brillanz keiner weiteren Erklärung bedarf, aber auch gerade die Gitarre ist vorzüglich !
Ich denke, ich hab nie bessere Gitarren-Soli gehört, als hier (gespielt von 'Anthony Wilson').
Auch der Bass ist absolut genial - besonders in "Temptation" und "Black Crow".
Aber auch das Schlagzeug (was sich Jazz-typisch meist mehr im Hintergrund hält) ist, wenn man da mal
genauer hinhört, ausgezeichnet und mit sehr viel Übersicht gespielt.
Und nachdem man nun feststellt, dass die Musik an sich so ziemlich jeden verzaubert, der sie hört und
dass das Album außerdem nahezu komplett perfekt instrumentiert ist, fragt man sich, was soll man hier bemängeln..
Ich tue es deswegen auch nicht - es fällt mir nichts ein, was ich schlechtes sagen könnte.
Hier hört man absolut erlesenste Jazz Musik auf sehr hohem Niveau in exzellentem Klang !
Das Album (besonders als SACD) kann ich nur jedem empfehlen !
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ungeschminkte Diana Krall auf der neuen CD, 17. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Sie wirkt ernster, trauriger, vor allem, eine Spur härter. So gar nicht mehr die weichgespülte, durchgestylte und auf blonder Vamp getrimmte Jazz-Diva, die schon jetzt die erfolgreichste Jazz-Sängerin der Gegenwart ist. Diana Krall, die 39jährige Kanadierin hat in den letzten Jahren viel durchgemacht. Der langsame Krebstot ihrer Mutter, der Verlust ihrer verstorbenen Mentoren Ray Brown und Rosemary Clooney hat sie nach eigenem Bekunden völlig aus der Bahn geworfen wäre da nicht ihr neuer Ehemann, der fast 50jährige Declan McManus gewesen, der ihr die Kraft gab, nicht nur weiterzumachen, sondern sich auch neuen, aufregenden musikalischen Ufern zu nähern. Das alles wäre vielleicht nicht ganz so spektakulär, wenn McManus nicht unter dem Künstlernamen Elvis Costello einer der schrillernsten, innovationsfreudigsten und erfolgreichsten Rock-Pop-Musiker der Gegenwart wäre. Die Ehe der Superstars schlägt sich auch in der neuen CD von Diana Krall nieder, ‚The Girl In The Other Room', ist nicht nur eine so ganz andere Krall, wie man sie aus den jüngeren, so extrem erfolgreichen Veröffentlichungen kennt, sondern die Pianistin und Sängerin ist jetzt auch Komponistin. Zusammen mit ihrem Mann Elvis Costello hat sie 8 der vorgestellten 12 Stücke selbst geschrieben, die durchgängig eindringlichen, wie schönen Texte stammen von ihm oder sind das Ergebnis gemeinschaftlichen Schaffens. Die neue CD strotzt vor erdigem Blues, „unglaubliche Musik, rein und ehrlich" wie sie selber sagt. Songtitel wie „ I Have Changed My Adress", „Abandoned Masquerade" oder „Departure Bay" sprechen Bände von der neuen künstlerischen Richtung. Die ist voller Poesie und Melancholie, auch die vergleichsweise geringe Zahl erstklassiger Studiomusiker, wie Anthony Wilson an Gitarre, Christian McBride am Bass, Neil Larson an der Hammondorgel oder Peter Erskine an Drums, tragen zum unmittelbaren fast kammermusikalischen Erlebnis bei. Dennoch strotzt Krall mit ihrer sinnlich rauchigen Stimme und ihrem schnörkellosen Pianospiel sprichwörtlich vor Kraft und Ausdruck. Vom bejubelten New-Waver bis zum Interpreten des amerikanischen Songbooks von Burt Bacharach, die so vielseitige Karriere von Elvis Costello, verehrt und bewundert von der heutigen Fan-Gemeinde, bespöttelt und verhasst von Rock-Puristen, hat zweifelsfrei großen Einfluss auf diesen wichtigen und mutigen Schritt von Diana Krall eingefahrene Erfolgschienen zu verlassen, sich neuen musikalischen Herausforderungen zu stellen und einen bisher verschlossenen Blick in ihre Seele zu offenbaren. So lässt sie die Kommentare von Russel Mallone oder Dee Dee Bridgewater, die ständig betonen, es sei „hip, cool und angesagt heute Jazzmusiker zu sein. Da könne man sich schon ein wenig schwarz fühlen, es sei denn - na klar - man sei ein schwarzer Jazzmusiker, dann sei man echt mies dran", ziemlich unbeeindruckt. Mit dieser CD stellt Krall unter Beweis, sie kann sich weiterentwickeln, kann zu den ursprünglichen Wurzeln des Jazz zurückkehren und ihm ihren ganz persönlichen Stempel aufdrücken.. Natürlich gibt's auch vier ausgezeichnete Coverversionen, „Stop This World" ein Shuffle von Mose Allison, „Temptation" vom Altmeister Tom Waits und „Black Crow" von Joni Mitchell, nicht zu vergessen der durch Bonie Raitt berühmte gewordene Blues „Love Me Like A Man". Diana Krall ist im Olymp der großen Jazzsängerinnen angekommen. Sie beherrscht den orchestralen, glamourösen Jazz-Standart von Bacharach, wie den eigenen, persönlichen Blues. Eine wichtige, eine großartige Neuerscheinung einer begeisternden Künstlerin.
Christian Hodeige
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70 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TÜREN UND FENSTER AUF, 12. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
DIANA KRALL IST „THE GIRL IN THE OTHER ROOM"

Die Gefühlstiefe, die sich hinter der äußerst erfolgreichen Discographie von Diana Krall verbirgt, war sensibleren Hörern stets offenkundlich. Und nun, mit ihrem neuen Album „The Girl in the Other Room", demonstriert Krall nicht nur ihr Gespür für die breite Palette des Jazz-Genres, sondern offenbart auch ihr Talent als Songschreiberin.
Und tatsächlich ist bereits der Titelsong der CD unverkennbar ein Krall Werk durch und durch. Während sich einige mit dem lyrischen Bild einer Frau identifizieren, die sich von soetwas wie der Liebe ablenken läßt (wohlgemerkt entstand der Text in Zusammenarbeit mit Elvis Costello) - so verfallen andere dem mühelos swingenden Klavierspiel bei dem Krall von ihren langjährigen Rhythmus-Kollegen begleitet wird: John Clayton am Bass und Jeff Hamilton am Schlagzeug. Über weite Strecken des Albums fällt diese Rollen allerdings Schlagzeuger Peter Erskine und Bassist Christian McBride zu. Das sympathische und zugleich einfallsreiche Gitarrespiel von Anthony Wilson ist nur einer der viele roten Fäden, die „The Girl In The Other Room" durchziehen. Zudem sind Gastmsiker wie die Schlagzeugerin Terri Lynne Carrington und Neil Larson (Hammond B-3) zu hören.
Erstmals tritt Diana Krall neben Tommy LiPuma, der hiermit ihr siebtes Album produziert, als Co-Produzentin auf. Ein weiterer langjähriger Kumpane, Ton-Techniker Al Schmitt, mischte während der mehrwöchigen Sessions in den Capitol Studios in Hollywood und bei Avatar Recordings in New York 2003 entstandenen Aufnahmen zusammen.
Wer bereits an Kralls intime und verführerische Stimme gewöhnt ist, wird bei ihrer aktuellen Auswahl an Komponisten zunächst überrascht sein. In Mose Allisons zeitlosem Blues „Stop This World" oder Smithers fröhlich-sinnlichem „Love Me Like A Man" ist eine Sängerin, Pianistin und Bandleaderin in Höchstform zu erleben.
Kralls sanfte Interpretation von Tom Waits „Temptation" mit seinem außergewöhnlichen Intro von Christian McBride findet seinen Widerhall in Kralls Vorspiel zu einer großartig sanften Version von Elvis Costellos „Almost Blue". Mit einer wunderschön reflektierten Einspielung eines stets einwenig sonderbaren Standard, Herzogs „I'm Pulling Through", belebt Krall den Stil ihres früheren Lehrers, Pianist Jimmiy Rowles wieder.
Im Geiste Rowles und den Lehrjahren in kleinen Jazz Clubs zollt Diana Krall mit der Eigenkomposition "I've Changed My Address" Tribut. Krall gibt zu, dass jüngste Besuche in einigen dieser alten Bars gelegentlich schockierten: "Alles sieht fast so aus wie früher, aber das Ganze ist mittlerweile eine Sport-Kneipe und anstelle des Klavier steht dort ein Bilard-Tisch."
Obwohl "The Girl in the Other Room" eine Menge Neues bietet, imitiert das Album doch irgendwie eine Schallplatte mit zwei Seiten. Die großzügigen und fließenden Soli von Gitarist Anthony Wilson und Krall selbst in Joni Mitchells Fernweh-Hymne „Black Crow" kündigen eine Reihe eigener Stücke an, die von Familie, Liebe aber auch vom unerträglichen Schmerz des Verlusts eines Elternteils erzählen. Krall erklärte dies kürzlich: „Ich durchlitt eine Reihe tiefer persönlicher Verluste und Veränderungen in meinem Leben. Naja, und das ist es, was ich tat statt mich einzuigeln und zu sagen ‚damit komme ich nicht klar!'".
Und so sind es die unumstößlichen Veränderungen im hoffnungsvollen „Narrow Daylight", die Raum schaffen für den raffinierten Blues „Abandoned Masquerade". Genau dieser Song ist es, der am deutlichsten macht, dass es (zumindest vorläufig) für die Sängerin Zeit ist, aus dem Lichtkegel der bezaubernd romantischen Illusion herauszutreten, der so viele der alten Songs beleuchtet hat. Einmal mehr besteht kein Zweifel daran, dass der Zuhörer dem Werk eines echten Jazz-Komponisten lauscht.
Der sanfte Trotz von "I'm Coming Through" markiert eine weitere unterschwellige Verschiebung des musikalischen Szenenbildes mit dem beeindruckend schönen Spiel von Anthony Wilson. Der Inhalt dieser beiden letzten Songs ist zweifellos das persönlichste Material, das Diana Krall bis heute aufgenommen hat. Das Album schließt mit dem sicher innigsten Titel der CD. "Departure Bay" beschreibt nicht nur intensiv und beinahe anrührend Bilder aus Kralls Heimatstadt Nanaimo auf Vancouver Island (British Columbia, Kanada), sondern auch schmerzliche Erinnerungen an das erste Weihnachten der Familie Krall ohne Dianas Mutter, die im Mai 2002 an Krebs starb. Die letzte Strophe jedoch heißt eine neue Liebe willkommen und drückt Hoffnung für die Zukunft aus.
Stammt die Musik dieser Songs allein von Krall, so stellen doch viele eine lyrische Zusammenarbeit mit Dianas frischgebackenem Ehemann, Elvis Costello dar. Zum Thema wie die gemeinsame Arbeit funktionierte, sagt Krall: „Ich schrieb zunächst die Musik und dann diskutierten Elvis und ich, was wir im Text ausdrücken wollen. Ich erzählte ihm Geschichten und schrieb seitenweise Erinnerungen an Begebenheiten und Eindrücke auf, die er anschließend in eine engere lyrische Form brachte. Für ‚Departure Bay' beispielsweise schrieb ich eine lange Liste an Dingen herunter, die ich besonders an zu Hause liebe, auch Dinge, die ich jetzt, nachdem ich weggegangen bin, anders - wenn nicht sogar exotisch - sehe."
Lieder spiegeln häufig Momente aus unserem Leben wider und die meisten Zuhörer sind sich bewußt, dass Diana Kralls bisherige Alben stets viele persönliche aber vor allem private Bedeutungen für die Künstlerin in sich trugen. „The Girl in the Other Room" bringt nun erstmalig das, was bislang zart verhüllt war, zum Vorschein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine lanze für diana, 15. April 2009
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
nachdem frau krall später mit "the look of love" und "quiet nights" zwei schmalztriefende kitsch-alben abgeliefert hat (die aber trotzdem von hoher musikalischer qualität und hervorragend produziert sind!), möchte ich hier auf dieses album hinweisen, dass durch starke songs in jazzigen arrangements glänzt und durchaus auch anspruchsvolle musikhörer zufrieden stellen wird.

mit dem tom waits song "temptation" stellt sie sich hier für mich in eine reihe mit holly cole, die diesen song auch perfekt gecovert hat. "almost blue" erzeugt gänsehaut, andere highlights sind der titelsong und "narrow daylight" was aber nicht bedeutet, dass der rest abstinkt - das ganze album hält ein durchgehend hohes niveau und man hat nicht das gefühl (wie bei den erwähnten beiden) dass es hier um's geld geht.

frau krall macht hier ernsthaften, engagierten und glaubwürdigen jazz für leute, die damit was anfangen können und zeigt, dass sie es nicht notwendig hätte ihr einkommen mit kitschalben aufzubessern.

zudem ist die tonqualität fantastisch, die scheibe wurde dementsprechend auch schon für high-end demonstrationen missbraucht. auch für den sound fünf sterne!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik zum genießen, 7. Mai 2004
Von 
Thomas Berninger (Fuldatal Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Begeistert von der "Live in Paris DVD" fuhren wir im August letzten Jahres nach Wiesbaden um uns das Konzert beim "Rheingau Musik Festival" anzusehen. Und waren mehr als enttäuscht. Nach 90 lustlos heruntergespielten Minuten bei einer Zugabe verschwand Frau Krall von der Bühne. Trotzdem habe ich die neue CD gekauft und muss sagen: Klasse! Die Titelauswahl ist mehr als gelungen und zusammen mit diesen Spitzenmusikern (Jeff Hamilton, Anthony Wilson, John Clayton) zaubert sie ein musikalisches Meisterwerk. Dabei sind es in erster Linie ihre Eigenkompositionen, die mir am besten gefallen. Der Titeltrack und "Narrow Daylight" sind meine Favoriten. Aber auch die Coverversionen bestechen, vor allem "Temptation" von Tom Waits und "Almost blue", ein Titel den Elvis Costello einst für Chet Baker schrieb. Der Bonnie Raitt Song "Love me like a man" fällt aus dem Rahmen. Eine Blues, den die sonst so kühle Blonde sogar etwas sinnlich-anzüglich vorträgt. Total cool der opener: Mose Alison's "Stop the world". Musik einfach zum genießen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dianas Beste, 26. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Girl in the Other Room (Audio CD)
Dies ist die intimste und interessanteste CD von Diana Krall. Die Songs, auch die Klassiker wie Temptation u. a., sind sehr authentisch und einfühlsam vorgetragen. Auch offenbart die Künstlerin mit Tracks, wie "Departure Bay" u. "Narrow Daylight", ein wenig ihre persönliche Seite.
Mit diesem Album präsentiert sie sich als eine ganz Grosse des Jazz.
Ihr Ehemann, Elvis Costello, hat hier ebenfalls seinen Einfluss gehabt.
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The Girl in the Other Room
The Girl in the Other Room von Diana Krall (Audio CD - 2004)
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