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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen remastered = Klangunterschied?
Ich möchte mich hier nur dazu äußern, ob es sich lohnt diese CD zu kaufen, wenn man einen besseren Klang gegenüber der Original-CD aus den 80er-Jahren erwartet (da ich diese Remastered-CD mangels Hinweis in den Rezensionen dazu auf gut Glück kaufen musste, denke ich, dass dies den einen oder anderen interessieren könnte).
Diese...
Veröffentlicht am 27. August 2007 von Musikliebhaber

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerfallsdokument einer legendären Band
In den vierzehn Jahren nach dem Ausscheiden Syd Barretts hatte Roger Waters sich nach und nach zur dominierenden Figur bei Pink Floyd hochgearbeitet; die sensationellen Alben "Dark Side of the Moon", "Wish you were here" und "Animals" tragen unverkennbar seine Handschrift. Dann jedoch übertrieb es der textgewaltige Charakterkopf, indem er...
Vor 2 Monaten von Alexander Gärtner veröffentlicht


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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen remastered = Klangunterschied?, 27. August 2007
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Ich möchte mich hier nur dazu äußern, ob es sich lohnt diese CD zu kaufen, wenn man einen besseren Klang gegenüber der Original-CD aus den 80er-Jahren erwartet (da ich diese Remastered-CD mangels Hinweis in den Rezensionen dazu auf gut Glück kaufen musste, denke ich, dass dies den einen oder anderen interessieren könnte).
Diese remastered Version ist es in der Tat wert. Im direkten Vergleich hat man das Gefühl, dass hier Welten zwischen den Aufnahmen liegen. Die alte CD klingt im Vergleich hierzu muffig, kein bisschen brilliant und die Instrumente sind schlechter zu orten, da sie teilweise in der Musik untergehen. Auch der Dynamikgewinn ist beträchtlich und lässt die remastered Version natürlicher klingen.
Also: klanglich eine klare Empfehlung.
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das umstrittene Werk eines Meisters, 27. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
The Final Cut kaufte ich mir damals noch auf Vinyl, und ich war gerade mal 12-Jahre alt. Verstanden habe ich die Musik zu dieser Zeit nicht wirklich und doch... Die dunkle Faszination, die diese Musik auf mich ausübte, blieb, und die CD-Fassung der Platte lässt mich auch heute nicht kalt. Obwohl ich kein Freund Waterscher Soloeskapaden bin und das Album mit Sicherheit kein wirkliches Gemeinschaftsprodukt der Interessensgruppe Waters/Gilmour/Mason (Wright hatte zuvor, nicht ganz freiwillig, PINK FLOYD verlassen)ist, bleibt "The Final Cut" ein kompositorisches und musikalisches Meisterwerk das "Seinesgleichen" sucht. Der Sound wirkt kristallkar, die Dynamik ist nahezu unglaublich, viele der Stücke haben einen konzertanten Charakter und sind schlichtweg spannend, wenn auch nicht gerade massenkompatibel angelegt. Wer nicht zwingend Vergleiche zu Altwerken wie "The Dark Side of the Moon oder Wish You Were Here" heranzieht, nicht zu sehr an der Frühphase der Band "A Piper at the Gates of Dawn" festhält und einfach offen ist für gute, wenn auch sehr anspruchsvolle Musik, der wird mit "The Final Cut" sehr glücklich und vielleicht auch alt werden.

Tipp zum Anspielen: The Gunners Dream. Kompositorisch immer noch ein Überhammer!! Und eigentlich mindestens genau so gut wie "Hey You" von "The Wall".
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The final flop ? Gewiss NICHT !, 27. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
vom schlechtesten Floyd-Album wird hier gesprochen, von einem kommerziellen Flop, von Waters Alleingang. Mit Ausnahme des ersten Attributs mag das ja alles sein. Ich empfehle trotzdem jedem Kritiker mal, sich mit dem Album zu beschäftigen. Es ist wahrhaftig schwer verdaulich, sowohl vom Text auch von der Musik. Aber es hat ein mystisches Eigenleben, das sich einem nur erschließt, wenn man nicht vorher abwinkt und sich von irgendwelchen Presseberichten, Rezensionen oder von Halbwissen voreinnehmen lässt.

TFC floppte deswegen, weil es genauso wie übrigens Waters's erstes Soloalum "Pros and cons of hitch-hiking" überhaupt nicht kommerziell ambitioniert war, sondern erneut und noch deutlicher autobiographische Züge Waters trägt, die gewiss schwer verkaufbar waren aber auch nicht vekaufbar sein mussten. Für kommerzielle Erfolge fehlt TFC natürlich auch das kultige des The Wall - Konzeptes. Doch wer schreibt schon 2 Meilensteine der Musikgeschichte in 4 Jahren ?

Die Rest-Floydians haben Roger gewähren lassen, weil Ihnen wahrscheinlich nichts mehr eingefallen ist, unmittelbar nach den ermüdenden The Wall-Zeiten in denen Sie von Konzert zu Konzert hechteten. Nicht so Roger Waters, der sein Mitteilungsbedürfnis nicht zügeln konnte und eine für mich zeitlose Perle der Rockgeschichte geschrieben hat.

The final cut ist wie eigentlich alle Waters -Projekte extrem audiophil. Das machte für mich immer den Reiz seiner Musik aus. Wer TFC noch nicht kennt, Kopfhörer auf und in einem Zug durchhören. Ich verspreche, dass Ihr Euch an einer Stelle fast zu Tode erschreckt, gute Lautstärke vorausgesetzt. TFC ist sehr emotional, mal wütend mal melancholisch, dann wieder traurig. Hier werden die Abgründe eines Menschen/der Menschheit/der Gesellschaft bewußt und detailgetreu dokumentiert, immer ganz ehrlich, ohne Rücksicht auf (finanzielle) Verluste.

Roger Waters wurde zu dieser Zeit Geldgeilheit vorgeworfen. Das würde ich mal locker herumdrehen, denn wer "Pros and Cons" und "Momentary lapse of reason" (die unmittelbaren Folgeprojekte von RW und PF) vergleicht wird schnell feststellen, in welche Richtung das Geldsäckel ausschlägt. Gut also, dass es Pink Floyd mit TFC dabei belassen haben, sonst wäre nach der kreativen Genesung der Restbande ein ganz schönes Kuddelmuddel herausgekommen. Die Halbwertzeit der Band war 1983 einfach abgelaufen!

Ich empfehle Final Cut im Gegensatz zu so mancher Rezension hier als ein sehr starkes Album wo man den Namen der Band in der Tat vom Plattencover radieren möchte. Meine Empfehlung gilt aber nur wenn man sich TFC nicht vorher kaputt reden lässt und nur wenn man nicht eine typische 70'er Jahre PF-Scheibe darin erwartet. Die ist es nämlich in der Tat nicht !
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerfallsdokument einer legendären Band, 29. September 2014
Von 
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (remastered) (Audio CD)
In den vierzehn Jahren nach dem Ausscheiden Syd Barretts hatte Roger Waters sich nach und nach zur dominierenden Figur bei Pink Floyd hochgearbeitet; die sensationellen Alben "Dark Side of the Moon", "Wish you were here" und "Animals" tragen unverkennbar seine Handschrift. Dann jedoch übertrieb es der textgewaltige Charakterkopf, indem er für "The Wall" die komplette Kontrolle an sich riss und Keyboarder Rick Wright vom Gründungsmitglied zum Gastmusiker degradierte. Zwar gab ihm der kommerzielle Erfolg Recht, aber der Riss in der Band war nicht mehr zu kitten.

"The Final Cut" wurde ursprünglich unter dem Arbeitstitel "Spare Bricks" angefangen, um darzustellen, dass es Songs enthält, die nicht mehr auf "The Wall" gepasst hatten. Dann jedoch änderte Waters das Konzept und schrieb es zu einem autobiographischen Antikriegsalbum um - Waters hatte seinen Vater bei der Schlacht von Anzio 1944 verloren. David Gilmour und Nick Mason wurden an den Rand gedrängt, Rick Wright wurde zu den Aufnahmen gar nicht mehr eingeladen. Einige Drumspuren wurden von Andy Newmark eingetrommelt. Von David werden die Sätze überliefert: "Wenn der Song für 'The Wall' zu schlecht war, warum ist er fürs neue Album gut genug?" und "Okay, Roger, wenn du ein Gitarrensolo brauchst, ruf mich einfach an." Vier Soli sind es am Ende geworden, dazu eine Gesangsspur, etwas Akustikgitarre und ein paar Riffs - nicht viel für einen Weltklassegitarristen. Dafür geben Pianist Michael Kamen und Saxofonist Mel Collins ausgiebige Gastspiele - kein Wunder, dass böse Zungen nicht von einem Band-, sondern einem Soloalbum sprechen. Nach den Aufnahmen zerfiel Pink Floyd endgültig; Roger und David begannen Solokarrieren. "The Final Cut" erreichte einmal Platin, das war im Vergleich zu den Vorgängeralben eine kommerzielle Enttäuschung. David Gilmour startete drei Jahre später einen neuen Pink Floyd- Anlauf ohne Roger Waters, dafür wieder mit Rick Wright.

Wer auf Waters Texte steht und mit der Zurücknahme von Gilmour und der Abwesenheit Wrights leben kann, der kann mit "The Final Cut" nichts falsch machen. Ich bin jedoch ein großer Gilmour- Fan und vermisse außerdem Ricks charakteristische Keyboardteppiche, daher kann mich "Final Cut" nicht durchgängig begeistern. Nicht einmal das Songwriting ist erstligareif; neben herausragenden Songs wie dem sensationellen Titelsong, dem hymnischen "Tigers" und dem rockigen "Not Now John" stehen verzichtbare Füller, zerklüftet sperrige Tracks und einige dahinplätschernde Zwischenspiele - bereits auf "The Wall" hatten sich mittelmäßige Stücke eingeschlichen, und "The Final Cut" enthält einige Restposten davon. Für mich sind das in der Summe leider bloß drei Sterne. Ich verstehe, dass das Album seine Fans hat, aber ich denke, wenn Roger nicht so egomanisch geworden wäre, hätte man aus dem Material mehr machen können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heimliches Meisterwerk, irgendwie ..., 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Vielleicht hätte es dem Album gut getan, hätte Gilmour damals mehr Mitspracherecht gehabt und eigene Ideen einbringen können. Vielleicht klänge es auch weniger pompös, wenn Waters auf die manchmal unnötigen Orchester-Soundteppiche verzichtet hätte. Und überhaupt: ein Album, das derart persönlich mit einer Person verknüpft ist, hätte gar nicht erst unter dem Pink Floyd-Label erscheinen sollen. Vielleicht, hätte, könnte ... nun ist es nun mal so, wie es ist, und das macht eine Bewertung durchaus etwas schwierig.

Für mich ist "The Final Cut" KEIN Pink Floyd-Album, auch wenn's so drauf steht. Rick Wright war damals schon aus der Band geworfen worden, für "Two Suns..." wurde Nick Mason am Schlagzeug ausgewechselt, und David Gilmour war auch nur noch Gast-Gitarrist im Studio (und fehlt bei einigen Stücken ganz). Die Pink Floyd, wie man sie bislang kannte, waren bereits Geschichte, waren nur noch ein Markenname; von einer Band konnte bei "Final Cut" längst nicht mehr die Rede sein.

Daher ist es nicht richtig, dieses Werk ständig mit den großen Werken der Band zu vergleichen - bei direkter Gegenüberstellung hat das Album einfach keine Chance. Wenn man sich aber davon löst, wird man feststellen: es ist gar nicht so schlecht. "The Gunners Dream", "Your possible pasts" oder "Two suns in the sunset" sind wirklich gute Songs, die perfekt eingebettet sind in eine Klangwelt mit beeindruckend bedrückender Grundstimmung. Ein homogenes, geschlossenes Werk, das man immer wieder hören kann, um stets neue Details, Melodien oder Textfragmente zu entdecken. Hinsichtlich der grandiosen Soundeffekte (optimal: per Kopfhörer genießen!) stellt das Album sogar die vorangegangenen Floyd-Klassiker in den Schatten; ein kleiner, bemerkenswerter Sieg gegen die übermächtigen Meisterwerke, immerhin.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vertonte Depression, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Bereits vollkommen zerstritten, veröffentlichten Pink Floyd 1983 ihre letzte Platte mit Roger Waters. Wright war zu diesem Zeitpunkt übrigens leider nicht mehr Mitglied der Band, so dass Waters sich der Dienste Michael Kamen's bediente, der auch das ,National Philharmonic Orchestra' dirigierte.
Im Prinzip handelt es sich um eine Verwertung des Materials, das keinen Eingang auf ,The Wall' fand. Die Entstehung des Albums fand unter dem Einfluss des Falklandkrieges und Roger Waters' Verarbeitung des Verlustes seines Vaters statt, den er im Zweiten Weltkrieg verlor. Dies wird besonder deutlich in den Stücken ,When The Tigers Broke Free' (And the Anzio bridgehead was held for the price of a few hundred ordinary lives / And kind old King George sent Mother a note, when he heard that father was gone - Tatsächlich starb Fletcher Waters bei der Verteidigung des Brückenkopfes in Anzio/Italien) und ,The Fletcher Memorial Home'. Die Stücke sind durchgehend melancholisch, depressiv, ausgenommen ,Not Now John', bisweilen werden diese Phasen unterbrochen von kraftvolleren Passagen und Gitarrensoli, die wie Schmerzensschreie und Wutausbrüche Waters' klingen. Wem der Zugang zu der Platte zunächst verwehrt bleibt, dem sei angeraten, sich mit den Lyrics zu befassen, sie sind der Schlüssel zur Musik. Dennoch bleibt die Feststellung, dass Waters seine musikalischen Fähigkeiten überschätzt und auch die Bedeutung einer guten melodischen Ausgestaltung der Musik unterschätzt hat, er wollte ja den Focus künftig stärker auf die Texte als die Musik legen, so dass, so gut die Atmosphäre des Themas auch in weiten teilen transportiert wird, er Gilmour und dessen musikalische Kompetenz unzweifelhaft hätte einbinden müssen. Die Musik fällt folglich teilweise mal zu holprig, mal zu einfallslos aus, was jedoch durch die zweifellos vorhandenen stärkeren Momente, wie z.B. Gilmour's Soli in ,The Fletcher Memorial Home' und ,The Final Cut', meiner Ansicht nach mit ,Two Suns In The Sunset', ,The Gunner's Dream' und ,When The Tigers Broke Free' die krönenden Elemente des Albums, etwas kompensiert wird. Der Rest ist solide, erscheint aber kompositorisch nicht wirklich durchgehend zwingend. Es ist also vor allem die Atmosphäre des Albums und nicht immer die musikalische Ausgestaltung, welche dessen Reiz ausmacht.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Trauer!, 18. September 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Ja, es wurde viel über das "The Final Cut" Album diskutiert. Ob es nun aus Resten vom "The Wall" Album besteht oder Waters' erstes Solo Album ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass dieses Album mit seinem traurigen, finsteren Klang und der genialen Lyric von Roger Waters ein absoluter Meilenstein in der Pink Floyd Diskography, ja sogar in der Musikgeschichte darstellt. Es gibt wohl niemanden, der die Themen Krieg, Trauer, Wut, Politik und Isolation so treffend Musikalisch und Textlich umsetzen kann wie Roger Waters. Beispiele hierfür sind Stücke wie "The Gunners Dream", "The Final Cut" oder "Paranoid Eyes". Dieses Album kann vom Opener "The Post War Dream" bis hin zum apokalyptischen Finale ("Two Suns In The Sunset") durchgehen als Genial betrachtet werden.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 20. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Ob dies nun ein echtes Pink Floyd Album ist oder nicht, ist mir ehrlich gesagt egal. Ich finde es jedenfalls ein Meisterwerk, und dieses Wort verwende ich jeweils sehr sparsam. Als ich es vor 20 Jahren zum ersten Mal hörte, hat mich vor alem die Musik begeistert, heute ist es der Text, der mich mit dieser Musik immer wieder packt.
Meiner Meinung nach hat Waters hier so gut getextet, wie nie wieder. Einmal beissend ironisch ("By the cold and religious we were taken in hand, shown how to feel good and told to feel bad"), dann wieder poetisch traurig ("In quiet desperation, knuckles white upon the slippery reins, she bravely waves the boys good-bye again") und zwischendurch zornig und zynisch ("and now adding colour, a group of anonymous latin american meat packing glitterati"). Das Album ist ein Auf-und Ab von Stimmungen, mal leise und sanft, dann wieder aufbrausend und dramatisch. Ich weiss nicht, ob man Rockmusik je als zeitlos bezeichnen kann, aber diese Musik könnte so was Ähnliches sein. Die im Text genannten Reagan, Thatcher und Begin muss man schliesslich nur durch Bush, Blair und Sharon ersetzen, und statt der lateinamerikanischen Diktatoren gibt es zuhauf andere von überall her, die man an deren Stelle setzen könnte, und schon ist man wieder bei der Tagesaktualität.

Gut, man kann kritisieren, dass es vielleicht etwas gar düster geraten ist. Aber vielleicht muss man es auch im Kontext sehen. Die Band war zu diesem Zeitpunkt längst unversöhnbar zerstritten, und der Plattfirma musste man aus vertraglichen Gründen noch eine Scheibe abliefern. In späteren Werken setzt er oftmals wieder einen optimistischeren Schlusspunkt (man denke an "The Tide is turning" oder "Flickering Flame").
Fazit: Grossartig, Roger!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterschätztes Album, 4. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Es ist zwar lange her, dass ich dieses Album hörte, aber da ich immer lese, dass es schlecht, überladen und der Egotrip Roger Waters ist, möchte ich doch Stellung dazu nehmen. Ich kenne fast alle Alben von Pink Floyd und höre sehr gerne die Alben Roger Waters (vor allem "Amused to Death"). Es mag sein, dass die restlichen Bandmitglieder, die da noch mitgewirkt haben, dieses Album als das schlechteste bezeichnen. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie schon zerstritten waren und nur mehr Statistenrollen inne hatten. Trotzdem dieses Album vermag eine Botschaft (gegen Krieg, Entfremdung..) vermitteln, wenn auch auf tristem Wege. Aber das Zusammenspiel von Text und Melodie wie in "Paranoid eyes","Two suns in the sunset" gehört zum besten was Pink Floyd (Roger Waters) je hervorbrachte(n). Sicher in diesem Stadium des künstlerischen Schaffens hat das nichts mehr mit den psychedelischen Spontankompositionen der Anfangsjahre zu tun und auch nichts mit dem dichten Kompositionen wie in "Wish you were here" oder den späteren PF Songs der Post-Rogers-Ära. Viel mehr ist es eine Fortsetzung des "The Wall" Albums (was auch wirklich der Fall ist, denn manche Kompositionen fielen aus "The Wall" raus und wurden in "The Final Cut" verwendet). Doch man sollte sich wirklich ohne Vorurteile dieses Album anhören und versuchen die teilweise schwer nachvollziehbaren Texte und komplexen Melodien wirken zu lassen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das finale Zerwürfnis, 22. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Final Cut (Audio CD)
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich "the final cut" sozusagen verschlafen habe. Was mich damals davon abgehalten hat, die LP zu hören, weiß ich nicht mehr. Als bekennender Liebhaber von Pink Floyd habe ich mich nun aber der Verantwortung gestellt und "the final cut" bestellt und laufen lassen. Mein erster Eindruck: "Gäähnnn". Danach ein paar Tage nichts, dann...Musik in den Ohren, woher aber... Antwort: "The final cut". Tatsächlich schaffen es Roger Waters/David Gilmour, ein bis dahin eher untypisches Pink-Floyd Album zu kreieren. Manchmal klingt es wie auf Seite 2 bei "Atom heart mother". Ansonsten viele sehr anspruchsvolle Gesangspassagen, excellente musikalische Untermalung. Ein Gesamtwerk, das unter die Haut geht, wie so vieles einer der genialensten Popgruppen aller Zeiten. Allerdings meine ich auch schon deutlich herauszuhören, warum es später zur Trennung gekommen ist. An David Gilmours Stelle hätte ich mich beschwert, denn seine mitreißenden Solis kommen nur noch sehr dosiert zur Geltung. Gegen die Schaffenskraft eines Roger Waters kommt er kaum noch an, weshalb es nur allzu verständlich ist, dass irgendwann mal Schluss war, und es irgendwann tatsächlich zum final cut gekommen ist. Auch deshalb ist das ganze Gerede über reuninions in den vielen Foren völlig überflüssig. Waters-Gilmour haben sich irgendwann entfremdet. Jeder ist seinen Weg gegangen, das sollte man akzeptieren. Kleiner Tip von mir: Es gibt Pink Floyd-cover bands, die die 70er -und 80er Jahre Schaffenskraft der band fast 1:1 interpretieren, und zwar ohne reuninion-Geflüster.
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The Final Cut
The Final Cut von Pink Floyd (Audio CD - 2004)
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