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am 20. September 2008
Humphrey Bogart in seinem vorletzten Film diesmal als "der Böse". Er bricht mit seinem jüngeren Bruder und einem tumben gewalttätigen Kumpel aus dem Gefängnis aus und nimmt eine durchschnittliche amerikanische Familie als Geisel. Diese wiederum muss nach aussen so tun als wäre alles in Ordnung.

Die Gewalt die Bogart an der Familie ausübt ist weniger die körperliche, sondern eher die psychische Gewalt. Er setzt die Familie unter unglaublichen Druck, und genau dieser Druck macht den Familienvater zum Schluss so stark dass dieser jegliche Hemmungen verliert und Bogart in den Tod treibt.

Wie schon in anderen Renzensionen erwähnt hat der Film eine vorzügliche Besetzung, neben Bogart spielen auch noch andere zu der Zeit sehr bekannte amerikanische Schauspieler mit, die man schon in vielen anderen Filmen gesehen hat.

Wie auch schon "Die schwarze Natter / Das unbekannte Gesicht" ist auch dieser Film trotz seiner Klasse etwas in Vergessenheit geraten, denn wenn man von Bogart spricht, so spricht man in der Regel von der "schwarzen Reihe" oder "Casablanca".

Doch dieser Film hat alle Ehren verdient, daher auch die volle Punktzahl.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Juli 2014
"An einem Tag wie jeder andere" ist ein 1955 entstandener "Home Invasion" Thriller und hat gegenüber seinen Artverwandten jüngeren Datums ganz klar den Vorteil, dass er seine Spannung durch die starken Charaktere bezieht, die in der spannenden Kriminalgeschichte vorkommen. Vor allem das Aufeinanderprallen von Gangsterboss Glenn Griffin (Humphrey Bogart) mit dem Familienvater Dan Hillard (Frederic March) wird durch zwei hervorragende Darstellerleistungen geprägt. Es ist tatsächlich ein Tag wie jeder andere...auch bei den Hillards. Vater Dan geht zur Arbeit, Tochter Cindy (Mary Murphy) in die Highschool. Der kleine Ralphie (Richard Eyer) geht zur Schule und Mutter Eleanor (Martha Scott) macht sich an die täglich wiederkehrenden Hausarbeiten. In den Nachrichten kommt die Meldung, dass 3 Schwerverbrecher aus dem Gefängnis ausgebrochen sind. Was Mrs. Hillard nicht weiß ist, dass genau diese 3 Schurken bereits im ihrem Fluchtauto ganz in der Nähe sind und die Häuser dieses Viertels daraufhin begutachten, wo man unterkommen kann. Ralphies Fahrrad im Garten ist ausschlaggebend dafür, dass Glenn Griffin (Humphrey Bogart) an der Haustür klingelt und eh sich die Frau versieht ist sie bereits in der Gewalt des Trios, zu dem auch Glenns Ichschwacher jüngerer Bruder Hal (Dewey Martin) und der jähzornige Psychopath Kobish (Robert Middleton) gehören. Als Vater und Tochter nach Hause kommen, werden diese genauso gezwungen die Ausnahmesituation zu dulden und auf "Normalbetrieb" zu machen. Lediglich der kleine Ralphie kann nicht verstehen, warum der Papi die Gangster nicht aus dem Haus jagt. Glenn will mit Hilfe seiner Freundin, die ihn abholen soll, vor der Polizei erfolgreich fliehen. Doch es zeichnet sich bald ab, dass die Familie - auch wenn sie sich an die Vorgaben der Gangster hält - in höchster Gefahr schwebt. Die Möglichkeit, dass unerwünschte Zeugen aus dem Weg geräumt werden sollen, ist groß. Ebenso die Option, dass die Gangster bei ihrer Flucht aus dem Haus Hillard eine oder mehrere Geiseln mitnehmen...
Der Film von Willam Wyler bietet sehr viele Nebenhandlungen an, die die gewaltsame Wohungsbelagerung extrem interessant machen. Zum einen ist die Beziehung der drei Gangster, vor allem aber die zwischen älterem und jüngerem Bruder psychologisch interessant dargestellt. Auch der Vater als Gegengewicht zum Gangster wird von den beiden Darstellern klug herausgearbeitet. Dabei steht Hillard für den rechtschaffenen, erfolgreichen Amerikaner, der es durch eigene Leistung zu etwas gebracht hat und nun eine glückliche Famiie in einem glücklichen Zuhause vorweisen kann. Dies alles blieb dem Gangster versagt, der die Oberklasse zutiefst hasst. Darüberhinaus kommt es auch noch zum Konflkt zwischen dem besonnen agierenden Vater Hillard, der die ganze Familie retten will und dem hitzköpfigen, emotionalen Ralphie. Der Vater versucht das Kind zu überzeugen, dass man als erwachsener Mann Verantwortung trägt und vorsichtig abzuwägen hat, was man tut. Gesamthaft hat der Vater auch den Konflit zu lösen, da es einen Zwiespalt gibt zwischen Verantwortung seiner Familie gegenüber und derjenigen als Staatsbürger.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Mai 2013
Nach ihrem Ausbruch dringen die Schwerverbrecher Glenn und Hal griffin sowie ihr intellektuell unbewaffneter Komplize Robish in das Heim der Musterfamilie Hilliard ein.
Zuerst ist nur die Frau anwesend aber im Laufe des Tages treffen auch der Mann, der kleine Sohn und die Schwester ein.
Alle befinden sich nun in den klauen der Gangster und sind ihnen ausgeliefert.
Das Trio will solange da bleiben bis Geld von einer Freundin eingetroffen ist, aber das soll bis Mitternacht dauern.
Mit ablaufender Zeit kommt es aber immer wieder zu Reibungen mit den Gangstern.
Vor allem der Tumbe Robish macht Familie Hilliard das Leben schwer.
Als die Geldlieferung ausbleibt droht auch der Abzug um Mitternacht zu scheitern und die Gangster werden immer nervöser.
Zeitgleich haben auch die Cops spuren des Trios verfolgt und sind ihnen auf den fersen.
Aber hat Familie Hilliard noch Chancen zu überleben?

Dieses Spätwerk von Humphrey Bogart, inszeniert von William wWyler, aus dem Jahr 1955 brilliert durch atemlose Spannung, tolle Dialoge und grossartiges Schauspiel.
Die bedrohliche Atmosphäre ist nahezu greifbar und wird mit fortlaufender Dauer immer aussichtsloser.
Darsteller neben Bogart, der übrigens einen der Gangster spielt, sind: Fredric Marsh, Martha Scott, Arthur Kennedy, Mary Murphy und Robert Middleton.
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am 23. Juli 2014
Kannte den Film bis jetzt nur in der deutschen Synchronisation und habe mir die DVD gekauft um auch mal den Film in der Originalsprache zu sehen. Der Film ist einfach spannend und mir gefiel er im Originalton noch etwas besser.
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am 29. März 2016
... weil das psychologische Drama im Vordergrund stand. Ein Drehbuch schreiben hieß damals noch, einen intelligenten DIALOG zu schreiben, statt bubble wrap als Füllmaterial zwischen den Explosionen draus zu machen. (Das wurde mir klar, als ich diesen Film nach langer Zeit wieder einmal sah.)
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am 17. Mai 2015
By William Wyler (Ben Hur, The Heiress, the Letter, the Best Years of Our Lives, etc...). Very good classic noir film. Fredric March (Dr. Jekyll and Mr. Hide, Anna Karenine, etc...) is perhaps even better than Humphrey Bogart. Arthur Kennedy plays the cop.Terrific acting, a great script and a fine directing job. The tension mounts until the very end. You will enjoy this one for sure!
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am 7. März 2004
Humphrey Bogarts vorletzter Film ist sicherlich einer seiner besten überhaupt. Erstklassige Besetzung, tolle Story mit beklemmenden Momenten, die an Hochspannung kaum zu überbieten sind, sowie eine fabelhafte Umsetzung auf DVD garantieren hier einen Filmgenuß allererster Güte. Und bei dem Preis kann ich nur sagen: Für den Krimi- und Thriller-Fan ein absolutes Muß!
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am 16. Oktober 2015
Es muss doch wohl heißen: "An einem Tag wie jedem anderen". Es ist doch nicht einzusehen, warum bei der Komparation der Fall gewechselt wird. Wem klingelt es hier nicht in den Ohren? Geht es euch dabei auch so wie ich - entschuldigung - ich meine natürlich mir.
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am 17. Februar 2013
Humphrey Bogart in einer äußerst kriminellen und perfiden Rolle. Seine Charakterdarstellung geht unter die Haut. Der Film selbst verfügt über einen guten Spannungsbogen, der niemals abreißt. Absolut sehenswerte Unterhaltung.
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am 9. Juni 2014
Vorbemerkungen
Da die DVD im Vorspann die Personen und ihre Darsteller nicht zugeordnet aufführt, benutze ich hier die Angaben der Illustrierten Filmbühne. Roman und Drehbuch: Joseph Hayes / Regie: William Wilder / Dan Hilliard: Fredric March / Eleanor Hillard: Martha Scott / Cindy Hilliard: Mary Murphy / Ralphie, 9 J.: Richard Eyer / Chuck Wright: Gig Young / Glenn Griffin: Humphrey Bogart / Hal Griffin: Dewey Martin /Robish: Robert Middleton / FBI-Beamter: Alan Reed / Sheriff Bard: Arthur Kennedy/Sheriff Master: Ray Collins / Winston: Burd Freed
Das Werk
Um sich vor Verfolgung in Sicherheit zu bringen, überfallen drei Ausbrecher am frühen Vormittag eine Vorstadtfamilie und benutzen sie als Geiseln.
Während des nervenzerrenden Schacherns um perfekte Flucht bleiben Entdeckungen nicht aus, und das Liquidieren durch die Gangster auf beiden Seiten nimmt ihren Lauf. Brutalität und Psychoterror zermürben Vernunft und Vorsicht. Dennoch behält der Vater der Fa-milie den Überblick und lässt die Schlinge der Polizei sich immer sicherer um das Anwesen zusammenziehen.
Anders als im Buche, wird der Konflikt hier kinodramatisch zwischen den beiden Männern gelöst – auf den Trümmern dreier grauenvoller Tage der Angst bleibt der Erhalt der Familie endlich garantiert.
Der ethische Aspekt
Terror ist keine Taktik, sondern verseuchter Auswurf deformierter Existenzen. Mögen Einschüchterung und Drohungen mit der blanken Waffe in diesem Falle der Hausbesetzung „begründbar“ erscheinen, lösen sie nur Abscheu und listenreiches Planen aus, um Kinder und Frau heil entkommen zu lassen. Das auf dem Rasen ausgemachte Kinderfahrrad lässt die Gunst der Stunde noch höher erscheinen, mit Kindern als Geiseln noch leichter in die Freiheit zu gelangen, als hätte man „nur“ Frauen oder andere Erwachsene in seiner Gewalt. Geiselnahme an sich erregt schon Abscheu, aber Mörder mit Kindern als Schutzschilde widern nur noch an.
Der „Krieg“ Gangster gegen öffentliche Ordnung und Schutz der Bürger ist schon verloren, als die Mörder das Haus besetzen. Keine Diplo-matie, kein Momentversprechen kann den späteren Zugriff der Polizei wirklich außer Kraft setzen. So hat es der jüngste zuerst begriffen und laut ausgesprochen, aber auch er stirbt, als er auf der Flucht die Nerven verliert und einen Polizisten niederstreckt.
Für wenige Stunden spielt sich ein Despot nach oben, der sich sogar noch zum Anwalt der Unterdrückten machen möchte. Wie besessen pokert, poltert, tyrannisiert der Anführer, nutzt seine Überlegenheit des Bewaffneten aus und muss doch erkennen, dass er die Würde der Menschen besudelt, die ihm vielleicht noch einiges nachgesehen hätten, wäre er seiner Verantwortung gerecht gewesen. Aber seinen Mit- streitern die Tochter als Beute anzubieten, besiegelt seinen Untergang.
Der Film soll nicht zeigen, dass man sich zum Helden, zum Befreier seiner Familie machen muss, sondern soll der aberwitzigen Hoffnung entgegenwirken, es bestünde irgendwann für irgend jemanden eine Chance, Verständnis für Geiselnahme zu wecken.
Erpressung, Geiselnahme, Psychoterror ziehen den Tätern noch vor ihrer Ergreifung die Maske vom Gesicht. Wehe dem Volke, das sich einreden lässt, der Verfolgte habe ein Recht auf seinen „Notgriff“! In diesem Falle muss sich der Staat durchringen, dem Terror mit jenen Mitteln zu bekämpfen, die zur Rettung der Opfer, nicht der Täter, letztlich einzusetzen sind, wenn alle Vernunft, alle Verhandlungen ge- scheitert sind.
Das Verhalten der Polizei wird in seinem Gespaltensein drastisch vorgeführt. Die Motive erweisen sich als variabel: Dem einen dient die Lösung des Falles zum Erklettern der Karriereleiter, dem anderen, um vor der Presse bestehen zu können, dem dritten, um dem Racheakt Griffins zuvorzukommen, der vierte fühlt sich als Kriegsheld aufgerufen. Dennoch entscheidet der FBI-Beamte richtig – aus Menschenkenntnis, aus Vernunft, zum Schutze der Geiseln und nicht zum Ruhme uniformierter Jagdgenossen.
Aber bis zum letzten Augenblick leiden die Opfer. Dieses Leiden vorzuführen, nimmt der Film vorweg, denn später bleibt keine Zeit mehr. Ist das Wild erlegt, gehen die Schaulustigen ihrer Wege. -
Der schöpferische Vollzug
Eine „Durchschnittsfamilie“ sucht nicht das Risiko, das Abenteuer, um mit familiärer Sicherheit aus Lust am Spiel zu pokern. Aus Bürger- und Bandenkrieg hält man sich heraus, weil es der Natur seit jeher widerstreben muss, sich gewaltsam Dinge anzueignen. Man ist anständig aus Überzeugung, auch aus Erziehung, aber immer mit dem Respekt vor der Würde anderer im Herzen. Das muss man solchen Familien zugestehen, sonst funktionierte beispielsweise keine Nachbarschaftshilfe, kein friedfertiges Nebeneinanderleben! Dieses Bürgertum wurde nur zu gern als spießig verhöhnt. Aber es bildet das Rückgrat für Friedenswunsch, für Ehrerbietung, Anerkennung ehrlich erworbener Verdienste. Und so schießt der Anführer der Ausbrecher mit seinen Argumenten ins Leere, er habe die Richtigen ausgesucht und lasse sie für das büßen, was er und seine Kumpane nicht hatten haben dürfen. Diese Menschen, die er genüsslich bedroht, nahmen ihm nichts fort.
Hass gegen Unterdrücker und Ausbeuter begründen Revolutionen. Camus sagt: „Ich revoltiere, darum bin ich!“ Das ist ein Prinzip als Antwort.– Die terrorisierte Familie sucht lediglich ihr Glück zu sichern und zu mehren, ohne anderen die Rechnung für alles auszustellen, was sie sich vergebens gewünscht hatten. Mit den Möglichkeiten leben und die Mittel erkennen, mit denen sie zu realisieren sein werden, gehört mit zur Lebenskunst. Ein Gangster besitzt diese nicht, sondern bedient sich aus vollen Töpfen, die andere mit dem Wunsche gefüllt hatten, sich damit existenzielle Sicherungen zu verschaffen.
Störtebeker wird als Nationalheld gefeiert, weil er von seinen Raubzügen der Hinterlandbevölkerung Ostfrieslands abgegeben habe. Die Frachtschiff-Seeleute auf den Handelskoggen wollten ihren Familien von der Heuer ein Leben in Anstand ermöglichen, und die „Likedeeler“ schickten sie auf den Grund des Meeres. Hier stimmen die Relationen doch nicht, wer denn nun gefeiert werden darf!
Auf diesen Film bezogen, von ihm ausgehend, stößt man auf ein merkwürdig abgegriffenes psychologisches Drucksystem: Wenn ein besonderes Fingerspitzengefühl zur Lösung mit möglichst geringstem Opfer verlangt wird, setzt irgendein „Verantwortlicher“ den Verhandelnden oder behutsam Operierenden sehr knappe Fristen. Der Zeitfaktor ist unverantwortlich. Auch in anderen Fällen, aus dem Leben gegriffen, werden Menschen unter Zeitdruck gebracht, weil irgendjemand Erfolge vorzuweisen habe. Hilliard bekommt nur 10 Minuten, um selbst das Problem zu lösen und den Rest der Familie in Sicherheit zu bringen. Der Zeitfaktor ist irrwitzig. Aber ein tapferer Durchschnittsbürger schafft es, die Familie in Sicherheit zu bringen, die verbleibenden Gangster der Polizei vor die Gewehrläufe zu treiben und sein Haus vor der Verwüstung des Sturmangriffs der Behörde zu retten! So wünscht man sich das.
Nach der Haussäuberung wird man nicht erwarten wollen, dass sich die Familie ab jetzt, zur brutalen „Realität“ bekehrt, in ähnlicher Denkweise am Leben und den Gewinnen anderer schadlos halten wird. Hat der Kammerjäger sein Werk vollbracht, wird man säubern müssen. Dann lebt man wieder.
Was der Film nicht mehr zeigen kann, aber vermuten lassen möchte, sind die Spätfolgen dieser Angststunden. Wer kümmert sich um diese geschundenen Menschen? Am Staate muss niemand verzweifeln. Seine Organe haben ihr Mögliches getan. Groll ist nicht geraten – vor solchen Überfällen kann auch die beste Polizei zunächst nichts unternehmen. Aber auf die Solidarität einer sehr breiten Mehrheit mit den Opfern in den Fängen des Terrors darf man rechnen. Man wird sich auf die Menschen und ihren Sinn für Recht oder Unrecht verlassen können. Man bekommt von keiner Presse eine Rechnung über das ausgestellt, was man alles falsch machte, anders hätte machen müssen. Das tröstet. Und das zeigt auch, dass dieser Film schon vor längerer Zeit in die Kinos gekommen war. Ich habe ihn gesehen, bevor ich die Schule verließ. Die Botschaft des Films gilt nicht mehr in allen Punkten. Jenseits aller Rachegelüste, aber als klare Absage an alle Gewaltverbrecher, ist dieser Film leider inzwischen Geschichte. Die Weißwäscher auf den Kanzeln der Werteverdreher haben das Wort, und so wird die Würde des Leidens zu psychiatrischem Frikassee gleichmacherischer Emotionen in wehendem Vergessen zerredet.
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