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am 20. Juli 2004
Nachdem ich gehört hatte, daß das letzte Album "Masterpiece Theatre" (herausragend!) unverständlicherweise nicht allzu erfolgreich war und die Band wieder um ein Mitglied ärmer wurde, dachte ich schon, daß man nichts mehr von dieser Ausnahmeband hören würde. Gott sei Dank war dem nicht so! Mit "Soul Flower" melden sich En Vogue (mit neuem Mitglied) zurück. Zwar können sie nicht an die Genialität ihres Vorgängers oder gar an die von "Funky Divas" anknüpfen, trotzdem ist das vorliegenden Album eine stimmige Mischung guter bis sehr guter Songs.
Besonders hervorzuheben sind die Songs "Losin My Mind" (tolles Trompeten-intro und stimmlich überragend), "All You See" (toller Groove), "I Do Love You (Piece of My Love)", "Million Different Ways", "How Do I Get Over" (schönes Duett) und "New Day Callin'" (sehr gelungener Abschluß).
Schade, daß das Album in Europa nicht veröffentlicht wird. Man kann nur hoffen, daß En Vogue weitermachen, denn ihre Musik hebt sich nach wie vor wohltuend vom Chart-Einerlei ab!
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am 26. November 2005
En Vogue waren mal Superstars; jetzt wird ihr neues Album nicht mal in Europe veröffentlicht, doch das völlig zu unrecht. Es ist ein wunderschönes Album, das man am besten als ganzes hört. Dabei kann man den letzten Song ("New Day Calling"), der als einziger reichlich unmotiviert und klischeehaft wirkt, getrost weglassen. Der Rest des Albums aber ist eine kleine Perle und hebt sich vom "Wir müssen unbedingt in die Charts" Gepfusche gewisser R'n'B Leute ab.
Nicht so gut wie Funky Divas, doch wer das schon hat, kann sich dieses ruhig zulegen.
Anspieltipps: Ooh Boy, Nearly Lost
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am 7. Juni 2004
En Vogue waren in den 90ern Vorreiter für viele folgende Frauengruppen (Destiny's Child, TLC u.a.). Nach mehreren Problemen mit Plattenfirma und Mitgliederschwund (Maxine Jones verließ die Band 2000, Amanda Cole 2002) haben die beiden verbleibenden Damen Cindy Herron-Braggs und Terry Ellis in Rhona Bennett, auch bekannt aus dem Mickey Mouse Club, einen ebenbürtigen Ersatz gefunden. Rhona ist zwar erst einmal nur für dieses Album verpflichtet worden, fügt sich aber gesanglich so gut in die Gruppe ein, dass mancher hoffen wird, dass sie bleibt. „Soul flower" heißt das neue Werk und orientiert sich erstmalig am Neo-Soul. Die Anlehnung des Covers an Curtis Mayfields "Superfly" lässt diese Musikrichtung schon erahnen und ist gleichzeitig eine Verbeugung vor dem Soulsänger. En Vogue-Gründer Denzil Foster und Thomas McElroy zeigten sich hauptsächlich für Produktion und Songwriting verantwortlich. Es durften allerdings diesmal auch neuere Songwriter Beiträge zum En Vogue-Sound leisten. Auch dass Cindy und Terry maßgeblich an der Produktion des Albums beteiligt sind, ist neu. Mit neuem Sound, neuen Produzenten, neu gewonnener Freiheit und neuem Mitglied sollte man jetzt also hoffen, dass dieses Album alles bisherige der Ladies übertrumpft. Aber Pustekuchen! Die Songs klingen oft unterproduziert und somit unfertig. Rhona Bennett singt den Großteil des Albums - etwas ungewöhnlich für ein neues Mitglied (auch wenn sie sehr gut singt). Die Harmonien der drei Damen sind teilweise sehr dünn arrangiert und eher im Hintergrund. Ein weiteres Minus ist die Eintönigkeit der Songs. Fast alle bewegen sich in mittlerem Tempo, fast alle bestechen durch einen kräftigen Beat. Kein Track sticht wirklich hervor. Es fehlen auch gesanglich Höhepunkte, die En Vogue sonst immer als Markenzeichen hatten. Wenn man En Vogue früher gehört hat, um in Ausgeh-Stimmung zu kommen, dann liefern sie jetzt Hintergrundmusik für einen ruhigen Abend. Nett, aber nicht mitreißend. Schade! Rhona Bennett ist zwar als Einzel-Sängerin ein Gewinn, aber wenn die Produzenten auf einen kräftigen Background verzichten, dann kann selbst die stärkste Lead-Stimme nicht viel Druck erzeugen. Einzige Wehmutstropfen dieses Albums sind das von Rhona mitgeschriebene und wirklich gelungene „Losin' my mind" mit seinen Trompeten-Einsätzen, das hoffnungsvolle „New day callin'", das rockigere „Million different ways" und die Cover-Version von Guy „I do love you (Piece of my love)". Bei Cover-Versionen sind En Vogue nach wie vor unschlagbar! Aber keiner dieser Songs reicht an die Brillanz von „Free your mind", „Don't let go (love)" oder „My lovin'" heran.
Fazit: Keiner der Songs ist schlecht, jedoch wird das Rad nicht gerade neu erfunden und die Stimmen der drei Damen bewegen sich im Background nur selten auf gewohntem Niveau. Neo-Soul ist eine neue Richtung für En Vogue. Dennoch sind sie im Hip Hop und R'nB' besser aufgehoben gewesen. Bei "Soul flower" fehlt der Biss. Trotz all dieser Minuspunkte ist es aber sicherlich immer noch besser als das meiste, was einem heutzutage so an Musik vorgesetzt wird!
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