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am 20. Oktober 2006
Dieser Ring hat das Zeug zur Referenzaufnahme. Hier stimmt beinah alles: Janowski beweist ein atemberaubendes Gespür für die jeweils angemessenen Tempi und Stimmungen. Janowskis Ring ist nicht zu gewaltig und nicht zu still; er ist still, wenn er still sein muss - er ist bombastisch, wenn er es sein muss. Die Staatskapelle Dresden spielt mal kontrolliert, mal voll Überschwang und stets sauber und genau.

Das Sängerensemble ist - wenigstens in weiten Teilen - über jeden Zweifel erhaben. Norman, Jerusalem und Salminen haben sich als Wagner-Sänger profiliert. Hier klingt Altbewährtes unmittelbar neu. Die eigentlichen Sternstunden liefern aber Schreier und Kollo. Beide sind nicht vornehmlich für ihre Wagner-Arbeit bekannt. Beide singen ihre Rollen mit einer Frische und Individualität, die man woanders oft vermisst. Schreiers Mime allein rechtfertigt den Kauf des Janowski-Rings.

Das einzige Manko in Sängerkreisen ist Altmeyers Brünhilde-Interpretation. Es schmälert den Genuss längst nicht mehr, einen Interpreten mit Akzent zu hören. Wenn Textverständnis und Intonation stimmen, ist an leichten Akzenten nichts auszusetzen. Altmeyers Deklamation aber ist dermaßen undeutlich, dass der Hörer vor die Grenzen des Tolerierbaren gestellt wird. Obendrein ist Altmeyers weinerlicher Ton nicht immer angemessen. Natürlich ist Brünhilde - in mancher Hinsicht - eine tragische Figur (weswegen Altmeyers Gestus gegen Ende der Götterdämmerung tatsächlich an Angemessenheit gewinnt). Aber hierauf lässt sich Brünhilde nicht reduzieren, und sie verlangt nach einer nuancierteren Darstellung. Wer "Heil dir, Sonne" mit der gleichen tragischen Theatralik singt wie "Alles, alles weiß ich nun", hat etwas missverstanden.

Den perfekten Ring gibt es aber nicht; es wird ihn wahrscheinlich nie geben. Die Menge der Variablen - in der Natur der Sache begründet - macht Makellosigkeit unwahrscheinlich. Bei Janowskis Ring ist glücklicherweise sehr wenig falsch und sehr viel richtig. Der Kauf lohnt sich: Dies ist eine sorgfältige Studioaufnahme in glasklarem Digitalklang ohne (vielleicht) störende - szenisch bedingte - Nebengeräusche.
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am 25. Juli 2009
Janowskis Interpretation zeugt von sorgfältiger Auseinandersetzung mit dem Wagnerschen Werk und der ehrlichen Bemühung des Dirigenten, bis zu den feinsten Details der Partitur durchzudringen und diese hörbar zu machen. Ich habe in dieser Einspielung musikalische Details gehört, die ich anderswo schmerzlich vermisse und die für das Verständnis des Werkes meiner Meinung nach von herausragender Bedeutung sind, da sie die musikalische Struktur des Werkes transparent machen; auf eben diese Struktur, die zugleich eine Gefühls-Struktur ist, kommt es in den Werken Wagners an. Janowski gelingt es wunderbar, diese Struktur ans Licht zu bringen.

Die Sänger und Sängerinnen sind gut ausgewählt, auch wenn die interpretatorischen Qualitäten voneinander abweichen (wobei dies der Aufnahme als ganzer keineswegs Abbruch tut). Schreier drängt sich nach meinem Geschmack etwas in den Vordergrund und stellenweise überzieht er seine Rollen (Loge und Mime), was wohl damit zusammenhängt, dass er sich als Star wahrgenommen wissen möchte. Etwas mehr Zurückhaltung und "Hintergründigkeit" (zumal als Loge) hätten nicht geschadet. Über die stimmliche und interpretatorische Qualität von Altmeyer (Brünnhilde) kann man zwar geteilter Meinung sein, allein sie singt trotz allem sinnlich und menschlich und vermag zu überzeugen (was nicht oft vorkommt). Alle anderen Sänger und Sängerinnen singen ebenfalls ausdrucksstark und zeigen, dass sie sich in die jeweilige Rolle bestens eingefühlt haben.
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am 27. Dezember 2009
Dieer Ring ist für Leute, die großartige Sänger/Sängerinnen hören wollen. Keiner dieser Sänger/Sängerinnen ist zur Ununterscheidbarkeit "geschönt" worden. Bei jedem hört man sofort die Charakterstimme. Außerdem keine störenden Nebengeräusche. Für mich weiter der beste Ring. Für Leute, die den Ring lieber "hochglanzpoliert" und geschönt haben wollen, wäre der Ring von Levine vielleicht die bessere Wahl.
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am 11. Juni 2011
Die Janowski-Aufnahme des Ring hat einen gewissen Ruf - sie gilt als eine der besten Produktionen der digitalen Ära und als hervorragende Alternative zu den späteren Einspielungen unter Levine und Haitink, die mit größerem Aufwand vermarktet worden sind.

Zunächst zum Positiven: Janowski legt ein überzeugendes Konzept des Wagnerschen Opus Magnum vor, sein musikalischer Ansatz ist schlüssig und klar. Der Dirigent verzichtet auf Manierismen und extreme Tempi, die Staatskapelle Dresden spielt unter seiner Hand sehr nuanciert und klangvoll.

Überzeugend sind auch Teile der Besetzung: Jessye Norman und Siegfried Jerusalem geben ein wunderbares Wälsungenpaar. Ich halte vor allem Norman für schlicht überragend. Nach all den dünnen und schmalen Sängerinnen der Sieglinde (Crespin, Janowitz, Altmeyer, Studer) finde ich Normans volles, klangreiches Organ eine wohltuend andere Interpretation, die manchmal sogar an Lotte Lehmann oder zumindest Leonie Rysanek in ihrer besten Zeit erinnert.
Überzeugend auch Sigmund Nimsgerns finsterer Alberich und Matti Salminens wuchtig-fahler Hagen. Sehr angetan war ich ebenfalls von Peter Schreier. Als Loge und Mime verbindet er charaktervolles agieren und musikalisch genaues Singen und verbindet damit die beiden entgegengesetzten Traditionen, für die Namen wie Gerhard Stolze und Heinz Zednik auf der einen, Julius Patzak und Paul Kuen auf der anderen Seite stehen.

Da Vergnügen wird allerdings erheblich getrübt durch die drei wichtigsten Protagonisten des Werkes: weder Theo Adam, noch Kollo und die Altmeyer können mich wirklich überzeugen. René Kollos Siegfried lässt den mühelosen Glanz und die Kraft vermissen, mit der der Sänger einst Stolzing, Tannhäuser und Parsifal so überzeugend dargeboten hat. Er wirkt oft einfach nur angestrengt, farblos und matt.
Auch Jeannine Altmeyers lyrische Brünnhilde bleibt blass: stimmlich überfordert und dramatisch eindimensional.
Die schwächste Leistung allerdings bietet Theo Adam. Nicht einmal in seinen späten Jahren klang Hans Hotter, der für seinen Wotan unter Solti oft getadelt worden ist, so wackelig, rauh, einfach ausgesungen wie Adam hier in dieser Aufnahme. Hatte er schon unter Böhm im Bayreuther Mitschnitt schwer zu kämpfen, ist er knapp zwanzig Jahre später kaum zu ertragen. Adam rettet sich vor den gewaltigen vokalen Anforderungen der Partie in ein stöhnendes Deklamieren, das vor falschem Pathos trieft und nichts von der tragischen Größe Hotters zu bieten hat.
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am 7. Februar 2010
Die Aufnahme besticht durch guten Klang und ist gesanglich, bis auf einige eher unbedeutende Mängel, ohne Tadel. Bei Wagners "Ring" handelt es sich aber um ein Musikdrama und keine Belcanto-Oper. Die Einspielung lässt nun für mein Empfinden genau diese notwendige Dramatik und Spannung eines Böhm, Solti oder Boulez vermissen. Wenn z.B. Alberich im Rheingold "Verfluchter Dieb" dem Wotan und dem Loge entgegenschleudert, darf das eben nicht zu schön gesungen sein, sonst wirkt es unglaubwürdig. Das Gleiche gilt auch für Siegfrieds Wutausbrüche gegenüber Mime.
Bei aller hörenswerten Transparenz fehlt mir auch ein Stück des satten Klangteppichs, den andere Interpreten - insbesondere Karajan - hervorzubringen verstehen. Ein Hörvergleich der Schlussszene der Walküre spricht Bände, an den Streicherklang der Karajanaufnahme reicht diese Einspielung trotz des hervorragenden Orchesters bei weitem nicht heran.
Der Preis ist angesichts der Ausstattung der Box wohl gerechtfertigt, dass das Textbuch fehlt - in meiner Ausführung war es noch dabei - ist m.E. nicht so tragisch, zum Verständnis des Rings kommt man an weiterführender Literatur ohnehin nicht vorbei. Als Textbuch sei wärmstens empfohlen aus der Serie Musik Atlantis Schott Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen, Textbuch mit Notentafeln der Leitmotive", Nachdruck von 1913 (!), und zum Amüsement "Richard Wagners ,Ring des Nibelungen` im Lichte des deutschen Strafrechts" von Ernst von Pidde, köstlich!
Fazit: Empfehlenswert als Zweitaufnahme, für Neueinsteiger empfehle ich die DVD-Box mit James Levine aus der Met in New York, m.E. der beste Einstieg und eine hervorragende Inszenierung noch dazu.
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am 22. August 2006
Marek Janowski ist es gelungen, mit der Dresdner Staatskapelle und hochkarätigen Interpreten (Siegfried Jerusalem, Jessye Norman, René Kollo und Jeannine Altmeyer) eine wirklich gelungene Gesamteinspielung des Ringes zu erstellen. Ein Beispiel dafür, daß nicht nur in Bayreuth gute "Ring"-Inszenierungen möglich sind und daß nicht jede Gesamteinspielung teuer sein muß. Für Wagnerianer mit schmalem Geldbeutel ein echtes Schnäppchen! Einziges Minus bei dieser Aufnahme: sie enthält kein Textheft, deshalb ist man gezwungen, auf die RECLAM-Ausgaben der Libretti zurückzugreifen.Aus diesem Grund nur 4 Sterne!
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