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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dauert zwar lange, aber zeigt wie es war
"Gods and Generals" habe ich mir aufgrund meines Interesses am amerikanischen "Civil War" gekauft, nachdem ich bereits "Gettysburg" gesehen hatte. Auch hier überzeugt insbesondere wieder Jeff Daniels in der Rolle des Joshua Chamberlain.

Eines vorweg:

Dieser Film ist wie Gettysburg sicherlich nicht für einen gemütlichen, kurzen...
Veröffentlicht am 9. Juli 2006 von Munin

versus
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Geschichtsfreaks sehr zu empfehlen
Also vorab gesagt ,mir hat der Film gut gefallen und ich habe ihn mir trotz seiner Länge an einem Stück angesehen. Dass ich trotzdem nur drei Sterne vergebe liegt an gewissen Schwächen des Films, die nicht wegzudiskutieren sind. Dem Film fehlt eine Handlung, die sich wie ein Faden durch den Film zieht. Das ist bei dieser Thematik vielleicht auch nicht...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2004 von B. Ziegler


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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dauert zwar lange, aber zeigt wie es war, 9. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
"Gods and Generals" habe ich mir aufgrund meines Interesses am amerikanischen "Civil War" gekauft, nachdem ich bereits "Gettysburg" gesehen hatte. Auch hier überzeugt insbesondere wieder Jeff Daniels in der Rolle des Joshua Chamberlain.

Eines vorweg:

Dieser Film ist wie Gettysburg sicherlich nicht für einen gemütlichen, kurzen Fernsehabend geeignet. Etwas Vorwissen über die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der Sezession und des Bürgerkrieges sollte man mitbringen, bzw. Interesse am Thema haben. Vielfach wurde bereits kritisiert, dass der religiöse Teil etwas groß ausfällt. Dazu muss man aber wissen, dass z.B. General "Stonewall" Jackson bereits in zeitgenössischen Quellen als "selbstgerechter Frömmler" bezeichnet wird.

Religion und Gebet hatten in diesen Zeiten (ist im sog. "Bibel Belt" im Süden der USA größtenteils noch heute so) eben eine herrausragende Bedeutung im Alltag der Menschen. Einge Offiziere sahen es damals z.B. als große Sünde an, Sonntags kämpfen zu müssen.

Natürlich wirkt das auf die Zuschauer manchmal langatmig und / oder befremdlich, aber hier ging man eben den Weg, historische Genauigkeit nicht dem steigenden Unterhaltungswert zu opfern. Die drei wichtigsten Schlachten am Anfang des Krieges (Manassas / Bull Run, Fredericksburg, Chancellorsville) stehen im Mittelpunkt des Films, ebenso Joshua Chamberlains Entschluss, sich dem 20. Maine Regiment anzuschließen. Auch der Werdegang von "Stonewall" Jackson als Führer der 1. Brigade wird überzeugend rübergebracht.

Besonders beeindruckend fand ich die filmische Darstellung der Schlacht um Fredericksburg, die mit einem katastrophalen Ausgang

für die Union endete. Sehr bewegend ist die historische Episode des plötzlich das Schlachtfeld beleuchtenden Nordlichts,

als die Reste des 20. Maine Regiments die Nacht auf dem eiskalten Feld vor der Frontlinie zwischen Toten und sterbenden Kameraden verbringen müssen. Die Schlachten sind allgemein überzeugend dargestellt, auch wenn natürlich viel mit Tricktechnik gearbeitet werden musste.

Fazit:

Wer sich für das Thema amerikanischer Bürgerkrieg bzw. Sezession etwas interessiert, wird bestens bedient (wie schon bei "Gettysburg"). Etwas Zeit und Interesse muss man zwangsläufig mitbringen, da man den Film ansonsten als langweilig empfinden wird.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Prequel zu Gettysburg, 19. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
„Gods and Generals" ist das Prequel zu „Gettysburg" von Ronald F. Maxwell.
Maxwell arbeitet hier die Vorgeschichte von „Gettysburg" auf und besticht hierbei wiederum durch seine außerordentlich geschichtlich korrekte Darstellung der Geschehnisse.
Wie schon in „Gettysburg" wird Geschichte am Beispiel einzelner Männer dieser Tage erzählt, in diesem Falle sind es die Schicksale von den legendären Generälen Chamberlain, „Stonewall" Jackson und natürlich Robert E. Lee.
Beginnend mit der Lösung von der Union wird hier im Schwerpunkt die Entstehung der Südstaatenarmee und Ihrer ersten Bewährungsproben erzählt.
Eine junge Nation droht an Ihren eigenen Prinzipien zu zerbrechen und in einer gnadenlosen Selbstzerfleischung töten Brüder ihre Brüder im Namen desselben Gottes.
Die eindrucksvolle und erschreckende Darstellung der Schlachten von Manassas, Fredericksburg und Chaneellorsville mit für damalige Zeiten unfassbaren Menschenverlusten bringen dem Zuschauer reale Geschichte so nah, dass man stellenweise vor Bestürzung kaum atmen kann.
Maxwell krönt seine phantastische Leistung mit „Gettysburg" in dieser Verfilmung ein weiteres Mal und hat nun mit diesen beiden Filmen eindeutig die bisher beste Darstellung der Geschehnisse im Filmbereich geschaffen.
Allerdings sollte man ein gehöriges Interesse an historischen Filmen haben, da „Gods and Generals" natürlich storybedingt über einige „Länger" verfügt, die hier noch ausgeprägter sind als bei „Gettysburg". Wer allerdings Gettyburg mochte, kommt an diesem Film nicht vorbei.
Der Wiedererkennungsfaktor vieler Charaktere aus „Gettysburg" ist enorm groß und so hervorragend gelungen, dass man kaum glauben kann, dass es sich um ein später gedrehtes Prequel handelt.
Ich muss zwar bestätigen, dass hier noch mehr auf Patriotismus und Gottesglaube eingegangen wird, fand aber im Gegensatz zu vielen Kritikern nicht, das dieser Teil der Darstellung völlig übertrieben wirkt. Im Gegenteil, die Zeiten waren nun mal trotz der Kriegsgräuel sehr gottesfürchtig und gerade dieser Kontrast macht für mich eine besondere Wirkung aus.
Ich kann also jedem Fan von „Gettyburg" den Kauf nicht nur nahe legen, sondern als Pflichtkauf anzeigen.
Wer allerdings nur auf Action und Schlechtengetümmel steht, sollte hier von einem Kauf absehen.
Für mich dürfte dieser Bürgerkriegsepos in drei Teilen (Teil 3 befindet sich in der Planung - die Geschehnisse nach Gettyburg) schon jetzt zum Besten zählen, was im historischen Filmbereich jemals geschaffen wurde.
Die DVD selbst ist solide, Ton und Bild sind gut, bei einigen Szenen Hätte man vielleicht mit etwas mehr Bass arbeiten sollen.
Die Extras sind informativ und so kann ich den Kauf der DVD jedem Genreliebhaber nur empfehlen.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen US Bürgerkrieg total!, 20. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Was war ich gespannt auf diesen Film. Sein Vorgänger, Gettysburg, hat in mir eine wahre Euphorie ausgelöst und seit dem verschlinge ich alles, was irgendwie mit dem Konflikt jener Zeit zu tun hat.
Ich las auch die Buchvorlage und war darauf umso mehr gespannt, wie diese Verfilmung wohl aussieht.
Die Filmemacher versuchten sich sehr eng an die Romanvorlage zu halten, was ob dem breitgefächerten Inhalt sehr schwer war.
Sehr gut finde ich, wie die Regie bemüht ist, einzelne Charaktere zu Beginn des Filmes einzuführen. Dies gelingt auch noch recht gut. Die einzelnen Schlachten sind sehr gut nachgestellt und einzelne Einstellungen geben ein Grauen des Krieges wieder. Jedoch können folgende Punkte den Laien ein klein wenig überfordern:
Die Zeit- und Ortssprünge sind oft gewaltig. Da steht man am Ende der Schlacht bei Manassas und schon findet man sich in der nächsten Einstellung ein paar Wochen später im Bowdoin College in Maine, um dann wieder zu den Konföderierten in den Süden zu wechseln.
Vor und während der Schlacht von Fredericksburg wird mit den Namen der Generäle sowie deren Aufstellung nur so "herumgeschleudert". Hier wäre es wohl besser gewesen nur ein paar wenige, entscheidende Namen zu nennen, damit der Zuschauer den Überblick in dieser verworrenen Schlacht auch behält. Denn gerade dadurch geht ein wenig unter, dass bei dem Ansturm der Unionsarmee auf die konföderierten Stellungen, Brigade um Brigade geradezu niedermäht wurden.
Es ist oft schwierig, zwei Filme miteinander zu vergleichen, doch in Gettysburg wurde diesen Dingen meiner Meinung nach mehr Gewicht gegeben. Man wollte, dass auch der Laie den einzelnen Sequenzen problemlos folgen konnte.
Ein absolutes Plus ist aber, dass Robert Duvall einen ausgezeichneten Robert E. Lee abgibt. Ich persönlich war zunächst enttäuscht darüber, dass Martin Sheen diese Rolle nicht ein weiteres Mal übernahm. Doch Duvall setzt hier einen guten Part ab.
Völlig farblos bleibt dagegen die Darstellung des James Longstreet. Ist er in Gettysburg eine der tragenden Rollen, so spielt er hier nicht einmal die zweite Geige. Dabei war gerade er für den Erfolg bei Fredericksburg verantwortlich. Zur Erinnerung, Jackson's Linien wurden durch die Unionsarmee an einer Stelle durchbrochen, konnten dies jedoch nicht ausnützen, weil die Unionsarmee keine weiteren Truppen an diesen Punkt heranführen konnten.
Alles in allem waren meine Erwartungen an diesen Film höher. Aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Wer Filme wie Gettysburg oder Glory gesehen und gemocht hat, der wird hier ebenfalls nicht enttäuscht.
Der Film ist eine sehr gute (Kurz)- Biographie über Stonewall Jackson's Schaffen während des Krieges.
4-Sterne deshalb, weil der Film seiner Vorlage nicht ganz gerecht wird.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Geschichtsfreaks sehr zu empfehlen, 14. Dezember 2004
Von 
B. Ziegler "bzgl" (Rastatt, Baden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Also vorab gesagt ,mir hat der Film gut gefallen und ich habe ihn mir trotz seiner Länge an einem Stück angesehen. Dass ich trotzdem nur drei Sterne vergebe liegt an gewissen Schwächen des Films, die nicht wegzudiskutieren sind. Dem Film fehlt eine Handlung, die sich wie ein Faden durch den Film zieht. Das ist bei dieser Thematik vielleicht auch nicht einfach zu bewerkstelligen, der Versuch einige Charaktäre hervorzuheben, wirkt aber teils halbherzig.
Fasziniert war ich von der Detailgenauigkeit der gezeigten Schlachten. Gerade die Schlacht von Fredericksburg kommt dem sehr nahe, was man über dieses Gemetzel lesen kann. Wenig realistisch ist allerdings, dass die Generäle und Offiziere oftmals vor ihren Linien herumstolzieren, hinter ihnen fallen die Soldaten reihenweise um und die Offiziere bleiben unbehelligt. Gerade die Offiziere waren für Scharfschützen ein gerne genommenes Ziel. Gestört hat mich auch, dass einige Schlachtszenen offensichtlich mehrmals verwendet wurden. Sicher ist der Film auch etwas Südstaatenlastig, wobei mich das weniger gestört hat, gibt es doch reichlich Filme, die aus der Sicht des Nordens erzählt werden.
Sehr positiv an diesem Film finde ich, dass man verzichtet, Lincoln als den großen Bürgerkriegs-Helden darzustellen, wie das ja allzu oft getan wird. Am Falle von Virginia wird versucht aufzuzeigen, warum sich dieser Staat und seine Einwohner entschieden haben, für den Süden in den Krieg zu gehen. Die schwarz-weiß Zeichnung des Krieges, hier der gute Norden, dort der böse Süden, wird in diesem Film doch sehr hinterfragt.
Wer sich für die Thematik des Sezessionskrieges interessiert, ist mit diesem Film sehr gut bedient. Andere werden den Film möglicherweise langweilig finden.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Geschichtsfilm und triefend vor Pathos!, 13. Februar 2007
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Mir einer Fünfsternewertung breitet sich dieses bombastische Dreistundenepos als Prequel zu Gettysburg NUR für den geschichtsinteressierten Amerikafan aus.
Triefend vor Pathos und in der deutschen Synchro eher schwerverdaulich und schwülstig, agieren die Darsteller in den zu spielenden Geschichtspersonen einzigartig. R. Duvall als Lee, in der Eingangsszene für mich immer wieder eine Augen- und Ohrenweide (nur im Original natürlich), wenn er den Oberbefehl ablehnt und sich für seine "Heimat" entscheidet. Jeff Daniels knieschlotterndes Schauspiel, beim ersten -absurden- Angriff des Nordstaatlers J.L Chamberlain, wirkt absolut authentisch. Und nicht zu vergessen, eine LEHRSTUNDE für jeden Schauspielstudenten, wenn S. Lang als religiös, charismatischer Lt. "Stonewall" Jackson vom Leder zieht. Fast jede Szene im Originalton mit S. Lang hinterlässt mir eine Gänsehaut. EINZIGARTIG!

Aber nochmals:
nur für den Geschichtsinteressierten;
nur für den, der ergreifende, inbrünstige Monologe unzynisch anerkennt;
nur für den, der verständlich auf uramerikanischen, religiösen, heimatverbundenen Pathos reagiert;
und nur im Originalton (zur Stütze evtl. deut. Untertitel)
zu genießen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise wirklicher Kitsch..., 17. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Ich denke, dass vielen der Film Gettysburgh bekannt ist. Dieser versucht sich an der Rekonstruktion der wahrscheinlich wichtigsten Schlacht des Krieges. Echt gelungener Film.

G&G dagegen ist in erster Linie - so hatte ich den Eindruck - ein Kriegsfilm, der die Atmosphäre einfangen will. Das schafft er aus meiner Sich allerdings so gut wie nie. Ein Beispiel: Es stimmt sicherlich, dass die Leute damals sehr gläubig und bibelfest waren (so wie heute auch wieder... ^^), allerdings wirkt es nach dem 5. gelesenen Psalm und Gebet mit der Ehefrau einfach nur noch kitschig.

Ich fand es in Gettysburgh gut, dass erläutert wurde, warum, die Schlacht so verlaufen ist, wie sie ist - der Film wollte eben rekonstruieren. Und hier will er - meiner Meinung nach - vor allem Menschen porträtieren und wirkt spekulativ.

A propos Porträt... Als Extra gibt's eine halbstündige Doku über Stonewall Jackson. Leider wenig informativ. Ansonsten ein Audiokommentar, wie mittlerweile bei (fast) jeder DVD. Nichts besonderes also.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick doch realistisch, 9. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Als ich "Gods and Generals" erstmals sah, war ich doch etwas enttäuscht. zuvor hatte ich bereits mehrmals "Gettysburg" gesehen, von dem ich sehr angetan war.

Im Vergleich zu "Gettysburg" kommt einem "Gods and Generals" anfangs vermutlich 1. verwirrend und 2. sehr viel pathetischer vor.
Zum ersten Punkt muß man sagen daß das wirklich zu den Schwächen des Films gehört. Es werden nunmal mehrere Schlachten behandelt, deren Trennung nicht ganz klar wird wenn man den Film zum ersten Mal sieht. Verschlimmert wird das bei Zuschauern die nur wenig die historischen Hintergründe kennen. Das ist hier noch wesentlich wichtiger als bei "Gettysburg".
Man sollte sich also vor dem Ansehen des Films ein bißchen mit dem Bürgerkrieg auseinandersetzen. Aber der Film ist daran nicht völlig unschuldig. Vielleicht hätte man doch noch 30 Minuten Laufzeit mehr investieren oder eine Schlacht weniger behandeln sollen.
Zu Punkt 2 ist zu sagen daß insbesondere der religiöse Pathos zwar dick aufgetragen wirkt, es aber auf den zweiten Blick nicht ist.
Informiert man sich näher über Thomas "Stonewall" Jackson, wird man erfahren daß der Mann tatsächlich so tief religiös war wie im Film dargestellt.
Auch einige - scheinbar übertrieben pathetische - Dialoge im Film, sind in Wirklichkeit überlieferte Original-Zitate.
Beim ersten Sehen des Films fielen mir z.B. die letzten Worte Jacksons sehr negativ auf: "Let us cross over the river and rest under the shade of the trees." (= Lasst uns den Fluß überqueren und im Schatten der Bäume ruhen).
Das kam mir damals äußerst übertrieben vor und als dem religiösen Pathos die Krone aufgesetzt.....bis ich irgendwann gelesen habe daß das völlig authentisch ist und der echte "Stonewall" Jackson tatsächlich mit diesen Worten starb.
Dies ist symptomatisch für den ganzen Film.
Bevor man über "Gods and Generals" urteilt, sollte man sich daher eingehend mit den realen Begebenheiten vertraut machen.

Die Schauspieler-Riege ist der von "Gettysburg" sehr ähnlich. Nur wenige Schauspieler wurden durch andere ersetzt. Etwas enttäuschend ist m.E. Bruce Boxleitner als General Longstreet. Robert Duvall ist als General Lee sehr überzeugend, macht seine Sache mindestens so gut wie ehedem Martin Sheen. Zusätzlich muß man sagen daß Duvall dem echten Lee wesentlich ähnlicher sieht.
Jeff Daniels als Chamberlain macht seine Sache wieder gut, hat allerdings leider an Gewicht zugelegt. Mit etwas gutem Willem läßt sich das aber noch damit erklären daß der Film ja zeitlich vor "Gettysburg" spielt und man im Krieg durchaus an Gewicht verlieren kann.

Abschließend kann man sagen daß "Gods and Generals" leider nicht ganz an "Gettysburg" herankommt, insbesondere weil eben mehrere Schlachten in eine kürzere Laufzeit gepackt wurden als bei "Gettysburg". Aber trotz Allem ein sehenswerter Film, dem ich nach mehrmaligem Sehen guten Gewissens vier Sterne gebe.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist einigen Leuten wohl zu anspruchsvoll ..., 13. April 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
"Gods an Generals" ist - wenngleich ein Prequel, also zeitlich betrachtet ein Vorgänger - wohl eine der gelungensten Fortsetzungen die jemals gedreht gedreht wurden. Das liegt nicht nur daran, dass man sich bei der Besetzung weitgehend darum bemüht hat, den Wiedererkennungseffekt der Hauptprotagonisten durch gleiche Schauspieler wie in "Gettysburg" zu erreichen, sondern vor allem daran, dass die Vorstellungen der Menschen vom Krieg anno 1861 noch sehr viel romantischer waren als dies - historisch nachweisbar - aus den überlieferten Briefen nach Hause von 1863 schon deutlich wurde. Insofern ist die charakterlich viel weichere und religiösere Zeichnung der Figuren, insbesondere von Thomas "Stonewall" Jackson, im Vergleich zu "Gettysburg" nicht nur ganz hübsch anzusehen, sondern historisch absolut geboten.
Ein Wort zu Stonewall Jackson: Er war unbestritten einer der weltbesten Strategen und Militär-Taktiker die es jemals gegeben hat. Sein Ruf war in beiden Armeen - Nord und Süd - legendär und seine Ansichten werden heute noch an den großen Militärakademien der Welt gelehrt. Was aber auch gesagt werden muss ist, dass er schon als kurios zu bezeichnende Eigenarten hatte. Das beginnt bei seiner Religosität und endet bei seiner Körperhaltung (er hielt fortwährend einen Arm in die Luft, angeblich um zu verhindern, dass sein Blut im Körper zu weit nach unten absackt u.ä.). Also ist die schillernde Darstellung von Stonewall Jackson in "Gods and Generals" nicht über-, sondern eher untertrieben.
Auch dass Chamberlain vor Fredericksburg aus William Shakespeares "Julius Cäsar" zitiert ist bei Kenntnis seiner Person absolut glaubwürdig, schließlich hat er am Bowdoin-College als Professor Rhetorik und Religion gelehrt. Dass er sich vorkam wie Cäsar beim Überschreiten des Rubikon und das auch mit seiner klassischen Bildung zum Ausdruck bringt vergegenwärtigt die subjektiv historische Schwere des Augenblicks nachdrücklich und wirkt, zumal im Jahr 1862, keineswegs aufgesetzt.
Da der Film von Amerikanern gedreht wurde und den Beginn der größten Feuertaufe Amerikas schildert, muss man sich wohl oder über damit anfreunden, dass ein gefühlsmäßiger Erzählfaden präsentiert wird und kein historischer. Insofern ist es für das Verständnis des Filmes - und der gesamten Trilogie, sobald der dritte Teil abgedreht ist - nutzbringend, wenn man über den Verlauf des amerikanischen Bürgerkriegs geschichtlich zumindest vororientiert ist.
Wer bei "Gods and Generals", nur weil es sich um einen Kriegsfilm handelt, einen dünngeistigen Action-Knaller à la "Terminator" erwartet, sollte sich besser dünngeistige Action-Knaller à la "Terminator" ansehen. Für einen atmosphärisch derart dichten und emotionalen Film, der das Aufeinandertreffen von verklärten menschlichen Vorstellungen mit der Wirklichkeit so treffend skizziert wie dies bei "Gods and Generals" der Fall ist, sind Kritiker, welche sich an "zu wenig Action" und "zu viel Geist" abarbeiten, ohnehin die falsche Klientel.
Bull Run Creek, Fredericksburg, Chancellorsville. Großes Kino, wunderschön. Ich warte auf den dritten Teil.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hervorragendes Psychogramm über US-amerikanische Befindlichkeiten, 10. April 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Während ich den Film sah, stellte ich mir ständig folgende Frage: Welchen (berechtigten!) Aufschrei der Empörung würde es wohl hervorrufen, wenn ein deutscher Regisseur über die kriegerisch-verbrecherische Vergangenheit der Deutschen eine solche Schmonzette den Zuschauern zumuten würde?

Den nichts anderes als eine Schmonzette ist dieser Film.

Es ist wirklich erschreckend, wie hier die historischen Fakten beschönigt werden, und was vielleicht noch schlimmer ist, ist die Tatsache, wie groß die Bereitschaft vieler Menschen immer noch ist, sich in dieser Hinsicht manipulieren zu lassen, was sich an den vielen positiven Bewertungen ablesen lässt.

Nun in Kürze zu einigen Fakten:

Die Abschaffung der Sklaverei war nicht das Ziel der Nordstaaten sondern lediglich Mittel zum Zweck. Der eigentliche Grund des Bürgerkriegs lag darin, die Vorherrschaft des Industrie- und Finanzkapitals (überwiegend im Norden konzentriert) über das landwirtschaftlich (weitgehend in den Südstaaten) geprägte Amerika zu sichern.

Der amerikanische Bürgerkrieg war der erste Krieg, der mit moderner Technologie aber mit noch völlig veralteten Kriegstaktiken geführt wurde, was extrem hohe Verluste an Menschenleben zur Folge hatte. Des weiteren waren gerade die Anfänge des Bürgerkrieges durch einen ausgeprägten Dilletantismus geprägt, der sich darin gezeigt hat, dass oft nicht die fähigsten Militärs die Befehlsgewalt hatten, sondern reiche Kapitalisten, die die Rekrutierung und Aufstellung von 'ihren' Soldaten aus eigener Tasche bezahlt hatten.

Von diesem Unvermögen ist in dem Film rein gar nichts zu sehen. Stattdessen werden alle Personen / Figuren als ausgesprochene Gutmenschen, ja fast schon Heilige ' z. B. 'Stonewall' Jackson ' dargestellt. Die zahlreichen Bestialitäten und Verbrechen gegen jegliche humane Orientierung fallen dagegen vollkommen unter den Tisch.

Man nehme z. B. 'Jeb' Stuart: Kein Wort darüber, dass sich dieser Kavallerieoffizier häufig nur als Schaumschläger erwiesen hat, der sich damit brüsten konnte, Lazarettkolonnen der Nordstaaten überfallen und niedergemetzelt zu haben.

Oder man nehme die Darstellung der Schlacht bei Chancellorsville / Wilderness. Das einzig erwähnenswerte Ereignis scheint die tödliche Verwundung des Messias 'Stonewall' Jackson zu sein. (Wo ich mich dann doch gewundert habe, warum er überhaupt beerdigt werden musste. Naheliegend wäre es doch bei dem Bild, dass hier von ihm gezeichnet wird, gewesen, ihn gleich gen Himmel auffahren zu lassen. Sorry, aber diese Polemik kann ich mir nicht verkneifen.)
Von dem besonders grausamen Geschehen, dass sich dort in der Wilderness ereignet hat, wird hingegen nichts gezeigt, nämlich dass in diesem unzugänglichen, dicht bewachsenen Gelände viele verwundete Soldaten durch ein Großfeuer bei lebendigem Leibe verbrannt sind.

Dieser Film zeigt wie sich viele US-Amerikaner sich gerne selber sehen würden. Mit Historizität hat dieser Streifen jedoch herzlich wenig zu tun.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer "Gettysburg" toll fand, kann auch hier zugreifen, 14. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Gods and Generals (DVD)
Ich habe mir die Verleihversion von "gods and generals" angesehen, da die DVD leider noch nicht käuflich zu erwerben ist.
Im Vergleich zu der (wie ich finde, schon sehr guten)"Gettysburg"-Verfilmung, wird bei "gods and generals" noch mehr der Anfang und Hintergrund des amerikanischen Bürgerkrieges gestreift, sowie die darauf folgenden Schlachten.
Die Ausstattung, Darstellung der Schlachten, Effekte usw. sind im Vergleich zu "Gettysburg" nochmals gesteigert (kein Wunder, liegen zwischen beiden Produktionen auch bereits über 8 Jahre). Der Ton (5.1)und das Bild sind für eine solche Produktion hervorragend.
Dieser Film ist auf 2 DVD`s augeteilt worden, wenn ich richtig liege, ist er aber leider trotzdem um ca. 40 min gekürzt.
Wer damals schon von der "Gettysburg"-Verfilmung begeistert war, wird auch "gods and generals" bedenkenlos bestellen können.
Wer nun denkt, da er bereits die "Gettysburg"-DVD besitzt, wäre "gods and generals" nicht unbedingt notwendig, der irrt. Wie bereits erwähnt, werden bei "gods and generals" andere Punkte des amerikanischen Bürgerkrieges in den Vordergrund gestellt und es werden Schlachten vor Gettysburg dargestellt, beide DVD`s ergänzen sich hervorragend.
Also "Gettysburg-Fans", zugreifen und sich auf 210 min hervorragend und unterhaltsam verfilmte Geschichte freuen.
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Gods and Generals
Gods and Generals von Jeffrey M. Shaara (DVD - 2004)
EUR 3,21
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