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5.0 von 5 Sternen Neil Hannons Comeback: Ein Großwerk des orchestralen Pop
Wow! Damit war nicht zu rechnen. Nach dem bitter enttäuschenden, weil unendlich banalen, spröden Rock-Album "Regeneration" kehrt Neil Hannon alias The Divine Comedy glanzvoll zurück mit allem, was ihn ausmacht und was keiner so kann wie er: Orchestraler Pop voller Gefühl, Geschmeidigkeit, Grandezza, Größenwahn. "Absent Friends" ist noch...
Am 29. April 2004 veröffentlicht

versus
1 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen stellenweise epigonenhaft?
Beim ersten Hören dachte ich spontan, es handele sich bei Neil Hannon um einen Epigonen erster Kajüte.
Der Mann muß m.E. viel Musik in seinem Leben gehört und in sich aufgesogen haben.
Sogleich hatte ich bei fast jedem Stück ein "deja vu" der nicht immer angenehmen Art.
Das erste Stück "Absent Friend" erinnerte mich spontan an...
Am 21. Januar 2005 veröffentlicht


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neil Hannons Comeback: Ein Großwerk des orchestralen Pop, 29. April 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Wow! Damit war nicht zu rechnen. Nach dem bitter enttäuschenden, weil unendlich banalen, spröden Rock-Album "Regeneration" kehrt Neil Hannon alias The Divine Comedy glanzvoll zurück mit allem, was ihn ausmacht und was keiner so kann wie er: Orchestraler Pop voller Gefühl, Geschmeidigkeit, Grandezza, Größenwahn. "Absent Friends" ist noch besser als sein bisheriges Meisterstück "Casanova" (1996) - hier ist Hannon endgültig auf Augenhöhe mit seinem Idol Scott Walker angelangt.
Größere Orchester fährt in der Popmusik derzeit niemand auf, üppigere Melodien komponiert (hier trifft das Wort wirklich mal zu) keiner, ähnlich schlau arrangiert in England höchstens noch Prefab Sprout-Mastermind Paddy McAloon. Wie das Akkordeon von Yann Tiersen ("Amelie") den Song "Sticks & Stones" französisch färbt; wie Stimmen und Bläser im düsteren "The Wreck of the Beautiful" den Hörer frösteln lassen - das ist große Kunst!
Zwei echte, wunderhübsche Popsongs gibt's mit "Come Home Billy Bird" und "Charmed Life" auch. Beide feiern den Zauber der Vaterschaft: Der Handelsvertreter, der sich abhetzt, um rechtzeitig zum ersten Fußballspiel seines Sohnes zu kommen, oder der eigentlich abgeklärte Mann, der jetzt euphorisch für seine kleine Tochter singt und ihr Glück fürs Leben wünscht. Das sind herrlich einfallsreich erzählte Geschichten voll warmherziger Ironie, die jedem Vater Tränen der Rührung in die Augen treiben dürften. Toll auch "The Happy Goth" über ein Gruftie-Mädchen, das sich gegen jedes Klischee einfach nur gut fühlen will, und das Eifersuchtsdrama "Our Mutual Friend".
Was den Gesang betrifft: Da war Neil Hannon immer schon ein ganz Großer. Diesmal spart er sich jede skurrille Übertreibung und croont entspannt wie nie zuvor. Ein schwächerer Sänger wäre gegen die orchestrale Wucht der Musik (arrangiert vom alten Kumpel Jody Talbot) hoffnungslos untergegangen - kein Problem für Neil Hannon, der seine gewaltigen Songs in diesem Frühling/Sommer auch live vorstellt. Hoffentlich auch in Deutschland!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome back, Mr. Hannon, 29. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Ich war wirklich skeptisch. "Fin de Siecle" und "Regeneration", die beiden letzten Platten von Divine Comedy, hatten mich unterm Strich eher enttäuscht. "Fin" war einfach viel zu viel Lärm (Riesenorchester, Riesenchor, Operndiva, enorme synthetische Monster) um nichts, waren doch die wenigsten Songs wirklich gut, und "Regeneration" hatte mit den Divine Comedy, die ich zu kennen glaubte, nicht mehr wirklich viel zu tun. War eher eine gewöhnliche Indie-Pop Platte, von Nigel Godrich zwar enorm gut produziert und gemischt, aber gänzlich ohne den Charm von "Promenade" oder "Casanova".
Um es kurz zu machen, ich hatte eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben, daß Mr. Hannon noch einmal eine Platte machen würde, die ich ohne Einschränkung großartig finden würde. Und dann kam "Absent Friends", und diese mutet - rein musikalisch gesehen - an wie das vergessene Album zwischen "Promenade" und "Casanova", kombiniert also all jenes, was Mr. Hannon am besten kann: Die großen Hymnen ("Absent Friends", "Freedom Road"), die dunklen Moritaten ("Wreck Of The Beautiful", "Our Mutual Friend") und die kammermusikalischen, chansonartigen Stücke ("Charmed Life", "The Happy Goth"). Mit "Come Home Billy Bird" gibt es auch noch einen großen Popsong (, der allerdings hierzulande nie den Weg in die Charts finden wird, leider), und alles zusammen ist eine sehr verführerische Mischung, wenn es dazu auch noch von einem der besten Sänger der zeitgenössischen Popmusik gesungen und von einem der begabtesten Arrangeure (Joby Talbot, der seit jeher der Mann für die ausgefuchsten Orchesterparts bei DC ist) arrangiert wird. Neben dem Orchester geben hauptsächlich Cembalo und - eine Neuheit im DC-Kosmos - Banjo den Ton an, was der Platte bei aller Melodramatik einen sehr luftigen Ton verleiht.
Die Texte freilich haben sich im Laufe der Jahre sehr verändert. Wo Hannon früher noch - sehr unterhaltsam - distanziert und von seiner Person losgelöst Gesellschaft und Kultur reflektierte, wirkt die Lyrik auf "Absent Friends" zum Großteil sehr autobiographisch ("Freedom Road" und "Leaving Today" sind Impressionen seiner ausgiebigen Touren mit Ben Folds und der damit verbundenen Trennung von Frau und Tochter. "Charmed Life" ist das unvermeidliche Lied für sein Kind, das aber auch so unkitschig und unpeinlich daherkommt, daß es eine reine Freude ist.). Natürlich gibt es auch Ausnahmen, in "Absent Friends" z.B. gibt es wieder ein wundervolles Namedropping von Steve McQueen bis Oscar Wilde.
Jeder Comedy-Fan wird diese Platte lieben, daran gibt es für mich keinen Zweifel, kann sie doch mit dem Besten mithalten, was Neil Hannons musikalischer Output zu bieten hat. Der Kauf ist uneingeschränkt zu empfehlen, an einem der wenigen Konzerte im April und Mai anwesend zu sein sowieso. Bisher Album des Jahres.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sag Ja zum Bombast, 1. Januar 2006
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Schon das Cover, Hannon über einen antiken Diwan gebreitet, lässt ahnen, dass dieses Comeback eines im doppelten Sinne ist: einmal belebt er die Göttliche Komödie wieder, zum anderen kehrt er dorthin zurück, wo er eine Koryphäe ist und alle anderen überragt – anspruchsvoller britischer Pop mit richtig viel Entourage: Geigen, Trompeten, Akkordeon, über 50 Musiker geben ihr Bestes in elf Songs, die wie immer von Joby Talbot genial arrangiert wurden. Schon der Opener lässt keinen Zweifel an der Rückbesinnung: seine ironische Verbeugung vor Oscar Wilde und Steve McQueen fängt mit einer Bläsersektion an, dann übernehmen Akkustikgitarren, und schließlich stimmt der Rest des Orchesters ein. Jaaaaa, so lieben wir unseren Neil Hannon! Titel 2, eine Kollaboration mit Yann Tiersen, gleich der Höhepunkt. Hier wird musikalisch wirklich alles aufgefahren, inklusive Schlussgong und einem Chor, der in jeden Titelsong von James Bond passen würde. Überhaupt ist das Album (wieder) voller Stücke, die schon fast ins Klassische gehen (oder ins Musical-hafte, wie andere Rezensenten treffend feststellten). Bombast: ja. Kitsch: auch. Belanglosigkeit: Gott bewahre! Weitere Highlights: „The Happy Goth“ (endlich mal keine Klischeeverwurstung von Grufties) und „Charmed Life“ – zum Schluss musste noch mal die ganze Mannschaft ran, das macht optimistisch, dass das nächste Album wieder in diese Kerbe schlägt. Ob nun die Single-Auskopplung „Billy Bird“ das geeignete Schaufenster für dieses Meisterwerk ist, sei dahingestellt. Alles in allem ist „Absent Friends“ eine CD, die bei jedem Hören neue Details preisgibt, eine Entdecker-CD sozusagen, und für mich jedenfalls nach „Short Album About Love“, auf dem Hannon seine bombastischen Vorstellungen auf die Spitze getrieben hatte, sein zweitbestes Album, und das will bei der hohen Qualität seiner Werke einiges bedeuten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Songs von großer Strahlkraft, strotzt nur so vor Können und Lieblichkeit, 31. März 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Äußern sich mehr als zehn Menschen zu einem Werk, vor allem wenn man selbst keine total konträre Auffassung vertritt als das Gros, dann sollte man keine Rezension verfassen. Ich mache das jetzt ausnahmsweise trotzdem, weil ich eben wieder, womöglich zum 40. oder 50. Mal, einige Lieder aus "Absent Friends" genossen habe. Wie ich jetzt weiß: Das beste Album von Divine Comedy. Nicht Casanova, auch nicht das Short Album..., auch nicht Fin de Siecle (das schon gar nicht) können dieser Zusammenstellung von 10 Songs und einem (okay, zugegeben) etwas schwächlichen Instrumental nahe kommen. Ich bin zwar kein Obermotzkritiker, der in der Woche zehn/zwanzig Newcomer oder mehr durchhört (und somit einen großen Überblick hat), trotzdem behaupte ich, dass die Songs "Sticks & Stones", "Mutual Friend" und "Charmed Life" zum allerbesten gehören in dieser Kategorie. Ich wüsste nicht, warum ein Frank Sinatra diese orchestralen Edelsteine ablehnen würde - es gäbe absolut keinen Grund dafür. Die Arrangements bewegen sich kurz vor dem Bombast und driften nach meinem Dafürhalten nie ins glitschig-sentimentale, wobei... bei "Leaving today" ist das schon ein wenig so. Die Songs haben so viel Stil, so viel Raffinesse auch in den Lyrics (ohne jetzt von den ganz großen Dingen zu berichten), und dann Hat Neil Hannon darüber hinaus eine schöne Stimme, die gleichzeitig unaufdringlich ist. Ein durch und durch wunderbares Album, das vermutlich mehr Frauen als Männer ins Herz schließen. Dort bleibt es dann aber auch sitzen. "Come home Billy Bird" ist übrigens ein besserer Song, als man zunächst denkt. Er ist aber ein wenig untypisch für das gesamte Album. Als Single hätte man doch besser "Sticks & Stones" genommen. Aber wer hört schon Singles? Diese 45 Minuten haben mich gelegentlich glücklich gemacht für einige Minuten (bin es auch ohne Divine Comedy, aber hier handelt es sich zweifelsohne um einen Glücksverstärker). Das Folgealbum enthält zwar auch zwei bis drei richtig gute Stücke, wirkt aber zu durchwachsen und ist in der Summe eher mittelgut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opulente Leichtigkeit., 17. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Neil Hannon hat elf kleine Geschichten in große Melodien verpackt und mit Unterstützung von Joby Talbot zum Teil opulent orchestrieren lassen. Traurig, lässig, voller sprödem Witz und tragischen Momenten - Hannon schöpft nicht allein textlich die volle Bandbreite der Stilmittel aus. Den Kopf hinter der "Divine Comedy" als Genie zu bezeichnen geht zu weit, zu selbstverständlich und leichtfüßig klingen die phantasiereichen Inszenierungen.
Bei einer Tasse Tee ist das Album "absent friends" ein kleines Fest und ein guter Freund.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haare ab und wieder mit großem Pathos - Neil Hannon is back, 30. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Nun hat er also doch wieder die Kurve gekriegt. Nach dem eher mittelprächtigen REGENERATION, in der mehr der britische Indie-Pop a la Radiohead vorherrschte, klingt ABSENT FRIENDS wieder ganz nach THE DIVINE COMEDY, nach den großen Alben der Frühzeit, nach PROMENADE oder CASSANOVA. Neil Hannon, der Kopf hinter THE DIVINE COMEDY, hat sich von seinen alten Jungs getrennt und, ähnlich wie früher, alles wieder im Alleingang aufgenommen. Also ohne Kompromisse und demokratische Abstimmungen, die REGENERATION so flügellahm machten. Nun haben wir ihn also wieder, den großen Dandy, den Scott Walker der Gegenwart, den Crooner der großen Hymnen, der ausschweifenden Melodien und traumwandlerischen Arrangements. ABSENT FRIENDS besingt wieder die ganze Pallette der Höhen und Tiefen. Wer THE DIVINE COMEDY nur von REGENERATION her kennt, sie vielleicht sogar auf ihrer letzten Deutschland Tour gesehen hat, der sollte von dieser Platte die Finger lassen. Freunde der alten Platten, so wie ich, kommen aber voll und ganz auf ihre Kosten.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr eines wahren Genies, 15. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Neil Hannon is back. Drei Jahre nach "Regeneration", einem Album das ein krasser Stilbruch mit seinen vorherigen Arbeiten war und kommerziell sehr bescheiden lief, hat sich der größte Poet des Pop überraschenderweise zurück auf sein altes Territorium bewegt. Weg von der Gitarrenlastigkeit des Vorgängers, zurück zu ungeniertem Pomp, überquellenden Streichern, voller Pathos - einfach very british - einfach Neil Hannon.
"Absent Friends" schließt auf großartige Weise an die Traditionen von "Casanova" an und bleibt was die Texte betrifft, eine wahre Ausnahmeerscheinung der heutigen Poplandschaft.
Neil beginnt im Titelstück mit einer Ode an seine Idole - Steve Mc Queen, Oscar Wilde und setzt ihnen mit diesem Song ein würdiges Denkmal. Song 2 - " Sticks & Stones", ist für mich der Höhepunkt der Platte, die ideale Single, ein Refrain zum niederknien. Markant dann auch wieder Track 4: "Come home, Billy Bird" - wer sonst würde eine derart ironische Ode an einen Vielflieger so charmant präsentieren wie die göttliche Komödie ??? Ja - er ist zurück auf den Spuren des "National Express", "Alfies" oder "Daddy's Car".
Ein sensationelles Album für alle die es so richtig britisch mögen und bereit sind sich auf diese Reise einzulassen - und sehr genau hinzuhören. Danke TDC !
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5.0 von 5 Sternen "Absent friends - here's to them!" - Ein Trinkspruch und ein Album, welche beide der echten Freundschaft gewidmet sind, 3. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Der talentierte Ire Neil Hannon mit der wunderschön sonoren Stimme legt mit diesem Album in Zusammenarbeit mit seinen zahlreichen Mitmusikern ein Meisterwerk des Orchesterpop vor. Um drei Arten von Freunden geht es hier unter anderem: um abwesende ("Absent Friends"), imaginäre ("My Imaginary Friend") und gemeinsame ("Our Mutual Friend") - welche die besten sind und auf welche man lieber verzichten sollte, das erfährt man, wenn man auf die Songtexte achtet. Gleich der Opener "Absent Friends" fühlt sich nicht nur wie die herzliche Umarmung eines langvermissten Freundes an, sondern enthält zahlreiche, wunderschön in Reimform gebrachte kulturelle Anspielungen von Oscar Wilde bis hin zu Steve McQueen. Eine gelungene Einführung in die Welt des Neil Hannon und ein toller Anfangssong eines sonisch prächtigen Albums. Weiter geht es mit dem dramatischen Song "Sticks&Stones", einer Anspielung auf den englischen Spruch "Sticks and stones may break my bones, but words will never hurt me". Die folgenden weiteren Songs sind entweder zarte, ruhige Lieder oder aber verführerische, beschwingte musikalische Schätze - für Abwechselung ist also gesorgt. Auch die teils traurigen, teils hoffnungmachenden Geschichten, die Hannon mit seinen elaborierten Songtexten erzählt, sollten eine angemessene Beachtung finden. Das Timbre in Neils Stimme ist das Sahnehäubchen dieser grandios komponierten Musik und trägt damit genauso perfekt zum Gesamtwerk bei, wie das hinreißend altmodische Albumcover mit Bohème-Touch, das an ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert erinnert. Auch wenn ich mich metaphorisch jetzt vielleicht etwas versteige (wofür ich mich beim geneigten Leser im Voraus entschuldigen möchte): "Absent Friends" ist ein Album wie eine köstliche Praline - eine schokoladig-knackige perfekte äußere Form und innen ein samtig-zarter Schmelz aus Mandelnougat, Marzipan und zahlreichen anderen Leckereien. Eben eine echte Wundertüte! Ein passender Anspieltipp ist "Our Mutual Friend" (Hannons traurig-elegischer Gesang macht ganz melancholisch, aber sobald das etwas später einsetzende Tambourin genau beim Wort "beat" anfängt, den Takt anzugeben, schleicht sich mir immer ein Lächeln auf die Lippen). Ebenso bezaubernd sind die Songs "Charmed Life" (das Hannon seinem damals gerade geborenen Sohn Wilbur widmete) und "My Imaginary Friend".
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5.0 von 5 Sternen Auch nach Jahren noch wunderbar, 14. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Bei Neil Hannons Divine Comedy fällt es mir schwer, ein Lieblingsalbum zu benennen - aber "Absent Friends" gehört meines Erachtens auf jeden Fall zu seinen absoluten Sternstunden.

Sowohl musikalisch als auch textlich ist diese nach dem Ausflug in düsterere (Fin de Siècle) bzw. rockigere Gefilde (das Bandalbum "Regeneration") wieder sehr orchestrale LP ein Genuss, die Stücke mal heiter (und textlich witzig) wie The Happy Goth, Come Home Billy Bird und Your Imaginary Friend, mal nachdenklich wie Absent Friends (obwohl dies Stück textlich ein bisschen überkandidelt daherkommt), leicht theatralisch wie The Wreck of the Beautiful und Leaving Today, dann auch einmal instrumental wie Laika's Theme. Die beiden Höhepunkte von "Absent Friends" sind für mich aber weiterhin Sticks and Stones mit einem der schönsten Pop-Streichersätze dieses Jahrzehnts und das grandiose Schlussstück Charmed Life, das man gern auf meiner Beerdigung spielen darf.

Wer "Liberation" und "Casanova" liebt, dem wird auch "Absent Friends" gefallen. Ein weiterer Geniestreich dieses Musikers, der ganz offen seine Liebe zur Popmusik erklärt, sie mit klassischen Elementen versetzt und etwas ganz Eigenes schafft.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scott Walkers Erbe, 4. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Absent Friends (Audio CD)
Die neue CD klingt wie eine herrliche Melange aus den vorhergehenden Werken - sie hat das Dandyhafte von "Casanova", den manchmal nahezu minimalistischen Bombast von "Fin De Siècle" und das Enigmatische von "Regeneration". Außerdem ist die Musik dem frühen Scott Walker näher als je zuvor. Die besten Tracks sind meines Erachtens "Absent Friends", "Sticks & Stones" und "Charmed Life".
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Absent Friends
Absent Friends von The Divine Comedy (Audio CD)
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