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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen14
3,6 von 5 Sternen
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Handlung (ohne zu viel zu verraten, z. B. keine Nebenhandlungsstränge):
Nach dem Bürgerkrieg beginnen Frank und Jesse James gemeinsam mit den 4 Younger Brüdern und einigen Kumpanen durch Bank- und Zugüberfälle ihr Konto aufzubessern. Dabei beschränken sie sich in den Südstaaten bewusst auf die wirtschaftlichen Vertreter des reichen Nordens oder reiten eben bis ins ehemalige Feindesland um dort zuzuschlagen. Die geschädigte Hochfinanz beauftragt die berühmte Pinkerton Agentur mit der Lösung des Problems - egal auf welche Art.
Der Film schildert neben dem beiderseits mit äußerster Brutalität und illegalen Mitteln geführten Kampf zwischen Pinkerton und den Outlaws - hinter denen natürlich auch diverse Gesetzesvertreter her sind - auch die politischen Hintergründe jener Zeit.
Denn nur der immer noch gärende Hass der besiegten Südstaatler ermöglichte es der James/Younger Gang nach erfolgreichen Raubzügen in aller Ruhe zu ihren Familien zurückzukehren und vorübergehend ein normales Leben zu führen. Denn ihre Nachbarn passten auf - sich nähernde Aufgebote wurden verraten, einzelne Ermittler schon mal durch eigentlich unbeteiligte Dritte erschossen.
Trotzdem kann ein Leben, dass weitgehend durch den Revolver finanziert wird nicht ewig gut gehen, und so erleben wir, wie die Bande nach und nach immer mehr Probleme bekommt und schlussendlich in die Katastrophe reitet.
State:
Obwohl der Regisseur Walter Hill sich wie bereits in "Geronimo" nahezu 100%tig (Der Grad der von den Outlaws angewendeten Gewalt wird auf ein erträgliches Niveau gebracht) an die historische Wahrheit hält, gehört dieser Film zu den spannendsten Western überhaupt.
Die Schießereien sind unvergleichlich gut in Szene gesetzt - Action Sequenzen oft in der Leinwand füllenden Totalen aufgenommen - Kostüme, Lebensumstände und Politik historisch korrekt dargestellt, ergo stimmig rübergebracht - man muss einfach den Hut vor dieser filmischen Meisterleistung ziehen.
Einziges Manko - für meinen Geschmack wird diese Mördertruppe ein wenig zu sehr glorifiziert. Man sollte nicht vergessen, dass das Gros ihrer Opfer einfache Bürger waren, die lediglich ihre Ersparnisse bis aufs Blut verteidigten (Ein Rückversicherungssystem der Banken gab es damals nicht. Wurde eine ausgeraubt, zerstörte das oft auf einen Schlag Dutzende von Existenzen und hemmte das Wirtschaftswachstum einer Region/Stadt auf Jahre hinaus). Ferner verschweigt der Film zwar nicht, dass die Anführer der Bande während des Krieges mit "Bloody" Bill Anderson und William Quantrills "Bushwackers" ritten, doch welch schreckliche Verbrechen deren Milizen an der Zivilbevölkerung begingen bleibt im Dunkeln.
Wer in Filmform mehr über die reale Vergangenheit der Gang erfahren möchte, sollte sich unbedingt "Ride with the Devil" anschauen. Dieser Film handelt u. a. von Andersons Milizen und der Art ihrer Kriegsführung. Dabei wird auch das vermutlich schlimmste Kriegsverbrechen des amerikanischen Bürgerkrieges (1863 Lawrence/Kansas) beschrieben. Daran waren Frank James und 2 der Younger Brüder beteiligt; Cole sogar als einer der Unterführer. "Ride with the Devil" erzählt allerdings eine andere Geschichte und geht auf die Mitglieder der Gang nicht näher ein. Trotzdem ist seine Handlung eine wertvolle Ergänzung zu "Long Riders"
Weitere Filme zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit:
"American Outlaws" und "The James Gang" (James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Ich, Tom Horn" (seine letzten Jahre), "Tombstone" (OK-Corral), "Wyatt Earp" (sein Leben), "Buffalo Girls" (Calamity Jane), “Wild Bill“ (Hickoks Leben), True Women (Frauen in Texas), “Texas Ranger“ (die Anfänge der Truppe)
Allerdings nehmen es einige dieser Filme mit der historischen Wahrheit nicht so genau.
Drei der o. g. Streifen sind auch gemeinsam als "Western-Collection" erschienen.
In jeder Hinsicht empfehlenswert ist auch die HBO-Produktion “Deadwood“ – m. E. die beste je gedrehte Westernserie (und ich kenne alle, die seit “Bronco“ (ca. 1965) im TV liefen).
Zum Zeitpunkt der Einsendung dieser Rezension waren fast alle genannten DVDs bei Amazon erhältlich.

Die DVD:
Das Bild liegt in Widescreen 16x9 im Verhältnis 1.85:1 vor, ist leider kein Highlight, weist aber auch keine schlimmen Mankos auf.
Der Ton dagegen ist eine echte Enttäuschung: DD Mono, das immerhin in 5 Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
An Extras gibt es lediglich den O-Trailer - eindeutig zu wenig für das Medium.
Diese DVD wird dem Spitzenfilm nicht gerecht - daher ein Stern Abzug.
Fazit:
Der Film ist für jeden Western Fan ein klares "Muss".
Doch auch Action Puristen und Hobbyhistoriker werden durchaus auf ihre Kosten kommen.
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am 15. Juli 2004
1980 schuf Walter Hill diesen Kultwestern. Er besetzte die original Bruderpaare mit wirklichen Brüdern. Die Youngers werden von den Carradines dargestellt. Die James-Brüder werden von James und Stacy Keach verkörpert, die Millers spielen Dannis Quaid und Randy Quaid. Wieder einmal setzte Actionmeister Walter Hill sein ganzes Können ein, was sich in der künstlerischen Umsetzung , beispielsweise den Banküberfällen in slowmotion, wiederspiegelt. Jedem wahren Westernliebhaber sei dieser Film als Top-Kauf empfohlen.
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am 20. Juni 2010
Walther Hill hält sich in diesem Werk so gut es geht (ohne die Legende allerdings ganz zu zerstören) an die historischen Fakten gehalten ,wenn auch vieles heutzutage etwas geschönt wirkt ,sollte man dabei die damligen Wertevorstellungen nicht ganz ausser acht lassen , wo die James & Younger Gang ja keine "absolute" Outlawbande war ,sondern immer noch in einem festen sozialen Netz ihrer direkten Umwelt und deren Werte eingebunden war , was der Film schön vermittelt , jenem Spagat zwischen bürgerlichen Leben ,sozialer Anerkennung und dem Kampf gegen vermeintliche und wirkliche Ungerechtigkeit,verbunden mit einer Veranlagung zu Gewalt ,Macht ,Annerkennung und Dominanz und archaisch menschlichen Rachegelüsten . Die schauspielrischen Leistungen bestechen durch ihre Nüchternheit und dem Zusammenspiel der Brüder .
Hier hat Walther Hill einen Glücksgriff getan ,den Film mit echten Brüdern zu besetzen ,die dadurch sehr überzeugend wirken .
Wie schon viele Rezensenten es sagten ,viele Scenen sind inzwischen Kult und wurden of kopiert (aber nie erreicht).
Besonderes Lob verdient auch dei Ausstattung,wo man sich um authentisches Ambiente bemühte , es tauchen keine tiefhängenden Holster auf ,es werden zb seltene Originalwaffen verwendet ,die es damals oder überhaupt nicht als Nachbauten gab und gibt , so sieht man zb einen Merwin & Hulbert Revolver der 1870er Jahre ,was zu jener Zeit ,als es noch keinen riesigen Reenacment Markt und Hersteller für Ausrüstung jener Zeit , sowie Fachliteratur gab und manches einfach noch kein Forschungsfeld war , sicher kein leichtes Unterfangen war, und
so seinen einige Schnitzer verziehen ,wenn in Texas eben doch am Rande noch "Faschingskostümcowboys" stehen , mit karierten Hemden ,und großen Gürtelschnallen oder Kavalleristen mit gelben Halstüchern und Uniformen ,die geradewegs aus einem John Wayne Film stammen könnten ,oder mitunter Waffen zum Einsatz kommen , wie der SAA 1872 Peacemaker, die erst um 1875 oder Revolver die gar erst in den 1880er Jahren auf dem zivilen Mark kamen verziehen .
Einige Scenen sind natürlich übertreiben ,so kann man mit einem Sharps Derringer im Kaliber 32 keinen Kronleuchter von der Decke schiessen ,das hätte selbst Annie Oakley als beste Schützin der welt kaum geschafft .Sehr gut ist auch der Soundtrack zum Film, der nicht mit orchestralem Hollywood Geklimper ,sondern mit zeitgenössiscehr Musik und Instrumentierung sehr zur Atmosphäre beiträgt .Dieser Film ist ein Meisterwerk .
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am 21. Juli 2006
Nur noch mit vielleicht "James Gang" (die Version mit Rob Lowe und Bill Paxton) zu vergleichen, - wenn auch garantiert noch um Längen besser gemacht. Die wirklich originelle Idee des Regisseurs, hier die Darsteller der historischen Personen mit echten Brüder Paaren zu besetzen, gibt diesem Film durch die ganze Handlung hinweg einen unbeschreiblichen "Kick" bzw. Animositäten, wie sie ja so auch bei nahen Blutsverwanten nur natürlich vorkommen, - und die es wschl. auch unter den hier nachgestellten Personen gegeben haben wird, kommen so durch die hervoragenden schauspielerischen Leistung nur umso überzeugender "rüber". Und sorgen somit zu einem unvergeßlichen Erlebnis, - dh. nicht nur bei eingefleischten Western Fans.

Das der Ton nicht weiter aufbereitet wurde, ist umso mehr zu ertragen, da ja sonst vielleicht wieder mal eine eher unglückliche "DTS Version" herausgekommen wäre. Auch die ("experimentiellen") für die damalige Zeit ziemlich unkonventionellen Zeitlupen - Effekte mit z.T. recht brutal aussehenden Großaufnahmen, - wenn Geschosse beispielsweise in Körper eindringen usw. sind lange Zeit unübertroffen gewesen. Und hier für einen Western wirklich mehr als nur etwas "ungewöhnlich" zu nennen.

Grandiose "klassische" Szenen, - wie z.B. die ein überdimensonales Schaufenster durchbrechende Flucht, noch dazu zu Pferde und mit einem Tempo (das für die damalige Zeit Wiederholungen bei Patzern nicht unbedingt zugelassen hätte), waren beim Publikum wschl. derart erfolgreich, das sie später hin und wieder von Seiten des Regisseurs nochmals zur Verwendung gekommen sind. Beispiel: die eine Kinoleinwand durchbrechende Motorradflucht in "und wieder 48 Stunden".

Fazit: wer auf "Pferdeopern" lange vor den späteren Neuauflagen in der Art wie "Silverado", "Tombstone", "Wyatt Earp" oder "Young Guns" steht, - die allerdings besser sind als uralte s/w Vertreter diese Sparte, sollte sich diesen Film unbedingt zulegen. , - Kauftip.
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am 18. Juni 2015
Der amerikanische Regisseur Walter Hill gehört zu den vielleicht unbekanntesten, aber doch interessantesten Regisseuren Hollywoods.
Wenige, die sich wirklich für ihn begeistern, oder gebannt seine Filmographie verfolgen ,und obwohl der Hollywood Outlaw ein paar äusserst vielschichtige und diskussionswerte Streifen ablieferte ( meine persönlichen Favoriten sind immer noch die blutig gallige Kriegsparabel" Die letzten Amerikaner", " The Warriors" , auch noch " Last man Standing" ) hat man immer den Eindruck, der Mann hat nie den richtigen Durchbruch im amerikanischen Filmbetrieb gehabt.
Zu unbequem, zu exaltiert und amerikakritisch sind wohl für das Gros des Publikums seine besten Filme, und so waren desillusionierende , entlarvende Werke , wie " Southern Comfort" (Die letzten Amerikaner) , auch " Geronimo," oder" Wild Bill' alles andere als Publikumsrenner.
Es dürfte für Walter Hill somit bitter sein, dass ausgerechnet seine nussknackerdoofen "Nur noch 48 Stunden" Buddy-Movies immer noch zu den kommerziell erfolgreichsten seiner Karriere zählen.
Zwiespältig ist auch der Eindruck von " Long Riders", der wahrlich, betrachtet man seine Ästhetik wehmütig melancholischer Western- Atmosphäre , seine sorgsam choreographierten Todes- Balladen in Zeitlupe mit wehenden Mänteln, schnaubenden Rössern, und ins Gesicht peitschenden Kugeln, handwerklich kein schlechter Film ist. Allerdings weist das Drehbuch in seiner Dramatik, Nachhaltigkeit oder der Fähigkeit Charaktere plastisch werden zu lassen, einige Einschusslöcher auf.
Wir befinden uns im Entstehungsjahr 1979 in einer Zeit, in der das Westerngenre langsam selbst wie ein waidwunder sterbender Kojote in den letzten Zügen lag.
Die Zeiten des Spätwestern, in der Sam Peckinpah mit " Wild Bunch" und " Pat Garrret" das Genre noch einmal mit elegischen bluttriefend balladesken Avantgardismen auffrischte, schmerzlich vom Abgesang aller männlichen Ideale und hoffnungsvoller Zukunftsperspektiven erzählte , neigten sich ebenfalls dem Ende zu, und bald sollte der Western für Jahre in den ewigen Jagdgründen vertrocknen .( Bis quasi die Neo- Pop- Pferdeoper "Young Guns " auf einmal das Genre wieder ins Gespräch brachte, und Costner 1990 wolftanzend eine Renaissance einläutete).
Diese Ermüdung, diese fast resignative Schwermut , einer der letzten seiner Art zu sein, durchzieht dann auch " Long Riders".
Erdig und ausgebleicht sind die Bilder, einsilbig und wortkarg die Antihelden.
Wie einst Peckinpah in " Wild Bunch" widmete sich Hill hier einer Outlaw Bande.
Deprimiert, ausgestoßen, einsam sind die Bandenmitglieder und mit der Präzision einer aufs Ziel geschossenen Revolverkugel allesamt auf das gewaltvoll blutige Ende zusteuernd.
Heimatlos, innerlich zerissen ,entwurzelt die Lebens-Biographien, die sich nach den Verwerfungen des amerikanischen Bürgerkriegs hier in einer Verbrechergruppierung zusammenfinden, um Banken auszurauben, Eisenbahnlinien zu überfallen.
Von Anfang an inszeniert Hill diese Geschichte nicht als eine Form von Robin Hood- Gesetzlosen Abenteuer, sondern als wehmütig entrückten Trip in den Untergang, in dem allerdings die einzelnen Charaktere so fahl, austauschbar und wenig konturiert sind, das hier einzig die charismatischen Gesichter, von Entbehrung und Zynismus gezeichnet , einen Eindruck der Personen vermitteln.
Somit hat Walter Hill mit den Schauspielern einen Glücksgriff getan. Denn ein David Carradine, Keith Carradine oder auch ein Stacy Keach brauchen nur ihre ausdrucksvollen Gesichter in die Kamera zu halten, um schon einen Film aufzuwerten.
Es ist die reale bleihaltige Geschichte der Jesse James Gang und der Gebrüder Younger, die hier erzählt wird und die Idee alle Rollen des Films ebenfalls mit Brüderpaaren zu besetzen gibt "' Long Riders" noch einmal einen authentischen Reiz.
Hart und gleichzeitig faszinierend setzt Walter Hill , ganz in der Tradition von Sam Peckinpah auf die verzückt detailfreudig choreographierte " Schönheit" blutzspritzender Einschusslöcher, in Zeitlupe zu Boden fallender Körper, aufbäumender Pferde und zersplitterndem Interieur.
Für diese Szenen hat Walter Hill ein Händchen. Zusätzliche Intensität verleiht die Tonspur, die oft mit kreischend, verzerrten Dissonanzen den blutig staubigen Augenschmaus untermalt.
Leider sind diese ästhetisierten Schusswechsel auch das einzige was in Erinnerung bleibt, und das ist entschieden zu wenig für einen spannungsvollen Film.
Zudem kommt für heutige Zuschauer erschwerend dazu, dass nun wirklich kaum mehr Faszinationswert in derlei Szenen liegt, hat man sich doch so dermaßen schon sattgesehen an derlei Gewalteruptionen , Rumsbums- Ballereien, dass hier nur Achselzucken übrigbleibt.
Das ist natürlich einem Film von 1980 nicht anzulasten, doch würde sich das Werk nur ein wenig Mühe geben uns zusätzlich Lebensumstände, Hintergründe spannend nahezubringen, hätte er an zeitloser, auch heute noch fesselnder Dramatik nur gewinnen können.
Alle Charaktere sind als Abziehbilder konstruiert. Konturlos und schwachbrüstiges Stückwerk bleiben Szenen , die uns das Privatleben, die Animositäten , Amouren, die Ängste und Motivationen der Gangsterbrüder näherbringen sollen. Alle weiblichen Protagonisten bleiben ebenfalls Staffage.
Dünn wie Papier ausgearbeitet sind Nebenstränge, wie die Verfolgung durch die Pinkerton Detektive , die Rolle der damaligen Presse, die Gründe für die Mythen Bildung.
Katastrophal kurzsichtig auch die Fokussierung auf die selbstmitleidige Tragödie einer Mörderbande, die wahrlich kein Denkmalstatus verdient hat, und die geflissentlich die menschlichen Tragödien, die diese Subjekte entfachten an den Rand schiebt.
Stattdessen dümmliche Frauengeschichten, kümmerliche Macho- Sprüche und ein überflüssiger Messerkampf um die Gunst einer angebeteten Prostituierten.
Da muss man sich dann immer ein Schmunzeln über die sackdepperte männliche Krone der Schöpfung verkneifen. Immer wieder testosterongesteuerte Jämmerlichkeit, bei der man sich über seine bezipfelten Geschlechts- Genossen kaputt lachen muss.
Diesen müffelnden im Finale ansprechend dekorativ durchsiebten Erbsengehirnen weint man keine Träne hinterher. Mit so vielen Löchern im Torso, wie ein Schweizer Käse, da werden wenigstens die Gedärme einmal ordentlich durchlüftet.
Und das hier letztendlich eine solche grosse Gleichgültigkeit beim Zuschauer sich breit macht, ist begründet in der Unfähigkeit des Drehbuchs die Protagonisten mit Empathie erzeugendem Leben zu erfüllen.
So bleibt von " Long Riders" der Rausch der Gewaltausbrüche, der spektakuläre Showdown , das Surren der Kugeln , und Reiter und Pferde ,die sich in Zeitlupe durch Glasscheiben stürzen und in ihrem Blut wälzen.
Wohl bekomms.
Wem das reicht, der wird hier gut unterhalten, allerdings wer ein Tick weit Spannung, Komplexität, Ambivalenz erwartet, der ist mit diesem völlig enttäuschenden Drehbuch wahrlich 90 Minuten schlecht bedient.
Vielleicht hätte es ein Epos werden können, mit etwas mehr Laufzeit, etwas mehr Kraft in der Storyführung, etwas mehr Hintergrundinformation, vielleicht mit etwas mehr dobbelbödiger Raffinesse, wie es Walter Hill in " Southern Comfort" bewies.
So bleibt trotz brillanter Ästhetik der Eindruck von liebloser Zerfahrenheit , in der nur die Schusswechsel kurz aufblicken lassen.
Aber selbst diese locken seit Tarantino keinen mehr hinter dem Ofen hervor.
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am 27. Februar 2015
Schade! Normalerweise gäbe es fünf Sterne. Aber irgendein Gutmensch hat mal wieder beschlossen, diesen klasse Film (nach der Sam-Peckinpah-Schule) zu verstümmeln:
Bei dem großen Bankraub ist rausgeschnitten, wie Robert Carradines Charakter vom Pferd geschossen wird (unmittelbar bevor die Gangsterbande mit ihren Pferden durch die große Fensterscheibe reitet)!
Jemand, der den Film nicht kennt wundert sich, warum der junge "Younger" auf einmal zu Fuß unterwegs ist und von seinem Bruder David Carradine gerettet werden muss!
Langes Rätsel, warum diese zwei Sekunden geschnitten wurden.
Vermutung:
In dem geschnittenen Teil überschlägt sich ein Pferd und das ist heutzutage politisch Unkorrekt!
Lirum-Larum:
Eine Schere hat in einem guten Film rein gar nichts zu suchen!
Es sei, es werden gelöschte Teile wieder eingefügt.
Schade, wieder eine DVD eines klasse Films in die Mülltonne!
Geschnitte bzw. nachträglich gekürzte Filme sind für einen Cineasten wertlos!
Schade ums Geld!
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am 16. März 2014
It is not a film I would strongly recommend, but you might enjoy the film if you are interested in cinema or to be more precise in the history i.e. evolution of film-making.
Red Wolf
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am 7. September 2011
Dieser Western aus dem Jahr 1980 (95 Min., DVD von 2007 - nicht wie angegeben von 2001) erzählt vom Höhepunkt und Zerfall der Bande von Jesse James. Die absolute Besonderheit dabei ist, dass die historisch verbürgten Brüder jeweils ebenfalls mit Schauspieler-Brüdern besetzt sind:
James und Stacy Keach - Jesse und Frank James
David, Keith und Robert Carradine - Cole, Jim und Bob Younger
Dennis und Randy Quaid - Ed und Clell Miller
Christopher und Nicholas Guest - Charlie und Bob Ford
Das ist einmal eine Leistung, die sich sehen lassen kann!

In einigen lose zusammenhängenden Episoden, die sich teils nahe an den überlieferten Tatsachen orientieren, zeigt Regisseur Walter Hill (u.a. Nur 48 Stunden,Red Heat,Last Man Standing) die Erfolge diverser Raubüberfälle auf Banken, Postkutschen und Züge; dazwischen wird in Abschnitten auf das "Privatleben" der Gangster eingegangen, das sich allerdings oft in Klischees von Kartenspiel und Prostituierten erschöpft. Am ehesten überzeugt hier noch Stacy Keach, der nach dem vorläufigen Auseinanderbrechen der Bande mit Sack und Pack in einen anderen Bundesstaat übersiedelt. Nachdem die Bande dann erneut zusammengerufen wurde, kommt es zum verhängnisvollen Überfall auf die First National Bank in Northfield, Minnesota...

Als roter Faden ziehen sich die Bemühungen Pinkerton-Detektive durch den Film, die Bande unschädlich zu machen; dabei entwickelt sich die Jagd zunehmend zu einem Kleinkrieg. Die "Guten" gehen auch mal über Leichen, mehr als einmal müssen Unschuldige dran glauben.

Die Actionszenen können überzeugen, obwohl - wie leider üblich - auch hier die verfeuerte Munition in keinem Verhältnis zur Häufigkeit des Nachladens steht. In den ruhigeren Momenten liefern die Keaches und David Carradine brauchbare schauspielerische Leistungen ab; leider lässt das Drehbuch zu viele Lücken und verliert sich dafür in absolut nebensächlichen Kleinigkeiten. Ich hätte mir z.B. mehr über den Rückhalt der Gesetzesbrecher in der Bevölkerung gewünscht, statt der effekthaschenden Messerstecherei zwischen Cole Younger und dem indianischen Bräutigam der (ebenfalls historisch verbürgten) Belle Starr.

Die Bildqualität ist für eine DVD noch in Ordnung, die Tonspur für Mono gar nicht mal schlecht; außer ein paar Trailern gibt es keinerlei Extras - nicht einmal ein Wendecover. Die FSK 16-Freigabe erscheint angesichts der blutigen Schießereien verständlich, wenn auch heutigentags nicht mehr zeitgemäß.
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am 2. April 2014
Ich bin ein Fan von Western, doch dieser ist was ganz besonderes denn entspricht der Wahrheit. Zuminderst haben dargestellten Cowboys wirkich gelebt.
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am 21. Januar 2013
Im Hintergrund ist der US - Bürgerkrieg noch sehr präsent . Trotz Kriegsende ist hier noch die Kluft zwischen Nord und Süd - Staaten sehr emotional zu spüren , besonders auf der Seite des Südens . Der Film zeigt das auf sehr beeindruckende Weise . Hiermit meine ich der durch den verlorenen Krieg verarmte Süden . Auf der anderen Seite die arrogante überhebliche Art und Weise des Nordens in seinen Protagonisten der Pingerton Agenten und ihrer Verbündeten . Ich finde den Film absolut sehens wert und kann in sehr gut weiterempfehlen .
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