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109 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!"
Steven Spielberg ist mit Schindlers Liste ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde. Dieser Film ist Zeitgeschichte.
Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt die Unmenschlichkeit, die...
Veröffentlicht am 17. Januar 2006 von indysdvdmaster

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin nicht von der Blu Ray begeistert
Nichts gegen diesen Film!
Aber die Blu Ray wird ohne das geringste Extra ausgeliefert. Die Filmqualität ist auch nicht so gravierend besser, als dass man von der DVD hochskaliert auf die Blu Ray umsteigen müsste. Der einzige Vorteil, welcher für mich ersichtlich ist, ist, dass der Film auf der Blu Ray nicht zweigeteilt ist. Man kann also...
Vor 4 Monaten von M. Reimer veröffentlicht


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109 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!", 17. Januar 2006
Steven Spielberg ist mit Schindlers Liste ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde. Dieser Film ist Zeitgeschichte.
Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte.
Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet.
Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten.
Er nutzte seine Position als Fabrikbesitzer und sein zuvor aus Eigennutz angehäuftes Vermögen und die wohl gepflegten Kontakte zu Nazigrößen, um „seine Juden" zu retten. Zusammen mit seinem jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) erstellte er eine Liste, die „seine Juden", die Zwangsarbeiter in seiner Fabrik, vor der Vergasung im Konzentrationslager Auschwitz bewahrte.
„Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod."
Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens aus dem Alltag des Warschauer Gettos, der Selektierung und Vernichtung im KZ, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen.
Da ist der kleine Junge, der sich in einer Jauchegrube vor der Selektion versteckt und uns verloren und ängstlich anblickt. Da ist das berühmte kleine Mädchen im roten Mantel im Meer der farblosen Unmenschlichkeit des Gettos, dessen Schicksal uns Spielberg zunächst nur vermuten lässt, um uns die grausame Gewissheit ihres Todes später - scheinbar beiläufig und gerade so noch eindringlicher - unter die Augen zu reiben. Da sind die Bilder beiläufiger, grausamer Tötungen, deren Augenzeuge wir werden. Da sind die Minuten in den Duschen von Auschwitz, denen wir beiwohnen müssen
Es gibt in diesem Film so viele Bilder und Schicksale, die unvergesslich sind, und das ist auch gut so, denn wir dürfen nicht vergessen.
Das bezieht sich auf alle Menschen, nicht nur auf uns Deutsche. Denn die unfassbare Unmenschlichkeit, die das Naziregime in uns Deutschen frei setzte, ist die Unmenschlichkeit, die bei allen Menschen zu Tage treten kann, wenn Hemmschwellen fallen, wenn Unrecht zu Recht und Wegschauen zur Tugend erklärt wird und der Wert jeden einzelnen Lebens verkannt wird.
Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt allerdings darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig.
Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.
Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken.
Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann.
Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht.
Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten.
Der Lagerkommandant Amon Goeth, brillant gespielt von Ralph Fiennes, ist schlicht und einfach unfassbar böse. Es macht keinen Sinn ihm Menschlichkeit zuzuschreiben, wenn er zu jenem Zeitpunkt keinen Hauch mehr davon besessen hat. Die Charakterisierung, die Spielberg von Goeth liefert, ist dennoch keineswegs eindimensional, sondern sie lässt erkennen oder zumindest vermuten, wie sich ein Mensch zu diesem Unmensch entwickeln konnte. Gerade im Zusammenhang mit der exakten Schilderung der zu jener Zeit gesellschaftlich akzeptierten, alltäglichen Unmenschlichkeit erscheint Goeths Charakter nicht im luftleeren, eindimensionalen Raum belassen. Beeindruckend ist etwa die Szene, in der Goeth sich Helene Hirsch „nähert", der jüdischen Gefangenen, die er in seinem Haus arbeiten ließ. Hier zeigt sich, dass Goeth von Naziparolen verblendet und aus einer Mischung eigener und übernommener Vorurteile und Hetzereinen zu einem Menschen geworden ist, der das Menschliche - in diesem Fall die Anziehung zu dieser Frau - bewusst verwirft und das Böse wählt.
So vielschichtig, wie Spielberg die Deutschen zeigt, so vielschichtig und kritisch zeigt er auch die Juden. So verschweigt er nicht, dass es auch Kollaborateure und Gewinnler unter den Juden gab, sondern er macht auch das zum Thema im Film. Auch unter den Opfern zeigt er Menschen, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind.
Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen.
In Zeiten, in denen Unbelehrbare „Tätervolk"-Diskussionen lostreten und andere mit der Angst vor Fremdem Wahlkampf betreiben, ist dieser Film wichtiger uns aktueller denn je.
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38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der härteste Film, den ich je gesehen habe, ein Grausames Meisterwerk!, 10. April 2013
Von 
Amazon Kundenrezensionen (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film:

Was ich da sah, eine der bewegensten Holocaust-Dramen, die bis jetzt gedreht wurden. Die besten und zugleich schockierensten Szenen sind die, in denen kaum ein Wort fällt. Spielberg ist mit Schindlers Liste ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde. Dieser Film ist Zeitgeschichte. Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte. Es ist für mich einer der wichtigsten und besten Filme der 90er Jahre wenn nicht sogar der Beste aller Zeiten.

Info zur Box:

Das besondere an dieser hochwertigen Limited Edition Box sind neben der exclusiven Verpackung (stabiler Pappschuber/Digipack) vielmehr die diversen Extraprodukte, die das Herz eines Filmfans höher schlagen lassen :-))

>Hartkartonschuber
>Digipack mit eingearbeiteten Fotobuch :-)
>Diverse Art Karten
>Poster
>Digitale Filmkopie zum Herunterladen
>DVD mit Specials
>Blu-ray mit dem Film

Die Vorteile der Box sind also für den Käufer, der nur seinen Lieblingsfilm in Blu-ray-Qualität erleben will, klar zu vernachlässigen. Die Box wendet sich vielmehr an den ambitionierten Sammler, der neben dem Film noch einen Faible für die ansprechende Verpackung und die diversen Beigaben hat.

Bild & Ton:

Die Blu-ray Edition von Schindlers Liste hat ein deutlich besseres, schärferes und klareres Bild als bei der DVD. Sowohl Nahaufnahmen als auch Panorama-Bilder lassen jedes feinste Detail sauber erkennen. Auch der Ton ist deutlich räumlicher und dabei auch differenzierter geworden. Der Film bietet einen sehr guten DTS 5.1 Sound, der gerade während der Musik-Szenen sehr eindrucksvoll klingt. Die Back-Surrounds bzw. Surrounds werden immer wieder mal einzeln angesprochen!

Fazit:

Für diesen doch relativ alten Film eine super Leistung von Universal! Das ist nicht irgendein Film, es gibt Geschichtsstoff, den darf man einfach nicht bestreiten oder vergessen. Steven Spielberg und Liam Neeson sorgen schon dafür, dass man diesen Film und diese brutale Vergangenheit nicht vergisst. Ganz ganz großes Kino.

Ich kann dieses Meisterwerk auf Blu-ray nur weiterempfehlen - Ob Amaray oder Limited Edition Box ist ja bekanntlich Geschmacksache, das sollte jeder für sich entscheiden.
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wohl wichtigste und beste Film aller Zeiten, 30. November 2011
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
1993 gelang dem erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten, Steven Spielberg, der vielleicht sensationellste Doppelschlag eines Regisseurs in der Filmgeschichte: Im Sommer dieses Jahres brachte er mit "Jurassic Park" den perfekten Blockbuster und damalig lukrativsten Film aller Zeiten ins Kino, im Winter dann den ultimativen Spielfilm zum vielleicht düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte und einen der zweifellos größten Filme überhaupt: "Schindlers Liste".

Zwei Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, beide aber für sich perfekte Beispiele der Filmkunst. Wie es Spielberg gelungen ist, während der Post-Produktion von "Jurassic Park" an Originalschauplätzen in Krakau einen psychisch so unvorstellbar auslaugenden Film wie "Schindlers Liste" zu drehen, weiß er wohl selbst nicht. Jedoch ist dies ein Testament für sein unglaubliches Können, seine pure Virtuosität als Filmemacher. "Schindlers Liste" ist mit einer nicht in Worte zu fassenden fiebrigen Intensität in Szene gesetzt, dass einem schon beim alleingen Gedanken an den Film der Atem stockt.

Zu der Materie empfand er schon seit langer Zeit eine tiefe Verbindung. In seiner amerikanischen Vorstadtjugend oft mit antisemitischen Bemerkungen beschimpft und mit jüdischer Erziehung aufgewachsen, hatte Spielberg schon seit seiner Jugend ein großes persönliches Interesse und Einfühlungsvermögen für den Holocaust und seine sechs Millionen Opfer.

Schon Anfang der 80er Jahre stieß er auf das Buch "Schindlers Ark" des australischen Autors Thomas Kennealy, das auf den persönlichen Aufzeichnungen von Poldek Pfefferberg basiert, der im Film von Jonathan Sagall verkörpert wird. Diesem, er lebte mittlerweile unter dem Namen Leopold Page in L.A., war es ein großes Bedürfnis, die Geschichte von Oskar Schindler zu verbreiten, dem deutschen Geschäftsmann, der ihnm und über 1.000 Juden vom sicheren Tod bewahrte, indem er sie für sich in seiner Emaille- und später Patronenhülsenfabrik arbeiten ließ. Spielberg war fasziniert von der Geschichte, doch er fand nicht, dass er Mitte der Achtziger Jahre reif genug war, den Stoff adäquat umzusetzen. Dennoch verließ ihn die Geschichte nie (kurzfristig gab er sie an Martin Scorsese weiter), bis er kurz nach der schwierigen Produktion von "Hook" wusste: "Das wird mein nächster Film".

Für "Schindlers Liste" wusste der "Showman" Spielberg, dass er all sein technisches Können, all seine Virtuosität als visueller Geschichtenerzähler, über Bord werfen musste. Das Credo lautete keine Kamerakrans, keine Schienen, keine Zoomobjektive, ein dokumentarischer, zweckmäßiger Stil (oft mit Handkamera), Schwarz-Weiß-Film und vor allem: Dies ist kein Film zur Unterhaltung. Mit einem schier unbeschreiblichen Druck und einem großen Zweifel, der in der Industrie seine Runden machte, ob Spielberg der geeignete Regisseur für ein solches Mammutunterfangen war, machte er sich ans Werk.

Seine Vorgabe nicht unterhalten zu können, ging schon mal nicht auf. Mit 187 Minuten Laufzeit bewegt sich "Schindlers Liste" in einem energischen Rhythmus, Spielberg brachte sein großartiges Können auf filmischer Ebene einzigartig an und entwickelte einen Film, der seine Geschichte enorm selbstbewusst, atmosphärisch und damit auch unterhaltsam erzählt. Keine Sekunde wirkt verschwendet, jeder Moment hat seine Rechtfertigung. Doch "Schindlers Liste" ist ein Film, der dem Zuschauer auf unglaublich unmittelbare, nüchtern-sachliche und ungeschönte Art und Weise mitnimmt, ihm den Horror des Holocaust so spürbar macht, wie es das Medium Film nur erlaubt. Was den Film neben den gerade genannten und vielen anderen Qualitäten so auszeichnet, ist die Tatsache, dass er dem Zuschauer eine Katharsis bietet, einen Funken Hoffnung hinterlässt, der einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt und den Zuschauer dazu bewegt, ein besserer Mensch zu sein. Spätestens an diesem Punkt ist "Schindlers Liste" weit mehr als ein Film.

Man kann die Bedeutung von "Schindlers Liste" gar nicht hoch genug ausdrücken, ein paar Sätze reichen da ganz sicher nicht aus. Dieses Meisterwerk war ein regelrechtes Wunder und es ist es immer wieder. Die Perfektion dieses Films lässt einen immer wieder, auch nach vielen Jahren, in großer Ehrfurcht zitternd und weinend zurück, zum einen als filmische Errungenschaft, aber natürlich hauptsächlich wegen der ungeheuer erschütternd-bewegenden Relevanz und Aussage, die der Film macht und die für immer nachhällt: "Wer ein Menschenleben rettet, der rettet tausende."

Spielberg zeigt Schindler als ambivalente, fehlerhafte Gestalt, eine Figur, die nicht leicht zu verstehen ist. Er beschönigt nichts. Es handelt sich um einen Kriegsgewinnler, um einen Frauenheld, der seine eigene Frau nicht immer besonders gut behandelt. Über weite Stücke lässt Spielberg es unklar, er gibt keine klaren Antworten über seinen Protagonisten, welche Ziele Schindler überhaupt verfolgt. Es wird auch deutlich gemacht, dass seine Geschäfte vor und nach dem Krieg nie besonders gut liefen. Doch nach allem ist dem Zuschauer eins klar: Man muss kein großartiger Mensch sein, um eine großartige Tat zu begehen, dass man unter den richtigen Umtänden zu etwas Größerem und Außergewöhnlichem werden kann.

Was "Schindlers Liste" auch auszeichnet, ist sein weitläufiger Blick für eine Vielzahl von Charakteren, neben Schindler ist es natürlich der für das KZ Plaszów verantwortliche SS-Hauptsturmführer Amon Goeth, der sensationell von Ralph Fiennes in einer legendären Performance verkörpert wird. Seine Darstellung gehört ganz klar zu den erinnerungswürdigsten Bösewichten der Filmgeschichte, eine dämonische Präsenz, die wegen ihrer Alltäglichkeit und hin und wieder aufflackernden Menschlichkeit noch schockierender wird, die Banalität des Bösen sozusagen. Großartig ist selbstverständlich auch Ben Kingsley, der Izhak Stern, Schindlers rechte Hand spielt. Ihre aufkommende, subtile Freundschaft gehört auch zu den vielen ungemein bewegenden Aspekten des Films. Es ist beeindruckend, wie sehr sich Spielberg zurückhält, vieles unausgesprochen lässt, aber spürbar macht zwischen den Charakteren.

Doch Spielberg zeigt auch die Schicksale vieler betroffener Juden und ihren Familien, die in der Erzählung nie zu kurz kommen. Besonders ist hier Embeth Davidtz zu nennen, die Göths Hausmädchen Helene Hirsch spielt. Sie bleibt ebenso im Gedächtnis wie viele andere einprägsame Gesichter wie Mark Ivanier als Marcel Goldberg oder Miri Fabian als Chaja Dresner. Aber das sind nur ein paar unter vielen, die hervorragende Auswahl an kleinen Rollen und Statisten (es gibt 126 Sprechrollen und 30.000 Statisten) ist schlicht makellos und versetzt einen tief so in die damalige Zeit, wie es ein Film erreichen kann.

Die Zielstrebigkeit und Klarheit in Spielbergs Regie ist schier beeindruckend und er zieht alle mit, inklusive den Darstellern, wo Liam Neeson in seiner perfekt ausgewogenen, nuancierten Darstellung als Oskar Schindler natürlich noch besonders gelobt werden muss. Aber auch das Produktionsdesign von Allan Starski, die Kostüme vonn Anna Sheppard, der Schnitt von Michael Kahn, natürlich die sensationelle Kamerarbeit von Janusz Kaminski und die unaufdringliche, aber gefühlvolle und effektive Musik von Maestro John Williams erzeugen eine schmerzhaft spürbare, unglaublich lebendige und athentische Atmosphäre.

Spielberg gelang ein wohl als perfekt zu bezeichneinder Film, vielleicht der bedeutendste und beste Film, der je gemacht wurde. Aus persönlicher Sicht kann ich nur sagen, dass ich den Film an alleroberste Stelle setzen würde. Es ist ein überwältigender und in höchstem Maße profunder Film, ein Film, der einem einiges abverlangt, ein wütender und zugleich einfühlsamer Film, der die Beschaffenheit von Gutem und Bösem portraitiert. "Schindlers Liste" strahlt für mich so viel Inspiration aus, zum einen durch die Aussage des Films selbst, aber zum anderen auch durch die enorme Errungenschaft von Steven Spielberg. Es ist ein Film, der nie seine Bedeutung verlieren wird, der immer in den Köpfen der Menschen, die ihn kennen, existieren wird und an die weitergegeben werden muss, die ihn noch nicht gesehen haben.
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124 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!", 31. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
Steven Spielberg ist mit der Schilderung des Lebens von Oskar Schindler ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde, dieser Film ist Zeitgeschichte.
Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt, die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte.
Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde er mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet.
Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten.
Er nutzte seine Position als Fabrikbesitzer und zuvor aus Eigennutz gepflegten Kontakte zu Nazigrößen, um „seine Juden" zu retten. Zusammen mit seinem jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) erstellte er eine Liste, die „seine Juden", die Zwangsarbeiter in seiner Fabrik, vor der Vergasung im Konzentrationslager Auschwitz bewahrte.
„Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod."
Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen.
Da ist der kleine Junge, der sich in einer Jauchegrube vor der Selektion versteckt und uns verloren und ängstlich anblickt. Da ist das berühmte kleine Mädchen im roten Mantel im Meer der farblosen Unmenschlichkeit des Gettos, dessen Schicksal uns Spielberg zunächst nur vermuten lässt, um uns die grausame Gewissheit ihres Todes später - scheinbar beiläufig und gerade so noch eindringlicher - unter die Augen zu reiben. Da sind die Bilder beiläufiger, grausamer Tötungen, deren Augenzeuge wir werden. Da sind die Minuten in den Duschen von Auschwitz, denen wir beiwohnen müssen
Es gibt in diesem Film so viele Bilder und Schicksale, die unvergesslich sind, und das ist auch gut so, denn wir dürfen nicht vergessen.
Das bezieht sich auf alle Menschen, nicht nur auf uns Deutsche. Denn die unfassbare Unmenschlichkeit, die das Naziregime in uns Deutschen frei setzte, ist die Unmenschlichkeit, die bei allen Menschen zu Tage treten kann, wenn Hemmschwellen fallen, wenn Unrecht zu Recht und Wegschauen zur Tugend erklärt wird und der Wert jeden einzelnen Lebens verkannt wird.
Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig. Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.
Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken.
Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann.
Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht. Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten.
So vielschichtig, wie Spielberg die Deutschen zeigt, so vielschichtig und kritisch zeigt er auch die Juden. So verschweigt er nicht, dass es auch Kollaborateure und Gewinnler unter den Juden gab, sondern er macht auch das zum Thema im Film. Auch unter den Opfern zeigt er Menschen, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind.
Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen.
In Zeiten, in denen Unbelehrbare „Tätervolk" Diskussionen lostreten und andere mit der Angst vor Fremdem Wahlkampf betreiben, ist dieser Film wichtiger uns aktueller denn je.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Mädchen im roten Kleid, 11. September 2008
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
...und inmitten all der schwarz-weißen Greueltaten läuft ein Mädchen im roten Kleid. Es wird später noch einmal auftauchen...

Worte wie "Kino-Highlight" oder "Meisterwerk" sind zu abgegriffen, als dass sie auf "Schindlers Liste" zutreffen könnten. Hier müssten neue Worte her. An allen Filmen darf der Cineast vorbei, aber nicht an diesem, der in dem Genre Kriegsdrama seinesgleichen sucht und ums Verrecken nicht findet. Ohne Frage einer der wichtigsten Filme, die je gedreht wurden. Keinen lässt er kalt, außer den, der ihn in einer mit Eiswürfeln gefüllten Badewanne guckt. Kein zweiter Film wird, wenn er im Privatfernsehen läuft, stets vor schrillen, dämlichen Werbeblöcken verschont.
Tatsächlich gibt es aber noch einheimische Leute, die ihn nie gesehen haben. War es Zeitmangel? Diese Entschuldigung lasse ich nicht gelten - das Mammutwerk gibt es seit vielen Jahren zu kaufen. War es Desinteresse? Auch dieses Argument verfängt nicht, da niemand vor dem barbarischsten Kapitel seiner Landesgeschichte die Augen verschließen darf. Und wer sich für zu sensibel hält, dem sei gesagt: Da müssen Sie leider durch. Es führt kein Weg vorbei an "Schindlers Liste". Tun Sie es Ihrem eigenen Gewissen zuliebe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin nicht von der Blu Ray begeistert, 2. Juni 2014
Von 
M. Reimer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste [Blu-ray] (Blu-ray)
Nichts gegen diesen Film!
Aber die Blu Ray wird ohne das geringste Extra ausgeliefert. Die Filmqualität ist auch nicht so gravierend besser, als dass man von der DVD hochskaliert auf die Blu Ray umsteigen müsste. Der einzige Vorteil, welcher für mich ersichtlich ist, ist, dass der Film auf der Blu Ray nicht zweigeteilt ist. Man kann also durchgängig schauen. Das war's aber auch schon!
Fazit: Eine Mehrausgabe aus nicht ersichtlichem Grund für alle DVD Besitzer. Kann man sich sparen. Leider :-(
Ich vergebe NUR für die Blu Ray 3 Sterne. Für mich ist das nämlich nur doppelte Geldmacherei.
Ein Lob aber dennoch an dieser Stelle für die glänzende Darstellung des Amon Göth durch Ralph Fiennes. Auch für die deutsche Synchronstimme! Glanzleistung!!
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42 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend, bewegend & zu Tränen rührend, 21. Januar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste [VHS] (Videokassette)
Der Film, Schindlersliste von Steven Spielberg, ist in meinen Augen einer der besten und wichtigsten Filme, den man gesehen haben sollte, weil er eine Zeitepoche, die eine der Schlechtesten unserer deutschen Geschichte war, unglaublich authentisch darstellt. Auf mich wirkt der Film allein deshalb so authentisch, weil er mit hoch moderner Technik gedreht wurde, aber trotzdem ein schwarz-weiß Film ist. Es gibt genau zwei Szenen in dem Film, in denen gezielt Farbe eingesetzt wird, nämlich in Form eines roten Mantels von einem kleinen Mädchen, das Oskar Schindler in der ersten der beiden Szenen dabei beobachtet, wie es sich versucht vor den Nazis zu verstecken. Dadurch das Oskar Schindler in der zweiten der beiden Szenen den roten Mantel mit dem Mädchen bei einer Massenverbrennung sieht, wird die Tragik des Filmes sehr verstärkt. Dieser Trick gehört zu der übergeordneten Art und Weise, wie Spielberg den Film dreht. Spielberg stellt nämlich in dem Film nicht nur die eigentliche Handlung, die sich um Oskar Schindler dreht, dar, sondern führt die umgebende Handlung, die wegen der besonderen Zeitepoche sehr wichtig ist, sehr eindrücklich aus. Diese Methode wird zum Beispiel genau dadurch deutlich, das Oskar Schindler über mehrere Szenen ganz aus dem Blick verloren wird und man kann vielleicht sogar behaupten, dass Oskar Schindler zwischenzeitlich gar nicht mehr der Mittelpunkt des Filmes ist und sich der ganze Film nur noch um die Grausamkeiten, die Nazis verbrochen haben, dreht. Dieser Sachverhalt ist sicher einer der Gründe, warum dieser Film auf mich und auch auf Andere sehr authentisch und mitreißend wirkt. Zusätzlich dazu wird bei den Grausamkeiten kein „Blatt vor die Kamera“ genommen, denn sie werden in all ihrer Ausführlichkeit und Häufigkeit gezeigt. Steven Spielberg macht vor allen Dingen noch die Sinnlosigkeit des Denkens der Nazis deutlich, indem er Hinrichtungen von Juden ohne Vorbehalt zeigt, was bei dem Zuschauer zu der Frage führt, warum diese Hinrichtung gerade durchgeführt wurde und was der Nazi sich überhaupt dabei gedacht hat. Eins der besten Beispiele dafür ist, als die Bauherrin des Konzentrationslagers in Plaszow Amon Göth sagt, dass das Fundament neugebaut werden muss, sie daraufhin direkt hingerichtet wird und Amon Göth trotzdem alles neu bauen lässt, genau wie sie es gesagt hat. Solche Szenen lösen beim Zuschauer Unverständnis aus und verstärken um so mehr die Freude und Begeisterung für so einen Mann, wie Oskar Schindler. Der Zuschauer sympathisiert deshalb sofort mit Oskar Schindler und seine Gefühle werden sehr stark angeregt, weil die Kluft zwischen Gut und Böse so groß ist, dass der Zuschauer sich eigentlich nicht anders entscheiden kann, als Oskar Schindler wie einen Helden zu sehen. Ich finde es sehr gut, dass Steven Spielberg auf der einen Seite die Grausamkeiten des Nazi-Regimes so entsetzlich darstellt, weil es, glaube ich, verheerende Folgen haben könnte, wenn sie nicht so ausführlich beschrieben würden. Man sollte sich nur einmal versuchen vorzustellen, was es für die nächsten Generationen bedeuten könnte, wenn sie nicht das Gefühl gewinnen, dass die Nazis nicht absolut grauenhafte Geschichte für Deutschland und für die ganze Menschheit geschrieben haben. Auf der anderen Seite finde ich es ebenfalls sehr gelungen, dass Oskar Schindler's Zivilcourage derartig hervorgehoben wird und dass deutlich gemacht wird, dass er sich trotz großem Widerstand für die Juden eingesetzt hat, weil es den Zuschauer sehr stark anregt, genauso zu handeln. Vor allen Dingen regen Szenen, wie die der Verabschiedung von „seinen“ Juden, in der er den Ring mit den Worten „Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt“ bekommt und er anschließend zusammenbricht, stark die Gefühle der Nachahmung und Begeisterung an. Diese Begeisterung für derartige Zivilcourage ist sehr begrüßenswert, weil Menschen wie Oskar Schindler brauch die Menschheit und dazu lädt der Film sehr eindrücklich ein.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bewerte nur die DVD und ihre Ausstattung, 15. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
Den Film möchte ich nicht bewerten, der ist einzigartig und ein Meisterwerk. Ich möchte hier nur den Artikel DVD und dessen Ausstattung bewerten. Die Ausstattung ist ganz ordentlich, ich bemängle nur, daß irgendein "Genie" auf die Idee kam, diesen
tollen Film zu teilen. Das war völlig überflüssig und stümperhaft. Es wäre ausreichend gwesen, den Film auf eine DVD und das Bonusmaterial auf die zweite DVD zu legen. Von der Speicherkapazität hätten es die DVD's hergegeben. Aber irgend ein Stümper
mußte diesen Film trennen. Selbst die privaten Fernsehsender lassen diesen Streifen ohne Werbeunterbrechung laufen, meißtens
jedenfalls. Ich empfinde es als Frechheit, dieses Meisterwerk zu teilen. Bleibt nur zu hoffen, dass dies bei einer Veröffent-
lichung auf BlueRay nicht wieder geschieht.
Daher muß ich zwei Sterne abziehen. Ich betone es nocheinmal, die Sternvergabe bezieht sich nicht auf den eigentlichen Film,
dem würde ich auch zehn Sterne geben. Aber ich akzeptiere nicht, dass man solch Meisterwerk zerschnippelt, daher die zwei Sterne weniger.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kunstwerk, 17. Juli 2010
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vieles ist über "Schindlers Liste" gesagt und geschrieben worden, eine Inhaltsangabe ist kaum noch nötig, indes: Ein Aspekt scheint mir oft ein bißchen zu kurz gekommen bzw. falsch dargestellt worden zu sein. Der Film sei realistisch, fast dokumentarisch. "Die Wahrheit ist schwarzweiß", hatte Regisseur Steven Spielberg einmal gesagt. Nun, das alles führt nach meinem Dafürhalten in die Irre. "Die Wahrheit" ist natürlich farbig gewesen, und eine wackelige Handkamera guckt völlig anders als ein menschliches Auge. Spielberg kann, wenn überhaupt, sich nur den Berichten der abgebildeten Zeit so authentisch wie möglich annähern. Stellt er damit aber auch das Berichtete objektiv wahr dar? Nein! Bereits Berichterstattungen sind subjektiv und manipulativ. Sie waren zumeist in schwarzweiß, was eine ganz andere Wirkung als Farbe erzielt. Und Fotos wie Dokumentarfilme wurden immer schon durch künstlerische Gestaltung zur Manipulation eingesetzt, immer und von jedem. Bekannt ist, dass im "Wilden Westen" Hüte nur zu besonderen Anlässen getragen wurden, und ein besonderer Anlass war die damals recht teure Anfertigung eines Fotos. Also denken wir, man trug immer einen Hut, weil es auf allen Fotos so zu sehen ist, und dies übertrug sich auf den Westernfilm. Es ist ganz und gar unmöglich, ein Bild der objektiven Wahrheit von etwas Vergangenem zu finden. Beispielsweise haben die US-Filmer bei KZ-Befreiungen, teils illustre Regisseure wie George Stevens, nicht einfach drauflosgefilmt, sondern hatten den Auftrag, die Gräuel so nah und schockierend wie möglich zu filmen. Spielberg kann also rein optisch gar nicht "wissen, wie es war", und abbilden kann er es schon gar nicht. Ein paar seiner Aussagen erwecken den Eindruck, dass er dies versucht habe. Aber so richtig glaube ich es ihm nicht. Die Entscheidung für oder gegen die Art der Filmmusik, Anweisungen an einen Schauspieler, Montage, Schnitt, auch Handkamera und der Verzicht auf komplizierte Kranfahrten, das sind alles sehr bewusste Entscheidungen des Vollprofis Spielberg. Wenn der sadistische Lagerkommandant zum Frühstück von seinem Turm aus "einfach so" ein paar Häftlinge abknallt, zeigt Spielberg dies mit einer Beiläufigkeit, die erschüttert. Das Dokumentarische, der Verzicht auf anschwellende Musik, auf Großaufnahmen eines Gesichtsausdrucks von Schützen und Opfern, dies alles verstärkt die schockierende Wirkung, weil es eine barbarische Handlung als für den Täter belanglos zeigt. Aber Spielberg hat eben nicht auf Stil verzichtet, sondern er hat ihn ganz bewusst genau so gewählt. Vermutlich wusste er um die geschilderte Wirkung, und die Szene ist deswegen genial. Spielberg ist nicht nur Zaungast, der die Kamera auf die "Wahrheit" halten lässt, ohne groß Anweisungen zu geben. Die Szene sieht so aus, wie sie aussieht, weil Spielberg das ganz genau so und nicht anders will. Sie ist Kunst. Eine noch viel deutlicher arrangierte und hundertzehnprozentige Spielberg-Szene ist, wenn sich hilfesuchende Kinderarme auf einem Lastwagen in die Höhe strecken. Spielberg und die Kinder... wie hilfesuchende, aber auch mächtige Stelen ragen die Arme empor, in einem starken Kontrast, der im Farbfilm bei gleicher Belichtung nicht möglich gewesen wäre (und aus leichter Untersicht de Kombination von Hilfesuchen und kraftvollem Aufragen betonend, aber dies schreibe ich aus einer möglicherweise nicht mehr korrekten Erinnerung). Also, sagen wir es ganz deutlich: Das ist ein Spielfilm, das ist ein erzählender Film, das ist ein Kunst-Werk. Von dem ganzen Gerede um ästhetische Authentizität ist so gut wie nichts wahr.

Macht das den Film zu einem, der überbewertet ist? Nein, im Gegenteil! Auch wenn Spielberg die inhaltlichen Ereignisse zeigen und montieren kann, wie es ihm beliebt, hat er sich doch erfolgreich bemüht, dass das Gezeigte eine Auswahl und Zusammenstellung von ausschließlich wahren Tatsachen ist. Nichts wurde hinzuerfunden. Dies ist für mich das große Wunder des Filmes, diese Kombination von ausschließlich belegbaren Fakten und großartiger Filmkunst. Spielberg konnte nicht im Sinne eines "objektiven Bildes" zeigen, "wie es war", aber er kommt dem so nahe, wie es ein Spielfilm überhaupt nur kann. Hören wir doch auf, den Film deswegen zu bejubeln, weil er so wenig künstlerisch wie möglich sei! Er hat im Gegenteil so viel Kunst wie möglich, und das ist hervorragend, wenn es eben gute Kunst ist. Diese Aussage heißt auch: Man kann einen Kunst-Film über den Holocaust drehen (die gegenteilige Aussage scheint mir bei denjenigen mitzuschwingen, die den Film wegen des angeblich fehlenden Kunstfaktor loben). Man kann es allerdings auch deutlich leichter in den Sand setzen als bei anderen Themen. Spielberg setzte es nicht in den Sand, er entschied die Dinge richtig, hielt sich mit Schmalz und Bombast zurück, instrumentalisiert den Holocaust nicht, beschönigt nichts. Und so transportiert er eben doch eine "Wahrheit". Mit den Mitteln der Kunst wird uns das Thema nahegebracht, der Schrecken, aber auch der Mut eines erst opportunistischen Mannes. Wenn er trotz ungünstiger Startbedingungen das Richtige erkennen und tun kann, sollten auch wir es uns zutrauen. Der Film verneigt sich vor Schindler, vor den geretteten Juden und vor den vielen vielen nicht geretteten. Dann dürfen auch künstlerische Ausdrucksmittel ran. Das Thema ist Spielberg nicht Mittel zum Zweck (seine Kunstfertigkeit auszustellen, Geld zu scheffeln etc.), sondern die künstlerischen Mittel dienen dem Thema, nie als Ausstellungsstück, nie aufdringlich. Dann darf auch Hoffnung durch das berühmte Bild des Mädchens im dezent roten Mantel in den Schwarzweißfilm einbrechen. Objektivität? Realismus? Wahrheit? Alles Quatsch! Aber Wahrhaftigkeit. "Schindlers Liste" ist nicht ohne und schon gar nicht trotz, sondern wegen seiner bewussten Kunstfertigkeit ein Meisterwerk.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd., 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
Es handelt sich um einen sehr guten Film, der aber viele Emotionen weckt. Die Menschheit kann nur hoffen, das so etwas NIEMALS wieder geschieht!!!

Als ich den Film sah, fiel mir auf, dass ein kleines Mädchen einen roten Mantel an hatte, obwohl es ein S/W Film ist. Es war dort, als das Ghetto von der SS “ geräumt“ wurde.
Was da geschah, erzeugte bei mir eine Gänsehaut und Wut.
Später, sah man das kleine Mädchen versteckt, aber da war der Mantel nicht rot. Noch später, sah man das kleine Mädchen tot auf einem Karren und der Mantel war wieder rot.
Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Aufnahmefehler ist, oder ob es extra so gefilmt wurde um das Schicksal dieses kleinen Mädchens genauer verfolgen zu können?

Sei es wie es sei. Der Film geht unter die Haut und sorgt für Gefühle, die nicht angenehm sind.

Das Bild ist in 1.85:1 anamorph Widescreen
Der Ton ist in Dolby Digital. Sprachen Deutsch 5.1, Deutsch dts, Englisch 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, laut Verpackung.

Bonusmaterial: Die Stimmen der Liste: Mit Erfahrungsberichten der Augenzeugen.
Die Geschichte der Shoah Foundation, mit Steven Spielberg.
Bonusmaterial, komplett in Englisch, Untertitel wie beim Hauptfilm.
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Schindlers Liste (2 DVDs)
Schindlers Liste (2 DVDs) von Thomas Keneally (DVD - 2004)
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