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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut gelungene Literaturverfilmung
Völlig betrunken verkauft der Besenbinder Henshaw auf einem Jahrmarkt seineFrau und seine kleine Tochter an einen Seemann. Als er sich seiner Untat bewusst wird und er keine Spur von Frau und Kind findet, legt er das Gelübde ab, für die Dauer von 18 Jahren keinen Alkohol mehr zu trinken. Es folgt ein erfolgreicher Aufstieg als Getreidehändler, bis er...
Veröffentlicht am 3. Februar 2005 von gildenhaus

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thomas Hardy und die Leiden des Mayor of Casterbridge
Kurz vorneweg- ich bin ein begeisterter Fan des "Period Dramas", gleich welcher Epoche ... Mir gefallen die Brontes, genauso wie Austen, Galsworthy, Dickens, Gaskell.... als auch nichtliterarische Vorlagen, wie DA.
Soweit so gut, NUR mit Thomas Hardy werde ich auch nach 3 Verfilmungen Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005), Far From the Madding Crowd [UK...
Veröffentlicht am 13. März 2012 von Isabelle Klein


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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut gelungene Literaturverfilmung, 3. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Völlig betrunken verkauft der Besenbinder Henshaw auf einem Jahrmarkt seineFrau und seine kleine Tochter an einen Seemann. Als er sich seiner Untat bewusst wird und er keine Spur von Frau und Kind findet, legt er das Gelübde ab, für die Dauer von 18 Jahren keinen Alkohol mehr zu trinken. Es folgt ein erfolgreicher Aufstieg als Getreidehändler, bis er schliesslich Bürgermeister der Gemeinde Casterbridge wird. Nach vielen Jahren kommen seine Frau und Tochter auf der Suche nach ihm zurück. Um seine Schuld von einst wiedergutzumachen, heiratet er seine Frau erneut, lässt jedoch seine Tochter und die Gemeinde in Unwissenheit über die Vergangenheit. Nur sein Vertrauter und Geschäftsführer weiss darüber Bescheid. Dennoch verlangt die Vergangenheit ihr Recht, unaufhaltsam beginnt nun der Verfall des Bürgermeisters, schliesslích kommt der Absturz und Henshaw stirbt letztendlich einsam und von Tochter und Gemeinde verstossen..
Die Verfilmung folgt der Romanvorlage sehr getreu. Bedrückend, in dunklen Bildern wird das Leben einer englischen Gemeinde Anfang des 19. Jahrhunderts dargestellt. Grandios Ciaran Hinds als von Schuld gequälter Protagonist des Filmes.
Die DVD gibts leider nur in englisch und ohne Untertitel, ist aber sprachlich gut verständlich
Ein für mich sehr lohnenswerter Film!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Mann, der ein schlechtes Leben führte, 30. August 2008
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Der Originaltitel des Buches von Thomas Hardy aus dem Jahre 1886 heißt: "The Life and Death of a Man of Character" und das ist in der Tat, der rote Faden, der sich durch diese kongeniale Verfilmung der tragischen aber auch sehr wahrhaftigen und eindringlichen Novelle zieht.

Michael Henchard (Ciarán Hinds) heißt dieser Mann, der mit all seinen Charakterschwächen zu kämpfen hat, sie besiegt und auch immer wieder von ihnen besiegt wird. Er ist gerade mal 21 Jahre alt als die Geschichte beginnt und er als ein wandernder Heubinder mit seiner Frau Susan (Juliet Aubrey) und seiner neugeborenen Tochter durch die Gegend zieht.
Auf einem Jahrmarkt trinkt er zuviel, gerät darüber in Streit mit seiner Frau und verkauft sie in seiner Wut an den Meistbietenden. Ein Seemann kauft Frau und Kind und verschwindet mit ihnen, und für Michael Henchard beginnt ab diesem Moment ein anderes Leben. Entsetzt über seine Tat schwört er am nächsten Tag dem Alkohol ab, er wird als Kornhändler und Bürgermeister von Casterbridge sogar erfolgreich aber das Geheimnis um seine Untat verfolgt ihn und weitere Geheimnisse und Verwicklungen kommen noch dazu, als 19 Jahre später Ehefrau Susan mit Tochter Elizabeth-Jane (Jodhi May) wieder in Michaels Leben auftauchen. Getrieben von seiner impulsiven Art, seiner Aggressivität, seinen Depressionen und seiner Selbstsucht gerät Michael immer wieder in Konflikt mit seinem eigenen Gewissen. Bei dem Versuch es gut zu machen, verkehrt er die Dinge oft ins Gegenteil und schadet den Menschen die er eigentlich liebt, oder lieben sollte. Damit zerstört er letztlich nicht nur sein eigenes Glück sondern auch das von anderen.

Dieser Film ist wirklich eine perfekte Adaption dieser sehr komplexen Hardy-Geschichte voller Verwicklungen, Lügen und Geheimnisse um den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Er ist durchweg spannend und derartig intensiv gespielt, dass man beim Zusehen den Mund für 196 Minuten gar nicht mehr zubekommt und die Gänsehaut auch nicht mehr los wird.
Wer wäre für die zerrissene Rolle des Miachael Henchard wohl besser geeignet gewesen als Ciarán Hinds?
Der Mann erstaunt mich immer wieder, gerade in solchen Rollen, wo er vielschichtige Menschen spielt und deren dunkle Seiten so glaubhaft verkörpet, dass man ihre Tragik schmerzlich nachvollziehen kann. Hinds ist die absolut perfekte Besetzung für den "Mann mit Charakter"! Aber auch den anderen, allseits bekannten Darstellern verdankt es der Film, dass er ein wirklich emotionales und berührendes TV-Erlebnis geworden ist. Juliet Aubrey als schlichte aber ehrliche Susan, Jodhi May als duldsame passive Elizabeth-Jane und nicht zu vergessen James Purefoy (bekannt als Mark Anton aus Rome) als sehr schottisch sprechender aufrechter Donald Farfrae, der unfreiwillig zu Henchards Gegenspieler in jeder Hinsicht wird, sie alle erfüllen ihre Figuren mit Leben und Gefühl wie man es sich besser nicht wünschen kann.

Bei diesem TV-Zweiteiler aus 2003 hat sich ITV wahrlich nicht lumpen lassen und von der Musik, über die Kulissen von Straßen und Gebäuden, den gelegentlichen idyllischen Landschaftsszenen bis hin zum eleganten Period-Look in all seinen liebenvollen Details hat man nichts vergessen was das Period-D(r)amen-Herz erfreut und sich sehr respektvoll um Authentizität bemüht. Ein paar Details sind freilich anders als im Roman oder weggelassen worden (alleine drei Stunden Filmzeit reichen auch kaum aus, um die vielen Feinheiten der Romans wiederzugeben). Dieses kleine Manko ist aber leicht zu verschmerzen angesichts der insgesamt so ergreifenden Atmosphäre des Films. Taschentücher könnten u.U. von Nöten sein.

DVD:
Widescreen 16:9 Anamorph, Sprache English - Dolby Digital (2.0) Region 2 - Will only play on European Region 2 or multi-region DVD players. Die DVD ist ohne Untertitel, und nicht alles was gesprochen wird ist leicht verständlich. Gerade Cirián Hinds neigt gelegentlich zum Nuscheln in den nicht vorhandenen Bart. Specials: Photo gallery, Behind the scenes, Production notes, Cast and author biographies, Feature trailer, Interactive menus, Scene selection,
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thomas Hardy und die Leiden des Mayor of Casterbridge, 13. März 2012
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Kurz vorneweg- ich bin ein begeisterter Fan des "Period Dramas", gleich welcher Epoche ... Mir gefallen die Brontes, genauso wie Austen, Galsworthy, Dickens, Gaskell.... als auch nichtliterarische Vorlagen, wie DA.
Soweit so gut, NUR mit Thomas Hardy werde ich auch nach 3 Verfilmungen Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005), Far From the Madding Crowd [UK Import] nicht so wirklich warm. Sicherlich ist mit Ciaran Hinds der "Mayor" ideal besetzt. Aber auch dieses 197min Spektakel hat mich nicht sonderlich "gepackt" & wiird eben nicht nachhaltig im Gedächtins bleiben oder gar ein weiters Mal mit Vergnügen geschaut werden!
Auch bleiben die anderen Charaktere allen voran seine Tochter zu blass ...

Zur Qualität der DVD: diese entsprach nicht so ganz meinen Erwartungen: das Bild ist sehr grobkörnig, da wurde nichts nachbearbeitet/aufbereitet. Auf einem 46'' recht grobköring und krisselig anzuschauen.

Zur Sprache: ich schaue alle PDs auf englisch und bisher hatte ich nie Probleme mit Dialekten/ der Aussprache. Bei diesem Gemurmel und sprachlichem Kauderwelsch ist mir aber schon phonetisch, so das ein oder andere entgangen, so dass ich mich höllisch konzentrieren musste bzw ein 2mal nachhören ... MÜHSAM, dass es hier KEINE UT gibt- gerade hier hätte ich sie mal gebraucht.

Fazit: für Hardy Fans sicherlich ein Muss. Mit C. Hind meisterhaft besetzt. Mich hat die Geschichte um Casterbridge und seine Schicksale allerdings nicht zu begeistern vermocht. Auch die Bildqualität und die fehlenden UT trugen ihr übriges dazu bei.

TIPP: auf jeden Fall via uk bestellen hier ist es um einiges preiswerter!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packendes Drama, 26. August 2007
"The mayor of Casterbridge" erzählt eine dramatische und tragische Geschichte, die einen so schnell nicht los lässt. Soviel gleich zu Anfang denn zum Beginn des Filmes dachte ich nicht, daß er mich derartig packen würde.
Im Alkoholrausch verkauft Michael Henchard seine Frau Susan und seine neugeborene Tochter an einen Seemann. Nach dieser Wahnsinnstat ändert er sein Leben und wird zum respektablen Bürgermeister der Kleinstadt Casterbridge. Doch nach 18 Jahren tauchen Susan und Henchards Tochter Elizabeth Jane wieder auf...
In der ersten halben Stunde poltert die Handlung ein wenig vor sich hin, wer jedoch dran bleibt, den erwartet eine packende Literaturverfilmung, die einen so schnell nicht loslässt. Die Anfangsszenen um den Verkauf Susans wirken leider nicht glaubwürdig, was ein wenig an Ciaran Hinds hölzerner Darstellung (am Anfang) Henchards liegt. Auch den plötzlichen Sinneswandel in der Kirche nehme ich ihm nicht so ganz ab, danach hat die Handlung sich jedoch gefangen und entfaltet einen ganz eigenen Sog. Tatsächlich weist die Handlung die eine oder andere Wendung auf, die man am Anfang so sicherlich nicht erwartet hätte.
Ein wenig fühlte ich mich beim Sehen an Victor Hugos "Les Misérables" erinnert, lässt man mal die sozialen Aussagen dieses französischen Klassikers außer Acht und konzentriert die Handlung nur auf das Schicksal Valjeans: genau wie der Galeerensträfling aus Hugos Klassiker muß auch Henchard für einen einmal gemachten Fehler sein ganzes Leben lang büßen, beide Männer können ihrer Vergangenheit nicht entkommen und sehen sich immer wieder mit ihr konfrontiert, obwohl sie mittlerweile ganz andere Leben führen. Sicherlich kann man die beiden Romane nicht miteinander vergleichen. Aber es gibt doch einige Handlungsstränge in "Casterbridge", die mich sehr an die "Elenden" erinnert haben.
Sieht man mal von dem etwas holperigen Einstieg in die Handlung ab, so ist "The mayor of Casterbridge" ein grandios besetztes period drama. Ciaran Hinds spielt einfach großartig, ihm zur Seite stehen die wunderbare Juliet Aubrey ("Middlemarch")als Susan, die zauberhafte Jodhi May ("Tipping the velvet") als Elizabeth Jane und der brillante James Purefoy ("Vanity Fair") als Donald Farfrae (Vorsicht, an den Akzent muß man sich ein wenig gewöhnen!).
Die Bilder sind düster, der Soundtrack bleibt mysteriös und das ist auch gut so, denn hier geht es beileibe nicht um viktorianische Liebesgeschichten, sondern um ein handfestes, packendes Drama. "The mayor of Casterbridge" ist eine spannende Geschichte um Rache, Sühne und Vergebung, über die man gerne noch etwas länger nachdenkt und die -abgesehen vom etwas unglücklichen Anfang- einem wahrhaft spannende Minuten verspricht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realismus in engl. Literatur, 27. Mai 2009
Von 
B. Zaman "filmfan" (Stadt Mansfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Ciaran Hinds ist der perfekte Mayor of Casterbridge. Sehenswerter Klassiker, der sich auch sehr an die Vorlage hält, allerdings kann eine Literaturverfilmung der Vorlage nie gerecht werden. Immerhin hier scheint das Wesentlichste erfasst.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Drama, 21. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Ich bin ein grosser Fan von Period Dramas und kenne die meisten Austen und Bronte-Verfilmungen. Auf diese DVD bin ich über den Persuasion-Darsteller Ciaran Hinds gestossen. Ich habe lange überlegt, mir die DVD zu kaufen, denn sie ist nur in Englisch erhältlich ohne jegliche Untertitel. Meine Bedenken waren unbegründet, das Englisch ist klar gesprochen (mit Ausnahme von Farfrae's Schottisch) und ich musste kaum einmal zurückspulen. Man sollte aber schon über gute/solide Englischkenntnisse verfügen.

Der Film dauert über 3 Stunden, trotzdem geht er viel zu schnell vorbei. Ich kenne das Buch von Thomas Hardy nicht, die Geschichte ist jedoch sehr spannend und packt einen sofort. Die Rollen sind toll besetzt, die Schauplätze eine Augenweide und auch die Titelmelodie hat grossen Wiedererkennungswert. Leider enthält die DVD nur wenige Extras.

Fazit: Wunderschönes Perioddrama. Wer des Englischen mächtig ist: unbedingt KAUFEN!
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3.0 von 5 Sternen Hardy muß man schon mögen, 10. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Mayor of Casterbridge [UK Import] (DVD)
Obwohl die Darsteller, die Locations, die Kostüme und die Dialoge überweigend gut gewählt wurden, konnte mich dieses Werk nicht wirklich fesseln. Zu kopflastig und langatmig ist schon das Buch. Die Geschichte über den Mann, der große Schuld auf sich lud, als er Frau und Tocher 'verkaufte' ist zwar ein spannender Stoff, aber auch sehr zermürbend.
Das ihn die Vergangenheit nicht nur einholt, sondern gar noch zugrunde richtet, liegt allerdings weniger an seiner Schuld, sondern an der Art, wie er damit umgeht. Akribisch genau zeichnet der Regiesseur (ganz nah an Hardy) menschliches Versagen und eine gute Spur Überheblichkeit nach. Ciaran Hinds bringt die Zwickmühle glaubwürdig, unterstützt von Kollegen, die ihr Handwerk verstehen.
Dennoch keine Geschichte, die sich zum romantischen Fernesehabend oder als Popcorn-Kino eignet.
Die Kameraführung ist bisweilen langatmig, die Musik monoton tragisch und die Dialoge sich wiederholend.
Nettes Cover in stabiler Box, kaum Extras, Ton und Bild einwandfrei.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Mann, der ein schlechtes Leben führte, 17. September 2008
Der Originaltitel des Buches von Thomas Hardy aus dem Jahre 1886 heißt: "The Life and Death of a Man of Character" und das ist auch der rote Faden, der sich durch diese kongeniale Verfilmung der tragischen aber auch sehr wahrhaftigen und eindringlichen Novelle zieht.

Michael Henchard (Ciarán Hinds) heißt dieser Mann, der mit all seinen Charakterschwächen zu kämpfen hat, sie besiegt und auch immer wieder von ihnen besiegt wird. Er ist gerade mal 21 Jahre alt als die Geschichte beginnt und er als ein wandernder Heubinder mit seiner Frau Susan (Juliet Aubrey) und seiner neugeborenen Tochter durch die Gegend zieht.
Auf einem Jahrmarkt trinkt er zuviel, gerät darüber in Streit mit seiner Frau und verkauft sie in seiner Wut an den Meistbietenden. Ein Seemann kauft Frau und Kind und verschwindet mit ihnen, und für Michael Henchard beginnt ab diesem Moment ein anderes Leben. Entsetzt über seine Tat schwört er am nächsten Tag dem Alkohol ab. Er wird als Kornhändler und Bürgermeister von Casterbridge sogar erfolgreich aber das Geheimnis um seine Untat verfolgt ihn und weitere Geheimnisse und Verwicklungen kommen noch dazu, als 19 Jahre später Ehefrau Susan mit Tochter Elizabeth-Jane (Jodhi May) wieder in Michaels Leben auftauchen. Getrieben von seiner impulsiven Art, seiner Aggressivität, seinen Depressionen und seiner Selbstsucht gerät Michael immer wieder in Konflikt mit seinem eigenen Gewissen. Bei dem Versuch es gut zu machen, verkehrt er die Dinge oft ins Gegenteil und schadet den Menschen die er eigentlich liebt, oder lieben sollte. Damit zerstört er letztlich nicht nur sein eigenes Glück sondern auch das von anderen.

Dieser Film ist wirklich eine perfekte Adaption dieser sehr komplexen Hardy-Geschichte voller Verwicklungen, Lügen und Geheimnisse um den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Er ist durchweg spannend und derartig intensiv gespielt, dass man beim Zusehen den Mund für 196 Minuten gar nicht mehr zubekommt und die Gänsehaut auch nicht mehr los wird.
Wer wäre für die zerrissene Rolle des Miachael Henchard wohl besser geeignet gewesen als Ciarán Hinds?
Der Mann erstaunt mich immer wieder, gerade in solchen Rollen, wo er vielschichtige Menschen spielt und deren dunkle Seiten so glaubhaft verkörpet, dass man ihre Tragik schmerzlich nachvollziehen kann. Hinds ist die absolut perfekte Besetzung für den "Mann mit Charakter"! Aber auch den anderen, allseits bekannten Darstellern verdankt es der Film, dass er ein wirklich emotionales und berührendes TV-Erlebnis geworden ist. Juliet Aubrey als schlichte aber ehrliche Susan, Jodhi May als duldsame passive Elizabeth-Jane und nicht zu vergessen James Purefoy (bekannt als Mark Anton aus Rome) als sehr schottisch sprechender aufrechter Donald Farfrae, der unfreiwillig zu Henchards Gegenspieler in jeder Hinsicht wird, sie alle erfüllen ihre Figuren mit Leben und Gefühl wie man es sich besser nicht wünschen kann.

Bei diesem TV-Zweiteiler aus 2003 hat sich ITV wahrlich nicht lumpen lassen und von der Musik, über die Kulissen von Straßen und Gebäuden, den gelegentlichen idyllischen Landschaftsszenen bis hin zum eleganten Period-Look in all seinen liebenvollen Details hat man nichts vergessen was das Period-D(r)amen-Herz erfreut und sich sehr respektvoll um Authentizität bemüht. Ein paar Details sind freilich anders als im Roman oder weggelassen worden (alleine drei Stunden Filmzeit reichen auch kaum aus, um die vielen Feinheiten der Romans wiederzugeben). Dieses kleine Manko ist aber leicht zu verschmerzen angesichts der insgesamt so ergreifenden Atmosphäre des Films. Taschentücher könnten u.U. von Nöten sein.

DVD: Sprache English, Dolby Digital, Scene Selection
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The Mayor of Casterbridge [UK Import]
The Mayor of Casterbridge [UK Import] von David Thacker (DVD - 2004)
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