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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich Nr. 6 der besten Western aller Zeiten
Produkt: Blu-Ray (1 Stück). Herausgeber: Twentieth Century Fox. ASIN: B000199LMI
Deutscher Titel: Die glorreichen Sieben. Originaltitel: The Magnificent Seven
Produktionsland: USA. Premiere: 1960
Mit:
Die glorreichen Sieben: Yul Brynner (Chris), Horst Buchholz (Chico), Steve McQueen (Vin), James Coburn (Britt), Charles Bronson (Bernardo), Brad...
Vor 5 Monaten von Mladen Kosar veröffentlicht

versus
163 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BLU-RAY - Wieder FALSCHE Tonhöhe von MGM!
MGM liefert bei dieser BLU-RAY schon wieder zu langsamen und zu tiefen Ton ab! Es setzt sich traurig fort, was MGM bereits bei "Zwei glorreiche Halunken", "Das Schweigen der Lämmer", "Misery", "RoboCop", "Fargo" und anderen Titeln vermurkst hat.

WARNUNG vor ALLEN MGM Blu-rays wo es früher Gold- oder Special-Edition DVDs mit neu angefertigter...
Veröffentlicht am 5. August 2010 von Ramon Rodriguez


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163 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BLU-RAY - Wieder FALSCHE Tonhöhe von MGM!, 5. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
MGM liefert bei dieser BLU-RAY schon wieder zu langsamen und zu tiefen Ton ab! Es setzt sich traurig fort, was MGM bereits bei "Zwei glorreiche Halunken", "Das Schweigen der Lämmer", "Misery", "RoboCop", "Fargo" und anderen Titeln vermurkst hat.

WARNUNG vor ALLEN MGM Blu-rays wo es früher Gold- oder Special-Edition DVDs mit neu angefertigter 5.1-Tonspur gab! MGM hat damals den PAL-Speedup dieser DVD-Editionen korrigiert. Was den DVDs mit 25fps so die korrekte Tonhöhe einbrachte, verfälscht auf den Blu-rays mit 24fps nun die Tonhöhe nach unten! Daraus resultieren zu langsame Musik und viel zu tiefe Stimmen. Echte Männer klingen wie alte Opas, Frauen wie Transen usw...

Die Stimmen sind teils derart verfälscht, dass man an neue, unpassende Synchronsprecher denkt! Bei Filmmusik tritt durch die falsche Tonhöhe teilweise eine gefühlte Verzerrung bzw. ein gefühlter Leiereffekt auf! Unerträglich!

MGM ist unfähig für Blu-ray Discs die Tonhöhe auf 24fps anzupassen oder einfach auf die jeweiligen Kinosynchros mit 24fps zurück zu greifen!

Diverse Filmforen sind voll mit Beschwerden unzufriedener Filmfans bezüglich dieses verbreiteten MGM-Pfusches! Andere Labels geben sich Mühe mit Ihren Blu-rays, MGM sind Kunden und Filme offensichtlich egal. Hier wird ein Klassiker nach dem anderen zerstört, dabei sollte Blu-ray doch DAS beste Medium sein...
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56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ton ist einfach unmöglich, 2. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mir die Blu Ray gestern im direkten Vergleich mit der DVD angesehen. Das Bild ist wirklich besser. Wenn man den Film auf Englisch mit deutschen Untertiteln sieht, ist alles in Ordnung. Der Ton bei der deutschen Tonspur ist jedoch absolut daneben. Der Ton klingt dumpf und das gesprochene Wort ist irgendwie am leiern.

Würde ich die Blu Ray noch einmal kaufen? Die Antwort ist NEIN. Wie kann man hier den Ton so versauen? Unbegreiflich.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen übelst, 21. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film muß eigentlich nichts gesagt werden. TOP. Am Bild auf der Blu Ray kann man auch nichts bemängeln ABER - Die Stimmen klingen so tief und dumpf das man echt so genau hinhören muß um alles zu verstehen. Das is echt grausam und nervig das ich mir diese Scheibe glaube ich nicht mehr anschauen werde.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich Nr. 6 der besten Western aller Zeiten, 27. November 2014
Von 
Mladen Kosar (Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Produkt: Blu-Ray (1 Stück). Herausgeber: Twentieth Century Fox. ASIN: B000199LMI
Deutscher Titel: Die glorreichen Sieben. Originaltitel: The Magnificent Seven
Produktionsland: USA. Premiere: 1960
Mit:
Die glorreichen Sieben: Yul Brynner (Chris), Horst Buchholz (Chico), Steve McQueen (Vin), James Coburn (Britt), Charles Bronson (Bernardo), Brad Dexter (Harry) und Robert Vaughn (Lee)
Die Dorfbewohner:
Die drei beauftragten mexikanischen Dorfbewohner: Jorge Martinez de Hoyos, Pepe Hern und Natividad Vacio
Der Dorfvorsteher Sotero: Rico Alaniz
Der Dorfälteste: Vladimir Sokoloff
Die Banditen: Eli Wallach (Calvera), Valentin de Vargas, Larry Duran u. A.
Dorfbuben: Mario Navarro, Danny Bravo
Beteiligte in der US-Stadt: Val Avery, Whit Bissell, Bing Russell
Sonstige: Rosenda Monteros (Petra), Robert J. Wilke (Duellist gegen Britt) u. A.
Regie: John Sturges. Musik: Elmer Bernstein
Genre: Westernfilm
Bild: ausgezeichnet / Breitbild / Farbe
Sprache: Englisch. Synchronisation: Deutsch, Englisch, Tschechisch, Italienisch, Französisch, Türkisch, Spanisch, Russisch, Portugiesisch und Thailändisch. Untertitel: Deutsch, Englisch u.v.a.
Der Ton der deutschen Synchronisation wirkt dumpf und hallend, teilweise schlecht verständlich, weil er aufgrund der zeitlichen Umwandlung von PAL- auf NTSC-Laufverfahren gedehnt und infolgedessen gesenkt wurde. Immerhin handelt es sich um eine Dialogdehnung (nicht die Musik) von fünf Minuten (PAL=123 Minuten - NTSC = 128 Minuten)
Filmlänge: 128 Minuten und 06 Sekunden (Originallänge im NTSC-Laufverfahren)
Specials:
a.) Audiokommentare vom Produzenten Walter Mirisch und Bob Relyea, sowie den Schauspielern James Coburn und Eli Walach während des Filmes in englischer Sprache mit deutschen UT
b.) 47 Minuten informative Filmproduktionsdoku mit Szenen und Hintergründen in englischer Sprache mit deutschen, englischen u.v.a. Untertiteln.
c.) 15 Minuten Dokumentation mit dem Musikhistoriker Jon Burlingame über Elmer Bernstein und seine Musik in dem Film in englischer Sprache mit deutschen UT.
d.) Bilder
e.) Trailer

Für mich war der Film ein Mythos, bevor ich ihn gesehen habe. In den jüngsten Kinderzeiten habe ich mündliche Geschichten älterer Jugendlicher in mich aufgesogen, wie die Juden das Manna in der Wüste. In den Sechziger Jahren entstanden kurz nach deren filmischem Entstehen spannende Geschichten über tapfere Männer, welche sich bösen Unholden siegreich und glorreich entgegenstellten. Winnetou, Old Shatterhand, Die glorreichen Sieben... Damals, als Realität und Fantasie noch nicht streng getrennt werden durften, erwuchsen die mythischen Helden zu überirdischen Figuren, welche das kleine Leben eines Landkindes zu beschützen schienen.
Obwohl ich Die glorreichen Sieben erst als Jugendlicher sah, so war der Film in mir lebendig, lange bevor ich ihn kennengelernt habe. Als ich ihn sah, konnte ich zum ersten mal sehen, was mir von ihm verheissen wurde. Und das visuelle Märchen entsprach voll und ganz dem Gehörten von den mutigen Helden, welche arme, hilflose Bauern vor grausamen Banditen beschützten. Das ist zeit- und raumlos. Das gilt für immer und überall.
Von Anfang an zeichnet ihn ein unnachahmliches Timing aus, ein Rhythmus und eine gerundete Einheit, welche von keinem Italowestern jemals erreicht werden würde. Und eine Leichtigkeit wohnt ihm inne, welche federleichter ist, als jede Coolness irgend eines Italowestern, oder dessen überzeichneten Trägers. Was er hat, ist eine Mischung aus tödlicher Ernsthaftigkeit, wie naivster Verspieltheit. Weder ist er grimmig ernst, noch lächerlich kindisch. Er ist Alles in Einem, ohne in ein übertriebenes Extrem zu verfallen.
Der Regisseur und die Drehbuchautoren zimmerten in ihrer mexikanisch zensierten Verzweiflung Dialoge voller Pathos, Kürze und Würze, schenkten manchen Personen großzügige Auftritte (Horst Buchholz, Eli Wallach) und ließen die kürzer agierenden Helden originell und unvergesslich handeln. Obwohl in der Summe zum Beispiel Horst Buchholz den meisten Spielraum für seine Parts vorweist, so fesselt die zurückhaltende Art der Anderen. Yul Brynner benötigt keine großen Auftritte, weil er schlicht großartig ist in seiner Unaufdringlichkeit, die aber mitunter tödlich sein kann. Darin ist er dem Samurai Kambei Shimada in Die sieben Samurai in all dessen Würde sehr ähnlich. Steve McQueen wäre in all seinen Mätzchen aufdringlich geworden, wenn man ihm den selben Spielraum gewährt hätte, wie Horst Buchholz. Aber er bekommt ein Minimum an Möglichkeiten, wodurch er zu einem Monument geformt wird, als welches er Meisterwerke wie Gesprengte Ketten, Nevada Smith, The Sandpebbles, Getaway, Papillon oder Flammendes Inferno zelebrieren wird.
Aber Horst Buchholz spielt einfach brillant. Von Anbeginn agiert er neben dem erfahrenen Yul Brynner ebenbürtig als sein gegensätzlicher, unerfahrener, aber mutiger und beherzter Mitstreiter mit einer unvergleichlichen Energie und spielenden Talentiertheit.
Schön ist es ihm zuzusehen, wie er die Übrigen ohne es zu wollen, ziemlich an die Wand spielt. Man nimmt ihm jede Szene ab, vor Allem dann, wenn er theatralische Reden schwingt und in unüberbietbarer Selbstironie beinahe zerplatzt. Aber die eigentlichen Helden, die stillen Gunfighters lassen es ihn gewähren, ohne es ihm neidisch zu sein, weil sie nichts Anderes zu tun haben, als ihre stille Pflicht des Edelmutes zu erfüllen. Irgendwie sind sie alle Sieben heilig, genauso wie deren Zwillinge in Japan. Und aus diesem Grund ist der Film schön - schön anzusehen...sowohl der Western, wie der Samuraifilm, nach dem der Western gemacht wurde, ohne ihn blind nachzuahmen.
Die Musik ist in der Tat unvergesslich und begleitet die Tapferen in ihren Heldentaten bis zum siegreichen, obzwar verlustreichen Ende.
Ein Top 10 Western, der ans Herz geht, ähnlich wie High Noon, weil es um den Kampf der gerechten Minorität gegen ungerechte Majorität geht, der Schwachen gegen die Starken, der Bedrängten gegen Präpotente, der Selbstlosen gegen Selbstsüchtige.
Der Film wirkt authentisch, was die Atmosphäre im mexikanischen Dorf anbelangt, er ist bestechend in den Aussenaufnahmen, den Actionszenen und den Pointen. Und er ist einfach cool. Ganz starker John Sturges.

Folgende Schauspieler dieses Filmen weilen noch unter uns (letzter aktueller Stand 27.11.2014): Robert Vaughn (Jahrgang 1932), Rico Alaniz (Jahrgang 1919), Rosenda Monteros (Jahrgang 1935), Mario Navarro (Jahrgang 1949), Danny Bravo (Jahrgang 1948)

Die falsche Angabe von 88 Minuten über die Filmlänge ergibt sich offensichtlich aus der falschen Berechnung der Zahl 128 (tatsächliche Filmlänge). Man hat offenbar die Zahl 128 irrtümlich mit 1,28 verwechselt und daraus Eine Stunde komma 28 Minuten geschlossen, was 88 Minuten ergäbe, wenn es denn wirklich so wäre. Das kommt daher, dass Leute Daten über Filme schreiben, die keine Ahnung von Filmen haben.

Mladen Kosar
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn 5 Sterne, dann für diesen Film..., 4. Dezember 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben (Gold Edition) (DVD)
Die glorreichen Sieben ist DER Western schlechthin und ein Meisterwerk - nicht nur weil alle halbwegs intelligent gemachten Filme nach einer gewissen "Halbwertzeit" zum Klassiker oder Kult werden. Mir fällt kein weiterer Western ein mit einer so dichten und lehrreichen Story um Ehre, Toughness, Freundschaft, Träume und Realitäten im Wilden Westen. Mir fällt kein Western ein mit solchen Dialogen ("We deal in lead") - cool, typisch amerikanischer Slang und anspruchsvoll zugleich. Mir fällt kein weiterer Western ein, in dem 7!! Helden so gekonnt in Szene gesetzt sind, dass man mit jedem Charakter "mitfühlen" kann. Mir fallen kaum andere Filme mit solchen schauspielerischen Leistungen ein (nicht umsonst wurden bzw. waren alle Helden danach Superstars, mit Ausnahme von B. Dexter).
Eigentlich glaubt man angesichts heutiger Filme aus Hollywood kaum, dass es solche Perlen überhaupt mal hervorgebracht hat, wiewohl die eigentliche Story nicht nur aus Japan kam, sondern der Film anfänglich in den Staaten gar nicht mal so gut lief!
Die späteren Sequels der glorreichen Sieben kann man sich dagegen getrost sparen und warten bis die wieder mal im Fernsehen kommen. Sie bieten nichts wirklich neues.
Die DVD Ausstattung ist erstaunlicherweise sehr solide - für einen solch alten Film geradezu sehr gut. Natürlich gibt es keine Schmankerl wie geschnittene Szenen, extended versions etc. mit denen heut vielfach aufgewartet wird (und mißbraucht wird, um noch mal richtig Geld abzuscheffeln). Dafür gibt es zB dt. Untertitel, eine gelungene making-of-Story und einen (weniger gelungenden) Audio-Kommentar (die dortigen Protagonisten Eli Wallach, J. Coburn und W. Mirisch plaudern während des Films in der Regel lösgelöstes Blabla über Regie etc. ohne interessante Hintergrundinfos zu einzelnen Szenen und wenn, dann gabs die schon in der making-of-story).
Noch ein Tipp: Wer sich den Film ansieht und gutes Englisch kann, wird (wieder einmal) feststellen, wie sehr sich engl. und dt. Fassung im Detail unterscheiden können. Nur als Bsp.: So gibt es eine Szene, in welcher der junge Chico sich eines der (versteckten) Mädchen greift und zu den anderen bringt. Daraufhin ist in der dt. Fassung die Rede davon, die Bauern hätten Angst davor gehabt, dass sie (die Mädchen) "geraubt" würden. Tatsächlich (in der engl. Fassung) hatten sie Angst, dass sie (die Mädchen) "vergewaltigt" (engl. rape) würden. Daraufhin sagt Chris (Y. Brunner) in der Originalfassung (etwas angefressen): "We might", was so viel heisst wie "Vielleicht machen wir das" !! - in der dt. Fassung kommt das softer rüber als "Es hätte ja sein können" (ok ich kann das irgendwie verstehen). Die engl. Fassung ist hier also tougher, die dt. Fassung betont eher das Heldenhafte der Sieben. Zum Glück ist die dt. Fassung aber sehr gut gelungen, teilweise sogar mit schöneren (freien)Übersetzungen als im Original.
Achso: Zur Musik muss ich nix sagen: Neben der Titelmelodie aus "Weites Land" DIE Westernmelodie!
Diesen Film kann man also getrost kaufen. Wer diesen Film noch nicht gesehen haben sollte, hat eine Bildungslücke, die schnellstens geschlossen werden sollte.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "You should buy yourself some gunmen!", 10. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Die Glorreichen Sieben" ist einer der Western, welche den Pathos des raubeinigen, sprücheklopfenden Revolverhelden geprägt haben wie kaum ein anderer. Yul Brunner, angeworben von den Männern eines mexikanischen Dorfes zum Schutz vor einem überragend spielenden Eli Wallach überzeugt sechs weitere Gunmen, den Dörflern zur Hilfe zu eilen. Die Bezahlung geht gegen Null, die Chance zum Überleben sind noch weit geringer und trotzdem schaffen die Einwohner es, den sieben Männern auf unterschiedlichste Weise näher zu kommen und ihnen ein Stück weit den Glauben an das Gute und die Menschlichkeit zurück zu geben.

Namenhafte Schauspieler wie Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn, Robert Vaughn, Brad Dexter und in seinem Debüt der junge Horst Buchholz geben sich die Klinke - oder viel mehr das Gewehr - in die Hand.

Das Zusammenspiel der Truppe stimmt vom ersten Moment und man trauert mit jedem der gefallenen Helden - aber noch viel mehr mit den Überlebenden. Besonders McQueen sticht hervor und das nicht nur in seinen endlosen Versuchen, Brynner die Schau zu stehlen.

Die Filmmusik zählt nicht umsonst zu den meistzitiertesten der Filmgeschichte, wahrlich überragend wird hier von Elmer Bernstein in Szene gesetzt. Man sollte sich den Film in jedem Fall im Original ansehen, Brynner hatte neben seinem rasierten Schädel noch ein weiteres Markenzeichen, seine einzigartige Stimme. Gänsehaut pur!

Der Sound ist in Anbetracht des Alters wirklich gut, kratzt etwas vor allem bei Außenaufnahmen bzw. kommt es beim Finale zu leichten Übersteuerungen. Alles in allem ist dies jedoch wirklich zu verschmerzen!

"Es wird wieder geritten!" - So der damalige Werbeslogan für die Rückkehr der Glorreichen Sieben", DEM Blockbuster des Jahres 1960.

Selbstverständlich auch diesmal mit Brynner, verliert der zweite Teil stark gegenüber dem ersten. Die Besetzung will nicht so recht harmonieren, die Dialoge wirken zum teil wie eine Wiederholung - einziger Lichtblick ist hier die nach wie vor mitreißende Filmmusik. Die Handlung ist im ungefähren dieselbe wie im ersten Teil, nur das diesmal Chico zusammen mit anderen versklavten Mexikanern gerettet werden muss.

Auch den zweiten Teil sollte man auf jeden Fall gesehen haben, wenn er auch gegenüber dem ersten bereits maßgeblich verblasst.

Zwei weitere Teile sollten noch folgen: "Die Rache der glorreichen Sieben" (1969) und "Der Todesritt der glorreichen Sieben" (1972), falsch übersetzt aus dem englischen "Guns of the Magnificent Seven" und "The Magnificent Seven Ride!"

Als wäre dies nicht schon schlimm genug, tun George Kennede und Lee Van Cleef in der Hauptrolle ihr übriges dazu. Mehr werde ich dazu nicht sagen, man sollte Filme nicht unnötig schlecht reden wenn es so viele vor mir schon getan haben. Nicht einmal Bernstein schafft es hier, noch etwas zu retten!

Fazit: auf jeden Fall meine Kaufempfehlung für diese Collection, bei dem Preis kann man wirklich nur zugreifen - und wer nicht will, kann die Teile 3 und 4 ja ignorieren oder im schlimmsten Fall direkt entsorgen ;-)

Also Leute, Kaufen marsch marsch! :-)
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Bild, um Längen besser als die DVD, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ziemlich günstig habe ich diesen Film im Handel erworben. Für mich ein "Must have" auf Blu Ray. "Eine glorreiche Blu Ray Edition - ein scharfer Meilenstein" - diese Aufschrift ziert das Cover der Rückseite als große Überschrift. Um den berühmten Vergleich zu ziehen - DVD mal kurz kontrolliert, Bildqualität war ziemlich schlecht. Die Gefahr, das man nur eine lieblos hochskalierte DVD kriegt, ist halt immer da. Und dann die Blu Ray eingelegt!

Das Ergebnis: Eine DEUTLICHE Verbesserung gegenüber der DVD. Um etwas ins Detail zu gehen: Das Hintergrundgrieseln ist fast nicht mehr da. Die Farben werden prächtig wiedergegeben. Die Schärfe bewegt sich auf einem sehr guten Niveau. Konturen werden sehr schön gezeigt. Ein sehr schönes Bild. Der Film ist vor 50 Jahren gedreht worden, und ist auf Blu Ray ein Fest für die Augen!! 1 A Kaufempfehlung.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein glorreicher Western, 5. Februar 2004
Von 
Sieben Revolverhelden werden von mexikanischen Bauern angeheuert um deren Dorf gegen die wiederholten Plünderungen durch die Bande des Banditen Calvera zu schützen.
John Sturges "Die Glorreichen Sieben" von 1960 ist ein Remake des Filmes "Die sieben Samurai" von Akira Kurosawa (1954).
Der Film markiert eine Trendwende im amerikanischen Westernfilm. Ein Hauch von Italo-Western weht schon über die Leinwand, wenn die gekauften Revolverhelden in cooler Attitüde ihrem Tagwerk nachgehen und von ihrer Berufauffassung den Banditen näher stehen als den hart arbeitenden Bauern im mexikanischen Dorf.
Noch ist es aber nicht so weit. Sergio Leone wird erst vier Jahre später mit "Eine Handvoll Dollar" die Erfolgsgeschichte des Italo-Westerns einläuten.
So ist also der "edle" amerikanische Westernheld in "Die glorreichen Sieben" noch nicht ganz verschwunden. Er erfährt nur eine Neudefinition.
Der Film ist wunderbar straff inszeniert. Das Verhältnis zwischen Action und Raum zur Zeichnung der Charaktere ist ausgewogen. Die Schauspieler agieren souverän in einer Geschichte, die nie langweilig wird obwohl der Film über zwei Stunden dauert. Die Dialoge sind kurz aber ausgesprochen prägnant. Viele Sätze aus dem Film sind später oft zitiert worden und wurden zur Blaupause für folgende Westerngenerationen.
Die Musik von Elmar Bernstein ist grandios und mitreißend..
Es ist unbestritten einer der besten Western der Filmgeschichte.
Die DVD ist sehr ordentlich ausgestattet.
Das Bild ist sehr gut, wenn man bedenkt, dass der Film von 1960 ist. Der Ton liegt in Deutsch, Englisch und Spanisch in Format 5.1 vor und ist ansprechend aber nicht überragend.
Die Extras sind sehr gut.
Es gibt einen Audio-Kommentar mit James Coburn, Eli Wallach, Walter Mirisch (Produzent) und Robert Relyea (Regieassistent)
Es gibt ein "Making Of" (Dauer 45min), dass sehr zu empfehlen ist. Man erfährt z:B. das Yul Brynner und Steve Mc Queen sich wie zwei Hagestolze am Set bekriegt haben. Sehr funny.
Des weiteren gibt es diverse Trailer und Bildergalerien.
Fazit: Eine rundherum gelungene DVD mit einem tollen Film und schönen Extras.
5 Sterne ohne Abstriche.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kaiser-Western, 28. Oktober 2012
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Am Tag als Yul Brynner starb, schaltete ich die Heute-Nachrichten ein und sah Szenen die sich so tief in mein Gedächtnis einbrannten, das ich sie nie wieder vergaß. Der König von Siam war tot. Doch das was die Szenen zeigten war etwas anderes. Ein Reiter prescht zwischen eine große Schießerei und wird, nachdem er "Wartet! Ich hole euch raus!" gerufen hat, vom Pferd geschossen und kurz darauf von einem ganz in schwarz gekleideten Mann von der staubigen Straße in den Schutz eines Hauses gezogen. Dort, im Sterben liegend, richtet der Neu-Ankömmling seine letzten Worte an den Man in Black, der ihn in seinen Armen hält:
"Chris...jetzt kannst du es mir doch sagen. Wir sind doch nicht nur hierher gekommen um den Aufpasser zu spielen...da hat doch was dahinter gesteckt, Chris..."
Der Mann in Schwarz gibt ihm recht, erzählt ihm von Gold und Reichtum. Währenddessen versuchen mehrere Banditen die Tür aufzubrechen. Der Andere stirbt glücklich in den Armen des Freundes. Erst dann wendet sich der Mann wieder der drohenden Gefahr zu. Majestätisch, stoisch, kaltblütig. Ich war hin und weg von diesem Typen, kannte ich ihn doch bisher nur als tanzenden König eines fernen Landes. Doch das hier war anders. Ich erkannte sofort das es sich hier um etwas ganz besonderes handelt. Einen funkelnden Diamanten von einem Film. Die damals obligatorische Programmänderung wurde umgehend angekündigt und somit änderte sich mein Tages-Ablauf. Ich wusste was ich heute sehen wollte.

Einige Stunden später ging es dann los. Die brilliante Musik von Elmer Bernstein, der erste von vielen Namen die mir ab sofort ein Begriff waren, zog mich sofort in den Film hinein. Einen Film der so perfekt durchkomponiert war, hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Jedes Bild zum An-die-Wand-hängen, jedes musikalische Thema passgenau abgestimmt auf die Bewegungen der Kamera, der handelnden Personen, gar der Bildgestaltung. Jede auftretende Figur ein Charakter für sich, keine farblosen Durchschnittsgesichter, ein jeder mit Charisma gesegnet, Sätze sagend, die das jeweils unterstreichen. So interessante Figuren, selbst in der kleinsten Nebenrolle. Ein Fest für Augen und Ohren. Wenn es einen makellosen Film gibt, dann diesen. Nicht eine einzige überflüssige Szene. Nicht ein einziger schwacher Moment. Alles aus einem Guss.

Aber nun mal langsam, in einem Text zu einem Film wie diesem kann man leicht ins schwärmen geraten, die Pferde können mit einem durchgehen.

Who the Devil is in it?

Chris (Yul Brynner). Revolvermann. Majestätisches Auftreten. Selbstsicher bis in die nicht vorhandenen Haarspitzen. Verkauft sein Können gegen Geld. Macht aber Abstriche wenn es um Moral geht. Hat so etwas wie Berufs-Ethos. Ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Beste seiner Zunft. Würde das aber nie an die große Glocke hängen. Als drei arme mexikanische Bauern an ihn herantreten um ihn gegen eine Horde Banditen anzuheuern, die alljährlich das Dorf plündert und sie ihm das gesamte Ersparte der Gemeinde dafür anbieten, kann er nicht anders als einzuwilligen. Ungerechtigkeit ist seine Sache nicht. Dagegen gilt es zu vorzugehen. Er macht für die Bauern einen Plan der vorsieht sechs Kämpfer anzuwerben, die dann mit ihm gemeinsam in die Schlacht ziehen werden.

Als da wären:

Vin (Steve McQueen). Lebenskünstler. Schlitzohr. Sonniges Gemüt. Lässt sich treiben. Hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Pendelt ziellos hin und her. Scheint aber unzufrieden mit der Gesamtsituation zu sein, leidet auch ein wenig an Geldnot. Ebenso scheint das Glücksspiel gegen ihn zu sein. Der Job in Mexiko bietet sich daher als willkommene Gelegenheit eine Weile etwas nützliches tun zu können, mit netten Menschen zusammen zu sein und noch ein wenig Geld zu verdienen.

Harry (Brad Dexter). Glücksritter. Goldsucher. Berufsoptimist. Geselliger Typ. Bester Freund von Chris aus alten Tagen. Wittert immer verborgene Schätze. Selbst dann, wenn es keine gibt. Für ihn ist eine Dollar-Note im Moment so groß wie ein Bett-Bezug. Die Frage nicht mit zu gehen stellt sich für ihn gar nicht. Letztendlich ein Kerl zum Pferde stehlen. Einer auf den man zählen kann. Auch dann, wenn man es schon nicht mehr glaubt.

Bernardo (Charles Bronson). Söldner. Bürgerkriegsveteran. Einzelkämpfer. Knallharter Profi. Lässt sich nicht auf billige Jobs ein. Verdient sein Brot mit Holzhacken. Ist dermaßen abgebrannt, das er eine Ausnahme macht und für kargen Lohn loszieht. Könnte aber auch daran liegen, das er selbst zur Hälfte Mexikaner ist und mit der Lebensweise der Bauern vertraut ist. Noch ein Gemütsmensch. Aber ein Heimlicher.

Britt (James Coburn). Cowboy. Cool as Hell. Messerspezialist und Scharfschütze. Schweigsamer Typ. Überzeugt eher durch Taten als durch Worte. Mit ihm sollte man sich besser nicht anlegen. Könnte tödlich enden. Vergangenheit unbekannt. Undurchschaubarer Loner. Vermutlich der Gefährlichste von allen. Gerade arbeitslos geworden. Sucht eine neue Herausforderung. Ist jedoch nicht gerade Entscheidungsfreudig.

Lee (Robert Vaughn). Spieler. Killer. Gentleman. Lebt auf großem Fuß. Exquisiter Kleidungsstil. Dennoch für Kirchen-Kongresse ungeeignet. Hochgebildet. Traumatisiert. Läuft vor sich selbst davon. Trägt schwer an seinen Taten. Nutzt den Ritt in die Hölle um Buße zu tun. Angetrieben von Todessehnsucht findet er in seinem Dasein endlich einen Sinn.

Chico (Horst Buchholz). Der Jüngste. Heißsporn. Größter Fan von Chris. Will so sein wie er. Wird erst abgelehnt. Zu großmäulig. Zu aufdringlich. Zu ungestüm. Bleibt aber hartnäckig. Kann durch Teamplay punkten. Wird wertvolles Mitglied der Reisenden in Blei. Bekommt am Ende das Mädchen. Einziger Gewinner.

Der Böse.

Calvera (Eli Wallach). Gönnerhaft. Weltmännisch. Bauernschlau. Teilzeit-Poet. Führt seine Bande von Halsabschneidern und Ausbeutern wie ein Unternehmen. Der mexikanische Bandit schlechthin. Einen besseren gibt es nicht. Vorbild für viele die ihm folgten. Leader of the Pack. Gibt seinen Feinden das Gefühl ihr bester Freund zu sein. Nur um ihnen anschließend das Messer in den Rücken zu stoßen. Lieblings-Zitat:

"Wenn es schon Schafe auf der Welt gibt, wird Gott sie auch zum scheren bestimmt haben."

Mit vierzig Männern ein ziemlicher Brocken für die sieben Gunmen.

Doch Professionals raufen sich zusammen. Ein Ritt und einige das Kennenlernen fördernde Gespräche später sind sie ein eingeschworenes Team. Eine kleine schlagkräftige Truppe mit der nicht gut Kirschenessen ist. Nebenbei werden die sozialen Gefüge im Dorf wieder hergerichtet, ebenso die Infrastruktur. Es werden Freundschaften geschlossen, Patenschaften übernommen und Liebesbekundungen ausgetauscht. Zwischendurch gibt es bereits ein paar Schaarmützel. Der Actionanteil steigt mit der Lauflänge des Filmes, wird von Szene zu Szene größer. überwältigender.
Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Diskussion über den "perfekten Film", unabhängig vom Genre. DIE GLORREICHEN SIEBEN war nach langer Debatte derjenige Welche, auf den sich alle einigen konnten.

Who, the Devil, made it?

John Sturges. Yes - He can. Der Mann drehte schon coole Filme als noch niemand wusste was das ist. Vor allem Western. Kürzlich gab es eine kleine feine Diskussion unter mehreren geschätzten Mit-Rezensenten darüber, wer wohl die besten Western inszeniert hat. Dabei sind Namen gefallen wie John Ford, Howard Hawks und Anthony Mann, sowie noch einige andere verdiente Männer des amerikanischen Volkes und der Western-Film-Zunft. Ich selbst stimmte für John Sturges. Nicht zuletzt wegen dieses Filmes. Seine Western sind meist im selben Stil gedreht wie THE MAGNIFICENT SEVEN. Sehr kontrolliert, sehr psychologisierend, sehr ökonomisch. Sie sind von einer Reinheit, die dem klassischen Hollywood-Cinema des Studiosystems erwachsen ist. Dafür wurde der Begriff Edel-Western erfunden. Der Spannungsaufbau in seinen Filmen ist klassisch zu nennen. Die Action-Szenen sind von einer Dynamik und Kraft, die Vorbildwirkung auf folgenden Generationen von Action-Film-Regisseuren haben musste. Man behält immer die Übersicht, weiß zu jeder Zeit was gerade passiert. Die Besetzung ist immer auf den Punkt. Schwache Darsteller findet man in seinen Ensembles nicht. In vielen seiner Filme ging es um Gemeinschaften. Deren Darstellung blieb realistisch, man war nah dran, fast theaterhaft, im positiven Sinne. Wo Mythen-Geber John Ford dabei zu volkstümelnd wurde, blieb Sturges nüchtern, wo Howard Hawks zu geschwätzig wurde, blieb Sturges sachlich. Er entwickelte die Inszenierungskonzepte dieser beiden Meister weiter, modifizierte die Stärken und merzte die Schwächen aus. Das Dialog-Buch war immer auf das wesentliche reduziert. So haben seine Filme unter anderem eines gemein. Sie bleiben glaubwürdig in ihrer Knappheit. Ausschmückungen brauchte er nicht. Ebensowenig Übertreibungen oder billige Effekte. Ich zog einen gewagten Vergleich um zu verdeutlichen wie Sturges Regie-Stil auf mich wirkte. Nämlich den, wenn Vincente Minnelli, der Großmeister des Hollywood-Melodrams und des Musicals, Western inszeniert hätte, würden sie so aussehen wie die von John Sturges. Ein Regisseur der fast in Vergessenheit geraten wäre, hätte er nicht seine Karriere mit Filmen wie diesem und dem anschließend gedrehten GESPRENGTE KETTEN, den er mit fast demselben Team realisierte, geadelt. Seine Filme kennt fast jeder, seinen Namen nur wenige. Sein Schaffen im Western-Genre ist meines Erachtens Beispiellos. Sturges Werk ist von einer Themen-Vielfalt bei stetig steigender oder zumindest gleichbleibender Qualität, die im Vergleich zu anderen Regisseuren, betrachtet man deren Werk in Schaffensdauer, Umfang und Niveau, einzigartig ist. Er war kein Auteur, ein Handwerker ja, aber ein Profi wie die Helden in seinen Filmen. Einer der besten. Seine Filme hatten Seele. Das macht sie so zeitlos. Sie wirken bis heute nicht angestaubt, sondern modern. So werden Filme gemacht. DIE GLORREICHEN SIEBEN muss als Höhepunkt seines Schaffens gesehen werden, auf den er zu steuerte mit für sich genommen schon starken Filmen wie VERRAT IN FORT BRAVO, STADT IN ANGST oder ZWEI RECHNEN AB, um nur einige zu nennen.

Interessant ist auch, das der Film heute als All-Star-Cast-Western wahrgenommen wird. Zur Entstehungszeit war nur Yul Brynner ein Superstar, alle anderen wurden es erst danach.

Mit Ausnahme von Brad Dexter, der sich in der eingangs beschriebenen Szene so sinnlos wie sympathisch opfern durfte. Brynner war scheinbar privat sehr eng mit Dexter befreundet, verschaffte er ihm noch mehrere Male in seinen Filmen ein Engagement. Beispielsweise in KÖNIGE DER SONNE oder in TREFFPUNKT FÜR ZWEI PISTOLEN. Danach wurde es still um ihn.

Robert Vaughn hatte in den Sechziger Jahren eine kleine Kino-Karriere z.B. in BULLITT oder DIE BRÜCKE VON REMAGEN und wurde dann Napoleon Solo in SOLO FÜR O.N.K.E.L. und taucht bis heute regelmässig in Fernsehproduktionen auf.

Horst Buchholz trat noch in einigen Großfilmen auf, als er älter wurde, wurden die Angebote rarer. Im kollektiven Gedächtnis bleiben neben den MAG. SEVEN dann auch eher seine frühen deutschen Filme, wie DIE HALBSTARKEN oder DAS TOTENSCHIFF.

James Coburn wurde ein großer Star. Karriere-Highlights: GESPRENGTE KETTEN, PAT GARRET and BILLY THE KID, STEINER. Ein später Triumph wurde ihm mit dem Gewinn des OSCAR als Bester Nebendarsteller für seinen Auftritt im grandiosen Film AFFLICTION von Paul Schrader zuteil.

Charles Bronson spielte ebenfalls in GESPRENGTE KETTEN und Ende der Sechziger das LIED VOM TOD für Sergio Leone. Danach ging es erst richtig los für den nicht mehr ganz jungen Mann, der dann allerdings noch häufiger sein zorniges Gemüt bremsen musste, weil er einige Male zu oft ROT sah. Einen Oscar hätte er für seinen Auftritt in Sean Penn's ebenfalls grandiosem INDIAN RUNNER verdient.

Steve McQueen wurde, nun ja, zu Steve McQueen eben. Dank Sturges Förderung durch die Hauptrolle in bereits mehrfach genanntem Fluchtfilm avanchierte er zum Idol für Generationen und starb dann viel zu früh mit fünfzig Jahren an Krebs. Er hinterlässt ein Werk von hoher Klassiker-Dichte. Mr. Cool nennt ihn mancher heute noch.

Eli Wallach legte mit seiner Darstellung des Tuco in Sergio Leones ZWEI GLORREICHE HALUNKEN, der vielen als bester Western überhaupt gilt, berücksichtigt man Internet-Foren wie die IMDB, noch eine Schippe drauf und lieferte ein weiteres Mal eine unvergessliche Vorstellung als mexikanischer Bandit. Wahrhaft GLORREICH, der Mann.

Für Yul Brynner wurde DIE GLORREICHEN SIEBEN, wie für seinen Regisseur, zum absoluten Karriere-Höhepunkt. Er sollte noch öfter in das eng anliegende schwarze Kostüm schlüpfen. Man bekam den Eindruck, das immer wenn Brynner auf Nummer sicher gehen wollte, kehrte er in seine Parade-Rolle zurück. Als Kettenraucher erkrankte er später an Lungenkrebs und steckte sein Vermögen in die Krebsforschung. Am Tag als Yul Brynner starb...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blu-ray-Tonprobleme, schade., 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Bildqualität der Blu-ray ist absolut in Ordnung aber leider läuft der deutsche Ton eine Idee zu langsam. Nicht ganz so gravierend wie bei "Zwei glorreiche Halunken" aber hörbar. Sehr bedauerlich, zumal die erste Garde der deutschen Sprecher somit verfälscht wird. Wie lange soll das noch so weitergehen? Sitzen da absolute Laien in den Studios? Leute, die diese Blu-ray in den höchsten Tönen loben haben anscheinend etwas mit den Ohren ...
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Die glorreichen Sieben [Blu-ray]
Die glorreichen Sieben [Blu-ray] von John Sturges (Blu-ray - 2010)
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