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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach nur gut
Handlung (ohne zu viel zu verraten, z. B. keine Nebenhandlungsstränge):
Nach dem Bürgerkrieg beginnen Frank und Jesse James gemeinsam mit den 4 Younger Brüdern und einigen Kumpanen durch Bank- und Zugüberfälle ihr Konto aufzubessern. Dabei beschränken sie sich in den Südstaaten bewusst auf die wirtschaftlichen Vertreter des reichen...
Veröffentlicht am 5. Januar 2006 von realkenai & family

versus
3.0 von 5 Sternen If you like cinema
It is not a film I would strongly recommend, but you might enjoy the film if you are interested in cinema or to be more precise in the history i.e. evolution of film-making.
Red Wolf
Vor 4 Monaten von red wolf veröffentlicht


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach nur gut, 5. Januar 2006
Von 
realkenai & family (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Handlung (ohne zu viel zu verraten, z. B. keine Nebenhandlungsstränge):
Nach dem Bürgerkrieg beginnen Frank und Jesse James gemeinsam mit den 4 Younger Brüdern und einigen Kumpanen durch Bank- und Zugüberfälle ihr Konto aufzubessern. Dabei beschränken sie sich in den Südstaaten bewusst auf die wirtschaftlichen Vertreter des reichen Nordens oder reiten eben bis ins ehemalige Feindesland um dort zuzuschlagen. Die geschädigte Hochfinanz beauftragt die berühmte Pinkerton Agentur mit der Lösung des Problems - egal auf welche Art.
Der Film schildert neben dem beiderseits mit äußerster Brutalität und illegalen Mitteln geführten Kampf zwischen Pinkerton und den Outlaws - hinter denen natürlich auch diverse Gesetzesvertreter her sind - auch die politischen Hintergründe jener Zeit.
Denn nur der immer noch gärende Hass der besiegten Südstaatler ermöglichte es der James/Younger Gang nach erfolgreichen Raubzügen in aller Ruhe zu ihren Familien zurückzukehren und vorübergehend ein normales Leben zu führen. Denn ihre Nachbarn passten auf - sich nähernde Aufgebote wurden verraten, einzelne Ermittler schon mal durch eigentlich unbeteiligte Dritte erschossen.
Trotzdem kann ein Leben, dass weitgehend durch den Revolver finanziert wird nicht ewig gut gehen, und so erleben wir, wie die Bande nach und nach immer mehr Probleme bekommt und schlussendlich in die Katastrophe reitet.
State:
Obwohl der Regisseur Walter Hill sich wie bereits in "Geronimo" nahezu 100%tig (Der Grad der von den Outlaws angewendeten Gewalt wird auf ein erträgliches Niveau gebracht) an die historische Wahrheit hält, gehört dieser Film zu den spannendsten Western überhaupt.
Die Schießereien sind unvergleichlich gut in Szene gesetzt - Action Sequenzen oft in der Leinwand füllenden Totalen aufgenommen - Kostüme, Lebensumstände und Politik historisch korrekt dargestellt, ergo stimmig rübergebracht - man muss einfach den Hut vor dieser filmischen Meisterleistung ziehen.
Einziges Manko - für meinen Geschmack wird diese Mördertruppe ein wenig zu sehr glorifiziert. Man sollte nicht vergessen, dass das Gros ihrer Opfer einfache Bürger waren, die lediglich ihre Ersparnisse bis aufs Blut verteidigten (Ein Rückversicherungssystem der Banken gab es damals nicht. Wurde eine ausgeraubt, zerstörte das oft auf einen Schlag Dutzende von Existenzen und hemmte das Wirtschaftswachstum einer Region/Stadt auf Jahre hinaus). Ferner verschweigt der Film zwar nicht, dass die Anführer der Bande während des Krieges mit "Bloody" Bill Anderson und William Quantrills "Bushwackers" ritten, doch welch schreckliche Verbrechen deren Milizen an der Zivilbevölkerung begingen bleibt im Dunkeln.
Wer in Filmform mehr über die reale Vergangenheit der Gang erfahren möchte, sollte sich unbedingt "Ride with the Devil" anschauen. Dieser Film handelt u. a. von Andersons Milizen und der Art ihrer Kriegsführung. Dabei wird auch das vermutlich schlimmste Kriegsverbrechen des amerikanischen Bürgerkrieges (1863 Lawrence/Kansas) beschrieben. Daran waren Frank James und 2 der Younger Brüder beteiligt; Cole sogar als einer der Unterführer. "Ride with the Devil" erzählt allerdings eine andere Geschichte und geht auf die Mitglieder der Gang nicht näher ein. Trotzdem ist seine Handlung eine wertvolle Ergänzung zu "Long Riders"
Weitere Filme zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit:
"American Outlaws" und "The James Gang" (James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Ich, Tom Horn" (seine letzten Jahre), "Tombstone" (OK-Corral), "Wyatt Earp" (sein Leben), "Buffalo Girls" (Calamity Jane), “Wild Bill“ (Hickoks Leben), True Women (Frauen in Texas), “Texas Ranger“ (die Anfänge der Truppe)
Allerdings nehmen es einige dieser Filme mit der historischen Wahrheit nicht so genau.
Drei der o. g. Streifen sind auch gemeinsam als "Western-Collection" erschienen.
In jeder Hinsicht empfehlenswert ist auch die HBO-Produktion “Deadwood“ – m. E. die beste je gedrehte Westernserie (und ich kenne alle, die seit “Bronco“ (ca. 1965) im TV liefen).
Zum Zeitpunkt der Einsendung dieser Rezension waren fast alle genannten DVDs bei Amazon erhältlich.

Die DVD:
Das Bild liegt in Widescreen 16x9 im Verhältnis 1.85:1 vor, ist leider kein Highlight, weist aber auch keine schlimmen Mankos auf.
Der Ton dagegen ist eine echte Enttäuschung: DD Mono, das immerhin in 5 Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
An Extras gibt es lediglich den O-Trailer - eindeutig zu wenig für das Medium.
Diese DVD wird dem Spitzenfilm nicht gerecht - daher ein Stern Abzug.
Fazit:
Der Film ist für jeden Western Fan ein klares "Muss".
Doch auch Action Puristen und Hobbyhistoriker werden durchaus auf ihre Kosten kommen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kulwestern über Jesse James und Gang, 15. Juli 2004
Von 
Brittles (Bremen, Germany, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
1980 schuf Walter Hill diesen Kultwestern. Er besetzte die original Bruderpaare mit wirklichen Brüdern. Die Youngers werden von den Carradines dargestellt. Die James-Brüder werden von James und Stacy Keach verkörpert, die Millers spielen Dannis Quaid und Randy Quaid. Wieder einmal setzte Actionmeister Walter Hill sein ganzes Können ein, was sich in der künstlerischen Umsetzung , beispielsweise den Banküberfällen in slowmotion, wiederspiegelt. Jedem wahren Westernliebhaber sei dieser Film als Top-Kauf empfohlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realistisches Szenario, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Der Actionspezialist Walter Hill, der uns so unterschiedliche Genreperlen wie "The Warriors", "48 Hrs." oder "Streets of Fire" beschert hat, legte schon in seiner vierten Regiearbeit eine Western vor - und was für einen!

Es handelt sich um eine relativ wahrheitsgetreue Erzählung um die James(Jesse und Frank)-, die Younger- und die Millerbrüder, die nach dem Sezessionskrieg (in dem sie den Milizen angehörten, die einen besonders dreckigen und brutalen Krieg gegen die Union und auch deren zivile Anhänger in den Grenzstaaten führten)dazu übergingen, Banken zu überfallen und sich dabei als Rächer des Südens gaben. Eine stringent geführte Handlung hat der Film im Grunde nicht, wir werden Zeugen einzelner Begebenheiten im Leben der Brüderpaare, sehen ihre Konflikte ebenso wie ihre Trauer um Freunde und Familienangehörige als auch einige ihrer Liebschaften. Und natürlich sehen wir ihre Banküberfälle. Die geschädigten Banken beauftragen die Detektei Pinkerton, gegen die Brüder vorzugehen. Dabei nutzen die Pinkertondetektive jede sich bietende Möglichkeit, der Brüder habhaft zu werden und nehmen wenig Rücksicht auf Familienangehörige oder die Befindlichkeiten in den ländlichen Regionen, in denen die Brüder zuhause sind. Auch sind ihre Methoden wenig zimperlich, was den Hass der verschiedenen Bevölkerungsteile immer neu und weiter anfacht. Nachdem der Überfall auf die "First National Bank" in Northfield, Minnesota, blutig fehlschlägt und die Youngerbrüder gefangen genommen werden, müssen auch Jesse und Frank James sich überlegen, ob sie dieses Leben weiterführen wollen. Der Film endet damit, daß Jesse James am 3. April 1882 von Bob Ford hinterrücks niedergeschossen wird.

Bemerkenswert an diesem Film ist sicherlich nicht die Handlung. Hill ist auch eher an einem möglichst realistischen Bild der Brüder und ihrer Zeit als an Dramaturgie und Spannugsaufbau interessiert. Er besetzt die jeweiligen Brüder mit echten Brüdern: So spielen James und Stacey Keach die James-, David, Keith und Robert Carradine die Younger- und Dennis und Randy Quaid die Millerbrüder. Darüber hinaus zeigt Hill v.a. das komplizierte Geflecht der gestörten Beziehungen der Menschen untereinander in jenen Staaten, die während des Bürgerkriegs nicht eindeutig dem Norden oder dem Süden zuzuordnen waren. Da die Jamesbrüder Mitglieder sowohl der "Bushwhackers" als auch der "Quantrills Raiders" - letztere eine besonders berüchtigte und brutale Guerillatruppe, die u.a. für das fürchterliche Massaker in Lawrence, Kansas 1863 verantwortlich war - waren, wusste man in dem Teil von Missouri, aus dem die James' stammten natürlich, wer sie waren und wofür sie standen. Gerade in Staaten wie Missouri führten die Zustände zwischen Unionsanhängern und ehemaligen Konföderierten noch bis in die 1870er Jahre hinein zu schrecklichen Verwerfungen. All diesen Entwicklungen versucht Hill gerecht zu werden.

Über dem Film hängt - einem Schleier gleich - eine Traurigkeit, die es, gepaart mit der Musik Ry Cooders, schwer erträglich macht, den Film zu genießen. Ein gut' Teil dieser Traurigkeit strömen übrigens die Gesichter der Schauspieler aus, wobei James Keachs Antlitz hinter einem Bart verborgen bleibt, der ihm noch zusätzliche Tragik verleiht. Hinzu kommt eine Explizität hinsichtlich der Gewaltdarstellungen, die es in sich hat. Hill erweist sich hier - sowohl darin, wie er die Gewalt darstellt: überdeutlich sieht man Einschüsse und Austrittswunden, als auch in der Wahl der Mittel: Zeitlupen und Superzeitlupen (wie man sie sonst eher aus der Sportberichterstattung kennt) und einem überdeutlichen Einsatz des Tons, der uns das Sdchnauben der Pferde, das stoßweise Atmen der getroffenen Männer so hören läßt, als säßen wir mitten im Getümmel - als ein gelehriger Schüler Sam Peckinpahs. Allerdings hat man manches Mal den Eindruck (v.a. beim Überfall auf die "First National", der an und für sich ein inszenatorisches Meisterstück ist), er wolle den Meister noch unbedingt übertreffen.

Dem Film ist auch genau das immer wieder vorgeworfen worden: Die Gewalt und ihre Darstellung seien Selbstzweck, der Film reines Oberflächenspektakel (darin, wie Hill ja oft vorgeworfen wird, postmodernes und also indifferentes Kino), keine Handlung vorhanden und deshalb das ganze Unterfangen langweilig. Man kann diese Kritik gelten lassen. Man sollte sich allerdings auch bewußt machen, in welcher Tradition der Film steht. Wenn er überhaupt noch auf klassische Filme rekurriert, dann auf die jüngeren Klassiker des Spätwesterns wie "The Wild Bunch". Doch eher wirkt er verwandt mit Filmen wie "McCabe und Mrs. Miller" von Robert Altman, Stan Dragotis "Dirty Little Billy" oder Frank Perrys "Doc" - alles Western der 70er Jahre, die sich unbedingt Mühe gaben, den Westen realistisch zu zeigen; alles Filme, die bereit waren dafür dramaturgische Einbußen hinzunehmen. Und alles Filme, die dafür "gebüßt" haben. Alles eher keine Spät- sondern schon Antiwestern.

"Long Riders" ist ein interessanter Western, einer der besseren Walter-Hill-Filme und entgegen aller Annahmen (und allen spektakulären Gewaltexzessen zum Trotz) kein Spektakel, sondern ein eher ruhiger Film, der sich seinem Thema behutsam annähert und dabei ein Kapitel amerikansicher Geschichte zu reflektieren versucht, dessen Wunden in bestimmten Gegenden des Südens bis heute noch nicht verheilt sind.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die beste Verfilmung über die Younger & James Gang, 20. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Walther Hill hält sich in diesem Werk so gut es geht (ohne die Legende allerdings ganz zu zerstören) an die historischen Fakten gehalten ,wenn auch vieles heutzutage etwas geschönt wirkt ,sollte man dabei die damligen Wertevorstellungen nicht ganz ausser acht lassen , wo die James & Younger Gang ja keine "absolute" Outlawbande war ,sondern immer noch in einem festen sozialen Netz ihrer direkten Umwelt und deren Werte eingebunden war , was der Film schön vermittelt , jenem Spagat zwischen bürgerlichen Leben ,sozialer Anerkennung und dem Kampf gegen vermeintliche und wirkliche Ungerechtigkeit,verbunden mit einer Veranlagung zu Gewalt ,Macht ,Annerkennung und Dominanz und archaisch menschlichen Rachegelüsten . Die schauspielrischen Leistungen bestechen durch ihre Nüchternheit und dem Zusammenspiel der Brüder .
Hier hat Walther Hill einen Glücksgriff getan ,den Film mit echten Brüdern zu besetzen ,die dadurch sehr überzeugend wirken .
Wie schon viele Rezensenten es sagten ,viele Scenen sind inzwischen Kult und wurden of kopiert (aber nie erreicht).
Besonderes Lob verdient auch dei Ausstattung,wo man sich um authentisches Ambiente bemühte , es tauchen keine tiefhängenden Holster auf ,es werden zb seltene Originalwaffen verwendet ,die es damals oder überhaupt nicht als Nachbauten gab und gibt , so sieht man zb einen Merwin & Hulbert Revolver der 1870er Jahre ,was zu jener Zeit ,als es noch keinen riesigen Reenacment Markt und Hersteller für Ausrüstung jener Zeit , sowie Fachliteratur gab und manches einfach noch kein Forschungsfeld war , sicher kein leichtes Unterfangen war, und
so seinen einige Schnitzer verziehen ,wenn in Texas eben doch am Rande noch "Faschingskostümcowboys" stehen , mit karierten Hemden ,und großen Gürtelschnallen oder Kavalleristen mit gelben Halstüchern und Uniformen ,die geradewegs aus einem John Wayne Film stammen könnten ,oder mitunter Waffen zum Einsatz kommen , wie der SAA 1872 Peacemaker, die erst um 1875 oder Revolver die gar erst in den 1880er Jahren auf dem zivilen Mark kamen verziehen .
Einige Scenen sind natürlich übertreiben ,so kann man mit einem Sharps Derringer im Kaliber 32 keinen Kronleuchter von der Decke schiessen ,das hätte selbst Annie Oakley als beste Schützin der welt kaum geschafft .Sehr gut ist auch der Soundtrack zum Film, der nicht mit orchestralem Hollywood Geklimper ,sondern mit zeitgenössiscehr Musik und Instrumentierung sehr zur Atmosphäre beiträgt .Dieser Film ist ein Meisterwerk .
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irre brutal, 17. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Das Novum dieses Films zuerst, sämtlich Hauptprotagonisten sind nicht nur im Film, sondern sind/waren tatsächlich Brüder.

Stark für mich hier das Brüderpaar Quaid. Zu Dennis brauche ich nichts mehr zu schreiben, aber sehr gut agiert hier ebenfalls sein Bruder Randy, sonst gefürchtet durch grausame Produktionen.

Auch 70er und 80er Ikonen wie David Carradine (Kung Fu Fighting) und Stacy Keach (Mike Hammer) spielen ihren Part, wobei David Carradine überzeugender wirkt.

Religös (Randy Quaid; Bibel zitierend in der Szene mit der Prostituierten), gewaltbereit und desillusioniert bezüglich des verlorenen (Bürger)Krieges verbreitet die James-Younger Bande Schrecken unter Bankangestellten und Transporteure (Postkutschern und Eisenbahner).

Ob sich dieses so oder so ähnlich abgespielt hat, ist nicht das Faktum. Neben dem teils religiösen aber doch gewaltbereiten Südstaatlern, wirken die gegnerischen Yankees hingegen doch blass. Die Pinkerton Detektive tappern blind in der Gegend herum, gewinnen aber letzendlich. Ein Vergleich zum Bürgerkrieg, wo die Rebellen leidenschaftlicher gewesen sein sollen, die Föderierten aber abgeklärter?!?

Aus versehentlichen Fehlern (Gasgranate)heraus, wird das Wort Rache groß geschrieben.

Ein wenig blass wirkt jedoch auch der Akteur James Keach. Er scheint so eine Art Jesus zu spielen ("Redet nicht über meine Familie"), ein wenig zu Messias-artig. Verhindert er doch die eine oder andere Gewalttat gegenüber potentiellen Opfern der Bande.
Im Endeffekt ist er aber derjenige, der seine Bande schändlich in Stich lässt, um seine eigene Haut zu retten, was aber schlußendlich misslingt.

Der Mythos Jesse James ist ähnlich dem des Robin Hoods. Letzter ja bekanntlich ein Produkt der Fantasie, war erster real. Und verklärt.

Im Endeffekt doch ein gewöhnlicher Räuber, der vor keiner Gewalttat zurück schreckte und den nur der Zahn der Zeit und sein Tod zu Mythos haben werden lassen.

Der Film ist in seiner Komposition doch sehr gelungen und absolut sehenswert. Auch wenn nur geringe Authentizität erreicht wird.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Long Riders (DVD), - Pekinpah Schüler Walter Hill's wschl. beste Arbeit, 21. Juli 2006
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Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Nur noch mit vielleicht "James Gang" (die Version mit Rob Lowe und Bill Paxton) zu vergleichen, - wenn auch garantiert noch um Längen besser gemacht. Die wirklich originelle Idee des Regisseurs, hier die Darsteller der historischen Personen mit echten Brüder Paaren zu besetzen, gibt diesem Film durch die ganze Handlung hinweg einen unbeschreiblichen "Kick" bzw. Animositäten, wie sie ja so auch bei nahen Blutsverwanten nur natürlich vorkommen, - und die es wschl. auch unter den hier nachgestellten Personen gegeben haben wird, kommen so durch die hervoragenden schauspielerischen Leistung nur umso überzeugender "rüber". Und sorgen somit zu einem unvergeßlichen Erlebnis, - dh. nicht nur bei eingefleischten Western Fans.

Das der Ton nicht weiter aufbereitet wurde, ist umso mehr zu ertragen, da ja sonst vielleicht wieder mal eine eher unglückliche "DTS Version" herausgekommen wäre. Auch die ("experimentiellen") für die damalige Zeit ziemlich unkonventionellen Zeitlupen - Effekte mit z.T. recht brutal aussehenden Großaufnahmen, - wenn Geschosse beispielsweise in Körper eindringen usw. sind lange Zeit unübertroffen gewesen. Und hier für einen Western wirklich mehr als nur etwas "ungewöhnlich" zu nennen.

Grandiose "klassische" Szenen, - wie z.B. die ein überdimensonales Schaufenster durchbrechende Flucht, noch dazu zu Pferde und mit einem Tempo (das für die damalige Zeit Wiederholungen bei Patzern nicht unbedingt zugelassen hätte), waren beim Publikum wschl. derart erfolgreich, das sie später hin und wieder von Seiten des Regisseurs nochmals zur Verwendung gekommen sind. Beispiel: die eine Kinoleinwand durchbrechende Motorradflucht in "und wieder 48 Stunden".

Fazit: wer auf "Pferdeopern" lange vor den späteren Neuauflagen in der Art wie "Silverado", "Tombstone", "Wyatt Earp" oder "Young Guns" steht, - die allerdings besser sind als uralte s/w Vertreter diese Sparte, sollte sich diesen Film unbedingt zulegen. , - Kauftip.
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5.0 von 5 Sternen Guter Western, 2. April 2014
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Ich bin ein Fan von Western, doch dieser ist was ganz besonderes denn entspricht der Wahrheit. Zuminderst haben dargestellten Cowboys wirkich gelebt.
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3.0 von 5 Sternen If you like cinema, 16. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
It is not a film I would strongly recommend, but you might enjoy the film if you are interested in cinema or to be more precise in the history i.e. evolution of film-making.
Red Wolf
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte der James/Younger/Miller-Bande, 7. September 2011
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Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Dieser Western aus dem Jahr 1980 (95 Min., DVD von 2007 - nicht wie angegeben von 2001) erzählt vom Höhepunkt und Zerfall der Bande von Jesse James. Die absolute Besonderheit dabei ist, dass die historisch verbürgten Brüder jeweils ebenfalls mit Schauspieler-Brüdern besetzt sind:
James und Stacy Keach - Jesse und Frank James
David, Keith und Robert Carradine - Cole, Jim und Bob Younger
Dennis und Randy Quaid - Ed und Clell Miller
Christopher und Nicholas Guest - Charlie und Bob Ford
Das ist einmal eine Leistung, die sich sehen lassen kann!

In einigen lose zusammenhängenden Episoden, die sich teils nahe an den überlieferten Tatsachen orientieren, zeigt Regisseur Walter Hill (u.a. Nur 48 Stunden, Red Heat, Last Man Standing) die Erfolge diverser Raubüberfälle auf Banken, Postkutschen und Züge; dazwischen wird in Abschnitten auf das "Privatleben" der Gangster eingegangen, das sich allerdings oft in Klischees von Kartenspiel und Prostituierten erschöpft. Am ehesten überzeugt hier noch Stacy Keach, der nach dem vorläufigen Auseinanderbrechen der Bande mit Sack und Pack in einen anderen Bundesstaat übersiedelt. Nachdem die Bande dann erneut zusammengerufen wurde, kommt es zum verhängnisvollen Überfall auf die First National Bank in Northfield, Minnesota...

Als roter Faden ziehen sich die Bemühungen Pinkerton-Detektive durch den Film, die Bande unschädlich zu machen; dabei entwickelt sich die Jagd zunehmend zu einem Kleinkrieg. Die "Guten" gehen auch mal über Leichen, mehr als einmal müssen Unschuldige dran glauben.

Die Actionszenen können überzeugen, obwohl - wie leider üblich - auch hier die verfeuerte Munition in keinem Verhältnis zur Häufigkeit des Nachladens steht. In den ruhigeren Momenten liefern die Keaches und David Carradine brauchbare schauspielerische Leistungen ab; leider lässt das Drehbuch zu viele Lücken und verliert sich dafür in absolut nebensächlichen Kleinigkeiten. Ich hätte mir z.B. mehr über den Rückhalt der Gesetzesbrecher in der Bevölkerung gewünscht, statt der effekthaschenden Messerstecherei zwischen Cole Younger und dem indianischen Bräutigam der (ebenfalls historisch verbürgten) Belle Starr.

Die Bildqualität ist für eine DVD noch in Ordnung, die Tonspur für Mono gar nicht mal schlecht; außer ein paar Trailern gibt es keinerlei Extras - nicht einmal ein Wendecover. Die FSK 16-Freigabe erscheint angesichts der blutigen Schießereien verständlich, wenn auch heutigentags nicht mehr zeitgemäß.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein absolutes Muss für Geschichtsinteressierte und Hobbyisten, 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Long Riders (DVD)
Dieser Film ist ein absolutes Muss für Geschichtsinteressierte, Hobbyisten und Action Fans. Die Darsteller sind topp besetzt (alles Brüderpaare), die Storry stimmig umgesetzt und alles in allem an Authenzität voll im schwarzen.
Lediglich die Glorifizierung der "Bande" ist etwas übertrieben, denn Schlußendlich handelt es sich ja hier um eine Mördertruppe, die auch nicht vor einfachen Leuten halt gemacht hat.
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Long Riders
Long Riders von Walter Hill (DVD - 2007)
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