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5.0 von 5 Sternen "You should buy yourself some gunmen!"
"Die Glorreichen Sieben" ist einer der Western, welche den Pathos des raubeinigen, sprücheklopfenden Revolverhelden geprägt haben wie kaum ein anderer. Yul Brunner, angeworben von den Männern eines mexikanischen Dorfes zum Schutz vor einem überragend spielenden Eli Wallach überzeugt sechs weitere Gunmen, den Dörflern zur Hilfe zu eilen. Die...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2012 von Lairdess

versus
148 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BLU-RAY - Wieder FALSCHE Tonhöhe von MGM!
MGM liefert bei dieser BLU-RAY schon wieder zu langsamen und zu tiefen Ton ab! Es setzt sich traurig fort, was MGM bereits bei "Zwei glorreiche Halunken", "Das Schweigen der Lämmer", "Misery", "RoboCop", "Fargo" und anderen Titeln vermurkst hat.

WARNUNG vor ALLEN MGM Blu-rays wo es früher Gold- oder Special-Edition DVDs mit neu angefertigter...
Veröffentlicht am 5. August 2010 von Ramon Rodriguez


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148 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BLU-RAY - Wieder FALSCHE Tonhöhe von MGM!, 5. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
MGM liefert bei dieser BLU-RAY schon wieder zu langsamen und zu tiefen Ton ab! Es setzt sich traurig fort, was MGM bereits bei "Zwei glorreiche Halunken", "Das Schweigen der Lämmer", "Misery", "RoboCop", "Fargo" und anderen Titeln vermurkst hat.

WARNUNG vor ALLEN MGM Blu-rays wo es früher Gold- oder Special-Edition DVDs mit neu angefertigter 5.1-Tonspur gab! MGM hat damals den PAL-Speedup dieser DVD-Editionen korrigiert. Was den DVDs mit 25fps so die korrekte Tonhöhe einbrachte, verfälscht auf den Blu-rays mit 24fps nun die Tonhöhe nach unten! Daraus resultieren zu langsame Musik und viel zu tiefe Stimmen. Echte Männer klingen wie alte Opas, Frauen wie Transen usw...

Die Stimmen sind teils derart verfälscht, dass man an neue, unpassende Synchronsprecher denkt! Bei Filmmusik tritt durch die falsche Tonhöhe teilweise eine gefühlte Verzerrung bzw. ein gefühlter Leiereffekt auf! Unerträglich!

MGM ist unfähig für Blu-ray Discs die Tonhöhe auf 24fps anzupassen oder einfach auf die jeweiligen Kinosynchros mit 24fps zurück zu greifen!

Diverse Filmforen sind voll mit Beschwerden unzufriedener Filmfans bezüglich dieses verbreiteten MGM-Pfusches! Andere Labels geben sich Mühe mit Ihren Blu-rays, MGM sind Kunden und Filme offensichtlich egal. Hier wird ein Klassiker nach dem anderen zerstört, dabei sollte Blu-ray doch DAS beste Medium sein...
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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ton ist einfach unmöglich, 2. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mir die Blu Ray gestern im direkten Vergleich mit der DVD angesehen. Das Bild ist wirklich besser. Wenn man den Film auf Englisch mit deutschen Untertiteln sieht, ist alles in Ordnung. Der Ton bei der deutschen Tonspur ist jedoch absolut daneben. Der Ton klingt dumpf und das gesprochene Wort ist irgendwie am leiern.

Würde ich die Blu Ray noch einmal kaufen? Die Antwort ist NEIN. Wie kann man hier den Ton so versauen? Unbegreiflich.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen übelst, 21. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film muß eigentlich nichts gesagt werden. TOP. Am Bild auf der Blu Ray kann man auch nichts bemängeln ABER - Die Stimmen klingen so tief und dumpf das man echt so genau hinhören muß um alles zu verstehen. Das is echt grausam und nervig das ich mir diese Scheibe glaube ich nicht mehr anschauen werde.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "You should buy yourself some gunmen!", 10. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Die Glorreichen Sieben" ist einer der Western, welche den Pathos des raubeinigen, sprücheklopfenden Revolverhelden geprägt haben wie kaum ein anderer. Yul Brunner, angeworben von den Männern eines mexikanischen Dorfes zum Schutz vor einem überragend spielenden Eli Wallach überzeugt sechs weitere Gunmen, den Dörflern zur Hilfe zu eilen. Die Bezahlung geht gegen Null, die Chance zum Überleben sind noch weit geringer und trotzdem schaffen die Einwohner es, den sieben Männern auf unterschiedlichste Weise näher zu kommen und ihnen ein Stück weit den Glauben an das Gute und die Menschlichkeit zurück zu geben.

Namenhafte Schauspieler wie Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn, Robert Vaughn, Brad Dexter und in seinem Debüt der junge Horst Buchholz geben sich die Klinke - oder viel mehr das Gewehr - in die Hand.

Das Zusammenspiel der Truppe stimmt vom ersten Moment und man trauert mit jedem der gefallenen Helden - aber noch viel mehr mit den Überlebenden. Besonders McQueen sticht hervor und das nicht nur in seinen endlosen Versuchen, Brynner die Schau zu stehlen.

Die Filmmusik zählt nicht umsonst zu den meistzitiertesten der Filmgeschichte, wahrlich überragend wird hier von Elmer Bernstein in Szene gesetzt. Man sollte sich den Film in jedem Fall im Original ansehen, Brynner hatte neben seinem rasierten Schädel noch ein weiteres Markenzeichen, seine einzigartige Stimme. Gänsehaut pur!

Der Sound ist in Anbetracht des Alters wirklich gut, kratzt etwas vor allem bei Außenaufnahmen bzw. kommt es beim Finale zu leichten Übersteuerungen. Alles in allem ist dies jedoch wirklich zu verschmerzen!

"Es wird wieder geritten!" - So der damalige Werbeslogan für die Rückkehr der Glorreichen Sieben", DEM Blockbuster des Jahres 1960.

Selbstverständlich auch diesmal mit Brynner, verliert der zweite Teil stark gegenüber dem ersten. Die Besetzung will nicht so recht harmonieren, die Dialoge wirken zum teil wie eine Wiederholung - einziger Lichtblick ist hier die nach wie vor mitreißende Filmmusik. Die Handlung ist im ungefähren dieselbe wie im ersten Teil, nur das diesmal Chico zusammen mit anderen versklavten Mexikanern gerettet werden muss.

Auch den zweiten Teil sollte man auf jeden Fall gesehen haben, wenn er auch gegenüber dem ersten bereits maßgeblich verblasst.

Zwei weitere Teile sollten noch folgen: "Die Rache der glorreichen Sieben" (1969) und "Der Todesritt der glorreichen Sieben" (1972), falsch übersetzt aus dem englischen "Guns of the Magnificent Seven" und "The Magnificent Seven Ride!"

Als wäre dies nicht schon schlimm genug, tun George Kennede und Lee Van Cleef in der Hauptrolle ihr übriges dazu. Mehr werde ich dazu nicht sagen, man sollte Filme nicht unnötig schlecht reden wenn es so viele vor mir schon getan haben. Nicht einmal Bernstein schafft es hier, noch etwas zu retten!

Fazit: auf jeden Fall meine Kaufempfehlung für diese Collection, bei dem Preis kann man wirklich nur zugreifen - und wer nicht will, kann die Teile 3 und 4 ja ignorieren oder im schlimmsten Fall direkt entsorgen ;-)

Also Leute, Kaufen marsch marsch! :-)
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn 5 Sterne, dann für diesen Film..., 4. Dezember 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben (Gold Edition) (DVD)
Die glorreichen Sieben ist DER Western schlechthin und ein Meisterwerk - nicht nur weil alle halbwegs intelligent gemachten Filme nach einer gewissen "Halbwertzeit" zum Klassiker oder Kult werden. Mir fällt kein weiterer Western ein mit einer so dichten und lehrreichen Story um Ehre, Toughness, Freundschaft, Träume und Realitäten im Wilden Westen. Mir fällt kein Western ein mit solchen Dialogen ("We deal in lead") - cool, typisch amerikanischer Slang und anspruchsvoll zugleich. Mir fällt kein weiterer Western ein, in dem 7!! Helden so gekonnt in Szene gesetzt sind, dass man mit jedem Charakter "mitfühlen" kann. Mir fallen kaum andere Filme mit solchen schauspielerischen Leistungen ein (nicht umsonst wurden bzw. waren alle Helden danach Superstars, mit Ausnahme von B. Dexter).
Eigentlich glaubt man angesichts heutiger Filme aus Hollywood kaum, dass es solche Perlen überhaupt mal hervorgebracht hat, wiewohl die eigentliche Story nicht nur aus Japan kam, sondern der Film anfänglich in den Staaten gar nicht mal so gut lief!
Die späteren Sequels der glorreichen Sieben kann man sich dagegen getrost sparen und warten bis die wieder mal im Fernsehen kommen. Sie bieten nichts wirklich neues.
Die DVD Ausstattung ist erstaunlicherweise sehr solide - für einen solch alten Film geradezu sehr gut. Natürlich gibt es keine Schmankerl wie geschnittene Szenen, extended versions etc. mit denen heut vielfach aufgewartet wird (und mißbraucht wird, um noch mal richtig Geld abzuscheffeln). Dafür gibt es zB dt. Untertitel, eine gelungene making-of-Story und einen (weniger gelungenden) Audio-Kommentar (die dortigen Protagonisten Eli Wallach, J. Coburn und W. Mirisch plaudern während des Films in der Regel lösgelöstes Blabla über Regie etc. ohne interessante Hintergrundinfos zu einzelnen Szenen und wenn, dann gabs die schon in der making-of-story).
Noch ein Tipp: Wer sich den Film ansieht und gutes Englisch kann, wird (wieder einmal) feststellen, wie sehr sich engl. und dt. Fassung im Detail unterscheiden können. Nur als Bsp.: So gibt es eine Szene, in welcher der junge Chico sich eines der (versteckten) Mädchen greift und zu den anderen bringt. Daraufhin ist in der dt. Fassung die Rede davon, die Bauern hätten Angst davor gehabt, dass sie (die Mädchen) "geraubt" würden. Tatsächlich (in der engl. Fassung) hatten sie Angst, dass sie (die Mädchen) "vergewaltigt" (engl. rape) würden. Daraufhin sagt Chris (Y. Brunner) in der Originalfassung (etwas angefressen): "We might", was so viel heisst wie "Vielleicht machen wir das" !! - in der dt. Fassung kommt das softer rüber als "Es hätte ja sein können" (ok ich kann das irgendwie verstehen). Die engl. Fassung ist hier also tougher, die dt. Fassung betont eher das Heldenhafte der Sieben. Zum Glück ist die dt. Fassung aber sehr gut gelungen, teilweise sogar mit schöneren (freien)Übersetzungen als im Original.
Achso: Zur Musik muss ich nix sagen: Neben der Titelmelodie aus "Weites Land" DIE Westernmelodie!
Diesen Film kann man also getrost kaufen. Wer diesen Film noch nicht gesehen haben sollte, hat eine Bildungslücke, die schnellstens geschlossen werden sollte.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Bild, um Längen besser als die DVD, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ziemlich günstig habe ich diesen Film im Handel erworben. Für mich ein "Must have" auf Blu Ray. "Eine glorreiche Blu Ray Edition - ein scharfer Meilenstein" - diese Aufschrift ziert das Cover der Rückseite als große Überschrift. Um den berühmten Vergleich zu ziehen - DVD mal kurz kontrolliert, Bildqualität war ziemlich schlecht. Die Gefahr, das man nur eine lieblos hochskalierte DVD kriegt, ist halt immer da. Und dann die Blu Ray eingelegt!

Das Ergebnis: Eine DEUTLICHE Verbesserung gegenüber der DVD. Um etwas ins Detail zu gehen: Das Hintergrundgrieseln ist fast nicht mehr da. Die Farben werden prächtig wiedergegeben. Die Schärfe bewegt sich auf einem sehr guten Niveau. Konturen werden sehr schön gezeigt. Ein sehr schönes Bild. Der Film ist vor 50 Jahren gedreht worden, und ist auf Blu Ray ein Fest für die Augen!! 1 A Kaufempfehlung.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein glorreicher Western, 5. Februar 2004
Von 
Sieben Revolverhelden werden von mexikanischen Bauern angeheuert um deren Dorf gegen die wiederholten Plünderungen durch die Bande des Banditen Calvera zu schützen.
John Sturges "Die Glorreichen Sieben" von 1960 ist ein Remake des Filmes "Die sieben Samurai" von Akira Kurosawa (1954).
Der Film markiert eine Trendwende im amerikanischen Westernfilm. Ein Hauch von Italo-Western weht schon über die Leinwand, wenn die gekauften Revolverhelden in cooler Attitüde ihrem Tagwerk nachgehen und von ihrer Berufauffassung den Banditen näher stehen als den hart arbeitenden Bauern im mexikanischen Dorf.
Noch ist es aber nicht so weit. Sergio Leone wird erst vier Jahre später mit "Eine Handvoll Dollar" die Erfolgsgeschichte des Italo-Westerns einläuten.
So ist also der "edle" amerikanische Westernheld in "Die glorreichen Sieben" noch nicht ganz verschwunden. Er erfährt nur eine Neudefinition.
Der Film ist wunderbar straff inszeniert. Das Verhältnis zwischen Action und Raum zur Zeichnung der Charaktere ist ausgewogen. Die Schauspieler agieren souverän in einer Geschichte, die nie langweilig wird obwohl der Film über zwei Stunden dauert. Die Dialoge sind kurz aber ausgesprochen prägnant. Viele Sätze aus dem Film sind später oft zitiert worden und wurden zur Blaupause für folgende Westerngenerationen.
Die Musik von Elmar Bernstein ist grandios und mitreißend..
Es ist unbestritten einer der besten Western der Filmgeschichte.
Die DVD ist sehr ordentlich ausgestattet.
Das Bild ist sehr gut, wenn man bedenkt, dass der Film von 1960 ist. Der Ton liegt in Deutsch, Englisch und Spanisch in Format 5.1 vor und ist ansprechend aber nicht überragend.
Die Extras sind sehr gut.
Es gibt einen Audio-Kommentar mit James Coburn, Eli Wallach, Walter Mirisch (Produzent) und Robert Relyea (Regieassistent)
Es gibt ein "Making Of" (Dauer 45min), dass sehr zu empfehlen ist. Man erfährt z:B. das Yul Brynner und Steve Mc Queen sich wie zwei Hagestolze am Set bekriegt haben. Sehr funny.
Des weiteren gibt es diverse Trailer und Bildergalerien.
Fazit: Eine rundherum gelungene DVD mit einem tollen Film und schönen Extras.
5 Sterne ohne Abstriche.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blu-ray-Tonprobleme, schade., 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Bildqualität der Blu-ray ist absolut in Ordnung aber leider läuft der deutsche Ton eine Idee zu langsam. Nicht ganz so gravierend wie bei "Zwei glorreiche Halunken" aber hörbar. Sehr bedauerlich, zumal die erste Garde der deutschen Sprecher somit verfälscht wird. Wie lange soll das noch so weitergehen? Sitzen da absolute Laien in den Studios? Leute, die diese Blu-ray in den höchsten Tönen loben haben anscheinend etwas mit den Ohren ...
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kaiser-Western, 28. Oktober 2012
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Am Tag als Yul Brynner starb, schaltete ich die Heute-Nachrichten ein und sah Szenen die sich so tief in mein Gedächtnis einbrannten, das ich sie nie wieder vergaß. Der König von Siam war tot. Doch das was die Szenen zeigten war etwas anderes. Ein Reiter prescht zwischen eine große Schießerei und wird, nachdem er "Wartet! Ich hole euch raus!" gerufen hat, vom Pferd geschossen und kurz darauf von einem ganz in schwarz gekleideten Mann von der staubigen Straße in den Schutz eines Hauses gezogen. Dort, im Sterben liegend, richtet der Neu-Ankömmling seine letzten Worte an den Man in Black, der ihn in seinen Armen hält:
"Chris...jetzt kannst du es mir doch sagen. Wir sind doch nicht nur hierher gekommen um den Aufpasser zu spielen...da hat doch was dahinter gesteckt, Chris..."
Der Mann in Schwarz gibt ihm recht, erzählt ihm von Gold und Reichtum. Währenddessen versuchen mehrere Banditen die Tür aufzubrechen. Der Andere stirbt glücklich in den Armen des Freundes. Erst dann wendet sich der Mann wieder der drohenden Gefahr zu. Majestätisch, stoisch, kaltblütig. Ich war hin und weg von diesem Typen, kannte ich ihn doch bisher nur als tanzenden König eines fernen Landes. Doch das hier war anders. Ich erkannte sofort das es sich hier um etwas ganz besonderes handelt. Einen funkelnden Diamanten von einem Film. Die damals obligatorische Programmänderung wurde umgehend angekündigt und somit änderte sich mein Tages-Ablauf. Ich wusste was ich heute sehen wollte.

Einige Stunden später ging es dann los. Die brilliante Musik von Elmer Bernstein, der erste von vielen Namen die mir ab sofort ein Begriff waren, zog mich sofort in den Film hinein. Einen Film der so perfekt durchkomponiert war, hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Jedes Bild zum An-die-Wand-hängen, jedes musikalische Thema passgenau abgestimmt auf die Bewegungen der Kamera, der handelnden Personen, gar der Bildgestaltung. Jede auftretende Figur ein Charakter für sich, keine farblosen Durchschnittsgesichter, ein jeder mit Charisma gesegnet, Sätze sagend, die das jeweils unterstreichen. So interessante Figuren, selbst in der kleinsten Nebenrolle. Ein Fest für Augen und Ohren. Wenn es einen makellosen Film gibt, dann diesen. Nicht eine einzige überflüssige Szene. Nicht ein einziger schwacher Moment. Alles aus einem Guss.

Aber nun mal langsam, in einem Text zu einem Film wie diesem kann man leicht ins schwärmen geraten, die Pferde können mit einem durchgehen.

Who the Devil is in it?

Chris (Yul Brynner). Revolvermann. Majestätisches Auftreten. Selbstsicher bis in die nicht vorhandenen Haarspitzen. Verkauft sein Können gegen Geld. Macht aber Abstriche wenn es um Moral geht. Hat so etwas wie Berufs-Ethos. Ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Beste seiner Zunft. Würde das aber nie an die große Glocke hängen. Als drei arme mexikanische Bauern an ihn herantreten um ihn gegen eine Horde Banditen anzuheuern, die alljährlich das Dorf plündert und sie ihm das gesamte Ersparte der Gemeinde dafür anbieten, kann er nicht anders als einzuwilligen. Ungerechtigkeit ist seine Sache nicht. Dagegen gilt es zu vorzugehen. Er macht für die Bauern einen Plan der vorsieht sechs Kämpfer anzuwerben, die dann mit ihm gemeinsam in die Schlacht ziehen werden.

Als da wären:

Vin (Steve McQueen). Lebenskünstler. Schlitzohr. Sonniges Gemüt. Lässt sich treiben. Hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Pendelt ziellos hin und her. Scheint aber unzufrieden mit der Gesamtsituation zu sein, leidet auch ein wenig an Geldnot. Ebenso scheint das Glücksspiel gegen ihn zu sein. Der Job in Mexiko bietet sich daher als willkommene Gelegenheit eine Weile etwas nützliches tun zu können, mit netten Menschen zusammen zu sein und noch ein wenig Geld zu verdienen.

Harry (Brad Dexter). Glücksritter. Goldsucher. Berufsoptimist. Geselliger Typ. Bester Freund von Chris aus alten Tagen. Wittert immer verborgene Schätze. Selbst dann, wenn es keine gibt. Für ihn ist eine Dollar-Note im Moment so groß wie ein Bett-Bezug. Die Frage nicht mit zu gehen stellt sich für ihn gar nicht. Letztendlich ein Kerl zum Pferde stehlen. Einer auf den man zählen kann. Auch dann, wenn man es schon nicht mehr glaubt.

Bernardo (Charles Bronson). Söldner. Bürgerkriegsveteran. Einzelkämpfer. Knallharter Profi. Lässt sich nicht auf billige Jobs ein. Verdient sein Brot mit Holzhacken. Ist dermaßen abgebrannt, das er eine Ausnahme macht und für kargen Lohn loszieht. Könnte aber auch daran liegen, das er selbst zur Hälfte Mexikaner ist und mit der Lebensweise der Bauern vertraut ist. Noch ein Gemütsmensch. Aber ein Heimlicher.

Britt (James Coburn). Cowboy. Cool as Hell. Messerspezialist und Scharfschütze. Schweigsamer Typ. Überzeugt eher durch Taten als durch Worte. Mit ihm sollte man sich besser nicht anlegen. Könnte tödlich enden. Vergangenheit unbekannt. Undurchschaubarer Loner. Vermutlich der Gefährlichste von allen. Gerade arbeitslos geworden. Sucht eine neue Herausforderung. Ist jedoch nicht gerade Entscheidungsfreudig.

Lee (Robert Vaughn). Spieler. Killer. Gentleman. Lebt auf großem Fuß. Exquisiter Kleidungsstil. Dennoch für Kirchen-Kongresse ungeeignet. Hochgebildet. Traumatisiert. Läuft vor sich selbst davon. Trägt schwer an seinen Taten. Nutzt den Ritt in die Hölle um Buße zu tun. Angetrieben von Todessehnsucht findet er in seinem Dasein endlich einen Sinn.

Chico (Horst Buchholz). Der Jüngste. Heißsporn. Größter Fan von Chris. Will so sein wie er. Wird erst abgelehnt. Zu großmäulig. Zu aufdringlich. Zu ungestüm. Bleibt aber hartnäckig. Kann durch Teamplay punkten. Wird wertvolles Mitglied der Reisenden in Blei. Bekommt am Ende das Mädchen. Einziger Gewinner.

Der Böse.

Calvera (Eli Wallach). Gönnerhaft. Weltmännisch. Bauernschlau. Teilzeit-Poet. Führt seine Bande von Halsabschneidern und Ausbeutern wie ein Unternehmen. Der mexikanische Bandit schlechthin. Einen besseren gibt es nicht. Vorbild für viele die ihm folgten. Leader of the Pack. Gibt seinen Feinden das Gefühl ihr bester Freund zu sein. Nur um ihnen anschließend das Messer in den Rücken zu stoßen. Lieblings-Zitat:

"Wenn es schon Schafe auf der Welt gibt, wird Gott sie auch zum scheren bestimmt haben."

Mit vierzig Männern ein ziemlicher Brocken für die sieben Gunmen.

Doch Professionals raufen sich zusammen. Ein Ritt und einige das Kennenlernen fördernde Gespräche später sind sie ein eingeschworenes Team. Eine kleine schlagkräftige Truppe mit der nicht gut Kirschenessen ist. Nebenbei werden die sozialen Gefüge im Dorf wieder hergerichtet, ebenso die Infrastruktur. Es werden Freundschaften geschlossen, Patenschaften übernommen und Liebesbekundungen ausgetauscht. Zwischendurch gibt es bereits ein paar Schaarmützel. Der Actionanteil steigt mit der Lauflänge des Filmes, wird von Szene zu Szene größer. überwältigender.
Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Diskussion über den "perfekten Film", unabhängig vom Genre. DIE GLORREICHEN SIEBEN war nach langer Debatte derjenige Welche, auf den sich alle einigen konnten.

Who, the Devil, made it?

John Sturges. Yes - He can. Der Mann drehte schon coole Filme als noch niemand wusste was das ist. Vor allem Western. Kürzlich gab es eine kleine feine Diskussion unter mehreren geschätzten Mit-Rezensenten darüber, wer wohl die besten Western inszeniert hat. Dabei sind Namen gefallen wie John Ford, Howard Hawks und Anthony Mann, sowie noch einige andere verdiente Männer des amerikanischen Volkes und der Western-Film-Zunft. Ich selbst stimmte für John Sturges. Nicht zuletzt wegen dieses Filmes. Seine Western sind meist im selben Stil gedreht wie THE MAGNIFICENT SEVEN. Sehr kontrolliert, sehr psychologisierend, sehr ökonomisch. Sie sind von einer Reinheit, die dem klassischen Hollywood-Cinema des Studiosystems erwachsen ist. Dafür wurde der Begriff Edel-Western erfunden. Der Spannungsaufbau in seinen Filmen ist klassisch zu nennen. Die Action-Szenen sind von einer Dynamik und Kraft, die Vorbildwirkung auf folgenden Generationen von Action-Film-Regisseuren haben musste. Man behält immer die Übersicht, weiß zu jeder Zeit was gerade passiert. Die Besetzung ist immer auf den Punkt. Schwache Darsteller findet man in seinen Ensembles nicht. In vielen seiner Filme ging es um Gemeinschaften. Deren Darstellung blieb realistisch, man war nah dran, fast theaterhaft, im positiven Sinne. Wo Mythen-Geber John Ford dabei zu volkstümelnd wurde, blieb Sturges nüchtern, wo Howard Hawks zu geschwätzig wurde, blieb Sturges sachlich. Er entwickelte die Inszenierungskonzepte dieser beiden Meister weiter, modifizierte die Stärken und merzte die Schwächen aus. Das Dialog-Buch war immer auf das wesentliche reduziert. So haben seine Filme unter anderem eines gemein. Sie bleiben glaubwürdig in ihrer Knappheit. Ausschmückungen brauchte er nicht. Ebensowenig Übertreibungen oder billige Effekte. Ich zog einen gewagten Vergleich um zu verdeutlichen wie Sturges Regie-Stil auf mich wirkte. Nämlich den, wenn Vincente Minnelli, der Großmeister des Hollywood-Melodrams und des Musicals, Western inszeniert hätte, würden sie so aussehen wie die von John Sturges. Ein Regisseur der fast in Vergessenheit geraten wäre, hätte er nicht seine Karriere mit Filmen wie diesem und dem anschließend gedrehten GESPRENGTE KETTEN, den er mit fast demselben Team realisierte, geadelt. Seine Filme kennt fast jeder, seinen Namen nur wenige. Sein Schaffen im Western-Genre ist meines Erachtens Beispiellos. Sturges Werk ist von einer Themen-Vielfalt bei stetig steigender oder zumindest gleichbleibender Qualität, die im Vergleich zu anderen Regisseuren, betrachtet man deren Werk in Schaffensdauer, Umfang und Niveau, einzigartig ist. Er war kein Auteur, ein Handwerker ja, aber ein Profi wie die Helden in seinen Filmen. Einer der besten. Seine Filme hatten Seele. Das macht sie so zeitlos. Sie wirken bis heute nicht angestaubt, sondern modern. So werden Filme gemacht. DIE GLORREICHEN SIEBEN muss als Höhepunkt seines Schaffens gesehen werden, auf den er zu steuerte mit für sich genommen schon starken Filmen wie VERRAT IN FORT BRAVO, STADT IN ANGST oder ZWEI RECHNEN AB, um nur einige zu nennen.

Interessant ist auch, das der Film heute als All-Star-Cast-Western wahrgenommen wird. Zur Entstehungszeit war nur Yul Brynner ein Superstar, alle anderen wurden es erst danach.

Mit Ausnahme von Brad Dexter, der sich in der eingangs beschriebenen Szene so sinnlos wie sympathisch opfern durfte. Brynner war scheinbar privat sehr eng mit Dexter befreundet, verschaffte er ihm noch mehrere Male in seinen Filmen ein Engagement. Beispielsweise in KÖNIGE DER SONNE oder in TREFFPUNKT FÜR ZWEI PISTOLEN. Danach wurde es still um ihn.

Robert Vaughn hatte in den Sechziger Jahren eine kleine Kino-Karriere z.B. in BULLITT oder DIE BRÜCKE VON REMAGEN und wurde dann Napoleon Solo in SOLO FÜR O.N.K.E.L. und taucht bis heute regelmässig in Fernsehproduktionen auf.

Horst Buchholz trat noch in einigen Großfilmen auf, als er älter wurde, wurden die Angebote rarer. Im kollektiven Gedächtnis bleiben neben den MAG. SEVEN dann auch eher seine frühen deutschen Filme, wie DIE HALBSTARKEN oder DAS TOTENSCHIFF.

James Coburn wurde ein großer Star. Karriere-Highlights: GESPRENGTE KETTEN, PAT GARRET and BILLY THE KID, STEINER. Ein später Triumph wurde ihm mit dem Gewinn des OSCAR als Bester Nebendarsteller für seinen Auftritt im grandiosen Film AFFLICTION von Paul Schrader zuteil.

Charles Bronson spielte ebenfalls in GESPRENGTE KETTEN und Ende der Sechziger das LIED VOM TOD für Sergio Leone. Danach ging es erst richtig los für den nicht mehr ganz jungen Mann, der dann allerdings noch häufiger sein zorniges Gemüt bremsen musste, weil er einige Male zu oft ROT sah. Einen Oscar hätte er für seinen Auftritt in Sean Penn's ebenfalls grandiosem INDIAN RUNNER verdient.

Steve McQueen wurde, nun ja, zu Steve McQueen eben. Dank Sturges Förderung durch die Hauptrolle in bereits mehrfach genanntem Fluchtfilm avanchierte er zum Idol für Generationen und starb dann viel zu früh mit fünfzig Jahren an Krebs. Er hinterlässt ein Werk von hoher Klassiker-Dichte. Mr. Cool nennt ihn mancher heute noch.

Eli Wallach legte mit seiner Darstellung des Tuco in Sergio Leones ZWEI GLORREICHE HALUNKEN, der vielen als bester Western überhaupt gilt, berücksichtigt man Internet-Foren wie die IMDB, noch eine Schippe drauf und lieferte ein weiteres Mal eine unvergessliche Vorstellung als mexikanischer Bandit. Wahrhaft GLORREICH, der Mann.

Für Yul Brynner wurde DIE GLORREICHEN SIEBEN, wie für seinen Regisseur, zum absoluten Karriere-Höhepunkt. Er sollte noch öfter in das eng anliegende schwarze Kostüm schlüpfen. Man bekam den Eindruck, das immer wenn Brynner auf Nummer sicher gehen wollte, kehrte er in seine Parade-Rolle zurück. Als Kettenraucher erkrankte er später an Lungenkrebs und steckte sein Vermögen in die Krebsforschung. Am Tag als Yul Brynner starb...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Magnificent Seven, 26. August 2014
John Sturges genialer Western-Klassiker aus dem Jahre 1960 verlegt die Handlung von Akira Kurosawas Jahrhundertwerk "Die sieben Samurai" (1954) in den Wilden Westen. Kurosawa selbst war von diesem Remake äußerst angetan und gratulierte seinem US-Kollegen Sturges, indem er ihm ein Samuraischwert schenkte. War das japanische Original ein tiefgründiges Epos mit den Dimensionen der großen Shakespeare-Dramen und ein entscheidender Wegbereiter für das modene Actionkino, gilt ironischerweise das Western-Remake heute als einer der einflussreichsten Filme, die Hollywood je hervorgebracht hat. Der Einfluss von The Magnificent Seven geht weit über das Western-Genre hinaus. Der Film wurde mit seinem archetypischen Grundmuster zur Blaupause für zahllose Nachahmer und ist in dieser Hinsicht durchaus mit John Fords "Stagecoach" (1939) vergleichbar.

Kurosawas Original spielt im vom Bürgerkrieg erschütterten feudalen Japan des 16. Jahrhunderts. Räuberbanden ziehen umher und bringen die hart arbeitende, friedliche Landbvölkerung Jahr für Jahr mit Gewalt um einen Großteil ihrer Ernten. Die Bauern, die ohnehin unter hartem Frondienst und hohen Steuern leiden, drohen zu verhungern. Um die Banditen loszuwerden heuern die Bewohner eines kleinen Dorfes nach dem Rat des weisen Dorfältesten Samurai-Krieger an, die den Kampf für sie führen sollen.

The Magnificent Seven indes spielt in der Grenzregion USA/Mexiko in der Pionierzeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Drei mexikanische Bauern, deren Dorf jedes Jahr von dem Banditen Calvera (Eli Wallach) und seiner Bande heimgesucht und geplündert wird, kommen in ein US-Grenzstädtchen, um dort Waffen zu kaufen. Der Revolverheld Chris (Yul Brynner) rät ihnen, doch besser erfahrene Männer für den Kampf zu engagieren. Die seien billiger als Gewehre. Chris selbst erklärt sich auf Bitten der drei Hilfesuchenden bereit, die Männer zu rekrutieren. Der coole Drifter Vin (Steve McQueen), der Bürgerkriegs-Veteran Bernard O`Reilly (Charles Bronson), der wortkarge Messerwerfer und Meisterschütze Britt (James Coburn), der elegante Lee (Robert Vaughn), der Glücksritter Harry Luck (Brad Dexter), ein alter Freund von Chris, sowie der junge, hitzköpfige Mexikaner Chico (Horst Buchholz), der von Chris anfangs noch abgelehnt worden war, reiten nach Mexiko und nehmen, angeführt von Chris selbst, den Kampf auf...

Der bis ins heutige Kino spürbare Einfluss dieses Westerns erklärt sich einerseits aus der simpel wirkenden und doch einnehmenden Story, in der, einem uramerikanischen Mythos folgend, aufrechte Cowboys armen Unterdrückten gegen gemeine Banditen beistehen, andererseits aus dem Trupp der Sieben selbst: Unterschiedliche Persönlichkeiten, jeder mit besonderen Fähigkeiten und eigenen Motiven für sein Handeln, begeben sich auf eine Mission, die letztlich unter Verlusten zu einem erfolgreichen Ende geführt wird. Anleihen finden sich also nicht nur in vielen Western, sondern unverkennbar auch in Filmen wie "Die Kanonen von Navarone" (The Guns Of Navarone, 1962) oder "Das dreckige Dutzend" (The Dirty Dozen, 1967), bis zu Quentin Tarantinos "Inglorious Bastards" (2009). Nicht zu vergessen natürlich der ebenfalls von John Sturges inszenierte Klassiker "Gesprengte Ketten" (The Great Escape, 1963).

Wenn man das japanische Original, das zunächst unter dem späteren Western-Titel The Magnificent Seven in amerikanischen Kinos lief, kennt, kommt man kaum umhin, Vergleiche anzustellen. Der Anführer der Sieben ist bei Kurosawa ebenfalls weise und ein guter Stratege, aber viel älter. Einer der Samurai ist extrem schweigsam und virtuos mit dem Schwert, was zu Britt und seinem Messer passt. Ein anderer verdient sich wie O`Reilly anfangs sein Brot mit Holzhacken. Chico, der Jüngste in der Truppe, ist eine Mischung aus dem jungen, seinem Meister folgenden Lehrling, der sich in ein Bauernmädchen verliebt, und dem von Toshiro Mifune verkörperten, leicht verrückten Samurai, der ebenfalls aus einem Bauerndorf stammt. Echte Entsprechungen für Vin, Lee und Harry finden sich bei Kurosawa zwar nicht, jedoch ist der auf Ehre, Pflicht, Stolz und Verantwortung fußende Kodex, nach dem die Samurai handeln, zumindest in Teilen dem eines Cowboys und Gunslingers nicht unähnlich. Der Anführer der Banditen nimmt bei Sturges mehr Raum ein, dafür gibt es bei Kurosawa komplexere Nebenhandlungen, etwa die Geschichte des Bauern Rikichi, dessen Ehefrau von den Banditen als Geisel gehalten wird. Die entscheidende Schlacht erstreckt sich über drei Tage und gipfelt in einem wahren Gemetzel bei strömendem Regen. Die Liebesgeschichte zwischen dem jüngsten Samurai und dem Bauernmädchen ist viel tiefgründiger. Bestimmte Eigenheiten der japanischen Kultur und Gesellschaftsordnung lassen sich eben nicht eins zu eins in einen amerikanischen Western übertragen.

Will man die gesamte Komplexität von Kurosawas Epos erfassen, sollte man sich übrigens unbedint an die ungekürzte japanische Langfassung mit Untertiteln halten, die im Vergleich zur deutsch synchronisierten Kinofassung gut 50 Minuten länger ist.

The Magnificent Seven spricht durch seine Figuren Themen an, die bis dahin so in einem US-Western noch nie behandelt wurden. Es geht um das Leben als Revolverheld und seine Folgen, um Einsamkeit, die Sehnsucht nach einem wirklichen Zuhause, echte und falsche Tapferkeit, das Streben nach Glück und Ruhm, die Angst und den Tod, der manchen am Ende wie eine Erlösung ereilt. Wie das Cowboy-Dasein hier entromantisiert wird, ist auch heute, mehr als 50 Jahre später, noch beeindruckend. Wenn man bedenkt, dass nur wenige Jahre später die Italo-Western mit ihren zumeist nur auf den eigenen Vorteil bedachten "Helden" die Leinwände zu erobern begannen, wird deutlich, welch signifikante Stellung ein Film wie The Magnificent Seven im eigenen Genre einnimmt.

Vier der Sieben bezahlen ihren Kampf mit dem Leben, eine weitere Gemeinsamkeit beider Filme. Während Kurosawa jedoch offenlässt, ob der junge Samurai am Ende im Dorf bleibt, kehrt Chico gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück. Chris und Vin ziehen allein weiter, ohne Familie, ohne ein echtes Zuhause. Das Ende gehört für mich zu den stärksten Momenten. Chris räumt endgültig mit der Glorifizierung des Cowboy-Lebens auf, indem er zu Vin sagt: "The old man was right. Only the farmers won. We lost. We always lose."

Die erste Disc bietet den Film in sehr guter Bild-und Tonqualität mit Audio-Kommentar. Sprachen: Englisch, Deutsch. Untertitel: Deutsch, Englisch. Man sollte diesen Film unbedingt auf Englisch sehen! Die Dialoge sind brilliant und wirken um Klassen cooler als in der deutschen Synchronisation, obwohl die keineswegs schlecht ist. Der Ton liegt Englisch und Deutsch in Dolby Digital 5.1, auf Deutsch zusätzlich sogar in DTS vor. Bildformat: 1.2:35/ 16:9 Breitbild anamorph.

Die restlichen Extras befinden sich auf der zweiten Disc: Ein tolles Making-Of, in dem man viel Interessantes über die Athmosphäre am Set, die Auflagen durch die Zensur und die Probleme hinter den Kulissen erfährt, diverse Trailer, ein eigenes Feature über Elmer Bernsteins legendäre Filmmusik und ein nach Jahrzehnten wiederentdecktes Album mit seltenen Fotos, die während der Dreharbeiten entstanden.

The Magnificent Seven ist nicht nur einer der besten Vertreter seines Genres überhaupt, sondern wie sein japanisches Vorbild ein zeitloses, unsterbliches Meisterwerk mit Tiefgang. Virtuose Regie, unvergessliche Charaktere, tolle Schauspieler, ein Drehbuch voller genialer Dialoge, eine der besten Filmmusiken aller Zeiten und ein furioser Showdown. Bis in alle Ewigkeit mein absoluter Lieblings-Western!
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