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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erotisches Musizieren, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1, Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 2 (Audio CD)
Tschaikowskys erstes und Rachmaninows zweites Klavierkonzert gehören zu den wahrlich großen ihrer Gattung. Herbert von Karajan hatte ein besonderes Faible für beide und hat sie mehrfach eingespielt, mal mit Richter, mal mit Lazar Berman, mal mit Yevgeny Kissin.
Die wohl beeindruckendste Einspielung dieser Werke hat er jedoch mit seinem engen Freund, dem Pianisten Alexis Weissenberg vorgelegt (sowohl als Film als auch auf CD). Dabei ist es besonders die Einspielung des Klavierkonzertes Nr. 2 von Rachmaninow, die zu den wirklichen Höhepunkten in der Diskographie jenes Werkes gehört.
Nicht, dass die Interpretation des Tschaikowsky-Konzertes nebensächlich wäre. Im Gegenteil. Weissenberg und Karajan (der hier übrigens mit dem Orchestre de Paris zusammenarbeitete) präsentieren im berühmten ersten Satz in einem breiten, wuchtigen '"maestoso'," so wie es sich der Komponist wohl gedacht haben mag. Beide Interpreten nehmen sich deutlich mehr Zeit als üblich, um den von Ideen nur so strotzenden Satz zu gestalten, um das thematische Material sinnvoll auszuformen und zu kontrastieren. Dies gelingt ausgesprochen stimmig und wesentlich intensiver als beispielsweise bei der Berman-Aufnahme.
Die Darstellung Rachmaninows indes stimmt nicht bloß, sie ist hinreißend. Wuchtig im ersten Satz, stets mit dem Akzent auf dem lastenden Charakter (hier erahnt man noch etwas von der depressiven Phase, die Rachmaninow im Vorfeld der Komposition durchgemacht hat), den breiten Spielraum in Tempi und Dynamik sinnvoll auslotend, zeugt diese Darbietung eindeutig von der Karajan gelegentlich angekreideten "kontrollierten Exstase'", jener kühlen Leidenschaft, die auch Weissenberg mitunter nachgesagt wird. Doch scheint mir jene (nicht nur hier) kein Manko, sondern eher (bedenkt man z.B. tantrische Philosophie) legitimes Mittel zum Lustgewinn zu sein. Hier erlebt man ein durchaus erotisches Musizieren, das den Lustgewinn auch beim Hören durchaus erzielt. Höhepunkt der Einspielung ist der zweite Satz. Karajan und Weissenberg nähern sich ausgesprochen weich, ja sanft und gestalten mit bisweilen kammermusikalischer Intimität ein zärtliches musikalisches Liebesspiel, ein impressionistisches Bild mit spätromantischem Idiom, so innig, wie es mir bisher in keiner anderen Aufnahme(auch nicht bei Richter) untergekommen ist. Prädikat: Absolut hörenswert - nicht nur für Karajan-Fans.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glanz- und klangvoller Rachmaninoff, 23. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1, Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 2 (Audio CD)
Vor allen Dingen ist es das 2. Klavierkonzert von Serge Rachmaninoff, was diese CD hörens- und kaufenswert macht. Alexis Weissenberg bleibt den Klanggewalten dieses populären, zu Unrecht verrufenen Stückes nichts schuldig, und Herbert von Karajan mit den glänzend aufgelegten Berliner Philharmonikern weckt in der Partitur Stimmen, die meist im Gewoge des Gesamtklanges untergehen. Selten hat ein Dirigent sich dieses Komponisten mit so viel Akribie und Feingefühl angenommen. Leider hat Karajan um Rachmaninoffs Werke sonst meist einen Bogen gemacht, und so wollen wir froh sein, daß wir diese Version besitzen.
Tschaikowskys Reißer ist gut gespielt, aber es gibt eine Reihe von Einspielungen, die dieser Version klar überlegen sind. Ich denke vor allem an die Aufnahme, die Herbert von Karajan zusammen mit Swjatoslav Richter 1962 in Wien erstellt hat (DGG). Auch Cliburn/Kondrashin (RCA) und vor allem Argerich/Dutoit (DGG) oder auch Argerich/Kondrashin (Philips, live) würde ich deutlich vorziehen. Diesmal steht Karajan dem vorzüglichen Orchestre de Paris vor, welches allerdings an die einzigartige Qualität der Berliner Philharmoniker nicht ganz heranreicht.
Die Klangqualität beider Konzerte ist ohne Mängel. Aufgenommen wurden sie 1970 in Paris (Tschaikowsky) und 1972 in Berlin (Rachmaninoff). Die Textbeilage ist ein wenig schmalbrüstig, das liegt aber wohl am niedrigen Preis.
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