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Lange vor "Der mit dem Wolf tanzt" gab es bereits sehr gute Western, in denen die Indianer würdig und der Geschichte gemäß dargestellt werden. Bereits 1969 drehte Arthur Penn dieses Epos mit einem glänzenden Dustin Hoffman in der Hauptrolle.
Der 121jährige Jack Crabb erzählt im Altersheim seine Lebensgeschichte: Als Kind werden seine Eltern bei einem Indianerüberfall getötet. Er selbst wächst bei den Cheyenne, die sich selbst "Menschenwesen" nennen, auf. Er verdient sich den Ehrennamen little big man, denn seine innere Größe ist wichtiger als dass er äußerlich von eher kleiner Gestalt ist. Bei einem Blutbad durch die Kavallerie (nicht dem letzten in diesem Film) wird er wiederum gefangengenommen und lebt nun bei den Weißen. Dieses Wechselspiel wiederholt sich noch zweimal: Mal ist Jack Weißer, dann wieder Indianer. Zuhause wird er allerdings nur wirklich bei den "Menschenwesen" sein.
Es wird kein Zweifel daran gelassen, dass die Weißen immer wieder die Verträge mit den Indianern brechen und sich besonders durch Grausamkeit im Kampf auszeichnen, wohingegen die Indianer schlichtweg um das eigene Überleben und das ihrer Kultur kämpfen.
Was den mehr als zweistündigen Film darüber hinaus aber so sehenswert und kurzweilig macht ist seine Ironie und der daraus resultierende Humor. So tappt der arme Jack von einem Fettnäpfchen ins nächste, muss sich bei den Indianern mit einem Contra (einer der alles umgekehrt macht, z.B. falsch herum auf dem Pferd sitzt) herumschlagen und später drei Frauen in einer Nacht in seinem Wigwam beglücken. Bei den Weißen trifft er auf eine lüsterne Pfarrersgattin und begegnet General Custer, der sich nicht erst in der Schlacht am Little Big Horn als arroganter Volltrottel erweist.
Kurzum, der Film hat für jeden etwas zu bieten und hinterlässt dabei sogar noch einen tiefen Eindruck, der nach dem Sehen lange nachwirkt. So wird man nicht so leicht den alten Cheyenne-Häuptling "Old Lodge Skins" vergessen, den Jack Großvater nennt, der Weisheit verkörpert und die Würde eines einstmals großen Volkes versinnbildlicht. Absolut Sehenswert!
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Der 121jährige Jack Crabb erzählt einem Reporter in den 70er Jahren aufgebracht seine Lebensgeschichte als dieser etwas zu vorschnell mit seinem Urteil ist.

Als 10jähriger werden seine Eltern von Pawnees getötet. Seine Schwester Caroline und er sind die einzigen Überlebenen. Der Cheyenne-Krieger Shadow that comes inside nimmt sich der beiden Kinder an und bringt sie in sein Dorf. Am gleichen Abend flieht Caroline um Hilfe zu holen. Derweil wächst Jack (Dustin Hoffman) glücklich bei den Cheyenne auf. Da er klein, aber kompakt ist, wird er nach einem erfolgreichen Angriff auf die Pawnee Little Big Man genannt.

Derweil geht die Siedlungswelle des Weißen Mannes weiter. Und so endet nicht manches Indianerdorf in einem Scharmützel. Dabei macht der Gegner vor Frauen und Kindern und Tieren nicht Halt. Als die Cheyenne auf so ein massakriertes Dorf stoßen, entschließt sich Ziehgroßvater Old Lodge Skins (großartig: Chief Dan George) zum Krieg. Doch die Cheyenne kämpfen ganz anders. Sie wollen den Gegner als Feigling darstellen und hauen sie mit Stöcken an. Ansonsten haben sie Pfeil und Bogen. Das ist gegen Repetiergewehre ein Witz. Und so kommts wie es kommen muss: einige Krieger fallen und Little Big Man gibt sich als Weißer zu erkennen. Er wird dem kinderlosen Pärchen Pendrake unterstellt. Der Herr des Hauses ist ein Pfarrer, engstirnig und rückständig. Seine Frau (Faye Dunaway) ist ziemlich notgeil und befriedigt ihre Bedürfnisse überall da wos nötig ist.

Als er mit alledem nicht klarkommt versucht er sich als Quacksalber, Revolverheld, Händler und schließlich Scout bei General Custer (genial: Richard Mulligan). Hiernach befindet er sich wieder bei den Indianern und kümmert sich um die Frau seines einstigen Retters. An einem schicksalshaften Tag, dem 27.11.1868 kommt es zum sinnlosen Massaker am Washita durch Custer. Der ohnehin schon hin und hergerissene Mann erlebt hier den Tiefpunkt seines Lebens...

Der Film ist genial gespielt und sehr aufwändig. Sämtliche Charaktere sind bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Fiktion mischt sich mit realen Personen und Hintergründen. Trotz seiner ziemlich blutigen und schaurigen Umsetzung diverser Massaker - teils durch Indianer, aber überwiegend durch die US-Kavallerie durchgeführt - ist der Film an diversen Stellen überspitzt klamaukhaft, man erinnere sich an Olga Crabb, bei der so mancher Indianer nichts zu lachen hat oder dem Indianer, der irgendwie anders ist. Eine wunderschöne Parabel über den Wilden Westen und Demontage diverser schöner Vorstellungen. Die wohl bislang beste Tragikomödie über den Westen, die es gibt.
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am 26. Juli 2004
Zitat aus dem DVD- Cover:" Seine unglaublichen Geschichten lassen schnell vermuten, dass er einer der größten Lügner sein könnte, die jemals im Westen unterwegs waren".
Jeder der einmal längere Zeit im „alten Westen" historische Schauplätze und indianische Geschichte studiert hat, wird bald bemerkt haben, daß dieser Film weit näher an der historischen Realität ist als mancher andere Film dieses Gegners!
Das aufeinanderprallen der lebensbejahenden, kultivierten Kultur der großen Plains- Indianerstämme mit den recht primitiven, bigotten und brutalen ersten Siedlern kann kaum anders geschildert werden!
Schicksale, wie das des Haupthelden waren gar nicht so selten!
Es war Realität das Völker mit extremen Frauenüberschuß, wie die Plains- Indianer, in der Konfrontation mit der fast frauenlosen Gesellschaft der Trapper für manch kuriose Verwicklung sorgten. Adoption von Kindern anderer Völker war bei Plainskriegern fast Bürgerpflicht und nicht selten.
Der Film berührt viele Aspekte des täglichen Zusammenlebens im Wyoming jener Zeit.
In Cody , Wyoming, unweit der Gräber von Jeremiah Johnson
und Tom Horn stehen die Reste jener armseligen Hütte, die das historische Pendant des Filmhelden bis zu seinem Tode bewohnt hat.
Neben den Filmen „ Jeremiah Johnson" und „Tom Horn" gehört „Little Big Man" zu jenen „neuen" Western, die um ein realistischeres Bild des Wilden Westens bemüht waren!
Sie dokumentieren auch die Geschichte der legendären Stadt Cody/ Wyoming!
(Übrigens war Wyoming der erste moderne Staat der Welt mit Frauenwahlrecht!)
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am 3. Oktober 2015
Kenne den Film noch aus meiner Kindheit. Dustin Hoffmann in seiner ersten Rolle. Einfach super, der Film, heute haben sie zwar mehr technische Finessen, um Film optisch aufzupäppeln - aber selten werden noch gute Geschichten erzählt. Hier haben Sie eine! unbedingt ansehen!

Anna Susanna
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am 31. Juli 2001
Dustin Hoffmann spielt in diesem Film einen Weißen, der durch einen Pawneeangriff seine Eltern verliert und zusammen mit seiner Schwester von den Cheyenne aufgenommen wird. Seine Schwester verläßt das Camp aber in der ersten Nacht und so bleibt er alleine bei den Cheyenne, von denen er aufgezogen wird. Jedoch verschlägt es ihn bei einem Kampf wieder zu den Weißen und es beginnt eine Odysee in der er zwischen den Weißen und den Cheyenne (the human beings) hin und her pendelt. Dabei versucht er sich in den verschiedensten "Tätigkeiten", als Helfer eines Quacksalbers, als Säufer, als Revolverheld, als Geschäftsmann und als Kundschafter für Custer. Die Geschichte wird erzählt von einem altersschwachen Little Big Man und bildet die Rahmenhandlung. Ihr Höhepunkt ist die Schlacht am Little Big Horn. Das Ganze ist eine wunderbare Satire auf Westernfilme und deren Klischees und verliert trotzdem nicht den Ernst der Thematik. Es ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Thomas Berger und ein Muß für alle, die sich für Indianer "begeistern".
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am 7. März 2013
Ich habe den Film, als er Anfang der 70er in DE in die Kinos kam, als (damals noch:-) Teenager, gesehen und fand ihn da schon klasse. Ich habe mir jetzt die DVD gekauft, um den Film im O-Ton zu sehen. Und ich kann nur sagen: die Synchronisation hat schöne Spitzen dazugepackt (erinnert so ein bisschen wie die MASH-Serien synchronisiert wurden). Fazit: der Film hat nach über 40 Jahren seinen Charme nicht verloren und er gipfelt in dem letzten Satz, den der Indianer-Häuptling/Chief sagt (als das Sterben nicht klappen wollte): Sometimes magic works, sometimes it doesn't. Würde mich interessieren, was die jüngere Generation von dem Film hält, aber er hat mein Wochenende gerettet :-)
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Mai 2016
Ein großartiger Dustin Hoffman erzählt die Geschichte des wilden Westens aus der Sicht eines weißen Indianers. Deren gab es viele, denn nicht nur Trapper und Händler waren von der Welt der Wilden angezogen. Wer immer ein Gewissen hatte, konnte nicht hinnehmen, dass Verträge immer wieder gebrochen und die Indianer immer wieder betrogen wurden. Der Westen Amerikas wurde in Besitz genommen, skrupellos, als hätte er nie einen Besitzer gehabt. Die im Film aufgezeigten Massaker der Kavallerie an wehrlosen Frauen und Kindern, mein Gott, das war halt ein notwendiges Übel, aber es waren ja eh nur Wilde.
Konsequent zieht Little Big Man Bilanz und wendet am Ende des Films die Gewalt der Weißen gegen diese selbst. Wenn man Fährtenleser so schön ausnutzen kann, um Massaker zu verüben, ja dann..... trifft das Massaker des weißen Indianers eben die 7. Kavallerie, niedergemetzelt bis zum letzten Mann.
R Opelt, Autor von "Im Schatten des Kriegers"
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"Little Big Man" ist alles andere als ein typischer Western - und zum Glück auch keine jener auf Klamauk getrimmten Westernparodien, die sich darin erschöpfen, typische Genrekennzeichen mehr oder minder inspiriert auf die Schippe zu nehmen. Der 1969 von Arthur Penn nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Berger gedrehte Film ist eine Art Anti-Western, der mehr in der Tradition typischer pikaresker Romane des 18. Jahrhunderts à la Henry Fielding oder Tobias Smollett steht, wobei allerdings der Grundton von "Little Big Man" um vieles ernsthafter ist.

Zur Handlung: Der 121jährige Jack Crabb (Dustin Hoffman), einziger überlebender Weißer der Schlacht am Little Big Horn, erzählt im Altersheim einem kaltschnäuzigen und blasierten Reporter seine Lebensgeschichte. Als er 10 Jahre alt ist, wird seine Familie auf einem Siedlertreck von Pawnee-Indianern überfallen, wobei nur er selbst und seine ältere Schwester Caroline (Carole Androsky), eine recht rauhbeinige junge Dame, überleben und von einem Cheyenne aufgelesen werden. Während Caroline schon früh das Weite sucht, bleibt Jack bei den Cheyenne, wo er - von dem Häuptling Old Lodge Skins (Chief Dan George) als Enkel adoptiert - sich recht bald einlebt, wenngleich er sich in dem Jüngling Younger Bear einen Feind macht. Paradoxerweise rettet Jack Younger Bear in einem Kampf gegen einen Pawnee auch noch das Leben, so dass Younger Bear nun widerwillig in seiner Schuld steht. Während eines anderen Gefechts mit US-Soldaten gibt sich Jack, um dem Tode zu entrinnen, als Weißer zu erkennen und lernt von nun an die Welt der "Bleichgesichter" kennen. Recht bald durchschaut er die Heuchelei seiner neuen "Adoptivmutter" Mrs. Pendrake, einer lüsternen Pfarrersfrau (Faye Dunaway), die ihren bigotten Mann, wo immer sie nur kann, betrügt, und schlägt sich von nun an an der Seite des Quacksalbers Mr. Merriweather (Martin Balsam) durchs Leben. Als dieser jedoch von einer aufgebrachten Bürgerwehr wegen seiner Betrügereien geteert und gefedert wird, trennt sich Jack kurz darauf von ihm, erkennt er doch in der Anführerin der Meute seine Schwester Caroline. Er versucht sich als Revolverheld, doch wird er Zeuge, wie der Gunslinger Wild Bill Hickok (Jeff Corey) in einem Saloon einen Mann erschießt, was ihn zu der jähen Erkenntnis bringt, niemals auf diese Weise einen Menschen töten zu können. Er versucht sich nun als ehrlicher Geschäftsmann und heiratet eine schwedische Siedlerin, wird jedoch von seinem Geschäftspartner betrogen und beschließt auf Anraten General Custers (Richard Mulligan), dem er zufällig begegnet, nach Westen zu ziehen. Unterwegs wird er von Cheyenne überfallen, die seine Frau rauben. Um sie wiederfinden zu können, bietet er General Custer seine Dienste als Armeescout an, und es verschlägt ihn wieder unter die Indianer ...

An dieser Stelle möchte ich mich einmal des recht zweifelhaften stilistischen Mittels der drei Pünktchen bedienen, denn die Handlung an dieser Stelle auch nur annähernd vollständig wiederzugeben, wäre recht mühselig und für den Leser, der sich den Film sicher selbst ansehen möchte, auch ohne rechten Gewinn.

Man merkt aber schon, dass "Little Big Man" niemals stagniert und seinen Helden immer in neue Lebensumstände wirft. Dabei erhält Dustin Hoffman viele Gelegenheiten, seine ausgezeichnete Schauspielkunst unter Beweis zu stellen. Unübertrefflich ist die Stelle, in der er, als schwarzgekleideter und mit bedrohlicher Körpersprache umherstelzender Revolverheld, in den Saloon geht und sich eine Limo bestellt, wobei es jedoch niemand der anderen Gäste wagt, Belustigung über die ungewöhnliche Getränkewahl an den Tag zu legen. Wie er dann auf Einladung Hickoks versucht, sich möglichst lässig an den Tisch zu setzen und die Füße auf diesem Möbelstück placiert, wobei er seine liebe Mühe hat, sich komfortabel mit dem Stuhl an die Wand zu lehnen, ist absolut sehenswert. Abgesehen von Hoffmans unnachahmlicher Schauspielkunst bietet der Film ein Feuerwerk skurriler Charaktere und lustiger Situationen. Da ist der zwielichtige Mr. Merriweather, der in den Wirren seines Gaunerlebens ein Körperteil nach dem anderen einbüßt, da ist die resolute Caroline Crabb, die von den Cheyenne zuerst für einen Mann gehalten wird, und da ist - unvergesslich - der völlig größenwahnsinnige Custer, dessen Reden Absurdität auf Absurdität türmen.

Gleichzeitig hat der Film auch viele ernste Momente - etwa die Massaker der Soldaten an der indianischen Bevölkerung oder Old Lodge Skins Monolog, in dem er der animistischen Weltsicht der Cheyenne die kapitalistische Einstellung der Weißen entgegenstellt, die die Natur und die in ihr existierenden Lebewesen zu bloßen Dingen herabwürdigt, was die dem "American Way of Life" innewohnende Destruktivität erklären soll.

Dieser Film macht nachdenklich und klagt die Verbrechen an, die an der amerikanischen Urbevölkerung begangen wurden, ohne dabei jedoch den moralischen Zeigefinger auf abstoßend penetrante Weise zu erheben. Dadurch gelingt es Penn, ein eindringliches Bild von der menschlichen Komödie zu zeichnen und die Grausamkeit des Lebens in einer Distanz darzustellen, die umso nachhaltiger wirkt.

Das Ergebnis ist ein Anti-Western, der auch auf einen großen Western-Fan - als solchen möchte ich mich bezeichnen - anziehend wirkt. Deshalb meine hier uneingeschränkte Empfehlung für diesen ungewöhnlichen Film.
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am 21. Juni 2007
Schwer beschreiblicher Genremix aus Parodie, Kömödie, Drama und Aktion. Tragik und Komik liegen sehr nah beieinander und nur der Tatsache dass vor und hinter der Kamera lediglich wahre Könner ans Werk gingen, ist es geschuldet, dass aus diesem eigentlichen Widerspruch ein höchst unterhaltsamer Streifen entstehen konnte und das Ganze nicht zum Absurdum verkam. Einerseits schildert dieser etwas andere Lebenslauf, fernab von der abgedroschenen, banalen Winnetou- Romantik, recht nüchtern die Härte des (Über)Lebens in einer unwirtlichen Epoche der Menschheit. Zugleich schüttelt man sich vor Lachen über den von subtil bis klamaukig eingeflochtenen (schwarzen) Humor, manchmal aufgeschaukelt bis hin zum Aberwitz. Abermals brillieren Dustin Hoffman und Faye Dunaway in einer Art und Weise, dass man glauben möchte nur diesen Beiden das Gezeigte 100%ig abkaufen zu können. Sorgten sie doch durch ihr Spiel für die Balance und verhinderten dass der Film in die eine oder andere Richtung kippte, wobei sein besonderer Reiz mittendrin sicherlich unwiderbringlich verloren gegangen wäre. Vielleicht ist "Little Big Man" (noch) so etwas wie ein Geheimtip, einer jener weniger bekannten Knaller, doch das sollte sich schnelltens ändern- hugh!
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am 26. Juni 2013
Dustin Hoffman spielt den über 100-jährigen Jack Crabb, der einem Reporter die Geschichte seines Lebens erzählt.
Jack wurde als Kind nach einem Überfall auf den Siedlertreck in dem Jack und seine Familie sich befinden zusammen mit seiner älteren Schwester von Indianern aufgenommen. Seine Schwester kann in der ersten Nacht gleich von den Indianern davon laufen, weil sie denkt die Indianer haben wer weiß was mit ihr vor. Stimmt aber nicht. Jack von den Cheyenne aufgezogen und erhält nach einer mutigen Tat den Namen Little Big Man. Im Laufe der Zeit ergibt es sich das Jack immer mal wieder bei den Weißen lebt und dann wieder zu den Cheyenne kommt. Dabei trifft er auch auf General Custer. Jack erzählt dem Reporter wie General Custer wirklich war und wie das mit der Vertreibung und dem Morden der Indianer tatsächlich ablief.

Dustin Hoffman in einer Paraderolle in der er sehr schön den Indianer, den Revolverheld, den Trinker etc spielt. Das Töten der Indianer, eben auch Frauen und Kinder, geht einem schon an die Nieren. Aber es gibt eben auch sehr unterhaltsame Passagen, wie die Szene als er von seiner Schwester das Schießen erlernt und dann als einen auf Revolverheld macht...

Meiner Meinung nach ein aufwühlender, unterhaltsamer und spannender Film.
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